Larian Studios

On the Road again

Posted By: Stone

On the Road again - 22/03/04 06:47 AM

Kalter Wind zog über die Hügelkette, es waren keine besonders großen Hügel und sie hatten noch nicht einmal einen Namen. Zumindest keinen der in der Welt bekannt gewesen wäre. Die Bauern der Umgebung nannten sie Goblinsquell.
Der Name brachte Stone zum Lachen, hier waren keinen Goblins und auch keine Quellen. Er fragte sich im inneren was Er hier eigentlich wollte und ob Er nicht dem dummen Geschwätz eines sterbenden alten narren aufgesessen sei. Und in der selben Sekunde schalt Er sich für seine lieblosen Gedanken an den Mann der sein Mentor in all den Jahren gewesen war.
Ferrwar, ein großer Magier, hatte Stone bei sich aufgenommen. Seine Eltern hatten sich an den Magier gewand um Stone zu verkaufen, das war ja auch Ihr recht, obwohl es in der Gesellschaft verpönt war mit dem eigenen Fleisch zu handeln.
Der Magier indes war ein gnädiger Mann und weise. Er wusste das Stone bei solchen Eltern nicht gut aufgehoben war und so lies Er sich auf den Handel ein. Hinzu kam das Ferrwar einen Nachfolger brauchte, einen Nachfolger der ihn würdig ersetzen konnte, wenn die zeit gekommen wäre. Und da die Magie immer sein ganzes leben in Anspruch genommen hatte gab es niemanden mit dem Er hätte ein Kind zeugen können.
Ferrwar hatte vor Stone zum Magier auszubilden, doch schon bald zeigte sich das Stone über keinerlei Talente in der Magie verfügte. Und doch lies Ferrwar seine Enttäuschung nicht an Stone aus, sondern erzog Ihn mit viel Liebe und lehrte Ihn wenigstens die theoretischen Seiten der Magie. Und Er schickte Stone zu den Wachen der Stadt damit Er dort die Kriegskunst erlernen könne.
Stone erinnerte sich an all das gute das Ferrwar Ihm gegeben hatte und wie dachte er jetzt über Ihn. Es war erst ein paar Wochen her das Ferrwar Ihn hatte zu sich bestellt, Stone mittlerweile ein Mann der seinen Dienst bei den Hütern der Gerechtigkeit aufgenommen hatte, zögerte keine Sekunde. Noch nie hatte Ferrwar Ihn rufen lassen, immer war Zeit bis Stone von alleine gekommen war, es musste also wirklich dringend sein.
Stone erreichte das Anwesen auf dem Er dank Ferrwar leben durfte und fand Ferrwar wie üblich in seinem Studierzimmer. Ein heller Raum, ordentlich aufgeräumt und nur wenige magische Artefakte zierten ihn. Stone wusste das Ferrwar noch mehr magische Gegenstände hatte aber die waren im Schloss des Prälaten, in einem Raum der nur von Ferrwar und dem Prälaten gemeinsam geöffnet werden konnte. Die mächtigen Artfakte so gesichert, ermöglichte es dem Prälaten Ferrwar zu vertrauen, aber Ferrwar hatte noch nie Interesse an der macht der Herrscher gezeigt.
Ferrwar sah auf und mit einem einzigen Blick riss Er Stone aus seinen Gedanken, alt war Er geworden. Stone sah Ihn an und empfand Schmerz in dem Wissen um das was unabwendbar war. Ferrwar sah diesen Schmerz und wie immer wenn Er seinen Ziehsohn ansah wurde alle reue weggewischt. Nein, Er hatte es richtig gemacht. Lieber einen Sohn der keine Talente in der Magie besaß und dafür offen und Ehrlich war, als.. aber diese Gedanken verbannte Ferrwar aus seinem Kopf. Keine Zeit für ein was wäre wenn. Und Er war stolz wenn er Stone so in seiner Rüstung sah. Nicht auf die Tatsache das sein Sohn ein Krieger geworden war, nein der umstand das Stone sein Leben in den Dienst der Allgemeinheit gestellt hatte machte Ihn glücklich.
Stone sah auf aber in den Hügeln drohte keine Gefahr, nur die Stimmen der Natur waren zu hören, und doch...
Stones Gedanken wanderten wieder zurück in die Vergangenheit
Ferrwar kam hinter seinem Schreibtisch hervor und nahm Stone am Arm.
"Stone" sagte er "Stone Du musst mir zuhören. Ich habe nicht mehr viel Zeit. Als ich dich damals aufnahm habe ich in erster Linie einen Nachfolger gesucht. Nun Du bist kein Magier aber Du musst nun trotzdem meine nachfolge antreten".
Stone sah Ihn irritiert an, "aber ich kann nicht zaubern..." setzte Er an. Aber Ferrwar hob nur die Hand und Stone schwieg. "Ich meine nicht meine Rolle hier in Groß Furtheim als Berater des Prälaten. Nein, höre mir zu. Ich habe vor vielen Jahren bei meinen Forschungen eine Spur gefunden. Eine Spur zu etwas unvorstellbar bösen. Ein altes Volk hat die Geschichte seines Unterganges aufgeschrieben. Ich habe diese Geschichte Studiert und wusste das ich mein Leben dem Kampf gegen das Böse widmen muss. Da die Geschichte aber nur noch in Teilstücken existiert habe ich den grossteil meiner Forschungen damit verbracht die Hintergründe aufzudecken".
"Hier, komm mit". Ferrwar zog Stone zum Schreibtisch, "nimm diese Karte, hier westlich von Groß Furtheim liegt eine Hügelkette, dahinter liegen wie Du weißt die Brecher. In diesem Gebirge existiert ein alter Tempel des alten Volkes. Dort, so die Überlieferung, wird der Weg zum Übel offenbart. Du musst dorthin reisen und die Spur aufnehmen oder die Welt wird vom Bösen überrannt".
Stone war völlig überrascht, "...aber mein Dienst, ich kann doch nicht einfach so weg" wandte er ein.
Aber Ferrwar war völlig unbeeindruckt, "ich habe schon mit dem Prälaten gesprochen Du bist offiziell mit dieser Aufgabe betraut. Packe Deine Ausrüstung und mache Dich auf den Weg. Sei vorsichtig das alte Volk hat die Aufzeichnungen weit verteilt. In der Hoffnung das sie gefunden werden. Es kann also sein das Du nicht alleine den Tempel suchst und Du weist nicht aus welchen Gründen andere ihn suchen könnten. Ich wünsche Dir viel Glück und alles gute. Ich weis nicht ob wir uns wiedersehen werden, ich bin alt und meine Zeit verrinnt. Und nun geh, und wisse das ich immer Stolz auf dich war und dich niemals als Endtäuschung gesehen habe. Sondern als Bereichehrung meines Lebens".
Und so stand Stone hier in den Hügeln und wusste nicht ob sein Mentor noch lebt oder nicht.
Vor Ihm taten sich die Berge auf, die Berge die Brecher genannt wurden.
Die Gedanken von sich weisend ging Stone weiter, er wusste er war nicht alleine. In den Nächten hatte Er den Schein von Lagerfeuern gesehen und war sicher das sein eigenes Feuer ebenso bemerkt wurde. Da aber keine Zeit war jeden Wanderer zu Überprüfen ging Stone zielstrebig auf die Berge zu. Noch dazu hatte Er hier draußen in der Wildnis keinerlei Befugnisse mehr. Er hatte nicht das recht andere anzuhalten und zu überprüfen.
Aber Er hielt sich bereit, sein Schwert war gelockert und die Armbrust war bereit. Beides Geschenke von Ferrwar. Und wieder musste er Ferrwar abbitte leisten.
Magische Waffen erhielt man nicht von alten Narren, sein Schwert war mit der Gabe des leichten Schlages versehen. Und auf seine Schneide waren Symbole die sich wie ein Kompass bewegten und, wenn das Schwert waagerecht gehalten wurde, immer nach Norden zeigten.
Stone hatte sich damals gewundert für was eine solche Fähigkeit wohl gut sei, aber jetzt wusste er natürlich das Ferrwar damals schon weiter gedacht hatte. Die Armbrust war etwas besonderes, Ferrwar wollte eigentlich keine Waffe verschenken die den Tod aus großer Entfernung bringen konnte. Aber da die Armbrust bei den Hütern vorgeschrieben war sollte es denn wenigstens eine gute sein. Ausgesuchte Hölzer, verzaubert das sie niemals an Spannkraft verlieren würden. Und die Sehne war ebenfalls so verzaubert das sie nie ausleiern konnte. Keine Verzauberung Ziele besser zu treffen oder mit größerer Wucht. Ferrwar war der Meinung das Stone sich auf die Armbrust verlassen können sollte. Wollte aber das töten nicht noch leichter machen. Das töten, dachte Stone, noch nie musste ich jemanden töten. Oder die Hüter überhaupt in den letzten zweihundert Jahren. Die Gesellschaft respektiert uns sogar die Verbrecher. Und trotzdem laufen wir immer schwer bewaffnet umher, und üben den Kampf als ob jede Sekunde ein Mörder uns anspringen könnte.
Wobei Stone lächeln musste, die Tatsache das Er seine Armbrust niemals entspannen musste machte das töten schon leichter. Bei den Übungen zumindest war Stone immer im Vorteil gewesen.
Langsam gingen die Hügel in die Berge über, Stone beschloss zu Rasten und den Aufstieg erst am frühen Morgen zu beginnen. Als sein Feuer brannte wurde Er sich der Tatsache bewusst das Er nicht alleine war. Aber Er wollte abwarten was sein heimlicher Gefährte untenehmen wollte.





Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 22/03/04 12:37 PM

Rashida stösst den Eingang zum Zelt auf und schaut nach draußen. Sie sieht den dunklen Himmel, die Bäume, die vom Wind gerüttelt werden. Ein Fuchs läuft vorbei, eng an den Boden gedrückt, auf der Suche nach Schutz. Sie hört im Hintergrund den Gelehrten murmeln. Seit Tagen studiert er nun schon die heiligen Schriften und sucht nach Hinweisen. Hinweise, die ihnen den Weg zeigen würden. Der Gelehrte war ihrer Meinung nach dumm, naiv und einfältig. Es wußte doch jeder, daß Ra´och damals die Schriften verschlüsselt hatte. Ach ja, Ra´och...
Sie erinnert sich an die Zeiten, wo sie bei ihm in der Lehre war. Hohepriester des Mondes, ja, so mußte man ihn ansprechen. Er war der fleischgewordene Undar, der Mondgeist. "Naja...so ein bißchen ist ihm ja alles zu Kopf gestiegen", denkt sie schmunzelnd. "Aber vermutlich hat ihm der Trank, den er immer zu sich nahm, um in Trance zu fallen, die Sinne verwirrt." "Mach die Tür zu, es kommt die Kälte herein und mein Licht flackert immerzu!" herrscht der Gelehrte barsch. Seufzend läßt Rashida den Vorhang mit den Erinnerungen fallen und tritt wieder in das Innere des Zeltes. "Es kommt ein Sturm auf", sagt sie sachlich. Der Gelehrte winkt ab: "Ich bin sicher, daß uns nichts passiert...übrigens, was gibt es denn zu essen? Ich habe Hunger!" Es ist immer dasselbe. Sie ist hier nur die Hausfrau. Rashida zieht sich ein Cape über, um gegen den Regen geschützt zu sein, nimmt ihr Schwert und schlüpft leise aus dem Zelt. Mittlerweile ist ein schlimmes Unwetter aufgezogen. Blitze durchzucken die dunkle Nacht. "Na prima, da werde ich ja in Nullkommanichts etwas zu jagen finden..." eine gewisse Ironie ist Rashida schon in die Wiege gelegt worden. Sie kämpft sich einen Weg frei, auf der Suche nach eßbaren Tieren. Als sie nach einigen Stunden endlich einen Hasen erlegt hat, macht sie sich erschöpft auf den Rückweg. Zu ihrem Glück hat das Unwetter aufgehört und der Regen ist zu einem Nieseln übergegangen. Als sie auf die Lichtung kommt, wo ihr Zelt steht, bleibt sie stehen und sieht sich erstaunt um. Es gibt ihr Zelt nicht mehr!

Anscheinend hat ein Blitz eingeschlagen. Sie geht zu der Unglücksstelle, und wühlt ein bißchen in der Asche herum. Als sie sieht, daß die Sonne schon halb verschwunden ist, hebt sie ihren Beutel und das Buch auf. Dann schlägt sie das heilige Buch auf, segnet die Stelle und fängt an, zu beten. Nach den heiligen Ritualen des Tertulus beendet sie ihre Meditation. Sie steht auf und läßt ihren Blick gen Himmel schweifen. Ohne sich umzublicken, wendet sie sich zügig und leise vor sich hersummend nach Westen, da sie noch einen langen Weg vor sich hat.

Nach mehreren Tagesreisen erreicht sie endlich das Gebirge, deren Berge auch "Brecher" genannt werden. Mit einem Seufzer auf den Lippen beginnt sie den Aufstieg und überlegt ihren Auftrag nochmals. "Finde den unheiligen Tempel und bringe mir die Statue des Blutes! Sei vorsichtig und pass auf! Dem Bösen darf man keine Milde angedeihen lassen!" Die Worte ihres Hohepriesters hallen so deutlich durch ihren Kopf, als würde er neben ihr stehen. "Als Kriegerin von Undar hat man es auch nicht einfach", bemerkt sie trocken zu sich selbst. "Erst muss man verhutzelte Gelehrte bewachen, um dann doch alleine nach verstaubten Statuen zu suchen. Aber ich lasse mich von nichts und niemand von meinem Auftrag abbringen. Ein paar mehr Hinweise wären zwar schön, aber so muss halt der Fetzen einer uralten Landkarte reichen."
Da es bereits dunkel wird, errichtet sie ein Lager und merkt erst spät, dass sie direkt neben einem anderen Krieger lagert. "Na, auch egal, vielleicht hat der andere Krieger noch etwas Fett dabei, meine Lederrüstung scheuert schon." Sie nähert sich dem Krieger vorsichtig und beobachtet ihn erst eine Weile. Dann tritt sie in den Schein seines Feuers und sagt entschlossen: "Seid gegrüsst. Ich bin Rashida a'Roch, die heilige Kriegerin des Undar. Ihr habt nicht zufällig noch etwas Fett bei euch, um meine Lederbekledung zu schmieren?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/03/04 01:25 PM

Überrascht schaute Stone auf, überrascht eine Frau in Kriegerkleidung zu sehen. In Groß Furtheim undenkbar. Aber nach einer kurzen Musterung musste Stone zugeben das Sie die Rüstung auf eine art und weise trug die verriet das Sie darin geübt war.
Sich an die Regeln der Höflichkeit erinnernd stand Stone auf, die Hände weg von seinen Waffen haltend wollte Er Friedlichkeit signalisieren.
"Seid Willkommen an meinem Feuer, ich heiße Stone Ferrwars Sohn, setz euch zu mir, wenn Ihr wollt. Mit Fett kann ich euch aushelfen, und auch mit Verpflegung. Meine Rationen sind noch nicht erschöpft so das ich in diesem Trostlosen Gebiet noch nicht auf die Jagd angewiesen bin."
Einen Ast in das Feuer nachschiebend setzte sich Stone wieder hin.
"Wisset das ich ein Hüter bin, und euch nicht ausrauben werde oder sonst ein Leid zufügen werde, wenn Ihr euch hier zur Rast entschließen solltet. Aber da ich nichts von euch weis, muss ich euch auch warnen. Ich werde keinerlei Verbrechen dulden."
In der Meinung genug gesagt zu haben entschied Stone sich dafür abzuwarten ob die Fremde sein Angebot annahm oder nicht, aber er suchte das versprochene Fett heraus und gab es der Kriegerin.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 22/03/04 10:27 PM

Rashida lächelt den Menschen dankbar an: "Ach, ihr wisst ja gar nicht, wie sehr ihr mir damit geholfen habt!" Sie hält die Büchse Fett in der Hand und überlegt etwas. "Ach, wisst ihr was? Ich werde schnell meine Rüstung einfetten und komme dann wieder zu Euch."
Ohne Stone die Zeit für eine Erwiderung zu geben, geht Rashida raschen Schrittes zu ihrem Lager. Sie fettet ihre Rüstung sorgfältig ein, zieht sich dann ein Stoffgewand über, nimmt ihre Sachen und geht zum Lagerfeuer des Hüters zurück.

"So, nun haben wir beide ausreichend Zeit, um Zweifel und Misstrauen beiseite zu legen. Ich bin eine Kriegerin Undars, bei uns spielt zwar Blut eine grosse Rolle, allerdings wird uns dieses von den Priestern zur Verfügung gestellt. Und diese haben strenge Vorschriften, wie das Blut gewonnen wird. Doch genug davon. Ich kann Euch versichern, dass ich nichts Böses vorhabe. Ich soll nur einen Tempel hier suchen, ein Artefakt aufstöbern und falls ich Dämonen oder ähnlichen Wesen über den Weg laufe, kommt es meinerseits nur zum Kampf, wenn es nicht anders geht."

Sie nimmt einen Lederbeutel aus ihrem Rucksack und trinkt gierig. "Möchtet ihr auch einen Schluck? Dieses Getränk ist eine Spezialität aus meiner Heimatstadt!"

Stone schüttelt den Kopf, man kann das Misstrauen förmlich sehen. Er bleibt lieber bei seinem eigenen Getränk.
Rashida scheint in Rede-Laune zu sein, sie erzählt dem Hüter ihre ganze Geschichte und fragt ihn auch geschickt aus.

"Also, wenn ich das richtig verstanden habe, dann suchen wir beide den gleichen Tempel. Vorausgesetzt, es gibt hier nur einen Tempel! Wir haben zwar verschiedene Beweggründe, aber besonders gern kämpfen tun wir beide nicht."

Die beiden Krieger sehen sich an und brechen dann in ein fröhliches Lachen aus.
Das Eis ist gebrochen.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 22/03/04 11:57 PM

Bodasen blickt zur gleichen Zeit auf die Hügel, er sieht die Lichter einiger Lagerfeuer nicht weit entfernt voneinander. Angst schnürt ihm die Kehle zu. Seine Verfolger können nicht weit sein. Wie Bluthunde hängen sie nun seit einem Monat an seinen Fersen; und was wenn die Wanderer auf den Hügeln Feinde sind?

Bodasen ist kein Feigling, aber er weiß dass der Gegner zu viele sind. Er setzt sich ins hohe Gras und webt den Zauber mit dem er seinen geist auf eine kurze reise schicken kann.

Da!, kaum 1000m hinter ihm sieht er die Meute. 10 schwerbewaffnete Ritter des Herzogs von Lorchem, begleitet von einem Priester seines Tempels. Bodasen beginnt zu laufen.

"Warum fragt er sich zum hundertsten mal in den letzten Tagen, müssen der Herzog und sein verfluchter Tempel mich jagen! Was habe ich getan, das diesen Hass rechtfertigt?"
In Wahrheit weiß Bodasen aber genau warum er so direkt mir seinem Tod konfrontiert ist. In Lorchem ist Dämonenbeschwörung eines der schlimmsten Verbrechen, der Feuertod die einzige Strafe, die Flucht seine letzte Rettung. Aber, daß er 2 Männer des Herzogs auf der Flucht getötet hat, spricht auch nicht gerade für ihn.

"Keinen meiner Verfolger würde es allerdings interessieren warum ich den Dämon beschwor, niemand kam dadurch zu Schaden!" ärgert sich Bodasen "Er sollte einzig und allein den silbernen Stab bewachen, als ich in der Stadt war. Der Stab den ich zuerst nur für einen gewöhnlichen Zauberstab hielt nachdem ich ihn in einer verlassenen Gruft gefunden habe; der Stab der aber seit 40 tagen blutrot glüt...
...und dabei immer heller wird je näher ich diesen Hügeln komme! Es scheint als würde ich dorthin geführt!"

Plötzlich vernimmt er Stimmen und Hufgetrappel. Die Verfolger haben ihn erreicht.

"Zeit zu sterben Bodasen!"

Der junge Magier weiß, daß es aus ist, aber er wird nicht kampflos untergehen. Ein gleißender Flammenstrahl jagt aus der Spitze des Stabes auf den ersten der Angreifer zu und reißt ihn vom Pferd. Es stinkt nach verbranntem Fleisch, die Pferde der anderen Verfolger scheuen.

"Du kannst zwei oder drei von uns töten, aber dann haben wir dich!"
Das ist die Stimme des Priesters.

"Davon träumst Du!" antwortet Bodasen, aber er weiß, daß er gegen eine solche Übermacht nicht lange bestehen kann. Schon der erste Flammenstrahl hat ihn erschöpft. nach drei weiteren wird er keine kraft mehr haben.

Aber der Kampf wird laut und hell sein, vielleicht...

...die anderen reisenden...

hier in den Hügeln...

Bodasen wribelt den Stab über dem Kopf und beschwört damit zwei niedere Dämonen die sich auf die Reiter stürzen, wärend eben diese langsam aber unaufhaltsam vorrücken.


Posted By: Seraph

Re: On the Road again - 23/03/04 02:47 AM

Wie eine ewige Nacht überzieht wie immer ein Sturm das Land… Regenwasser tropft langsam über Ihre Nägel auf eine unscheinbare Marmorplatte…
Ihr Schwarzes Gewand bewegt sich tanzend nach dem Rhythmus des Windes.
Trübselig und düster ist der Blick der Vampirin als Sie Sich der Grabstätte abwendet und die alten Ruinen verlässt.
Und wieder eine NachtTag wie jeder andere denkt Sie Sich und schaut betrübt auf Ihren breiten Plakettenarmreif bevor der ewige Schlaf Sie langsam wieder in die Arme nimmt... „Mutter…Mutter“ waren Ihre letzen Worte bevor Ihr Traum sich Ihrer bemächtigte….
„Lamia komm sofort her !!! Es ist Zeit dein Magie und Waffen Training zu absolvieren...sofort…!“
Genau an dem Moment erwacht die Vampirin und Sie erinnert Sich an alles…
Tod und Verderben… ein grausamer Kampf…Der ganze Clan, Ihr Haven, Ihre ganze Familie wurde gnadenlos niedergemetzelt von den grausamen dunklen Kriegern und Machtvollen Dunkelmagiern…
Die Rache soll Mein Sein denkt sich noch Lamia !!!
An dem Moment erscheint die Urmutter Lilith, Lamia in einem Tagtraum…
„Die Zeit ist gekommen Rache zu nehmen an denjenigen die die UrLinie der Vampire
ausgerottet haben, und dem unheilsamen ********* Stein mit meinem Blut getränkt haben …
Folge deinem Armreif und finde die Bergekette die Breche heißt…“

Nach Monatelangem einsamem Wanderns hört die Vampirin das Erste Mal Stimmen von weitem …Keine Stimmen sondern Kampfgeschei in den offenen Hügeln…



Posted By: Stone

Re: On the Road again - 23/03/04 06:41 AM

Noch im Lachen wundert sich Stone, diese Offenheit bei einer Frau und völlig Fremden. Aber da Er keine Gefahr spürt beschließt Er sein Misstrauen zu zügeln. Obwohl Er in allen Techniken des Tötens ausgebildet ist, bleibt Er unsicher. Auf Situationen wie diese ist Stone nicht vorbereitet. „Wahrscheinlich ist es am besten wenn ich selbstsicher und Überlegen auftrete, so wie meine Lehrer bei den Hütern es mich gelehrt haben.“. Denkt sich Stone.
Stone denkt zurück an die Zeit der Ausbildung, alle die keine Hüter waren, waren wertlos. Und alle die keine Bürger von Groß Furtheim waren, nun ja. So wurde es allen Hütern der Gerechtigkeit beigebracht. Nur so wussten alle Menschen in Groß Furtheim das es besser war sich nicht gegen den Prälaten aufzulehnen und das Sie beschützt wurden.
Und trotzdem, Stone war sich sicher dieses Abenteuer nicht alleine bestehen zu können. Aber keiner Seiner Kameraden war jetzt bei ihm. War es ehrenvoll in so einer Lage auf die Hilfe von Wertlosen zurück zu greifen? Wie würde sein Mentor sich verhalten? Stone hatte immer den Eindruck das Ferrwar ganz anders über die Menschen dachte, aber wann immer Stone ihn danach fragte sagte Er nur „Finde zu deinem eigenem Urteil“. Und so hielt sich Stone an seine Kameraden und Lehrer.

Plötzlich springt Er auf!
„Seht Rashida, in den Hügeln brennen Feuer, magische Feuer. Seht wie sie sich bewegen.“
Stone nimmt sich einen Augenblick um die Situation einzuschätzen.
„Beim Prälaten, dort werden Menschen umgebracht“
Ohne zu warten, rennt Stone in die Dunkelheit um Fremden zu helfen, die wenn Er darüber nachgedacht hätte ja eigentlich vollkommen wertlos für ihn waren.
Er wusste nicht ob Er rechtzeitig ankommen würde, oder was für Gefahren ihn erwarteten, aber Er war dafür ausgebildet Menschen zu helfen und zu retten. Das war der eine Punkt in seiner Ausbildung mit dem auch Ferrwar immer einverstanden gewesen war. In der Überzeugung das richtige zu tun fand Stone Sicherheit.
Aber jetzt war keine Zeit mehr, jetzt waren die Kämpfenden in Reichweite.
Stone rollt sich geschickt ab und kam mit geladener Armbrust wieder hoch.
Dann als Stone sein Ziel, den Magier der die Reiter tötete im Visier hat, zögert Er.
Wer waren denn die Reiter und wer war der Magier. Wer griff wen an. Er weis es nicht.
Stone steckt die Armbrust weg und geht auf die Fremden zu.
„Halt, im Namen des Prälaten von Groß Furtheim, zu dessen Reich dieses Gebiet gehört. Befehle ich Frieden.
Jung und dumm und voller Unehrfahrung stellt sich Stone mitten zwischen die kämpfenden Parteien. Und die Reiter sind so perplex das sie tatsächlich anhalten. Stone mustert die Reiter und den Magier, den Jungen Magier der recht erschöpft zu sein scheint und von zwei Dämonen flankiert wird. Und wendet sich an die Reiter.
„Warum verfolgt Ihr diesen Mann? Ihr seid auf fremden Land, sprecht oder erfahrt die Gerechtigkeit des Prälaten“
Danach wendet Er sich an den Magier „Bei der Drohung des Todes, sofort werdet Ihr eure abscheulichen Dämonen verbannen. Nur die Zauberer des Prälaten dürfen schwarze Magie ausüben.
Langsam dämmert Stone das Er zwischen zwei Parteien steht und unmöglich beide in Schach halten kann, er beschließt seine Waffen stecken zu lassen um die Situation nicht zur Eskalation zu bringen.
Da bemerkt Er weitere gestalten im Dunkel und hofft das die Lage nicht explodiert wenn die Neuankömmlinge den Kampfplatz erreichen.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 23/03/04 09:19 AM

Der Priester des Tempels von Rechem sieht Stone wie einen völlig Verrückten an.

"Seid ihr völlig verrückt? Seid ihr etwa der lausige Prälat persönlich? Ein Herrscher der Keiner ist! Der Feigling! Auf dessen Gebiet schwarze Magie geduldet wird, der sogar Religionsfreiheit erlaubt! Geht oder sterbt mit diesem Ausbund an Schlechtigkeit!" Er schwenkt den Blick zu Bodasen der immer noch voll konzentriert versucht die Dämonen in Schach zu halten. Einmal losgelassen sind diese schwarzen Krieger doppelt schwer zu beherrschen.

Einer der Ritter hebt die Stimme: "Fremder, das geht euch nichts an, wir werden diesen Mann töten, ihr könnt uns nicht aufhalten! Er hat sich schon wieder der Dämonenbeschwörung schuldig gemacht, der Tempel verbietet das bei Todesstrafe!"

Die Stimme des Ritters trieft jetzt vor Hohn: "Da wir uns jetzt allerdings auf dem Gebiet des Prälaten von GroßFurtheim befinden werden wir ihm zeigen müssen, daß wir ihn nicht fürchten nicht wahr Freunde? Fremder geht jetzt oder sterbt an der Seite des Magiers! Der Prälat gilt beim Herzog weniger als ein Bettler, bei uns ist es nicht anders.
Wer seit über 20Jahren Frieden hält kann kein wahrer Herrscher sein!"

Bodasen wendet sich mit schweißnassem Gesicht zu Stone: "Das war ungeheuer mutig, aber war es auch klug?, ihr werdet jetzt gemeinsam mit mir sterben, sie werden euch niemals gehen lassen, die Ritter sind für ihren Blutdurst bekannt.


Posted By: Seraph

Re: On the Road again - 23/03/04 11:00 AM

Müde, ausgelaugt und hungrig von den Tagen, Wochen und Monaten ohne Rast und richtiger Nahrung jagdt die Vampirin durch den dichten Wald den Geräuschen entgegen die nur durch einen schweren und heftigen Kampf entstehen konnten ...
« Das hört sich nach Kriegern und Magiern an... » denkt Sie noch bevor Sie kurz vor der grossen Lichtung einen grossen alten Baum erklimmt um sich eine bessere Übersicht zu verschaffen...
Und tatsächlich... Aus der Baumkrone heraus sieht Sie wie ein Magier von mehreren Kriegern umgeben den Angriff auf 2 ungleiche und komische Gestalten starteten ...
Einer der beiden war von zwei Dämonen umgeben was bedeutete dass er ebenfalls ein Magier sein musste. Jedoch konnte man sehen dass er grosse Mühe hatte seine zwei heraufbeschwörten Kreaturen unter Kontrolle zu halten, was darauf hinwies dass Er noch ein Grünschnabel sein musste. Zu seiner Seite stand ein grossgewachsener, gutaussehender aber sehr tölpelhafter Krieger. Man sah Ihm an seinem Schwertgefuchtele an dass Er noch nicht oft um sein Leben kämpfen musste... Seine Technik war wohl einwandfrei aber das Töten bereitete Ihm offenbar sehr grosse Probleme !
Im Schutz der Äste und der Blätter überblickt Lamia das Geschehen...
Leicht amüsiert schaut die Vampirin zu wie die berittenen Krieger auf die 2 los gehen...
Vor langer Zeit als Ihr Clan und die Menschen noch friedlich Seite an Seite lebten, hätte Lamia sicher eingegriffen um den beiden zu helfen, aber nach dem grossen Krieg der beide Menschen und Vampire heimsuchte war es mit dem Frieden vorbei... !
Über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg jagten die Menschen die Letzte Ihres Clans.
Langsam wurde Sie zu einer gefürchtenten und gefährlichen Kriegerin die über die Zeit hinweg keine Skrupel mehr hatte Ihre Jäger in gnadenlosen Kämpfen oder mit unfären Magietricks zu töten...

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 23/03/04 12:30 PM

"Big Claw, aufwachen, die Zeit ist gekommen!" Durch das unsanfte Rütteln an ihrer Schulter wachte die Elfin auf. Ihre Mutter Sheera wurde ungeduldig. "Nun mach schon!" Die Elfin erhob sich und sah auch ihren Vater Turock im Zimmer. Beide blickten sorgenvoll auf ihre Tochter. Big Claw wurde schlagartig klar was passiert war. Das Böse, von dem die Aufzeichnung des Alten Volkes berichtet, war erwacht. Diese Aufzeichnung befand sich seit Generationen im Besitz ihrer Familie, derer von Mogador und jeder männliche Erbe wurde dazu erzogen, das Böse, wenn es erwacht, zu bekämpfen. Nun, sie war kein männlicher Erbe, obwohl ihr Name das vermuten ließ, aber ihr Vater hatte ihr alles beigebracht.
Nun war es also soweit. Ihre Eltern hatten schon ihre Sachen gerichtet und jetzt sollte sie sich auf den Weg machen. Big Claw wusste, das es noch andere Aufzeichnungen gab und sie vermutlich auch Wesen begegnen würde, die das gleiche Ziel hatten.
Es wurde ein kurzer Abschied und keiner von ihnen wußte, ob sie sich je wiedersehen würden.
Als erstes musste Big Claw zum Brecher-Gebirge. Sie kam auch recht gut voran.

Bis Sie plötzlich Kampfgeschrei hört. Den Bogen gespannt schleicht Sie näher und sieht einen Magier, der zwei Dämonen gezaubert hat, einen Krieger der zwischen dem Magier und einigen Rittern zu Pferde steht. Die Situation sieht für die beiden nicht gut aus. Sie spürt, das diese zwei irgendetwas mit Ihrer eigenen Aufgabe zutun haben. Big Claw schleicht näher und nimmt den Anführer der Ritter ins Visier.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 23/03/04 04:40 PM

Rashida hat das Ganze genau beobachtet. Nun ist es für sie Zeit, einzugreifen.
Entschlossen tritt sie vor und stellt sich neben Stone und den unbekannten Magier.

"Wer seid ihr, dass ihr euch das Recht herausnehmt über das Leben von drei Kreaturen zu richten? Ich bin die heilige Kriegerin des Undar, des Mondgottes. Wenn ihr diese Wesen tötet, dann seid gewiss, ich werde nicht untätig daneben stehen! Und ich hoffe, ihr könnt es mit eurem Gott vereinbaren, unschuldiges Leben zu vernichten, wenn nicht, dann solltet ihr euch euer Handeln gut überlegen!"

Wilde Entschlossenheit hat die Kriegerin ergriffen. Rashida schaut jedem der Angreifer ins Gesicht und weicht keinem Blick aus. Einzig der Priester hält ihrem Blick stand. Ihre Hand wandert zu ihrem Schwert, das leicht zu glühen beginnt.

"Niemand hat jemals die heilige Kriegerin angegriffen, ohne dafür zu bezahlen! Ich warne euch bereits jetzt schon! Mein Gott steht mir bei und scheut sich nicht mir zu helfen!"

Man merkt den Rittern des anderen Tempels an, dass sie nicht viel auf den komischen Gott der weiblichen Kriegerin geben. Weiblich, Krieger und geweiht? Das sind Gegensätze, die nicht zu vereinbaren sind.

Rashida beginnt, im Geist Undar anzurufen, damit er ihr im Notfall beistehen kann. Sie weiss, dass Undar die fendlich gesonnene Gruppe einfach vom Angesicht der Erde tilgen kann, aber er macht so etwas nicht. Er hilft schon, meistens etwas unkonventionell.
Sie reisst sich zusammen und konzentriert ihre mentalen Kräfte auf die Anrufung Undars.

Die Ritter sehen erwartungsvoll ihren Priester an, bereit, sofort anzugreifen.
Aus welchen Grund auch immer, der Priester zögert und betrachtet die Gruppe interessiert.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 23/03/04 05:13 PM

Big Claw spürt, dank ihrer bei Elfen angeborenen, verstärkten Wahrnehmung, dass Sie beobachtet wird. Aber es bleibt ihr keine Zeit, sich darum zu kümmern.
Die Lage zwischen dem Magier, dem Krieger und den Rittern wird immer kritischer.
Plötzlich sieht sie eine hochgewachsene Kriegerin bei dem Geschehen. Und hört, das dies eine heilige Kriegerin von Undar, des Mondgottes ist.
"Das kommt mir bekannt vor, aber ich weiß den Zusammenhang nicht mehr. Es muss einige Jahre her sein. Ich glaube, Vater hat diesen Namen mal erwähnt."
Die Ritter und der Priester scheinen doch eine gewisse Ehrfurcht zu zeigen, denn sie greifen nicht an.
Big Claw entschließt sich, aus Ihrem Versteck zu treten.
Sie tritt, den Bogen weiterhin gespannt, neben die Kriegerin.
"Ich bin Big Claw, Tochter von Turock von Mogador, seines Zeichens König des Elfenreiches Mogador. Was wollt ihr von diesen Leuten? Sprecht! Gebt eine Begründung!"
Sie schaut jedem Einzeln in die Augen und erkennt, dass sich langsam Unsicherheit unter den Angreifern ausbreitet.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 23/03/04 06:20 PM

Drückende Spannung liegt in der Luft als sich die Kontrahenten ein letztes Mal in die Augen blicken.

Dann erhebt der Priester die Stimme. Sie Zittert vor Wut.
"Jeder der einen Verbrecher, einen dunklen Magier beschützt und verteidigt ist an dem Verbrechen mitschuld, so will es das Gesetzt des Herzogs und das Gesetz des Tempels von Lorchem! Ihr seid interessante leute und für einen Moment hätte ich fast, aber nur fast gedacht, ihr könntet es mit uns aufnehmen, aber jetzt ist endgültig Schluss! Tod dem Dämonenbeschwörer, tod den Fremden!"

Der Kampf beginnt. Einer der Ritter sprengt auf Bodasen zu, der gerade noch rechtzeitig zur Seite springt um nicht umgeritten zu werden. Ein Blitzzauber fährt nur eine Zehntelsekunde später in den Rücken des Reiters und tötet diesen auf der Stelle. Indes spricht der Priester einen Bannzauber der die beiden Dämonen zurück in die dunklen tiefen der Hölle jagt.

Je zwei Ritter greifen Stone, Rashida und Big Claw an. Die Zeit scheint stillzustehen.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 23/03/04 07:59 PM

Big Claw zielt und trifft einen der angreifenden Ritter tödlich.
Da es zum Nahkampf kommt, zieht Sie das Langschwert. Durch Ihren Vater hervorragend ausgebildet kommt der zweite angreifende Ritter zu Fall.
"Ihr glaubt so davon zukommen? Freut euch nicht zu früh!"
Da sie eine Elfin ist und dadurch auch einige Zauber beherrscht, weiß sie, dass der unbekannte Magier erneut die Möglichkeit hat seine Zauber anzuwenden.
"Ich muss eine Möglickeit finden die Angreifer anzulenken."
Big Claw sieht sich unterdessen den Angriffen weiterer Ritter zu Pferde ausgesetzt.
"He, ihr Krieger, tut etwas! Lenkt alles von dem Magier ab. Nur so können wir uns aus dieser Lage befreien."



Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 23/03/04 10:01 PM

Die Ritter auf sich zu stürzen sehen, ihr Schwert zu ziehen und einen bestialischen Schrei loszulassen, ist eins für Rashida.
Ihr Schwert leuchtet nun deutlich, die Kriegerin ist in eine blutrote Aura gehüllt.
Eine Kraft durchfährt die Kriegerin und gibt ihr die Möglichkeit, einem Reiter auszuweichen. Sie wirbelt herum und stösst mit ihrem Schwertknauf den zweiten Angreifer von seinem Pferd herunter.
Rashida nimmt von ihrer Umwelt nichts mehr wahr. Sie ist in eine Kampftrance gefallen, eine der Spezialfähigkeiten der heiligen Krieger. Vor ihrem inneren Auge leuchten hell die Umrisse der feindlichen Ritter. Alles andere wird ausgeblendet.
Langsam dreht sich Rashida im Kreis, ihre Gegenüber taxierend. Undar ist nicht für Offensive und Aggressivität bekannt, wer sich mit dem Gott und seinen Anhängern auskennt, weiss, dass machtvolle Gegenangriffe und eine hervorragende Defensive das Ergebnis des jahreslangen, qualvollen Kampftrainings sind.

Die Reiter haben sich für den gemeinsamen Angriff entschieden.
Rashida beginnt sich im Kreis zu drehen, immer schneller, dabei hält sie ihr Schwert parallel zum Boden, den Knauf an ihren Bauch gepresst. Die Ritter sehen das wirbelnde Schwert kaum noch. Die Leuchtspur der Waffe verschmilzt mit der Aura der Kriegerin.
Vorsichtig geworden, nähern sich die beiden von zwei Seiten.
Rashida lässt die Macht Undars, von der ein Teil in ihrem Schwert steckt, durch ihre Gliedmassen fliessen. Sie fühlt das Verschmelzen mit der Waffe, sie spürt das Gewicht des Schwertes nicht mehr.
Langsam entsteht eine grell leuchtende Kugel auf der Spitze ihres Schwertes.
Die Kriegerin wird wieder langsamer und kommt schliesslich zum Stillstand.

Schwer atmend steht Rashida da, in der Hand ihr Schwert, dass sie wie eine Fackel über ihren Kopf hält.
Das Kampfgebiet wird durch den Schein der Kugel in übernatürliches Licht gehüllt.
Die Angreifer halten inne und versuchen, die Gefährlichkeit der hellen Kugel einzuschätzen.

Die zwei Ritter, die Rashida am nächsten sind, hören ein leises Geräusch, dass von der Kugel auszugehen scheint. Es ist ein Summen, nein, eher ein Wispern.

Die Reiter sehen sich verständnislos an, sie glauben nicht, was sie da hören.
Rashida hört es sich auch dreimal an, bevor sie kurz auflacht.

"Na, war das nicht beeindruckend? Aber keine Sorge, ich werde euch gegenüber bestimmt keine Gnade walten lassen, so dass ihr in den Genuss des Angebots kommt!"

Die beiden Ritter zögern keine Sekunde und werfen sich auf die Kriegerin, mit der Absicht, diese umzuwerfen. Rashida fällt natürlich um. Es kommt zu einer handfesten Prügelei, da keiner der Kämpfenden die Oberhand gewinnen kann.

Da! Ein Aufblitzen, ein gellender Schrei... der erste Ritter musste mit seinem Leben bezahlen. Der zweite Reiter springt auf, lässt einen Kriegsschrei los und beginnt in blinder Wut, die Kriegerin mit seinem Schwert zu attackieren.

Rashida rollt sich herum und schafft es, wieder auf die Beine zu kommen. Nun stehen sie sich beide gegenüber. Auge in Auge fixierend laufen sie um einander herum. Um die Kämpfer tobt ein Getümmel, dass von Magieentladungen durchblitzt wird.

Die Kriegerin sticht blitzschnell zu, doch der Ritter weicht gekonnt aus. Es folgen mehrere Angriffe und Gegenangriffe, wobei Rashida immer mehr in die Defensive geht. Dann ist es soweit: anstatt einen Schwerthieb zu parieren, dreht sich Rashida zur Seite, steht neben jetzt also neben dem Ritter und rammt ihr Schwert in seinen Körper.

Kraftlos fällt der Leib des Reiters auf den Boden.
Rashida kniet sich neben ihn und hört noch die letzten Worte: "Was ist nun mit meiner 24-Stunden-Vorort-Heilbehandlung mit 2 Tagen Garantie?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 24/03/04 05:58 AM

„...“ Stone verflucht im Geist die ganze Situation. Das war nicht das was Er sich vorgestellt hat. Wie kann Er nur so Dumm sein, man hat ihn doch nicht zum Selbstmörder ausgebildet. Und zu allem Überfluss weis Er jetzt immer noch nicht wer der Schlechte ist und wer nicht. Aber jetzt waren die zwei Reiter heran, für Fragen blieb keine Zeit mehr. Automatisch und so wie Er es gelernt hatte, wendet Stone sich dem schwächsten Gegner zu, den Pferden, mit einer Flugrolle, zwischen den Reitern durch, kommt Stone hinter den, Pferden wieder zum Stand. Ein schneller, leichter Schlag auf das Hinterteil des Tieres verletzt es nicht arg, bringt es aber dazu hochzusteigen. Der Reiter, schon schlagbereit wird völlig Überrascht und kann sich nicht mehr festhalten. Kopfüber fällt Er vom Pferd. Und als der unglückliche Reiter aufprallt hört man ein hässliches knirschen, mit einem letzten zucken liegt Er still da.
Der zweite Reiter indes, der sein Pferd zügelt kommt jetzt wieder auf Stone zu.. Stone, dermaßen abgelenkt, bekommt nicht mit was mit seinem erstem Gegner geschieht.
Mit müh und Not entkommt Stone einem hart geführten Schlag, prallt gegen das Pferd das daraufhin nervös zur Seite tänzelt. Die wenigen Momente die der Reiter braucht um sein Tier wieder unter Kontrolle zu bekommen nutzt Stone aus. Schnell springt Er auf das andere Tier und hat damit den Vorteil seines Gegners zunichte gemacht. Ohne dem Reiter auch nur den Hauch einer Chance zu geben sich auf die veränderte Lage einzustellen, springt Stone ihn an.
Mit voller Wucht reist Stone den Reiter aus dem Sattel, und kommt auf ihm zu liegen. Ohne zu zögern schlägt Stone seinen Kontrahenten die Stirn ins Gesicht und betäubt diesen. Kraftlos sinkt der Reiter ins Gras und bemerkt die Faust die Ihn endgültig ins Reich der träume schickt nicht mehr.
Sich an seinen zweiten Gegner erinnernd springt Stone sofort wieder auf, und sieht seinen Gegner seltsam still am Boden liegen. Erschreckt rennt Stone zu ihm, und kann nur feststellen das der Mann tot ist. Gewissensbisse überkommen Stone, war sein handeln richtig oder falsch. Hat er die Situation falsch eingeschätzt?
Doch für solche Überlegungen bleibt keine Zeit, Stone weis das Er die Seite gewählt hat und jetzt auf Gedeih und Verderb zu dem jungen Magier halten muss. Er hört was die fremde Elfin, ein Nichtmensch auch noch, ruft, und verschafft sich einen Überblick. Der fremde Priester konzentriert sich anscheinend auf einen Zauberspruch, auf einmal sind die Dämonen verschwunden. Stone weis das nur noch wenig Zeit bleibt, bevor der Priester einen tödlicheren Spruch weben wird. Im laufen zieht Er seine Armbrust und feuert auf den Priester. Doch sein Bolzen kommt nicht an seinem Ziel, die Stirn des Feindes, an. Aber der Funkenregen den er erzeugt als er an den magischen Schild trifft nimmt dem Priester die Sicht. Stone brüllt den jungen Magier zu "Los, unternehmt was, solange Er abgelenkt ist“ Stone weis das Er den Priester nicht rechtzeitig erreichen kann.


Posted By: buad

Re: On the Road again - 24/03/04 08:26 AM

Doch es ist zu spät. Das Schlachtfeld wird von hellem Licht eingehüllt, das sich durchaus als unüberwindliche Barriere erweist. Die Arme der Abenteurer werden mit unwiderstehlicher Gewalt an ihre Seiten gepresst, die Klingen entgleiten ihren blutbesudelten Händen.

Der Piester schweigt und schaut die Fremden, die all ihre Kraft gegen die unsichtbaren Fesseln aufwenden, aufmerksam an. Der Hass ist aus seinem Gesicht gewichen, und auch, wenn er nicht unbedingt freundlich schaut, so doch zumindest mit neuerwachtem Interesse.

"Ein Hüter, eine Streiterin von Undar und eine Elfin. Ich wundere mich, dass ihr einen Gesetzesbrecher und Mörder beschützt." Er deutet auf den jungen Magier, der durch eine höhere Macht in einem antimagischen Kokon gefangen ist. Es bleibt unklar, ob der Priester seine eigene, mächtige Magie eingesetzt oder seinen Gott selbst um Hilfe angerufen hat.

"Vermutlich wisst ihr nicht, dass er zwei meiner Männer heimtückisch und auf entsetzlichste Weise getötet hat. Beide waren arglos und Väter einer vielköpfigen Familie, deren Existenz nun bedroht ist, und alles, was sie tun wollten, war, ihn im Auftrag des Gesetzes wegen verbotener Dämonenbeschwörung vor den Richter zu führen. Doch nicht genug damit - ihr Tod war langsam und qualvoll, seine Magie zehrte sie auf, und ihre Schreie waren lange Zeit zu hören, bis sie endlich die Gnade des Todes erfuhren!"

Der Priester blickt nun ernst und hart, und eine Erhabenheit geht von ihm aus, wie man sie von einem Priester des Rechem erwarten kann.

"Ohne zu fragen schützt ihr einen Mörder! Das wundert mich vor allem bei einem Hüter und einem Anhänger Undars. Mit Verlaub", der Priester verbeugt sich zu der Elfin, die wie die anderen bewegungsunfähig ist, "von Euresgleichem weiss ich nicht viel, doch nach allem, was ich hörte, strebt auch euer Volk nach dem Licht."

Er richtet sich im Sattel auf und hebt beschwörend die Hände, umgeben von einem goldenen Glanz.

"Erklärt euch, Fremde! Was dachtet ihr euch dabei, einen Mörder und Verbrecher zu schützen, ohne seine Taten zu hinterfragen? Wollt ihr tatsächlich mit euren Idealen brechen Euren Kodex und eure Götter verraten? Oder steckt eine höhere Macht hinter euren Taten?"

Der Priester senkt die Hände.

"Ihr werdet die Gelegenheit erhalten, euch zu erklären. Im Namen meines Gottes erkläre ich euch für verhaftet - ob ihr wollt oder nicht, ihr werdet mich begleiten und unserem Hohepriester Rede und Antwort geben!"

Der Priester schliesst die Augen und webt einen offenbar mächtigen Zauber, denn Schweiß perlt auf seiner Stirn. Die Wunden der erschlagenen Ritter schliessen sich, dann erheben sich die Kämpfer langsam und stöhnend. Nur jene, die von der Magie des jungen Magiers getötet wurden, bleiben liegen und werden nun von ihren Gefährten über die Sättel der reiterlosen Pferde gelegt.

Ohne, dass die unüberwindlichen Banden um die Gefährten nachlassen würden, werden die Abenteurer und der Magier von einer Macht ergriffen und mit dem Zug der Ritter mitgeführt, weg von ihrem eigentlichen Ziel, den "Brechern"...
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 24/03/04 09:01 AM

Big Claw will auf einen der Ritter stürzen, als sich plötzlich ein helles Licht über die Kämpfenden legt und die Abenteurer erstarren lässt. Das Schwert fällt ihr aus der Hand, ebenso ergeht es den Anderen. Selbst unter größter Anstrengung gelingt es ihr nicht, sich zu bewegen.
*Dieser Priester muss sich sehr mächtiger Magie bedient haben*, denkt sie noch, als der Priester anfängt zu reden.
Er gibt die Erklärung ab, die die Elfin schon gefordert hatte. Und diese Erklärung bezichtigt den Magier des Mordes. Eines grausamen Mordes.
Immer noch unfähig, sich zu bewegen hört Big Claw dem Priester zu, der sehr ausführlich die entsetzlichen Taten des Magiers beschreibt.
Das lässt für Big Claw die ganze Situation in einem anderen Licht erscheinen, aber es ist zu spät.
Der Priester heilt, wiederum mit einem mächtigen Zauber, seine verwundeten Männer. Den Toten kann er nicht mehr helfen.
Noch immer unter dem Zauber stehend muss Big Claw als Gefangene des Priesters mitgehen.

Posted By: Seraph

Re: On the Road again - 24/03/04 01:28 PM

Angespannt schaut Lamia aus Ihrem sicheren Versteck dem Treiben auf der Lichtung zu.
Sehr überascht über den Eingriff von zwei weiteren Kriegern, einer grossgewachsenen Kriegerin und einer Elfe, überkommt die Vampirin ein Gedanke des Zweifels.
« Warum stellt sich eine Elfe auf die Seite dieser Menschen ? »
Mit Elfen hatte sie in der Vergangenheit gute Freundschaft gehalten.
Öfter waren es die Elfen die Lamia geholfen haben in schwersten Zeiten ihren Heschern zu entkommen und Sie wieder aufgepeppelt haben. Sie waren immer gut zur Ihr und haben Sie nie wegen Ihrer Herkunft verurteilt oder verachtet.
« Ich schulde diesem edelen Volk noch sehr viel ... ! Nur warum hat diese Elfe Ihr Leben bloss so sinnlos riskiert um ein paar Menschen in einem so hoffnungslosen Kampf beizustehen » ... denkt sich die Vampirin die jetzt einen Grund, nein eine Verflichtung erkennt um einzugreifen.
Lautlos gleitet die Vampirin in Ihrem Gewand zu Boden und sucht eine Deckung auf die näher am Geschehen liegt.
An dem Moment muss Lamia tatenlos zusehen wie der Priester einen mächtigen Zauber auspricht und alle miteinander Bewegungsunfähig macht.
Gespannt lauscht Sie den Worten die der Priester an die kleine Gruppe richtet...

« Was soll ich nun tun ...was kann ich tun ? »

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 24/03/04 02:04 PM

Rashida nimmt gerade den nächsten Angreifer ins Visier, als ihr Schwert aus ihrer Hand fällt. Überrascht schliesst sie ihr inneres Auge und blinzelt in das helle Tageslicht.

Nein, das ist heller als normales Sonnenlicht, vor allem war es ja bereits dunkel! Sie erkennt die mächtige Magie und entscheidet, sich mit dem Priester lieber nicht direkt anzulegen.

Ihre Hände werden an ihre Seite gepresst und ihre Aura verschwindet wieder.

Sie will losmeckern und ihren Unmut lauthals loswerden, doch der Zauber wirkt auch auf ihren Mund. Lediglich ihre Augen und Ohren sind noch offen.
Rashida lauscht gebannt der Erläuterung des Priesters, der einige Sachen in das rechte Licht rückt. Zumindest in "sein" rechtes Licht.

"Ich darf mich nicht zu etwas hinreissen lassen.", denkt sie leise und versucht, sich der charismatischen Ausstrahlung des Priesters zu entziehen.
Das gelingt ihr zwar, aber der Magie kann sie nicht entrinnen.

Die Gruppe setzt sich wieder in Bewegung, nachdem die gefallenen Ritter wiederbelebt wurden. Die zwei Ritter, die Rashida erledigt hat, schauen sie höhnisch an, einer zischt etwas wie: "Alle Anstrengung umsonst!", als er an ihr vorbeigeht.

"Tja, das kann passieren. Hey, was ist nun los?", die Gedanken purzeln nur so durch ihren Kopf. "Wir werden durch den Zauber an die Gruppe gebunden und müssen jetzt hinterher laufen. Na klasse, und was ist mit meinen Sachen?"

Es scheint, als könnte der Priester Gedanken lesen, denn die Gruppe bleibt kurz stehen und das Gepäck fliegt auf magischen Wege zu seinem Besitzer.

"Danke, das ist schon besser!" denkt Rashida, als sie das Gewicht ihres Rucksacks auf ihren Schultern spürt.

Langsam kommt der Tross voran. Zwei Ritter reiten vorne weg, je drei decken die Seiten ab und zwei bilden die Nachhut. Der Priester selbst reitet mal vor den Gefangenen, mal neben ihnen und mal hinter ihnen.

Rashida ist davon überzeugt, dass der Priester ihre Gedanken lesen kann.
Als er wieder neben ihr ist, sieht sie ihm direkt in die Augen und denkt so laut sie kann: "Wäre es wohl möglich, dass wir wieder reden können? Das wäre sehr zuvorkommend von Euch!"
Der Priester grinst breit und hebt seine Hand. Nach ein paar gemurmelten Worten können die Gefangenen ihre Münder wieder bewegen.
Rashida nickt dem Priester zu und bedankt sich per Gedanken: "Vielen Dank. Hättet ihr nachher wohl Zeit, mit mir zu reden? Ich würde sehr gerne mit Euch etwas plaudern, womöglich finden wir ja Gemeinsamkeiten?"
Der Priester sieht Rashida nachdenklich an und nickt dann kurz. Dann reitet er wieder an die Spitze des Zuges, der Vorhut Anweisungen gebend.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 24/03/04 08:08 PM

Nachdem Stone bemerkt das Er wieder sprechen kann, macht Er sich beim Priester bemerkbar. „Hey, Priester. Ihr wollt wissen warum ich mich einmischte? Ihr Jagd auf Grund und Boden eines fremden Reiches einen Mann. Welche Gerichtsbarkeit habt Ihr hier? Keine, die hier anerkannt werden würde. Genauso wie ich euch befahl zu Stoppen, habe ich auch dem Magier die Todesstrafe angedroht, wenn Er seine Dämonen nicht bannen würde. Ich bin hier die Hand des Gesetzes. Und bevor ich zu einem Urteil kommen konnte habt Ihr eure Männer geschickt um mich zu töten. Was denkt Ihr denn, das ich mich abschlachten lasse. Eure Männer sind gegen mich gefallen, aber der eine hat sich zu Tode gestürzt und den anderen habe ich nur bewusstlos geschlagen. Ich hatte noch nie einen Mensch getötet und wollte es auch jetzt nicht. Aber wer auf dem Land der großen Stadt Furtheim einen Hüter angreift hat sein Leben verwirkt. Ob fremder oder Einwohner, das Gesetz ist für alle gleich.“
Der Priester lauscht den Worten des jungen Kriegers „nun, vielleicht habe ich euch falsch eingeschätzt und die Lage. Aber egal, soll ich euch etwa Freilassen damit Ihr uns mit Truppen aus der Stadt verfolgen könnt? Nein, Ihr kommt mit, aber ich verspreche euch eure Lage unseren Richtern zu erklären. Man wird Milde walten lassen.“
Stone der für das erste zufrieden ist, nickt. Dann sieht Er Rashida an und seltsam eigentlich ist sie ihm egal. Aber die Art wie Sie sich auf seine Seite gestellt hatte.. Ihm geholfen hatte, einem Fremden. Nun zumindest will Er für Sie tun was Er kann.
„Priester, für das versprechen das ich keinen Fluchtversuch unternehmen werde. Werdet Ihr dasselbe Für die Kriegerin Undars tun? Sie war mit mir unterwegs und hat bestimmt nur gesehen wie ich angegriffen wurde. Sie wollte mir helfen, bitte“
Der Priester überlegt, dann „Na gut, Ihr schwört bei Eurer Schwertweihe das Ihr nicht Fliehen werdet, nichts gegen uns unternehmen werdet weder offen noch geheim, und das Ihr Euch jedwedem Urteil beugen werdet das gegen euch verhängt wird?“
Stone der bemerkt das Er sich urplötzlich wieder bewegen kann, sinkt auf die Knie.
„Bei der Schwertweihe, durch die ich mein Leben erhalten habe. Schwöre, Ich Stone Ferrwars Sohn, das ich mich im Sinne und im Wortlaut an die von Euch geforderten Versprechen binden werde. Ich schwöre bei der Schwertweihe und bei Ferrwar meinem Vater.“
Wenn Stone bei diesem Schwur nicht auf den Boden gestarrt hätte, wäre ihm aufgefallen das der Priester bei der Erwähnung Ferrwars sichtlich überrascht war. Da die anderen in Ihrem Trott an den beiden vorbeigezogen waren fiel es auch keinem Anderen auf.
„Nun wir werden sehen was ein Schwur eines Hüters wert ist, danach werde ich sehen ob und was ich für die Kriegerin tun kann“ sagt der Priester und lies den überraschten Stone Kniend zurück.
Stone dermaßen beleidigt will sich auf den Priester stürzen, aber Er weis das Er damit dem Priester nur recht gibt. So geht Er dem Zug hinterher, und wundert sich. Fast hätte Er dem Priester Ehre zugesprochen. Nein, nicht fast. Stone ist sich sicher, solange er sein Wort halten würde, würde auch der Priester seines halten. „Wobei“, denkt Stone „Er hat nichts versprochen, hoffentlich habe ich das richtige mit meinem Schwur getan“

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 24/03/04 09:45 PM

Glance A'Lot betrachtet nachdenklich den Ring, den er an seiner linken Hand trägt. Er ist schlicht, und normalerweise aus schlichtem Mithril. Jetzt aber leuchtet er rot, als würde er glühen. Seit er von dem Hügel auf dem er steht mit seinen scharfen, von seiner elfischen Mutter Deedo Deedlit, der letzten Hochelfe von Lodoss, geerbten Augen die Szene im fernen Tal beobachtet hatte, war das Licht da. Ob es mit dem leuchtendem Stab, oder der roten Aura, die er gesehen hatte zusammenhing? Ist dies das Ziel seiner Reise?

Vor Wochen war er von der verlorenen Insel Lodoss aufgebrochen. Sein Vater Parn, der menschliche Ritter von Lodoss hatte ihn schweren Herzens gehen lassen - er wäre wohl viel lieber selbst gegangen. Aber seine Mutter hatte diese alte Spruchrolle gefunden, geschrieben in der Sprache der Hochelfen, offensichtlich die Übersetzung eines noch älteren Dokuments in einer längst vergessen geglaubten Sprache aus der Zeit bevor der Kampf der Götter Lodoss vom Festland trennte. Sie meinte es sei nicht Parn's Bestimmung, sondern die von "Parn's Blut", und er war der einzige Sohn. Der Ring hatte die Spruchrolle zusammengehalten, und schien irgendeine Bedeutung zu haben im Zusammenhang mit einem Tempel des alten Volkes, der in einem Gebirge sein soll, das die Kräfte der Windgöttin Silph bricht, und deshalb "Brecher" genannt wird.

Er war mit gemischten Gefühlen aufgebrochen. Nach den Masstäben der Elfen ist er noch ein Kind, nach denen der Menschen jedoch erwachsen. Es gibt keine anderen Halbelfen auf Lodoss, sodass ihm der Vergleich fehlt. Von seiner Mutter hat er zwar den elfischen Scharfblick und eine ausserordentliche Gewandtheit und Schnelligkeit geerbt, auch die Fähigkeit die Kräfte der Natur, vor allem der Lüfte, für sich zu nutzen. Die ausserordentlichen Selbstheilungskräfte der Hochelfen waren ihm schon oft zugute gekommen, jedoch ist er bei weitem nicht so stark wie sein Vater, der das mächtige heilige Schwert führt. Da er keine schwere Rüstung tragen kann und will, hatte er sich das alte Mithril Kettenhemd des zwergischen Kampfgefährten seines Vaters anpassen lassen, und seine Mutter hat ihm ihr von elfischen Schmieden gefertigtes Kurzschwert gegeben. Andere Waffen trägt er nicht. Aber der Kapuzenumhang, den er über dem Kettenhemd trägt, ist aus den unterschiedlichsten Farben gewebt und passt sich chamäleonartig der Umgebung an. Dies, seine Leichtfüßigkeit und Schnelligkeit sowie seine von den Eltern erlernte Kampfkunst strafte seine offensichtliche Harmlosigkeit auf Lodoss oft Lügen.

Er fühlt, dass sein Schicksal irgendwie mit der seltsamen Gruppe verbunden ist, die dort unten von den Rittern fortgeführt wird. Er nimmt seinen Rucksack auf, und schnell wie der Wind, folgt er dem Tross mit den Gefangenen.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 25/03/04 06:08 AM

Anthrer steht an seinem Lieblingsplatz, das große Fenster im Thronsaal der Prälaten. Von hier kann Er fast ganz Groß Furtheim überblicken. Der Palast steht auf einem Hügel, nördlich am Flussufer. Nun, der Hügel ist genauso wie der Palast ein Bauwerk. Damals vor zweihundert Jahren als die Hüter der Gerechtigkeit den König stürzten gab es den Hügel noch nicht. Aber als die Einwohner der Stadt sich das erste Mal gegen die neuen Herrscher erhoben, befahl der Erste Prälat "Wenn der Pöbel so viel Energie hat, dann lasst Sie arbeiten. Ich will einen Palast, größer als der hier. Und Er soll auf einem Hügel stehen, damit alle sehen können. Wir die Hüter stehen über allem“. Anthrer weis das es schon lange keine Aufstände mehr gab, die Stadt gedeiht an ihrem guten Handelsplatz. Und nach zweihundert Jahren Unterdrückung brauchte niemand mehr Ketten. Die sind irgendwann in die Köpfe gewandert und sind jetzt viel stärker als damals als sie noch aus Eisen waren. Anthrer liebt die Macht die Ihm das Prälatenamt gibt, aber es ist trotzdem nur mittel zum Zweck. Niemand ja nicht einmal sein engster „Berater“ Ferrwar wusste es. Er war nicht Anthrer, das Kind Anthrer hatte Er schon kurz nach seiner Geburt vollkommen ausgelöscht. Jetzt gab es in diesem Laib nur noch ihn.
Bluttrinker, und Seelendieb nannte man ihn damals vor gut dreitausend Jahren, natürlich nicht wenn Er es hätte hören können. Dann nannte man ihn nur „ Herr“ mit im Dreck liegendem Gesicht und auf den Knien so wie es sein sollte.
Aber dann schaffte es diese Gruppe wahnsinniger ihn zu Stürzen und zu Vernichten. Zumindest dachten Sie das, aber sein Geist war nicht vernichtet. Nur geschwächt durch die Zauber mit denen Er gebannt werden sollte. Dreitausend Jahre war er nur ein Schatten unfähig mehr zu tun als Kraft zu sammeln. Und dann jener Schicksalhafte Tag. Er war in Groß Furtheim, hier fühlte Er sich wohl inmitten all der stummen Verzweiflung.Er fühlte etwas, ja eine Geburt stand bevor. Und wieder, wie so oft war Er zugegen, auf der Suche nach einer Hülle. Alles hatte Er schon probiert, nur eines nicht, jetzt war das Balg heraus, die Hebamme schnitt mit dem Messer durch die Nabelschnur und jetzt, jetzt versuchte Er einzudringen war schon im Fleisch. Der kleine unbedeutende Geist des Kindes, merkte instinktiv das da ein Fremder war. Aber gegen die Macht des Dämons kam sein Geist nicht an, noch bevor der Laib das erste mal nach Atem rang war der Dämon siegreich und die kleine Seele verblasste.
Im Grunde war Anthrer natürlich froh wieder über einen Körper zu verfügen, aber wie Er schon bald herausfand, besaß der Menschliche Körper nicht die Fähigkeiten Magie zu nutzen.
Und so war Er wieder gefangen, hatte keine Möglichkeit sein wahres Machtpotenzial auszuschöpfen.
Aber Er war geduldig, sobald Er nur irgendwie konnte trainierte Er den kleinen Körper, langsam und behutsam am Anfang und dann immer etwas mehr. Schon mit 5 Jahren konnte Er ein Schwert halten und erste Schläge üben. Sein altes Wissen war natürlich Hilfreich, er meldete sich bei den Hütern. Die waren beeindruckt, ein acht Jähriges Kind in der Lage selbst ältere Novizen längere zeit in Schach zu halten. Darüber hinaus wusste Er natürlich alles über die seltsam verdrehte Moral der Hüter, und wie er sich zu verhalten hatte.
Sein Aufstieg war unaufhaltsam, nicht nur seine körperlichen Fähigkeiten nein auch seine geistige Disziplin gaben ihm alles was notwendig war. Und schon bald war Er nicht nur der jüngste Hüter der die Blutweihe ablegte, die eigentliche, geheime, Aufnahme bei den Hütern.
Nein schon bald verschaffte ihm sein Wissen um Handel und Strategie einen Platz im Rat der Zehn. Zehn Hirten führten die Hüter. Und Sie wählten den Prälaten. Auf Lebenszeit, nun zumindest so lange wie der jeweilige in der Lage war sein Leben zu schützen und Groß Furtheim zu führen.
Und jetzt wo Er Prälat war, kam sein eigener engster Berater mit Erzählungen, alten Geschichten, die Er nur zu gut wiedererkannte, über ein Übel das gestoppt werden müsse.
Er hatte sich nichts anmerken lassen, wie schon seit langem täuschte Er den alten Narren.
„Alt ja“, korrigiert sich Anthrer „aber kein Narr“. Egal er hatte alles vorbereitet, schon Morgen würde Er sich endgültig um Ferrwar kümmern, wieder wurde Er zornig. So ein Aufwand wegen einem alten Mann, mächtig ja, aber früher hätte Er dem Alten das Herz rausgerissen und es verschlungen, bevor der Narr gemerkt hätte das Er tot ist.
Morgen...

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 25/03/04 09:00 AM

Glance erstarrt zur Salzsäule als einer der Ritter, die an der Seite des Konvois reiten, sich plötzlich umdreht und in seine Richtung starrt. Sein Umhang läßt ihn mit der Umgebung verschmelzen. "Was ist los?" fragt der nächst folgende Ritter seinen Kumpanen. "Dort hinten in diesen Büschen war eine Bewegung gegen die Windrichtung!" antwortet der erste Ritter und starrt weiter intensiv in diese Richtung. "Böser Fehler!" schimpft Glance mit sich selbst, und bleibt weiterhin regungslos.
Der Ritter schaut sich nun um und sagt, mehr zu sich selbst als zu irgend jemandem bestimmten, "Ich fühle Augen auf uns ruhen, aber sie scheinen aus unterschiedlichen Richtungen zu kommen". Aber da der Konvoi weiterzieht, und er nichts konkretes entdecken kann, wendet er sein Pferd, und nimmt seinen Platz wieder ein.
Glance beschließt seine Neugier die Gefangenen näher zu betrachten zu zügeln. Diese Ritter sind nicht zu unterschätzen.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 25/03/04 11:45 AM

Big Claw fühlt, dass zwischen der Kriegerin und dem Priester etwas vorgeht, ohne, dass Worte benutzt werden. Also ist das keine gewöhnliche Kriegerin.
Die Elfin bemerkt, dass sie wieder sprechen kann. Ist aber nicht bereit, irgendein Wort zu sagen, solange die Situation es nicht erfordert. Sie denkt über die Worte des Priesters nach. Wenn alles stimmt, was er gesagt hat, dann hat sie einen gewaltigen Fehler gemacht. Und ist dadurch wahrscheinlich viel weiter von ihrem eigentlichen Ziel entfernt, als ihr lieb ist. Nun ist es zu spät.
Da sie die Menschensprache erlernt hat, hört sie genau, was zwischen dem Priester und dem Krieger gesprochen wird. *Also*, denkt sie sich, *Ist der Priester doch nicht ganz so feindlich gesinnt. Vielleicht kann ich ihn milde stimmen, wenn er meine Geschichte hört.*

Plötzlich geht ein Zittern durch Ihren Körper: *Irgendwo in der Nähe muss ein Elfenwesen sein, ich kann es fühlen.* Sie nimmt sich vor ihre ohnehin schon sehr ausgeprägten Sinne durch Konzentration noch zu verstärken, um dieses Wesen irgendwie auszumachen. Dadurch etwas ermutigt, geht sie weiter schweigend zwischen Rittern.

Posted By: Seraph

Re: On the Road again - 25/03/04 03:14 PM

Vorsichtig und in sicherer Entfernung folgt Lamia den Spuren der Reiter die die kleine Gruppe von Kämpfern gefangengenommen haben.
« Wo werden Sie wohl hingebracht und was wird mit Ihnen passieren ...? »

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 25/03/04 03:22 PM

Die Sonne steigt langsam hinter den Bergen auf. Erwachende Tiere und Personen erfüllen die Luft allmählich mit ihren Geräuschen. Zaghafte Töne eines Vogels wehen an den Gefangenen vorbei. Leicht weht blumiger Duft an dem Tross heran, verweilt kurz und folgt dann einer Biene, die dröge vorbeischwirrt.

Die Gefangenen bieten ein Bild, das nicht so recht in den frischen Morgen passen mag: erschöpft, abgekämpft, teilweise blutverschmiert und alle haben dunkle Ringe unter den Augen.

Rashida kann ihre Augen kaum noch offen halten. Die ganze Nacht sind sie nun marschiert, ein Ausruhen war nicht möglich, da ihre Beine durch den Zauber immer weiter und weiter gehen.

Die Kriegerin hat schon bemerkt, dass Stone, warum auch immer, nicht mehr so rüde wie die anderen behandelt wird. "Er kann sich frei bewegen!", murmelt sie leise, darauf bedacht, nicht den Argwohn des Priesters zu wecken.

Die Gruppe nähert sich einer Weggabelung. "Aha, eine Strasse führt wieder zu den Bergen, die andere Strasse in Richtung Handelsbezirk. Wo gehen wir hin?"

Ein einzelnes Haus duckt sich neben der Gruppe hinter einen Baum.
Die Reiter bleiben stehen, einer sitzt ab und führt alle Pferde zur Tränke.
Auch das Laufvolk bekommt frisches Wasser, jedem wird auch ein halber Eimer Wasser über den Kopf geschüttet.
"Ah, tut das gut!", denkt Rashida erfreut, denn die Erfrischung kommt gerade richtig.

Nach der kurzen Pause marschiert der Tross weiter, zur Weggabelung hin.
Seltsamerweise nehmen die Ritter den Weg in Richtung Berge. "Oha, wo bringen sie uns denn hin?", überlegt Rashida. Sie muss es anscheinend recht laut gedacht haben, denn plötzlich ist der Priester neben ihr. "Wir gehen zu unserem Tempel", erwähnt er, interessiert in die Luft schauend, "wir haben die Hälfte des Weges in etwa geschafft."

"Die Hälfte? Du meine Güte, das halt ich nie im Leben aus!", denkt Rashida resigniert. Plötzlich fühlt sie, wie ihre Kräfte wieder erstarken, ihr Hungergefühl ist weg und sie fühlt sich, als hätte sie die ganze Nacht geruht.
Verlegen schaut sie sich um, den anderen scheint es ähnlich zu gehen. Sie trifft den Blick des Priesters, der den Kopf schüttelt und mit den Schultern zuckt.

Aufmerksam beobachtet Rashida die Umgebung, jeder Busch wird eingehend angestarrt, aber sie kann niemanden erkennen.
"Was muss die Sonne auch so hell scheinen!", meckert die heilige Streiterin und flucht recht unheilig, aber sehr, sehr leise.
"Ach zefix, ist mir doch egal, wer uns diesen Zauber hat zu kommen lassen!", grummelt sie leise und stapft weiter, die Umgebung keines Blickes mehr würdigend.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 25/03/04 03:41 PM

Die Elfin schreckt aus ihrer Konzentration auf und bemerkt, dass der Tag anbricht. Die Natur erwacht. Langsam wird ihr auch ihre unendliche Müdigkeit und der große Hunger bewusst.
Als sie an eine Weggabelung kommen, stellt sie sich die Frage, welche Richtung der Trupp wohl einschlagen wird. Lange braucht sie nicht nachzudenken. Es geht in die Berge. Big Claw spürt wieder, dass zwischen der Kriegerin und dem Priester eine Art Gedankenaustausch stattfindet, denn der Priester spricht zu der Kriegerin, ohne, dass von ihr ein Wort über die Lippen gekommen ist.
*Also geht es zum Tempel*, denkt sie.
Wie auf wundersame Weise sind plötzlich Müdigkeit und Hunger verschwunden.
Der Weg beginnt steil noch oben zu führen, er wird so steil, dass die Ritter von ihren Pferden absteigen müssen, weil die Tiere es mit Reiter nicht schaffen.



Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 25/03/04 06:21 PM

Der Morgen dämmert und Glance verspürt Hunger. Er zieht sich auf einen Hügel zurück von dem aus er die weiterziehende Gruppe beobachten kann. Er weiß, daß er sie leicht wieder einholen kann.
Aus seinem Rucksack holt er ein paar Kekse und betrachtet sie mit einem traurigen Blick - sie sind nach altem elfischen Rezept aus selbstgesammelten Kräutern, Gräsern und Früchten gebacken, haltbar, leicht zu transportieren, sehr energiereich - aber seine menschliche Seite hätte jetzt doch gerne ein Stück saftigen Schinkens dazu. Er isst die Kekse und formt dann mit seinen Händen eine Schale und murmelt leise " Göttin der Wasser, Göttin der Lüfte schenkt mir eure Gabe" und in seinen Händen bilden sich aus dem Morgentau kleine Wasserkugeln, die er geschickt zum Mund führt um seinen Durst zu stillen.

Sodann betrachtet er nachdenklich die Gruppe in der Ferne und reibt dabei unbewußt seinen Ring. Das Glühen hat aufgehört, aber ein sanftes Vibrieren verursacht ein irritierendes Prickeln. Es ist ein elfisches Wesen unter den Vieren, sinniert er. Die Guppe hatte ihm nicht den Eindruck einer gefestigten, koordinierten Gemeinschaft gemacht, so aus der Ferne, trotz allem kämpften sie aber offensichtlich gemeinsam gegen die Ritter. Er beschließt ein unauffälliges Zeichen zu senden - er hat schon lange keine Elfen mehr getroffen und ist des einsamen Wanderns müde geworden. Die Hände wie ein Rohr vor den Mund gehoben murmelt er "Silph, Göttin des Windes, trage meine Laute", und pustet durch die Hände in Richtung der Karawane, wobei er eine leise elfische Melodie summt.

Dann erhebt er sich, nimmt seinen Rucksack auf und läuft in Richtung der Berge, wohin die Ritter mit ihren Gefangenen inzwischen abgebogen sind.




Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 25/03/04 08:48 PM

Big Claw wird aus ihren Gedanken gerissen. Ein kleiner Windhauch trägt ihr eine Melodie zu. Eine elfische Melodie!
*Also doch, ich wußte es. Es gibt ein Elfenwesen in der Nähe und es hat mich als ebensolches erkannt.*
Sie lässt unauffällig ihren Blick durch die Umgebung schweifen und entdeckt, allerdings in weiter Ferne, eine Gestalt. Alle Nichtelfen können diese Gestalt nicht erkennen, dazu ist sie zu weit weg.
*Ich muss mich irgendwie, von den anderen unbemerkt, verständigen. Vielleicht finde ich eine Möglichkeit.*
Mit diesen Überlegungen setzt sie ihren Weg fort.

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 25/03/04 09:47 PM

Bodasen geht es nicht gut, er ist völlig erschöpft, seine Magie war anstrengend und der weg nicht minder. Außerdem wird er mit Abstand am schärfsten bewacht. Ständig sind mindestens zwei der ritter um ihn und er kann immer noch nicht sprechen.

Trotzig versucht er gegen den Zauber anzukämpfen, als er bemerkt, daß sein Zauberstab, den er erst vor kurzem gefunden hatte, wieder stärker rot zu glühen beginnt.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 25/03/04 09:58 PM

Leichtfüßig und lautlos, rennt Glance hinter den Rittern her. Plötzlich, aus dem Augenwinkel links ein schwarzer Schatten. Instinktiv duckt er sich, rollt sich über die rechte Schulter ab, schnellt wieder hoch und stellt sich mit gezogenem Schwert mit dem Rücken an einen Felsen.

Auf der einen Seite wendet sich der Warg, der ihn angesprungen hatte, gerade wieder ihm zu - von der anderen Seite näherten sich ihm zwei weitere, vorsichtig zwar, aber mit gesträubtem Nackenfell und gebleckten Zähnen.

"Warge", denkt er, "und grosse! Noch grösser als die auf Lodoss!" Mit einer geschmeidigen Bewegung wirft er seinen Rucksack und seinen Umhang ab, um unbehindert zu sein. Die beiden zur Linken springen gleichzeitig - dem einen weicht er reflexartig aus, dem zweiten durchschneidet sein Schwert mit einem leisen Sirren die Kehle, aber in dem Moment fühlt er einen Schlag in den Rücken und er fällt vornüber. Zähne schliessen sich knirschend um seine Schulter - ein lautes, brechendes Knirschen, ein Jaulen und der Druck lässt wieder nach. Die Fangzähne des dritten Wargs sind an dem Mithrilpanzerhemd zerbrochen. Jetzt aber springt der erste schon wieder auf ihn, Glance rollt sich herum und versenkt sein Schwert in der weichen Bauchhöhle des Wargs. Er befreit sich von dem auf ihm liegenden, schwer verwundeten Warg und tötet ihn mit einem gezielten Stoß ins Herz. Der letzte Warg verzieht sich jaulend mit eingezogenem Schwanz - und Zahnschmerzen.

Tief durchatmend hebt Glance seine Ausrüstung wieder auf, legt sie an und macht sich weiter auf seinen Weg, den Rittern nach.




Posted By: Stone

Re: On the Road again - 26/03/04 05:41 AM

Die ganze Nacht, in Gedanken versunken wandert Stone hinter Gruppe her. Der Priester scheint Ihn nicht mehr zu beachten. Seinem Schwur entsprechend denkt Stone aber noch nicht einmal an Flucht. Plötzlich fährt er aus seinen Gedanken hoch. Ein Zauber, legt sich auf Ihn. Er erkennt rasch um was für einen Zauber es sich handelt als sein Magen aufhört zu knurren. Auch seine Müdigkeit ist wie weggeblasen. Aber das hatte Ihm sowieso noch nichts ausgemacht. Seine Ausbildung war hart und körperlich anstrengen gewesen. Er hatte mit Sieben Jahren die Prüfungen zur Aufnahm bestanden. Und obwohl schon seit Urzeiten, wie es Ihm schien, Frieden herrschte, wurden die jungen Novizen noch immer genauso hart gefordert wie der aller erste. Mit Dreizehn hatte Er einen ganzen Winter außerhalb der Stadtmauern verbringen müssen. Dazu hatte er nur eine Axt, Fallen, nicht sehr warme Kleidung , und Nahrung für die ersten drei Tage bekommen. Im achten Mond musste Er die Tore der Stadt verlassen und erst im fünften des nächsten Jahres wieder betreten. Wer nicht wiederkam wurde nicht gesucht, er galt als unwürdig. Stone bemerkt erst jetzt das vielleicht auch viele gestorben waren. Der Dienst bei den Hütern galt als Ehre und von den vielen die sich bewarben, traten nur wenige den Hütern bei.
Frisch gestärkt, rutscht Stone nicht mehr in die Trübselige Stimmung ab, die Ihn die ganze Nacht umklammert hielt. Er untersucht, mehr aus Gewohnheit und Langeweile, die Ritter.
Als Er die Packpferde untersucht stellt Er fest das seine Ausrüstung dabei ist. Die Zelthülle hatte er selbst angefertigt. „Sie haben das Gelände abgesucht um alle Spuren zu Verwischen“, denkt sich Stone. „Und weil das vergraben von soviel Ausrüstung Zeit kostet und selbst Spuren hinterlässt haben Sie alles mitgenommen“
Der Winter in der Wildnis hatte seine Sinne geschärft und so war Er sich, wie schon in den Hügeln, bewusst das sie seit geraumer zeit beobachtet wurden. Auch bei einem Ritter hatte Er Aufmerksamkeit bemerkt. Er weis, wenn Er schweigt verstößt er gegen seinen Schwur „Nichts gegen uns unternehmen werdet weder offen noch geheim“.
Er beschleunigt seine Schritte und kommt als erstes an dem Magier vorbei, der scheint arg geschwächt zu sein. Ohne Mitleid geht Stone weiter, schließlich ist der Mann ein Mörder. Als Er den Priester erreicht dreht dieser sich erstaunt um. „Nun, was wollt Ihr“
Fragt Er Neugierig, was der Krieger wohl will. Stone ist sich bewusst das es seinen Mitgefangenen wie verrat vorkommen muss, aber Er hatte seinen Schwur nur abgelegt um wenigstens einer helfen zu können. „Wir werden beobachtet, mindestens zwei, aus verschiedenen Richtungen. Sie verstehen es im Schatten zu bleiben, man kann Sie nicht sehen. Fragt eure Ritter, auch sie haben es bemerkt“ Stone weis das richtige getan zu haben. Aber trotzdem bemerkt Er wie Schamesröte über sein Gesicht zieht, und starrt zu Boden. Der Priester schaut Ihn mit einer seltsamen Mischung aus Verachtung und Verständnis an. „Ich bin überrascht, Ihr haltet euch tatsächlich an den genauen Wortlaut eures Schwures. Und nehmt Euren Kameraden alle Hoffnung.“ Ohne weitere Worte wendet sich der Priester ab.
Wieder hat Stone das Gefühl alles falsch gemacht zu haben. Und doch hat Er sich an seine Ehre gehalten. Er hatte zugesagt sich an die Regeln zu halten, und das tat Er, so wie es Ihm ein Leben lang beigebracht wurde. Aber trotzdem schien es Ihm als hätte der Priester etwas anderes Erwartet. Erst beleidigte Er seinen Schwur, und dann verachtete Er Ihn weil Er sich an den Schwur hielt. Stone wusste nicht mehr weiter.
Von den anderen Gefangenen konnte Er jetzt wohl kein Verständnis mehr erwarten.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 26/03/04 03:14 PM

Der Prälat stand immer noch am Fenster, es gab kein Anzeichen ob er sich bewegt hatte oder nicht. Erst als die große Tür sich bewegte, kam leben in ihn. Ferrwar trat ein, ruhig, und würdevoll wie immer.
„Seid gegrüßt, mein lieber. Kommt nur herein, wir haben viel zu besprechen.“
Ferrwar war erstaunt, eigentlich war dies die ganz normale Audienz die jeden Tag stattfand. „Was habe ich nicht mitbekommen?“ Fragte er sich in Gedanken.
Aber Anthrer lies ihm keine Zeit seine Gedanken zu ordnen, „kommt zu mir, schaut euch die Stadt an. Die ich mit Hilfe eures Rates regiere“. Mit einem Wink bedeutete er einem Diener das vorbereitete Mahl zu Servieren.
Für Ferrwar war es nichts ungewöhnliches, das der Regent den Blick aus dem Fenster genoss. Und so schließt er sich dem Prälaten an. Da Anthrer noch nicht zu sprechen bereit ist, schweigt er aus Höflichkeit ebenfalls.
Dann als alles gerichtet ist unterbrach der Prälat das schweigen „kommt, setzt euch doch, leistet mir Gesellschaft“, und auch das war, zwar nicht alltäglich, immer noch nichts ungewöhnliches.
Wie immer bei solchen Anlässen tat sich der Prälat als erster auf, gegen jede Gastfreundschaft musste er immer seine Macht zeigen. Aber Ferrwar sind solche Spielchen egal. „Soll Er doch ruhig meinen Vorkoster spielen“ dachte Ferrwar des öfteren amüsiert.
Dann, plötzlich und unvermittelt „Wie geht es eigentlich eurem Ziehsohn. Es ist mir zu Ohren gekommen das Stone heute nicht beim Appell anwesend war. Niemand hat ihn entschuldigt, das ist sehr ungewöhnlich für euren so Pflichtbewussten Sohn.“
Auch Ferrwar nimmt sich jetzt zu Essen und antwortet beiläufig „Ich habe Stone mit einer Besorgung beauftragt, und vergaß es bei Seinem Hauptmann zu melden. Nichts wichtiges, aber seid für Eure Sorge bedankt.“ Nach dieser Antwort wendet sich Ferrwar dem Essen zu als wäre alles in bester Ordnung.
Anthrer nickt bedächtig, und schluckt den bissen den Er gerade noch kaute „ja dann ist es gut. Ich werde den Hauptmann verständigen. Wann kommt Stone denn wieder?“
Jetzt ist Ferrwar überrascht, bleibt aber ruhig. Dieses Interesse ist auf keinen Fall normal. Um das ganze abzuschließen ohne sich Festnageln zu lassen sagt er „Ich habe Stone auf eine Erkundung in die Brecher geschickt. Es geht um eine alte Überlieferung die Stone überprüfen soll.“ Da er nicht weis ob Stone am Tor noch mit jemandem geredet hat, und da er Stone ja gesagt hatte das alles ein Offizieller Auftrag des Prälaten ist und ihn nicht zum Schweigen veranlassen konnte, will sich Ferrwar weitestgehend an die Wahrheit halten.
Der Prälat reibt sich den Nacken, „vermutlich die Stechfliegen“, denkt sich Ferrwar. Ihn selbst hatte gerade vor ein paar Minuten eine gestochen. Aber da er sich vor seinem Herrscher nicht kratzen wollte, musste Ferrwar das jucken ertragen, das auch langsam nachließ.
„Es wird langsam besser nicht wahr?“ erkundigt sich Anthrer. Ferrwar der nicht daran glaubt das der Prälat Gedanken lesen kann, ist reichlich verwirrt. „Was, meint Ihr?“ setzt Er an, aber Ferrwar bekommt die Worte nicht heraus. Der Prälat der genau weis was Ferrwar sagen wollte antwortet trotzdem „Na, das jucken im Nacken. Ihr habt euch nicht gekratzt deshalb habe ich euch gezeigt das das schon in Ordnung ist. Obwohl mich ja nichts gestochen hat.“
Ferrwar versteht nichts, vollkommen erstaunt sieht er Anthrer an und sackt in sich zusammen.
Schnell gibt Anthrer seinem Handlanger ein Zeichen, der auch sofort aus seinem Geheimversteck in der Wand herauskommt. In der Hand noch immer das kleine Blasrohr.
„Los, bewegt euch wir haben nicht viel Zeit“ herrscht der Prälat seinen Komplizen an. Ohne zu zögern hohlen Sie einen stabilen Stuhl und fesseln Ferrwar so daran das er sich nicht mehr rühren kann. Um zu verhindern das Ferrwar sich irgendwelcher Zauber bedient, bricht Anthrer selbst ihm alle Finger und bindet sie zusätzlich an die Lehnen.
Dralfens, sein Gehilfe steckt Ferrwars Kopf in eine spezielle Vorrichtung. Sie erlaubt zu sprechen, kann aber Mithilfe eines Hebels den Mund vollständig mir einem Knebel verschließen. Auch die Augen werden verbunden.
„So, jetzt können wir warten bis er sich wieder rührt“ ohne jede hast wendet sich Anthrer wieder seinem Mahl zu und ist weiter.
Nach einiger Zeit bewegt sich Ferrwar, vor schmerzen stöhnend. Automatisch will er einen Heilzauber auf sich sprechen und schreit qualvoll auf als er seine Finger bewegen will. Das heißt er hätte aufgeschrieen, wenn Dralfens nicht im selben Moment den Knebel tief in seinen Rachen gedrückt hätte.
Anthrer wartet ruhig ab, bis Ferrwar wieder aufnahmebereit ist, „Ferrwar, ihr habt Stone weggeschickt um das alte übel aufzuhalten von dem ihr mir berichtet habt. Das kann ich nicht zulassen, ich habe meine eigenen Pläne. Pläne die mir helfen meine macht wieder zu erlangen. Meine wirkliche Macht, nicht dieses armselige Amt.
Ich will jetzt genau von euch wissen wo Ihr Stone hingeschickt habt, wo ist der alte Tempel? Sagt es und ich lasse euch leben.“
Ferrwar, der genau weis das Anthrer ihn nicht am Leben lassen kann, schließlich war er ein Magier und Anthrer nicht, schweigt. Im inneren verflucht Er sich für seine Sorglosigkeit. Er weis da Anthrer ein Mann ohne Gewissen ist, aber er hatte nie gespürt das Anthrers Interesse an der Magie mehr war als reine Neugier eines unbegabten. Im Glauben das es auch den Interessen der Stadt und des Prälaten entsprach dem Übel entgegenzuwirken hatte Er sich schon vor geraumer Zeit an den Prälaten gewand. Was war geschehen, das der Prälat jetzt so reagierte.
Auf ein Zeichen schlägt Dralfens zu, „Redet, oder Ihr werdet das Ritual der Blutweihe an eurem eigenem Laib erleben“
Trotzig schweigt Ferrwar, er kann nicht sehen das Anthrens urplötzlich ein Schwert in Händen hält, spürt aber den Schmerz als die Klinge in seinen Arm fährt. Die Blutweihe, hat angefangen.
Ein widerliches Ritual in dessen Verlauf ein Mensch möglichst lange mit dem Schwert geschlagen wird ohne zu Sterben. Jeder Hüter der in die höheren Ränge aufsteigen will muss es durchführen. Aber es ist auch ein Geheimnis, erst wenn es soweit ist werden die Hüter eingeweiht. Wer nicht zustimmt verschwindet für immer. So werden auch die letzten aussortiert die der Indoktrinierung wiederstanden haben. Ein Opfer gibt es immer, es ist leicht einen unliebsamen Bürger eines Verbrechens anzuklagen. Nur wer die Blutweihe durchlaufen hat ist ein wahrer Hüter.
Trotz der schmerzen schweigt Ferrwar, er kann nicht mehr machen. Aber so ganz unvorbereitet ist er nicht, in diesem Wissen liegt Trost, und Ferrwar ist glücklich das Stone zumindest nicht die Blutweihe erfährt. So lächelt Ferrwar, während sein Körper langsam stirbt.
Als alles vorbei ist, Anthrer hat noch lange nachdem Ferrwar tot war auf seine Leiche eingeschlagen, ist das lächeln endlich verschwunden. Weggeschnitten, von Anthrer.
Ein sehr blasser Dralfens fragt „Mein Gebieter, was soll ich jetzt unternehmen?“
Der Prälat winkt ab, „Lasst hier Saubermachen, dann nehmt euch Fünfzig der wahren Hüter. Geht in die Brecher, und sucht Stone. Er muss sterben. Er hat eine Karte, auf dieser ist ein Tempel eingezeichnet. Findet ihn, dann lasst ihn bewachen und kommt wieder zu mir“
Plötzlich umgibt ein glühen die Reste von Ferrwar, eine art Kugel, schimmernd vor goldenem Licht, bildet sich. Dralfens, ausgebildeter Magier versucht noch einen Spruch zu weben der die Kugel aufhalten soll. Aber Ferrwars Magie ist zu stark, läst sich nicht bannen. Mit ungeheurer Geschwindigkeit rast die Kugel auf das Fenster zu. Zertrümmert dieses und verschwindet.
Anthrer wirkt erschüttert, im Glauben doch noch von der Rache Ferrwars heimgesucht zu werden hatte er mit dem Leben abgeschlossen. „Was war das?“, Will er von Dralfens wissen.
„Ich denke eine Art Nachricht, aber nichts aktuelles. Ferrwar hat keinen Zauber gewirkt als er am Tisch saß. Er war alt, vielleicht hat er mit seinem Tod gerechnet und wollte so noch eine letzte Botschaft senden. Vielleicht ein Abschied an seinen Sohn? Aber nichts von dem was heute geschah, da bin ich sicher“ Dralfens war jetzt noch blasser.
Auch der Prälat wirkte erschöpft, „Gut, wir können ohnehin nichts daran ändern. Es spielt auch keine Rolle, tut was ich euch gesagt habe“ langsam ging der Prälat wieder Richtung Fenster





Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 26/03/04 03:52 PM

Glance überlegt, daß es nicht so weitergehen kann. Dieses Hinterhergezuckele bringt ihn nicht weiter, und schon gar nicht in Richtung seines Zieles (obwohl er ja gar nicht genau weiß wo dieses ist). Er muß einen Weg finden sich der Gruppe zu nähern, vielleicht sogar anzuschliessen, ohne selbst als Gefangener zu enden. Diese laufen jetzt schon die ganze Nacht, ohne Pause zu machen, ohne Zeichen von Erschöpfung zu zeigen, was entweder bedeutet, daß ihr Ziel nicht mehr weit ist, oder sie sind weit ausdauernder als er es bisher von Menschen kennt. Er beschliesst "den Stier bei den Hörnern zu packen", also die Sache von vorne anzugehen.

In geschwindem Laufschritt schlägt er einen großen Bogen um den Tross der Ritter herum, bis er weit vor diesen wieder auf die Strasse trifft. Die Sonne steht schon im Zenit als er die Stelle erreicht. Er setzt sich auf einen Stein am Wegesrand, nimmt seinen Rucksack ab und schlägt seinen Umhang zurück. Da er sein Schwert mit dem Griff nach unten quer über den Rücken gespannt trägt, ist er von vorne betrachtet ohne offensichtliche Waffe. Er nimmt eine lange geschwungene Pfeife aus seinem Rucksack, stopft sie mit einem würzig riechenden Kraut und entzündet die Pfeife indem er zwischen den ersten drei Fingern seiner Hand eine kleine Flamme entstehen läßt.

Dann lehnt er sich zurück, bläst spielerisch ein paar Rauchringe, und wartet was auf ihn zukommen wird.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 26/03/04 11:24 PM

Rashida beobachtet die anderen Gefangenen. "Ach, denen geht es auch nicht besser", seufzt sie leise.
Sie betrachtet die Elfe, die stolzen Schrittes neben ihr geht. Man merkt dem Waldwesen richtig an, wie unwohl es sich fühlt, inmitten von Menschen mitten auf einer Strasse zu laufen.

Da kommt Stone nach vorne gelaufen und berichtet dem Priester, was er entdeckt hat. Verfolger, potentielle Retter oder weitere Kopfjäger?
Rashida schüttelt den Kopf. "Wie kann man nur so naiv sein! Ich würde zu gerne wissen, auf was für einen Handel sich der Hüter mit dem Priester eingelassen hat. Ich hoffe doch, es ist kein Kuhhandel gewesen!"

Die Gruppe marschiert weiter, die Sonne brennt mittlerweile heiss vom Himmel herunter. Der Kriegerin laufen Schweisstropfen den Nacken herunter, die Ritter, die direkt neben ihr reiten, rufen zweideutige Angebote zu ihr hinüber.
Rashida beisst die Zähne zusammen: "Keinen Fehler jetzt machen, sei schön still, Du kannst sie bestimmt später dafür strafen..."

Am Anfang des Zuges werden die Ritter unruhig. Rashida kann sehen, wie die Vorhut immer wieder in eine Richtung deutet und heftig gestikuliert.
Doch die Streiterin kann nichts erkennen. Die Elfe scheint etwas wahrzunehmen, denn sie wird unruhig und versucht, näher an den Wald heranzukommen.
Der Magier schaut aufmerksam in die Richtung, in die die Reiter zeigen und ein leises Lächeln umspielt seine Lippen.
Nur Stone, der in Gedanken versunken ist, scheint von der ganzen Sache nichts mitzubekommen.

Plötzlich bricht durch das Unterholz eine Gruppe Schweine, die wild quiekend auf die Gruppe zurasen. Dicht hinter ihnen sind 3 Wargs zu sehen, die sich diesen Leckerbissen nicht entgehen lassen wollen.
Rashida fühlt unversehens die Anwesenheit ihres Gottes und in ihrem Kopf tönt laut die bekannte Stimme: "Meine kleine Kampfmaus! Ich habe mir gedacht, etwas Hilfe tut Dir und Deinen Gefährten gut. Nutze die Chance weise."

Dann sind die Schweine überall. Die Pferde scheuen, einige der Ritter stürzen zu Boden, die Wargs hüpfen auf allen herum, greifen aber nur die Schweine an.
Der Priester ist gerade dabei, einen Zauberspruch zu wirken, als sein Pferd von 3 Schweinen auf der Flucht umgeworfen wird.

Der Zauber, der die Gefangenen einengt, hat an Wirkung verloren, sie können die Richtung beeinflussen, in die sie gehen. Das ist auch gut so, sonst könnte niemand den wilden Ferkeln ausweichen.
In dem heillosen Chaos hat niemand bemerkt, dass sich die Elfe an den Waldrand verzogen hat. Sie schliesst ihre Augen und versinkt in einen Zustand der höchsten Konzentration. Als sie ihre Augen wieder aufschlägt, leuchtet ihr Amulett auf. Das zarte, lilafarbene Licht weht leise zu den Gefangenen herüber. Verstohlen löst der Elfenzauber die Fesseln der Magie auf.

Rashida merkt, dass sie nun wieder alles so bewegen kann, wie es sein soll, und ruft laut: "Kommt, lauft alle in den Wald!"

Der Magier und Stone zögern keine Sekunde und verschwinden zwischen den Bäumen.
Die Elfe ist schon längst nicht mehr zu sehen.
Rashida rennt zum Waldrand hinüber und geht zwischen zwei Büschen in Deckung. Langsam robbt sie sich vor, um das Chaos zu betrachten.

Dioe Schweine und die Wargs halten die Ritter immer noch in Schach. Sobald sich einer aufgerappelt hat, schwenken die Schweine herum und reissen ihn wieder von den Füssen. Die Pferde haben sich in Sicherheit gebracht.

Die Kriegerin beisst sich vor Lachen in die Unterlippe, um nicht laut loszuprusten. "Das ist typisch Undar! Wildgewordene Schweine! Aber was hat er mit Gefährten gemeint?"

Bevor Rashida ins Grübeln kommen kann, erschrickt sie tierisch. Der Magier liegt neben ihr und grinst sie schief an.
Dann späht er aufmerksam durch die Büsche. Rashida folgt seinem Beispiel und ihr Blick wird sofort in Beschlag genommen.

Ein schlanker Elf, den Rashida bisher noch nicht gesehen hat, nähert sich den Rittern und fragt sie etwas.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 27/03/04 01:16 PM

Als der Zug der Ritter sich nähert, erhebt sich Glance von seinem Felsen und bleibt gut sichtbar stehen. Dies ist die erste Gelegenheit den Tross aus der Nähe zu betrachten. Ein Ritter reitet vorne, gefolgt von dem Priester. Sodann folgen zwei, die den Magier in ihrer Mitte bewachen, von denen einer ein Packpferd mit einem Haufen Waffen und Ausrüstung hinter sich her führt. Darauf folgen zwei Frauen, eine menschliche Kriegerin und eine reinblütige Elfin, ihnen widerum folgt ein Ritter, der ein überzähliges Reitpferd führt. Dahinter stapft ein menschlicher Krieger trotzig hinterher. Die restlichen 4 Ritter reiten als Flankensicherung, je zwei rechts und links.

In dem Moment als sich die vorderen Ritter und der Priester auf ihn konzentrieren bricht ein gewaltiges Tohuwabohu aus - eine Horde Schweine, gejagt von drei hungrigen Wargen, hetzt mitten in den Tross. Alle wenden sich der neuen Gefahr zu, und ein fürchterliches Durcheinander aus Schweinen, Wargen, und scheuenden Pferden entsteht. Glance sieht die Elfin als erste im Wald untertauchen, auch die Kriegerin verschwindet zwischen den Bäumen, dicht gefolgt von dem Magier, der sich seinen Bewachern entzogen hat, kaum daß deren Aufmerksamkeit abgelenkt war. Der Krieger am Ende des Zuges entschwindet in den Felsen. Das Packpferd mit der Ausrüstung wird von einem Warg in den Wald gehetzt - aus dem Augenwinkel bemerkt Glance ein stabförmiges Leuchten auf dem Packen.

Nach der ersten Verwirrung haben die kampferprobten Ritter schnell mit den Schweinen und den zwei verbliebenen Wargen aufgeräumt und wollen spontan den Entflohenen nachsetzen, aber der Priester gebietet ihnen Einhalt. "Ihr werdet sie im dichten Wald niemals aufspüren", sagt er dem Anführer der Ritter. "Aber sie sind unbewaffnet!" antwortet dieser. "Schon, aber wir haben ihre Waffen auch nicht mehr, und zumindest einige von ihnen sind magiebegabt". Nach diesen Worten wendet sich der Priester Glance zu, der immer noch am selben Platz steht, seine Pfeife in der linken Hand - ein Bild der Unschuld und der Harmlosigkeit.

"Bist du für all dies verantwortlich, das unseren Gefangenen die Flucht ermöglichte?, fragt er. "Aber nein", antwortet Glance und blickt ihm offen ins Gesicht, "Ich bin genauso überrascht wie ihr! Ich habe niemand aus eurer Gesellschaft je getroffen oder gesprochen, soweit ich sehen konnte." " Wer bist du, junger Mann, und was führt dich in diese Gegend?", fragt der Priester weiter. Bei den Worten "junger Mann" umspielt ein kurzes Lächeln Glance's Mundwinkel. "Ich bin Glance A'Lot, Sohn von Parn, des heiligen Ritters von Lodoss und der Hochelfe Deedo Deedlit", entgegnet Glance mit Stolz, "und ich bin hier auf der Suche nach den Wurzeln des alten Volkes. Wer aber seid ihr?" "Wir sind Gesandte des Herzogs von Lorchem, die einen Verbrecher jagen. Mehr braucht ihr nicht zu wissen", sagt der Priester nun etwas höflicher.
Er blickt sich um und zuckt resignierend mit den Schultern "Wir müssen den Hohepriester schnellstens von der neuen Lage informieren!", sagt er zu den Rittern. Ohne ein weiteres Wort an Glance formiert sich der Tross neu, und, nun unbehindert von den laufenden Gefangenen, ziehen sie in schnellem Trab ab.

Kurz bevor sie ausser Sicht sind wendet sich der Priester um und sieht wie Glance sich aus einem der Schweinekadaver ein paar ordentliche Stücke Fleisch schneidet.








Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 27/03/04 04:47 PM

*Irgendetwas passiert gleich.* Big Claw bewegt sich näher an den Waldrand
Plötzlich ist die Hölle los, Schweine, gefolgt von 3 großen Wargs rennen aus dem Unterholz direkt in die Gruppe und richten ein Chaos an.

Die Elfin ist bis zum Waldrand gekommen. *Das ist unser aller Gelegenheit zu fliehen.* Sie schließt die Augen und ruft ihre Göttin des Lichts 'Valglin' an. Die Göttin antwortet ihr, indem das Amulett, das Big Claw trägt, zu leuchten anfängt und ein sanftes Licht zu den anderen Gefangenen schickt und sie befreit.

Big Claw wartet nicht mehr ab was passiert und rennt schnell in den dichten Wald. Sie spürt aber noch die Anwesenheit des Elfenwesens, diesmal näher, als beim ersten Mal.

Sie rennt, bis sie sicher ist, dass ihr niemand folgt. Dann nimmt sie ihren Rucksack von den Schultern. Er ist aus einem speziellem Stoff gewebt, sodass, ausser Elfen, ihn niemand sehen kann. In dem Rucksack ist ihr Proviant, ein Kurzschwert und andere Dinge, die von Nutzen sein können. *Erst mal etwas essen und trinken. Dann überlegen, wie es weitergehen soll.*

Langsam wird es Abend und die Elfin sucht sich einen Schlafplatz.
*Was wohl aus den anderen geworden ist?*

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 27/03/04 05:24 PM

Stone ist so verwirrt das er losläuft bevor es nachdenkt, dann ist es zu spät er hat seinen Schwur gebrochen.
In dem bewußtsein das er nicht einfach zurück kann um dem Priester alles zu erklären, findet er sich mit dem neuerlichem Ehrverlust ab.
Aber das Packpferd, mit der Ausrüstüng, der Karte, er muss es haben.
Obwohl er sich bewußt ist das er ohne Waffen gegen den Warg keine Chance hat nimmt Stone die Verfolgung auf. Da er natürlich auch nicht so schnell rennen kann, kommt Stone zu spät. Der Warg hat das Pferd geschlagen und frißt sich den Bauch voll. Der Packgurt der Ausrüstung ist zerrissen, alles liegt verstreut auf dem Waldboden. Stone klettert auf einen Baum, in der Hoffnung das der satte Warg abziehen wird. Die Zeit zieht sich dahin, Stone weis das er schwierigkeiten haben wird die anderen zu finden. "Die anderen", denkt Stone, "die werden mich bestimmt fortjagen. Na ja ist wohl egal, ich habe die suche alleine angefangen und werde Sie wohl auch alleine beenden können"
Endlich, endlich ist der Warg gesättigt, und trottet davon ohne die witterung von Stone aufzunehmen.Stone wartet noch ein weilchen und klettert von seinem baum herab. Schnell sammelt er die Ausrüstung auf, alle seine sachen sind dabei. Etliche sachen könnten dem Stil nach Rashida gehören und ein seltsamer Stab ist dabei. Da er unmöglich alles mitnehmen kann nimmt er nur die Waffen und den Stab. Seine Schlafausrüstung und die von Rashida. Die Rationen muss er schweren Herzens zurücklassen.Von der Elfin findet Stone nichts, "Seltsam, hatte die Elfin gar keine ausrüstung dabei?" Aber, vermutlich waren die sachen auf einem anderen Pferd, er kann ohnehin nichts ändern.
Schwerbepackt, aber immerhin wieder mit voller Rüstung und bewaffnet macht Stone sich daran auf seinen eigenen Spuren den Rückweg anzutreten.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 27/03/04 08:01 PM

Bodasen ist nach den Ereignissen völlig verwirrt. Wer könnte auch diese Ablenkung inszeniert haben. Der fremde halbelf scheint es nicht gewesen zu sein.

Bodasen blickt noch einmal zu den Rittern, die offenbar abzuziehen scheinen.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 27/03/04 08:11 PM

Big Claw kann nicht einschlafen. Sie fragt sich immer noch was aus den anderen geworden ist. Besonders der Magier interessiert sie.
Sie denkt: *Ist er wirklich so ein grausamer Mörder?*
Also macht sie sich auf den Weg zurück.
Und tatsächlich, der Magier ist noch da. Sehr erschöpft und kraftlos. Aber die Ritter haben ihn nicht mitgenommen.
*Haben sie ihn übersehen?*
Die Elfin geginnt einen Heilzauber auf den Magier anzuwenden. Er wirkt.
"Wieso haben euch die Ritter nicht mitgenommen? Konnten sie euch nicht sehen?"
Das Ganze ist sehr seltsam.
Aber sie traut dem Magier nicht, nachdem was sie erfahren hat.
Sie richtet ihn auf und nimmt ihn mit in den dichten Wald.
Dort angekommen, richtet sie, auf den doch noch etwas schwachen Magier, einen Zauber, der ihn in einen Tiefschlaf versetzt. Ihre Eltern haben in der Ausbildung ganze Arbeit geleistet. Und die Götter sind Big Claw auch wohlgesonnen. Sie weben, nach einem Gebet, einen Tarnteppich um sie und den Magier.
Nun kann sie endlich in Ruhe schlafen.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 27/03/04 10:10 PM

Glance hat sich reichlich von dem herumliegenden Schweinefleisch eingedeckt. Nun macht er am Wegesrand Feuer, würzt die Fleischstücke mit Kräutern aus seinem Rucksack und brät sie am Spieß. Während er am Feuer hockt und zusieht, wie das Fleisch gart, denkt er nach.

Er weiß immer noch nicht, wer die Gefangenen waren. Mindestens einer hat einen Gegenstand, wahrscheinlich ein Kampf-/Zauberstab, bei sich, der mit seinem Ring in Verbindung steht. Das würde am ehesten für den Magier sprechen. Er blickt auf seinen Ring, aber das Leuchten hat aufgehört - wahrscheinlich ist die Entfernung zu groß. Er konzentriert seine Elfensinne - die Elfin ist offensichtlich noch irgendwo in der Nähe. Von den Menschen kann er nichts spüren, aber das ist nicht ungewöhnlich, die Aura von Menschen ist viel schwächer, ausser die von Magiebegabten während sie Zauber wirken.

Und dann ist da noch der Priester und seine Ritter. Sie waren ziemlich schnell weg, aber er ist sich nicht sicher, ob sie wirklich alle zu ihrem Hohepriester rennen - schließlich haben sie ihre Mission noch nicht erfüllt.

Er möchte gern mit den Entflohenen reden und mehr von ihnen erfahren. Plötzlich lächelt er. Vielleicht hilft eine menschliche Schwäche! Er prüft die Windrichtung, und findet, daß sie nicht optimal ist - er formt wieder die Hände als Rohr und wendet sich dem Waldrand zu. "Silph, trage die Düfte meines Feuers!" Und er pustet, diesmal kräftiger als das letzte Mal, über das Feuer in Richtung Waldrand. Und ein würziger Duft gebratenen Fleisches breitet sich langsam in diese Richtung aus.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 28/03/04 06:58 AM

Stone wandert durch den Wald, zu seinem Leidwesen hat er seine eigenene Spur verloren. Und bei dem Tempo das der Warg Stone und dem Pferd aufgezungen hatte war er auch nicht dazu gekommen sich Wegpunkte zu merken.
Vollbepackt und ohne Nahrung ist er mittlerweile ziemlich erschöpft, aber er weis wie wichtig es ist in der Wildnis Waffen zu haben. Deshalb kann er die sachen der anderen nicht liegenlassen.
"Langsam habe ich so grossen Hunger, dass ich mir schon einbilde Schweinebraten zu riechen", denkt sich Stone. Und dann wird der Geruch auf einmal so stark das Stone weis das er sich nicht geirrt hat. Ohne recht darüber nachzudenken folgt Stone dem Geruch, und sieht zwichen den Bäumen plötzlich Feuerschein. Vorsichtig und geduckt bewegt er sich in gerader Linie auf den Waldrand zu, er weis das man parallel zu Waldrand verlaufende Bewegungen stärker sehen kann.
Jetzt kann er das Feuer genau sehen, und das leckere Fleisch. Nur den Koch sieht er nicht, doch da bewegt sich etwas. Stone konzentriert sich auf die Bewegung, da ein Elf. Der fremde Elf trägt seltsame Kleidung die ihn fast mit dem Hinterfrung verschmelzen lässt. Aber der flackernde Feuerschein und die eigenene Bewegung sind wohl zuviel den Zauber der auf der Kleidung liegt.
"Das muß der eine Verfolger gewesen sein den ich spürte", denkt sich Stone.
Nachdem er die menge gebratenen Fleisches abgeschätzt hat und bemerkt das der Rauch gegen die Windrichtung auf den Wald zuwabert, weis er das der Fremde Besuch anlocken will. "Vielleicht die andere Elfe", denkt Stone sich, "aber vielleicht nimmt er ja auch mit mir Vorlieb."
Stone erhebt sich und tritt aus den Schatten der Bäume.
"Ich grüße euch, mein Name ist Stone, Ferrwars Sohn. Habt ihr keine Angst das die Warge auf euer kleines Mahl aufmerksam werden" unsicher wie er weiter handeln soll, beschliest Stone die Initiative dem fremden zu überlassen.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 28/03/04 07:41 AM

Rashida sieht die Ritter und den Priester abziehen. Ein kurzer Gedanke zuckt durch ihren Kopf: "Wir sehen uns wieder! Seid vorbereitet!"
Sie schüttelt ihren Kopf, wohl wissend, die Botschaft des Priesters nicht vergessen zu können.
"Holzauge sei wachsam, vielleicht treffen wir uns schneller als erwartet wieder!"
Dann fordert der anstrengende Marsch seinen Tribut, die Kriegerin schläft ein, auf ihren Gott vertrauend, dass ihr kein Leid geschieht.
Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf, wird die Kriegerin wach. "Hunger! Ich will was essen! Nur wie? Ich habe mein Schwert nicht mehr! Mal sehen, was ich so alles finde. Maus ist zwar nicht das leckerste, aber es stillt auch den Hunger. Und dafür brauche ich kein Schwert. Aber was riecht denn hier so lecker?", schuppert Rashida. Sie nimmt einen tiefen Atemzug und riecht gebratenes Fleisch, erlesene Kräuter und spezielles Feuerholz. "Hmmm, solche Kräuter habe ich bisher nur in der Elfensiedlung bei Undars Tempel gerochen. Na, mal sehen, wer so auf sich aufmerksam macht, nicht, dass ich in eine Falle laufe!"

Langsam folgt Rashida der Duftspur. Bevor sie aus dem Schutz des Waldes tritt, sieht sie Stone, der sich bereits dem hell scheinenden Feuer nähert. Da, eine Bewegung neben dem Feuer. Stone nähert sich ganz unbedarft und bleibt dann abwartend stehen.
Rashida wartet eine Weile und tritt dann aus dem Dickicht heraus.
"Seid gegrüsst Stone!", lächelt sie freundlich in Richtung des Hüters.
Dann wendet sie sich der Person am Feuer zu:" Mae govannen! Anor feanol a sidh nireb!", sie verneigt sich vor dem Elfen, der sie nun interessiert betrachtet. "Ich bin Rashida, die heilige Kriegerin des Undar und Freundin der Elfen. Darf man sich setzen und an Eurer Mahlzeit teilhaben?"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 28/03/04 10:32 AM

Stone fährt überrascht herum, die Kriegerin.
"Ich muss müder sein als ich dachte, wieso habe ich Sie nicht bemerkt?" Stone zuckt innerlich mit den Schultern, vielleicht war es ja auch der leckere Geruch der Ihn so stark in beschlag genommen hat.
Da Stone nicht recht weis was er sagen soll, nimmt er nur die Sachen die er eingesammelt hat vom Rücken und sagt zu Rashida „Auch ich grüße euch, ich habe ein paar Sachen gefunden. Ich denke die Waffen gehören euch, nehmt was Euch gehört Rashida. Ich denke der Rest gehört diesem Verbrecher.“ Da ja schon sein letztes Abendmahl von Rashida und dem anschließenden Kampf gestört war, knurrt sein Magen deutlich.
Aber noch ist er nicht eingeladen.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 28/03/04 10:41 AM

Die erste Charge Fleisch ist schon gar, die zweite gerade auf dem Spieß, als Glance bemerkt, daß sich ihm jemand nähert. Der Mensch bewegt sich geschickt im Wald, er hat offensichtlich Übung. Glance wirft seinen Umhang zurück, den er vorsichtshalber umgelegt hatte um vor Attacken aus dem Hinterhalt geschützt zu sein.

Es ist der menschliche Krieger, der als erster aus dem Wald tritt, und spricht: "Ich grüße Euch, mein Name ist Stone, Ferrwars Sohn. Habt Ihr keine Angst, daß die Warge auf euer kleines Mahl aufmerksam werden?" "Seid gegrüßt, Stone", antwortet Glance, "Die Warge scheuen das Feuer, und ausserdem liegt noch genug Fleisch herum, an das sie ohne Mühe kommen können - es besteht also kein Anlass zur Sorge". In diesem Moment tritt die menschliche Kriegerin neben Stone, begrüßt diesen freundlich, und wendet sich an Glance mit den Worten "Mae govannen! Anor feanol a sidh nireb! Ich bin Rashida, die heilige Kriegerin des Undar und Freundin der Elfen. Darf man sich setzen und an Eurer Mahlzeit teilhaben?"

„Auch ich grüße euch, ich habe ein paar Sachen gefunden. Ich denke die Waffen gehören euch, nehmt was Euch gehört Rashida. Ich denke der Rest gehört diesem Verbrecher.“ sagt Stone zu der Kriegerin.

"Auta i lóme, utúlié'n aure - die Nacht vergeht, der Tag ist gekommen", antwortet Glance der Kriegerin in der gemeinsamen Sprache der Elfen. "Ich bin Glance A'Lot, Sohn des Parn, heiliger Ritter von Lodoss," wendet er sich nunmehr an beide, "Seid willkommen an meinem Feuer und teilt mit mir das Fleisch, das eine göttliche Fügung uns beschert hat."

Sie hocken sich um das Feuer, und beginnen zu essen. Glance verteilt noch etwas von seinem Brotkuchen als Beilage. Ausserdem holt er noch einen aus Holz geschnitzten, mit Mithrilsilbereinlagen fein verzierten Becher aus seinem Rucksack, spricht wieder seinen Wasserzauber um den Becher zu füllen, und lässt diesen dann kreisen, damit jeder seinen Durst stillen kann.

Dann betrachtet Glance die Waffen, die Rashida nicht als ihre eigenen identifiziert und an sich genommen hat. Ein (nun wieder leicht leuchtender) Stab aus feinstem Mithrilsilber, leicht und sehr fest, sowie ein elfischer Bogen und Köcher. Er legt erstmal beides wieder ab.

" Ich bin auf der Suche nach einem Tempel des alten Volkes, der in den Brechern liegen soll. Wisst Ihr vielleicht, wo man diesen Tempel finden kann? Die alte Karte, die ich habe, gibt darüber leider kene Auskunft," fragt er die beiden.





Posted By: Stone

Re: On the Road again - 28/03/04 11:06 AM

Dankbar nimmt Stone die Einladung an, und haut tüchtig rein.
Nachdem er auch getrunken hat, hört er sich ruhig die Erklärung des Elfen an.
Ohne große Worte holt Stone die Karte aus seiner Rolle, und breitet sie aus. Ganz langsam zieht er sein Schwert, und richtet es mit Hilfe der magischen Symbole nach Norden aus. Anschließend richtet Stone auch die Karte aus.
„Hier liegt der Tempel“, auf den überraschten Blick des Elfen antwortet er „auch ich suche diesen Tempel, wir sind jetzt ungefähr hier“ und legt einen Stein ein gutes Stück neben die Karte.
Ernst schaut er Glance an, „mir wurde beigebracht keinen Nichtmenschen zu vertrauen, aber ich will eure Gastfreundschaft erwidern. Seid gewarnt, in diesem Tempel lauert etwas, niemand von uns sollte allein dorthin gehen. Mein Vater sagte mir das dort das Wissen über ein uraltes Übel ruht. Wie mir scheint haben schon viele davon erfahren, vielleicht werden wir nicht die ersten sein die den Tempel finden.“
Die blicke von Rashida auf sich spürend wird im sein verhalten während ihrer Gefangenschaft bewusst, „Ich denke ich bin euch eine Erklärung schuldig“, beschämt erklärt er was er getan hatte und warum er die Anwesenheit der Fremden verraten musste.
Auch dem Elfen gegenüber fühlt er sich schuldig, da er Ihn in große Gefahr hätte bringen können. „Aber, da war noch jemand, genauso gut versteckt wie Ihr Glance, ich konnte seine Anwesenheit nur spüren.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 28/03/04 02:30 PM

Big Claw erwacht von einem intensiven Geruch nach gebratenem Fleisch und ihr wird klar, dass ihre bescheiden Mahlzeit nicht den ganzen Hunger gestillt hat.
Sie sieht zu dem Magier hinüber und stellt fest, dass der noch tief schläft.
*Etwas zu essen wäre nicht schlecht. Nur, wer brät das Fleisch? Eigentlich können es der Priester und die Ritter nicht sein. Vielleicht die anderen Gefangenen?*
Es hilft alles Nachdenken nichts, ihr Hunger ist zu groß.
Sie schleicht langsam, ihrer Nase nach, durch den Wald, sieht ein Feuer und den Krieger und die Kriegerin. Aber da ist noch jemand, ein Elfe! Sie hatte sich also nicht getäuscht.
Big Claw tritt aus ganz aus dem Wald heraus.
"Ich grüsse euch. Ich bin Big Claw, Tochter von Sheere und Turock, aus dem Hause von Mogador", sagt sie in der Menschensprache.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 28/03/04 11:03 PM

Glance hört sich Stone's Erzählung wortlos an. Als er geendet hat, sagt er " Ihr könnt nicht für eure Erziehung, aber lasst euch gesagt sein, das Böse und das Gute ist in allen Rassen, allerdings ist die menschliche besonders anfällig für das Böse. Ihr solltet euch hüten zu verallgemeinern, Ehre ist bei allen Rassen bekannt, und doch ist der Ehrbegriff nicht bei allen gleich." Er runzelt die Stirn, und grübelt "Noch ein Beobachter? Er muß entweder sehr weit entfernt gewesen sein, oder aber Untot - meine Wahrnehmung der Untoten ist nicht so gut wie die der reinblütigen Elfen, und auch nicht so gut wie die der Menschen".

Sodann holt er aus seinem Rucksack eine eng gewickelte Schriftrolle. Sie ist auf einer Seite mit elfischen Schriftzeichen eng beschrieben, die andere Sete trägt eine Zeichnung. Er legt sie mit der Kartenzeichnung nach oben neben Stones Karte und legt Stone's Stein auf ihren derzeitigen Standort - die Karten ergänzen sich. " Es steht geschrieben, dass das Übel im Tempel erwachen wird, aber wann und warum ist nicht klar", sagt er zu den beiden anderen. "Auf Lodoss herrscht Frieden, seit mein Vater mit seinen Gefährten den Krieg gewinnen half. Aber die Weisen verspürten eine Wiedergeburt des Bösen; es scheint noch zu schlafen, seine Kräfte zu sammeln. Diese Schriftrolle besagt, dass das Blut des heiligen Ritters von Lodoss einer der Schlüssel zu seiner Vernichtung sei. So wurde ich, sein einziges Kind, ausgeschickt um meiner Bestimmung zu folgen."

In diesem Moment tritt die Elfe in ihren Kreis. "Ich grüsse euch. Ich bin Big Claw, Tochter von Sheere und Turock, aus dem Hause von Mogador", sagt sie in der Menschensprache. Glance springt auf, neigt seinen Kopf und macht eine elfische Geste der Begrüßung, antwortet aber, aus Rücksicht auf die anderen, ebenfalls in der Sprache der Menschen, jedoch höflich, wie es sich unter Elfen geziemt: "Seid gegrüßt ältere Schwester. Seid willkommen an meinem Lager, und stärkt euch nach Belieben." Er wendet sich auch an die anderen, und fragt "Keiner von euch hat den Magier erwähnt, was ist seine Rolle in diesem Geschehen, und weiß einer von euch, was mit ihm geschah?"





Posted By: Stone

Re: On the Road again - 29/03/04 02:55 AM

Stone will ansetzen und seine Meinung über der Verbrecher, der Sie alle erst in diese Lage gebracht hatte, kundzutun als auf einmal eine goldene Kugel heranrast.
Im glauben das der Priester sie alle gefunden hat, springt die Gruppe auseinander um Abwehrstellung zu beziehen. Aber nichts geschieht, die Kugel bleibt vor Stone in der Luft schweben und eine Stimme ertönt „Stone, mein Sohn“.
Stone erkennt sofort die Stimme seines Ziehvaters wieder und sagt „Vater, wie habt ihr mich gefunden?“ aber die Stimme fährt ohne auf seine frage zu antworten fort und Stone erinnert sich an den Nachrichtenzauber von dem Ferrwar ihm erzählte.
„Stone wenn du diese Worte hörst werde ich tot sein“, Stone der Aschfahl wird verliert alle Kraft und sackt auf die Knie.
„Wisse das ich alles was ich tat für dich getan habe. Ich habe dich ohne die Erlaubnis des Prälaten fortgeschickt, und Du wirst nie wieder zurückkehren können. Ich weis das es nicht leicht für Dich sein wird, aber vertraue mir. Die suche auf die ich Dich schickte ist zu wichtig, Du darfst nicht umkehren, finde den Tempel dort ist der Schlüssel. Du musst Dir Verbündete suchen, alleine hast Du keine Chance. Stone vergib mir, was ich getan habe.“ Mit diesen Worten zerfasert die Kugel in ein waberndes goldenes Licht, das sich auf die Rüstung von Stone legt und langsam in dieser versickert.
Dann ist es vorbei, anscheinend hat das Licht keine Auswirkung auf die Rüstung denn sie ist unverändert. Stone nimmt das aber nicht war, sein Vater tot und er Verbannt. Er kennt die Strafen für Fahnenflucht nur zu gut, und weis das er nie wieder nach groß Furtheim zurückkehren darf. Das alles und die Geschehnissee der letzten Zeit sind zuviel für Ihn. Ohne auf die anderen zu achten, fällt Stone vorne über und weint seinen Schmerz hinaus. Kraftlos und geistig völlig erschöpft ist er nicht mehr in der Lage zu Handeln.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 29/03/04 08:02 AM

Erschöpft trottet Lu Ser zum Wasserfall. So kann er wenigstens für ein par Minuten den Spottgesängen seiner Klassenkameraden entgehen.
Wieder einmal ist er beim alljährlichen Wettfliegen letzter geworden. Warum wächst er nicht endlich wie alle anderen? Und was meint seine Mutter nur immer, wenn sie ihn mitleidig anblickt, seufzt und etwas von »degeneriert« erzählt? OK, er ist nicht einmal halb so groß wie seine Alterskameraden und seine Klassenkameraden können tolle Zauber weben. Er verheddert sich dagegen immer wieder in den Kraftfäden und diverse Macken und Narben zeugen von seiner Unfähigkeit. Nur andere Tiere herbeirufen kann er wirklich gut (zumindest, solange sie klein und willig sind).

Aber wie soll er auch Abenteuer bestehen können wie eine echte Drachenechse, wenn er doch jedes Mal ganz durchsichtig wird, wenn er sich erschreckt. Seine Klassenkameraden lieben es geradezu, ihn zu erschrecken und anschließend zu verspotten.

Naja, ein Vorteil daran, nur etwa einen halben Meter groß zu sein, liegt auf der Hand: Niemand von den Riesen, wie er sie halb neidisch, halb verächtlich nennt, kann ihm ins Innere der alten Ruine folgen, in deren Dachstübchen es sich so herrlich spielen und träumen lässt.

Spontan beschließt Lu Ser, heute den Unterricht in Menschenkunde ausfallen zu lassen und sich stattdessen in der Ruine zu vergnügen. Er schlüpft durch einen herausgebrochenen Stein und wendet sich ausnahmsweise einmal dem Kellergewölbe zu. "Pah!", denkt er, "Ich bin stark und mutig! Ich habe keine Angst!". Leise murmelt er diese Worte wie ein Mantra vor sich hin. Ganz schön dunkel hier unten ... und so kalt. Lus Mut sinkt rapide. Schnell wieder nach oben!

Dummerweise schlägt Lus unpraktisch langer Schwanz bei seiner schnellen Kehrtwende eine der beiden nahestehenden Ritterrüstungen um. In heller Panik (und zu seinem Leidwesen schon wieder ganz durchsichtig) rennt Lu in die Richtung, in der er den Ausgang weiß, nun ja vermutet, nun ja ... Inmitten scheppernder Rüstungsteile hat Lu Ser inzwischen völlig die Orientierung verloren. Wild flattert er umher. Aber dort! Eine andere Drachenechse! Lu breitet die Schwingen aus und fliegt ihr entgegen.

Mit einem lauten Klirren zerbricht der Spiegel. Die Scherben zerkratzen den vor Angst halb toten Lu und er bekommt gar nicht mehr mit, dass er sich in einem roten Wölkchen auflöst und erst in einem dunklen Wald wieder in die Wirklichkeit eintritt. Mit einem dumpfen Plumpsen fällt er auf den Waldboden, nur spärlich beleuchtet von einem Lagerfeuer, um das sich einige Meter entfernt einige Personen gescharrt haben. Regungslos bleibt er liegen. Nur seine Schwanzspitze leuchtet in einem pulsierenden, dunklen Rot.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 29/03/04 05:54 PM

"Danke für eure Einladung, doch zuvor würde ich gerne wissen, wer ihr seid."
Sie setzt sich nieder und fängt zu essen an.
"Ihr wollt wissen, was mit dem Magier ist? Nun, ich habe ihn. Er liegt in tiefem Schlaf im Wald. Gut beschützt von einem Zauber."
Sie sieht, dass die anderen sie erstaunt und fragend anblicken.
"Ja, denn auch ich will wissen, warum das alles geschieht und was er damit zutun hat."

Plötzlich erscheint eine goldene Kugel, wendet sich dem Krieger zu und spricht zu ihm. Alle Anwesenden hören aufmerksam zu und erfahren etwas mehr über den Krieger. Die Kugel löst sich plötzlich in seiner Rüstung auf. Weinend bricht der Krieger zusammen.

Doch ist keine Zeit darüber nachzudenken. Irgendetwas oder irgendwer landet unsaft ganz in der Nähe. Zuerst ist nichts zu sehen, bis plötzlich ein pulsierendes, dunkles, rotes Licht aufleuchtet.

Alle springen erschreckt hoch, selbst der Krieger ist auf den Beinen und gehen mit gezückten Waffen dem Licht entgegen.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 29/03/04 09:10 PM

Rashida hört genau zu, wie Glance und Stone sich über den Tempel unterhalten. "Ich habe doch auch eine Karte! Ob sie eventuell dazu passt?" Sie betrachtet die beiden Kartenteile und überlegt: "Hmm, mein Stück könnte hier rechts daneben passen. Wie gross ist die Karte denn? Ich sehe, der Schriftzug geht mitten über Stone's Karte und bei meiner noch weiter... wenn jemand so gross die Gegend bezeichnet, ist er entweder ein Stümper, oder er hat ausreichend Platz dafür."

Weiter kommt sie mit ihrem Gedankengang nicht mehr, eine goldene Kugel zieht ihre Aufmerksamkeit an sich.

Sie hört eine leise Stimme hinter ihrem rechten Ohr: "Sei versichert, meine Kampfmaus, dieser Sohn ist mächtig. Auch, wenn er es noch nicht weiss. Das Leuchten zeigt euch, wer zu euch hält!" Manchmal hasst Rashida ihren Gott für seine unqualifizierten Kommentare, aber im Moment sind es recht brauchbare Hinweise.

Während sie auf einem Stück Fleisch herumkaut, betrachtet sie die andere Elfe, die still am Feuer sitzt. "Was für eine Rolle spielt sie? Ist sie auch eine Verbündete?"

Allmählich lässt ihr Hungergefühl nach. Sie wischt ihren Mund an ihrem Hemdsärmel ab und legt sich hin, den Rucksack als Kopfkissen verwendend. Sie betrachtet die Sterne und bemerkt, dass der Tag des Mondes nicht mehr allzuweit entfernt ist. "Ach, wie gerne wäre ich zu diesem Festtag im Tempel! Aber ich habe einen wichtigen Auftrag, feiern kann ich später immer noch." Frohe Gedanken ziehen durch ihren Geist, sie wäre auch fast eingeschlafen, als plötzlich ein lauter Rumms sie in die Höhe treibt.

Mit einem Griff hat sie das Schwert in der Hand und überblickt erst einmal die Lage. Ein Wesen liegt mitten auf der Lichtung. So eine Kreatur hat Rashida noch nie gesehen. Sie näher sich langsam dem zitterndem Etwas, als dieses plötzlich unsichtbar wird. Einzig die leuchtende Schwanzspitze verrät, dass dort mehr als nur Boden liegt.

Rashida nähert sich dem Licht und stutzt. Sie bleibt verblüfft stehen. Dann geht sie zwei Schritte zurück und wieder vor. Das Ganze macht sie dreimal. Dann ruft sie erstaunt aus: "Das Wesen scheint auf unserer Seite zu sein! Mein Schwert und die Schwanzspitze pulsieren im gleichen Takt!"

Die anderen kommen näher, Glance fasst sich fast unmerklich an seinen Ring.

Die Kriegerin wendet sich um und schaut die anderen fragend an: "Was ist das?"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 29/03/04 09:26 PM

Als Big Claw sich dem Wesen nähert bemerkt sie, dass ihr Amulett Wärme abgibt, was bedeutet, dass es pulsierend leuchtet. Und sie sieht, dass das Schwert der Kriegerin genauso reagiert.
*Was mag das bedeuten?", fragt sich die Elfin und blickt rundum, ob sich bei den restlichen Anwesenden etwas ähnlliches tut.
Plötzlich hält sie inne, ein Wesen ist in der Nähe, es war früher schon da, hat die Gruppe begleitet, ohne sich zu zeigen.
*Nun, feindlich kann es nicht sein", denkt die Elfin und konzentriert sich wieder auf das Wesen, das da liegt.
Dieses Wesen sieht etwas jammervoll aus. Es ist nicht groß, um es nicht als klein zu bezeichnen.
*Es ist eine Drachenechse, die wirklich sehr klein geraten ist", vermutet Big Claw. Wartet aber die Einschätzung der Anderen ab.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 29/03/04 09:34 PM

Alrik trottet durch den Wald. Er sucht die nächstbeste Straße. Vor ein paar Wochen erst ist er von einem schier unglaublichen Abenteuer in seinen Heimatort zurückgekehrt. Er brauchte zwei Wochen, um das alles zu verarbeiten, was er erlebt hatte, und schlimmer noch : Um alles auszuschlafen ! Er hatte während des letzten Abenteuers kaum eine ruhige Minute gehabt, was dazu geführt hatte, daß er damals - endlich wieder in dieser Dimension angekommen - gleich in einen hoffnungslos tiefen Schlaf gefallen war , aus dem man ihn für mehrere Stunden lang nicht wecken konnte. Er kann sich seitdem immer und überall sofort hinlegen und schlafen, egal wo er ist.

Alrik trottet durch den Wald. Er sucht die nachstgelegene Straße, weil er etwas nachforschen will. Eine Art Schatzkarte, die er einem alten Antiquitätenhändler abgekauft hatte. Er hofft, daß er vielleicht damit etwas Gold finden kann - seine Abenteuer waren immer etwas erfolglos für ihn verlaufen - zumindest aus finanzieller Sicht. Zur Zeit verdient er sein Geld mit dem Erzählen von Geschichten, die sehr unglaublich klingen - aber er hatte sie erlebt.
Sein neuestes Hobby - erst eine Woche alt - ist das Brauen von Tränken. Er hatte einen Chemisten-Zwerg in Aktion gesehen, und wollte nun auch so etwas ähnliches probieren. Die Rußflecken in dem eigens dafür hergerichteten Raum in seinem kleinen Haus in der Stadt sprechen eine beredte Sprache.

Alrik trottet durch den Wald. "Wann sind wir eigentlich da ?" fragt er, scheinbar in Gedanken versunken, auf den Waldboden blickend. "Nicht lange, nach meinen Berechnungen in weniger als einer Stunde." antwortet eine warme, weibliche Stimme neben ihm. Oh ja, das Einhorn. Er hatte es fast vergessen. Sie begleitete ihn ein Stück bis zur Straße ... - vor allem, weil sie an seinen Geschichten und Abenteuern interessiert war. Mehr als einmal hatte sie ihn gelöchert, "ob es denn dort auch andere Einhörner gegeben habe" wo er gewesen war.

Er hört ein Wiehern. Ein Pferd, bepackt mit mehreren Gütern, galloppiert an ihm vorbei. "Was war das ?" hört er sich fragen. Das Einhorn ist schon weg, sie versucht , das scheue Tier zu beruhigen. Alrik sieht in der Ferne (Ferne relativ, da ja alles Wald ist) ein zweites Pferd, eines, das sich augenscheinlich gerade erst beruhigt hat. "Was für einen Schrecken haben die beiden wohl mitbekommen ?" fragt er sich. Ruhig, mit vorsichtigen Schritten, um das Pferd nicht noch mehr zu beunruhigen, geht er auf das Tier zu. Beruhigend legt er seine Hand auf den Hals, und nimmt die losen Zügel in die Hand. Reiten hat er bisher nicht gelernt, so kann er mit dem Tier nichts anfangen, außer zu versuchen, es seinem Besitzer zurückzubringen.

Nachdem er ein Weilchen gewartet und beruhigend auf das Tier eingeredet hat, nähert sich das andere, gepackte Pferd mit dem Einhorn. Er kann nicht sagen, ob sich beide unterhalten, oder nicht, aber er erfährt Neuigkeiten.

"An der Straße, wo wir hinwollen, hat es einen "Unfall" gegeben. Eine Gruppe Wildschweine und zwei oder drei Warge, glaube ich. Sie haben Verwirrung gestiftet, und die beiden hier sehr erschreckt. Laß uns zur Straße gehen !" berichtet das Einhorn. "Na gut." stimmt Alrik zu.

So trotten also die vier weiter, der nächstgelegenen Straße zu ...


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 29/03/04 09:46 PM

Indessen erwacht Bodasen aus einem tiefen traumlosen Schlaf. Sein Kopf schmerzt als würden schwere Hämmer von innen versuchen einen Weg durch die Schädeldecke ins Freie zu brechen.

Bodasen schlägt die Augen auf und glaubt augenblicklich verrückt geworden zu sein, denn er kann sich selbst nicht sehen. Dort wo seine Hand sein sollte befindet sich nur Waldboden. "Das ist doch nicht möglich" murmelt er und rollt ein Stück auf die Seite. Augenblicklich wird Bodasen sichtbar. "Was für ein Zauber!" denkt Bodasen erstaunt. "Unsichtbarkeit ohne visuellen Kontakt, das würde auf der Rechemer Akademie für Thaumaturgie, Alchemie, Invokation und Lebenskunst für einigen Gesprächstoff sorgen", dessen ist er sich sicher. "Schade nur, daß eben diese Akademie seit drei Jahren geschlossen ist, zugesperrt von den Priestern des Tempels und deren Schergen. Die Akademie sei ein hort des bösen gewesen war behauptet worden, Beweise hatten die Priester keine gebraucht!" Bodasen ist immer noch wütend wenn er daran denkt, wie er seinen Arbeitsplatz an der Magierakademie von einem Tag auf den anderern verloren hat. "Assistent für Kampfzauber und Beschwörung, kein schlechter Job! In 5 oder 6 jahren hätte ich beste Chancen auf eine Proffessur gehabt."

Bodasen erhebt sich mühsam, doch je länger er steht desto mehr Kraft scheint ihm zurückzukehren. Er blickt auf seine Ausrüstung: das meiste ist ihm geblieben, aber der Zauberstab, der vermaledeite Zauberstab ist weg. "Scheisse!"

Dam auf einmal fällt ihm auf, daß ein starker bratengeruch seine nase umschmeichelt und er bemerkt wie Hungrig er eigentlich ist. Entschlossen geht Bodasen in die richtung der Verführung. Schon bald hört er Stimmen. Bodasen tritt auf die Lichtung hinaus.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 29/03/04 10:18 PM

Die Elfin erstarrt mitten in der Bewegung. Der Magier ist plötzlich aufgetaucht.
*Wie ist das möglich?*, fragt sie sich.
Während die anderen um dieses Bündel von Drachenechse stehen, wendet sie sich dem Magier zu: "Wie habt ihr es geschafft aus diesem Zauber zu entkommen?"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 30/03/04 12:14 AM

Glance betrachtet die drei Kartenstücke, die Stone, er und Rashida nebeneinander gelegt haben. "Es fehlt mindestens noch ein Teil," sagt er. Und dann deutet er auf ein paar Schriftzeichen, die sich über alle Teile erstrecken. "Ich bin mir nicht sicher, die Sprache des alten Volkes ist selbst bei den Hochelfen nur bruchstückhaft überliefert, aber ich glaube das ist ein Verweis auf eine Karte des Inneren des Tempels."

Plötzlich schreckt ein dumpfes, plumpsendes Geräusch alle auf. Sie greifen nach ihren Waffen und wenden sich der Gefahr - nein, einem sich windenden kleinen Etwas - zu, das aber gleich wieder verschwindet. Nur ein rotes, zuckendes Leuchten bleibt an der Stelle sichtbar. Vorsichtig nähern sie sich der Stelle. Glance's Ring beginnt wieder stärker zu leuchten.

Alle stehen um das Wesen herum, das so unvermittelt aus dem Nichts auftauchte.

Claw identifiziert es als Drachenechse. Glance läßt sein Schwert hinter seinem Rücken verschwinden und kniet sich hin. "Eine kleine Drachenechse, in der Tat," sagt er zu den anderen, "Muß noch sehr jung sein - für einen Drachen zumindest. Seht, die Haut ist noch ganz weich, auch ein Zeichen seiner Jugend. Es ist verletzt, aber nur ein paar oberflächlichle Schnittwunden. Vermag einer von Euch ihn zu heilen? Meine Heilzauberkräfte wirken leider nur auf mich selbst."

In diesem Moment betritt der Magier die Lichtung. "Wie habt ihr es geschafft aus diesem Zauber zu entkommen?" fragt ihn Claw


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 30/03/04 04:39 AM

Langsam findet Stone seine Fassung wieder und will sich erheben. Doch er kann nicht. Alles ist dunkel, plötzlich hört er eine leise stimme „Stone, ich bin es Ferrwar“ Stone will nach seinem Vater rufen, doch er kann sich nicht rühren.
„Stone wehre dich nicht, es ist so anstrengend und ich habe nicht mehr viel Kraft.“
Da weis Stone das sein Vater wirklich tot ist und warum er die Nachricht so schockierend gestaltet hat. Durch diesen Schock wurde Stones Geist geschwächt und ermöglichte es dem Geist von Ferrwar ihn zu übernehmen. Stone ist von seinem eigenen Vater besessen.
„Stone, verzeih mir alles aus der Nachricht ist wahr, ich bin tot und du bist verbannt. Höre gut zu, eine Gruppe von Abenteurern umgibt dich, du kannst ihnen Vertrauen. Ich weis zwar nichts von ihren genauen Absichten, aber sie sind gut. Ich kann es spüren. Schließe dich ihnen an. Alleine kannst du es nicht schaffen. Auch in dem Magier hast du dich geirrt. Bitte vertraue mir. Stone, der Prälat ist nicht was er zu sein scheint, seine Aura ist merkwürdig verdreht und doch ist er ein Mensch. Ein Mensch ohne magische Talente aber dennoch sehr gefährlich. Halte dich fern von ihm. Stone,... meine Kraft schwindet. Stone verzeihe mir aber Furtheim ist keine Heimat für dich... vertraue ihnen .... ich habe dich immer geliebt......Stone.....“
Die Stimme ist verschwunden und Stone fühlt sich seltsam erfrischt, noch übermannt von seiner Trauer bleibt Stone noch liegen. Dann erhebt er sich.
Einiges hat sich getan, der Magier ist wieder da, aber Stone hat keinen Zorn mehr auf ihn und auch die Elfen betrachtet er mit neuen Augen. Wenn Ferrwar sagt das man ihnen vertrauen kann, dann vertraut er Ihnen.
Ein seltsames Geschöpf ist aufgetaucht, aber Stone akzeptiert einfach.
„Hört mir zu, bitte“ die Gruppe, überrascht das Stone wieder auf den Beinen ist dreht sich zu ihm um „Ich...“ langsam erzählt Stone was er gerade erlebt hat.
„Verzeiht, mein misstrauen. Aber das ist vorbei, ich werde mich ab jetzt bemühen zu euch zu gehören. Ferrwar sagte mir das ich euch vertrauen kann. Und das tue ich.
Mit diesen Worten beendet Stone seinen Bericht. Nicht mehr so erschöpft aber noch immer traurig gesellt sich Stone zu den anderen und begutachtet den Neuankömmling.


Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 30/03/04 05:25 AM

Der Drachenechse ist die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Anwesenden anscheinend unangenehm. Ihr Blick wechselt schnell zwischen den einzelnen Recken hin und her. Unvermittelt fixiert sie einen Punkt im Dunkel des Waldes. Leise Laute des Unmutes kommen über ihre Lippen.

Rashida versucht dem Blick der Echse zu verfolgen. Sie geht in den Wald hinein, kann aber nichts besonderes entdecken. Die anderen sehen sie gespannt an: "Ich weiss nicht, was die Echse gesehen hat, ich habe nur eine Fledermaus in einem Baum hängen sehen."

Glance betrachtet die Stelle im Wald skeptisch, man meint, ihn etwas über Untote murmeln zu hören.

Big Claw steht immer noch vor dem Magier, der bisher kein Wort über seine Lippen gebracht hat. Bodasen schaut trotzig die Elfe an, er hat wohl keine Lust, Rechenschaft über seine Fähigkeiten abzulegen. Da fesselt ein Gegenstand seine Aufmerksamkeit: sein Stab. Er liegt in dem Haufen Ausrüstung, den Stone gerettet hat. Ein Rucksack liegt auch noch daneben, sowie noch ein Pfeil und Bogen. Er blickt unsicher von einem zum anderen, unschlüssig, ob er seinen Stab einfach nehmen soll.

Die Kriegerin wendet sich wieder von der Echse ab. Man merkt, dass dieses Wesen die heilige Streiterin wohl fasziniert.
Sie fängt den Blick Bodasens auf, der zwischen seinem Stab und den anderen hin und her wandert.
Etwas probierend, nähert sie sich dem Stab, ihr Schwert direkt darüber haltend.
Wie geahnt, beginnen beide zu leuchten. Sie lächelt und wendet sich an den Magiemeister: "Seid willkommen in unserer Runde. Wie ich und die anderen bereits geahnt und nun herausgefunden haben, sind wir eine Gruppe, die gemeinsam das Böse in einem uralten Tempel besiegen sollen. Oder sollte ich lieber müssen sagen? Da Ihr auf unserer Seite steht, nehmt doch eure Sachen wieder an euch! Wir wissen, dass ihr uns nichts Böses wollt."
Bodasen nickt kurz und hebt seine Eigentümer auf. Sichtlich erleichtert ordnet er sein Gepäck und schaut dann auf.

Der Magier will etwas erwidern, als alle unvermittelt verstummen und ihren Blick gen Waldrand wenden.

Dort herrscht ein Getöse, wie wenn ein Ork sich einen Weg durchs Unterholz bahnt. Dazu hört man deutlich eine Stimme, die sich laut gegen diese Art der Abkürzung, deren Ziel wohl ungewiss zu sein scheint, ausspricht und eindeutig für die Benutzung eines normalen Weges plädiert.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 30/03/04 06:36 AM

Nachdem sich die Aufmerksamkeit der Umstehenden gen Waldrand richtet, von dem aus der Ferne ein stetig lauter werdendes Knacken und Rascheln zu hören ist, fühlt sich Lu Ser etwas sicherer. Die letzten Minuten hat er damit verbracht, sich tod zu stellen. Er ist sich ganz sicher, dass er träumen muss. Diese eigenartigen Gestalten kennt er sonst nur aus den Unterrichtsstunden, in denen seine unnachgiebigen Lehrer den Schülern Illusionen erschufen, um die Jungdrachenechsen auf die harte Wirklichkeit »dort draußen« vorzubereiten.

Er hatte immer dieses »dort draußen« kennenlernen wollen ... aber doch nicht so! Schlagartig fallen Lu die zahreichen Lehrsätze über Menschen (als diese hatte er einige Umstehende identifiziert) ein: töten Drachen, rauben Schätze, essen Eier, haltet euch fern ... Zum ersten Mal in seinem Leben bedauert Lu, dass er nicht auf seine Lehrer gehört hat. Aber bisher sind diese Wesen ja ganz friedlich, eher neugierig.

Rasch rappelt Lu sich auf. Was ist DAS? Sein Schwanzende glüht ja rot!? Irritiert blickt Lu sich um und bemerkt, dass das rote Glühen und Pulsieren, das den Wald erfüllt nicht nur von seinem Schwanz ausgeht, sondern von einem Amulett, einem Stab und einem Ring aufgenommen und verstärkt wird. Er fühlt sich eigentümlich beruhigt, watschelt vorsichtig auf die Träger der Gegenstände zu und stupst sie sanft mit der Nase an. Ein eigenartiger Geruch schlägt ihm entgegen: Menschenmagie verbunden mit etwas viel, viel Älterem, ihm Unbekannten!

Lu reckt sich zu seiner vollständigen Größe (also bis knapp über das Knie des Magiers), räuspert sich und kramt sein allerbestes Menschlich hervor: "Zrag mirr, wvoouh binnn iczsch khia? Wveahh sztaiht irrrr? Unnd wvuas Krrracchhhh? Unnd Leeuzschten?"


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 30/03/04 07:21 AM

Bodasen nickt Rashida freundlich zu als er seinen Stab nimmt. Dann wendet er sich verblüfft der kleinen Drachenechse zu.

"Wer seid ihr, habt keine Angst! Ihr befindet euch in einem Wäldchen nahe den "Brechern"." neugierig betrachtet Bodasen das schuppige Wesen, so etwas hat er noch nie zuvor gesehen.

Mit einem Ruck dreht er sich zu den anderen um und beginnt zu sprechen.

"Ich glaube ich bin euch allen eine Erklärung schuldig! Aber zuerst muß ich mich bedanken, ihr habt mir das Leben gerettet, ob es nun freiwillig geschehn ist oder nicht. Falls manche von euch dem Priester glauben schenken, dann kann und werde ich nichts anderes dazu sagen als daß seine Aussagen wahr sind, zumindest von seinem standpunkt aus." Bodasen blickt Stone ganz fest in die Augen.

"Ich habe zwei seiner Leute getötet, aber nicht heimlich ermordet sondern im kampf bezwungen, weil sie mich töten wollten. Sie wollten mich töten weil ich verbotenen magie angewendet habe! Magie die sonst nahezu überall erlaubt ist. Ich hänge zusehr am leben als einfach so zu sterben, das ist alles."

"und nochmals danke"!
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 30/03/04 07:49 AM

Lu Ser versteht zwar leider nicht alles, was der riesige Mensch zu ihm gesagt hat, empfindet aber den sanften Ton als sehr angenehm. Vorsichtig tapst er ein wenig näher und lauscht der Geschichte, die der Mensch erzählt. Verbotene Magie? Wieso sollte Magie verboten werden? Wie soll man denn ohne sie leben? Nun gut, IHM hatte man einige Sprüche verboten, aber angeblich geschah das nur zu seinem besten.

Lu rollt sich auf der glühenden Asche am Rande des Lagerfeuers zusammen und wartet darauf, dass die angenehme Stimme weiterspricht. Plötzlich wittert er erneut diese eigenartige Aura in der Dunkelheit. Sie erinnert ihn an die verbotenen Räume auf dem Drachenfriedhof seiner Heimat. Eine Untote?

Suchend schickt Lu seine Sinne in den Wald. Ja, wirklich! Und ganz in der Ferne, gerade am Rand seiner Wahnehmungsfähigkeit, fühlt er eine weitere große, leuchtende Aura. Hier wird es doch nicht auch noch Einhörner geben? Wo ist er nur gelandet?

Lu versucht, sich wieder an den Menschen mit dem leuchtenden Stab zu wenden. Beim Aufstehen wirft er einen der Lagerfeuerscheite um. Ein Teil des brennenden Gutes fällt ihm dabei auf den Kopf. Bei seinem erschreckten Seitwärtssprung stolpert er über seinen linken Flügel, fällt, rollt sich zweimal um die eigene Achse und bleibt entnervt in der Lücke zwischen den drei aneinandergelegten Kartenteilen liegen. "Oje, was sollen jetzt die Menschen von mir denken!", seufzt er.
"Komisch, diese dünnen Dinger hier. Wozu die wohl gut sind?" Lu legt eine Tatze auf eine Karte. Dabei bemerkt er, dass die »Dinger« fast exakt die gleiche Farbe haben wie seine Haut. Sogar die Farbe seiner Zeichnung findet sich auf ihnen wieder.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 30/03/04 12:32 PM

Kurz bevor sie die Straße erreichen (man kann ie schon von dort aus sehen), besteht das Einhorn auf einem Umweg. "Na toll." denkt sich Alrik, aber das Einhorn "sagt" in seine Gedanken : "Ich gehe da nicht vorbei ! Da ist irgendetwas Dunkles ..."

Sie machen also einen Umweg, alle vier, er, die Pferde und das Einhorn.

Auf der Straße angelangt, nähern sie sich einer Gruppe von Leuten, wobei das Einhorn recht unruhig wirkt. Es mag nicht gerne so offensichtlich gesehen werden; es agiert lieber im Verborgenen.

Die vier nähern sich der Gruppe, und Alrik stellt sich den erstaunten Leuten vor. "Hi, ich bin Alrik, Streuner, Nichtsnutz, Geschichtenerzähler, Dichter, Philosoph, und noch ein paar Dinge mehr." Er grinst dabei. "Also keiner, der ein Handwerk versteht. Ich wollte zu den Bergen, die da "Brecher" genannt werden ... und ich sehe, daß ihr hier seid. Wollt ihr auch dahin ?" fragt er, während sein Blick über die Gruppe und deren Artefakte wandert und er seinen "Anzug", der von einem graugrünen Umhang verdeckt wird, zurechtrückt. Er legt seinen kleinen Rucksack zu Boden. Sein BLick haftet an ein paar aneinandergelegten Kartenstücken fest, an denen ein kleiner Drache (?) herumtapst. Alrik ist sich nicht sicher, ob das ein Drache sein soll, aber er hat noch nie eine so große Eidechse gesehen, also muß es wohl ein Drache oder sowas ähnliches sein.

Sein letzter Blick gilt den Gesichtern der Gruppe, die immernoch *sehr* erstaunt auf das Einhorn blicken ... seltene Tiere, das weiß er. Und nur durch eine göttliche Fügung vor *sehr* langer Zeit war er an eines "geraten".

Alrik stellt sich gerade vor, daß das Einhorn sich telepathisch den anderen vorstellt ... er selber kann keine Telepathie, sehr wohl aber das Einhorn ...

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 30/03/04 01:57 PM

Glance knetet die Spitze seines rechten Ohrs (seine Ohren sind nicht so lang und spitz wie die seiner Mutter, eher wie auf einem Bild von Wesen aus dem Land "Vulkan", das er auf seiner Reise einmal irgendwo sah). Erstaunlich, was man mit Schweinebraten alles aus dem Wald locken kann, denkt er verblüfft. Drachen hat er ja schon mal gesehen, bei den Drachenreitern auf Lodoss, allerdings waren die grösser, viel grösser! Einhörner aber kennt er nur aus den mythischen Erzählungen seiner Mutter.

Laut sagt er zu dem Neuankömmling: "Seid gegrüßt in Frieden, Alrik, ich bin Glance A'Lot aus Lodoss." Er nennt der Reihe nach die Namen der anderen, bis er zu dem Drachen kommt und stutzt: "Wie heißt Du eigentlich, junger Dragho?"


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 30/03/04 02:15 PM

Beim Eintreffen der neuen Gäste beendet Lu Ser den Vergleich seiner Flügelhaut mit den Kartenteilen. Was für eine wirre Idee, dieser kleine Fleck an der Flügelspitze dort könnte ein D sein ...

Neugierig aber scheu wendet er sich Glance A'Lot zu. "Ich heiße Lufiliados Serpentinenflieger. Aber alle nennen mich nur Lu Ser. Ich danke dir für dein freundliches Willkommen." Tapfer versucht Lu sein Zittern zu verbergen und es gelingt ihm, fast vollständig sichtbar zu bleiben ... wenn man die untere Körperhälfte nicht mitzählt zumindest. "Warum habt ihr gemacht, dass mein Schwanz rot glüht?", wagt er noch zu fragen.

So gerne er mit Glance A'Lot weiterreden würde, das Einhorn zieht seinen Blick unwiderstehlich an. Das muss er seinen Eltern erzählen! Seinen Eltern ... ? Tiefe Verzweiflung überfällt die kleine Drachenechse und er schlingt seine Flügel eng um sich. Wo mag er nur sein, dass er so gar keine Verbindung zu den anderen aufnehmen kann? Kurz bevor er sich völlig dem Selbstmitleid hingeben kann, streift ein warmer Schein seinen Geist. Lu erstarrt vor Ehrfurcht, als sich die Gedanken des Einhorns zu den seinen gesellen. Ohne die hinderlichen Barrieren der Sprache vermittelt ihm das Wesen einen Einblick davon, wo er ist und wer die anderen Wesen sind, die das Lagerfeuer umzingeln.

Auch Lu erzählt traurig seine Geschichte. Ein aufmunterndes Lächeln des Einhorns durchflutet seinen Geist, gefolgt von ein paar Erklärungen. "Ich soll Teil eines uralten Kampfes sein? Menschen, Elfen, Götter?", wundert sich Lu. "Aber ich bin doch nur ...". Entsetzt schweigt er. Wie konnte er nur das Wort eines Einhorns in Zweifel ziehen? Nun gut, wenn das Einhorn sagte, er solle bei den Ungeflügelten bleiben, so würde er gehorchen. Bestimmt würden sie ihm auch helfen, zurück nach Hause zu finden.

Scheu und äußerst bedacht, nichts umzuwerfen oder anzuecken, nähert sich Lu dem Begleiter des Einhorns. Was muss dies für ein eindrucksvoller Mensch sein, dass sich in Einhorn freiwillig in seiner Gesellschaft befindet! Höflich verbeugt er sich vor Alrik.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 30/03/04 02:40 PM

Die Elfin bemerkt auch, dass der kleine Drache ein paar Blessuren hat und spricht einen Heilzauber.
"So, mein kleiner Freund, nun bist Du wieder in Ordnung", sagt sie zu dem etwas tolpatschigen Wesen.

In der Zwischenzeit hat Stone seine Geschichte erzählt, die etwas Licht in die Angelegenheit bringt.

Big Claw sieht nun auch, dass jeder der Anwesenden einen Gegenstand besitzt, der leuchtet, sobald er in die Nähe des anderen kommt. Nur, bei dem leuchtenden Schwanzende des Drachens kann man nicht gerade von einem Gegenstand sprechen.

*Der Magier ist also auch auf unserer Seite und kein Verbrecher, wie uns der Priester glauben machen wollte*, denkt die Elfin.

Sie sieht die Karten und den Drachen auf dem Boden liegen und holt aus ihrem Rucksack ihre Karte hervor. Sie passt genau. Aber es fehlen noch einige Teile.

Plötzlich ertönt eine missmutige Stimme aus dem Wald und dann stehen ein Mensch, zwei Pferde und ein Einhorn vor ihnen.

Die Elfin ist verwirrt. *Mutter hatte immer von ihnen erzählt, aber gesehen habe ich noch nie eines. Es ist wunderschön*, denkt sie.
"Oh, natürlich gibt es uns. Wir zeigen uns nur nicht jedem", dringt das Einhorn in die Gedanken von Big Claw ein.

Der Fremde stellt sich als Alrik vor und Glance übernimmt die Vorstellung der anderen. So erfahren sie auch den Namen und die Geschichte des kleinen Drachen: Lu Ser. Leicht amüsiert stellt Big Claw fest, dass der von den Füßen her beginnt sich aufzulösen.

Alrik erzählt, dass er sich auch auf dem Weg zu diesem Tempel befindet.

"Das bedeutet also, das das Wissen der Alten in viele Stücke geteilt wurde. Und wir nur gemeinsam unserem Ziel näher kommen können", sagt Big Claw zu den anderen.

"Alrik, hast Du auch solch einen Kartenteil?"





Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 30/03/04 07:55 PM

Alrik hört sich die Vorstellung der Gruppenmitglieder genau an. Glance, ein Halbelf, Big Claw , eine Elfin, Bodasen, ein Magier, Stone ein Krieger, Rashida, eine Kriegerin ... und natürlich der niedliche kleine Drache !

Alrik ist beeindruckt. Alle haben sich hier zusammengefunden ... und sein Unterbewußtsein sagt ihm, daß das nicht ohne Grund geschah.

"Alrik, hast du auch solch ein Kartenteil?" fragt ihn die Elfe und zeigt auf die bereits zusammengefundenen Stücke. Ihm fällt auf, daß der Dravheirgendwie die gleiche Farbe wie die Kartenstücke zu haben scheint ... sind sie etwas aus Drachenhaut, dem langlebigsten und rebostestem Stoff den mann kennt, gemacht ? Er erschaudert leicht.

"Ja, ich habe eine Karte ... Ihr meint, es sei nur ein Stück ? Ich habe es immer für ein Ganzes gehalten ..." Er holt seine Karte aus einer Jackentasche heraus und legt sie zu den anderen dazu ... und sie fügt sich tatsächlich an einer Stelle ein !

Alrik ist verblüfft. Sowas hatte er nicht erwartet. Na, der Antiquitätenhändler würde eine nette Geschichte zu hören bekommen !

Ihm fällt auf, daß die Karte an einer Ecke etwas festes Enthält ... eine Art Siegel oder so, das nun leicht röttlich schimmert ...

Das Einhorn möchte Alrik etwas fragen, und ruft ihn telepathisch zu sich. Nach kurzer leiser Unteredung stellt sich heraus, daß sie die beiden Pferde mitnehmen können, solange sie gut behandelt werden - sie haben sich freiwillig dazu gemeldet.

Das Einhorn macht dafür eine kleine telepathische "Ansprache" :
"Die Pferde möchten sich euch anschließen. Sie fühlen sich jetzt frei, da ihre vorherigen Besitzer, die Ritter, nicht mehr in ihrer Nähe sind. Also steht es ihnen frei, zu tun, was sie möchten, und haben sich freiwillig eurer Gruppe angeschlossen. Denn auch in ihrer Überlieferung gibt es Sagen von etwas Bösem, das es in den Brechern zu finden gilt ..." erklärt das Einhorn laut.
"Ich kann euch ein Stück begleiten, lieber aber wäre es mir, ich könnte durch die Wälder reisen. Ich werde da sein, wenn du mich brauchst, aber von euch trennen, wenn ihr mich nicht benötigt." erklärt das Einhorn. "Die Pferde tehen ab jetzt unter meinem Schutz. Zumindest, solange sie mit euch reisen."

Interessant, denkt Alrik. Auch Einhörner haben ein System von Etikette und Ehre. Und von einer Kultur unter Pferden hatte er noch nie etwas gehört, geschweige denn geahnt.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 30/03/04 09:27 PM

Big Claw ist noch immer von dem Einhorn fasziniert, besonders als es in der Menschensprache anfängt zu reden und erklärt, dass die beiden Pferde die Gruppe begleiten werden.

Das Alrik auch ein Kartenstück besitzt, verwundert die Elfin nicht.

Der Abend ist nun ganz hereingebrochen und das Lagerfeuer gibt eine wohltuende Wärme. Alle sind gesättigt und froh, diesen Tag heil überstanden zu haben.

"Ich denke, wir sollten uns nun ausruhen. Wer weiß, was der Morgen bringt", schlägt Big Claw den anderen vor.
"Wenn es euch recht ist, webe ich einen Zauber über das Lager, damit uns niemand findet."

Die Elfin überkommt plötzlich ein merkwürdiges Gefühl. Jemand ist in der Nähe, aber kein lebendiges Wesen. Sie beschließt den anderen aber nichts zu sagen, der vergangene Tag war anstrengend genug. Trotzdem bleibt sie wachsam.





Posted By: Stone

Re: On the Road again - 31/03/04 04:34 AM

Stone, der sich jetzt wieder gefangen hat ist froh über die Rast. Zwar fühlt er sich wieder erholt, Ferrwar muss ein letztes gutes für ihn getan haben, aber er muss über einiges nachdenken. Ihm fällt auf das er der einzige zu sein scheint der über die Herkunft der anderen nachdenkt und sich ein Urteil bildet. Die anderen akzeptieren einfach. Er sieht wie Big Claw einen Heilzauber auf Lu Ser legt. Die Pferde wollen bei ihnen bleiben. Scheinbar werden Sie zusammengefügt, zu einem ganzen. Stone schaudert, welch mächtige Magie muss am Wirken sein?
Stone betrachtet den kleinen Drachen, ein schönes Geschöpf und doch erzählen die Legenden davon wie grausam diese Wesen sind. Auch Vorurteile?
„Jetzt ist aber wohl nicht der rechte Moment in Grübeleien zu verfallen“, denkt sich Stone.
Er wendet sich an die anderen, „Wenn wir uns Morgen auf den Weg zum Tempel machen, sollten wir vorsichtig sein. Mein Vater hat mich vor dem Prälaten gewarnt, aber ich weis das Anthrer, so heißt der Prälat, in die Sache eingeweiht ist. Mein Vater hat sich zu Lebzeiten wohl täuschen lassen und da er an die Sicherheit der Menschen in Groß Furtheim dachte hat er Anthrer alles erzählt.“
Stone stockt, sein Vater hätte bestimmt keine Schwierigkeiten mit dieser Gruppe, er war immer so offen gewesen, ein wehmütiges Lächeln umspielt Stones Lippen. Aber er nimmt sich zusammen, das alles ist so verdammt wichtig. Zum Trauern bleibt keine Zeit.
„Es kann durchaus sein das der Prälat selbst den Tempel sucht, aber er wird nicht selbst aus der Stadt weg können. Also, muss er wohl Truppen aussenden. Unser Vorteil ist das wir wissen, wo genau der Tempel liegt. Wir sollten unterwegs jagen, bis wir wieder in den Hügeln sind. Dann können wir uns zielstrebiger bewegen ohne auf Jagd angewiesen zu sein.“
Wieder schaut Stone die kleine Echse an „Lu Ser, ich weis du bist verängstigt, doch habe keine Angst. Wir gehören alle zusammen. Ich möchte dich um eines bitten, kannst du ausdauernd Fliegen? Dann könntest du unser Späher sein.“


Posted By: buad

Re: On the Road again - 31/03/04 07:07 AM

Bereits seit einer ganzen Weile beobachtet der Priester und seine Ritter den entfernten Feuerschein. Kurz nach Einbruch der Dunkelheit hatte ein Schleier das Licht zu verbergen gesucht, doch der Priester und seine Gefolgsmänner hatten sich von dem allzu offensichtlichen Tarnzauber nicht täuschen lassen.

"Sie sind entweder sehr dumm oder sich ihrer Sache sehr sicher!" raunt er zu einem der Ritter, der genau neben ihm steht.
Ärger ist in seinem Gesicht zu erkennen, Ärger darüber, dass er tatsächlich dem Schwur des Hüters Vertrauen geschenkt hatte. Er hätte es besser wissen sollen - der Prälat gilt in Rechem nicht als ehrenvoll, sondern als machtbesessen und verschlagen. Und wenn sich auch seine Hüter für ehrbar halten mögen - der Priester weiß sehr wohl, dass ihre Ehre vor allem auf ihrer unerreichten Arroganz fusst. Die Hüter waren sehr schnell mit großen Schwüren bei der Hand - doch sollten sich diese Schwüre zu ihrem oder ihres Prälaten Nachteil erweisen, waren sie ebensoschnell vergessen. Lediglich Ferrwar galt unter den Priestern als vertrauenswürdig. Beseelt von der Kraft des alten Hüterkodex war er ein Mann, den die Priester sehr schätzten und dessen bloße Anwesenheit bei den ermüdenden Verhandlungen mit dem Prälaten dafür sorgte, dass ein letztes bisschen Achtung vor den Hütern bei den Nachbarvölkern bewahrt wurde. Die Erwähnung Ferrwars mochte es auch gewesen sein, die den Priester zu seinem unangebrachten Vertrauen gegenüber dem jungen Hüter verleitet hatte. Einen schlechten Dienst hatte der junge Hüter seinem Ziehvater erwiesen, und jede Chance auf Vertrauen endgültig verspielt.

Eine Weile schweigt der Priester nachdenklich.
"Wir könnten sie mit einer einzigen Attacke über den Haufen rennen!" schlägt der Ritter neben ihm im Flüsterton vor. "Broadwin meint, sie hätten nichtmal Wachen aufgestellt - selbst, wenn man *nicht* verfolgt wird, ist das in dieser Gegend ausgesprochen dumm und lebensmüde, wenn Ihr mich fragt..."

Abwehrend hebt der Priester die Hand. "Wir sollten nichts überstürzen. Der Tod dieser Gruppe ist keine Lösung. Ich habe sehr wohl gespürt, dass die Wildschweine und Wargs von Undar geschickt wurden. Wenn es Undars Wille war, diese Menschen und Elfen zu befreien, dann sollten wir besser nachfragen, warum das so ist. Immerhin stehen wir auf der gleichen Seite, und ich spüre, dass uns diese hier nicht wirklich feindlich gesonnen sind. Schicke einen Mann zurück nach Rechem und bitte den Herzog um Verstärkung. Er soll einige seiner besten Ritter und Waldläufer schicken, denn eine große Bedrohung ist mit diesen ... Abenteurern verbunden."

"Aber, Herr..." entgegnet der Ritter, noch immer flüsternd und sichtbar verwirrt. "Soeben sagtet Ihr doch, dass sie uns nicht feindlich..."

"Die Bedrohung, die ich spüre, ist mit diesen da verbunden, doch sie geht nicht von ihnen aus. Wir sollten nichts unternehmen, solange wir nichts Näheres wissen."

Verstehend nickt der Ritter. "Der Hüter?" fragt er.
"Ein ganz normaler Hüter." knurrt der Priester. "Arrogant, skrupellos und egoistisch. Für einen Moment hatte ich geglaubt, den Alten Kodex in ihm zu sehen. Doch Ferrwar scheint seine Mühe an ihm vergeudet zu haben..."

Erneut nickt der Ritter. "Ferrwar - das ist noch einer der Großen! Einer der letzten *wirklichen* Hüter! Mit einem Mann wie Ferrwar hätte ich ohne zu zögern Seite an Seite gekämpft, bis in den Tod! Zu schade, dass sich sein Geist bei den jetzigen Hütern des Prälaten nicht durchsetzen kann. Und wenn sogar sein eigener Ziehsohn..." Der Ritter schweigt, doch es ist auch so klar, wie der Satz zu beenden wäre.

"Und der Magier? Er muss für seine Verbrechen bezahlen! Einer der Männer, die er tötete, war mein Cousin! Und vermutlich wird er jetzt mit seiner geschmeidigen Zunge seine 'Befreier' von seiner angeblichen Unschuld überzeugen..." fährt er schliesslich fort.

"Alles zu seiner Zeit." entgegnet der Priester. "Ich spüre, dass auch er noch eine Rolle zu spielen hat. Schicke jetzt einen Mann los, und sorge dafür, dass wir Verstärkung erhalten."
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 31/03/04 07:39 AM

Lu Ser schwirrt vor so vielen Neuigkeiten der Kopf. "Wir gehören alle zusammen", hat Stone gesagt. Ja, genau DAS fühlt er auch. Gleichzeitig ist er jedoch auch nervös und fühlt sich unwohl. Ober er ausdauernd fliegen könne? Seine Klassenkameraden würden sich kringeln vor Lachen, hätten sie diese Frage gehört. Ganz eindeutig wäre ihre Antwort: NEIN. Aber wenn er nun verneinte, würden ihn seine neuen Rudelmitglieder vielleicht gleich wieder verspotten ... oder gar verlassen! Lu nimmt sich vor, sich »ganz schrecklich viel doll« anzustrengen und abends heimlich einige der Übungen zu machen, vor denen er sich im Flugunterricht immer gedrückt hat.

Stone blickt den kleinen Drachen immer noch fragend an. Hin- und hergerissen antwortet Lu schließlich zögerlich: "Ich bin recht klein und unerfahren. Aber ich werde mein Bestes geben, um euch ein guter Kundschafter zu sein." "Wenn es euch recht ist, werde ich ein wenig schlafen und in der frühen Morgendämmerung losfliegen", fügt er hinzu. Schon der Gedanke daran, ganz alleine durch ein ihm vollkommen fremdes Land zu fliegen, verursacht eine gewisse Transparenz bei dem kleinen Drachen.

Lu Ser schläft sehr unruhig und träumt wiederholt von schwarzen Ungeheuern in Blechrüstungen, die sich auf ihn stürzen, von einer unheimlichen Tempelruine in einem grauen Tal und von Kartenteilen, die um ihn herumschwirren, als stände er im Auge eines Wirbelsturmes. Aufgeregt beobachtet er, wie sich das einheitliche Dunkel der Nacht wieder zu Konturen ordnet. Brr, schrecklich kalt ist es in der Welt der Menschen! Aber er will ganz früh losfliegen, um seine Rudelmitglieder schon beim Aufstehen mit den ersten Nachrichten begrüßen zu können. Er füllt seinen hungrigen Magen mit etwas Schweinefleisch (nicht zu viel, da er ja fliegen soll), trinkt gierig den Morgentau.

Dann erklettert Lu ein wenig abseits den Stamm eines umgestürzten Baumes, um von einer leicht erhöhten Position starten zu können. Er will ja nicht gleich beim Start das ganze Lager wecken. Leidlich elegant schraubt sich der kleine Drache in die kühle Morgenluft. Noch zeigt sich nicht das kleinste rosa Leuchten am Himmel. Das Lagerfeuer einer Hütergruppe müsste folglich recht gut zu sehen sein. In einer immer größer werdenden Spirale beginnt Lu den Lagerplatz zu umkreisen. Anfangs wird er aus der Ferne von dem dunklen Schatten der Untoten begleitet, doch beim ersten Lichtstrahl verschwindet das Gefühl ihrer Gegenwart. Hmm, hier riecht es nach Pferden. Vorsichtig nähert sich Lu den Tieren. Mehrere Menschen sitzen dicht beisammen und nehmen ein kaltes, schnelles Mahl zu sich. Wenige Minuten später erhebt sich einer der Ritter, sattelt sein Pferd und reitet mit hohem Tempo aus dem Lager. Die übrigen brechen einige Minuten später etwas langsamer auf. Wohin, ist Lu nicht klar. Aber der Weg führt sie weg von den Gefährten.

Trunken von seinem eigenen Mut beschließt Lu, seine Spirale noch ein wenig zu erweitern. Weitere Personen oder gar Hüter kann er jedoch nicht erspähen. Übermütig macht er sich auf den Rückweg und spielt dabei sein Lieblingsspiel »Baumslalom«, die einzige Disziplin, bei der er auch manchmal gewinnen konnte. Zumindest, wenn die Bäume so eng beieinander standen wie hier. Gerade nicht mehr rechtzeitig besinnt Lu sich, dass es wohl unpassend ist, wie der Wirbelwind ins Lager zu fahren, besonders wegen der Pferde, die unter dem Schutz der Einhorns stehen. Energisch spannt er die Flügel zum ultimativen Bremsmanöver auf, wie er es im Flugunterricht bei den Großen gesehen hat. Kopf stecken, Schwanz zum Ausbalancieren nutzen, ein paar schnelle Schritte, um den restlichen Schwung abzubauen ... wow!

Lu kommt wenige Zentimeter vor der frühstückenden Gruppe zum Stehen. Der Anflug hätte die Anwesenden bestimmt auch sehr beeindruckt, .... hätten sie ihn denn sehen können. Denn vor lauter Angst, mitten ins Lager zu schießen, ist Lu wieder einmal unsichtbar geworden. So sieht der geneigte Beobachter nur einen Drachen aus dem Wald schießen und ein rotleuchtendes Schwanzende landen. Als Lu dies bemerkt, legt sich sein Hochgefühl schlagartig. Scheu erzählt er, was er unterwegs gesehen hat.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 31/03/04 11:21 AM

Alrik hatte gut geschlafen. Na ja, er schlief immer gut, in letzter Zeit. Die ersten Sonnenstrahlen hatten die Waldvögel geweckt, die wiederum mit ihrem ersten Gezwitscher die Gruppe geweckt hatten ... Er entschied sich dazu, den Rest von dem Essen zu einem Frühstück zurechtzumachen ... und einen Teil für die Aufbewahrung zu braten, man konnte immer einen Vorrat gebrauchen.

Während also alle so langsam aufwachen, röstet er schon einen Teil des restlichen Fleisches, um es haltbarer zu machen, den anderen Teil läßt er in Ruhe, um den Leuten, die er erst seit dem Abend kennt, die Möglichkeit zu geben, damit zu tun, was sie wollen. Er sieht es jedenfalls als seine Pflicht an, für etwas Vorrat zu sorgen.

Das Einhorn hat sich entschlossen, die Gruppe noch ein Stück des Weges zu begleiten ... - wohin er auch führen mochte. Es hatte natürlich im Wald geschlafen und frühstückt nun zusammen mit den Pferden auf einer Wiese auf der anderen Seite der Straße.

Nachdem alle aufgewacht sind, und frühstücken, fragt er sie, seit wann sie sich schon kennen, und möchte ihre Geschichte kennenlernen, und was es mit den rot glühenden Artefakten auf sich hat.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 31/03/04 12:28 PM

Rashida ist immer noch am schlafen, als sich eine Stimme in ihrem Geist drängt: "Kleine Kampfmaus! Kleine Kampfmaus! Nu werd endlich wach!!" Die Kriegerin schüttelt ihren Kopf: "Nur noch 5 Minuten..." Die Stimme findet das keinen guten Vorschlag und schreit mit einem Mal los: "Hey, Kaaaampfmaus! Aufstehen!"
Benommen richtet sich Rashida auf. Sie ist kaum wach, da meldet sich die Stimme wieder: "Ah, sehr schön. Können wir jetzt endlich reden? Gut. Dann sei still und hör mir zu: dass ihr eine Gruppe seid, wisst ihr ja bereits. Aber es kommt noch beser: in der Not sind jeweils zwei Gegenstände in der Lage, besondere Kräfte freizusetzen. Diese können euch durchaus helfen, doch wenn ihr die falschen Gegenstände kombiniert, dann schaden sie euch. Wie ihr die richtige Kombination heraus findet? Aehm, ja, also... wie wäre es mit Probieren? Darüber gibt es kein Wissen. Ach ja, und wie immer: pass auf, sei auf alles vorbereitet und traue niemandem! Selbst die Gefährten können andere Ziele haben als Du."

Rashida ist ganz schwummrig, ihr Kopf schwirrt nur so vor Gedanken. Da mischt sich erneut eine Stimme ein: "Höre, edle Kriegerin! So schlecht, wie es Dein Gott sieht, muss die Welt nicht sein. Er hat Wahres Dir berichtet, Vorsichtigkeit in eurer Lage ist auch nicht falsch, aber man muss sich aufeinander verlassen können! Sonst werdet ihr niemals siegreich sein!" Die Gedanken des Einhorns sind immer freundlich und angenehm zu hören.

So, nun reicht es der Streiterin endgültig: "Seid endlich still! Darf ich hier nichmal in Ruhe aufwachen?"

Da bemerkt sie Alrik, der bereits am Feuer am Werk ist: "Oh, entschuldigt, aber die Telepathie ist manchmal nur ein Fluch." Sie lächelt ihn freundlich an. Neugierig will er ihre Geschichte wissen, so erzählt sie ihm alles in groben Zügen. Die anderen gesellen sich auch dazu und so erfährt jeder das Wichtigste über die anderen Gefährten. Rashida ist froh, anscheined sucht niemand ausser ihr nach der Statue des Blutes, ein Gerangel um das olle Ding, aeh, um das Relikt hätte ihr gerade noch gefehlt.

Da nun alle wach sind, erzählt Rashida ihnen von dem Gespräch mit ihrem Gott. Zumindest den grössten teil, was das Misstrauen angeht, muss sie eher dem Einhorn recht geben.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 31/03/04 12:54 PM

"Vor drei Tagen hatte noch keiner von uns einen der anderen je getroffen," sagt Glance, "Wir scheinen, nicht zufällig, alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort zusammengeführt worden zu sein. Und es ist eher wahrscheinlich, dass noch mehr zu uns stossen werden; wie viele und ob mit denselben Zielen, ist noch offen - für uns zumindest, denn ich glaube, dass eine Bestimmung zugrunde liegt"

Er wendet sich an Lu Ser: "Die Ritter sind also nicht abgezogen - das überrascht mich nicht. Ich hielt es von vorneherein für unwahrscheinlich, dass sie so kommentarlos aufgeben. Dazu war ihr Hass auf Bodasen zu stark. Aber zumindest der Priester wird erkannt haben, dass sich aus einer einfachen Verfolgungsjagd auf einen Verbrecher etwas grösseres entwickelt hat. Er wird seinen Hohepriester informieren, um Verstärkung bitten und uns mit den restlichen sieben Rittern im Auge behalten. - Das war übrigens eine gute Landung, Lu Ser, nur ein wenig waghalsig!" Er lächelt dabei hintergründig.

Dann schneidet er sich ein paar weitere Fleischstücke aus den noch übriggebliebenen Schweinen, und brät diese. "Es wird sicher eine ganze Weile dauern, bis wir wieder an einem Feuer lagern können, also nutzen wir die göttliche Gabe Undar's," sagt er. Ausserdem zieht er den zwei Wargkadavern das Fell ab, und packt sie zu einem Bündel auf eines der Pferde.

"Wir sollten nicht allzu lange mit dem Aufbruch warten. Wenn alle einverstanden sind, werde ich ein Auge auf die Ritter werfen. Claw kann Zeichen hinterlassen, die kein menschliches Wesen erkennt, sodass ich euch leicht wieder einholen kann?" Er blickt fragend in die Runde.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 31/03/04 01:36 PM

Stone hat nichts gegen Glances Idee einzuwenden, schließlich war Glance ja nicht am nächtlichem Kampf beteiligt gewesen. Deshalb hält er sich zurück und nickt nur.
Dann nimmt er sich den kleinen Drachen ins Gebet.
„Hör mal Lu Ser, das war sehr nett von dir das Du schon das Gebiet abgeflogen bist. Aber was wäre passiert wenn du dich im Wald verletzt hättest? Wir hätten noch nicht einmal gewusst in welcher Richtung wir dich suchen müssen.. Ich freue mich das du deinen Teil leisten willst, aber in meiner Ausbildung habe ich gelernt das man sich abspricht bevor man etwas unternimmt. Sage das nächste mal jemandem bescheid wenn du losfliegen magst, und wie lange du wegbleiben willst. Sonst kommt die Hilfe, wenn Du welche brauchen solltest, vermutlich zu spät.“
Stone lächelt den Drachen an, „nimm es mir nicht übel, aber ich denke keiner von uns ist ohne Grund hier. Wir alle sollten aufeinander aufpassen. Wer weis, vielleicht hängt das überleben von uns allen, von einem einzelnen von uns ab“
Stone wendet sich an die gesamte Gruppe, „Wir sollten aufbrechen, aber lasst uns im Wald gehen, auf der anderen Seite. Da kann der Priester uns nur schlecht sehen wenn er über die helle Schneise hier schaut.“



Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 31/03/04 01:57 PM

Lu schaut Glance A'Lot irritiert an. "Hat er mich etwa doch sehen können?", überlegt er und kann ein stolzes Lächeln nicht unterdrücken. An was für nette Ungeflügelte ist er hier nur geraten! Sie benehmen sich ganz anders, als seine Lehrer ihm immer erzählt hatten. Eine hat ihn sogar geheilt! Dankbar blickt er zu der Elfe. Rashida hat gerade eine merkwürdige Geschichte von ihrer Göttin erzählt. Wer diese Undar wohl ist?

Der Anblick der Kartenstücke aus Drachenhaut erinnert ihn wieder daran, den Flügellosen nicht uneingeschränkt zu vertrauen. Und als hätte er es mit seinen Gedanken provoziert, geht der Ärger auch schon los. Stone schimpft mit ihm wegen seines morgendlichen Erkundungsfluges.

"Aber das hatte ich doch am Abend angekündigt!", wendet er ein. "Niemand hat mir da widersprochen." Da er es jedoch von der heimischen Höhle gewohnt ist, regelmäßig getadelt zu werden, nimmt er den Verweis nicht ganz so schwer. Er beschließt jedoch, dem massigen, auf ihn immer etwas gedankenverloren wirkenden Krieger erst einmal ein wenig aus dem Weg zu gehen und ihn insbesondere nicht noch einmal zu verärgern. Obwohl letzteres ja nun kaum in seiner Macht zu liegen scheint.

"Darf ich mit dir mitkommen, Glance A'Lot? Ich bin auch ganz still und leise!", bettelt Lu und hängt in Gedanken ein geseufztes "Hoffe ich zumindest!" an. "Dann kann ich im Notfall Hilfe holen fliegen". "... falls du dich im Wald verletzt", fügt er amüsiert an.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 31/03/04 02:49 PM

Big Claw erwacht und bemerkt, dass auch die anderen schon wach sind. Sie geht zum Feuer und nimmt sich ein Stück von dem frisch gebratenen Fleisch. Sie hört zu, wie Rashida ihre Geschichte erzählt. Auch der kleine Drache hat Wichtiges von seinem Erkundungsflug zu berichten.

*Hm, wenn der Priester und seine Ritter noch in der Nähe sind, dann war mein Zauber nicht ausreichend*, überdenkt die Elfin ihre Zauberkünste und fährt in ihren Gedanken fort:* Dann muss ich mehr üben und meine Fähigkeiten verbessern, so wie Mutter es mir beigebracht hat.*

Big Claw sieht erfreut, dass das Einhorn auch noch da ist und empfängt seine Stimme: "Ja, ich bleibe auch noch eine Weile bei euch."

Lu Ser scheint enttäuscht über die kleine Rüge des Kriegers zu sein.

Die Elfin geht zu ihm hin und sagt:"Das hast du sehr gut gemacht und wegen kleiner Verletzungen, da mach dir mal keine Sorgen, ich bin ja auch noch da."

Glance drängt zum Aufbruch und er hat recht.

"Glance, ich werde als Zeichen immer wieder ein Spinnennetz weben, das auf den ersten Blick ganz normal aussieht, aber nur Elfen erkennen können, dass es nicht von einer Spinne stammt. Ist das in Ordnung?"

Sie geht ihre Sachen packen und nimmt auch die Pfeile, den Bogen und ihr Langschwert wieder an sich. Das Kurzschwert, das mit seltsamen Runen versehen ist, steckt sie in ihren Rucksack.

Zu den anderen sagt sie:" Ich bin zum Aufbruch fertig."


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 31/03/04 03:08 PM

Lu Ser beginnt beim Lob der Elfin mit den Füßen zu scharren, die drachische Art zu erröten, und fühlt sich gleich wieder wohler in seiner (hier scheinbar bisweilen gefährdeten) Haut. Er lächelt sie erneut dankbar an.

"Ich kann auch sofort los", sagt er und springt munter auf die Füße, immer noch auf Abstand zu Stone bedacht.

Wie praktisch es doch ist, keinen Rucksack tragen zu müssen, denkt er, als er die Vorbereitungen der Menschen und Elfen betrachtet. Auch dieses Fleischgebrate kann Lu gar nicht verstehen. Davon wird das gute Essen doch ganz trocken und fade. Außerdem schleppen die Ungeflügelten genug Fleisch mit, um die nächsten zwei Wochen davon zu leben. Dabei wandern sie doch durch einen Wald, in dem man jederzeit etwas fangen kann. Er verbucht es unter "Eigenheiten der Flügellosen" und beschließt in ferner Zukunft einmal ein Buch darüber zu schreiben ...
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 31/03/04 03:54 PM

Rashida rüstet sich mit den anderen zusammen zum Aufbruch. Sie packt ihre Sachen in ihren Rucksack, zieht ihre Lederbekleidung wieder an. Mit einem wehmütigen Blick auf ihr Kleid packt sie es auch ein: "Oje, der kostbare Stoff. Ob ich die Blutflecken wohl jemals wieder entfernen kann?" Doch das sind momentan ihre geringsten Sorgen und sie verstaut ihre restlichen Sachen.
Dann geht sie zum Feuer, nimmt etwas Fleisch und röstet es. Die gerösteten Stücke schneidet sie mit ihrem Schwert in kleine Streifen. Lu Ser schaut ihr verwundert zu. Sie lächelt freundlich und erklärt ihm: "Gebratenes Fleisch können Menschen besser essen. Unsere Zähne sind nicht so stark, sie können rohes Fleisch nur schlecht zerkleinern. Und in Streifen geschnitten kann ich das Fleisch während des Gehens essen, habe beide Hände frei und bin somit nicht so verwundbar, wie wenn ich ein Stück Fleisch mit einer Hand festhalten müsste."
Die Drachenechse scheint die Kriegerin verstanden zu haben und nickt heftig.

Rashida lächelt die Echse an und fragt dann etwas beschämt: " Entschuldigt bitte, Lu Ser, aber würde es euch etwas ausmachen, wenn ich Euch streichelte? ich habe noch nie eine Drachenechse berührt und es würde mich sehr freuen, wenn es Euch nicht störte."


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 31/03/04 03:56 PM

Glance schaut Lu Ser lange nachdenklich an. Sein Wolfshund zu Hause ist mehr als doppelt so groß wie die ... das ... der ..., wie Lu Ser; und hervorragend ausgebildet! Andererseits, denkt er sich, ist er eh' das erste Mal mit Gefährten unterwegs, deren Eigenschaften und Fähigkeiten er nicht kennt, und kennenlernen muß, und zwar möglichst schnell!

"Lu Ser, dir ist schon klar, dass das gefährlich werden kann, oder? Die Ritter sind gefährliche Krieger, und in diesen Wäldern hausen Warge und andere Raubtiere - erst gestern haben mich ein paar angegriffen als ich den anderen folgte. Aber...," er zögert, atmet dann aber tief durch und fährt fort, "... wenn Du wirklich willst, kannst Du mit, du Glasdrache!"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 31/03/04 04:17 PM

Stone bemerkt das seine Mahnungen an den Drachen nicht so aufgenommen worden sind, wie sie gemeint waren. Schließlich will er kein Kind für seine Zwecke einspannen, und schon gar nicht wenn es gefährlich werden könnte. Aber ihm bleibt keine Wahl als Glance zu vertrauen. So packt er seine Sachen zu der handlichen Rolle, die er schon so lange, wie ihm scheint, mit sich trägt.
Als er damit fertig ist, schlendert er wie zufällig an Glance vorbei, und sagt leise so das Es keiner hören kann „passt auf das dem Drachen nichts passiert, er ist jung und eifrig. Sehr eifrig.“
Danach wendet er sich den anderen zu die langsam bereit sind aufzubrechen, und schließt sich ihnen an.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 31/03/04 05:54 PM

Auch Alrik packt seine Sachen; dabei achtet er darauf, ob etwas gebratenes Fleisch übrig bleibt oder nicht; er möchte keine Reste zurücklassen (außer ungenießbarem, natürlich).

Das Einhorn und die Pferde sind auch bereit.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 31/03/04 06:26 PM

Bodasen hält sich etwas abseits, er kann es kaum glauben wie schnell sich die Gefährten gegnseitig zu vertrauen scheinen. Außerdem ist er mehr als verwundert wie wenig Fragen ihm gestellt werden.
"Umso besser", murmelt er.

Seine Sachen hat Bodasen schnell zusammengepackt und er schließt sich den anderen an. Sie brechen auf.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 31/03/04 08:52 PM

Unruhe hat Rashida gepackt. Sie weiss nicht wieso, aber irgendwie freut sie sich auf den neuen Tag und auf das, was er ihr bringt.
Optimistisch denkt sie nicht an mögliche Überfälle, Fallen oder sonstige Übel. Das kommt so oder so früher als ihr lieb ist.

Sie sieht, dass die anderen alle bereit sind. Rashida überlegt kurz und fragt dann in die Runde: "Aehm, was haltet ihr von einer Marschordnung? Ich glaube, es ist nicht gut, wenn wir einfach so durch den Wald gehen. Es sind zuviele Personen unterwegs, die uns nichts Gutes wollen. Ich habe mir schon Gedanken gemacht: vielleicht können Big Claw und Stone vorne weg gehen. Stone kennt den Weg bis zu unserem letzten Lager, im Zweifelsfall hilft ihm sein Schwert. Big Claw kennt sich im Wald aus, nun da muss ich ja wohl nichts sagen, oder? Dann komme ich, ich nehme ein Pferd. Neben mir ein zweiter, auch mit einem Pferd. Am Schluss dann Bodasen oder Alrik, je nachdem, welcher der Herren das Pferd führen möchte. Was haltet ihr von meinem Vorschlag?"

Sie überlegt sich ihren Vorschlag genau und beschliesst, dass es ihr lieber wäre, wenn sie Bodasen nicht im Rücken hätte. Aber sie hält sich an die Ermahnung des Einhorns und äussert dieses Bedenken nicht laut. Zuviel steht auf dem Spiel. Wenn sie alle wirklich eine Art Auserwählte sind, dann müssen sie ihre Aufgabe schaffen - und zwar zusammen!
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 31/03/04 09:43 PM

Bodasen blickt Rashida durchdringend in die Augen.
"Deinen Vorschlag in Ehren Rashida, aber das hat so keinen Sinn. Wie werden durch den Wald gehen, da ist eine echte Marschordnung schon von vornherein ausgeschlossen.
Wir sollten auf jeden fall zusammenbleiben, unsere Späher werden uns schon warnen wenn sich ein feind nähert. Wir haben Elfen und es scheint, daß uns, oder besser Alrik ein Einhorn hilft. Wer oder was könnte uns also überaschen?"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 31/03/04 09:56 PM

Die Elfin hat mitbekommen, was zwischen Rashida und Bodasen anbläuft.

"So geht das nicht, wir kommen mit den Pferden nicht so einfach durch den dichten Wald. Das würde noch mehr auffallen. Wir lassen die Pferde mit dem Einhorn paralell zu uns weitergehen. Das Einhorn weiß schon, was zu tun ist. Wenn wir die Pferde brauchen, so bringt das Einhorn sie zu uns."

Und zu Bodasen gewandt: "Ich glaube, es könnte viele Überraschungen geben. Wir befinden uns in einem fremden Gebiet. Der Priester und seine Leute kennen sich hier wesentlich besser aus als wir. Ausserdem können unsere Späher uns sicher nicht rechtzeitig warnen. Lu Ser kann in diesem dichten Waldgebiet nicht landen, auch wenn er noch so klein ist."

Big Claw sieht die anderen an und sagt: "Entweder ihr vertraut mir, dass ich den Weg zurück finde oder ihr müsst ihn allein suchen."

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 31/03/04 10:05 PM

Insgeheim stimmt Glance Stone's Worten zu. Er sieht das genauso, aber irgendwie mag er das kleine Wesen. Und er sowie Lu Ser waren an der Konfrontation mit dem Priester und seinen Mannen nicht direkt beteiligt, also geht er davon aus, dass ihre Aufmerksamkeit nicht in erster Linie ihm gelten wird. Er hofft, dass er der Gemeinschaft in dieser Phase am meisten dienen kann, wenn er sich vorsichtshalber im Hintergrund hält. Ausserdem bleibt er dadurch Herr seiner Entscheidungen.

Er verfolgt die Diskussion von Rashida und Bodasen über die Marschordnung, kommentiert sie aber nicht, denn er ist zwar auch der Meinung, dass Stone vorangehen zu lassen Sinn macht, aber er stimmt auch Bodasen zu, dass sich die Reihenfolge beim Marsch durch den Wald zufällig ergeben, und auch ändern wird.

Er wendet sich wieder dem Jung-Drachen zu, und fragt: "Nun, Lu Ser?"


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 01/04/04 04:35 AM

Stone hört sich alles in ruhe an. Dann geht er nach vorne zu Big Claw.
„Ich will euch schon vertrauen, aber was wenn die Vorhut überrascht wird? Lasst uns zu zweit gehen. Wenn wir tatsächlich angegriffen werden so sollen euer Bogen und mein Schwert uns gute Dienste leisten. Bei uns Hütern gehen immer zwei auf Streife, und diese Kombination hat sich bewährt. Auch ich bitte euch, vertraut mir. Und im Wald kann uns mein Schwert vielleicht schneller führen.“
Stone blickt die Elfin erwartungsvoll an, und sagt dabei laut.
"Normalerweise sollten die Schwertkämpfer außen bleiben und die Magier und Fernkämpfer in die Mitte. Da wir aber nicht genügend sind, schlage ich vor das Bodasen zwischen uns, der Vorhut, und Rashida und Alrik als Abschluss bleibt. So kann er schneller jeder Gruppe helfen."
Stone schaut auf die Pferde, "Ja, für euch ist es wohl das beste wenn ihr nicht mit in den Wald geht, aber wer euch sieht weis das auch wir in der Nähe sind."
Und direkt an das Einhorn "Ich denke das müßt ihr entscheiden"


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 01/04/04 07:07 AM

Auf Rashidas freundliche Bitte hin, ihn einmal streicheln zu dürfen, trippelt der kleine Drache zu der Kriegerin. "Ich glaube, dort hinten in meinem Nacken haben sich noch ein paar kleine Scherben von dem Spiegel verklemmt. Könntest du sie bitte entfernen? Und dann auch ruhig noch ein kleines bisschen weiterkraulen? Achte nur darauf, dich nicht an den harten Schuppen auf meinem Rücken zu schneiden.", sagt er in kindlicher Begeisterung.
Genüßlich streckt Lu Ser den Kopf lang über dem Boden aus und genießt die ungewohnt sanfte Berührung. Leider steht viel zu schnell der Aufbruch an, so dass die Flügellosen wieder wichtigere Dinge zu tun haben.

Lu hat ein leichtes Zögern über die Züge des Halbelfens laufen sehen, als er fragte, ob er Glance begleiten dürfe. Daher nimmt er sich vor, sich ganz genau an die Anweisungen seines ungleich erfahreneren Gefährten zu halten ... auch, wenn er ihn »Glasdrache« nennt. Glasdrache! Phhh! Widerwillig muss Lu schmunzeln; denn selten zuvor war er mit so liebenwürdigem Spott mit einem treffenderen Namen belegt worden.

Die restliche Gruppe wendet sich wieder dem Tempel zu, während Lu Glance aufmerksam und eifrig in den Wald folgt. Er ist erstaunt, wie geschickt und geschmeidig sich der Halbelf fortbewegt. Kaum jemals scheint er einen Ast zu zerknicken oder ein Blatt zu streifen. Lu kommt sich unglaublich plump vor.
Ob er es wagen soll, sich rasch ein wenig leichter zu zaubern? Nach einem kurzen Seitenblick auf Glance zupft Lu vorsichtig an dem seiner Meinung nach passenden Kraftfaden. Und wirklich! Seine Schritte werden leichter und leiser. Dass er gleichzeitig seinen Schwanz in allen Regenbogentönen eingefärbt hat, bemerkt er nicht.

Glance und Lu erreichen die inzwischen verlassene Stelle, an der die Ritter ihr Nachtlager eingerichtet hatten. Der kleine Drache beobachtet Glance aufmerksam, um zu erfahren, was dieser als nächstes zu tun gedenkt.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 01/04/04 10:00 AM

Glance schwebt (zumindest kommt es Lu Ser so vor, tatsächlich hat Gance einfach Levitation benutzt) auf den Ast eines Baumes um das verlassene Lager besser überblicken zu können. Er sieht die einzelne Spur in Richtung des ürsprünglichen Marschverlaufes, wie er es erwartet hat. Die andere, breitere Spur verläuft dagegen nicht in die erwartete Richtung auf ihr Lager zu.

Plötzlich schaukelt der Ast auf dem er hockt heftig. Lu Ser ist zu ihm hoch geflattert und neben ihm auf den Ast geplumpst. Schnell blickt er sich um, aber niemand scheint die unnatürliche Bewegung bemerkt zu haben. Er wendet sich an Lu Ser. "Du ...", er stutzt als er den Drachen ansieht, "du mußt darauf achten, die Dinge in deiner Umgebung nicht aus dem Gleichklang ihrer natürlichen Bewegung zu bringen," mildert er den spontanen Kommentar ab, der ihm auf der Zunge lag. "Und das," er zeigt auf Lu Ser's buntschillernde Schwanzspitze, "ist nicht das, was wir in dieser Welt als Tarnfarbe bezeichnen!"

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 01/04/04 11:22 AM

Lu beginnt vor Verlegenheit mit dem rechten Fuß zu scharren und bringt den Ast erneut in leichte Schwingungen. Der eindringliche Blick des Halbelfen lässt ihn jedoch augenblicklich wieder innehalten. "Und wie mache ich das, mich der Bewegung der Umgebung anzupassen?" tuschelt er ganz leise. Eine für einen Drachen nicht ganz unwichtige Frage, hatten diese Wesen es doch jahrhundertelang eher verstanden, die Umgebung (einschließlich ihrer Bewohner) an sich anzupassen als andersherum.

Warum hat dieser dumme Leichtigkeitszauber auch genau über dem Ast versagen müssen. Und warum ist sein Schwanz trotzdem immer noch bunt? Genervt zupft Lu wieder an einem Kraftfaden. Einen kurzen Moment lang passiert nichts, dann nimmt sein Schwanz schlagartig wieder sein ursprüngliches Grau-Grün-Braun an. Dass gleichzeitig ein Apfelbaum in einigen hundert Metern Entfernung zu einer ganz untypischen Jahreszeit plötzlich reife Früchte trägt, bemerken weder der Drache nach Glance.

"Es ist, wie ich es gesagt habe" flüstert der kleine Drache. "Der einzelne Ritter ist bestimmt zum Jagen ausgeschickt worden. Und die übrigen werden unser Rudel suchen. Wollen wir der deutlichen Fährte folgen? Wir müssen dann nur darauf achten, dass uns der Jäger nicht überrascht."
Die Vorstellung, dass ein Ritter ausgesendet wurde, um Verstärkung zu holen, ist dem Drachen fremd. Dazu muss man sich seiner Meinung nach nicht körperlich zu seinem Rudel begeben, ein simpler Gedanke reicht doch auch ...
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 01/04/04 02:08 PM

"Es ist Geist in allem Leben," antwortet Glance Lu Ser,"Sieh' her!" Und er berührt leicht die Blätter des Baumes, eine Beschwörung murmelnd. Kleine Lichter erscheinen, Umrisse winziger, nebelhafter Gestalten, die zwischen den Blättern und seinen Fingern tanzen, werden sichtbar. "Sie haben nur eine winzige Aura, aber in Ihrer Vielzahl kannst Du sie spüren. Öffne deinen Geist und deine Wahrnehmung, ohne zu versuchen dich auf etwas Einzelnes zu konzentrieren, dann wird dein Geist ganz von alleine im Strom der anderen schwimmen. Wie ein Vogel, der in einem Schwarm fliegt, und doch nicht mit den anderen zusammenstößt." Mit einem kurzen Schnippen läßt er die Lichter wieder verschwinden.

"Der einzelne ist zu seinem Herrn unterwegs, um ihm zu berichten," sagt er weiter. "Im Gegensatz zu Einhörnern, beherrschen in dieser Welt nur wenige, am allerwenigsten die Menschen, die Kunst der aktiven Telepathie, dann meist auch nur gegenüber Wesen, die sie sehen können. Deswegen bedürfen wir der Sprache."

"Lass uns sehen, was die anderen Ritter machen - wir müssen aber aufpassen, nicht zu dicht an Sie heranzukommen, damit sie uns nicht bemerken. Folge mir!" Er springt-schwebt von dem Baum herunter und läuft los.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 01/04/04 02:20 PM

Lu ist von der kleinen Vorführung seines Begleiters sehr beeindruckt, zweifelt sie aber auch ein wenig an. In allem soll Leben sein? Auch in Blättern?
Bisher hat er seine Welt nur in Drachen, Wesen, die man jagen und essen kann, Wesen, die man zwar essen könnte, aber besser nicht jagen sollte und »Dinge« unterteilt. Blätter zählt er eindeutig zu den Dingen.
Er beschließt dieses Thema noch einmal zur Sprache zu bringen, wenn sie beide etwas mehr Zeit haben, und folgt Glance willig.




Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 01/04/04 02:45 PM

Big Claw hört sich an, was Stone zu sagen hat und erwidert:
"Stone, ihr habt recht. Ich kann aber nicht nur mit dem Bogen sehr gut umgehen, auch das Führen eines Langschwertes und einen Kurzschwertes habe ich jahrelang gelernt. Also sind wir schon gut gerüstet. Ich werde dem Einhorn meine Gedanken vorbringen und mal sehen, was es davon hält."

Die Elfin geht zu dem Einhorn hinüber und beginnt, ihm telepathisch, ihren Vorschlag zu unterbreiten.
"Du hast recht geehrte Elfin, es ist zu auffällig, wenn die Pferde und ich den gleichen Weg wie ihr nehmen. Wir werden einen anderen Weg wählen, aber ich werde immer mit euch verbunden sein. Wenn ihr Hilfe benötigt, werde ich es spüren."

Das Einhorn trabt zu Alrik und es scheint ihm den Vorschlag von Big Claw mitzuteilen.

Big Claw dreht sich zu Stone um:
"Das Einhorn ist einverstanden. Es sucht mit den Pferden einen anderen Weg, bleibt aber mit uns verbunden. Wenn nichts mehr anliegt, können wir uns auf den Weg machen. GlanceALot und Lu Ser sind ja schon gegangen."

Die Elfin sieht nachdenklich Bodasen an. *Ich weiß nicht, irgendetwas stimmt mit ihm nicht. Ich werde ein Auge auf ihn haben müssen*, denkt sie noch und geht mit Stone voran.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 01/04/04 05:46 PM

Stone ist froh das Big Claw ihn bei sich duldet.
„Ich werde nicht schon wieder jemanden enttäuschen“, denkt sich Stone und kann es nicht mehr erwarten endlich weiterzukommen.
Hier hat er schon zu viele Antworten erhalten und keine hatte Gutes für ihn.
„Big Claw“, setzt er leise an. „Darf ich euch fragen, was ihr von Bodasen haltet. Ich meine er ist in seiner Heimat ein Verbrecher und gleichzeitig fühle ich das Er zu uns gehört.“
Stone, der gelernt hat leise zu gehen, was kein Wunder ist, wenn man ganz allein einen Winter in der Wildnis verbracht hat, macht außer seinem leisen Flüstern keine Geräusche.
„Ferrwar, mein Vater und Ihr könnt mir glauben ein weiserer Mann als ich, hat auch gesagt das nichts Böses in ihm sei.“
Langsam und vorsichtig kommen Sie voran, aber es wird noch mindestens einen Tag dauern, bis sie überhaupt auf der Höhe des Kampfplatzes sind.
„Versteht mich nicht falsch, ich will nichts gegen Bodasen sagen. Aber ich bin nicht sicher, ob ich ihn vorurteilsfrei einschätzen kann.“

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 01/04/04 06:21 PM

Die Elfin sieht Stone lange an und sagt dann:
"Stone, ich habe den Eindruck, ihr denkt, ich dulde euch nur, das stimmt nicht. Wir Elfen sind Menschen gegenüber immer misstrauisch. Dieses Misstrauen beruht auf uralten unguten Erfahrungen mit eurer Rasse. Aber wir lassen uns auch gerne eines Besseren belehren. Was Bodasen betrifft, nun, ich vertraue ihm nicht ganz. Er ist ein Mensch, aber auch ein Magier. Und was er getan hat, ist eines guten Magiers nicht würdig. Es sei denn, er bediente sich damals schwarzer Magie. Und die kann ich nicht gutheißen. Aber ich werde ihn bei Gelegenheit über seine Beweggründe befragen. Bis ich eine vernünftige Antwort habe, werde ich bei ihm misstrauisch bleiben. Ich hoffe, euch mit dieser Antwort gedient zu haben."

Big Claw will noch etwas hinzufügen, als sie plötzlich vor einer Hütte steht. Ihre geschärften Sinne sagen ihr, dass sich im Innern der Hütte ein Lebewesen befindet. Welcher Art kann sie nicht erkennen.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 01/04/04 09:11 PM

Die Elfin sieht zu Stone und sagt:
"Ich denke, wir sollten uns mal in der Hütte umsehen. Aber Vorsicht ist geboten, es lebt dort etwas und ich kann nicht sagen, ob es uns wohlgesonnen ist."
Big Claw öffnet die Tür und tritt ein. Es ist niemand zu sehen, trotzdem fühlt die Elfin die Anwesenheit eines Wesens. Und sie spürt, dass dieses Wesen nicht mehr unter den Lebenden weilt. Sie sieht sich um und entdeckt in einer Ecke eine Fledermaus, die tief und fest schläft. Aber sie bemerkt auch eine Falltür in dem kleinen Raum und eine Kiste.
"Stone, da ausser der Fledermaus niemand hier ist, können wir ja nachsehen, was in der Kiste ist und was es mit der Falltür auf sich hat".
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 01/04/04 10:19 PM

Inzwischen hat Bodasen Bigclaw und Stone erreicht. Ihm ist nicht entgangen, daß sich die beiden angeregt unterhalten haben und ab und zu unbedachte Blicke in seine Richtung fallen gelassen haben. Aber das ist Bodasen egal, er ist nicht auf die Freundschaft der Gruppenmitglieder angewiesen, wohl aber auf ihre Unterstützung.

"Bigclaw, Stone, geht zur Seite!" Bodasen murmelt eine Zauberformel die ihm alles Leben in einem Umkreis von 100 Metern anzeigt, doch er kann nichts entdecken, nicht einmal die Fledermaus, die da doch ganz offensichtlich sitzt. Das macht ihn mehr als stutzig.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 02/04/04 04:29 AM

Stone geht vorsichtig an die Fledermaus heran, dann tippt er das Tier langsam mit dem Fuß an.
Nichts rührt sich. Stone nimmt die Fledermaus auf, und stellt fest das sie ganz steif ist.
„Tot, braucht jemand getrocknete Fledermaus“ sagt er zu niemand speziellen, wirft aber die tote Fledermaus in Bodasens Richtung.
„Erst die Kiste, oder erst die Falltür“ fragt Stone die Gruppe, und zieht aus reiner Vorsicht sein Schwert.
Da Stone aber gerne weis wo was ist, geht er langsam auf die Falltür zu.
„So, na gut dann erst die Kiste“ sagt er laut , mit einem grinsen im Gesicht. Die anderen starren ihn nur an.
Mit Handzeichen bedeutet Stone Bigclaw das Sie die Falltür öffnen soll.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 02/04/04 05:39 AM

Rashida dreht sich um. "Huch, wo sind denn die anderen schon wieder hin?"
Sie steckt die speziellen Kräuter ein, die sie gefunden hat. "Das nächste Mal muss ich unbedingt Bescheid sagen, nicht, dass die anderen mich noch verlieren."
Sie geht raschen Schrittes, aber trotzdem wachsam weiter. Da hört sie Stone laut rufen: "Ok, dann lasst uns erst in der Kiste nachsehen!"
Erschrocken fällt sie fast auf ihren Hosenboden. Wo ist Stone denn? Sie kann ihn nicht sehen?

Die Kriegerin bleibt stehen und beobachtet die Stelle, an der sie Stone's Stimme gehört hat, genau. Und - tatsächlich! "Das ist wohl ein Tarnzauber...", murmelt sie leise. Wenn sie länger auf die Stelle starrt, sieht sie plötzlich eine Hütte. "Na, dann gehe ich auch mal rein!"

Vorsichtig nähert sie sich der Hütte. "Na sowas!" ruft sie verblüfft. "Wenn man direkt davor steht, dann wird sie plötzlich sichtbar. Hier werden sich schon viele Abenteurer Beulen geholt haben..."

Sie schaut durch die Tür hinein. Stone steht mit dem Schwert im Anschlag da, Bodasen und Big Claw sind auch kampfbereit.

Der Hüter deutet auf die Falltür. Rashida zieht leise ihr Schwert und geht zur Falltür. Darauf bedacht, kein Geräusch zu verursachen, zieht sie an dem grossen Ring. Zuerst leise, dann mit einem ohrenbetäubenden Quietschen öffnet sich die Falltür. Kühle und seltsam riechende Luft schlägt den Recken entgegen.

"Na, wer will vorgehen?" fragt Rashida munter.
Posted By: buad

Re: On the Road again - 02/04/04 06:32 AM

Das Pferd des Ritters versucht wiehernd zur Seite auszubrechen.

"Ruhig, Brauner, ruhig!" besänftigt der Ritter das von Panik erfüllte Tier. Tatsächlich kommt es unter dem eisernen, aber sanften Druck seines Reiters zur Ruhe. Mit bebenden Flanken und schreckgeweiteten Augen steht es da, sich ergeben dem Willen des Ritters fügend.

Der Ritter mustert aufmerksam den Wald, der hier licht und hell ist. Er ist ein Mann des Schlachtfeldes, ausgebildet und erfahren im Umgang mit den meisten Waffen und Rüstungen, und so manche ruhmreiche Schlacht liegt bereits hinter ihm. In steinernen Festungen, in Truppenlagern oder auf weiten Ebenen, wo sich die Banner entfalten können, fühlt er sich am rechten Platze. Die Lebensart der zahlreichen, im Dienste des Herzogs stehenden Waldläufer, die eins mit den Wäldern sind und mit den Bäumen zu verschmelzen vermögen - erst recht, wenn elfisches Blut in ihren Adern fliesst - ist ihm fremd. Trotzdem ist ihm die Gegend hier durchaus vertraut. Nur etwas mehr als einen Tagesritt entfernt liegt die Stadt des Herzogs, dem er von den jüngsten Ereignissen berichten und um Verstärkung bitten soll.

Das Pferd ist weiterhin unruhig, obwohl der Ritter nichts ungewöhnliches zwischen den Bäumen zu erkennen vermag. Der Ritter zweifelt nicht an den Instinkten seines Tieres. Es ist ein grosses, schweres Schlachtross, exzellent ausgebildet, und der Geruch von Blut und Tod ist dem Tier durchaus vertraut. Ein solches Pferd scheut nicht vor irgendeinem Tier, einem Goblin, ja nichteinmal vor einem Troll. Etwas Größeres, Unheimlicheres muss sich hinter den Bäumen verstecken...

Wachsam hält der Ritter das Heft des großen Sattelbaumschwertes umklammert, um es beim kleinsten Anzeichen einer Bedrohung herausreißen zu können, während er weiterhin mit zusammengekniffenen Augen den Wald um ihn herum beobachtet.

Plötzlich scheint die Umgebung von einem Grauschleier überzogen zu sein. Die Geräusche des Waldes verstummen schlagartig.

Ein namenloses Grauen packt den Ritter beim Anblick der monströsen, schattenhaften Gestalt, die unvermittelt vor ihm aufragt und bedrohlich eine unbeschreibliche Waffe schwingt. Das Pferd wiehert schrill, doch obwohl es Schaum vor dem Maul hat, fügt es sich seinem Reiter weiterhin.

Mit einem Stoßgebet zu seinen Göttern reißt der Ritter des große, schwere Schwert aus seiner Halterung. Die Luft zischt, als die Klinge in einem Halbkreis auf das Wesen zusaust, ohne jedoch merklichen Schaden anzurichten. Dagegen verursacht die Waffe des Wesens keinerlei Geräusch, als sie die zur Abwehr erhobene, geweihte Klinge des Ritters durchtrennt, ohne spürbaren Widerstand durch den sorgfältig gearbeiteten, stählernen Helm dringt, Knochen und Fleisch schneidet ohne anzuhalten und in der abwärts geführten Bewegung erst innehält, als sie am Brustbein des Schlachtrosses wieder austritt und Mann und Tier entseelt und zerteilt zu Boden stürzen...
Posted By: buad

Re: On the Road again - 02/04/04 07:41 AM

"Mir ist der Sinn dieses ganzen Unternehmens nicht klar!" stellt der Hüter fest. Graue Strähnen in seinem gepflegten Bart weisen darauf hin, dass es sich um einen älteren, erfahrenen Kämpen handelt.

"Wir suchen Stone, töten ihn und nehmen seine Karte an uns." erklärt der hünenhafte Anführer des fünfköpfigen Hütertrupps, ohne sich auf seinem Pferd umzuwenden. "Und die Spuren weisen darauf hin, dass er sich noch außerhalb der Brecher aufhält."

Der ältere Hüter lacht ohne jeden Humor.
"Die Spuren! Wir haben schon lange keine Spuren mehr gesehen! Wir hätten besser ein paar Fährtenleser mitnehmen sollen - aber nein, wir mussten ja Hals über Kopf zu einem derart unsinnigen Unternehmen aufbrechen! Ohne jede Vorbereitung! Wenn wir weiter in diese Richtung reiten, werden wir jedenfalls bald in Rechem ankommen!"

"Es gab Anzeichen dafür, dass Stone mit einer Gruppe Berittener Richtung Rechem unterwegs war!" verteidigt sich der Hüne. "Und wenn Stone in Rechem ist, werden wir eben die ganze Stadt auf den Kopf stellen und ihn finden, oder dabei sterben!"

Erneut lacht der ältere Hüter. "Du kennst doch Stone auch! Meine Güte, ich wurde gerade in die Reihen der Hüter aufgenommen, als er noch eifrig mit einem Holzschwert spielte! Ich sah ihn aufwachsen, vom Kind zum Knaben, und vom Knaben zum Manne reifen! Er war ohne jeden Argwohn und dem Prälaten immer treu ergeben - warum sollte jemand wie Stone eine Gefahr für uns darstellen?"

Der Hüne kneift die Lippen zusammen, bevor er gepreßt antwortet: "Er ist im Auftrag von Ferrwar, dem Verräter unterwegs - und sein Ziehsohn!"

"Verdammt!" entfährt es dem älteren Hüter. "Ferrwar war unser aller Vorbild, es gab keinen unter uns, der edler war als er! Ich habe seinen Leichnam gesehen - er ist grausam entstellt gewesen! Jemand wie Ferrwar ist gar nicht fähig, einen Verrat zu begehen! Da ist was im Busche, sage ich dir! Da läuft was gar nicht so, wie es sein soll!"

"Sei ruhig!" fährt ihn der Anführer an, nicht ohne Zorn in der Stimme. "Ich will davon nichts hören!"

"Menschenskinder!" engegnet der Veteran ungeduldig. "Ich will doch nur, dass du mal deinen Kopf anstrengst und darüber nachdenkst, was geschehen ist!"

"Ich wurde nicht zum Nachdenken ausgebildet!" kontert der jüngere Hüter eisig. "Es ist unsere Pflicht, für den Prälaten zu kämpfen - das Nachdenken übernehmen andere für uns!"

"Oh ja!" höhnt der ältere. "Das ist genau das, was euch Dralfens beibringt, nicht war? Ferrwar hat uns immer ermuntert, der Sache und nur dieser dienlich zu sein. Der Kodex fordert, dass jede Tat hinterfragt wird, damit nicht ein Unheil mit einem anderen beglichen wird! Ein Hüter, der nicht in der Lage ist, seinen Kopf zu benutzen, hat schon längst die Sache und den Kodex aus den Augen verloren!"

Der Anführer fährt herum, und nun schwingt unüberhörbar Wut in seiner Stimme mit. "Soll ich dir mal sagen, warum du noch immer keinen Trupp führst, alter Mann? Weil du zuviel mit Denken beschäftig bist und zuviel dem Geschwafel eines alten Narren zugehört hast! Weil du zu viele Fragen stellst und zu lange zögerst! Unser Kodex ist der Stahl unserer Klingen, und der Prälat bestimmt, wessen Fleisch sie zerschneiden!"
"Das ist nicht der Kodex der Hüter, das ist der Kodex des Prälaten!" erwidert der ältere Hüter hitzig. "Aber auch er muss sich den Regeln der Hüter unterwerfen! Er bestimmt nicht den Kodex, sondern er hat ihm zu dienen! Und wenn ihr jungen Schnösel in Ferrwar nicht immer nur den unbesiegbaren Meister gesehen, sondern ihm auch mal zugehört hättet, würdet ihr auch den wirklichen Hüterkodex begreifen!"

"Halt endlich die Klappe, Bloodwin!" grollt der Anführer. "Sonst schlage ich dir persönlich den Blutadler in den Rücken!"

"Ja, ich habe schon festgestellt, dass die Grausamkeit der jungen Hüter..." Urplötzlich weiten sich die nach vorne gerichteten Augen des älteren, und mit einem "Was zum Henker ist das?!" reißt er das zweihändige Hüterschwert aus seiner Halterung.

Gewarnt durch das Verhalten seines Kontrahenten fährt der Anführer herum. Ohne zu zögern springt er vom Pferd, das schwere Schwert mit Leichtigkeit in einer Hand haltend.
"Formiert euch!" brüllt er. Doch die anderen vier Hüter stehen schon längst in Position und fächern nun langsam auf. Als meisterhafte Kämpfer mit dem zweihändigen Schwert fühlen sich die Hüter am wohlsten, wenn sie die Füße auf dem Boden haben. Mit der Kunst des Reiterkampfes konnten sie sich dagegen noch nie wirklich anfreunden.

Die Waffe der unbeschreiblichen Kreatur, die urplötzlich aufgetaucht war und nun von den fünf erfahrenen Kriegern eingekreist wird, saust herab, ohne ein Geräusch zu verursachen. Der Anführer weicht geschickt aus und setzt zu einem Gegenschlag an, als die feindliche Klinge, entgegen allen Gesetzen der Trägheit, plötzlich wendet und einen seitlichen Schlag vollführt, der dem Hünen beide Beine oberhalb der Knie abtrennt. Todgeweiht stürzt der Anführer zu Boden. Ein Hüter jedoch hat gelernt, mit dem Schmerz zu leben. Die flammende Pein ignorierend, die sich von den Stümpfen rasend schnell durch den Körper ausbreitet, führt der Anführer liegend seine Klinge zur Seite. Für einen kurzen Moment trifft die Hüterklinge auf Widerstand, und ein unangenehmes Zischen erklingt, das jedoch ohne Wirkung bleibt. Ein Ausdruck ungläubigen Entsetztens breitet sich auf dem Gesicht des Anführers aus, als er mit ansehen muss, wie die Kreatur einen der anderen Hüter, der sie von der Gegenseite angreifen wollte, mit einem lässigen, unmöglichen Schlag in zwei Teile spaltet. Kurz bevor ihn die Waffe der Kreatur zerstampft und jedes Leben in ihm erlischt, stößt er den kaum benutzten, aber zwingenden Ruf aus, der jeden Hüter veranlasst, sich von einer vollkommen aussichtslosen Schlacht augenblicklich zurückzuziehen:

"Heute leben, morgen kämpfen!"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 02/04/04 09:39 AM

Glance läuft schnell - ein kurzer Blick zurück, Lu Ser folgt ihm im kunstvollen Tiefflug (gerade als er schaut macht Lu Ser eine Schraube). Er konzentriert sich wieder nach vorne. "Voller überschüssiger Energie, diese junge Echse," denkt er bei sich.

Plötzlich macht er einen schnellen Seitensprung und duckt sich. Der Drache legt eine Vollbremsung hin, die ihn aber trotzdem an Glance vorbeischiessen läßt. Er plumpst vor Glance auf den Boden. Bevor er noch was sagen kann, springt Glance neben ihn, legt ihm die Hand auf den Kopf und wirft seinen Tarnumhang um sie beide. "Still," zischt er Lu Ser zu.

Überraschenderweise haben die Ritter angehalten. Sie bilden einen Kreis um den Priester. Glance kann mit seinen scharfen Augen zwar alles sehen, aber leider nicht hören was gesprochen wird. Als der Priester im Gespräch sinen Arm zum Himmel hebt, und sein Ärmel zurückrutscht, sieht Glance ein tätowiertes Symbol oberhalb des Hangelenks, dass dem Vollmond mit Flammenaura ähnelt, das er bei der heiligen Kriegerin Rashida gesehen hat. Allerdings trägt das Symbol des Priesters noch ein Zeichen auf der Mondscheibe.

Da die Aufmerksamkeit der Ritter auf den Priester gerichtet ist, sagt Glance zu Lu Ser "Lass uns in den Schutz der Bäume gehen - langsam und leise!"
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 02/04/04 11:41 AM

Lu schwirrt der Kopf. Keine unnötigen Schrauben mehr, nimmt er sich fest vor. Das bringt seinen Drachenmagen zu sehr durcheinander.

Sein Gedankengang wird abrupt unterbrochen, als Glance völlig unerwartet abstoppt und geduckt zur Seite springt. "Gefahr! Gefahr!" zuckt es durch den Kopf des kleinen Drachens. Als er es ihm gerade gelungen ist, ebenfalls zum Stehen zu kommen, wirft sich jäh ein dunkler Schatten von hinten über ihn und drückt seinen Kopf zu Boden. Es wird finster um Lu. "Oh nein, erwischt!" durchfährt es den Drachen. Jetzt hilft ihm auch seine Unsichtbarkeit nichts, der Angreifer hat ihn schon fest im Griff.

Aber so leicht will Lu sich nicht ergeben! Er versucht in die Hand zu beißen, die ihn von hinten umklammert. Doch der Angreifer ist zu stark und hält seinen Kopf weiterhin am Boden. Als Lu panisch aufflattern will, kann er seine Flügel kaum heben. "Der Angreifer muss ein Netz über mich geworfen haben", denkt er, "Ich bin verloren ... Wo ist nur Glance?".

Plötzlich hört er das Flüstern des Halbelfens. Es klingt nahe und ganz ruhig. Auch der Druck auf seinem Kopf lässt nach. Lu erkennt schlagartig, wer der »Angreifer« ist.
Empört zischt der kleine Drache: "Glance! Wie kannst du mich nur so erschrecken!" Immer noch rast sein Herz wie verrückt. Vor Erleichterung, dass letzendlich doch nichts passiert ist, treten zwei dicke Drachentränen in seine Augen und rollen langsam auf den Boden.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 02/04/04 11:45 AM

Die Elfin springt rasch zu der Fledermaus, nimmt sie auf und legt sie wieder in die Ecke zurück.
"Stone, diese Fledermaus sieht zwar aus wie tot, aber sie ist es nicht wirklich. Sie täuscht uns das vor. In ihr verbirgt sich ein anderes Wesen. Aber solange es Tag ist, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen."

Big Claw öffnet zunächst die Kiste. In ihr befinden sich ein paar Tränke, einige Fackeln und ein Gürtel, der mit seltsamen Stickerein versehen ist. Die Elfin kann nicht erkennen, was es damit auf sich hat.

"Kann jemand von euch diese Zeichen deuten?"

Sie wartet keine Antwort ab, sondern wendet sich der mittlerweile geöffneten Falltür zu. Ein Kellergewöble befindet sich darunter und es kommt ihr ein seltsamer Geruch entgegen.

"Ich denke, ich gehe vor, da meine Sinne schärfer als eure sind. Vielleicht sollten wir von den Fackeln gebrauch machen."

Sie nimmt ihr Langschwert fester in die Hand und geht langsam und vorsichtig in das Gewölbe hinab. Sie spürt die Kühle. Jemand reicht ihr eine brennende Fackel und sie sieht jetzt, wo sie steht. Es ist kleiner Raum, von dem zwei Gänge abgehen.

Sie wendet sich den anderen zu: "Ihr könnt nachkommen."

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 02/04/04 12:03 PM

"Fackeln?, wer braucht denn Fackeln wenn ein Magier dabei ist?!" Bodasen schüttelt den Kopf, nimmt sich aber selbst auch eine fackel und schließt sich BigClaw an.

Sie stehen in einem großen Kellergewölbe, Spinnweben hegen überall von der Decke und den Wänden.
"Da seht nur!" Bodasen zeigt auf ein menschliches Skelett, das zusammengesunken im Fackellicht ein wahrlich gespenstisches Bild abgibt. "Was hier wohl geschehen sein mag?" überlegt Bodasen laut.

Vorsichtig schleicht er weiter. Zwei Gänge führen aus dem ungfähr 100m² großen Gewölbe. "Links oder rechts oder aufteilen?, was meint ihr?"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 02/04/04 12:18 PM

"Ich denke, wir sollten zusammenbleiben, da wir nicht wissen wohin die Gänge führen und das Skelett sieht auch nicht gerade einladend aus. Gehen wir mal in den rechten Gang. Ich werde die Wand mit kleinen Leuchtzeichen markieren, damit wir jederzeit wieder zurückfinden."

Big Claw konzentriert sich kurz, zerreißt mit ihrem Schwert die Spinnweben und geht langsam in den Gang. Der ist so breit, dass zwei der Truppe nebeneinander gehen können. Sie setzt das erste Zeichen. Das Fackellicht läßt es silbern aufleuchten. Bei näherer Betrachtung stellt sie fest, dass der Gang Nischen hat, in denen Fässer, Kisten und sogar Schränke stehen. Alles mit Spinnweben überzogen. Das erste Fass, enthält eine übelriechende Flüssigkeit.



Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 02/04/04 01:09 PM

Alrik ist den anderen in die Hütte gefolgt. Die Pferde bleiben draußen, zusammen mit dem Einhorn, das nicht vorhat, sich in irgendein Gewölbe zu begeben.

"Na toll," denkt er, "ein uraltes Gewölbe ? Oder doch nicht so uralt, nur unbenutzt ? Na hoffentlich gibt's da auch wenigstens Gold!"

Er findet den muffigen Geruch und die Spinnweben nicht besonders anheimelnd, von dem Skelett ganz zu schweigen. Aber immerhin, denkt er sich, hätte er damit einen Ort, an dem er sich zurückziehen könnte, wenn er mal Ruhe haben will. Es sei denn ... es ist längst bewohnt ...


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 02/04/04 01:23 PM

In einer noch außerhalb der Sichtweite der herannahenden Gruppe liegenden, etwas tieferen Nische wirbeln zwei schwarze Schatten wild umeinander. Nur ein sehr intuitiver Beobachter hätte in dem wilden Geflatter einen Freudentanz erkannt. Sie grinsen einander boshaft zu und ihre vor Zähnen starrenden Mäuler formen immer wieder lautlos das gleiche Wort »ENDLICH!«.

Noch bevor einer der Abenteurer ihre Gegenwart auch nur erahnen kann, verschmelzen die Schatten wieder mit der Dunkelheit, unsichtbar, blutgierig, lauernd. Zurück bleibt nur eine schon lange präparierte Falle, die nun endlich wieder ihrem Zwecke zugeführt wird: ein kleiner Tisch mit einem Häufchen Goldmünzen, einem reich verzierten Dolch und einer Amphore, um die sich mystische Symbole zu winden scheinen.
Einer dieser Versuchungen war bisher noch jeder Abenteurer erlegen ...

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 02/04/04 05:29 PM

Stone geht langsam nach, er hat die Anspielung auf den Tag von Big Claw sehr gut verstanden.
„Die Fledermaus lebt?“ denkt er sich. „Ich weis nur eins, wenn das ein Vampir ist, hat er seinen letzten Sonnenuntergang erlebt.“
Mit der freien Hand, schaufelt Stone Spinnweben weg. Während Big Claw den Weg erkundet schaut Stone sich nach einem schönen Stuhlbein um.


Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 02/04/04 06:57 PM

Alrik geht vorsichtig weiter. Da ! Ein Glitzern ! Womöglich Gold ? Er geht dem Glitzern nach, und findet einen Haufen Münzen ... auf einem kleinen Tischchen liegen Münzen. Alrik kann sein Glück gar nicht fassen ! Goldmünzen ! Liegen einfach so herum !

Erst, als er seinen Befehl "Greifen!" vom Gehirn zum Arm abgesendet hat, wird Alrik mißtrauisch. "Einfach so ?" beginnt ihn sein Intellekt zu fragen. Aber es ist zu spät : er kann den Greifbefehl nicht mehr rückgängig machen.

Als er die ersten paar Münzen ergreift, wird ihm Schwarz vor Augen. Er taumelt, und fällt zu Boden. Er bemerkt wie durch einen Nebel hindurch, daß sich da zwei Schatten von der Decke lösen und auf ihn stürzen, dann wird er bewußtlos...


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 02/04/04 07:17 PM

Bodasen schreit überrascht auf als Alrik zu Boden sinkt und sich zwei schatten auf ihn stürzen. Schnell gewinnt er aber dank der knochenharten Ausbildung an der Magierakademie seine fassung zurück.

Mit einer lässigen Bewegung und einem gemurmelten Wort bringt Bodasen seinen Stab dazu in einem derart hellen Licht zu scheinen , daß der ganze Raumm taghell erleuchtet ist. Überrascht lassen die beiden Bestien von Alrik ab.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 02/04/04 07:22 PM

Big Claw sieht, wie Alrik an ihr und Stone vorbeigeht. Während sie sich vorsichtig vorwärts bewegt und jede Nische absucht, hört sie, für die anderen nicht wahrnembar, Geräusche.
"Stone, schnell, etwas ist mit Alrik passiert."
Die Elfin rennt, so schnell sie kann, zu dem Ort, von dem die Geräusche kommen. Alrik liegt bewusstlos auf dem Boden und zwei Schattenwesen machen sich über ihn her. Das Langschwert fest umfasst, greift Big Claw das vordere Wesen entschieden an. Die Überraschung ist gelungen, das Wesen kann nicht mehr reagieren und macht sich davon. Das zweite Wesen greift Big Claw an. Sie reagiert schnell und weicht mit großer Geschmeidigkeit aus, trifft das Wesen und verwundet es. Ein Schmerzensschrei ertönt und das Schattenwesen verschwindet, wie von Geisterhand.
Big Claw beugt sich über Alrik, spricht einen Zauber und Alrik kommt zu Bewusstsein.
"Wie konntet ihr nur so gierig sein! Ist euch nicht klar, dass hier viele Gefahren lauern? Diesmal ging es noch gut aus, aber das nächste Mal, wer weiß....? Ich weiß nur eines, die kommen wieder und wir sind viel zu schwach, um sie besiegen. Also sollten wir noch vorsichtiger sein. Und keine Extratouren."
Dabei blickt sie Alrik sehr ernst an.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 03/04/04 12:25 AM

Rashida ist gerade damit beschäftigt eine Nische genauer zu untersuchen, als sie Kampflärm hört. Sie kommt, wie immer, zu spät zum Ort des Geschehens. Doch der Schmerzensschrei des Wesens geht auch ihr durch Mark und Bein.

"Aehm, entschuldigt, aber ich war gerade dabei eine Nische dahinten zu untersuchen. Tjaaaa...also. Oh, Alrik sieht ja nicht gut aus, was?" Sie schüttelt den Streuner kurz an der Schulter: "Keine Reaktion! Was ist denn passiert?" Big Claw und Bodasen erzählen, was geschehen ist. "Hm, das klingt nicht sehr gut." Nachdenklich runzelt die Streiterin ihre Stirn. "Ist euch auch aufgefallen, dass dieses Gewölbe sehr trocken ist? Meiner Erfahrung nach sind Gewölbe unter dem Wald immer feucht und riechen ganz anders. Irgendetwas stimmt hier nicht. Genauso hier drüben-", sie zeigt auf eine Nische, "da sind Flecken an der Wand, als wenn da bis vor kurzem ein anderer Gegenstand gestanden hätte. Mir ist das hier nicht geheuer."

Dann wendet sie sich an den Magier: "Entschuldigt, Bodasen. Könnt Ihr mir einen Lichtzauber wirken? In der einen Hand die Fackel, in der anderen das Schwert, das ist mir zu umständlich. Ich hoffe, Ihr könnt solcherlei Zauber... ja, hoffe ich wirklich. Aehm, ich wollte Euch nicht zu nahe treten...." Verlegen verstummt die Kriegerin. Magier waren ihr schon immer suspekt und eine gehörige Portion Respekt wert.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 03/04/04 06:55 AM

"Gern Rashida!" Bodasen webt einen neuen Lichtzauber, diesmal aber nicht so grell sondern schwcheres aber wärmeres Licht, gerade ausreichend um mehrere Fackeln zu ersetzten.

"Was immer diese wesen waren, es könnte noch mehr von ihnen geben! Seid ja vorsichtig!" Bodasen blickt von Stone zu Rashida und zu BigClaw. "Ich werde bei Alrik bleiben und sehen was ich für ihn tun kann."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 03/04/04 01:38 PM

Glance schaut auf den am ganzen Körper zitternden, gau-grün-braun-transparenten Lu Ser, der mühsam, aber erfolglos, mit den Tränen kämpft. "Tut mir leid," sagt er, "Ich war zu überrascht, dass die Ritter angehalten haben". Er krault den Kleinen hinter den Ohren, bis der sich wieder beruhigt. Dann arbeitet er sich langsam, mit Lu ser im Schlepptau, durch die Bäume und deren Unterholz, bis er einen der Ritter sagen hört: "... es sechs waren! Einer hat sich von ihnen getrennt, als sie aufbrachen; es schien dieser Wanderer zu sein, dem wir gestern begegneten, nachdem die Schweinerei begann. Er hatte ein kleines Tier dabei, wahrscheinlich nur ein Hund" Lu Ser stößt ein beleidigtes Schnauben aus und setzt an zu protestieren, aber Glance legt ihm die Hand auf die Nase und bedeutet ihm zu still zu sein. "Danach konnte ich ihn nicht mehr ausmachen", fährt der Ritter fort, "die anderen sind zurück marschiert. Zwei von unseren Pferden waren auch da, und noch ein fremdes weisses Pferd, aber sie haben sie nicht mitgenommen - die Pferde sind die Strasse entlang gezogen als würden sie geführt, ich konnte aber niemand erkennen - und dann sind sie verschwunden." "Nun", sagt der Priester zu einem der Ritter, "Es scheint, dass ihr recht hattet und uns gestern tatsächlich zwei beobachtet haben. Aber sie sind nicht zusammen geblieben", er schüttelt irritiert den Kopf, "Nun gut, wir werden einen schnellen Bogen schlagen, und uns an der Stelle, an der wir zusammengetroffen sind, mal genauer die Spuren ansehen. Auf geht's!" Sie wenden ihre Pferde, und ziehen in schnellem Trab ab.

"Wir müssen...", fängt Glance an, plötzlich jedoch hält er inne und erschauert. Lu Ser ist auf einmal ganz glasig, Glance's Hand, die immer noch auf Lu Ser's Nase liegt, spürt wie ein Zittern den Drachen erschüttert. "Eine gewaltige Erschütterung der Aura des Lebens", flüstert Glance, "aber weit weg - umso gewaltiger muß sie sein. Sowas habe ich noch nie gespürt! Wir müssen zu den anderen und sie warnen!"

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 03/04/04 02:19 PM

Jetzt, wo Rashida es sagt, bemerkt auch die Elfin, dass die Luft sehr trocken ist. Sie sieht sich auch die Nische genauer an.
"Ihr habt recht Rashida, wir sollten sehr, sehr vorsichtig sein. Bodasen, denkt ihr, dass ihr im Moment alleine zurecht kommt? Alrik scheint nicht schwer verletzt zu sein. Wenn wir anderen jetzt weitergehen, könnt ihr und Alrik uns dann später folgen. Orientiert euch an meinen Leuchtzeichen und seid wachsam."

Big Claw sieht zu Rashida und Stone und fragt: "Gehen wir?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 03/04/04 02:25 PM

Stone verharrt bei Bodasen, „Ihr könnt auch Heilzauber weben? Ich dachte Ihr seid ein Schwarzmagier, die kümmern sich selten um ihre Mitmenschen. Wisst ihr, was Alrik fehlt, vielleicht ist es besser, wenn wir ihn zurück in die Hütte bringen.“
Stone weis im Moment nicht so recht was er von Bodasen halten soll, das er sich freiwillig um Alrik kümmert passt eigentlich nicht in das Bild das Stone von den Anhängern der schwarzen Magie hat.
Und da er an Anthrers Hof immer welche hat ein und ausgehen sehen, Dralfens war einer von ihnen wie Stone wusste, kannte er ihre arrogante Art nur zu gut.
Aber da er ja noch nicht lange Hüter war, hatte er auch am Hof nichts zu suchen, deshalb waren die Begegnungen sehr selten gewesen. Nur wenn Ferrwar ihn auf einen Botengang geschickt hatte.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 03/04/04 02:40 PM

"Stone in welcher Welt lebt ihr? Die Welt ist nicht in Schwarz und weiß eingeteilt! ich habe an der früheren Rechemer Magierakademie studiert, ich war dort Lehrer.

Ich habe mich immer schon mit sogenannter schwarzer Magie beschäftigt, aber deswegen bin ich kein Monster. Nach den gesetzten mag ich vielleicht ein verbrecher sein, aber das kümmert mich nicht. Wer mich angreift muß sterben, so einfach ist das, aber wer mit mir zusammen reist, jemand den ich vielleicht einmal Freund nennen werde, der hat meinen ganzen Schutz verdient.

Niemand ist nur gut oder nur böse, denkt darüber nach Stone! Und jetzt laßt mich mit Alrik allein!"

Bodasen dreht sich von Stone weg und wendet sich Alrik zu. "Wie fühlt ihr euch?"

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 03/04/04 02:53 PM

Die Kriegerin lächelt Bodasen freundlich zu: "Vielen Dank. Wisst Ihr, jetzt fühle ich mich sicherer, da Euer Zauber wie erwartet nicht so flackert wie Fackeln. Nun kann ich es hoffentlich besser erkennen, wenn die Schattenwesen wieder kommen."

Sie nickt Big Claw zu: "Gute Idee! Ihr könnt ja den Weg so markieren, dass Bodasen Eure Leuchtrunen auch sehen kann." Sie hält einen Moment inne: " Wie es wohl Glance und Lu Ser ergeht? Ich hoffe, die Beiden stecken nicht in ernsthaften Schwierigkeiten..."

Ihr Blick streift Stone, den Hüter. Sie fängt den misstrauischen, ja fast abfälligen Blick auf, den Stone zu Bodasen schickt.
"Stone, ich denke, dass wir Alrik Bodasen getrost überlassen können. Ich weiss zwar auch nicht, warum wir alle zusammen geführt wurden, aber dass wir zumindest ein gemeinsames Ziel haben, ist allen klar. Deshalb sollten wir langsam anfangen, zusammen zu arbeiten. Ich betone: zusammen zu arbeiten. Hüter haben ihre Probleme mit anderen Personen, ich wundere mich immer noch, dass Ihr mich bei unserem ersten Zusammentreffen nicht gleich getötet habt. Versucht einfach, jeden, der euch nichts tut, auch nichts an zu tun. Wer weiss, vielleicht braucht Ihr die Person irgend wann..."

Sie stockt mitten im Satz. Die Umgebung hat sich verändert. Es ziehen leichte Nebelschwaden auf, die um die Beine der Gruppe streichen. Das Licht des Zaubers reicht nicht mehr soweit, wie es eben noch reichte. Und dann tritt die absolute Stille ein.
Rashida hört nicht einmal mehr ihren eigenen Atem! Sehen kann sie auch nur noch schlecht, es scheint, als habe jemand einen Zauber gewirkt.

Leise, ganz langsam, ist ein Geräusch zu hören. Die Kriegerin lauscht angestrengt und ihre Augen weiten sich vor Entsetzen.

Es nähern sich Schritte, aber nicht nur von einer Person...
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 03/04/04 02:58 PM

Von der harschen Antwort von Bodasen irritiert wendet Stone sich ab.
Mit einigen Schritten ist er bei Rashida und Big Claw, da beide schon mit dem Schwert bewaffnet sind, greift Stone zu Armbrust.
Darauf achtend nicht in den Schwungbereich der beiden Kriegerrinnen zu kommen geht er hinterher, und hört sich Rashidas Worte an.
„Wer mich angreift muss sterben, so einfach ist das. Das ist wie bei den Hütern“, denkt sich Stone. „Aber es muss doch auch eine andere Möglichkeit geben? Bei dem Ritter habe ich es doch auch geschafft, der war nur betäubt.“. „Hmm“ seufzt Stone und denkt sich „ja, aber der andere war tot. Und wenn der Priester nicht gewesen wäre ...“. Diese Gedanken führen ihn unweigerlich zu seinem Schwur, und lassen ihn sich noch schlechter fühlen. „Ich will ja auch niemandem was tun“ aber diese Worte kann er nur in Gedanken aussprechen.
Mit einem knurren reißt Stone sich zusammen, schließlich will er den Rücken der beiden Kriegerinnen decken. Schon schlimm genug das da Frauen vorgehen und er feige hinterher läuft. Aber er hat das Gefühl, das die beiden Frauen von seinen Gedanken nicht angetan wären. Also belässt er es dabei, und folgt jetzt Aufmerksamer.
Da fällt im auf das Rashida auf einmal stockt und vorsichtig wird, da hört er es auch.
Schritte ...


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 03/04/04 03:03 PM

Big Claw will gerade weitegehen, als all ihre Sinne heftig reagieren.
*Gefahr, wir sind in großer Gefahr.*
Zu dem aufziehenden Nebel kommt noch eine Stille, wie sie es noch nie erlebt hat. Die Elfin hört, dass sich etwas nähert, etwas das nichts Gutes will.
Sie dreht sich zu den anderern um und flüstert:" Schnell, in die Nische, ich webe einen Schutz- und Unsichtbarkeitszauber um uns. Ich kann nur hoffen, dass er richtig wirkt. Meine Zauberkräfte sind noch nicht sehr weit entwickelt. Das, was da kommt, können wir nicht besiegen, es ist zu stark und von uralter Macht besessen."

Sie geht schnell in die Nische.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 03/04/04 03:09 PM

Stone steckt die Armbrust blitzschnell weg und hat wie aus heiterem Himmel sein Schwert in der Hand. Das jahrelange Exerzieren hat sich bezahlt gemacht.
Kampfbereit steht Stone in der Nische, und hofft das Big Claws Zauber wirkt.



Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 03/04/04 07:25 PM

Rashida duckt sich tief in die Nische. Es tut gut, nicht allein zu sein. Doch inwieweit kann sie den anderen trauen? Sie fühlt intuitiv, dass sie im Moment wohl niemand absichtlich töten würde. Aber sie kennt die Kampfweise der anderen nicht und kann auch nicht abschätzen, wie trainiert sie sind. Sie selber steht ja erst recht am Anfang ihrer Laufbahn als heilige Kriegerin!

Bevor ihre Gedanken abschweifen können, stoppen die Schritte.

Nun herrscht wieder absolute Stille. Welch mächtiger Zauber dafür nötig ist! Und wie geht es Alrik und Bodasen? Hoffentlich haben sie sich verstecken können.

Der Stille folgt Dunkelheit. Absolute Dunkelheit. Bodasens Zauber ist einfach verloschen.

Leise murmelt Rashida: "Big Claw, ich fürchte, Euer Zauber hilft uns wohl nicht viel..."

Leise entzünden sich kleine Flammen. Es entsteht ein Kreis aus Kerzenflammen in dem Raum.

Die drei Beobachter stehen in der Nische und zumindest Rashida hofft, nicht entdeckt zu werden.

Es werden Gestalten erkennbar, jede mit einer schwarzen Robe mit silbernen Stickereien verziert angetan. Wie Funken glitzern die Fäden deutlich im Kerzenlicht. Dann erhebt sich leise ein Gesang, der so widernatürlich klingt, dass es Rashida die Nackenhaare sträubt.

Die Melodie hallt durch den Raum, kommt bei den Recken vorbei und zieht durch das gesamte Gewölbe. Sie lässt Blut zu Eis gefrieren. Kein lebendiges Wesen kann ihr entkommen oder ihr widerstehen. Alles Leben erstarrt innerhalb der Reichweite des Gesanges.

Mit den Tönen kehren auch die Schatten wieder. Langsam ziehen sie durch die Gänge, füllen Ecken und Nischen. Ein behutsames Wispern setzt ein, man meint, den Satz: "Endlich! Endlich sehen wir unseren Meister wieder!" verstehen zu können.

Und wahrhaftig: der Gesang hat Erfolg. Eine Kreatur, die auf der Oberfläche umher zieht, hört ihn und denkt nach. Nachdem sie zur Zufriedenheit ihres Mentors zu einem Entschluss gekommen ist, läuft sie in Richtung des Gesangs, eine blutige Spur der Verwüstung hinter sich lassend.

Rashida kann es nicht fassen. Sie ist sprachlos, bewegungsunfähig und dadurch dazu verdammt, sich das Ritual an zu sehen. Ein Ritual? Sie vermeint es zumindest, nach ihrem Erkenntnisstand. Sie versucht Verbindung mit ihrem Gott aufzunehmen. Ganz leise dringt eine Stimme zu ihr: "Ich... kann... nicht... völlig... unmöglich... tut... mir... leid... Kampfmaus."

Nun packt das blanke Entsetzen die Kriegerin. Wenn nicht einmal ihr Gott in der Nähe der Gestalten kommunizieren kann, dann sind das wahrhaft mächtige Wesen.

Sie würde sehr gerne in Ohnmacht fallen. Wenn es denn ginge.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 03/04/04 08:36 PM

Während der Reisende die ihm gestellte Falle genauestens betrachtet, überlegt er ob sie es wert sei hineinzutappen, oder ob er sie einfach umgehen sollte.

Drei Blutjäger, ausgesandt um seinen Kopf zu holen. Einer hinter dem Felsen am Waldrand, einer im Unterholz gegenüber und ein weiterer als Spitze des tödlichen Dreiecks im Wurzelwerk der riesigen Eiche, um das der Pfad herumführte. Zumindest verstanden sie ihr Handwerk soweit, das für gewöhnliche Augen keine Spur von ihnen auch nur zu erahnen war - doch der Ort selbst war schon zu perfekt für diesen Hinterhalt.

Schliesslich zuckt er mit den Schultern. Es waren nicht die ersten Drei und würden wohl auch nicht die letzten bleiben, denn SarSareth würde vermutlich niemals Ruhe geben. Also tritt er aus dem Schatten des Hains, folgt dem schmalen Pfad über die Lichtung und nähert sich dem Wald. Nur ein schwaches Glitzern in seinen Augen verrät, wie er seine Energien sammelt.

Als er sich genau zwischen den drei Blutjägern befindet, scheinen diese direkt aus den Schatten hervorzuschiessen. Doch im selben Moment entfesselt der Reisende die gesammelte Macht. Kein Wort dringt über seine Lippen, kein Finger an seinen Händen, der auch nur zuckt. Er neigt den Kopf, schliesst die Augen und geniesst mit dem Blick des Geistes, wie die Macht sämtliche Spähren mit einer seelenbetäubenden Detonation erschüttert und die Blutjäger - einer gewaltigen Schockwelle gleich - zurückschleudert, bevor diese auch nur halb ihre Gestalt angenommen haben.

Nun wäre es ein leichtes Spiel......

Als die Blutjäger schliesslich erneut auf den Reisenden eindringen, sind sie bereits so geschwächt, das zwei von ihnen fast gleichzeitig seinen beiden Windsängern zum Opfer fallen. Dem Dritten jedoch gelingt es, mit einem blitzschnellen Hieb seine Sinne zu betäuben, so daß der Reisende einen kurzen Moment strauchelt. Doch bevor der Blutjäger an seiner Kehle ist, hat der Reisende die Schwerter blind im Scherenschlag gekreuzt, und so ist es der Kopf des Blutjägers, der fällt - und nicht sein eigener.

Mit zusammengebissenen Zähnen steckt er die Windsänger zurück in ihre Scheiden auf seinem Rücken und konzentriert sich auf den brennenden Schmerz seiner Seele, wo der Blutjäger ihn traf.

"Das war ein knappes Glück, SarSareth...... geniesse diesen kleinen Triumph....."

Als er den Schmerz soweit unter Kontrolle hat, das seine Sinne wieder die Umgebung wahrnehmen, entdeckt er etwas ebenso ungewöhnliches wie beunruhigendes:

Er spürt noch weitere Blutjäger dort im Wald. Wie war das möglich ? SarSareth schickte ihm niemals mehr als drei. Doch diese Blutjäger waren noch weit entfernt. Hatten sie ihn zum Ziel oder etwas anderes ?

Nein, sie..... strebten alle einem bestimmten Ort zu, wie es schien.... und da war noch etwas anderes......
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 03/04/04 10:16 PM

Glance hetzt durch den Wald, bis er von hinten Lu Ser ein verzweifeltes "Glance - Halt!" keuchen hört. Er stoppt und dreht sich um. "Ich...," keucht Lu Ser, "Du..., zu schnell". "Verzeih," antwortet Glance, "wir müssen die anderen so schnell wie möglich erreichen - Du hast es doch auch gespürt?" Lu Ser nickt nur, und verblasst wieder bei dem Gedanken an das Gefühl vorher. Glance bückt sich und hebt die Echse hoch, lässt sie aber gleich wieder mit einem Schnaufen runter. Sie ist schwerer als man ihrer Grösse zutrauen würde. "Wie wär's Du zaubertst dich wieder ein wenig leichter, dann könnte ich dich tragen" Lu Ser nickt und beginnt mit seinen Vorderpfoten zu gestikulieren. Tatsächlich schwebt er sogleich einen Meter über dem Boden, allerdings bricht Glance unter einer schweren Last in die Knie. "Uups!," sagt Lu Ser, "Entschuldige". Er bewegt wieder seine krallenbewehrten Finger, und die Last weicht von Glance - und ein heftiger Schneeschauer hüllt sie ein. Glance schüttelt verwundert den Kopf - aber jetzt ist nicht die Zeit für Übungen. Er schnappt sich den schwebenden Lu Ser und setzt ihn auf seinen Rücken. "Halt dich an meinem Rucksack fest," sagt er, und als er merkt, dass Lu Ser sich festkrallt, läuft er wieder los, den örtlich begrenzten Schneeschauer (mit 10 m Durchmesser) schnell hinter sich lassend.

So erreichen die beiden ihren alten Lagerplatz, von wo Glance die Spur der Spinnennetze aufnimmt, die Claw hinterlassen hat. Es wird schon Abend als Glance auf die Hütte trifft.



Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 03/04/04 10:49 PM

Alrik kommt wieder zu Sinnen. Es ist ihm, als ob ihn das Wiehern eines Pferdes geweckt hätte ... Langsam schüttelt er den Kopf. Nach ein paar Minuten kann er wieder klar denken.

Er fühlt sich ... dunkel an. Das heißt, er hat das Gefühl, in einem dunklen Kellergewölbe zu stecken ... nein, das ist nicht ganz richtig. Es ist nicht er selbst, der sich dunkel anfühlt, sondern eine kriechende Dunkelheit, die sich anmacht, das ganze Gewölbe in einer unnatürlichen Farbe zu färben ... wie die Tinte eines Tintenfasses, die das klare Wasser eines Wasserbeckens schwarz färbt. Er fühlt sich wie eingetaucht in ein Tintenfaß.

Alrik blickt sich um und erblickt dankbar ein bekanntes Gesicht, Bodasen, dieser Magier, den er seit kurzem kennt ... zusammen mit einer Gruppe von Abenteurern ... so langsam kommt auch seine Erinnerung wieder.

Er flüstert zu Bodasen : "Könnt Ihr auch dieses unheimliche, unnatürliche Dunkel spüren ?"
Alrik wartet keine Antwort ab, sondern macht sich kampfbereit. (Und) Als würde er sich an etwas erinnern, greift er zu seinem Amulett. Dann nickt er Bodasen zu, der sich ebenfalls beunruhigt zeigt.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 03/04/04 11:13 PM

Nachdem der Reisende tiefer in den Wald vorgedrungen war, war er sich sicher: Da waren noch mehr finstere Kreaturen ausser den Blutjägern. Und da war auch etwas Großes. Etwas sehr Dunkles, sehr Altes und sehr Bösartiges. Doch eindeutig war auch diese Kreatur ein Geschöpf von SarSareth.

Und sie alle bewegten sich auf einen bestimmten Ort in diesem Wald zu. Scheinbar gab es dort etwas, was das Interesse des Schattenwebers noch wesentlich stärker erregt hatte als seine eigene Anwesenheit an diesem Ort.

Der Reisende verhält in seinem Schritt, sinkt auf ein Knie herab und schliesst die Augen zur Konzentration. Was ist im Zentrum dessen, dem SarSareths Kreaturen zustreben ?

Er spürt einen Hauch von alter Magie und er spürt Elfenblut - manches dicker, manches dünner. Doch alles ist schwach und wage, fast erstickt unter dem Schwall dunkler Energien, die sich dort bündeln.

Der Reisende schlägt die Augen auf. "Wer immer dort ist scheint deine Kreise zu stören, SarSareth. Und wann immer deine Kreise gestört werden, bin auch ich nicht weit."

Er setzt seinen Weg fort, denn sein Ziel ist nun klar.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 04/04/04 09:46 AM

Der Gesang dauert noch an. Die Gestalten, die nicht mehr können, treten aus dem Kreis heraus und werden sofort von ihren Gefährten ersetzt. Es herrscht mittlerweile ein ständiges Kommen und Gehen, alles läuft zu einer fliessenden Bewegung zusammen. Man kann kaum die einzelnen Gestalten erkennen, geschweige denn abschätzen, wieviele es sind.

Rashida horcht verwundert auf. Sie würde zu gerne ihren Kopf drehen, um zu sehen, was dort drüben los ist.

Eine sanfte Brise kommt auf. Die frische Luft bringt noch andere Geräusche vorbei. Murmeln, Ächzen, Stöhnen, Heulen, Schreien. Alles ist sehr leise, mehr zu erahnen als wirklich zu hören. Doch, da sind sie wieder. Schritte... es scheint wirklich etwas zu kommen.

Die Kriegerin will ihre Augen schliessen als die ersten Kreaturen in den Raum gelangen. Sie stellen sich alle im Kreis um die verdeckten Gestalten herum und nehmen Wachposten ein. Nein, das kann nicht sein! Von diesen Gestalten habe ich doch nur in Schauergeschichten bisher gehört! Verzweiflung flutet durch das reine Herz der heiligen Streiterin.

Untote, Zombies, Skelette und ein kleiner Dämon haben sich bereits eingefunden. Die Schritte sind immer noch zu hören, es scheinen noch mehr zu kommen.

Rashida nimmt ihre ganze Kraft zusammen. Sie konzentriert sich auf ihr inneres Auge. Als es erscheint, wundert sie sich. Es wird ihr kein Feind angezeigt. Obwohl unweit von ihr ein Raum voller Wesen ist, die normalerweise alles und jeden angreifen, wird ihr nichts als böse Aura angezeigt?
Ob ihre Fähigkeit wohl auch gestört wurde? Sie ist unsicher. Was soll sie nur machen? Was kann sie überhaupt machen?

Sie probiert es erneut. In tiefe Meditation versunken, bemerkt sie nicht, dass allmählich Spinnen, Ratten und Käfer den Boden bevölkern. Bald sieht man den Boden nicht mehr. Alle Insekten laufen auf den Kreis zu und versuchen in dessen Mitte zu kommen. Trotz des Treibens und Krabbelns hört man jetzt nichts mehr ausser dem Gesang.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 04/04/04 10:21 AM

Stone schaut dem treiben fassungslos zu. Zu viele Gegner, viel zu viele.
Was geht hier nur vor. Und warum werden sie nicht angegriffen?
Stone atmet immer langsamer, und konzentriert sich auf sein Schwert. Langsam kommt er zur Ruhe.
Er weis das sie keine Chance haben einen Kampf zu überleben. Aber in dem Bewusstsein zu sterben findet er die Kraft zur Ruhe.
Ganz entspannt und locker hält er seine Kampfposition, und wartet darauf was passieren wird.



Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 04/04/04 12:15 PM

Die seltsamen, unheimlichen Wesen haben nur einen Fehler : Sie sind blind.
Nein, nicht blind, was das bloße Sehen angeht, es ist mehr ... eine Art "nicht-Fühlen". Sie nehmen wahr, aber nur über dunkle Energien. Sie nehmen Wesen über das wahr, was dunkel in ihnen ist, verborgene Dunkelheit, wie Mordlust, Sadismus, aber wer rein ist, kann von ihnen nicht "erfahren" werden.

Damit haben diese dunklen Wesen ein Problem. Ihr Zauber lähmt zwar alles Lebendige im näheren Umkreis, aber dies ist ein allgemeiner Zauber, der nichts mit dem spezifischen Erkennen einer Kreatur zu tun hat. Es lähmt alles Lebendige in der Nähe, egal, was es sein mag, ob Wurm oder Oger, ob Goblin oder Zwerg. Eine Art "Gießkannen-Prinzip", eine Art Prophylaxe, auf daß diese dunklen Wesen nicht von irgendetwas Lebendigem gestört werden mögen. Denn sie sind allesamt Untot; das, was Lebendig ist, kann ihnen schaden.
Die Abenteurer aber haben keine dunklen Seiten. Sie sind rein, jedenfalls rein genug, daß sie vom Schicksal (oder von etwas anderem) außerwählt worden sind, dieses Abenteuer zu bestehen und in die Brecher-Berge zu gehen.

Und sie haben ein zweites Problem : Alrik und Bodasen worden von dem Zauber (noch) nicht erfaßt worden ...

Alrik flüstert Bodasen leise zu (der unheimliche Gesang ist inzwischen recht laut geworden, und übertönt sie mühelos) : "Wie wäre es mit einem Lichtzauber ? So das Stärkste, was du auf Vorrat hast ?"

Das Einhorn mag nicht dort hinunter in das Gewölbe gehen. Es fürchtet sich, es mag die Dunkelheit von steingefaßten Gewölben nicht. Sie muß das Leben um sich herum spüren können, den Wald, die Vögel, die Tiere ... das pulsierende Leben, wie es von der Göttin geschaffen ward.
Und trotzdem ... die Gefahr dort unten ist groß genug, um seine Anwesenheit zu benötigen ...

Unschlüssig scharrtes leise mit den Hufen ...

Dann spürt es, wie sich Glance und die Echse nähern ...

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 04/04/04 02:28 PM

Die Elfin versucht, trotz ihrer geringen Erfahrung, den Zauber zu verstärken. Aber das, was um sie herum geschieht, schränkt ihre Konzentration ein. Zumal der Gesang in jeden Winkel ihres Gehirns vordringt und versucht, sich dort einzunisten. Es gelingt ihr, sich diesem Einfluss etwas zu widersetzen.
Das Grauen aber nimmt immer mehr zur. Etwas uraltes, absolut Böses erscheint auf den Gesang hin und mit ihm kommen Kreaturen, die man nur aus alten Überlieferungen kennt. Alles was abgrundtief Böse ist und alles und jeden angreift, selbst Ungeziefer, drängt sich in den Kreis. Und doch bleiben die drei Gefährten verschont. Warum? Und warum funktioniert hier ihre Nachtsicht nicht? Es muss ein mächtiger Zauber in diesem Gewölbe zugange sein.

Big Claw bemerkt, dass die Kriegerin und der Krieger ihre Waffen fester umschliessen und greift ihrerseits zu ihrem, mit Magie versehenen, Kurzschwert.

Sie denkt an Alrik und Bodasen und hofft, dass die zwei sich irgendwie in Sicherheit gebracht haben.

Nun bleibt nur abzuwarten, was geschieht. Aber eines ist gewiss, so leicht wird sie sich nicht ergeben.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 04/04/04 03:30 PM

Bodasen blickt jurz zu Alrik, dann nickt er ihm zu. Seine Augen verdrehen sich vor Konzentration, nach einem kurzen Augenblick bricht er den versuch ab. "Meine magie ist hier gestört, ich komme kaum durch Alrik. Mit allerhöchster Anstrengung kann ich vielleicht einen zauber wirken, aber sicher ist es nicht. Ich werde auf jeden Fall so lange damit warten, bis es wirklich nicht mehr anders geht."

"Komm Alrik ich bringe dich erst mal hier raus! Stütz dich auf mich!"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 04/04/04 04:09 PM

Die Kriegerin windet sich innerlich. "Es muss doch einen Weg hier wieder raus geben!" Sie versucht mit aller Kraft, sich zu bewegen. Das Einzige, was sie schafft, ist, die Spitze ihres kleinen Fingers an die seltsame Rune am Knauf ihres Schwertes zu legen.

Verwundert hält sie inne. "Was ist denn das? Was kribbelt denn da so komisch?"

Langsam und vorsichtig kriecht ein komisches Gefühl ihren kleinen Finger entlang. Es wandert über die Hand zum Arm hin. Dort verweilt es kurz. Als wenn es nicht gesehen werden wollte.

Stück für Stück tastet sich das Kribbeln bis zum Hals der Streiterin. Nach einer Pause kriecht es weiter, bis es den Kopf erfüllt.

Kaum dort angekommen, hört Rashida eine Stimme in ihrem Kopf: "Ich bin es! Habe keine Angst! Zusammen mit der Kraft der Rune und viel Glück kannst Du es schaffen, die anderen zu befreien! Gemeinsam könnt ihr dann hinaus gehen, doch Vorsicht: ihr dürft auf keinen Fall jemanden anstossen oder irgendwie stören. Ein unbedachter Laut und ich kann nichts mehr für euch tun!"

Das Einhorn! Rashida wird von einer Welle des Glücks erfasst. "Aber, was meint das Wesen mit Kraft der Rune?" Sie schaut zu ihrem Schwert hinunter, dass sie locker in der Hand hält. Das seltsame Zeichen pulsiert bläulich. "Komisch, dass habe ich ja noch nie gesehen! Und dabei habe ich die Waffe seit Kindesbeinen an!"

Völlig verblüfft versucht Rashida sich zu konzentrieren. "Wie kann ich die anderen befreien?" Die Magie des Einhorns hat die Kriegerin bereits wieder bewegungsfähig gemacht. "Doch wie geht es nun weiter?"

Sie riskiert einen Blick auf die anderen Gestalten. Niemand scheint von ihr Notiz zu nehmen, nicht einmal, als sie ihre Hand hebt und zuerst zaghaft, dann stürmisch winkt.

"Das Einhorn hatte recht. Wir werden anscheinend nicht wahrgenommen, so wie ich die anderen Wesen mittels meinen inneren Auges nicht sehen kann."

Rashida bemüht sich redlich, zu einer Lösung ihres Problems zu kommen.
Sie überlegt noch einmal: "Ich habe die Spitze meines kleinen Fingers an die Runde gelegt und dann wirkte die Magie. Hmm, ob ich die Rune mal an die anderen hinhalte?"

Nachdem sie im Moment keine andere Möglichkeit sieht, hebt sie ihr Schwert und drückt die Rune an die Hand des Hüters.

Gespannt beobachtet sie Stone, was sich denn nun ereignet.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 04/04/04 04:29 PM

Glance sieht sich vorsichtig um - eine einfache Hütte, aber er hätte sie eigentlich früher bemerken müssen - sie scheint von einem Tarnzauber umgeben zu sein. Plötzlich ein Schlag in seinen Rücken! Lu Ser's Leichtigkeitszauber ist spontan zusammengebrochen. "Lu Ser, komm' runter!", sagt er der Echse. Diese flattert auf das Dach der Hütte.

"Ihr kommt zur rechten Zeit," spürt Glance die Gedanken des Einhorns. Er dreht sich um, und steht direkt vor dem Einhorn. "Was ist los," fragt er. "Die anderen sind in einem Gewölbe unterhalb der Hütte, " sendet das Einhorn. "Etwas undefinierbares, aber böses ist dort - Alrik scheint verletzt zu sein, die anderen sind wohlauf, aber alle verspüren Furcht," fährt es fort, "Und von allen Seiten nähern sich hier oben Wesen aus uralter Zeit, wie ich sie schon lange nicht mehr gespürt habe!" Glance überlegt - dann fragt er das Einhorn: "Können die Wesen hier oben dir gefährlich werden?" Das Einhorn verneint "Diese Wesen fürchten die reine Energie des einen Horns, und ich bin schneller als sie". "Gut, " sagt Glance, "Lu Ser, bleibe bei dem Einhorn, und 'hilf' ihm - Einhorn, bitte kümmere Dich um Lu Ser, ich werde nach den anderen sehen".

Glance betritt die Hütte und sieht sich um - ein paar herumliegende Gegenstände, eine alte Bettstatt, eine offene Kiste - und eine offene Falltür. Aus der Falltür dringt ein unheimlicher Singsang, der sich schwer auf seine Seele legt. Er steigt vorsichtig hinab, und findet sich in einem Kellergewölbe wieder, in das zwei Gänge münden. Eine seltsame Schwärze umgibt in, die seine Infravisionsfähikeit trübt. Er faltet die Hände, und murmelt: "Os'Ram, Gott des floralen Lichtes, zeige deine Kraft!!" In dem Keller und den Gängen erscheint stellenweise ein schwaches fluoreszierendes Leuchten. Glance schaut sich um, er hatte auf mehr Effekt gehofft - es scheint wenig Pilze, Flechten oder Moose in diesen Gängen zu geben.

Gegen den schwach schimmernden Hintergrund sieht er zwei Gestalten aus einem der Gänge auf sich zukommen, die eine stützt die andere. Augenblicke später erkennt er Bodasen, der Alrik mit sich schleppt.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 04/04/04 04:51 PM

Verwundert sieht Stone das Rashida sich wieder bewegen kann.
Er selbst steht noch genauso da, wie am Anfang.
Aber nachdem er sich nicht mehr gewehrt hatte und entspannt war, konnte er wenigstens Energie sammeln.
Da bemerkt Stone eine kalte Berührung an der Hand, ein kribbeln überfällt ihn. Es wandert langsam seine Arm rauf zum Körper. Stück für Stück gewinnt Stone die Kontrolle über seinen Körper zurück.
Da ihm schon klar war das ein Kampf aussichtslos ist, steckt er sein Schwert ein.
Fragend blickt er Rashida an, dann fällt sein Blick auf Big Claw.
Es ist keine Zeit für Erklärungen, da die Monster anscheinend nicht bemerken das sie nicht allein sind, schleicht Stone leise zum Rand der Nische und warte darauf das Rashida auch Big Claw befreit.
Ihm ist bewusst das ihr aller Überleben davon abhängt das keiner der Gefährten die Aufmerksamkeit der Monster weckt.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 04/04/04 05:04 PM


Je weiter der Reisende vordringt, desto mehr Blutjäger spürt er in der Umgebung. Es sind erschreckend viele, doch viel mehr Sorgen bereitet ihm die weit größere Präsenz, die er gespürt hat. Da war etwas, was ihm bekannt vorkam, wenn auch nur in...

Als er sich durch die Büsche schiebt, stolpert er beinahe über die zerteilten Leichen zu seinen Füßen. Erschüttert starrt er auf die Überreste dessen, was einst ein Mensch und sein Roß gewesen waren. Sie waren wie vom Hieb eines Riesen zerhackt. Der Reisende kniet sich auf den Boden und legt seine Hände auf die Hüllen von Roß und Ritter. Verwirrt runzelt er die Stirn. Nicht einmal eine Spur ihrer Seelen war zurückgeblieben, wie war das möglich ?

Als er nachdenklich seinen Weg fortsetzt, spürt er plötzlich die erdückende Stille. Selbst seine eigenen Schritte vermag er nicht mehr zu hören. Alarmiert sammelt er seine Kräfte, als vor ihm etwas durch die Bäume bricht, das nur SarSareths Alpträumen entstammen kann.

Ohne zu zögern entfesselt er die Macht, die der riesigen Kreatur eigentlich den Kopf von den Schultern hätte sprengen müssen. Stattdessen jedoch schüttelt das Wesen nur träge sein Haupt und greift dann mit erschreckender Schnelligkeit an. "Zwecklos" erkennt der Reisende und zieht seine Windsänger, während er sich zur Seite wirft und in der selben Bewegung die Klingen durch den Oberschenkel der heranstürmenden Kreatur zieht.

Doch auch die Schwerter hinterlassen nicht die Spur einer Verletzung bei dem Wesen, das innehält und sich zu ihm umwendet. "Auch zwecklos ?" Verwundert kommt der Reisende auf die Füße und hält die nutzlosen Klingen kampfbereit. Aber kampfbereit wofür ?

Die Kreatur hebt ihre entsetzliche Waffe und im selben Augenblick erkennt der Reisende in welcher Gefahr er schwebt. Dagegen konnte er hier nichts ausrichten. Nicht gegen diese Kreatur und schon gar nicht gegen diese Waffe !

Noch im Laufen schiebt er die Windsänger zurück in ihre Scheiden und wagt nicht sich umzusehen, aus Angst zu straucheln. Doch er spürt die Kreatur hinter sich herstürmen, selbst wenn kein Laut zu hören ist. Nun konnte er lediglich versuchen, sie von dem Ort fortzulocken, zu dem all die anderen finsteren Wesen unterwegs waren und wo er gute Kräfte erdrückt vom Bösen spürte.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 04/04/04 05:23 PM

Big Claw bemerkt, dass Rashida sich wieder bewegen kann und durch die Berührung mit ihrem Schwert auch Stone aus seiner Erstarrung befreit hat.
Etwas Kaltes berührt sie und ein Kribbeln durchzieht ihren Körper. Gleichzeitig erwacht ihr Körper aus der Erstarrung. Rashida hat sie erlöst. Ihr ist klar, dass sie alle hier raus müssen, ohne diese Monster auf sich aufmerksam zu machen.
Sie sieht Rashida und Stone an und wartet auf ein Zeichen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 05/04/04 04:08 AM

Stone wartet bis auch Big Claw wieder frei ist, dann winkt er beiden zu.
Er hat einen Weg entlang der Wand ausgemacht, wo sie den Monstern nicht zu nahe kommen.
Da es wohl absolut witzlos wäre zu schleichen, schließlich starren die Monster von der anderen Seite genau in die Nische, bewegt Stone sich zwar leise, aber dennoch rasch in Richtung des Ausgangs.
Stone wagt nicht Stehen zubleiben um sich umzudrehen. Es wäre fatal wenn Rashida oder Big Claw in ihn hineinrennen würde. Er weis das wenn es zum Kampf kommt, das Sie verloren sind. Der einzige Weg sie alle zu retten besteht darin zurück zur Falltür zu kommen.


Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 05/04/04 05:28 AM

Rashida wirft schnelle Blicke nach allen Seiten. "Jetzt bloss nirgends anstossen!" murmelt sie leise zu sich selbst. Sie packt ihr Schwert weg, konzentriert sich und folgt Stone.

Raschen Schrittes durchquert sie den Raum. "Puh, alles nochmal gut gegangen!"

Sie dreht sich um, da sie sehen will, wie weit Big Claw ist.

Ein markerschütternder Schrei gellt durch das Gewölbe. "Heiliger Undar!"

Hinter Rashida steht ein Zombie. Und der schaut nicht mehr sehr freundlich.

Sie ist dermassen erschrocken, dass sie immer noch kreidebleich ist. Langsam kehrt ihr Verstand wieder zurück. "Nicht kämpfen, sondern rennen!"
Rashida hebt entschuldigend die Schultern, ruft: "Stone, Big Claw, wir haben ein Problem! Am besten sollten wir einfach nur laufen!" und stürzt los.

Auf ihren Fersen sind der Zombie, der nicht so schnell laufen kann und ein flinkes Skelett, das die Kriegerin gleich eingeholt hat.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 05/04/04 06:44 AM

Schwer atmend lehnt der Reisende mit dem Rücken an einer großen Buche und schliesst die Augen. Die Präsenz seines Verfolgers kommt nur noch langsam näher, behindert durch den hier dichter werdenden Wald und verwirrt durch den eingeschlagenen Zickzack-Kurs, bei dem der Reisende magische kleine Spuren seiner Selbst an den Bäumen hinterliess.

Er holt noch einmal tief und langsam Luft und setzt dann seinen Laufschritt fort, schlägt allmählich einen großen Bogen, um zu dem Ort zurückzukehren dem auch die Blutjäger zustreben. Wer immer dort war, sollte verschwunden sein bis all die Blutjäger dort eingetroffen waren, sonst würde auch seine Hilfe vielleicht zu spät kommen.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 05/04/04 10:00 AM

Big Claw sieht, dass Stone schon rasch, aber sehr vorsichtig zur Falltür geht und Rashida im folgt.
Plötzlich schreit Rashida auf und was die Elfin sieht, jagt ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Ein Zombie steht genau vor Rashida und ein Skelett rennt auch in ihre Richtung.
Jetzt heißt es handeln. Big Claw rennt so schnell sie kann hinter dem Skelett her, holt es ein, schubst es zur Seite und läuft weiter. Das Skelett stolpert und fällt hin.
Big Claw rennt weiter, an dem Zobmie vorbei, ohne ihn zu berühren und jagt hinter Rashida her zur Falltür.
Endlich hat sie die Falltür erreicht.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 05/04/04 11:04 AM

Das Einhorn galoppiert davon. Es hat eine noch größere Bedrohung wahrgenommen als das hier ... es ist Hilfe nötig.

Nein, dieses Wesen ist nicht von dieser Welt. zumindest seit Zeitaltern nicht mehr. Es ist so alt, daß selbst das Einhorn seinen Namern vergessen hat. Aber es erinnert sich.
Nein, es kann den Abenteurern nicht mehr helfen. Diese Bedrohung ist viel größer.


Das Wesen ist überrascht, als sich das Einhorn ihm in den Weg stellt. Das hatte es seit Äonen nicht mehr gegeben. Das Einhorn fixiert das Wesen.

In einem anderen Zeitalter, als die Welt noch jung war, hätten sie sich gegenübergestanden ... still, unbeweglich, im Geiste miteinander kämpfend ... für die Dauer von Äonen. Sie waren ebenbürtig, einst und jetzt.

Nun aber ist die Welt eine andere. Alles ist anders. Es gibt zu viele Unbekannte. Sie kann nicht ewig hier stehen. Was, wenn ein irregeleiteter Mensch sie angreift und verletzt ? Dann könnte sich das Wesen aus diesem Bann, aus diesem Kampf des Geistes befreien, und seine Spur der Verwüstung weiter fortsetzen. Das darf nicht geschehen !
Genauso aber weiß das Einhorn auch, daß sie keinen Einfluß auf die Umgebung hat. Es ist nur möglich, dieses Wesen zu vertreiben ... oder zu vernichten, aber das Einhorn fürchtet, daß heutzutage niemand mehr dazu in der Lage ist.

So tut es das Einzige, wozu es in der Lage ist : Sich dem Wesen entgegenstellen, und den Kampf des Geistes austragen, mit der bitteren Konsequenz, daß beide solange gelähmt sind, so lange der Kampf andauert. Sie sind einander ebenbürtig.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 05/04/04 11:38 AM

Stone hört den lauten Ruf von Rashida, und dreht sich um.
In der Drehung bekommt er mit wie Big Claw ein Skelett umstößt und wie von der Tarantel auf die Falltür zujagt. Im nächsten Augenblick sind Rashida und Big Claw an ihm vorbei.
Stone sieht den Zombie jetzt auf ihn zuwanken, sein stoppen hat dem Zombie die Zeit gegeben ihn zu erreichen.
Jetzt hat Stone endlich einen Gegner der ihn ohne Gewissensbisse Handeln lässt.
Ohne nachzudenken liegt sein Schwert in seinen Händen, und mit einem einzigen Hieb trennt er dem Zombie den Kopf vom vermoderten Körper.
Als Stone den Flur überblickt sieht er das Skelett das sich langsam wieder aufrappelt.
Weiter hinten haben die Gesänge aufgehört.
Warum wohl?
Ohne zu zögern dreht Stone sich um, und beginnt zu rennen.
„Lauft, lauft um euer Leben“
Schallt sein Ruf durch die Gänge.
Hinter Bodasen macht er halt, Bodasen kann mit Alrik nicht so schnell Laufen. Stone weis das er das Skelett aufhalten muß.
„Bodasen, bringt Alrik in Sicherheit“ ruft er dem Magier zu.
Dann stellt er sich dem Skelett, dieses ist schneller und beweglicher als der Zombie.
Aber gegen die aufgestaute Wut des Kriegers, die endlich ein Ventil findet ist es machtlos.
Mit aller Kraft zu der er fähig ist, schlagt Stone zu.
„Vater, für dich“ schreit er seinen ganzen Zorn heraus, und schlägt das Skelett in der Mitte entzwei.
Knochensplitter fliegen durch die Gegend, verletzen Stone leicht. Aber das sind nur Kratzer die Stone nicht spürt.
Viel zeit haben sie nicht mehr, Bodasens Rückzug deckend bewegt sich Stone weiter auf die Falltür zu.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 05/04/04 11:50 AM

Alrik ist immer noch schwindelig, und kann daher nicht so schnell laufen. Er kann zwar klar denken, aber irgendetwas bei dem "Unfall" hat in ihm ein Schwindelgefühl hinterlassen ... er fühlt sich nicht gut.

Trotzdem weiß er, daß er notfalls kämpfen muß - auch, wenn sein Magen revoltiert.

Erstmal müssen sie entkommen - zumindest so weit, bis sie eine bessere Position erreicht haben - falls ein Kampf tatsächlich unausweichlich ist.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 05/04/04 12:08 PM

Urplötzlich unterbricht der Reisende seinen Lauf, denn er hatte überrascht gespürt.... war das möglich..... ???

Dann ist er sich sicher. Er spürt die Bedrängnis des Einhorns, spürt wie es wankt und zurückweichen muss. Er konzentriert sich, um den Geist des Einhorns zu erreichen......

"Kehre um, Unicornis. Nicht hier. Nicht heute. Die Macht, welche die Kreatur an diesem Ort erhält ist zu gross."
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 05/04/04 12:09 PM

Lu Ser zittert noch immer am ganzen Körper, wenn er es sich erlaubt, an die Szene nahe des Ritterlagers zu denken. Welches Wesen kann nur so eine schwarze Aura ausstrahlen, die ihn anspringen konnte, ohne dass er seinen Geist dafür geöffnet hatte? Langsam begreift der kleine Drache, dass er nicht nur an einem spannenden Spiel teilnimmt. Niemand wird hier in die Pfoten klatschen und alle Illusionen beenden wie in der Dachenschule. Und zum allerersten Mal in seinem Leben ist er sich nicht sicher, ob wirklich immer »das Gute« (oder zumindest das, was er dafür hält) gewinnen wird. Er erinnert sich an den alten Drachen Pi Sar, der schon vor Jahren die Ausbildung der Drachenkinder als zu einseitig gerügt hatte. Hätte man doch bloß auf ihn gehört ...

Eingesponnen in diese trüben Gedanken an seine Heimat und im Vertrauen auf die Gegenwart des Einhorns beruhigt sich Lu ein wenig. "Glance hat gesagt, ich soll beim Einhorn bleiben", seufzt er widerwillig. "Nun gut." Er setzt sich auf dem Dach der Hütte gemütlich zurecht und breitet seine Flügel in der Sonne aus. Neugierig schickt er jedoch seinen Geist auf der Suche nach Glance in die Hütte. Er stößt auf einen unerwartet starken Widerstand, die Aura des Halbelfens kann er kaum erfassen. Ein Gebäude aus Kosch-Basalt? Hier? Verwundert bemüht er sich intensiver durch die Barriere zu dringen ... hier ein wenig bohren, dort ein bisschen drücken.

Kopfüber fällt Lus Geist plötzlich vorwärts und findet sich in einem chaotischen Gewusel dunkler Schatten wieder. Sechs schwache Lichter werden von diesen Schatten fast vollständig erdrückt. Das müssen seine Gefährten sein! Instinktiv zieht Lu sich jedoch wieder zurück. In diesem Tintenfass darf kein Geist lange verweilen, ohne selbst besudelt zu werden. Lu erwacht aus seiner Meditation und stürzt sich mit einem rasanten Sturzflug vom Dach in die Richtung des Einhorns. Es ist verschwunden!?! Lu umkreist die kleine Hütte zwei Mal in schnellem Flug, um wirklich sicher zu gehen. "Einhorn!", ruft er erst leise und dann immer lauter. "Einhorn, wo bist du?". Niemand antwortet ihm.

"Verflixt, jetzt bekomme ich bestimmt wieder Ärger, weil ich nicht beim Einhorn geblieben bin. Wäre ich doch bloß nicht auf die Gedankenreise gegangen!", ärgert sich der kleine Drache. "Soll ich nun meinen Gefährten zu Hilfe eilen oder dem Einhorn folgen?". In diesem Moment hört er einen dumpfen, aber lauten Schrei, der aus der Tiefe zu kommen scheint: "Lauft um euer Leben!".

Stimmen und Schritte ertönen aus der Hütte und Lu entscheidet sich, den eben bekommen Tip zu befolgen, und fliegt der Spur des Einhorns folgend in den Wald.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 05/04/04 01:08 PM

Glance springt nach vorne zu Bodasen, und hilft Ihm Alrik zu tragen. Er hört die schnellen Schritte der anderen näher kommen - und Kampfgeräusche sowie Stone's Ruf "Lauft um euer Leben!".

Bodasen und Glance stopfen, werfen fast eher, Alrik nach oben durch die Falltür. In diesem Moment tauchen Rashida und Big Claw aus dem Schatten des Ganges auf. "Schnell nach oben," ruft Glance Ihnen zu, "Nehmt Alrik und geht zu dem Einhorn, es ist jetzt unser bester Verbündeter! Bodasen, ein Schutzzauber zur Geistesresistenz wäre jetzt angebracht!"

Glance murmelt hastig, aber konzentriert eine Beschwörung, und zwischen seinen Händen entsteht eine Wasserkugel, die schnell anschwillt, bis sie größer als der Durchmesser des Ganges ist. Als Stone aus dem Gang gehetzt kommt, spricht Glance "Silph, Mutter der Stürme, gib dem Wasser deine Kraft!" - Und das Wasser schießt in den Gang hinein, wie eine Wand, getrieben von einer heftigen Luftströmung. Sodann breitet Glance beide Hände aus, je eine in Richtung der beiden Gangmündungen, und plötzlich durchstömt eine grosse Kälte den Raum. An den Eingängen bilden sich Eiskristalle, die schnell zu massiven Eisblöcken wachsen, die die Gänge verschliessen.

Glance wendet sich den anderen zu, "Schnell raus hier, das wird nicht ewig halten!"




Posted By: Stone

Re: On the Road again - 05/04/04 01:49 PM

Stone wartet darauf das die Frauen durch die Falltür nach oben Verschwinden, „nehmt Alrik, das Bodasen Zaubern kann“, ruft er noch hinterher. Wohl wissend um die Beschränkungen die ein Magier erleidet, wenn er seine Hände nicht frei hat.
Mit einem wilden Lachen begrüßt er Glance, „schön euch zu sehen Elf“, vergessen sind alle vorbehalte. Hier wo es um das nackte Überleben geht, sind alle Gedanken an unterschiedliche Herkunft wie weggeweht. Aber das ist Stone nicht bewusst.
Er weis nur das er den anderen den Rücken freihalten muss, etwas anderes kommt ihm erst gar nicht in den Sinn.
Und so wartet er gemeinsam mit Glance, bis alle verschwunden sind.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 05/04/04 02:41 PM

Das Einhorn muss in vollem Galopp durch den Wald geeilt sein; denn die Spur ist trotz der untergehenden Sonne sehr deutlich zu erkennen. "Lauft um euer Leben?" wundert sich Lu. "So ein Unfug, hier ist doch absolut nichts los?".

Er verlangsamt seinen schnellen Flug zu einem gemütlichen Segeln und zupft links und rechts des Weges die Haarbüschel aus den Zweigen, die dem Einhorn ausgerissen worden sind. Ein Rascheln im Unterholz lässt ihn aufmerken. "Ein Kaninchen, wie praktisch. Jetzt merke ich erst, welchen Hunger ich habe", denkt er und schlägt sein Abendessen in einem raschen Sturzflug. "Wo das Einhorn nur so schnell hin wollte?". Genüsslich an einer Kaninchenkeule knabbernd watschelt er der Spur des Einhorns folgend tiefer in den Wald.

Nachdem er das Kaninchen verzehrt und sich an seinem Blut sattgetrunken hat, beschleunigt er sein Tempo wieder. Er möchte in der hereinbrechenden Dämmerung ungern alleine im Wald verloren gehen. Stones Worte fallen ihm wieder ein ...
Langsam wird es im Wald zu dunkel zum Fliegen. Lu landet, legt sich seinen nun nur noch sanft glühenden Schwanz als Lampe über die Schulter und verfolgt die Spur so rasch es geht weiter. Auf einer winzigen Lichtung sieht er das weiße Fell des Einhorns schimmern. "Endlich gefunden!", denkt er, hüpft freudig vorwärts - und erstarrt.

Dem Einhorn gegenüber steht ein monströses Wesen, dessen Züge in der Dunkelheit glücklicherweise verschwimmen. Die finstere Aura erkennt er jedoch sofort wieder. "Was treiben die beiden dort? Ein mentales Tauziehen?" Das Einhorn schwitzt und wankt, hält aber stand. "Wie kann ich dem Einhorn nur helfen???", überlegt Lu verzweifelt. Ihm wird jedoch klar, dass ein Wesen, dass sich mit einem Einhorn messen kann, ihn mit einem Gedanken vernichten könnte. Er muss Hilfe holen! Bodasen oder Glance können dem Einhorn vielleicht helfen!

Lu eilt panikerfüllt zurück in Richtung Hütte.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 05/04/04 04:51 PM

Langsam nähert sich der Reisende seinem Ziel. Die Quelle des Übels wird immer deutlicher spürbar, ebenso wie er das Elfenblut und die magischen Emissionen immer deutlicher spüren kann. Schwach erkennt er im abnehmenden Licht zwischen den Stämmen der Bäume noch ein Stück in der Ferne eine schlicht anmutende Hütte im Wald.

Die Zeit drängt. Am Rande seiner Wahrnehmung spürt er die Schatten der Blutjäger im Unterholz. Ein Huschen hier, ein Zucken dort.... Und irgendetwas war direkt hinter ihm ! Er wirbelt herum, als im nächsten Moment ein geflügeltes Etwas durch die tiefhängenden Zweige der grossen Linden geschossen kommt und ihn mit lautem Klatschen genau an der Brust trifft.

Den Fuß bereits erhoben, um die betäubt am Boden liegende Kreatur zu zertreten, erkennt er im letzten Moment worum es sich handelt. Vorsichtig hebt er die kleine Drachenechse auf und legt sie sich über die Schultern, während er weiter der Hütte zustrebt.

"Ich weiss zwar nicht was Du hier machst, Kleiner - aber Du bist definitiv zur falschen Zeit am falschen Ort......"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 05/04/04 05:21 PM

Die Kriegerin und die Elfin treffen auf Bodasen und Glance, die gerade versuchen Alrik durch die Falltür schieben. Rashida und Big Claw zerren Alrik ganz aus der Luke und hören nur noch die Aufforderung an Bodasen einen Schutzzauber der Geistesresistenz zu weben.
Aus dem Kreis dieser uralten Macht entkommen, kann Big Claw auch einen Heizauber auf Alrik anwenden.
Mit Alrik in ihrer Mitte gehen die Kriegerin und die Elfin schnell zur Tür der Hütte. Big Claw bemerkt noch, dass die Fledermaus nicht mehr da ist.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 05/04/04 06:34 PM

Stone harrt aus bis alle durch die Falltür sind, dann zieht er sich so gewand aus dem Gewölbe das man glauben könnte er wäre gesprungen.
In der nächsten Sekunde hämmert Stone die Falltür zu und legt den Riegel vor.
Zusätzlich zerschlägt er den Tisch in der Hütte und benutzt einen der größeren Splitter als Keil um die Falltür in ihrem Rahmen zu verkeilen.
Jetzt endlich ist Stone bereit aus der Hütte zu rennen, und sieht Big Claw die sich suchend umsieht. An die Fledermaus denkt er schon nicht mehr, als er Ihr zuruft „Wir sind alle draußen, auf was wartet ihr? Wollt ihr herausfinden ob die Tür hält?“
Mit diesen Worten schiebt er Big Claw aus der Hütte.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 05/04/04 06:40 PM

Die Elfin sieht sich plötzlich von Stone aus der Hütte gedrängt und es gelingt ihr gerade noch Rashida mit sich zu ziehen. Die wiederum hat Alrik im Schlepptau.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 05/04/04 07:37 PM

Mit einem eleganten, durch Levitation unterstützten Satz springt Glance durch die Öffnung der Falltür. Er schwebt über Claw und Rashida, die gerade Alrik aufhelfen, hinweg, und rennt sofort durch die Tür.

Draussen sieht er sich schnell um - das Einhorn und Lu Ser sind nicht zu sehen. Der Tag neigt sich dem Ende zu, seine Augen erblicken die Stelle an der das Einhorn in den Wald eindrang. In diesem Moment quellen die anderen fast gleichzeitig aus der Tür der Hütte heraus.

"Das Einhorn ist in diese Richtung gerannt - offensichtlich sehr eilig," sagt er, "Ich werde die Spur aufnehmen - Stone und Claw übernehmt bitte die Rückendeckung! Folgt mir."

Die Augen auf den Boden gerichtet läuft er der Spur durch den Wald entlang -plötzlich hält er an und zieht sein Schwert. Vor ihm steht ein Fremder, zwei Schwertgriffe stehen rechts und links über seine Schultern hinaus - auf der einen Schulter liegt der leblose Lu Ser.



Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 05/04/04 09:33 PM

Bodasen schnaubt unglaübig.

"Ein Schutzzauber zur Stärkung der Geistresistenz? Wie soll denn der gehen... ...Ich bin doch kein Erznagier, daß ich alles kann! habe ich schon mal erwähnt, daß ich mich auf kampfzauber und beschwörung spezialiesiert habe? Dazu kommen noch ein paar Heilungs, Bewegungs und Veränderungszauber, aber das???"

Bodasen dreht sich um und eilt Glance hinterher.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 05/04/04 09:52 PM

Alrik kommt nun rasch wieder auf die Beine. Dieses Herumgewurschtl war dann doch etwas viel für ihn, aber nun ist er aus der Höhle wieder heraus, und bekommt von der Elfin einen Heilzauber. Er fühlt sich erfrischt.

Im nächsten Moment jedoch wird sein Sinn von etwas anderem abgelenkt : Sein Amulett vibriert. Das Amulett, das er einst von dem Einhorn überbracht bekommen hatte (lange, viele Jahre ists nun schon her), ein Amulett, das der Göttin des Lebens geweiht ist.
Das es nun vibriert, bedeutet ihm nichts Gutes. Alrik befürchtet, daß es dabei um das Einhorn selbst geht. "Schnell !" stößt er hervor, und rennt, ohne auf die anderen zu warten, in eine Richtung, die ihm die Intuition weist - zum Einhorn hin.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 06/04/04 04:40 AM

Stone folgt Glance ohne zu zögern, aus den Augenwinkeln bekommt er mit das Alrik ebenfalls los läuft.
Da Glance sich auf die Spuren konzentriert, sieht Stone den Fremden eher.
Und Lu.
Lu, der leblos über der Schulter des Fremden hängt, wie eine Jagdbeute.
Schon in der nächsten Sekunde hält Stone die Armbrust an der Schulter und hat den Fremden im Visier. Nur fünf Meter trennen ihn von dem Fremden, fünf Meter die keine Chance zum Ausweichen geben.
Nur mit mühe kann Stone die Worte artikulieren, voller Zorn ist seine Stimme.
„Was habt ihr mit Lu gemacht, sprecht.“
Stones Gesicht ist wutverzerrt, es ist keine Frage das er schießen wird, wenn die Antwort die falsche ist.
Innerlich macht er sich schwere Vorwürfe den kleinen Drachen aufgefordert, ja aufgestachelt, zu haben ihnen den Kundschafter zu Spielen.




Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 04:53 AM

Der Reisende verhält in seinem Schritt, als die Gruppe der Abenteurer aus der Hütte gestürzt kommt und hält seine Hände so, das der etwas elfisch anmutende Krieger der nun mit blankem Schwert vor ihm steht, sie sehen kann.

"Euer Schwert werdet ihr brauchen, aber nicht wegen mir. Ihr seid hier in Gefahr. Dunkle Wesen strömen in grosser Zahl zu diesem Ort und wenn euer Leben euch teuer ist, solltet ihr zusehen das ihr hier fortkommt. Wir haben nicht viel Zeit"

Einer der Fremden - ein Streuner mit wirrem Blick - hastet am Reisenden vorbei genau in die Richtung der grössten Gefahr, wird von ihm jedoch mit festem Griff an der Schulter gepackt und aufgehalten.

"Das ist genau der Weg, den ihr nicht einschlagen solltet. Dort lauert eine Kreatur, der weder mit Stahl noch mit Magie beizukommen ist. Nach Norden müsst ihr - und zwar rasch ! Wenn die Sonne erst ganz versunken ist, haben die Schatten einen grossen Vorteil."

Dann richtet sich sein Blick stirnrunzelnd auf den Krieger mit der angelegten Armbrust.

"Senkt eure Waffe, ich habe niemandem von euch etwas angetan. Und ich kenne keinen Lu."
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 06/04/04 05:05 AM

Rashida streckt sich genüßlich. Die frische Waldluft tut nach dem Ausflug in das Gewölbe sehr gut. Sie macht einen tiefen Atemzug, da kommen auch schon die anderen alle aus der Hütte gerannt.

Sie will gerade den Mund aufmachen und fragen, wohin es nun gehen soll, da stürmt Glance, gefolgt von Stone, in eine Richtung los und kurz darauf folgt Alrik ihnen.

"Aehm, ja. Gut. Bringt es noch was, wenn ich sage, wir bleiben besser zusammen?" Seufzend schaut sie sich um. Dann richtet sie ihr Gepäck ordentlich, steckt sich einen Fleischstreifen in den Mund und folgt Glance und Stone.

Da sie nicht so rennt, sieht sie wie Glance und Stone plötzlich inne halten. Eine fremde Gestalt mit Lu Ser auf dem Rücken steht vor den beiden. Sie hält sich im Hintergrund und tritt nicht in das Sichtfeld. Ein leises Lachen kullert ihre Kehle entlang. Sichtfeld! Was für eine wertvolle Erfahrung hat sie gemacht? Dass es nicht auf die Augen ankommt. Sondern auf das Gefühl, auf das innere Auge. Sie konzentriert sich kurz und alles verschwimmt. Ein rötliches Bild legt sich über ihre geschlossenen Augen.
Sie sucht... aber ausser dem hell leuchtenden Fleck, der die Hütte sein muss, sieht sie nichts, was Gefahr für sie bedeutet.

Sie mustert die Gestalt näher. Die Geschmeidigkeit der Bewegung, die enorme Stärke verbirgt, die Drachenechse ist schwerer als man vermutet, das wache Auge, all das weist auf einen erfahrenen und trainierten Kämpfer hin. Auch die Waffen! Zwei Schwerter zu führen ist eine regelrechte Kunst und wird nur von sehr wenigen praktiziert.

Mit Verwunderung stellt Rashida fest, dass der Fremde weder Glance noch Stone angegriffen hat. Und Lu Ser ist anscheinend auch nicht tot, er hat gerade ganz leise gestöhnt.

Interessiert beobachtet die Kriegerin die drei Männer und denkt zuversichtlich: "Ihr werdet das Kind schon schaukeln!"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 06/04/04 05:06 AM

„Lu, ist der kleine Drache der euch über die Schulter hängt.“
Nur mühsam kann Stone sich zurückhalten.
„Ihr habt noch einen Versuch frei, was habt ihr mit Lu gemacht?
Stones Finger spannt sich um den Abzugshebel, seine Augen sprechen Bände.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 05:22 AM

Der Blick des Reisenden fällt zunächst auf die kleine Drachenechse und dann recht erstaunt auf den wütenden Krieger.

"Der gehört zu euch ? Das ist..... hmmm....

Eurem kleinen Freund geht es jedenfalls gut, er hat sich lediglich den Kopf gestossen und ist noch ein wenig neben der Fährte.

Aber nun lasst uns keine Zeit mehr verlieren, denn Zeit ist das Einzige was wir gerade nicht haben. Ich erbitte euer Vertrauen und werde euch gerne später Rede und Antwort stehen - wenn wir hier verschwunden sind !"


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 06/04/04 05:32 AM

Stone sieht ein das der Fremde recht hat, außerdem hat er gehört wie der kleine Drache aufstöhnte.
„Gut, ich will euch glauben.“
Im nächsten Moment ist die Armbrust wieder auf dem Rücken des Kriegers
„Auf jeden fall habt ihr recht, wir sollten hier verschwinden“

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 06/04/04 06:55 AM

Lu stöhnt erneut auf. Seinem Bewusstsein gelingt es jedoch nicht, sich an die Oberfläche der Realität zu strampeln. Rote Spiralen drehen sich vor seinem inneren Auge, lösen sich auf und beginnen erneut einen wilden Tanz. Der Boden scheint in wilden Zuckungen zu erbeben. "Mama, mir ist schlecht", murmelt er und würgt auch schon das Kaninchen hervor. Er will seinen Zustand dringend verbessern, ist jedoch viel zu schwach, um behutsam vorzugehen. Grob reisst er mit einer halb unbewussten Energie an den Kraftfäden.

Zahlreiche kleine Insekten, Würmer und Vögel hauchen spontan ihr Leben aus. Eine große Eule stirbt mitten im Flug und fällt wenige Meter von der Gruppe entfernt zu Boden. In der Dämmerung kann man für einen winzigen Augenblick erkennen, dass ihre Lebensenergie wie eine kleine goldene Kugel auf Lu zusaust, an seiner Stirn zerschellt und sich wie ein goldener Mantel um ihn legt.

Lu erwacht. Er findet sich kopfüber hängend wieder, einen üblen Geschmack im Maul und von Zweigen gepeitscht. Sein Nacken schmerzt. Erschreckt quiekt er auf. Ein Fremder verschleppt ihn durch den Wald und schlägt ihn dabei immer wieder unsanft gegen die Schwerter, die er auf seinem Rücken gekreuzt transportiert. Gut, dass seine Rückenschuppen so hart sind! Wo sind nur die anderen? Wo ist er?

Lu hebt seinen Kopf so weit, dass er parallel zum Boden schauen kann - und ein breites Lächeln überzieht seine Züge. Sein Rudel hat ihn nicht aufgegeben! Stone jagt dem Ritter, der ihn verschleppt haben muss, hinterher. Diebische Freude macht sich in dem kleinen Drachen breit. Der Schuft wird was erleben! "Stone!", ruft er. "Mach ihn fertig!"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 07:26 AM

Der Reisende wirft einen kurzen Blick auf die Drachenechse, dann legt er seinen Zeigefinger auf die Stirn des kleinen Wesens und flüstert etwas in Draconath, der Sprache der Drachen.

Währenddessen versucht der Streuner den festen Griff des Reisenden abzuschütteln und fleht: "Das Einhorn ! Es braucht unsere Hilfe !"

Doch der Reisende schüttelt den Kopf.

"Das Einhorn weiss genau was es tut und wenn ihr Freunde des Einhorns seid, dann tut es dies nicht, damit ihr jetzt in euer Verderben rennt. Wir müssen fort !"
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 06/04/04 07:37 AM

Bodasen läuft schneller, bis er an dei Seite des Reisenden gelangt.

"Wer seid ihr?, wir hatten vorher keine Zeit daürber zu sprechen. Was tut ihr hier?, habt ihr uns gesucht?"
Die Worte kommen Stoßweise, denn es fällt Bodasen nicht leicht bei dem Höllentempo seinen Atem zu kontrollieren. Er hält kurz inne, erinnert sich an einen alten, aber auch bei Menschen weit verbreiteten Elfenzauber. "Axxelleratus" und schon ist er wieder neben dem Reisenden, dem das Tempo offenbar nichts auszumachen scheint.

"Nun sprecht!"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 07:46 AM

Der Reisende schüttelt den Kopf.

"Spart euren Atem, Magus. Später ist genug Zeit"

Konzentriert versucht er, einen sicheren Weg durch die aus allen Richtungen vordringenden Blutjäger zu finden. Die Sonne ist bereits unter die Baumkronen gesunken und taucht den Wald in ein unheimliches Zwielicht.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 06/04/04 12:42 PM

Big Claw erklärt, nun da für kurze Zeit etwas Ruhe herrscht, Glance die Situation in dem Gewölbe.
"Wir wollten eigentlich nur nachschauen, ob sich irgendwas Brauchbares finden lässt. Plötzlich kam dieser Nebel, dann diese Gestalten und ein Wesen, das nicht von dieser Welt ist. Danke, für eure Rettung."
Die Elfin sieht sich den Fremden näher an. *Ein Reisender und er scheint uns wohl gesonnen zu sein. Aber er ist in großer Sorge.*

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 06/04/04 01:29 PM

Stone, der hinter dem Fremden herläuft, bekommt Lus anfeuerjung mit. Und muss unwillkürlich lächeln. Erst kann die kleine Drachenechse es gar nicht erwarten von ihm wegzukommen, dann freut sie sich ihn zu sehen als wäre er die größte Erfindung seit dem Drachenfeuer.
„Habe keine angst, Lu“ ruft er dem Drachen zu, „der Fremde wird dir nichts tun. Wir fliehen alle gemeinsam. Verhalte dich ruhig.“
Mehrere Wurzeln zwingen ihn dazu auszuweichen, „wir dürfen noch nicht stoppen, vertraue uns“


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 06/04/04 02:02 PM

Lu lässt den Kopf hängen und dreht sich ein wenig zur Seite, um den beiden Schwertern noch mehr Rückenfläche und somit härtere Schuppen zuzuwenden. Der Fremdling will ihn nicht entführen, sondern retten? Wenn Stone das sagt ... Immerhin beherrscht der Unbekannte eine kultivierte Sprache.

Leicht resigniert findet Lu sich damit ab, ständig auf irgendwelchen Schultern, Rücken oder Rucksäcken durch die Gegend getragen zu werden, ohne dass er weiß, worum es geht. Nun gut, der Platz auf der Schulter scheint nicht der schlechteste für eine rasante Flucht im Dunkel des Waldes zu sein. Sollen doch die anderen stolpern oder sich den Kopf stoßen. Er vergisst völlig, den Gefährten zu erzählen, dass er das Einhorn und dieses Dunkelwesen gesehen hat.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 06/04/04 02:18 PM

Big Claw sieht Lu Ser seine Traurigkeit an und geht zu ihm hin:
"Lu, nicht traurig sein, dies ist im Moment die beste Fortbewegungsmöglichkeit für dich. Entschuldige, aber jetzt in der Dunkelheit würde deine Größe dich nur, zwischen uns, behindern. Aber glaube mir, deine Zeit kommt auch noch, vielleicht schneller und gefährlicher, als dir lieb sein wird."
Sie streichelt Lu über den Kopf und lässt sich wieder zurückfallen. Durch ihre Nachtsichtfähigkeit und ihre anderen verschärften Sinne, kann sie so leichter merken, ob ihnen jemand folgt.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 06/04/04 02:31 PM

Der Zuspruch der Elfin hat Lu aufgemuntert. Er lächelt schwach. Gleichzeitig fragt er sich allerdings auch, wie lange die Ungeflügelten eigentlich noch durch den Wald hetzen wollen. Gibt es irgendein Ziel oder heißt das einzige Ziel: Nur schnell weg? Wohin?
Plötzlich erinnert Lu sich wieder an die letzten Momente vor seinem Blackout. "Das Einhorn! Wie geht es dem Einhorn?", ruft er in die Runde.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 06/04/04 03:13 PM

Glance läuft neben dem Reisenden, seine Sinne nach vorne konzentriert um Hindernisse oder Gefahren möglichst früh zu erkennen. Im Moment scheint der Weg frei zu sein. Er hört Lu Ser, der mit dem Kopf zur anderen Seite des Reisenden liegt und ihn daher nicht sehen kann, rufen "Das Einhorn! Wie geht es dem Einhorn?". Er ruft ihm zu, "Beruhige Dich, Lu Ser, das Einhorn deckt unseren Rückzug, und weiß, was es tut. Es wird sich rechtzeitig absetzen, und später sicher zu uns stossen".

Er wendet sich an den Reisenden, "Meint Ihr nicht, wir sollten es ausfechten, wenn wir einen offenen Platz finden? Wir können ihn magisch erhellen, damit die Menschen unsere Gegner besser sehen - schließlich können wir nicht ewig rennen, und früher oder später werden sie uns einholen. Ich habe nicht gern Feinde im Rücken?"

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 03:21 PM

Der Reisende hält plötzlich an und deutet nach vorn in die Schatten unter den Bäumen:

"Die Entscheidung wurde uns grade abgenommen !"

Vor der Gruppe tauchen Blutjäger wie aus dem Nichts auf. Zwei... Vier... Fünf... Acht.....

"Die können wir nicht mehr umgehen, macht euch bereit !"

Der Reisende hebt den kleinen Drachen von der Schulter und setzt ihn zu Boden, um seine Schwerter ziehen zu können.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 06/04/04 03:37 PM

Auch Glance hat die Wesen bemerkt, die sich im Schatten der Bäume verstecken. Mit der einen Hand zieht er sein Schwert, die andere vollführt eine kreisförmige Bewegung, eine kurze Anrufung Os'Ram's, und die Blätter der Bäume strahlen eines sanftes, fluorezierendes Leuchten ab, das zwar nicht sehr hell ist, aber die Umrisse der Blutjäger gegen einen helleren Hintergrund abzeichnet.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 06/04/04 03:42 PM

Abrupt stoppend kommt Stone mit seiner Armbrust in der Hand zum Stehen.
Er weis das er nur für einen Schuss Zeit hat, und der sollte sitzen.

Eine dieser Kreaturen, nutzt die Zeit die der Fremde braucht um Lu abzusetzen, und greift ihn an.
Mit einem schuss mitten in die Stirn bringt Stone das Monster zu fall.

Danach wechselt er, so wie er es Jahrelang lernte, in einer flüssigen Bewegung die Waffen.
"Einen Kreis, bildet einen Kreis"
Er hat keine ahnung ob die anderen ihn hören konnten oder nicht, der erste Gegner ist bei ihm. Blitzschnell schlägt er nach Stones Bauch. Nur mit einem Sprung nach hinten kann Stone sich retten. Erstaunt über die schnelligkeit der Angreifer, schlägt Stone erst einmal ein X in die Luft um wieder sicheren Stand zu bekommen. Mit seinem befreiungsschlag hat er erreicht das das Monster langsamer nachrückt. Stone ist ziemlich klar das er was reine Geschwindigkeit angeht keine Chance gegen diese Kreatur hat.
Aber vielleicht kann er ja die schnelligkeit des Monsters ausnutzen.
Mit einer Hand einen Bolzen ziehend, lässt er die andere zur Seite driften.
Das Monster kann der Lücke nicht wiederstehen unnd springt Stone an.
Noch im Sprung zur Seite, stößt Stone mit dem Bolzen zu.
Und trifft das Wesen tief im Oberschenkel...

Der Blutjäger landet scheinbar völlig unbeeindruckt und will Stone gleich wieder angreifen. Erst als die Kreatur springt merkt Sie das mit ihren Bein etwas nicht stimmt.
Der halbe Bolzen steckt tief im Fleisch, und so springt der Blutjäger ein gutes stück zu kurz, und landet ohne jedes Gleichgewicht zu haben auf dem Bauch.
Das ist alles was Stone braucht, mit einem sauberem Schlag, spaltet er den Kopf des Monsters.



Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 04:00 PM

Als der Reisende gerade seine Schwerter ziehen will, spürt er einen Armbrustbolzen direkt an seiner Schläfe vorbeizischen und sieht vor sich einen Blutjäger ins Laub fallen.

Anerkennend verbucht er "Schiesst wie ein Elf" in seiner Einschätzung des Kriegers.

Die übrigen Blutjäger sind angesichts der offenbar kampferprobten Schaar und ihrer schnellen Verluste etwas vorsichtiger geworden. Sie nähern sich nicht mehr direkt, sondern versuchen die Schatten zu ihrem Vorteil zu nutzen. Oder warten sie einfach auf Verstärkung, die der Gruppe in den Rücken fallen soll ?
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 06/04/04 04:09 PM

Die Elfin trifft als letzte ein und erkennt, dank Glance´s Zauber, einige Gegner noch zwischen den Bäumen. Sie nimmt ihren Bogen, legt einen Pfeil zurecht, zielt und schiesst. Eine der Kreaturen trifft sie, wie gewollt, am Bein. Was die Schnelligkeit dieses Wesens erheblich reduziert. Die nächste Kreatur bekommt einen Pfeil in den Arm.
Big Claw schultert den Bogen wieder, greift zu ihrem Langschwert und rennt auf den ersten verletzten Angreifer zu. Der kommt ihr mit Gebrüll, eine Mischung aus Schmerz und Wut, entgegen. Die Elfin begreift, dass dieser Gegner sehr stark ist und sie nur mit Schnelligkeit etwas ausrichten kann. Schon blitzt die Klinge dieses Monsters dicht vor ihr auf. Mit einem schnellen Sprung zur Seite, dabei gleichzeitg ihr Schwert gegen die Hand des Gegners schlagend, kann sie gerade noch ausweichen. Sie trifft, aber nicht stark genug, um den Gegner zu entwaffnen. Dieser stürzt erneut auf sie zu und bringt ihr einen Kratzer am Arm bei. Sie stöhnt auf, aber durch diesen Hieb ist ihr die Kreatur zu nahe gekommen. Big Claw sticht mit ihrer ganzen Kraft zu und kann einen tödlichen Schlag ausführen.
Zeit, sich zu erholen hat sie nicht. Das zweite Wesen ist schon bei ihr und holt zu einem mächtigen Schlag aus. Trotz ihrer Schmerzen, gelingt es ihr, mit dem verletzten Arm, das Schwert hochzureissen und zu parieren. Dabei macht sie eine Drehung um die eigene Achse und greift ihrerseits an. Das Wesen ist verblüfft, reagiert aber geschickt und springt zurück. Ihre Schmerzen werden immer stärker und sie fragt sich, wie lange sie dem Angriff noch standhalten kann.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 06/04/04 04:16 PM

Glance bewegt sich schnell, sehr schnell! Er springt auf einen der Jäger zu, die Spitze seines Schwertes mit der elfischen Klinge dringt durch die Kehle ins Hirn seines Gegners - eine schnelle Rückwärtsdrehung, und die Klinge trifft den Danebenstehenden ins Auge, jedoch trifft ihn das Schwert seines Gegners, das schon am Niedersausen war, auf die linke Schulter. Zwar hält sein Kettenpanzer stand, aber die Wucht des Schlages bricht sein Schlüsselbein. Schmerzerfüllt macht er einen Sprung vorwärts, um hinter die Front der Angreifer zu kommen, und wendet sich um, um nach den anderen zu sehen. Sein linker Arm hängt herab, aber mit der Rechten hält er sein Schwert abwehrbereit vor sich.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 06/04/04 04:20 PM

Lu, ganz Glasdrache, zittert am ganzen Körper und nähme gerne wieder den gerade noch verhöhnten Platz auf einer sicheren Schulter wieder ein. Er hört, wie seine Gefährten ihre Waffen ziehen.
Der kleine Drache beobachtet die Gegner im sanften Licht der Blätter genauer. Häßliche Wichte! Aber bei seiner Größe könnte er sie maximal in die Hand beißen, jedoch nicht ernsthaft verletzen.

Langsam zieht Lu sich hinter seine Gefährten zurück. Sie waren doch gerade an einem umgestürzten Baum, der von diesen ekligen Schlangenlianen überwuchert wurde, vorbeigekommen. Daraus könnte er ein Lasso knüpfen, dann hat er wenigstens eine kleine Waffe. Vor ihm beginnt der Kampf.

Lu wickelt in Windeseile mehrere Lianenstücke ab und knotet sie so aneinander, dass ein kleines, klebriges Seil entsteht, das er stetig verlängert. Gut, dass er bei Bodasens Acceleratus gerade gut aufgepasst hat, welche Kraftlinien schwangen. Er klappt auf Anhieb und Lu werkelt rasend schnell.

Einer der Gegner hat ihn bemerkt (leider hat er vor lauter Konzentration seine Angst vergessen) und stürzt sich aus dem Hauptkampfgetümmel auf das augenscheinlich leichteste Opfer, die Waffe gesenkt, ein boshaftes Grinsen in den Zügen. Er schlendert fast auf Lu zu. Eindeutig will er mit Lu spielen, bevor er ihn tötet.

"Feigling! Miststück!", denkt Lu. Er will sein Seil retten und fliegt schräg am nur noch wenige Schritte entfernten Angreifer vorbei in Richtung seiner Gefährten. Dummerweise verklemmt sich das eine Ende des Seils an den Ästen des eben noch so hilfreichen Baumstamms.

Lu, der sich schon knapp entwischt glaubte, wird mit Schwung aus seiner Flugbahn gerissen. Das Seil rutscht ihm durch die Hände und es gelingt ihm gerade eben noch, das freie Ende zu erwischen.

"Reiß doch endlich, du blödes Seil!", flucht er und versucht hinter dem Angreifer wegfliegen. Seine Worte werden nicht erhört, dafür wickelt er sich wie das Gewicht eines Wurfhammers in immer schnelleren Kreisen um den verblüfften Angreifer, bis er dumpf mit ihm zusammenknallt. Dem Blutjäger macht der Aufprall wenig aus, seine Arme sind jedoch mit der klebrigen Liane an den Körper gebunden. Wütend wehrt er sich mit Kniestößen und zerrt an den Lianen. Lu greift mental mit beiden Pfoten in die Kraftfäden und macht die Liane doppelt so [nocando], zäh und ein wenig kürzer. Gleichzeitig verwandelt sich die Rüstung eines anderen Blutjägers in ein dünnes Nachthemd.

"Ja, die Hand schaffe ich wirklich, wo sie doch direkt vor mir hängt", denkt Lu, bevor er herzhaft hineinbeißt. Die Waffe des dunklen Angreifers poltert zu Boden und trifft ihn in den Fuß.

"Und die Kehle!", schreit Lu fast rasend.

Der Blutjäger schreit gepeinigt auf und fällt mit dem in seiner Kehle verbissenen Drachen zu Boden. Lange ringen sie auf dem Boden miteinander, bis die Bewegungen des Blutjägers schwächer werden und schließlich ersterben.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 04:25 PM

Als der Reisende die Klingen endlich freibekommen hat, ist ein Blutjäger aus dem Schatten zu seiner Linken hervorgesprungen und hat ihn mit seinem Angriff an der Brust gestreift. Erneut verspürt der Reisende den sengenden Schmerz der nicht nur den Körper, sondern auch die Seele peinigt.

"Das ist heute nicht mein Tag"

Ein schneller Hieb spaltet der Kreatur das Rückgrat.

Seine Mitstreiter sind auch in Aktion getreten und nun widmet er seine volle Konzentration dem Kampf.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 06/04/04 05:40 PM

Alrik ist an die Seite eines Baumes gegangen. "Lieber ein Baumstamm im Rücken, als ein Messer" denkt er sich, und macht sich bereit. Er holt ein Wurfmesser heraus, und fängt an zu zielen.

Mist ! Die Dingers sind ganz schön schnell ! denkt Alrik, als er merkt, daß er keines der Wesen vernünftig anvisieren kann.
Da bemerkt er, wie sich eines der Wesen an Big Claw heranmacht. (Er bemerkt, daß neben ihr bereits ein toter Gegner liegt.) "Gut !" denkt er, "wenigstens ein Angreifer, der mir den Rücken zudreht !" und wirft. Das Wurfmesser bleibt der Kreatur im Rücken stecken, und es brüllt schmerzerfüllt auf - dicht vor Big Claw.

Ein zweites Wurfmesser trifft einen der Angreifer, der sich zunutze macht, daß Glance's Arm scheinbar nicht mehr benutzbar ist.

"Ich hoffe, das Haltbarkeitsdatum des Giftes ist noch nicht abgelaufen." denkt sich Alrik, während er sein Kurzschwert zieht, "der alte Alchimist war da sehr pingelig."

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 06/04/04 05:48 PM

Rashida, die vom Laufen noch erschöpft ist, hat sich neben Stone gestellt, und versucht nun mit ihm Rücken an Rücken zu kommen, um so besser verteidigt zu sein.

Sie hört den Ruf "Macht einen Kreis" doch leider kann sie der Aufforderung nicht nachkommen.

Ihr gegenüber steht ein Blutjäger. Ihre Hand zieht das Schwert rasch heraus, doch in den Augenwinkeln kann sie den Sprung des Jägers sehen: "Die schaffe ich ja nie, die sind zu schnell!"

Sie sammelt ihre Konzentration, schliesst ihre Augen und lässt ihr inneres Auge erscheinen. Die Gestalt des Blutjägers wird direkt vor ihr angezeigt! Eine Entscheidung innerhalb Sekunden fällend wirft sie sich nach vorn.
Sie hofft, dass sie tief genug ist, bevor sie den Gegner erreicht, aber sie spürt, wie eine Klinge ihr in den Rücken sticht. Da ist sie schon weiter gerollt und reisst den Angreifer zu Boden.

Mit einem Sprung ist die Kriegerin wieder auf den Beinen. Ihr Gegner rappelt sich genauso behende auf, nicht einmal seine Waffe hat er verloren!

Die Streiterin denkt sich: "Na gut, wenn es so nicht geht, dann zeige ich Dir, was es heisst, die heilige Kriegerin zu sein!"

Sie konzentriert sich wieder auf ihre Ausbildung. Die Worte ihres Mentors hallen deutlich in ihrem Kopf wider: "Nimm Dich in Acht! Halte Dich zurück! Lass Dich nicht provozieren!"
In kürzester Zeit sind die gelernten Bewegungen ausgeführt. Der Blutjäger hat sich wieder in den Schatten versteckt.

Doch die Streiterin weiss, dass er gleich wieder angreifen wird. Hat ein Blutjäger erst einmal ein Ziel angegriffen, lässt er solange nicht davon ab, bis einer tot ist.

Doch diesmal ist sie darauf vorbereitet. Der Blutjäger setzt zum Sprung an, hebt seine Waffe und fällt tot vor der Kriegerin zu Boden. Den ausgestreckten Arm mit dem gezückten Schwert, der blitzschnell hochgerissen wurde, hat er zwar gesehen, aber er konnte seinen Flug nicht mehr beeinflussen.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 06/04/04 06:31 PM

Gerade als Big Claw sich dem erneuten Angriff stellen will, hört sie ein leises Surren, die Kreatur schreit auf und bricht direkt vor ihr tot zusammen.
Um sich blickend erkennt die Elfin, dass Alrik dieses Wesen ins Jenseits befördert hat.
Die Schmerzen am Arm nehmen zu und noch ist nicht zu erkennen, ob alle Angreifer besiegt oder zumindest in die Flucht geschlagen sind. Solange das nicht sicher ist, kann Big Claw keinen Heilzauber sprechen. Sie könnte sich dann nicht auf das Geschehen konzentrieren.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 06/04/04 06:52 PM

Glance bemerkt einen Blutjäger, der von seiner verletzten Seite her angreift. Als er sich ihm zuwendet, trifft diesen ein Schlag in den Rücken, der ihn kurz innehalten lässt. Da sich seine Rüstung praktischerweise gerade in ein Nachthemd verwandelt, nutzt Glance die Gelegenheit und versenkt sein Schwert im Herzen des Monsters.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 06/04/04 07:06 PM

Es ist vorläufig Ruhe eingekehrt. Big Claw sieht, das auch Glance, der Reisende und Rashida verletzt sind. Sie geht zu Rashida und sieht sich die Wunde an. Es ist keine tiefe Wunde, aber sie muss gereinigt werden. Die Elfin nimmt aus ihrem Rucksack eine Tinktur und tröpfelt sie auf Rashidas Wunde.
"Es wird höllisch brennen, aber es ist der einzige Weg, die Wunde zu säubern. Lass es einwirken, dann sehen wir weiter."
Big Claw weiß, dass Glance sich selbst heilen kann, deswegen geht sie zu dem Reisenden. Sie weiß nicht, ob er in der Lage ist, sich selbst zu helfen. So bleibt sie erstmal neben ihm sitzen und versorgt ihre eigene Wunde.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 07:27 PM

Erstaunlich, wie schnell die Blutjäger dieser Truppe zum Opfer gefallen sind. Der Magier ist scheinbar nicht einmal dazu gekommen, seine Magie anzuwenden; jedenfalls schüttelt er seine Hände aus, um die Reste gespeicherter Magieaufladung zu verflüchtigen.

Der Reisende selbst wischt seine besudelte Klinge an den Überresten eines Blutjägers ab und schaut sich um.

"Alle wohlauf ? Gut, dann lasst uns weiter. Wenn niemand ernsthaft verwundet ist, sollten wir die Blessuren später versorgen. Wir sollten aus diesem Wald raus, bevor es gänzlich dunkel wird. Hier haben die Blutjäger einen viel zu grossen Vorteil !"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 06/04/04 07:33 PM

Glance sieht sich um, alle stehen noch - Claw ist am Arm verletzt, Rashida hat Blut auf dem Rücken, der Fremde ist an der Brust verletzt, Lu Ser trieft Blut aus dem Rachen - Stone, Alrik und Bodasen haben keine offensichtlichen Schäden davongetragen. Er schnauft tief durch, und steckt sein Schwert weg. Zeit sich um seinen Arm zu kümmern.

Er kniet nieder und richtet mit seiner gesunden Hand den glücklicherweise glatt gebrochenen Knochen, wobei sich sein Gesicht vor Schmerz verzerrt. Dann legt er die Hand auf die Schulter, konzentriert sich und spricht "Val Melian, aine fea, melyanna dona - mächtige Melian, heiliger Geist, gib mir deine teure Gabe". Einen Moment der äussertsten Konzentration, dann nimmt er die Hand herunter, und testet die Beweglichkeit seines linken Armes - soweit, so gut - aber er ist erschöpft.

Der Fremde drängt zum Aufbruch, und Glance gibt ihm recht - es sind noch viele hinter ihnen, und dies ist kein guter Platz um gegen eine Übermacht zu kämpfen. Sie sollten ihr Glück nicht zu sehr herausfordern. Er ist bereit mit dem Fremden den Weg fortzusetzen.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 08:00 PM

Der Reisende spürt den Widerwillen und die Ablehnung ob seiner Ungeduld. Er seufzt einmal tief und wendet sich ab. Rücksicht auf die Belange anderer nehmen müssen.... ja, das ist ihm fremd geworden.....

Während niemand hinsieht, legt er seine Hand auf den Riss in seiner Brust und schliesst die Augen. Ein schwaches silbriges Glühen und eine weitere blasse Narbe ziert sein Fleisch. Wenn nur alles so einfach zu heilen wäre.....
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 06/04/04 08:53 PM

"Wenn jemand noch Schonung braucht mit diesen Wunden - ich kann notfalls noch was mitnehmen" erklärt Alrik.

Dann geht er seine Wurfmesser einsammeln.

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 06/04/04 09:32 PM

Bodasen ist völlig überrascht wie gut die Gruppe schon aufeinander eingespielt scheint. Er hatte im Kampf den elementaren Kampfzauber schon auf den Lippen, aber es war ihm unmöglich gewesen ein Ziel anzuvisisieren.

"Ihr seid großartig!"
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 06/04/04 09:39 PM

Alrik klopft im Vorbeigehen Bodasen auf die Schulter. "Spar dir deine Kräfte für den nächsten Kampf, da hast du dann sicherlich genug zu tun."

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 06/04/04 10:05 PM

Rashida sieht zum Himmel auf. Langsam geht ihr die Zeit aus.
Durch eine Lücke zwischen den Bäumen sieht sie kurz den Mond. Vollmond. Zeit des Rituals.

Sie hadert mit sich. Wie soll sie es den anderen erklären? Dass sie dabei alleine sein muss, steht ausser Frage. Die Kriegerin sieht zu den anderen. Dann schüttelt sie energisch ihren Kopf.

Sie holt tief Luft und beginnt, laut zu reden: "Gefährten! Ich weiss, wir sind in Gefahr, ich weiss auch, dass wir aus diesem Wald heraus müssen. Doch es gibt Anweisungen, denen jeder folgen muss, manchmal wider die natürliche Logik. Ich muss euch jetzt verlassen, bitte, stellt mir keine Fragen. Ich bin sicher, ihr könnt verstehen, dass man dem Gott des Mondes am besten bei Vollmond huldigen kann. Doch mehr sage ich jetzt nicht mehr. Lebt wohl, wir sehen uns bald wieder!"

Ohne eine Antwort abzuwarten nimmt sie ihren Rucksack und verschwindet zwischen den Bäumen.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 06/04/04 10:10 PM

"Rashida, bist du verrückt geworden, Rashida???" ruft bodasen ihr nach, aber die junge Kriegerin ist schon im Wald verschwnden. Kopfschüttelnd stellt sich Bodasen zu den anderen. "Was jetzt? Wir brauchen alle etwas Schlaf! Wer übernimmt die erste wache?"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/04/04 10:39 PM

Der Reisende wendet sich zu den Gefährten um und massiert mit Daumen und Zeigefinger seine Nasenwurzel, ehe er erneut seufzt und mittlerweile ein wenig gereizt sagt:

"Weiter nördlich gibt es eine kleine Hügelgruppe ein Stück entfernt des Waldes. Wenn wir nach der Rast morgen früh noch den Sonnenaufgang bewundern wollen, sollten wir uns allmählich dorthin begeben......"

Kopfschüttelnd sieht er der Kriegerin nach, die, bevor jemand reagieren kann, spurlos im Wald verschwunden ist.

"Und wenn eure Freundin einen gütigen Gott an ihrer Seite hat, wird sie morgen früh vielleicht wieder bei uns sein....."

Zum Erstaunen des kleinen Drachen und bevor dieser dagegen protestieren kann hebt der Reisende LuSer wieder auf seine Schultern und schreitet mit ihm nach Norden davon.

"Du hast heute viel Mut bewiesen, Kleiner. Für jemanden Deines Alters war das eine beeindruckende Leistung."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 07/04/04 05:11 AM

Stone reinigt sein Schwert mit Hilfe eines Lappen den er vom der Kleidung seines Opfers reißt. Nach einer kurzen Begutachtung ob die Klinge irgendwelche Scharten davon getragen hat, sie ist in Ordnung offenbar sind diese Blutjäger ziemlich weich im Kopf, steckt er die Waffe wieder ein.
Nur um sie gleich darauf erneut zu ziehen.
In einem Salut der dem Drachen gilt, hebt er die Klinge an, „Gut gekämpft, mein klei ... mein Freund“
Danach zieht er noch den ganzen Bolzen aus der Stirn seines ersten Gegners.
Keine angenehme Arbeit, aber notwendig.
Der Bolzen ist jetzt zwar schon etwas lädiert, wird aber zumindest auf kurze Entfernungen sein Ziel noch treffen.
Verwundert schaut Stone Rashida nach, so ernst hat er sie noch gar nicht erlebt. Aber da Sie es anscheinend als ihre Privatsache ansieht schweigt er einfach.
Schließlich ist auch er soweit, und bricht mit dem Reisenden auf.
"Ich denke er hat Recht, wir sollten gehen. Nicht jeder Kampf im dunklen Wald wird so glücklich enden" ruft er den anderen noch zu.



Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 07/04/04 05:42 AM

Die Kriegerin eilt immer weiter. Sie läuft zuerst in Richtung der Berge, macht dann einen scharfen Rechtsknick und läuft parallel zu diesen weiter.

Seltsamerweise stolpert sie nicht, die Bäume scheinen ihr auszuweichen und selbst Tiere oder Kreaturen bemerken sie nicht.

Endlich kommt sie dort an, wo sie hin sollte. Eine kleine Lichtung mit einem klaren See in der Mitte.

Rasch entkleidet sich die Streiterin und zieht ihr Ritualgewand an. Es ist aus weisser Seide. Am Rücken wird es mittig vom Symbol von Undar, dem Vollmond mit der Flammenaura, geziert. Überall ist es mit goldfarbenen Schriftzeichen bedeckt, die uralt zu sein scheinen. Das Gewand ist hoch geschlossen, nur über der rechten Brust ist ein Schlitz frei. Vorne zeigt das Ritualkleid auch das Symbol Undars, doch wird da der Mond von einer Klinge verletzt und es tropft Blut herunter.

Rashida steigt langsam ins Wasser. Ihre Sachen hat sie an einen trockenen Platz gelegt. Das kalte Nass schlägt ihr an die Oberschenkel. Sie geht immer weiter, bis sie im Wasser nicht mehr stehen kann. Dann schwimmt sie in die Mitte des Sees, direkt in das Spiegelbild des Mondes.

Dort beginnt sie mit dem uralten Ritual. Sie rezitiert die Blutgebete von San a'Guis und fällt in eine tiefe Trance.
Posted By: buad

Re: On the Road again - 07/04/04 06:53 AM

Zwischen den Bäumen verborgen beobachtet der Priester die Kriegerin. Lautlos tritt er aus den Schatten auf die Lichtung heraus. Er gibt mit der linken Hand kurze Zeichen, und mit einem kaum wahrnehmbaren metallischen Kratzen verlassen auch seine Ritter den Schatten der Bäume, wo sie unsichtbar für die meisten Augen gewartet hatten. Im silbernen Mondlicht ist zu erkennen, dass sie alle Spuren eines Kampfes tragen, obwohl niemand von ihnen verletzt zu sein scheint. Tatsächlich waren auch sie einer kleinen Gruppe von Blutjägern begegnet, die jedoch dem Ansturm der erfahrenen Ritter schnell zum Opfer gefallen war.

Der Priester verharrt vor der abgelegten Rüstung und dem Schwert der Kriegerin.
Beinahe lautlos tritt einer der Ritter an ihn heran - eine beachtliche Leistung, wenn man bedenkt, dass der Kämpfer zwar nur eine leichte Rüstung trägt, die aber immerhin aus zahlreichen Metallsegmenten und Kettenringen besteht.

"Wir könnten sie problemlos gefangen nehmen, wenn sie den Teich verlässt!" flüstert der Ritter dem Priester kaum hörbar zu.
Der Priester schaut nachdenklich zu der im Mondlicht badenden Kriegerin hinüber und schüttelt dann ablehnend den Kopf.

"Sie ehrt Undar in einem Ritual. Es wird dem Mondgott nicht gefallen, dass sich seine Streiterin durch ein Ritual in solche Gefahr begibt. Es wimmelt in den Wäldern von widerlichen Kreaturen, und nur die Götter wissen, was sie aus ihren finsteren Schlupfwinkeln hervorgetrieben haben mag. Es gibt Zeiten für Rituale und Zeiten, wo man Undar auf anderem Wege ehren kann. Der Mondgott würde kein Ritual gutheißen, wenn dadurch einer seiner Anhänger in Gefahr geraten würde."

Der Priester schweigt einen Moment und beobachtet weiterhin die Kriegerin, die in Trance gefallen zu sein scheint. Dann wendet er sich wieder dem Ritter zu:
"Geh mit deinen Männern zwischen die Bäume und halte alle Kreaturen fern, die ihr gefährlich werden könnten. Vielleicht hat Undar selbst uns hierhergeschickt, um seine Streiterin vor ihrem eigenen heiligen Eifer zu schützen. Doch irgendwann wird niemand da sein, der sie beschützt - ich hoffe, Undar offenbart sich ihr und hält sie künftig von solchen Dummheiten ab. - Seid wachsam, und wenn möglich auch leise!"

Der Ritter nickt und zieht sich dann mit seinen Gefährten wieder langsam zwischen die Bäume in den Schatten zurück.

Der Priester verharrt noch einen Moment unbeweglich vor dem Kleiderhaufen der Kriegerin. Dann bückt er sich und ergreift das Schwert, es prüfend in der Hand wiegend. Die seltsame Rune im Knauf des Schwertes, die den Abenteurern in dem unheimlichen Gewölbe bereits soviel Hilfe geleistet hatte, erstrahlt in schwachem, sanften Licht. Der Ärmel des Priestergewandes rutscht in die Höhe, als sei er von einer unbekannten Kraft emporgezogen worden, und im gleichen milden Licht erglüht das tätowierte Symbol des flammenden Vollmondes auf dem Handgelenk des Priesters. Fast scheint es, als würden die beiden Symbole miteinander kommunizieren.

Der Priester lächelt, und das Glühen der beiden Zeichen lässt nach und erstirbt schliesslich ganz. Mit einer schnellen Bewegung führt der Priester die scharfe Schneide des Schwertes über seinen Unterarm und benetzt die reine Klinge mit seinem hervorquellenden Blut. Dann rammt er die Klinge aufrecht in das Erdreich, wohl wissend, dass damit der Kriegerin die Anwesenheit eines Fremden während ihres Rituals offenbart werden würde.

Anschliessend wirft der Priester einen letzten Blick auf die noch immer in Trance versunkene Kriegerin, bevor auch er sich in den Schatten der Bäume zurückzieht, um die unvorsichtige und wehrlose Streiterin Undars vor den umherstreunenden Blutjägern zu bewahren.

An der aufragenden, im Mondlicht schimmernden Klinge laufen langsam einige Blutstropfen hinab und hinterlassen auf dem hellen Stahl eine dunkle, gut sichtbare Spur...



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 07/04/04 07:17 AM

Die Elfin ist sehr erstaunt, dass Rashida mit einer unverständlichen Erklärung die Truppe verlässt. Dabei wollte sie sich doch noch um die Wunde der Kriegerin kümmern.
*Der Reisende hat recht, wenn er zum Aufbruch drängt. Und da alle Verletzungen versorgt sind, können wir eigentlich weiter*, denkt Big Claw und packt ihre Sachen.
"So, ich bin soweit, von mir auch können wir gehen."
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 07/04/04 07:30 AM

"Vielleicht bin ich ja der einzige mensch der gelegentlich etwas Schlaf braucht, aber wie sollen sich dann meine mentalen Kräfte wieder regenerieren?
Wenn wir nicht bald einmal rast machen, dann werde ich kaum noch Zauber weben können. Oder seid ihr mit magischen tränken ausgerüstet? - wohl kaum!"

Verärgert geht Bodasen in die angegebene Richtung los, dreht sich aber gleich wieder um...

"und was ist mit Rashida? Wird sie uns finden wenn wir weiterziehen?"
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 07/04/04 07:39 AM

Lu Ser ist froh, dass der Kampf vorbei ist. Er ist sich wohl bewusst, dass er sein Anfängerglück bis zur Neige ausgekostet hat. Hätte ... wäre ...
Nein, er denkt lieber nicht darüber nach, was alles hätte schief gehen können. Von seinen Gefährten ist er sehr beeindruckt. Für Ungeflügelte kämpfen sie erstaunlich wirkungsvoll. Nur die eigenartige Idee der Kriegerin Rashida, sich mitten in der Nacht in einer sehr gefährlichen Umgebung von der Gruppe abzusetzen, kann er nicht verstehen.

Der kleine Drache ist völlig erschöpft von den Ereignissen des Tages. Müde und hungrig schmiegt er sich vertrauensvoll an die Schulter des Fremden, der auch so engagiert für sein Rudel gekämpft hat. Hoffentlich erreichen sie rasch und sicher das in Aussicht gestellte Lager.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 07/04/04 08:13 AM

Die Frage des Magiers bleibt unbeantwortet. Jedem scheint klar zu sein, das Rashida für ihre Handlungen selbst verantwortlich ist und ein gnädiger Gott sie nicht nur in dieser Nacht im Wald überleben lassen wird, sondern sie vielleicht auch zu ihnen zurückgeleitet.

Stumm und abgekämpft zieht die Truppe weiter nach Norden. Nach einer knappen Stunde ohne weitere Zwischenfälle erreichen sie die kleine Hügelkette hinter der die Brecher aufzusteigen beginnen. Schnell finden sie einen guten Platz auf einem spärlich mit Bäumen bestandenen Hügel, der sie ein wenig vor Blicken verbirgt, ihnen selbst jedoch den Blick über die Umgebung gestattet. Ein Stück weit im Osten erkennt man in einer Lichtung des Waldes einen im Mondlicht schimmernden See.

Der Reisende hebt den schlummernden Drachen vorsichtig von seinen Schultern und legt ihn ins weiche Moos am Fuße eines kleinen Felsens, ehe er die Windsänger abgürtet und sich selbst mit dem Rücken an den Felsen gelehnt zu Boden setzt.

Aus einem kleinen Beutel an seiner Hüfte holt er ein paar trockene hartgebackene Kräuterkekse und knabbert nachdenklich daran herum, bis ihm einfällt, das es die Höflichkeit wohl gebietet, seinen Gefährten auch etwas davon anzubieten.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 07/04/04 09:00 AM

Lu erwacht aus einem kurzen, unruhigem Schlaf. Hat er da nicht gerade Kekse gerochen? Seine Oma hat immer behauptet, er könne Kekse über Meilen riechen und sie hat damit wohl nicht ganz unrecht.

Lu findet sich auf einem bequemen Moospolster wieder, neben sich den Unbekannten, der verführerisch duftenden Gebäckstücke in der Hand hält.
Er legt seinen Kopf auf das Bein des Hünen und bettelt mit großen Kinderaugen:

"Könnte ich vielleicht, wenn es keine Umstände macht, auch einen dieser herrlich duftenden Kekse haben? Und würdest du mir bitte verraten, wer du bist und warum du mich durch den Wald getragen hast? Was ist eigentlich passiert?".

Die Fragen überschlagen sich geradezu im Kopf des kleine Drachens und er wartet begierig auf eine Antwort - und auf einen Keks.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 07/04/04 10:51 AM

Es ist Vollmond. Das Wesen und das Einhorn trennen sich. So muß es sein. Der Vollmond übt auf beide etwas aus ... wenn auch verschiedene Dinge.

Das Einhorn genießt es, im Vollmond durch den Wald zu wander, auf dessen Blättern der Nachttau im Mondlicht glitzert. Es wandert zu zu den beiden Pferden, die im Vertrauen auf das Einhorn gewartet haben. Gemeinsam wandern sie zu einem geschützten Ort, um dort die Nacht zu verbringen, um zu schlafen.

Was das andere Wesen tut, interessiert das Einhorn nicht. Es weiß nur, daß es in dieser Vollmond Nacht nicht in die Nähe des Einhorns gehen wird. In der nächsten Nacht mögen die Dinge anders aussehen, aber für diese Nacht haben sie ihre Ruhe. Und wer weiß schon, ob nicht das andere Wesen seine eigenen Rituale abhalten muß, solange es Vollmond ist ?

Bevor Alrik einschläft, ißt er noch etwas von dem gerösteten Fleisch, daß er neulich mit eingepackt hat. Er bietet den anderen davon an.

Danach streicht er aus einer Phiole ein sehr zähflüssiges Gift auf seine Wurfmesser. Es ist ein Gift, das oberflächlich nichts tut - sich sogar in Verbindung mit Schweiß recht schnell zersetzt, und das erst wirken kann, wenn es in die Blutbahn gelangt.
Der alte Alchimist hatte sehr gute Arbeit geleistet. Nur etwas beunruhigt Alrik : Diese Phiole war billiger gewesen, weil das Haltbarkeitsdatum bald ablaufen würde - er weiß also nicht, wieviel von dem Gift noch wirkt. "Wie das mit Sonderangeboten nun einmal so ist..." seufzt Alrik leise.
Er packt seine Wurfmesser und die Phiole weg, und starrt noch ein Weilchen vor sich hin, sein Amulett in einer Hand.

Dann legt er sich schlafen.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 07/04/04 11:28 AM

Glance lässt sich neben dem Fremden, ebenfalls mit der Rückendeckung der Felsen, nieder. Als dieser seine Kekse auspackt, schaut er interessiert - und selbst der Drache wird wach und äussert hemmungslos sein Interesse an den Keksen.

Als der Fremde unvermittelt seine Kekse anbietet nimmt er dankend an, und holt einige der seinigen aus seinem Pack und gibt einen dem Fremden. "Diese sind nach einer alten Rezeptur, die ich von meiner hochelfischen Mutter bekam, gebacken," sagt er, "Sie scheinen den euren ähnlich zu sein - haben eure auch besondere Eigenschaften?". Auch er bietet den anderen an von seinen Keksen zu nehmen.



Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 07/04/04 11:46 AM

Lu kann sein Glück kaum fassen, als auch Glance Kekse auspackt und seinen Gefährten anbietet. Kurzzeitig vergisst er seine Neugierde und erbittet auch von dem Halbelfen einen Keks, in den er sofort gierig hineinbeißt.
Kurz vor dem Schlucken hält er jedoch inne und fragt mit vollem Maul mißtrauisch:
"Moment - Was für besondere Eigenschaften meintest du, Glance ...?".

Unkalkulierbare Abenteuer hatte er heute schon genug, als dass er es riskieren möchte, einen dieser Scherzkekse zu verspeisen, mit denen ihn seine Klassenkameraden schon häufiger geärgert hatten. Niesanfälle, Blümchen, die ihm aus den Ohren wachsen oder ein fieses Schuppenjucken, darauf hat er nun überhaupt keine Lust.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 07/04/04 12:00 PM

Nur Glance's Schnelligkeit rettet seine Finger vor den gierig zuschnappenden Drachenzähnen. Doch dann fragt Lu Ser auf einmal mit vollem Mund, sich nicht zu schlucken trauend, nach den Eigenschaften der Kekse.

"Keine Angst," antwortet Glance schmunzelnd, "Du kannst ruhig runterschlucken." Und als Lu ser dies beruhigt tut, fährt er fort, "Obwohl, meines Wissens noch kein Drachenwesen diese Kekse je probiert hat!"

Lu Ser wird glasig.

"Aber allen Wesen, die sie bisher genossen, gaben sie Lebenskraft und schnelle, anhaltende Sättigung."

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 07/04/04 12:27 PM

Auch Stone ist froh über die Rast, aber noch ist er völlig aufgekratzt. Er findet keine ruhe, sieht aber das er die anderen, trotz aller Fragen nicht in ihrer ruhe stören soll.
Nachdem er seine Rüstung, - die aus einem fein gearbeiteten, wattierten, Unterhemd und Hose. Einer Robusten Oberkleidung, die aus mehreren dünnen Stofflagen und dem abschließendem Lederpanzer besteht – gereinigt hat, findet er immer noch keine ruhe.
Deshalb beschließt er den Lederpanzer noch mal zu fetten. Dazu muss er die Metalleinlegearbeiten entfernen. Das geht einfach mit durchgesteckten Bändern.
Das große Brustteil, mit dem Wappen der Hüter (eine Hand, die über einer stilisierten Stadt schwebt und diese Schützen soll) hat mehrere Dellen, die Stone sorgfältig austreibt. Als er die Rüstung fertig gefettet hat, legt er sie wieder komplett an.
Danach reinigt er nochmals sorgfältig seine Waffen.
Immer noch hellwach beschließt Stone das er genauso gut seine Übungen abhalten kann.
Nicht die kompletten, aber den Teil der zur Meditation dient.
In der hoffnung so zur Ruhe zu finden.
Langsam steht Stone auf, und zieht, in einer genau festgelegten Art sein Schwert.
Danach absolviert er eine halbe Stunde lang die Übungen, in der hochkonzentrierten langsamen Art wie es ihm beigebracht worden ist.
Es sieht aus wie ein Tanz in Zeitlupe, und Stone wird langsam ruhiger und bemerkt jetzt wie erschöpft er wirklich ist.
Da er keine Vorräte mehr hat nimmt er dankbar das Angebot der Gefährten an.
Nachdem er gesättigt ist, kann er langsam an die wichtigen dinge denken, „wir sollten eine Wache aufstellen“ sagt er in die Runde.
„Ich kann die erste übernehmen“ fragend schaut er sich um, wer ihn ablösen wird.



Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 07/04/04 12:32 PM

Lu starrt Glance einen Moment entsetzt an. Er als Versuchsdrache? Was da alles passieren könnte! Er erstarrt und lauscht einige Augenblicke in sich hinein. Nichts. Kritisch betrachtet er seine Pfoten, seinen Bauch, seine Füße. Alles ganz normal ... ein bisschen durchsichtig vielleicht ...

Erleichtert bemerkt er dann, dass die von Glance beschriebene rasche Sättigung eintritt - und sonst nichts.
Lu sieht erst jetzt das immer breiter werdende Grinsen des Halbelfen. "Du ...!", will er rufen, stimmt dann aber in das Gelächter mit ein.

"Aber könntest du mir jetzt bitte sagen, weshalb ich stundenlang durch die Gegend getragen wurde, woher diese Biester kamen, die uns angegriffen haben und was in der Hütte passiert ist?"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 07/04/04 02:36 PM

Abwesend reicht der Reisende dem kleinen Drachen einen von seinen Keksen. "Besondere Eigenschaften ? Nein.... eigentlich....." Er zuckt mit den Schultern. "Sie machen satt. Auch schon in kleinen Mengen. Ich brauche ohnehin nicht viel...."

Mit einem schiefen Grinsen schaut er den kleinen Drachen an. "Wenn Du diesen Keks auch noch ganz herunterschlingen kannst, dann ist Dein Magen jedenfalls doppelt so gross wie Du..."

Schliesslich schaut er in die Runde, betrachtet den elfischen Krieger neben sich und richtet seinen Blick dann auf Stone, der nach der Wachaufteilung fragt.

"Ich weiss ich bin euch einige Antworten schuldig. Ich bin sehr selten in Gesellschaft und wenn, dann nennt man mich nur den Reisenden. Ich bins damit zufrieden. Auch kann ich euch keinen Ort nennen, von dem ich komme. Ich bin hier und da - wo es mich gerade..... hinzieht."

Nachdenklich blickt er der Elfenkriegerin in die Augen, dann wandert sein Blick in die Augen des Magiers, über den schlafenden Alrik, den Jungdrachen und über Glance wieder zurück zu Stone.

"Vielleicht kann ich euch helfen. Doch zuvor müsst ihr mir eine Frage beantworten: Einen solch bunten Haufen von Reisenden wie euch sieht man eher selten. Man könnte meinen, dies habe einen bestimmten Grund. Ihr seid doch nicht aus Zufall gemeinsam unterwegs ?"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 07/04/04 02:45 PM

Stone meldet sich zu Wort.
"Na ja, ich kann nicht sagen wo es für die anderen angefangen hat, aber bei mir begann alles damit das mein Ziehvater mich hat zu sich gerufen hat. Das ist sehr selten passiert, ich wußte schon das es um etwas dringendes ..."
Langsam erzählt Stone seine Geschichte, wie Rashida zu ihm gekommen ist und sie in den Kampf mit dem fremden Priester geraten sind. Big Claw. Sein Schwur den er gebrochen hat.
Glance, Alrik und das Einhorn.
Lu
Bis er zu dem punkt kommt wo der Reisende auftritt.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 07/04/04 02:52 PM

Die Elfin ist froh, als der Rastplatz endlich erreicht ist. So, hat sie sich das alles nicht vorgestellt. Niemand hat sie auf Gefahren oder gar solche Feinde hingewiesen. Sie ist zwar sehr gut ausgebildet worden, aber echte Kämpfe musste sie noch nie bestreiten. Und es ist ein großer Unterschied, ob nur Elfen in einen Kampf ziehen oder eine Gruppe gemischt aus Elfen, Kriegern, Reisenden, Streunern und Drachen. Aber sie hat daraus gelernt.
Sie sieht den Reisenden, Bodasen, Lu Ser und Glance etwas abseits sitzen. Alrik schläft schon und Stone macht irgendwelche Übungen.
Big Claw beschliesst, sich zu Lu Ser zu setzen.
"Na mein Freund, ich sagte dir ja, du wirst schneller gebraucht, als dir lieb ist. Aber du hast sehr gut gekämpft."
Sie streichelt ihm über den Kopf und holt aus ihrem Rucksack auch ein paar Kekse und bietet sie der Runde an und hört Stone zu.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 07/04/04 03:12 PM

Interessiert hat der Reisende Stones Erzählung gelauscht und der Schilderung über Stones Mentor besondere Beachtung geschenkt. Schliesslich nickt er und schaut dem Krieger lange in die Augen.

"Euer Ferrwar war ein weiser alter Mann. Er hatte Teil an einem Wissen, das nur noch wenige besitzen. Zumindest an Fragmenten davon. Es ist wahr. Etwas regt sich auf dieser Welt. Etwas...... nun ja, man sollte es wohl etwas sehr Böses nennen können. Das hängt von der Sichtweise ab. Wie es scheint habt ihr alle auf verschiedene Weise die Aufmerksamkeit dieser Präsenz auf euch gezogen. Weil ihr möglicherweise etwas in eurem Besitz habt, das ihr nicht besitzen solltet. Ich kenne den Namen dieser Präsenz und ich kenne sein Ziel...."
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 07/04/04 03:19 PM

Lu freut sich, dass endlich etwas Licht ins Dunkel kommen könnte.
"Was meinst du, sollten wir haben? Und wer will uns aufhalten? Und weshalb?", fragt er neugierig, den Kopf wieder auf das Bein des Reisenden gelegt, den Keks sicher verstaut in einer Pfote.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 07/04/04 03:24 PM

Diese antwort des Reisenden lässt Stone aufhorchen.
Der Fremde kannte seinen Vater
Woher kannte er ihn, und wo hat er sein wissen her. Selbst Ferrwar wußte nichts genaues
Stone springt aufbrausen auf, ruft sich dann aber die tatsache ins Gedächtnis das der Fremde ihnen ja geholfen hat, und beruhigt sich sichtlich.
"Verzeiht, aber ..."
Stone bricht ab. Zu viele Gedanken schwirren in seinem Kopf herum.
So setz er sich wieder hin und läßt den Fremden seine Geschichte erzählen

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 07/04/04 03:25 PM

Plötzlich fühlt der Reisende aller Augen auf sich gerichtet, selbst der todmüde Magier ist näher gekommen um die Geschichte zu hören. Ausser Alrik - der leise zu schnarchen begonnen hat - und Rashida haben sich nun alle Gefährten um den Reisenden versammelt.

Während sie verstummen und ihre Blicke sich teils fragend, teils skeptisch auf den Reisenden richten, wandert dessen Blick in weite Ferne, wo er verharrt, bis er schliesslich zunächst langsam und stockend zu erzählen beginnt........:



"Vor vielen Zeitaltern....... ja, noch vor dem Zeitalter der Dämmerung........ war dies eine ganz andere Welt. Kaum jemand weiss noch etwas über die Zeit vor der Dämmerung.......... Und wer etwas weiss, verschliesst dieses Wissen tief in seinem Innersten.....

Damals gab es hier nur zwei Rassen, die auch auf dieser Welt entstanden waren . Man nannte sie die "Erdgeborenen" und es waren Elfen und Drachen. Eine dritte Rasse jedoch, uralt und mächtig, wanderte zwischen den Spähren umher und lies sich hier nieder. Es waren die "Sterngeborenen", die wunderschönen und edlen Etheran.

Ihre Zahl war sehr gering, doch ihre Macht und ihre Weisheit waren dafür umso grösser. Die Elfen und Drachen beugten sich ihnen und die Etheran herrschten viele Jahrtausende lang in Güte und Frieden. Diese Welt war ihr Garten, den sie hegten und pflegten. Um seine Vielfalt zu mehren, brachten sie von anderen Welten schliesslich auch Menschen und Zwerge hierher und sie sorgten dafür, das es niemals an etwas mangelte. Es war das verlorene Paradies, erfüllt von Glück und Harmonie.

Am Ende jener goldenen Tage herrschte SarSareth gemeinsam mit seiner über alles geliebten Gefährtin AneAshin im Hohen Rat der Etheran. Ihnen zur Seite standen ein Elf und ein Drache als Botschafter und Vertreter der Erdgeborenen dieser Welt. Lange jedoch schon gärte Neid und Mißgunst auf die Macht und Herrschaft der Etheran im Volk der Elfen. Mehrfach hatten sie versucht, die Drachen als Verbündete für einen Krieg gegen die Etheran zu gewinnen, jedoch ohne Erfolg. Die Drachen fühlten sich den Etheran näher als den Elfen und waren zufrieden mit dem Zustand ihrer Welt. Den Elfen hingegen war bewusst, das sie allein keinen Sieg erringen konnten und so brüteten sie weiter über ihren finsteren Plänen.

Das Blatt wendete sich, als Menschen und Zwerge durch die Etheran hierher gebracht wurden. Nach Jahrhunderten der Intrigen fanden die Elfen in Ihnen schliesslich die lange erhofften Verbündeten und noch dazu in stattlicher Zahl. Güte und Friedfertigkeit der Etheran hatten sie zu dem Trugschluss kommen lassen, das diese letztlich doch nur schwache Herrscher waren - und so begann der Krieg.

Die Etheran hätten diesen Kampf gewinnen können, doch waren sie viel zu verwirrt und erschüttert über den Sinneswandel der anderen Rassen. Auch das Kämpfen und Töten war ihnen nicht nur fremd, sondern sie empfanden es als in äußerstem Maße abscheulich und verwerflich. Eine Seele durfte sich nicht mit solchen Taten besudeln. So beschränkten sich die Etheran darauf, sich in ihrer Metropole Ethuillinum, der Lichterstadt, zu verschanzen. Und sie rätselten verzweifelt, was nur geschehen sein mochte, während die Armeen der Allierten gegen ihre Mauern brandeten. Die Drachen drängten die Etheran zur Gegenwehr und boten ihre Hilfe an, doch die Etheran lehnten das Angebot schockiert ab. Es durfte kein Blut fliessen.

Das Verhängnis nahm seinen Lauf, als Dherdwellhas - der Elfenbotschafter an der Seite SarSareths - schliesslich Verrat übte. Er liess die feindliche Streitmacht über verborgene Wege ins Innere der Lichterstadt der Etheran. Doch wurde er dabei von AneAshin überrascht, SarSareths geliebter Gefährtin. Der Botschafter der Drachen hörte die Rufe ihrer Not und kam gerade rechtzeitig, als der Heerführer der Menschen - ein grausamer Mann namens Hrennoc - sein grobes Schwert gegen AneAshin erhob. Brüllend vor Wut warf der Drache sich auf den Menschen, doch die liebliche AneAshin war so entsetzt bei dem Gedanken, das der Drache seine Seele zu ihrem Schutz besudeln wollte, das sie mit einem panischen Schrei den Heerführer aus der Reichweite der tödlichen Klauen stiess. Jedoch war der Hieb des Drachen so voll unbändiger Kraft, das er ihn nicht mehr rechtzeitig zu stoppen vermochte......

Als SarSareth, alarmiert durch den Lärm, mit einigen weiteren Etheran den Saal betrat, bot sich ihm ein schreckliches Bild: Eine Horde schwerbewaffneter Menschen drängte durch einen verborgenen Gang herein, der Elfenbotschafter brüllte Befehle und der Botschafter der Drachen beugte sich über die sterbende AneAshin, deren Leib durch seine blutbesudelten Klauen in Stücke gerissen ward.

Der erste Schlag SarSareths fegte den Drachen direkt durch die Wand, wo er in einem gewaltigen Schauer aus Trümmern und Steinsplittern hinab auf das Heer der angreifenden Truppen stürzte. Der zweite Schlag SarSareths liess von Dherdwellhas, Hrennoc und den anderen Eindringlingen nur einen blutigen Nebel übrig. Der dritte Schlag SarSareths fällte die Armeen im Umkreis der Lichterstadt wie eine Sense, die durch das reife Getreide fuhr. Doch diesen Schlag erlebte der schwerverletzte Drache nur noch aus der Ferne, da er nach seinem Sturz sofort die Flucht ergriffen hatte. Und noch bis in die Berge hinein verfolgte ihn der entsetzliche Schrei von SarSareths unendlicher Qual.

Das darauf folgende Zeitalter der Asche überlebten nur wenige. Die Etheran, die SarSareth Einhalt gebieten wollten, wichen vor seinem entsetzlichen Zorn zurück. Die meissten Etheran verliessen diese Welt erschüttert und entsetzt und kehrten niemals wieder. Einige wenige jedoch zogen sich in die äusseren Sphären zurück und versuchten für ihre Schützlinge zu tun, was sie vermochten, ohne SarSareths Wahnsinn auf sich zu lenken. Sie wurden zu den Göttern, welche die Überlebenden dieses Zeitalters heute verehren.

Als es nicht mehr viel zu vernichten gab, die meissten Erdgeborenen und Angesiedelten tot waren und diese Welt in Finsternis versank, zog SarSareth sich an einen verborgenen Ort zurück. Dort boten ihm Erschöpfung, Wahnsinn und Schlaf eine gnädige Zuflucht vor den Schrecken die er entfesselt hatte und dem Grauen das er durchlitt.

Er schlief lange und träumte dunkle Träume. Zu den Qualen des Rachedurstes und den Bildern von AneAshins zerfetztem Leib, die ihn beständig heimsuchten, kamen die Qualen der Schuld über seine Taten. Er hatte diese Welt verwüstet, und er musste ihr neues Leben geben. Und so erschuf er in seinen Träumen Kreaturen, die aus den Tiefen seiner Qualen und seines Wahnsinns geboren waren. Kreaturen, die ausschwärmen sollten um diese Welt in Besitz zu nehmen. Kreaturen, die diese Welt von den überlebenden Rassen des Zeitalters der Asche reinigen sollten, welche die Etheran so furchtbar verraten hatten und ihm seine unsterbliche Liebe nahmen.

So wie es scheint, will SarSareth nun erwachen. Und mit ihm erwachen die Kreaturen, die er in seinen Alpträumen erschuf."

Der Reisende seufzt schwer und richtet den Blick zu Boden. Für eine kleine Ewigkeit herrscht Stille in der Runde. Doch schliesslich fährt der Reisende ganz leise, fast flüsternd fort:

"Ihr seht also, das es gar einer gewaltigen Streitmacht damals nicht gelang SarSareth zu vernichten. Statt dessen fielen sie selbst der Vernichtung anheim. Ich weiss nicht, wie euch gelingen soll, wo sie scheiterten."

Eindringlich fällt sein Blick auf die Gefährten und verweilt bei jedem für einen kurzen Moment.

"Wenn es etwas gibt, das SarSareth ein Ende bereiten kann, dann muss es in Ethuillinum zu finden sein. Seit dem Zeitalter der Asche war niemand mehr dort. Aber die verlorene Lichterstadt ist weit entfernt. Jenseits der Brecher über die Ebene der Sandgeister und verborgen im Ring der schneebedeckten Drachenzähne. In deren Mitte liegt ein Hochplateau, genannt Der Spiegel des Himmels. Auf diesem Plateau errichteten die Etheran ihre Lichterstadt.

Es gab dort den Saal des Hohen Rates, der viele mächtige Artefakte enthielt und in seiner Mitte einen machtvollen Stein. Durch ihn schauten die Etheran auf die gesamte Welt und durch ihn konnte der Hohe Rat verändern und eingreifen, wo er es für nötig hielt."

Der Blick des Reisenden schweift ziellos umher und richtet sich dann auf die Leere zwischen den Sternen.

"Es gibt da nur einen Haken....... Der Hohe Rat konnte den Saal nur gemeinsam betreten. Scheinbar trauten die Etheran bei all ihrer Weisheit sich selbst nicht so recht. Dafür waren Neun Schlüssel vorgesehen, wobei es sich nicht um richtige Schlüssel handelte, sondern um diverse Artefakte, welche die Tore des Saales nur öffneten, wenn ihre Macht gemeinsam zum tragen kam.

Am schwierigsten hierbei wird sein, die Schlüssel von SarSareth und AneAshin zu finden. Es heisst, das SarSareth sie seiner Geliebten mit ins Grab gegeben hat, bevor er das Mausoleum verschloss, das er für sie errichtete. Wo dieses Grab sich befindet, weiss niemand.

Einen Teil der Schlüssel jedoch habt ihr, wie es scheint schon gefunden, nicht wahr ? Wie viele sind es ?"
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 07/04/04 03:50 PM

Lu hat der Geschichte gebannt gelauscht. Einzelne Satzfetzen schwirren immernoch durch seinen Kopf.
"Ich besitze rein gar nichts, schon gar kein Artefakt", antwortet er. "Meinen einzigen Besitz hier jenseits der Drachenhöhlen halte ich in dieser Pfote". Er hebt traurig den Keks hoch.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 07/04/04 04:06 PM

Die Augen des Reisenden richten sich auf den kleinen Drachen.

"Du bist der Abkömmling einer stolzen und edlen Rasse, deren Nachfahren immer noch viel Macht besitzen, mein Kleiner. Selbst wenn sie bei weitem nicht mehr so gross ist wie einst. Und ich bin sicher, Du wärest nicht hier, wenn nicht auch Du eine Rolle bei der Sache zu spielen hättest..."
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 07/04/04 04:22 PM

Big Claw hat stumm und ohne eine Regung Traveller´s Erzählung zugehört.
Sie ist entsetzt, so etwas über ihr Volk zu hören und senkt beschämt den Kopf.

"Es tut mir entsetzlich Leid, aber davon wußte ich nichts, nicht einmal in unseren Geschichtsbüchern findet sich auch nur ein Hinweis darüber. Aber wer gibt auch schon solche Untaten an die kommenden Generationen weiter. Vielleicht ist das der Grund warum ich ausgesendet wurde, um etwas Schuld abzutragen."



Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 07/04/04 05:01 PM

Während Stone erzählt, holt Glance seine Pfeife hervor und stopft sie bedächtig. Dann zündet er sie mit seinem Fingerfeuer an, raucht und hört zu. Auch für ihn ist einiges Neues über die Gruppe zu erfahren aus Stone's Erzählung, denn bisher hatten sie ja nur die nötigsten Informationen austauschen können.

Ein Teil seines Geistes forscht instinktiv die Umgebung nach Gefahren ab, und er merkt, dass der Reisende und Claw dasselbe tun - das beruhigt ihn. Stone's Gedanke nach einer Wache, der im Moment vergessen schien, ist also doch beachtet worden. Zumindest solange sie wach sind.


Nachdem dann der Reisende seine Geschichte erzählt hat, fügt er hinzu "Der Sage nach wurde die Insel Lodoss, von der ich stamme, in einem Kampf der Götter vom Festland abgespalten. Wahrscheinlich war das der Kampf dessen Ursachen der Reisende gerade geschildert hat. Dieser Ring," er hält seine Hand hoch, "soll von einer der beiden Göttinnen stammen, die im Todeskampf auf das verfluchte Land Lodoss fielen. Niemand konnte je ergründen, welche Kräfte in ihm wohnen."



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 07/04/04 06:19 PM

Die Elfin denkt lange nach.

"In unserem Reich Mogador gibt es viele Ruínen. Sie sind schon sehr alt und mit Gras, Moos und anderen Pflanzen überzogen, sodass man nicht mehr viel erkennen kann. Aber keiner aus meinem Volk kann sagen, woher diese Ruinen stammen. Ob dies das Werk von SarSarath war?"

"Ich weiß auch nicht, was es mit meinem Amulett auf sich hat. Es befindet sich seit undenklichen Zeiten in Familienbesitz. Und niemand aus meiner Familie weiß, wer es als Erster getragen hat. Es leuchtet auf, wenn es in die Nähe von verschiedenen Gegenständen der Anderen kommt. Es kommt mir so vor, als hätten sich unsere Wege kreuzen müssen."

Sie sieht sich fragend in der Runde um.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 07/04/04 07:44 PM

Stone hört dem Reisenden fassungslos zu, die Menschen kommen nicht von dieser Welt?
Nur hergebracht, wo kommen sie her?
Was ist ihre Heimat? Heimat, er hat ja selbst keine mehr.
„Ich denke ich werde jetzt mit der Wache anfangen, ich ... ich kann“.
Stone schüttelt den Kopf.
„Bitte, ruht euch aus. Ich glaube nicht, dass ich in dieser Nacht ruhe finden werde. Aber vielleicht sollte irgendwann jemand nach mir schauen, falls ich mich darin irre. Wir Menschen haben uns in so manchen Dingen geirrt“
Ohne weitere Worte bezieht Stone einen kleinen Hügel der gerade außerhalb des Feuers liegt. Aber noch nahe genug das ankommende vom Feuer geblendet, ihn nicht so ohne weiteres ausmachen können.
Was soll er jetzt machen, Lu, was wird er jetzt von den Menschen denken, die so leichtsinnig das Paradies seiner Vorfahren zerstört haben?
„Mit den Elfen wird es da wohl keine Probleme geben“, denkt Stone bitter.
„Diese Wesen haben uns hergebracht damit es uns besser geht, und wie haben es wir ihnen gedankt“. Diese Überlegungen führen ihn zurück zu seinem Schwur, auch er hat ein Versprechen gebrochen.
„Bin ich auch so, das ich alles zu meinem Vorteil benutze?“ Stone grämt sich, aber auf diese Fragen findet er keine Antwort.
Er schaut die Gruppe an, die sich so einfach, scheinbar, gefunden hat. Sieht wie sie ihre knappen Rationen teilen.
Er denkt zurück an den Kampf in dem Kellergewölbe, da hat er einfach ohne zu Überlegen diese Leute verteidigt. Er weis das er noch jetzt dort ausharren würde, wenn es notwendig gewesen wäre. Aber die anderen haben ihren Beitrag geleistet und Alrik gerettet.
Und so auch ihn.
Stone schaut zu Alrik, seltsam früher hätte er darauf bestanden das jemand der seine Kameraden nur wegen Gold in Gefahr bringt, hart bestraft werden würde. Und würde aus dieser Disziplinierung seinen Vorteil, einen verlässlicheren Kameraden, ziehen.
Und jetzt, er hat mitbekommen das Alrik im Wald das seine getan hat um allen zu helfen. Und das obwohl er kein Krieger zu sein scheint, er hatte keine Angst gezeigt.
Stone sieht jetzt das es auch Verlässlichkeit ohne Strafen gibt.
Rashida, die sie verlassen hat.
Hat sie die Gruppe verraten weil Sie ihre eigenen Bedürfnisse über die der anderen gestellt hat.
Oder würde die Gruppe Rashida verraten, wenn sie Rashidas Bedürfnisse nicht anerkennt?

Jetzt haben Sie ein Ziel, aber was dann. Was wenn sie scheitern und alle sterben.
Was wenn sie erfolg haben ... Was wird aus ihm?
Stone begreift das er nie, nie wieder nach Groß Furtheim kann.
Warum hat Ferrwar ihm das angetan?
Stone schaut auf seinen Panzer, mit dem Wappen. Aus dieser Perspektive kommt es ihm so vor als würde die Hand die Groß Furtheim beschützen, behüten soll, die Stadt erdrücken.
In seiner Kohorte hätte er niemals so frei entscheiden können ob er Wache halten will oder nicht. Es hätte auch niemand Rücksicht genommen als sein Vater gestorben war, wenn er Dienst gehabt hätte.
Er erinnert sich an die Situation.
Alle hatten seinen Schmerz akzeptiert, und ihm die ruhe gegeben die er nötig hatte.
Er begreift jetzt das sie ihn genauso beschützt hätten wie sie es mit Alrik getan hatten.
Sogar Bodasen, den er so vor den Kopf gestoßen hatte.
Wieso kommen ihm solche Gedanken? Fühlte er sich auch erdrückt?
Er hatte seinen Dienst immer mit Hingabe und einem Gefühl des Stolzes versehen, aber, so begreift er jetzt. Er hatte nie wirkliche Freunde gehabt. Nie jemanden dem er sich hätte anvertrauen können, nie hätte er so einfach darauf vertraut das seine Kameraden ihn beschützen würden . Niemanden außer Ferrwar.
Er begreift das Ferrwars Handlung vielleicht wirklich das beste für ihn waren.
Nie hätten seine Kameraden ihr Leben riskiert. Ihnen wurde nicht umsonst beigebracht das nur das Ziel, die Kohorte, aber niemals der einzelne wichtig waren.
Er sieht wieder auf seinen Brustpanzer, und begreift endgültig das es das falsche Symbol ist dem er folgt.
Die Hand wird immer bedrohlicher, senkt sich nieder auf die Stadt, zerdrückt sie.
Er kann es nicht mehr ertragen, reißt mit brutaler Kraft den metallen Brustschutz vom Leder und wirft ihn weg.
Erleichterung überkommt Stone, als wäre ein Gewicht vom ihm genommen.
Nur noch ein Metallstück, liegt es jetzt da. Stone ist sich im klaren das er eigentlich nicht auf diesen Schutz verzichten kann. Deshalb will er es aufheben. Doch kaum hat er die Hand danach ausgestreckt, glüht es in einem schwachen goldenen Schimmer.
„Stone, wie lange habe ich gewartet das Du dich von diesem Zeichen befreist“
Ferrwar, es ist Ferrwar, aber Stone hat eindeutig mitbekommen das Ferrwars Geist diese Welt verlassen hat.
„Stone, jetzt kann ich nichts mehr für dich tun. Du musst deinen eigenen Weg gehen. Aber gehe unter diesem Zeichen“ Stone begreift das es nur ein teil der ursprünglichen Nachricht von Ferrwars Tod ist.
Aber warum soll er unter jenem Zeichen gehen, das er eben erst aus seinem Leben verbannen wollte?
„Mein Sohn, dies ist das wahre Zeichen der Hüter. Viele Jahre lang dienten sie der Stadt ohne sie zu beherrschen. Ohne die Tyrannei des Hirtenrates und des Prälaten.“
Stone starrte ungläubig auf das Wappen, das sich auf einmal veränderte.
Die Linien verschoben sich, verschwanden, prägten sich neu ein.
„Es ist nicht alles falsch was man dich lehrte, aber vieles verdreht. Ach Stone, gerne hätte ich diesen Tag erlebt. Aber ich wusste immer das der Tag kommen würde.
Lebe dein Leben, unter diesem Zeichen“
Die Stimme verschwindet, und auch das goldene Glühen. Die Umwandlung des Wappens ist abgeschlossen.
Wo vorher eine Hand über der Stadt schwebte, hält sie Sie jetzt. Auf offener Handfläche trägt sie die Stadt, dient ihr als Grundfeste. Die offenen Finger signalisieren Freiheit, zu kommen und zu gehen.
Dieses Wappen wirkt nicht bedrohlich, es wirkt einladend und vermittelt Sicherheit. Gebaut auf solchem halt kann die Stadt in alle Richtungen Wachsen.
Voller Dank an seinen Vater nimmt Stone die Platte wieder an sich, als er die zerstörten Bänder durch neue ersetzen will kann er sie nicht mehr halten. Wie von allein schwebt sie an seinen Lederpanzer und fügt sich ein. Irgendwie weis Stone das die Platte nicht untrennbar verbunden ist. Sollte er seinen Lederpanzer ersetzen müssen, so wird die Platte zu lösen sein.
Sie ist auch nicht stärker oder verzaubert, so einen Zauber auf eine Nachricht zu legen verbraucht zu viel Kraft, aber er wird immer unter diesem Zeichen kämpfen, nein leben können.
Und obwohl sie nur vom Aussehen anders ist, spürt Stone wie seine Zuversicht wächst.
Er ist nicht allein, war es nie.
Er schaut zur Gruppe, und wenn sie auch alle ihre eigenen Motive haben.
Stone glaubt nicht das er in nächster Zeit alleine sein wird.
Heimat, was ist das? Diese Gedanken halten ihn noch lange wach.





Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 07/04/04 08:00 PM

Bodasen ist bis in seine Grundfesten erschüttert. Sollte wirklich so etwas einmal passiert sein. Er setzt sich zum Reisenden.

"Reisender, ich brauche Beweise! Versteht mich nicht falsch, aber was ihr erzählt is so Phantastisch, so unwirklich! Das soll tatsächlich geschehen sein? - und doch ich spüre, daß ihr uns nicht anlügt, aber vielleicht wurdet ihr selbst belogen?"

Bodasen bricht ab und starrt dem Reisenden in die Augen, als würde er seine Seele ergründen wollen.

"Wenn das wahr ist was ihr sagt, dann habe ich hier einen der Schlüssel. Diesen Stab fand ich in einem uralten Grab, das ein Bauer nahe Rechem beim Pflügen geöffnet hat. Ich habe versucht ihn zu ergründen, es geht eine gewaltige Macht von ihm aus. Zum zaubern kanner wie jeder magische Stab verwendet werden, aber ich weiß, da ist mehr."

Wieder hält Bodasen inne; er läßt seine Blicke über die anderen Mitglieder dieser, seiner Gruppe streifen.

"Welche macht hat uns zusammen geführt Reisender; und wer seid ihr wirklich?"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 07/04/04 08:09 PM

Rashida erlebt gerade den Moment der höchsten Konzentration und Trance. Sie nimmt nicht wahr, was um sie herum geschieht.

Nach einer Weile beginnt sie in genau studierten und vorgegebenen Bewegungen ihre Arme und Beine zu bewegen. Der schwere Stoff behindert sie dabei nicht.
Das Wasser kommt in Bewegung. Zuerst zögerlich und langsam, dann immer leichter und schneller.

Von oben betrachtet zeigt das Wasserballett seine Wirkung. Es scheint das Zeichen Undars, der Vollmond mit Flammenaura, auf der Wasseroberfläche zu schweben!

Die Tätowierungen von Rashida an ihren Handgelenken und Knöcheln beginnen sanft zu vibrieren. Ein schwaches Leuchten strahlt von ihnen ab und gibt dem Flammenrand ein gespenstisch wirkliches Aussehen.

Dann fängt das Wasser an zu brodeln. Von den Spitzen der Flammen wandert das Sprudeln bis in die Mitte, bis zur Kriegerin.

Als die Wasserblasen sie berühren, hebt Rashida ihren Kopf gen Himmel und hebt zu einem rituellen Gesang an. In einer Sprache, die so alt ist, dass niemand mehr weiss, was die Worte wohl bedeuten mögen. Die klare Stimme der Kriegerin trägt das Lied weit in den Wald hinein. Die Melodie ist traurig, ermutigt aber zur Hoffnung.

Nachdem sie mit dem Gesang geendet hat, steigt Rashida aus dem Wasser. Sie nimmt einen Dolch, der unter ihrem Kleid versteckt war.

Langsam ritzt sie sich einen dünnen Strich in die unbedeckte Stelle ihres Körpers. Ein Blutstropfen löst sich und rollt zum Ende des Kratzers. Rashida beugt sich vor und der Tropfen fällt in den See.

Ein rötliches Leuchten breitet sich vom See aus. Man kann deutlich die Spur erkennen, die der Blutstropfen zieht. Obwohl es nur eine winzige Spur Blut war, färbt sie den ganzen See rot.

"Meine kleine Kampfmaus!", ertönt eine Stimme, die tief und wohlklingend ist. "Ich danke Dir für Dein Blutopfer, um mir zu huldigen. Knie Dich hin!"

Rasch fällt Rashida auf ihre Knie. Den Kopf hat sie gebeugt, ihre Augen sind geschlossen. Still und bewegungslos verharrt die heilige Streiterin und wartet darauf, dass ihr Gott weiter spricht.

Hart und barsch kommen die Worte über den See gebellt: "Aber wie konntest Du so dumm sein, und alleine so ein Ritual durchführen? Vor allem an diesem Ort? Du hattest Glück, Kampfmaus, dass sich Dein Weg hier mit dem Weg von anderen gekreuzt hat. Diese haben die Aufgabe auf sich genommen, Dich zu beschützen, damit Du Dein Ritual durchführen kannst! Was machst Du, wenn einmal niemand vorbeikommt? Oder die günstige Gelegenheit nutzt?"

In der entstehenden Pause ist kein Laut zu hören. Dann hebt die Stimme wieder an, diesmal feierlich getragen: "Von heute an, verbiete ich Dir, Rashida a'Roch, irgendwelche Rituale mir zu Ehren abzuhalten!"

Die Kriegerin kämpft mit den Tränen. Dieses Privileg entzogen zu bekommen, ist ein harter Schlag für sie. Doch Undar ist auch für seine Strenge bekannt. Sie reisst sich zusammen und lauscht ihrem Gott.

Etwas versöhnlicher fügt Undar hinzu: "Ich mache dies, damit Du nicht diese Welt verlässt, bevor Deine Aufgabe erledigt ist. Du weisst, dass niemand ausser Dir die Statue des Blutes richtig benutzen kann, also hüte Dein Leben wie einen Augapfel! Verlasse niemals Deine Gruppe, wenn Du es verhindern kannst! Denn ich kann und werde Dir nicht immer helfen."

Die Stimme ist immer leiser geworden und verabschiedet sich mit dem Satz: "Alles wird gut, Kampfmaus!"

Die Kriegerin lässt sich zur Seite fallen und gibt sich ihrer Trauer und Zorn hin. Die Tränen rinnen hemmungslos über ihr Gesicht. Nach langer Zeit versiegt der Strom. Rashida richtet sich auf und wischt die letzten Reste von ihrem Gesicht.

Immer noch kein Auge für die Umgebung, kleidet sie sich aus und zieht ihre normalen Sachen an.

Lange hält sie das Ritualgewand in der Hand und starrt darauf. Dann hebt sie es hoch, schüttelt es und ruft laut: "Ich werde Dir beweisen, dass ich Deiner würdig bin!"

Entschlossen packt sie das Gewand ein. Sie dreht sich um, um ihr Schwert zu holen. Da erst bemerkt sie, dass die Klinge aufrecht im Boden steckt und ein dünner Strich dunkel die Klinge ziert.
Ein spitzer Schrei entweicht ihrer Kehle. Sie nimmt das Schwert in die Hand. Es fühlt sich komisch an, irgendwie ... anders. Rashida überlegt, woher sie dieses Gefühl kennt. Da durchzuckt sie ein Gedanke.

Ja, wenn es wirklich so ist, dann... sie überlegt nicht zu Ende, sondern sucht mittels Telepathie einen bestimmten Geist. Prompt findet sie ihn in der Nähe und übermittelt ihm ihren Dank: "Ich danke Euch und Euren Leuten, dass ihr mir ermöglicht habt, mein Ritual durchzuführen. Es tut mir leid, dass Ihr von Eurer eigentlichen Aufgabe, wegen derer Ihr hier unterwegs seid, abgehalten wurdet. Ich werde mich Euch erkenntlich zeigen, aber im Moment habe ich keine Mittel und Wege dazu. Doch eins weiss ich sicher: ich habe Euch bestimmt nicht das letzte Mal getroffen und ich werde Euch dies nicht vergessen!"

Ohne die Klinge abzuwischen, steckt Rashida sie in die Scheide. Dann bindet sie das Schwert fest um ihre Hüfte und macht sich auf, die anderen wieder zu treffen.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 07/04/04 11:00 PM

Glance schaut auf den offensichtlich aufgewühlten Stone als der seinen freiwilligen Wachdienst bezieht. Er hebt an etwas zu sagen, lässt es aber dann, und wendet sich statt dessen der Elfin zu. "Bestimmung, oder göttliche Lenkung?", sagt er, "Ja, es scheint sich zuviel zusammenzufügen als das es Zufall sein kann. Wie der Reisende sagt, es sind nicht alle Erdgeborenen aus unserer Sphäre entschwunden. Aber sind wir nur Schachfiguren im Spiel der Mächtigen? Oder Werkzeuge? Oder haben wir Einfluss und eigene Entscheidungsfreiheit über unser Schicksal?" Er erwartet nicht wirklich eine Antwort auf diese Fragen, auf die letztendlich keiner von Ihnen mit Sicherheit antworten kann. Er packt seine Pfeife weg, und richtet sich ein Ruhelager, legt sich hin und scheint zu schlafen - aber seine Gedanken und sein Geist wandern.




Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 07/04/04 11:13 PM

So sehr Bodasen den schlaf noch vor wenigen stunden gebraucht hätte, so sehr scheint dieser ihn jetzt zu fliehen. Der reisende hatt ihn nur angesehen und kein Antwort gegeben. Nicht, daß er wirklich eine erwartet hätte.

Bodasen steht auf und geht im Lager auf und ab, er will seinen geist leer machen, doch die Erinnerungen stürzen auf ihn ein. Er sieht sich in der Akademie, auf der Flucht, im Kampf und mit den Gefährten von denen er nicht weiß ob er sie schätzen, fürchten, lieben oder hassen soll.

"Wenn das leben doch nur so einfach wäre wie für Luser!", denkt Bodasen. Unwillkürlich sieht er zu dem kleinen Drachen hinüber. "Und wenn es das letzte ist was ich tun werde, aber für diesen einen Drachen werde ich mich bemühen ein besserer Mensch zu sein!"

Mit diesem Gedanken legt sich Bodasen ins weiche, duftenede gras und schließt die Augen. Endlich findet er die ruhe, die er so dringend braucht.
Posted By: buad

Re: On the Road again - 08/04/04 06:46 AM

Der Priester steckt den silbrig glänzenden Streitkolben zurück. Die beiden Blutjäger, die zu seinen Füßen liegen und niemanden mehr jagen werden, hatten sich als Geschöpfe der Nacht in den tiefen Schatten der Bäume sicher gefühlt, als sie mit mörderischen Absichten zum See schlichen. Und doch waren sie unvermittelt dem geweihten Streitkolben zum Opfer gefallen. Anhand der metallischen, aber schwachen Geräusche, die der Priester vernommen hatte, wusste er, dass mindestens einer seiner Männer ebenfalls eine Konfrontation mit den blutrünstigen Jägern hatte, die, daran konnte kein Zweifel bestehen, für die Gegner mit der gleichen überraschenden Konsequenz endete. Dann hatten sich schon wieder die Geräusche der Nacht wie eine Decke über die Bäume gelegt, und das eben Geschehene verborgen als hätte es nie stattgefunden. Die Götter waren stark in dieser Nacht...

Der Priester neigt den Kopf zur Seite, als würde er einer Stimme lauschen, die nur er zu vernehmen in der Lage ist. Dann breitet sich, im Schatten nicht zu sehen, ein warmes Lächeln über den Zügen des heiligen Mannes aus. Seine Nachricht war angekommen und wurde verstanden...
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 08/04/04 07:16 AM

Der Reisende, der in brütendes Schweigen verfallen war und den Überlegungen der anderen gelauscht hatte, überlegt ob er die erwähnten Artefakte der Gefährten näher in Augenschein nehmen sollte - beschliesst aber, dass das noch bis zum Morgen Zeit hätte.

"Diese Leute brauchen Schlaf !" schalt er sich selbst. "Zügle Deine Ungeduld"

Wie selbst in Schlaf versunken, sitzt er reglos an den Felsen gelehnt, doch in seinen Augen spiegelt sich schwach das Licht des Mondes.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 08/04/04 08:21 AM

Rashida geht raschen Schrittes durch den Wald. Sie versucht, sich auf die Umgebung zu konzentrieren, was ihr nur halbherzig gelingt.

"Wo sind nur die anderen?" Sie bereut ihren Ausflug bereits. Spurensuche war noch nie ihr Spezialgebiet, sie hatte nie die Zeit jedes Blatt nach einer veränderten Krümmung der Ränder abzusuchen...

Und, als wäre das nicht schon genug, ziehen Wolken auf.
"Na klasse, wenn es jetzt zu regnen anfängt, dann wars das, dann sehe ich ja nicht einmal mehr Spuren auf dem Boden!"

Sie schaut sich verzweifelt um. Der Wald wird bereits lichter, sie ist also richtig gelaufen. Sie erreicht wider Erwarten die Stelle, wo sie sich von den anderen getrennt hat.

Schnell lässt sie ihre Blicke von rechts nach links schweifen. Irgend etwas folgt ihr doch? Als sie nichts hören und sehen kann, geht sie zögerlich weiter.

Nach 5 Schritten bleibt sie stehen. Wieder Stille. "Aber das Geräusch war doch da!" Sie geht wieder weiter, im Slalom um Bäume und Büsche umher. Da! Eine Bewegung zwischen den Bäumen.

"Es hüpft von Baum zu Baum?" Sie überlegt, aber Blutjäger hüpfen ihrer Meinung nach nicht in Bäumen herum.

Ohne es zu ahnen, hat sie sich den anderen Gefährten bis auf Rufweite genähert, als der Himmel seine Pforten öffnet, und ein Regenschauer niedergeht, der die Kriegerin im Nu bis auf die Haut durchnässt.

"Das hat ja jetzt sein müssen, oder?" , schimpft sie zum Himmel hinauf.

Doch sie hat jetzt andere Sorgen. Ihr Verfolger ist irgendwo da oben, in den Bäumen.

Sie will gerade weitergehen, da hört sie einen dumpfen Plumps imGebüsch gleich hinter ihr.
Das Schwert ziehen und näher schleichen sind das Ergebnis eines kurzen Entschlusses.

Rashida schaut in das Gebüsch und biegt ein paar Äste eines Busches zur Seite.
Sie erschrickt dermassen, dass ihr Schrei Tote aufwecken könnte.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 08/04/04 09:02 AM

Der kleine Drache hat es sich wieder auf seinem Moospolster gemütlich gemacht und schlummert von den Anstrengungen des Tages ermüdet rasch ein. Das Gemurmel der übrigen im Hintergrund stört ihn nicht.
In seinen Träumen läuft er durch einen finsteren Wald, verfolgt von einer Bedrohung, die so gewaltig ist, dass er sich nicht wagt, sich umzuschauen oder stehen zu bleiben, auch wenn er eigentlich kaum die Kraft hat, noch einen weiteren Schritt voranzugehen. Eine fremde, doch irgendwie vertraute Stimme ruft Lu zu, er solle einhalten und sich der Gefahr stellen.

Aber Lu hastet verzweifelt weiter.

"Du bist ein Drache, ein Erdgeborener! Also benimm dich auch wie einer!", erklingt die Stimmer erneut, diesmal mit einem wütenden Unterton. Vor Lu schließen sich die Bäume und bilden eine undurchdringliche Wand aus Ästen, Blättern und Dornen. Er bremst ab und hämmert gegen die Wand.

Lu sieht wie von außen, dass sich sein Körper aufbläht und die Körpergröße eines wohlgewachsenen Drachens annimmt. Die Stimme ist nun in seinem Kopf.
"Wehr dich!"
Fast ohne sein Zutun wendet sich sein Körper um und jagt dem Angreifer einen riesigen Feuerball entgegen. Die Schritte des Verfolgers im Unterholz verstummen.
Der Drache trommelt sich auf die Brust und brüllt laut: "ICH - BIN - EIN - DRACHE!!!!!!!!!!!"
-

Lu erwacht. Er erinnert sich nur noch an wenige Fetzen seines Traumes, seine Angst, sein Triumphgefühl.
Jawohl, er hat heute mitgeholfen, sein Rudel gegen einen Angriff zu verteidigen! Er hat sich zum ersten Mal gegen etwas durchgesetzt, das größer als ein Kaninchen war. Prickelnder Stolz durchzieht ihn.

Kurz bevor der Stolz in Größenwahn umschlagen kann, erinnert sich Lu, dass er sehr viel Glück bei seiner Aktion hatte. Das dämpft seine Gefühle ein wenig. Jedoch hat er zum ersten Mal in seinem Leben das Gefühl, nicht nur der nichtsnutzige, wie sagt seine Mutter: degenerierte, Tolpatsch zu sein. Und sowohl das Einhorn als auch Traveller hatten gesagt, er werde gebraucht ...
Nun erlaubt Lu sich doch ein stolzes Lächeln. Aber wie gerne wäre er so groß und mächtig wie einer der Ungeflügelten ...

Ein schriller Schrei unterbricht seine Gedanken.
"Das war Rashida", ruft er und beginnt wild an den schlafenden Gefährten zu rütteln. "Wir müssen Rashida helfen!".


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 08/04/04 09:21 AM

Ein leises Kribbeln am Finger zeigt Glance an, dass die Aura, die er am Rande seiner Wahrnehmung näher kommen fühlt, Rashida sein muss (oder zumindest Rashida's Schwert, korrigiert er sich selbst - aufpassen vor voreiligen Schlüssen, ermahnt er sich). Plötzlich ein durchdringender Schrei!

Glance springt auf - er sieht Stone von hinten, der mit gezogenem Schwert in die Richtung aus der der Schrei kam blickt, Lu Ser - der aufgeregt an Alrik und Bodasen rüttelt, Claw - die seitlich von Stone bereits mit dem Waldrand zu verschmelzen scheint.

Er selbst zieht sein Schwert, und schlägt einen Haken nach der anderen Seite von Stone, um die Ursache des Schrei's von der Seite her zu erkunden.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 08/04/04 09:33 AM

Lus Stolz ist wie weggeblasen. Erneut wird er sich seiner Unfähigkeit bewusst. Nun, wo die Regenwolken den Vollmond bedecken, ist es stockfinster. Wie soll er Rashida helfen? Trotzdem rafft er sich auf.
"Rashida! Was ist passiert?", ruft er, aber seine schwache Stimme dringt nicht bis zur Kriegerin.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 08/04/04 09:48 AM

Ein Schrei reisst den Reisenden aus seinen Gedanken. Er hebt den Kopf und lässt die Sinne hinausschiessen in die Nacht. Die Kriegerin ist zurück, am Rande des Waldes. Glance ist zu ihr unterwegs. Da ist Stone.... BigClaw.... LuSer....

Gefahr ? Grosse Gefahr ? Nein, er spürt mehr Schreck als wirkliche Bedrohung.

Langsam senkt er den Kopf und gibt sich wieder seinen Gedanken hin, während schwere Regentropfen zu fallen begonnen haben und ihm in den Nacken laufen........
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 08/04/04 09:56 AM

Aus dem Gebüsch starrt ein beharrtes Gesicht Rashida mit weit aufgerissenen Augen an. Es ist mindestens ebenso entsetzt wie diese. Der buschige Schwanz des Wesens peitscht zweimal unruhig hin und her, bevor es sich in heller Panik abwendet, um zu fliehen.
Doch nach nur zwei Schritten schreit es erneut auf und Rashida sieht es kopfüber in einer großen Blüte verschwinden. Nur ein Paar zuckender Beine ragt noch aus dem großen Kelch. Mit einem letzten schmatzenden Geräusch verschwinden auch die Beine.
Die Blüte öffnet sich wieder, bereit für den Nachtisch.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 08/04/04 10:45 AM

Stone, der in Gedanken versunken war, hat zwar den Schrei gehört, kann aber die Richtung nicht einschätzen aus der er kam.
Er sieht noch wie Glance weiter vom ihm entfernt einen Bogen um ihn schlägt, nachdem er ungefähr weis, wo Glance hinwill, setzt er sich ebenfalls in Bewegung.
Aber den agilen Halbelf kann er nicht mehr einholen, noch dazu hat der Regen, den Stone erst jetzt bemerkt, das Gelände ziemlich rutschig werden lassen.




Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 08/04/04 11:23 AM

Rashida kann ihren Mund vor Staunen nicht mehr zuklappen. Der Schrei ist schon längst raus, trotzdem schliesst sie ihren Mund nicht.

Sie schüttelt ihren Kopf und ruft: "Da, da! Habt ihr das nicht gesehen? Was war das? So ein pelziges Ding!"

Gedankenverloren zeigt sie mit dem Finger immer noch auf die grosse Pflanze, die wieder harmlos ihre Blüte zeigt.

Dann dreht sie sich um und begrüsst die anderen, die gleich herbeigeeilt sind.

"Schön euch zu sehen!"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 08/04/04 11:24 AM

Der markerschütternde Schrei reisst Big Claw aus ihrem Halbschlaf. *Rashida!*

Sie springt auf und rennt in die Richtung, aus der der Schrei kommt. Während sie rennt, nimmt sie den Bogen von der Schulter und hält einen Pfeil parat.

Trotz der Dunkelheit und des Regens weiß die Elfin, wo sie hin muss. Sie kann nun in einiger Entfernung eine Gestalt erkennen, Rashida. Die Kriegerin steht wie erstarrt da, aber ausser ihr ist kein anderes Wesen in der Nähe.

Big Claw erreicht Rashida und sieht diese, mit offenem Mund, vor einer großen Pflanze stehen. Die Kriegerin redet irgendwas von einem pelzigen Ding. Aber ausser der Pflanze ist nichts zu sehen.




Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 08/04/04 11:52 AM

Alrik wird wach. "Was war das jetzt ???" fragt er sich. Er hat natürlich keine Ahnung.
Bevor er aufsteht, prüft er noch schnell den Sitz seiner Messer. Dann setzt er sich auf, blickt kurz um sich, steht dann auf, währender den Rest in Richtung Wald verschwinden sieht.

"Hm, einer muß doch das Lager bewachen !?" fragt er sich - und beschließt, erst mal hierzubleiben.
Er nickt dem inzwischen auch wachgewordenen Bodasen zu, und beginnt, sich dem Wald zu nähern - das Lager immer in Blickweite (wozu ersich mehrmals umschaut, um die Umgebung und seine Entfernung zum Lager zu überprüfen).

"Ich habe keine Lust, den ganzen Krempel hierzulassen, also bleibe ich besser in Sichtweite ..." denkt Alrik "...zumindest bis sie meine Hilfe brauchen."

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 08/04/04 11:56 AM

Glance erreicht Rashida nach Claw und Lu Ser und sieht, dass keine unmittelbare Gefahr besteht. Er lässt sein Schwert wieder verschwinden, und begrüsst Rashida "Schön Euch gesund wieder zu sehen! Lasst uns zurück zu den Anderen gehen."

Zu dem inzwischen herangekommenen Stone sagt er, "Alles ist klar! - Ich werde dann die Wache übernehmen. Ihr bedürft der Ruhe um der Gedanken Herr zu werden, die Eure Aufmerksamkeit fesseln"

Ohne weiteres Wort, und ohne auf die Anderen zu warten, geht er zurück zum Lagerplatz. Dort sagt er den Verbliebenen nur "Rashida ist zurück - ich übernehme jetzt die Wache bis zum Sonnenaufgang." Er sucht einen der hohen Bäume aus, schwingt sich hinein, klettert gewandt hoch und macht es sich auf einer Astgabel, von der er sowohl den Lagerplatz wie das Umfeld im "Auge" hat, bequem.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 08/04/04 12:03 PM

Alrik ist froh, daß er nicht noch mitten in der Nacht "in den Kampf" ziehen muß. Abermals nickt er Bodasen zu, als Zeichen, daß alles in Ordnung sei, und legt sich wieder hin.


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 08/04/04 12:08 PM

Als Lu die Gruppe im Dunkel des Waldes endlich fand, hatte sich die Aufregung schon gelegt. Rashida war wohl von einem pelzigen Tierchen erschreckt worden, welches dann aber geflüchtet war.
Was die wunderschöne, aber unappetitlich riechende Riesenblume damit zu tun hat, auf die Rashida immer wieder zeigt, versteht er nicht so ganz. Aber an diesen Zustand ist er bei den Ungeflügelten ja inzwischen gewöhnt.

Als alle wieder aufatmen und sich beruhigen, fällt Lu siedendheiß ein, dass er seinen Keks vor lauter Aufregung irgendwo im Lager verloren haben muss. Immer der Nase nach begibt er sich zurück zu seiner alten Schlafstätte. Den Keks findet er, aber er ist nur noch ein matschiger, vom Regen aufgeweichter Haufen. Seufzend sucht Lu sich eine etwas regengeschützten Platz und versucht erneut einzuschlafen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 08/04/04 12:10 PM

"War ich so offensichtlich unaufmerksam?", er nickt nur und begrüßt Rashida kurz.
Dann begibt er sich zurück zum Lager, da er nicht im Schlamm schlafen will und auch seine Schlafrolle nicht in den Schlamm legen mag, sammelt er noch schnell etliche Tannenzweige und schafft sich so eine trockene und halbwegs bequeme unterlage.
Jetzt spürt er seine müdigkeit wieder, wie ein Raubtier fällt ihn der Schlaf an und so ist er schnell eingeschlafen.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 08/04/04 12:21 PM

Nach dieser erneuten Aufregung, aber froh, dass Rashida wieder bei den Gefährten ist, sucht sich die Elfin einen einigermaßen trockenen Platz zum Schlafen.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 08/04/04 01:40 PM

Inzwischen sieht sich Bodasen die seltsame Pflanze, von der Rashida berichtet hat genauer an. Allerdings bleibt er auf Distanz, denn so harmlos diese riesige Blüte auch wirkt, so gefährlich scheint sie nach der Erzählung der Gefährtin zu sein.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 08/04/04 03:45 PM

Langsam hellt sich der Himmel auf durch das Licht der aufgehenden Sonne. Der Rest der Nacht war ohne weitere Ereignisse vergangen. Glance liegt auf seiner Astgabel, seine Sinne nehmen die erwachenden Geräusche des Waldes auf, das Rauschen des Windes in den Blättern, deren leises Säuseln, Tiere, die durch die Stämme huschen, der Schrei eines Adlers.

Der Schrei eines Adlers? Glance fährt hoch. In dieser Gegend? Er biegt einen Zweig, der ihm den Blick nach oben versperrt auf die Seite und sucht den Himmel ab. Weit oben, selbst für seine Augen nur schwer erkennbar, sieht er drei Punkte sich am Himmel abzeichnen. "Das kann doch nicht wahr sein," entfährt es ihm verblüfft.

Mit einem Satz springt er von der Astgabel, vergisst aber in der Hektik den Levitationszauber unterzulegen, sodass er mit einem unsanften, und lauten, Plumps landet, was die ersten seiner Gefährten hochschrecken lässt. Im Aufraffen zieht er sich den linken Handschuh aus und faltet den nach innen gefalteteten doppelten Stulpen aus und zieht sich den Handshuh wieder über. Der Stulpen reicht jetzt über den gesamten Unterarm bis zum Ellenbogen. Glance stellt sich hochaufgereckt auf eine offene Stelle zwischen den Bäumen und wirft seinen Umhang ab. Sein Mithrilsilberkettenhemd leuchtet im Licht der aufgehenden Sonne, den linken Arm streckt er weit von seinem Körper ab. Auf zwei Fingern der Rechten stösst er einen schrillen Pfiff aus, der auch die letzten aus dem Schlaf holt.

Er ignoriert alles, voll konzentriert auf die Punkte am Himmel, die jetzt schnell grösser werden. Schon ist zu erkennen, dass es sich um drei grosse Adler handelt, die im Stuzflug auf Glance zukommen. Die beiden äusseren breiten ihre mächtigen Flügel aus, bremsen ihren Sturz ab und drehen über dem Lagerplatz weite Kreise. Der dritte stürzt weiter auf Glance zu, bremst erst kurz über ihm mit seinen weissen Schwingen ab und landet federleicht auf Glance's Arm. Ein weisser Adler - alle sehen inzwischen mit erstauntem Blick auf Glance.

Dieser kniet sich hin, und stützt seinen Ellenbogen auf's Knie, denn der Vogel lastet jetzt nach der Landung doch schwer auf seinem Arm. "Es ist eine Ehre Euch zu treffen, Lichtgeborene," sagt er zu dem Vogel. Dieser schaut mit seinen scharfblickenden, geröteten Albinoaugen in die Runde. Glance bemerkt die anderen. "Dies ist Sil'Gwaihira - das Licht Gwaihirs, Nachfahrin Gwaihirs des Urahns der Adler des Nordens," stellt er den Vogel vor. Und zu dem Vogel gewandt sagt er nur, "Dies sind meine Gefährten".

Glance und Sil'Gwaihira schauen sich in die Augen, und Glance "hört" die Botschaft, die sie ihm telepathisch übermittelt. Dann senkt sie den Kopf, und von ihrem Hals rutscht eine silberne Phiole an einem Kettchen, die Glance geschickt mit der Rechten auffängt. "Danke, dass ihr Euch selbst bemüht habt, Lichtgeborene," sagt er respektvoll. "Übermittelt meinen Eltern Grüsse und Dank, wenn sich eure Wege kreuzen sollten." Sodann steht er auf und wirft den Vogel mit einem Schwung in die Luft. Sil'Gwaihira entfaltet ihre Schwingen und fliegt, gefolgt von ihren zwei Begleitern, pfeilschnell davon.

Glance legt das Kettchen mit der Phiole um seinen Hals und steckt es unter sein Kettenhemd. Er faltet den Handschuhstulpen wieder um und hebt seinen Umhang wieder auf. Als er sich umwendet sehen ihn alle fragend an. "Eine Nachricht von meinem Vater," sagt er nur.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 12/04/04 09:11 PM

Die Nacht war vergangen, ohne das der Reisende Schlaf gefunden hatte. Zu sehr hatten ihn die Gedanken, Sorgen und Zweifel über seine neuen Gefährten beschäftigt. Er hatte sich noch einmal alles ins Gedächtnis gerufen, was er über diese Leute wusste - und es geprüft, gedreht und gewendet.

Würden sie der Aufgabe gewachsen sein, in die sie mehr oder weniger freiwillig hineingeschlittert waren ? Hatten sie den Mut und die Kraft ? Oder waren sie so sehr mit ihren eigenen Sorgen und Zweifeln beladen, das sie davonlaufen würden ? Offenbar besassen sie Teile der Schlüssel. Er spürte, dass das Auftauchen dieser Artefakte kein Zufall war. Die Schlüssel konnten ein wichtiger Schritt auf dem Weg sein, SarSareths Pläne zu vereiteln. Aber konnte er sie in ihrer Obhut lassen ? Oder sollte er sie besser an sich bringen, falls die Gefährten sich der Aufgabe nicht gewachsen zeigen würden ?

Da waren Zweifel, starke Zweifel an der ganzen Gruppe: Der Krieger namens Stone erschien als der Stärkste von allen, konnte sich jedoch als der Schwächste erweisen. Denn er wurde so von seinen eigenen Dämonen geplagt, das er ein unkalkulierbares Risiko darstellen konnte. Der Streuner Alrik erschien ihm als oberflächlicher Tagedieb, dessen Bereitschaft für die Aufgabe mehr als fraglich war. Dann war da Bodasen. In dem Magier spürte er Reste dunkler Energien, die dieser benutzt haben musste - SarSareths Energien. Rashidas Hingebung an ihren Gott war ein weiteres Risko. Sie hatte die Gruppe in einer gefährlichen Situation einfach verlassen und das konnte zukünftig vielleicht alle in tödliche Gefahr bringen. Die Elfin namens BigClaw war ein grosses Fragezeichen, das er kaum einschätzen konnte. Glance schien ihm noch am vertrauenswürdigsten. Und was hatte nur den kleinen Drachen bewogen, sich dieser Gruppe anzuschliessen ?

Aber diese Leute hatten alle etwas Besonderes an sich. Auch ihr Zusammentreffen war sicher kein Zufall. Die Begegnung des Halbelfen mit den Adlern, die er eben beobachtet hatte, zeigte ihm erneut, das diese Gefährten voller Überraschungen steckten. War ihnen überhaupt klar, das sie möglicherweise das Schicksal ihrer Welt in den Händen hielten ?

Zunächst blieb ihm wohl nichts anderes übrig, als seine Zweifel beiseite zu schieben. Er würde sich die beschrieben Artefakte einmal näher ansehen müssen, um sicher zu gehen das es sich um Teile der Schlüssel oder die Schlüssel selbst handelte....
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 13/04/04 02:33 AM

Groß ist die Halle der Hirten.
Groß, aber schmucklos, nur das prächtige Mosaik auf dem Boden zeugt von der Macht der hier zurate sitzenden. Es zeigt das Wappen der Hüter, das neue auf dem die Hand über der Stadt schwebt.
Auch das einzige Fenster ist neu, nachträglich heraus gebrochen passt es nicht zu dem Raum, der so sehr von der Höhe und der dunklen Weite lebt.
Wer heraussieht blickt unwillkürlich auf den Prälaten Palast, der auf der anderen Stadtseite auf seinem künstlichem Hügel thront.
Einst gab es keinen Prälaten, und in der großen Halle wurde keine Regierungsarbeit geleistet.
Nur die eigenen, internen Angelegenheiten wurden hier abgehandelt.
Heute wurde das gesamte Staatsgebilde hier geführt. Wenn der hohe Rat tagte wurden alle wichtigen Dinge, die der Prälat nicht alleine entscheiden durfte geklärt.
Auch an diesem Fenster genoss der Prälat den Blick über die Stadt, wieder wartete er.
Aber diesmal mochte der Tag nicht so angenehm verlaufen, der Rat hatte ihn hierher bestellt.
Ihn hierher bestellt, wie einen Bettler, einen Hund ... aber noch musste er sich zurückhalten.
Er wusste das seine Macht noch nicht so gefestigt war, auch wenn so mancher Hirte überrascht sein mag, wie Loyal seine nächsten Untergebenen wirklich sind.
Aber Anthrer wusste bescheid, Geld und die Aussicht auf macht, damit konnte man Sie alle kaufen. Aber noch gab es Widerstand, außerdem waren die Hirten alles andere als Narren. Sie kannten seine Machtgier nur zu gut, zu früh und zu schnell war sein Aufsteig verlaufen als das die Hirten nicht gemerkt hätten was für eine Laus sie sich in den Pelz gesetzt hatten.
Aber dennoch hatte er es verstanden seine Macht zu festigen, seine Erfahrung half ihm Groß Furtheim gut zu führen und seine wahren Ambitionen geschickt zu verschleiern.
Früher oder später allerdings musste der Rat der Hirten fallen.
Aber nicht Heute, noch war er nicht in der Lage den gesamten Rat auf einen Schlag auszuschalten, und der dann anstehende Bruderkampf könnte durchaus die gesamte Macht der Hüter zerstören, und damit auch seine.
Nein, er musste geduldig sein, schlieslich hatte erst seine Ungeduld dazu geführt das er jetzt hier stehen musste und diesen Narren rede und Antwort stehen musste.
Draußen erschallten die Fanfaren die den Hirtenrat ankündigten. Von seinem Platz konnte er gut die Prozession beobachten.

Die Stadt war in fünf große Stadtteile aufgeteilt, nicht durch eine tatsächliche Trennung der verschiedenen Aufgabenbereiche, das Hafengebiet zog sich zum Beispiel über drei der Stadtteile hinweg, sondern durch fünf große Hauptstrassen. Von denen drei den Fluss querten, und in diesem Bereich große Brücken hatten. Die Brücken waren groß und hoch genug das auch große Schiffe unter ihnen durchgezogen werden konnten. Die Masten mussten dazu allerdings umgelegt werden. Auch war die ursprüngliche Namens gebende Furt schon lange zu einer Fahrtrinne ausgegraben worden. Die Tatsache das die Stadt dadurch den gesamten Flussverkehr kontrollieren konnte und entsprechende Zölle erheben konnte sicherte den Wohlstand der Stadt.
Auf jeder dieser Hauptstrassen marschierten je zwei Hirten der Ratshalle entgegen, gefolgt von je einer Hundert Mann starken, schwerbewaffneten Eskorte. Vor den Hirten gingen jeweils ein Magier, der den Weg auf fallen zu untersuchen hatte. Die Prachtstrassen waren wie immer zu solchen anlässsen voll von jubelden Menschenmassen, wer weis was es bedeuten könnte nicht zu jubeln?
Wie immer trafen die verschiedenen Prozessionen zeitgleich auf dem großen Platz der Urteile an. Das große Gerüst, in dem die verschiedenen Todesstrafen vollstreckt wurden zeugte von dem Grund der Namensgebung. Eigentlich war es egal was man Verbrochen hatte, am ende stand meistens die Todesstrafe. Nur der Grad der vorherigen Qualen lies einen Unterschied in der Schuldzumessung erkennen.
Der Platz war kreisrund, am südlichen Ende die große Ratshalle, dann in der Mitte des Platzes trafen zwei der Hauptstrassen in einem einhundertachtzig Grad großem Winkel, von Westen und Osten her, aufeinander.
Eine weitere Straße führte direkt von dem Prälaten Palast im Norden, in einem neunzig Grad Winkel zu den beiden ersten. Und die letzten beiden führten in einem jeweils fünfundvierzig grad betragendem Winkel nach Nordwest und Nordost.
Der Fluss kam vom Norden bog dann nach Osten ab, lief dann unter der nach Nordwesten führenden Brücke direkt weiter nach Osten und querte so noch die von Norden und die von Nordost kommende Straßen.
Jetzt trafen sich die Hirten in der Mitte des Platzes und gingen gemeinsam auf das Ratsgebäude zu. Die Hundertschaften teilten sich jetzt auf, der größte Teil nahm an den, den Platz begrenzenden Hauswänden Stellung und umzingelten ihn so mit einer zweier reihe.
Die restlichen, genau Hundertfünfzig Mann folgten den Hirten beim Einzug in das Gebäude und schirmten es dann ab.
Das Gebäude war sehr groß, hatte aber eigentlich nur einen Raum die Halle. So hoch wie drei Stockwerke und kreisrund im Durchmesser bestimmt nicht weniger als fünfundzwanzig Meter, war es so schwer zu Heizen das man von außen in die Katakomben gelangen konnte. Hier wurde die Ratshalle im Winter mit großen, Wasser erhitzenden Feuern geheizt. Der Rauch wurde über ein weiter führendes Kamin System entsorgt. Das Wasser wurde durch ein Schaufel und Räderwerk unter dem Gebäude in einen Kreislauf geleitet.
Die Hirten erreichten in diesem Moment den großen Tisch in der Ratshalle, jeder hatte seinen festen Platz. Das Protokoll verlangte das der Prälat solange stand bis alle Ratsmitglieder saßen, und Anthrer war nicht so unklug den Rat zusätzlich zu verärgern.
Als er schlieslich sich setzen kann, donnert Havel ihn an.
„Warum, warum habt Ihr Ferrwar getötet, und noch dazu ohne unsere Zustimmung, die wir euch bestimmt nicht gegeben hätten, zu erfragen. Ferrwar war der Stadt und dem Rat immer Loyal gewesen. Und warum schickt ihr fünfzig unserer Hüter in die Wildnis, schlecht ausgerüstet und ohne Vorbereitung.“
Noch bevor Anthrer antworten kann geht es so weiter, „Bloodwin kam von seiner Erkundung zurück, seine Gruppe wurde fast ausgelöscht, ihr Anführer starb bei einem Angriff eines Wesens das uns gänzlich unbekannt ist. Eine Gruppe von fünf Mann, selbst für einen anständigen Wachdienst ist so eine Gruppe zu klein.“
Als Havel schwieg, der rest des Rates sah sich betreten an, immerhin war Anthrer der Prälat, konnte Anthrer endlich etwas erwidern.
„Ferrwar hat die Stadt verraten, fragt Dralfens er war dabei als ich Ferrwar verhörte, und die Männer musste ich ausschicken um Stone zu fangen. Dieser wurde von Ferrwar ausgesand um der Stadt weiteren schaden zuzufügen. Er soll Geheimnisse der Stadt nach Rechem bringen.
Ich konnte Ferrwar nicht Leben lassen, bedenkt er war ein mächtige Zauberer. Es war ein Glück das ich ihn überhaupt überwältigen konnte. Wenn ich länger gezögert hätte, hätte er sich sicherlich befreit und was dann geschehen wäre, daran wage ich nicht zu Denken.“
Mit Zornesrotem Gesicht stand Havel auf, „ja euren Dralfens,“ er spuckte den Namen förmlich aus, „den haben wir schon befragt, er bestätigt eure Angaben. Aber wir können es nicht glauben, Ferrwar und Stone, ich kannte den jungen noch nicht habe mich aber erkundigt, beide waren immer Loyal. Besonders Stone wurde von seinen Vorgesetzten als eifrig und pflichtbewusst beschrieben. Und Ferrwar, Ferrwar war ein mächtiger und weiser Magier, der immer alles für die Stadt getan hat. Auch bei den Verhandlungen mit unseren Nachbarn hat Ferrwar immer höchstes vertrauen genossen. Ihr habt uns großen Schaden zugefügt Anthrer.“
Mehrere Ratsmitglider schüttelten den Kopf, den Prälaten so anzugehen. Nur noch Bertram nickte Zustimmend mit dem Kopf. Havel war schlieslich der Ratsälteste und wenn es jemandem zustand den Prälat zu maßregeln dann ihm.
Jetzt war es an Anthrer aus der Haut zu fahren, „ja, Ferrwar war immer der höchst willkommen gewesen, und warum haben ihn die anderen Städte immer so bereitwillig begrüßt? Weil er uns verraten hat, unsere Geheimnisse, unsere Taktiken. Und sein Sohn Stone, der war immer so willig weil er seinem Vater so am besten helfen konnte. Er hat es gestanden, alle seine verräterischen Machenschaften, oder wollt ihr mich einen lügner nennen.“
Anthrer ging langsam auf und ab, „Ihr habt mich gewählt“, und im sicheren Wissen wie eine Erneute Wahl ausgehen würde, „wenn ihr jetzt an mir zweifelt so stimmt erneut ab, oder Akzeptiert meine Handlungen. Havel, ich stehe nicht gegen euch, auch ich diene der Stadt“

Havel, der genau weis was er von Anthrer zu halten hat schweigt. Nur zu gut weis er das es kein anderes Ergebnis geben wird. Die anderen Räte trauen sich nicht gegen Anthrers Machenschaften zu Protestieren. Langsam und müde setzt er sich auf seinen Stuhl, er kann nur noch das umsetzen was er schon vorher den anderen Räten abgerungen hatte.
„Wir haben beschlossen das alle unsere Hüter zurück zurufen sind. Erst wenn Sie angemessen Ausgerüstet und Vorbereitet sind könnt Ihr sie auf die suche nach dem Verräter Stone schicken. Und es muß gewährleistet sein das Stone die gefangennahme überlebt, es muß einen Prozess geben. Es wird unseren Männern ja wohl möglich sein einen einzelnen Mann lebend festzunehmen. Denkt daran wenn ihr die Männer erneut ausschickt, ihr habt vielleicht die Macht eines Königs, aber ihr seid keiner.“
Einen Gedanken hat er noch bevor die Sitzung sich den Tagesgeschäften widmet.
„Verzeiht mir Ferrwar, das ist alles was ich für euren Sohn tun kann“
Anthrers Gedanken gehen in eine andere Richtung, „wenn der Rat schon so uneins ist das sie sich nicht trauen abzustimmen, dann kann ich wohl früher zuschlagen als ich dachte. Und dann werden wir sehen ob ihr Havel mich als König anerkennt“ Aber diesen Gedanken schiebt er noch von sich, der Tag ist doch besser als er zu hoffen gewagt hatte. An diese lächerliche Rüge denkt er schon nicht mehr, nein seine Gedanken sind schon bei einem Plan Havel lebend zu bekommen.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 13/04/04 06:55 AM

Die Elfin wird unsanft aus dem Schlaf gerissen. Da die vergangene Nacht ruhig war, ist das Geräusch eines Aufpralls jetzt um so heftiger.
Sie schaut sich um. Es ist Glance, der diesen Schreck in der Morgenstunde verursacht hat.
*Was macht er da*, fragt sich Big Claw. Bevor sie weiter darüber nachdenken kann, kommen drei riesige Adler auf das Lager zugeflogen. Einer davon, weiß und größer als die zwei anderen, fliegt direkt zu Glance.
Sie kommt aus dem Staunen nicht raus. Glance stellt den Adler sogar noch vor.
*Mhm, Nachfahrin des Urahns der Adler des Nordens? Hatten die Eltern nicht einmal, als Big Claw noch ein Kind war, davon erzählt?*
Sie ist sich nicht sicher und so beobachtet sie das Geschehen weiter. Glance und der Adler scheinen ihre Gedanken auszutauschen.
Für einen Halbelfen war Glance sehr stark mit der Natur verbunden. Durch diesen Eindruck wird der Elfin bewusst, dass Glance mit Attributen ausgestattet sein musste, die sonst nur reine Hochelfen haben. Und auch nur dann, wenn sie von besonders hoher Abstammung sind.
Sie nimmt sich vor, Glance bei passender Gelegenheit, darüber zu befragen.
Und so schaut sie weiter diesem Ereignis zu und nimmt auch die Erklärung von Glance ohne Worte zur Kenntnis.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 13/04/04 02:07 PM

Lu wurde von einem schrillen Pfiff geweckt. "Was sind das denn für Methoden. Ich bin ja noch soooo müde", grummelte er leise vor sich hin. Er bekam die Augen gerade so weit auf, dass er die eindrucksvolle Begegnung Glances mit dem Adler beobachten konnte.

"Ihr habt aber aufwendige Methoden, eure Nachrichten zu transportieren", ruft er Glance nach dem Abflug der Adler immer noch leicht verschlafen zu. "Ihr solltet endlich mal die Gedankenbotschaften über größere Entfernungen erlernen. Wie geht es denn bei euch zu eurem Ei-Fest zu? Da kann man ja vermutlich vor lauter Gepfeife sein eigenes Wort nicht mehr verstehen, wenn die Glückwünsche eintreffen."

Lu rappelt sich auf und bemerkt dabei, dass er vom Vortag einen schrecklichen Muskelkater hat. Das Auffalten der Flügel schmerzt unangenehm und so watschelt er das ganze Stück zu Glance. Er nimmt sich fest vor, den heutigen Tag geruhsamer angehen zu lassen.

"Und was wollte dein Vater dir nun mitteilen?" fragt Lu neugierig und stupst gegen Glance Knie.
"Und wie wäre es mit Frühstück ... sind noch Kekse da?"

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 13/04/04 03:27 PM

Glance gibt Lu Ser einen halben Keks "Hier, mehr gibt es nicht," sagt er,"Wer weiss in welch' unwirtliche Gegenden wir noch kommen, und es wird eine Weile dauern bis ich neue backen kann." Dann fährt er fort "Ich habe Dir schon gesagt, dass Menschen und Elfen in der Regel sehen müssen mit wem sie telepathisch kommunizieren, wenn sie es denn überhaupt können. Und dies," er fasst sich an die Brust, wohin er die Phiole gesteckt hat, "wäre sowieso nicht per Telepathie möglich gewesen".

"Wenn Du noch Hunger hast, dann fang' dir was - die Gegend müsste im Moment einigermassen sicher sein. Sil'Gwaihira's Wächter, die Brüder Vlad'Imir und Vit'Ali, hätten uns signalisiert, wenn sie etwas gesehen hätten - und sie sehen scharf und weit!"
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 13/04/04 03:35 PM

Lu bedankt sich artig bei Glance für den halben Keks. Wenn er nur halb so gut sättigt wie der Keks am Vorabend, reicht er ihm völlig aus.
"Ich glaube nicht, dass ich heute jagen kann. Dann müsste ich ja fliegen. Ich habe ja so einen schrecklichen Muskelkater", jammert er. "Danke, der Keks wird vorerst reichen."
Probeweise flattert Lu noch einmal mit den Flügeln. Nun ja, es wird schon besser. Wenn es in der Welt der Flügellosen nicht immer so unwirtlich kalt wäre. Noch nicht einmal ein Lagerfeuer hatte er in dieser Nacht zum Wärmen.

"Und was hat dir dein Vater nun gesagt? Und was ist das für eine Phiole?" fragt Lu erneut, diesmal ein wenig energischer.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 13/04/04 04:30 PM

Glance überlegt - soll er den penetrant neugierigen kleinen Drachen ...

Aber dann zuckt er mit den Achseln, und wendet sich an alle "In der Schriftrolle aufgrund derer ich mich auf den Weg machte steht geschrieben, dass "Parn's Blut" ein Schlüssel sein würde. Mein Vater meint, dass die Interpretation, dass ich das sei ein Wunschdenken meiner Mutter sein könnte, die nicht wollte, dass er selbst los zieht in seinem Alter. Er hat mir für alle Fälle eine Phiole mit seinem Blut gefüllt, und als Vermächtnis übersandt. Er ist sich sicher, dass er meine Rückkehr nicht mehr erleben wird." Ein trauriger Schatten huscht über sein Gesicht. "Genaugenommen heisst es 'das Blut des freien Ritters, der das heilige Schwert von Lodoss führt', aber das ist Parn - es gab keinen vor ihm, der frei jeder Bindung an eines der Fürstenhäuser ist, und es wird keinen nach ihm geben, denn ich kann das mächtige Zweihandschwert nicht führen, sodass das Schwert mit meinem Vater zu Grabe getragen werden wird."

Bei sich denkt er *Es sei denn ein neuer Krieger steht auf, frei von Bindungen an ein Land, und verdient sich das Schwert - so sprach durch Sil'Gwaihira Parn, freier Ritter von Lodoss, zu seinem Sohn Glance A'Lot, Fürst der Hochelfen vom Wald auf Lodoss* Beim Gedanken an letzteres geht ein zynisches Lächeln über Glance's Gesicht - das ist ein Witz - er und seine Mutter sind einfach die letzten ihres Geblüts.



Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 13/04/04 04:36 PM

Müde und etwas steif erhebt sich der Reisende schliesslich, als langsam Bewegung in das Lager kommt.

"Glance, würde.... würde es euch etwas ausmachen, wenn ich mir euren Ring mal genauer ansehen könnte ?"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 13/04/04 04:41 PM

Unwillkürlich fasst Glance an seine Hand - und zögert. Aber auch er ist neugierig zu erfahren welche Verbindung zwischen ihren verschiedenen Gegenständen besteht. So gesehen ist ihm der Reisende nur zuvorgekommen, und an seinem Anliegen ist nichts auszusetzen.

Er zieht den Ring ab und reicht ihn dem Reisenden.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 13/04/04 04:59 PM

Big Claw lächelt insgeheim über Lu Ser, der als Einziger seine Neugier zum Ausdruck bringt. Und ist doch überrascht, dass Glance eine Erklärung abgibt. Wenn es auch eine etwas traurige ist.
*Ob ich je meine Eltern wiedersehen werde?* Die Elfin schüttelt den jähen Gedanken ab.
Der Reisende untersucht den Ring von Glance und die Elfin ist sich sicher, dass er auch ihr Amulett sehen will.

"Lu Ser, hier hast Du noch einen Keks."



Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 13/04/04 05:03 PM

"Ich danke Euch...."

Der Reisende dreht den Ring zwischen den Fingern und betrachtet ihn mit gerunzelter Stirn. Ein schlichter Ring aus Mithrilsilber. Keine Verzierungen, nichts Aussergewöhnliches. Aber doch spürt er.......

Er setzt sich auf einen kleinen Vorsprung des Felsens, nimmt den Ring in die rechte Hand und schliesst sie zur Faust. Dann schliesst er gleichsam seine Augen und sammelt die Kraft.

"Zeige mir, was du verbirgst....."

Eine ganze Weile scheint nichts zu geschehen, doch dann glimmt ein schwaches Rot durch die Finger des Reisenden. Plötzlich ein fast blendender roter Blitz und ein kräftiges Pulsieren. Das Licht scheint beinahe durch die Finger des Reisenden zu rinnen und zu Boden zu tropfen. Doch was da tropft ist Blut.

Langsam öffnet der Reisende seine Augen und seine Hand. Neben dem Ring liegt nun ein kleiner, kristallartiger roter Splitter. Vorsichtig zieht er er den Splitter aus seiner Handfläche - in die dieser tief eingeschnitten hat - und hält ihn Glance vor das Gesicht.

"Nicht nur Ihr selbst, sondern auch Euer Ring scheint über verborgene Talente zu verfügen....."


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 13/04/04 05:47 PM

Einigermaßen ausgeruht wacht Stone auf, mehr wegen dem Pfeifen, aber auch einfach weil er frühes aufstehen gewohnt ist. Wie immer wacht er nicht langsam auf, sondern ist von einem Moment auf den anderen da. Aber der Anblick der sich ihm bietet lässt ihn dann doch daran zweifeln ob er schon wach ist oder nicht.
Glance steht da mit einem Riesen Adler auf dem Arm, so ein Tier hat er noch nie aus der nähe gesehen.
Als Stone sich dann endlich davon überzeugt das er wach ist, ist die ganze Aufregung auch schon vorbei.
Eine Botschaft.
Nun Stone ist zuversichtlich das, wenn es die Gruppe betreffen sollte Glance nicht damit hinterm Berg halten wird. Er hat den Elfen als ehrlich und offen zu schätzen gelernt.
Um so Glances Privatsphäre zu respektieren, packt Stone seine Rolle zusammen.
Die letzte Nacht kommt ihm jetzt so unwirklich vor, was Traveller erzählte. Gestern schien es so überzeugend, heute im Licht besehen mehr wie ein Märchen.
Aber Stone kann keinen Grund erkennen warum Traveller sie hätte belügen sollen, „vielleicht glaubt er ja wirklich daran?“ denkt sich Stone. Aber was kein Traum war, seine Brustplatte, die Veränderung kann er nicht leugnen. Und auch nicht die Konsequenzen, er hat alle Bindungen zerissen. Aber er mag nicht darüber sprechen oder einen der anderen darauf aufmerksam machen. Weis er doch selbst nicht was das alles für ihn bedeutet. Stone schaut sich um, kann er neue knüpfen?
Lu, unfähig sich dem Urteil des Drachens zu stellen macht Stone einen Bogen um den Drachen auf Rashida zu. Dabei vermeidet er jeden Augenkontakt zu Lu.
Während er auf Rashida zugeht, hört er Glances Erläuterung, er achtet nicht so sehr auf die Worte als vielmehr auf die Tatsache das wohl auch Glance seinen Vater verlieren wird. Und auch Glance ist es verwehrt bei seinem Vater zu sein wenn er gebraucht wird.
Stone weis nur zu gut wie Glance sich fühlen muss.
Während Glance Lu über die Phiole aufklärt hat Stone Rashida erreicht.
„Es ist viel passiert als ihr nicht hier wart, und ich habe es geschafft niemanden aus unserer Gruppe umzubringen.“ Stone grinst Rashida an. Dann leiser, aber ohne auffällig zu flüstern, „Erinnert ihr euch wie wir uns kennen gelernt haben? So würde ich mich gerne im Laufe des Tages mit euch unterhalten.“
Stone hofft das die Kriegerin den Hinweis auf ihr alleiniges zusammentreffen richtig deutet und eine Möglichkeit findet ihn unter vier Augen zu sprechen.
Dann fesselt ihn das treiben des Fremden, der mit Glances Ring hantiert.


Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 13/04/04 06:32 PM

Alrik setzt sich auf. War da nicht gerade ein schriller Pfiff ? Welcher Idiot pfeift mitten durch die Nacht, sodaß das alle es hören können ? Alrik hofft, daß nicht auch noch irgendwelche wilden Tiere auf diesen Pfiff aufmerksam geworden sind ...

Da sieht er die heranfliegenden Adler. Mächtige Greifvögel. Galt ihnen der Pfiff ? Vermutlich, denn nun nähert sich Glance den Adlern.

Nach einer kurzen Unterredung (wie es scheint) ziehen sich die Adler zurück ... und der unbekannte Reisende tritt an ihn heran.

Seltsam, muß Alrik denken, ich weiß eigentlich gar nichts über ihn ... morgen werde ich ihn fragen.

Er beobachtet die Szenerie. Irgendetwas glitzert. Alrik ist nun neugierig geworden und bleibt sitzen, die beiden beobachtend. Neugierig war Alrik schon immer, und nur deswegen hatte er diesem alten Antiquitätenhändler diese alte Karte abgekauft ...

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 13/04/04 06:35 PM

Während der Halbelf verwundert und vorsichtig den scharfen kleinen Splitter entgegennimmt, gibt ihm der Reisende auch den Ring zurück.

"Dieser Ring dürfte jetzt nur noch..... hmmm..... ideellen Wert für euch haben....."

Unbemerkt schliesst der Reisende kurz die verletzte Hand. Ein schwaches, silbriges Glühen - und als er die Hand der Elfin entgegenstreckt, ist der blutende Schnitt verschwunden.

"Big Claw ? Euer Amulett ?"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 13/04/04 07:29 PM

Die Elfin kann nicht fassen, was sie da gesehen hat. Und nun will der Reisende ihr Amulett.
Sie nimmt es ab und gibt es dem Reisenden. Sie ist sehr gespannt, was passiert.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 13/04/04 07:45 PM

Glance betrachtet den Splitter - rubinrot und scharfkantig. Er betrachtet seinen Ring - und sieht eine kleine Verformung in Form des Splitters! Er legt den Spitter hinein und dieser fügt sich in den Ring als wäre er immer Zierde des Ringes gewesen, bleibt aber sichtbar. Glance streicht sanft über den Splitter - und dieser löst sich wieder von dem Ring. Glance ist verblüfft.

Glance überlegt. Er hat den Ring immer am kleinen Finger seiner Linken über dem Handschuh getragen, weil er einen zu grossen Umfang für seine schmalen Finger hat - das möchte er jetzt nicht mehr tun. Er probiert den Ring an den Fingern seiner rechten Hand und stellt erstaunt fest, dass der Ring sich der Grösse der Finger nach Bedarf magisch anpasst. Er denkt nach, und kommt zu dem Schluss, dass er das noch nie probiert hatte. Er hatte den Ring nach Augenschein auf den Finger gesetzt, der ihm passend erschien.

"Reisender, ich glaube wir haben die Mysterien des Ringes noch nicht völlig ergründet - auch in ihm schlummern noch verborgene Talente!" Er steckt den Ring an den Ringfinger seiner Linken, dreht den Splitter nach innen, und zieht seinen Handschuh darüber.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 13/04/04 08:13 PM

"Oh, ich bin sicher das der Ring magisch ist und vielleicht noch nützliche Eigenschaften in sich bergen mag, sonst wäre er nicht als Träger des Splitters gewählt worden. Sein weitaus wichtigstes Geheimnis hat er uns jedoch enthüllt."

Der Reisende nimmt mit einem Nicken das Amulett der Elfin entgegen und vollzieht denselben Enthüllungszauber wie bei dem Ring des Halbelfen. Als das Glühen abgeklungen ist und er seine Hand wieder öffnet, liegt ein rautenförmiger Kristall über dem Amulett - etwa halb so lang wie sein Zeigefinger und nicht dicker als eine Münze. In der Mitte des kleinen roten Kristalls ist ein verschlungenes Schriftzeichen eingraviert und an einem Ende der Raute scheint ein schmales Stück abgesplittert zu sein.....
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 13/04/04 08:44 PM

Rashida hat gut geschlafen. Nach der ganzen Aufregung, das Ritual hat sie auch mitgenommen, war sie einfach in das Reich des Schlafes versunken und hatte nichts mehr mitbekommen.

Benommen reibt sie sich die Augen. Der Schlaf weicht wie immer sehr langsam aus ihren Gliedern. Ihre Augen weigern sich vehement, die Grausamkeit des Alltags an ihre Netzhaut zu lassen. "Tageslicht", murmelt sie leise. Dann hört sie Lu Ser und seine fröhliche Reaktion auf die ihm dargebotenen Kekse. "Igitt, gute Laune gleich nach dem Wachwerden." Die Streiterin ist ein ausgesprochener Morgenmuffel, braucht mindestens zwei Stunden, um klar denken zu können.

Sie richtet sich auf und wendet ihre Aufmerksamkeit den anderen zu. Wieso geben die anderen dem Reisenden ohne zu zögern ihre magischen Gegenstände? Sie überlegt kurz. Wenn er von allen den Gegenstand will, dann muss sie ihm ja ihr Schwert in die Hand geben! Ein leises Grummeln rollt ihre Kehle hinauf. Ha! Das soll er erstmal versuchen. Ohne einen triftigen Grund gibt sie ihre Waffe nicht aus der Hand.

Stone nähert sich und gibt ihr zu verstehen, dass er sie wohl alleine sprechen will. Ob er sie wirklich nur sprechen will? Auf eine Gardinenpredigt hat sie nun gar keine Lust, aber sie muss sich mit ihm treffen, wenn sie es herausfunden will.
Also nutzt sie ihre Telepathie und übermittelt schnell einen Gedanken: "Lasst uns die Nachhut sein! Wenn wir etwas zurück fallen, merkt es keiner! Natürlich nur, falls wir heute noch aufbrechen sollten..."

Die Kriegerin ist sehr erstaunt, dass der Reisende doch so mächtig ist und zumindest weiss, was er mit den Gegenständen anfangen kann. Das macht sie gleich noch mehr misstrauisch. Vielleicht will er sie alle nur in Sicherheit wiegen? Sie beschliesst, den Burschen genauestens im Auge zu behalten.

Aber erst, wenn sie richtig wach ist.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 14/04/04 04:35 AM

Stone, der die ganze sache beobachtet, kommen einige seltsame Gedanken.
Woher weis der Reisende soviel über eine Zeit die so lange zurück liegt. Das noch nicht einmal Ferrwar, der sich sein ganzes Leben damit beschäftigt hatte, davon wußte. Er hätte Stone sicherlich alles erzählt, was von bedeutung ist.
Auch die Tatsache das der Fremde anscheinend genau weis wo die Teile des Schlüssels sind und wie er an sie heran kommen kann.
Er muß sich mit der Kriegerin darüber unterhalten, die anderen scheinen dem Reisenden vorbehaltlos zu vertrauen.
"Dabei wissen wir doch noch nicht einmal seinen Namem", fragt sich Stone in Gedanken. Aber er hat keine Lust zu Grübeln, das hat ihn schon viel zu sehr abgelenkt.
Von den anderen weis er zumindest das Sie einander vorbehaltlos geholfen hatten, auch ohne zu wissen was sie dabei hatten.
Dann sucht er sich eine freie Stelle und fängt an seine morgentlichen Übungen abzuhalten.
Diese werden schnell und nicht dem zweck der beruhigung dienend abgehalten.
Nach etwa einer halben Stunde ist er fertig und fühlt sich warm und beweglich.
Die Strapazen des gestrigen Tages hat er gut überstanden, er kann keine Zerrungen oder ähnliche Blessuren feststellen.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 01:11 PM

Big Claw sieht erstaunt, wie der Reisende mit ihrem Amulett umgeht.
Noch erstaunter ist sie, als plötzlich, ausser dem Amulett, noch Kristall erscheint. Sie hat nicht gewusst, dass das Amulett ein Geheimnis birgt. Verwirrt nimmt sie es wieder zurück, mitsamt dem Kristall und betrachtet beides erstmal von allen Seiten.
Etwas hat sich verändert. Bei näherem Hinsehen erkennt die Elfin, dass nun eine leere Einfassung vorhanden ist, die es vorher nicht gab. In diese Einfassung passt der rautenförmige Kristall genau, nur an einer Ecke fehlt ein winziges Stück.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 14/04/04 01:16 PM

Lu ist von Travellers Zaubereien fasziniert. Welch eine große Macht muss in ihm wohnen! Und woher er nur all dieses alte Wissen hat. Lu beneidet ihn um seine Selbstsicherheit und Gelassenheit. Er watschelt zu Big Claw, die interessiert den Kristall betrachtet, um sich das Wunder aus der Nähe anzusehen.

"Ja was ist das denn?" staunt Lu, als er ein metallisches Glitzern in dem Gebüsch bemerkt, an dem er vorüber geht. Er verlangsamt seinen Schritt und entdeckt ein silbernes Amulett, das an einer aus mehreren Silberdrähten kunstvoll geflochtenen Kette halb verdeckt in den Zweigen baumelt. Verschlungene Zeichen bedecken seine Oberfläche und es ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, ob es sich um Schriftzeichen oder nur um phantasievolle Verzierungen handelt.

Lu bleibt stehen und nestelt das Amulett vorsichtig aus dem Gebüsch. Aufmerksam betrachtet er die Zeichen und ärgert sich zum wiederholten Male, dass er noch nicht lesen und schreiben kann. Woher das Amulett nur stammen und wie es in dieses Gebüsch gekommen sein mag? Wenn er die Zeichen schon nicht lesen kann, so lässt sich ihr Sinn doch vielleicht durch Magie ergründen?
Er legt sich das Amulett um den Hals und lässt seinen Geist behutsam auf das Amulett sinken, tiefer und tiefer und ...

Plötzlich bemerkt Lu, wie eine warme Hand nach ihm greift und ihn mit sich zerrt. Er kann gerade noch laut "Nein!!!" schreien, da ist er auch schon verschwunden.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 01:53 PM

Big Claw schmunzelt wieder einmal mehr über Lu Ser´s Neugierde. Sie hält das Amulett und den Kristall so, dass der kleine Drache alles genau sehen kann. Die Neugier hält nicht lange an. Lu Ser hat anscheinend etwas Anderes entdeckt.
Der Schrei kommt plötzlich und ist markerschütternd.
Lu Ser!
Die Elfin wirbelt blitzschnell herum und sieht gerade noch, wie ein Wirbel aus Farben und Formen in dem Amulett verschwindet. Von Lu Ser keine Spur.
Big Claw betrachtet das seltsame Amulett genauer, dessen Oberfläche glatt und ruhig ist. Plötzlich taucht Lu Ser darin auf, wie in einem Spiegel. Er klopft gegen die Oberfläche und spricht, aber die Elfin kann ihn nicht verstehen.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 14/04/04 02:03 PM

Lu findet sich auf einer herrlich blühenden Wiese wieder. Die Sonne glitzert und glänzt auf Tausenden bunter Blüten, die sich sanft in einer leichten Brise wiegen. Eine wunderhübsche, kleine Menschenfrau mit Flügeln begrüßt Lu freundlich:

"Hallo, kleiner Drache! Willkommen in meiner Welt! So ein Wesen wie dich, habe ich noch nie hier gehabt. Willst du mein Spielkamerad sein?". Bei diesen Worten lacht sie einladend und präsentiert Lu mit einer ausgreifenden Bewegung die weite Ebene.

Lu ist einmal mehr sehr verwirrt. Was ist nur an ihm, dass er ständig durch irgendwelche Dimensionstore zu purzeln scheint? Vielleicht träumt er all dies auch nur. Versuchsweise zwickt er sich in den Arm, aber die Fee verschwindet nicht.

"Wo bin ich hier? Und wo sind meine Gefährten, die Ungeflügelten?", fragt er.
"Das hier ist mein Reich", erwidert die Fee, "hier ist alles schön, gut und genau so, wie ich es mag. Niemand kommt hierher, außer ich will es so. Nur vor dem bösen und heimtückischen Höllenhund musst du dich in Acht nehmen. Aber der kann dir nichts tun. Er sitzt gut verwahrt und durch einen Fluch gebannt hinter Gittern. Deine alten Gefährten brauchst du nicht mehr. Du hast ja jetzt mich! Und außerdem mochten die dich sowieso noch nie leiden …".

Lu unterbricht den Wortschwall der Fee wütend: "Das ist nicht wahr! Du lügst! Ich muss eine Aufgabe erfüllen, hat Traveller gesagt! Und dass ich auch wichtig sei!".

"Menschengelaberfirlefanzlügenelfengesäusel", lacht die Fee. "Ich habe dich hierher geholt, damit du mein Spielkamerad wirst. Du darfst nicht mehr an die eigenartigen Ungeflügelten mit ihren noch merkwürdigeren Sitten denken. Komm, spiel mit mir!". Auffordernd wirft sie Lu einen bunten Ball zu, den sie aus der Luft geholt hat. Lu lässt den Ball zu Boden fallen, wo er sich in eine wunderschöne Blume verwandelt.

"Ich will zurück!", beharrt er. "Das Einhorn hat auch gesagt, dass ich eine Aufgabe zu erfüllen habe".

Die Fee scheint durch die vielen Widerworte des kleinen Drachen ein wenig verärgert zu sein.
"Ich werde dir einen Beweis liefern!", sagt sie und hält auch schon einen Zettel und einen dicken Stift in der Hand. "Diese Wesen dort draußen können dich durch das Amulett sehen, aber nicht hören. Wir schreiben eine Frage auf diesen Zettel und sie sollen uns sagen, ob sie dich zurück haben wollen."

Lu erscheint dieser Vorschlag zwar unsinnig verschwendete Zeit, aber er ist froh, dass seine Rückkehr das erste Mal überhaupt zur Rede steht. Natürlich werden ihn seine Gefährten nicht in der Hand dieser Fee lassen wollen und sei sie auch noch so liebenswert und witzig.

"Gut, dann frage sie: Wollt ihr, dass Lu wieder zurück kommt?", schlägt Lu vor und die Fee beginnt eifrig zu schreiben. Dann zeigt sie den Zettel kurz Lu und hält ihn nach dessen Nicken direkt vor das Amulett.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 02:08 PM

Die Elfin starrt immer noch das Amulett an. Jetzt erscheint in verspielter Mädchenschrift eine Nachricht: "Darf ich den Drachen hier für mich behalten?"

Big Claw liest die Nachricht, schüttelt heftig den Kopf und versucht mit energischen Gesten zu zeigen, dass sie damit nicht einverstanden ist.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 14/04/04 02:11 PM

Lu beobachtet entsetzt die Reaktion der Elfin. Tränen schießen in seine Augen. Big Claw will nicht, dass er zurück kommt? Hat er sich so in den Ungeflügelten getäuscht? Dabei hatte Big Claw sogar ihre Kekse mit ihm geteilt. Mit tränenerstickter Stimme krächzt er:

"Das muss ein Irrtum sein. Big Claw hat dich nicht richtig verstanden. Schreib deutlicher und frage sie, ob sie sich wirklich sicher ist! Bitte!".

Erneut schwingt die Fee ihren Stift und platziert den Zettel dann vor das Amulett.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 02:17 PM

Big Claw bekommt eine neue Botschaft von dem Amulett: "Soll ich ihn euch zurückzaubern?"
Erleichtert über diese Frage, lächelt die Elfin, nickt heftig mit dem Kopf und winkt.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 14/04/04 02:22 PM

Zu Lus tiefer Verzweiflung, beginnt Big Claw eifrig zu nicken. Lu meint sogar, Erleichterung auf ihrem Gesicht zu erkennen. Sie lächelt!
"Das kann doch nicht wahr sein", zaudert er. "Was habe ich nur getan, dass sie mich so unverblümt loswerden wollen?".

Die Fee wischt über Lus Gesicht und pustet die Tränen fort.
"Jetzt lach doch wieder und spiel endlich mit mir", fordert sie Lu auf. Aber Lu ist nicht nach Spielen zumute. Er hockt sich auf die Wiese, schlägt seine Flügel wie einen Schutzwall um sich und weint. "Warum nur?" flackert es immer wieder durch seinen Kopf.

"Du bist langweilig! Sag mir Bescheid, wenn du dich wieder beruhigt hast!", schimpft die Fee. Sie dreht sich einmal blitzschnell um sich selbst und in einem Wirbel aus Blütenblättern ist sie verschwunden. Die Blütenblätter rieseln langsam zu Boden.

Nach einigen langen Minuten besinnt sich Lu. Er kann ja immer noch versuchen, sich zu seinen Freunden zu zaubern. Konzentriert und vorsichtig will er nach den Kraftfäden greifen, als er entgeistert feststellen muss, dass hier keine Fäden existieren. Nur eine Art grauer Nebel, in dem er nicht weiß, wo er seine Energien ansetzen kann. Nach einigen ergebnislosen Versuchen hält er inne. Hier kann er rein gar keinen Zauber weben.

Missmutig wirft sich Lu auf die Blumenwiese. Seine ehemaligen Gefährten wollen ihn nicht mehr dabei haben, werden ihn folglich also auch nicht hier heraus holen. Seine Familie hat keine Ahnung, wo sie nach ihm suchen soll. Er selbst kann sich nicht befreien. Die Verzweiflung liegt so schwer auf ihm, dass er noch lange weint, bis er endlich in einen unruhigen Schlaf fällt, das Amulett fest an sich gedrückt.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 03:33 PM

Plötzlich erlischt das Spiegelamulett.
Die Elfin steht davor und hofft, dass das zur Rückzauberung von Lu Ser gehört. Aber nichts. Lu Ser bleibt verschwunden.
*Habe ich etwas falsch gemacht?*, Big Claw ist verzweifelt. Sie hat doch deutlich gezeigt, dass der kleine Drache wieder kommen soll.
Ratlos blickt sie die anderen an.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 14/04/04 03:46 PM

Glance geht zu Claw, und fragt sie, was sie gesehen hat. Sie erzählt ihm von der Fee und den Zetteln.

Glance grübelt, und sagt dann "Lu Ser kann nicht Lesen oder Schreiben - da Drachen per Gedanken oder mündlich kommunizieren, bedürfen sie der Schrift nicht, wahrscheinlich lernen es, wenn überhaupt, nur ältere Drachen." Er runzelt die Stirn "Eine Fee? Die Feen, die ich kenne sind verspielt und leichtfertig, auch zu Streichen aufgelegt, aber eigentlich nicht bösartig. Ich glaube die Fee hat dich und Lu Ser ausgetrickst um ihre Spielchen mit uns zu treiben. Behalte das Amulett im Auge, wenn die Fee wieder auftaucht, können wir vielleicht wieder in Kontakt treten - und dann habe ich eine Idee, wie wir sie dazu bringen können Lu Ser freizulassen. Im Moment dürfte er aber in der Feenwelt nicht in Gefahr sein."

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 14/04/04 03:54 PM

Der Reisende, der gerade den Magier auf seinen Stab ansprechen wollte, war bei dem plötzlichen, erschreckten Aufschrei des kleinen Drachen zusammengezuckt und hatte instinktiv nach seinen Schwertern gegriffen. Dann jedoch hockte er sich neben Big Claw und betrachtete das sonderbare Amulett.

Als LuSers Abbild von der Oberfläche des Amuletts verschwand, erschienen die verschlungenen Schriftzeichen wieder.

Während Big Claw sich mit Glance unterhält, nimmt der Reisende das Amulett an sich, um es zu untersuchen. Er kneift die Augen zusammen bei dem Versuch die uralten Symbole zu entziffern. Seine Lippen formen stumme Worte. Schliesslich stöhnt er auf.

"Na grossartig, ein Seelenfänger ! Wo kommt das verdammte Ding her ? Wem von euch gehört das ?"

Er schaut sich wütend um.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 03:59 PM

Big macht große Augen.

"Lu Ser hat es anscheinend gefunden und irgendwie Zugang zu diesem 'Seelenfänger' bekommen."

Big erzählt auch dem Reisenden was passiert ist.

"Was können wir tun? Ist Lu in großer Gefahr?"

Die Elfin weiss nichts über 'Seelenfänger' und ist verzweifelter denn je.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 14/04/04 04:11 PM

"Ihr seid doch eine Elfe oder nicht ? Dann könnt ihr sicher auch die alte Hochsprache lesen !"

Er funkelt Big Claw an und wirft ihr das Amulett zu.

"Morgóneth Th'urias illuimn Elhénet ! - Dunkle Träume in lichter Stille !"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 04:41 PM

Big Claw ist konsterniert und befremdet über die Agression des Reisenden.
"Ich habe etwas anderes gelesen und zwar: "Edregol s henn - aussergewöhnlicher Anblick."
"Da dies aber kein gewöhnliches Amulett zu sein scheint, kann es wohl auch seine Inschrift ändern oder?", gibt die Elfin sehr verärgert zurück.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 14/04/04 06:15 PM

Bodasen, der bisher zu all dem geschwiegen hat, sieht bigclaw, Glance und den Reisenden durchdringend an. "Bitte beruhigt euch! ein Streit wird dem kleinen Drachen nicht weiterhelfen. Darf ich mal?"

Ohne eine Antwort abzuwarten nimmt Bodasen das Amulett vorsichtig mit den Fingerspitzen hoch und beginnt sich zu konzentrieren. Langsam werden die Kreaftfäden vor seinen Augen deutlicher; rote, goldenen, schwarze, grüne Linien. Alle Arten von Magie scheinen sich in diesem Amulett zu verbinden.

Bodasen dringt mit seinem Geist tiefer in das magische Kraftfädengespinst vor und versucht die Funktion des Artefakts zu ergründen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 14/04/04 06:23 PM

Als Lu aufschreit ist es schon zu spät zum Handeln, und Stone steht auch zu weit weg.
Fassungslos sieht Stone zu wie die anderen um das Amulett herumstehen. Einen Seelenfänger hat der Reisende es genannt. Stone weis darüber nur, das es ohne Magie zu beherrschen, aussichtslos ist einen darin gefangenen befreien zu wollen.
Voller Hoffnung blickt er deshalb auf Bodasen, vielleicht kann der Magier Lu helfen.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 14/04/04 06:33 PM

Rashida sitzt missmutig in einer Ecke unter einem Baum. Woher kommt dieser Sinneswandel? Wieso sieht sie plötzlich die anderen in einem ganz anderen Licht? Sollte die Begegnung mit Undar und dem Priester den Wandel herbeigeführt haben?

Ah ja, der Priester... sie lässt ihren Geist schweifen, aber er ist nicht in unmittelbarer Nähe. Sie lehnt sich beruhigt zurück, der kühle Baumstamm rückt ihre Realität wieder zurecht.

Ich darf nicht überall jetzt Verfolger vermuten! Sie lässt ihren Blick über die Gruppe schweifen. Auch, wenn ich sie alle nicht kenne, ich muss ihnen soweit vertrauen, dass sie mir nichts böses wollen! Ein scharfer Blick von ihr trifft den Reisenden. Sie bemerkt eine Änderung in seinen Gedanken. Schnell schaut sie in die Luft hinauf.
"Mist, jetzt habe ich mich wohl verraten! Wer solche Sachen wie den Enthüllungszauber weiss, wird bestimmt auch negative Gedanken und Blicke spüren! Ich muss vorsichtiger sein."

Langsam richtet sie sich auf und geht zu Big Claw und dem Reisenden hinüber. Sie betrachtet auch das Amulett, sie hat alle Erklärungen mitgehört. Interessant... dann erhebt sie die Stimme: "Also, ich möchte euch ja nicht zu nahe treten! Aber da steht in der alten Sprache folgende Worte: Una sallus victis sperare nullam! Und das ist ja wohl kaum Elfisch, oder?"
Nach einer kurzen Pause fügt sie hinzu: "Falls ihr das nicht versteht, es heisst: Ein Heil bleibt dem Besiegten allein, kein Heil zu hoffen! Wenn das mal nicht gute Nachrichten sind..."

Die Kriegerin wendet sich von den beiden ab und geht zu Stone, der mit seinen Übungen fertig ist und fassunglos, ja fast schon hilflos, zu den anderen rüber schaut, die sich noch mit dem Amulett beschäftigen. Abrupt reisst sie den Hüter aus seinen Gedanken: "Ach, ich weiss nicht, wie ich es sagen soll. Aber seit meinem Ritual gestern nacht, empfinde ich plötzlich anders. Vielleicht ist es gar nicht wichtig, aber ich möchte, dass Ihr wisst, dass ich Euch nicht misstraue."

Mit einem Ruck dreht sie sich um und geht zu dem Baum, unter dem sie vorher schon gesessen war. Sie kramt in ihrem Rucksack und holt einen Lederbeutel heraus. In gierigen Zügen lässt sie das Getränk ihre Kehle herunterrinnen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 14/04/04 06:39 PM

Stone ist über die Worte der Kriegerin überrascht, „Wie kommt sie denn jetzt darauf?“, denkt er sich. Schnell geht er Ihr nach, „Das hatte ich auch nicht geglaubt, sonst würde ich wohl kaum mit euch sprechen wollen. Es Geht um die Geschichte die der Reisende gestern erzählte“
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 14/04/04 06:51 PM

Als der Reisende den glasiger werdenden Blick des Magiers bemerkt, schliesst er seine Hand um das Amulett, ohne es dem Magier jedoch wegzunehmen. Als dieser blinzelt und erzürnt aufbegehren will, sagt der Reisende ruhig und eindringlich:

"Ich weiss nicht viel darüber. Aber nach allem was ich weiss und der Inschrift entnehmen konnte, bin ich mir sicher das dies ein Seelenfänger ist. Sowohl was ich las, als auch das was Big Claw gelesen hat, deuten darauf hin. In alten Zeiten wurden sie von den Elfen benutzt um magische Artefakte zu sichern. Man legte diese Magie in Schmuckstücke, die man unter die wertvollen Dinge mischte.
Man wollte die mächtigen Gegenstände nicht in falsche Hände gelangen lassen: Wer die elfische Hochsprache beherrschte, war durch die Inschrift gewarnt. Jeder Unbedarfte aber, der durch Diebstahl an einen magischen Schatz der Elfen gelangt war und nun mittels Magie Funktion und Wert seiner Beute ergründen wollte, tappte bei der Untersuchung eines solchen Schmuckstücks in eine magische Falle. Seht, was Rashida gelesen hat ! Ihr erschien ein Spruch, der dazu verlocken könnte, dies für ein Amulett zu halten das Mut oder Stärke verleiht ! Ein trickreicher Köder !"

Langsam lässt der Reisende das Amulett wieder los.

"Ich weiss nicht, was genau mit LuSer passiert ist, oder ob es Hilfe für ihn gibt. Aber ich glaube ihr solltet eure magische Analyse nur fortsetzen, wenn ihr Wert darauf legt, ihm Gesellschaft zu leisten...."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 14/04/04 06:56 PM

Glance, der die Diskussion zwischen Claw und dem Reisenden bisher kommentarlos folgte, wirft plötzlich ein "Moment mal, das kenne ich!" Er schließt die Augen und fängt an zu rezitieren:

"ià dorin - dor'duinor,
morgónet th'urias illuimin elhénet,
feá miril enivié,
edregol s henn,
annon band,féa amarth"

Und weil alle ausser Claw und dem Reisenden ihn verständnislos anblicken, übersetzt er:

"Land der Leere - Land der Nacht,
dunkle Träume, lichte Stille,
wenn der Geist des Juwels erwacht,
ist aussergewöhnlicher Anblick,
das Tor zum Kerker,
zum Schicksal des Geistes."

"Das ist ein Lied aus alten Tagen," fährt er fort, "das Schmuckstück zeigt wohl im Wechsel jeweils eine Zeile des Gedichts. Lu Ser konnte es nicht lesen, obwohl ich bezweifle, dass er das in seiner Neugier gewollt hätte. Ich habe allerdings keine Ahnung, was den Geist des Juwels weckt und ihn zum Seelenfänger macht. Und noch weniger weiss ich, wie der gefangene Geist befreit werden kann!"



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/04/04 06:56 PM

Die Elfin ist sehr misstrauisch dem Reisenden und auch Glance gegenüber geworden. Sie hat das Gefühl, dass zwischen dem Reisenden und Glance eine Art Verbindung besteht, die den anderen schadet.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 14/04/04 07:27 PM

Die Kriegerin setzt überrascht ihren Beutel ab. Dass der Hüter das Gespräch mit ihr sucht, obwohl alle anderen in der Nähe sind, verwundert sie -gelinde gesagt- ziemlich.
Sie bietet dem Krieger einen Platz neben ihr an, damit er in Ruhe erzählen kann. Ihren Blick in das Unterholz des Waldes gerichtet, bittet sie ihn: "Setzt Euch und erzählt. Vielleicht erkennen wir beide zusammen das wahre Wesen des Reisenden."
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 14/04/04 08:15 PM

Nach der Warnung des Reisenden unterbricht Bodasen seine konzentration und steckt das Amulett erst mal ein.

"Irgendwelche Vorschläge?" fragt er in die Runde.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 14/04/04 09:30 PM

Alrik ist längst aufgestanden, als er den Schrei (er selber hätte es "Quieken" genannt) des Minidrachen hört - was ist denn nun schon wieder los ?

Er dreht sich rerum und schaut in die Richtung des Schreis.

Nichts ! Keine Spur von Lu Ser ! Alrik kratzt sich den Kopf. Ein Schrei - und auf einmal ist er weg ? Klingt nach einer Entführung in einer dunklen Gasse ... Alrik will der Elfin seine Einschätzung mitteilen (weil sie dem Ort, woher der Schrei kam, am nächsten steht), da tritt der Reisende zu ihr und unterhält sich mit ihr. Während Alrik ein paar Gesprächsfetzen aufschnappt, kommen auch Bodasen und Glance näher.

Nach dem Gespräch erzählt Alrik den vieren von seiner Einschätzung.

Sodann wird er aufgeklärt, daß er im Prinzip recht hat - und daß das Amulett ein sogenannter "Seelenfänger" ist.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 14/04/04 10:26 PM

Der Magier fragt nach Vorschlägen...... Doch diesmal weiss der Reisende keinen Rat.

"Wenn Big Claw und Glance keine Idee haben, wie dem Fallenzauber entgegenzuwirken sein könnte - ich vermag es auch nicht zu sagen. LuSer ist ein Drache. Sicher, er ist noch sehr jung - aber er ist ein Drache. Wenn er zu seiner Stärke findet, mag es ihm selbst vielleicht gelingen, sich aus dem Seelenfänger zu befreien. Wir können nur hoffen, das uns noch etwas einfällt..... Ich würde nur zu gerne wissen, wo es herkam und wie LuSer es in die Pfoten bekam..... Da es sehr alten elfischen Ursprungs ist, hatte ich zunächst angenommen, es gehöre Big Claw oder Glance."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 15/04/04 02:42 AM

Stone nimmt das Angebot an, und setzt sich neben die Kriegerin. „Ich glaube die sind im Moment so beschäftigt, das die nicht mitbekommen werden über was wir uns hier unterhalten. Außerdem will ich euch ja auch nur erzählen was ihr verpasst habt.
Mit einem Augenzwinkern beginnt Stone die Geschichte des Reisenden zu erzählen und als er damit fertig ist, erzählt er auch noch von seinen Überlegungen am Morgen.
„Ihr seht das uns der Fremde eine Menge verschweigt, selbst seinen Namen hat er uns nicht verraten. Ihr habt von Anfang an mit mir zusammen gekämpft, auch wenn ich das nicht immer gesehen habe. Wenn ich einem hier aus der Truppe vertraue dann euch.“
Unwillkürlich schaut Stone auf seine Brustplatte, und dann Rashida direkt an.
„Selbst mein Vater, und der hat sich sein Leben lang damit beschäftigt hat noch nichts gehört oder gelesen was auch nur indirekt auf solche Legenden eingeht. Ich habe nicht das Gefühl das der reisende uns schaden will. Aber das heißt nicht das er es nicht in kauf nehmen würde wenn es keine andere Möglichkeit mehr gibt. Von uns allen wissen wir über seine Beweggründe am wenigsten.“
Mit einem seuftzen bricht Stone ab und sagt zum Abschluss „Wir sollten beide die Augen offen halten“


Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 15/04/04 05:49 AM

Rashida hört aufmerksam zu und schüttelt während der Erzählung immer wieder ihren Kopf. Nachdem Stone geendet hat, überlegt sie eine Weile.

"Etheran? SarSareth? AneAshin? Unsere Götter sollen Ehteran sein, die sich zurückgezogen haben? Entschuldigt, aber das wirft sehr viele Fragen auf. Wenn damals eine so gewaltige Armee nicht gegen SarSareth bestehen konnte, wie sollen wir das können? Und der Reisende ist sich wirklich sicher, dass es auf diese Schlacht hinausläuft?"

Die Kriegerin grübelt ernsthaft nach. Ihr Gott, ein Etheran? Das kann sie nicht glauben. Und doch, der Gedanke fühlt sich nicht falsch an.

Die Gedanken zucken wie wild durch ihren Kopf: Wenn Undar ein Etheran ist, wieso braucht er dann mich, um die Statue des Blutes zu holen? Dann kann er doch selbst gehen und sie holen, mächtig wie er ist. Ob er mit den anderen zusammen arbeitet? Wieso werden wir schwache sterbliche losgeschickt? Sollen wir SarSareth zur Rede stellen oder müssen wir wirklich gegen ihn kämpfen?

Sie wendet sich wieder an den Hüter: "Wenn wirklich soviel Zorn und Hass in SarSareth herrscht, dann wird es eine hässliche Schlacht. Ich hoffe, wir finden noch mehr Unterstützung, die wir gut gebrauchen können. Wisst Ihr, was mich am meisten wundert? Nach der Erzählung des Reisenden sind unsere Götter ja die Etheran, die sich SarSareth entzogen haben. Wieso braucht Undar mich, eine schwache Sterbliche, um die Statue des Blutes zu holen? Er scheint doch recht mächtig zu sein, kann er sie nicht selbst holen? Will er mich prüfen? Oder muss ich kämpfen, damit ich stark genug werde, gegen SarSareth zu bestehen?"

Sie schluckt schwer, als sie an ihren Gott denkt. Gedankenverloren schiebt sie einen getrockneten Streifen Schweinefleisch in ihren Mund.

Leise setzt sie ihre Rede fort: "Auch ich habe versagt. Meine leichtsinnige Entscheidung, trotz Gefahr das Ritual alleine durchzuführen, hatte für mich Konsequenzen." Sie stockt, ein Kloss will sich nicht auflösen.
Ihre Gefühle brechen aus ihr heraus, sie redet jetzt laut und heftig: "Undar hat mir, seiner heiligen Kriegerin, das Privileg entzogen, bis auf weiteres irgendwelche Rituale durchzuführen, die ihn ehren! Jetzt bin ich nicht sehr viel mehr als ein einfacher Streiter, der vor seiner Initiierung steht. Und warum? Weil ich so dumm war, euch zu verlassen, da ich dachte, meinem Gott sei es wie immer wichtig, dass sein Ritual durchgeführt wird. Und zwar von mir!"

Während dieser Erklärung ist Rashida aufgesprungen. Sie setzt sich wieder hin und wirft missmutige Blicke in die Runde.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 15/04/04 06:30 AM

Als Lu das nächste Mal erwacht, ist es noch immer (oder schon wieder?) Tag. Sein Magen grummelt deutlich vor Hunger und sein Maul ist schon ganz trocken vor Durst. Erst ist Lu versucht, einfach sitzen zu bleiben und sich dem Selbstmitleid hinzugeben. Dann jedoch rafft er sich auf und beginnt auf den dunklen Schatten zuzugehen, der sich am Horizont abzeichnet.

Als er einige Schritte gewandert ist, dringt plötzlich der Duft von Keksen an seine Nase. Ungläubig starrt Lu auf einen Tisch mit Keksen und herrlich frischem Quellwasser. Hungrig und durstig greift er zu, bevor er seine Schritte wieder auf sein ursprüngliches Ziel ausrichtet.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 15/04/04 06:34 AM

"Nein, macht euch keine vorwürfe. Ihr habt getan was ihr für Notwendig hieltet. Undar hätte euch doch auch schon früher warnen können. Ich hingegen, gestern hatte ich Wache. Ich hätte als erster bei euch sein müssen. Aber ich war zu abgelenkt, habe mich in meinen Gedanken verloren. Wenn euch etwas passiert wäre so wäre es meine schuld gewesen. Ich muss euch um Verzeihung bitten“
Stone schaut Rashida an „Es tut mir leid“


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 15/04/04 11:59 AM

Big Claw blickt etwas ratlos zu den anderen.
"Ich weiss nur, dass Lu Ser es in einem Gebüsch fand. Den Rest kennt ihr ja. Es ging alles so schnell, da konnte ich nicht mehr eingreifen. Das Merkwürdige ist, dass ich vor Lu Ser das Gebüsch gesehen habe, aber kein Amulett. Vielleicht sollten Glance und ich uns mal zusammensetzen und uns austauschen. Da er eine andere Herkunft hat und aus einem anderen Teil der Welt kommt, als ich, wäre es möglich, dass wir aus der Geschichte unserer beider Welten etwas finden, das Lu Ser helfen kann. Denn Elfen sind wir ja beide. Eventuell gibt es einen Zusammenhang."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 15/04/04 10:07 PM

Glance reibt sich nachdenklich die rechte Ohrspitze. "Ich glaube das Lied war länger," sagt er zu Claw, "aber mir fällt es nicht mehr ein. Ich denke, ich sollte aufhören darüber nachzugrübeln, und hoffe, dass dann eine spontane Erinnerung aufkommt."

Er wendet sich an Bodasen "Claw hatte als einzige Kontakt zu der Fee im Seelenfänger, und die Fee hat ausser Lu Ser nur sie gesehen. Es könnte hilfreich sein, wenn wir nicht offenbaren, dass ausser ihr noch andere, und vor allem welche, Wesen Interesse an dem Drachen haben. Ich schlage daher vor, dass Claw das Amulett bei sich trägt, und dass nur sie gelegentlich hineinblickt um zu sehen, ob sie mit dem Drachen direkt in Kontakt treten kann. Ausserdem ist sie als reinblütige Elfe wahrscheinlich die am geringsten Gefährdete von uns allen." Er bemerkt ein Zögern Bodasens, und hakt nach, "Einverstanden, Bodasen? Oder habt Ihr einen anderen Vorschlag?"
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 15/04/04 10:21 PM

"Ich weiß nicht. Dieses Amulett ist von großer magischer Macht, ich denke, daß ich am ehesten von und die Befähigung habe es zu ergründen. Meine magische Ausbildung ist mit Sicherheit die profundeste.

Aber ich will euch nicht im Wege stehen, wer es trägt ist letztlich egal, solange uns etwas einfällt um den kleinen Drachen da herauszuholen."

Bodasen nimmt das Amulett und legt es auf den Boden. "Also wer immer sich berufener fühlt als ich...."
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 16/04/04 03:44 AM

"Eure magische Ausbildung will niemand von uns anzweifeln, Bodasen. Aber wie ihr wisst, waren die Elfen nie sehr mitteilsam über ihre natürliche, erdgeborene Magie. Wir haben es hier mit sehr alter elfischer Magie zu tun, die kaum an irgendwelchen arkanen Instituten gelehrt werden dürfte. Ich für meinen Teil würde hier die elfische Intuition den menschlichen Studien vorziehen..... Wir können im Moment ohnehin nicht viel für LuSer tun."

Nachdenklich schaut der Reisende den Magier an, der seine Neugier sichtlich nur schwer zügeln kann.

"Ich würde euer Interesse gerne auf etwas anderes lenken, das euch sicherlich ebenso faszinieren dürfte. Ihr wolltet Beweise für meine Erzählung. Ihr habt gesehen, was Glances Ring und Big Claws Amulett verborgen hielten. Ihr habt von eurem Stab gesprochen. Wenn euch der Zauber bekannt ist, der Verborgenes enthüllt, dann wendet ihn auf euren Stab an - ich bin mir sicher, das auch dieser etwas in sich birgt....."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 16/04/04 04:11 AM

„Wir sollten auch überlegen, ob wir nicht langsam weiterziehen sollten“, spricht Stone die Gruppe an. Hier wimmelt es doch bestimmt nur so von Monstern“
Stone überlegt noch „außerdem habe ich keinen derartigen Gegenstand. Aber wer weis, mein Vater schickte mich ja zu diesem Tempel in den Brechern. Vielleicht finden wir ja dort noch so einen Gegenstand.“

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 16/04/04 06:47 AM

"Warten wir noch einen Augenblick! Reisender, diesen Zauber habe ich schon versucht, als ich den Stab ergründen wollte. Es war nichts zu finden. Habt ihr Beweise für eure These?"

"Trotzdem ich versuche es noch mal." Bodasen konzentriert sich, spricht den zauber aber absolut nichts wird vor seinenm geistigen Auge sichtbar.

"Also entweder ist da nichts, oder ein mögliches Artefakt wurde magisch versteckt, damit es mit einfachen zaubern nicht gefunden werden kann. Ich kann aber immer noch die Kraftfädenstruktur analysieren. Dann finde ich bestimmt alles was in diesem Stab versteckt ist nur dauert eine solche Analyse mehrere Stunden!"




Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 16/04/04 07:29 AM

"Bodasen, ich will euch das Amulett ja nicht wegnehmen. Wenn wir Lu Ser befreit haben, könnt ihr es gerne wiederhaben. Aber ich denke, Glance hat recht. Egal, was es mit diesem Amulett auf sich hat, die Fee hat nur mich gesehen und wer weiss, was sie mit Lu Ser anstellt, wenn sie da plötzlich noch andere Wesen sieht. Feen sind nicht immer nur nett. Sie können ganz schön bösartig werden, wenn es nicht nach ihrem Kopf geht."
Big Claw nimmt das Amulett vom Boden und legt es sich um den Hals. Sie spürt eine Wärme, die von diesem ausgeht. Seltsam, es ist, als ob sie bestimmt sei, dieses Amulett zu tragen.
Sie ist auf jeden Fall bereit, alles in ihrer Macht stehende zu tun, um Lu Ser zu befreien.
"Wir sollten auf Stone hören und weiterziehen, ich glaube nicht, dass wir hier noch lange sicher sind. Der Priester wird keine große Mühe haben, um uns zu entdecken. Die Blutjäger dürfen wir auch nicht vergessen."
Der Stab von Bodasen gibt sein Geheimnis nicht preis, so sehr sich der Magier auch bemüht.
"Bodasen, diese Analyse solltet ihr vielleicht bei unserer nächsten Rast durchführen."

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 16/04/04 08:34 AM

"Um die Blutjäger brauchen wir uns während des Tages wenig Sorgen machen, solange wir uns in offenem Gelände befinden. Sie schätzen die Sonne nicht und verbergen sich in den Schatten. Wenn ihr andere Verfolger zu fürchten habt, sollten wir sie hier ebenfalls rechtzeitig ausmachen können, auch wenn mir nicht klar ist vor wem ihr sonst noch fliehen müsstet."

Der Reisende blickt nachdenklich und sorgenvoll über den nahen Wald.

"Meine grösste Sorge ist die Kreatur, der ich gestern begegnet bin. Ich weiss nicht, was es war oder woher es kam - aber ich bin sicher es entsprang SarSareths dunklen Träumen. Es trug eine Waffe bei sich, der eine spürbar bösartige und mächtige Magie innewohnte. Eine Waffe die nicht nur den Körper tötet, sondern ihm auch die Seele nimmt."

Während er seine Schwerter zurechtrückt und seine wenigen Habseligkeiten ordnet, nickt der Reisende Stone zu.

"Wir sollten uns auf den Weg zu Eurem Tempel machen. Wenn Ferrwar euch dorthin sandte, werden wir dort sicherlich wichtige Hinweise für unseren weiteren Weg finden. Und wenn wir die nächste Rast für die Nacht einlegen, findet Bodasen vielleicht auch die Zeit, seinen Stab zu ergründen."
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 16/04/04 11:11 AM

Rashida hat die Diskussion um das Amulett nur am Rande beachtet.

Zu sehr ist sie noch in Gedanken um die Geschichte des Reisenden gefangen.

Dass ihr Gott sich versteckt hat, will ihr nicht in den Kopf. War er einfach nur feige? Oder doch so weise, zu sehen, wie machtlos er ist?

Immer noch grübelnd schaut Rashida auf. Huch, die anderen machen sich ja bereits fertig! Nun aber schnell.

Sie nimmt ihren Rucksack, verstaut alles sorgfältig. Dann befestigt sie ihr Schwert wieder an der Seite, schultert ihr Gepäck und ist soweit bereit.

Die Kriegerin schaut Stone erwartungsvoll an: "In welche Richtung sollen wir gehen?"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 16/04/04 11:18 AM

Mit Hilfe der Karte und des Schwertes ermittelt Stone die Richtung.
"Wir müssen da lang, wenn ich mich richtig erinnere wird der Wald da aber dichter.
Ich denke das sollten wir vermeiden. Kennt sich sonst noch jemand hier aus? Es wäre hilfreich wenn wir vielleicht eine Möglichkeit hätten unsere Spuren zu verbergen."
Stone blickt zu den anderen und wartet ob jemand einen vorschlag hat.
"Rashida, grämt euch nicht zu sehr, eines ist gewiss. Euer Gott will nicht das Ihr schaden erleidet, ihr seid nicht in ungnade gefallen.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 16/04/04 11:25 AM

Glance, der sich noch genau an das Kartenbild erinnert, das entstand als sie ihre Kartenteile zusammenlegten, antwortet, "Diese dreigezackte Bergspitze", und er zeigt auf einen Gipfel, der in weiter Ferne gerade noch auszumachen ist, "können wir erst mal als Landmarke nehmen".

Dann fragt er Claw, "Wollen wir vorangehen?"


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 16/04/04 11:32 AM

Die Elfin nickt zustimmend. Sie räumt schnell ihre restlichen Sachen in den Rucksack, nimmt Bogen und Köcher über die Schulter und steckt das Schwert in seine Scheide.
"Ich wäre soweit."

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 16/04/04 11:35 AM

Auch Alrik bemerkt, daß sich die Truppe so langsam auf den Weg macht. Er packt ebenfalls seine Sachen (viel ist es nicht).

Just in dem Moment traben ein Einhorn und zwei Pferde von einer anderen Seite aus auf die Gruppe zu.

"Ein Glück, daß wir kein Feuer gemacht haben !" denkt er laut, "sonst könnte man unserer Spur spielend leicht folgen !" Er imitiert eine dunkle Stimme : "Hier haben sie gelagert !"
Dann, mit normaler Stimme fügt er hinzu : "Ist einer von euch in der Lage, unsere Spuren etwas zu verwischen ?" fragt er in die Runde.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 16/04/04 12:19 PM

"Ich übernehme das."
Big Claw schließt die Augen. *faer s eryn, Geist des Waldes, lege Deine Hand über diese Stelle und richte sie wieder so, wie Du sie vor unserer Anwesenheit geschaffen hast.*

"Wir können gehen."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 16/04/04 03:28 PM

Glance betrachtet das Resultat von Claws Zauber, und nickt anerkennend. Er zieht seinen Umhang zu, nimmt seinen Rucksack auf, und läuft mit Claw langsam in die angezeigte Richtung.

Die beiden Elfischen bewegen sich lautlos und fast ohne Spuren zu hinterlassen. Schnell verschmelzen sie mit der Umgebung.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 16/04/04 03:31 PM

Da anscheinend niemand wert auf eine Marschordnung legt, nimmt auch Stone sein Gepäck auf und folgt der Gruppe.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 16/04/04 03:52 PM

Der Reisende wirft noch einen letzten sorgenvollen Blick auf den Wald. Schon seit geraumer Zeit hatte er die dunkle Präsenz der riesigen Kreatur gespürt, die sich in ihre Richtung bewegte. Langsam zwar, sehr langsam, als würde sie versuchen eine verlorene Fährte wiederzufinden - aber doch eindeutig in die Richtung der Gefährten.

Er wendet sich ab und folgt den Vorausgegangenen.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 16/04/04 07:04 PM

Auch Bodasen schließt sich der Gruppe an. Sie kommen gut voran. Nach einer Weile beginnt das Terrain stärker anzusteigen und die vegetation ändert sich. Der Mischwald weicht hohen schlanken Nadelbäumen, in der Ferne ist immer wieder Wolfsgeheul zu vernehmen. Auch die temperatur ist merklich gefallen, sodaß bodasen zu frösteln beginnt.

Er bleibt kurz stehen und nimmt seinen langen Mantel aus dem Rucksack. Während er ihn anzieht bleibt zeit für einen Rundblick. Das Panorama der schneebedeckten Gipfel der Brecher in der Ferne ist atemberaubend. Bodasen nimmt sich Zeit, da entdecken seine Augen in der Ferne auf einem der Hänge ein großes gebäude. Eine burg hier abseits aller üblichen Wege?

"Wartet einen Augeblick, seht ihr dieses Gebäude dort auf dem Hang? Wißt ihr vielleicht etwas darüber?"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 16/04/04 07:13 PM

Rashida wendet sich zum Gehen. Da bemerkt sie den kummervollen Blick des Reisenden, den er in den Wald wirft. Was hat er nun schon wieder? Ein leiser Zweifel klopft in ihrem Kopf an.

Doch, sie reisst sich von den Gedanken los. In Richtung des Reisenden bemerkt sie knapp: "Bevor Ihr uns getroffen habt, wurden wir von 10 Rittern und einem fanatischen Priestern aehm... verfolgt. Sie hatten uns gefangen und wir konnten uns befreien. Schätze, die Jungs sind nicht sonderlich gut auf uns zu sprechen. Zumal Bodasen im Kampf vor unserer Gefangennahme zwei ihrer Rittergefährten mittels Magie getötet hat, sodass der Priester diese zwei nicht wieder erwecken konnte. Gibt wohl ein paar Minuspunkte auf dem ohnehin schon mageren Gefühlskonto für uns... schätze ich."

Dann dreht sie sich um und spricht den Magier an: "Bodasen, wenn es Euch nichts ausmacht, dann würde ich gerne die Nachhut bilden. Nein, ich traue Euch dies sicherlich zu, aber ich denke, Ihr könnt im Fall des Falle besser agieren, wenn ihr nicht direkt involviert seid. Und falls Feinde uns auflauern, wird es entweder die Spitze oder das Ende erwischen... denke ich." Unschlüssig, was sie noch sagen könnte, wartet sie einen Moment ab und begibt sich dann an das Ende des Zuges.

Sie marschieren los und kommen gut voran. Leise knirscht der Boden unter ihren Schritten, ein Zeichen für zunehmende Kälte.

Als sie kurz Halt machen, da der Magier sich einen Umhang anlegen will, betrachtet Rashida die Umgebung. Nichts auffälliges zu sehen...

Ihre Aufmerksamkeit wird vom Magier gefesselt, der in eine Richtung zeigt und etwas von einem Gebäude redet. Gehorsam schaut die Kriegerin in die angegebene Richtung und erstarrt.
Ein Geräusch wird immer lauter... ein tiefes Brummen, das kaum zu hören, mehr zu fühlen ist.
Nein, das kann doch nicht sein? Die Kriegerin versucht, das Geräusch einzuordnen.

Panisch wendet sie sich an die anderen: "Hört mal! Könnt ihr auch das Brummen hören? Wenn das... wenn... also wenn..."

Sie kann keinen klaren Gedanken mehr fassen.

Plötzlich scheint eine Reihe Flugwesen vom Boden aufzufliegen. Sie kommen rasch näher. Ein guter Beobachter kann erkennen, dass die Wesen Fliegen ähneln, allerdings handtellergross sind. Ihre Haut glänzt rötlich, wenn eine Fliege an einen Stein stösst, zeugt eine rauchende Spur von der Begegnung. Die Gesichter weisen keine Fliegenaugen, sondern Augen ähnlich von Katzen auf. Die Wesen nennen sich selber "Ignamaer", die "Feuerwesen". Sie kommen in der Nähe von Vulkanen häufig vor, bilden sogar feste Rudel. Eine Berührung von ihnen ruft hässliche Brandblasen hervor, die in Verbindung mit den freigesetzen ätzenden Stoffen ihrer Haut oftmals Narben hinterlassen.


Rashida kann nur noch ein Wort rufen: "Ignamaer!"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 16/04/04 07:36 PM

Glance lässt beim Gehen seine Sinne schweifen. Schnell merkt er, das Claw, die dies offensichtlich auch tut, immer einen Tick schneller Dinge erspürt als er. Ihre reinblütigen Sinne reichen weiter als seine. Also konzentriert er sich auf seine Augen, die unter allen Völkern auf Lodoss als denen der Adler gleich geschildert wurden.

Die Sonne steigt immer weiter ins Zenit, aber es wird nicht wärmer, weil sie gleichzeitig immer höher in die Berge hinauf kommen. "Heute nacht wird es kalt werden", sagt er zu Claw, "ich hoffe wir finden einen Platz wo wir ein Feuer machen können".

Seine Augen schweifen über die Berge vor ihnen. "ich sehe ein Gebäude, da drüben am Hang. Es ist nur wenig abseits von unserer direkten Linie, und ich schätze die Gruppe könnte es bis zum Abend erreichen. - Habt Ihr eine Idee, wie wir den anderen eine Nachricht zukommen lassen können? Wir sollten uns nicht bei anbrechender Dunkelheit einem unbekannten Bau in dieser Gegend nähern - aber wenn wir uns beeilen, können wir beide eine gute Zeit vor Sonnenuntergang dort sein und schon mal einen Blick darauf werfen".



Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 16/04/04 09:17 PM

Die Gruppe Ignamaer hält stetig auf Rashida und den Magier zu. Die Kriegerin schaut sich um und versucht die Aufmerksamkeit der anderen zu erwecken, doch die sind schon zu weit weg. Sie probiert, einen Gedanken per Telepathie auf den Weg zu schicken, doch fehlt ihr die nötige Ruhe dazu. "War ja klar oder, dass ich mich jetzt nicht konzentrieren kann! Elendes Gebrummsel!"

Die Feuerwesen bleiben kurz vor Rashida stehen. Sie haben eine V-förmige Formation eingenommen und mustern die Streiterin gründlich. Dann wenden sie sich dem Magier zu.

Nach einer ebenso sorgfältigen Musterung fragt das erste Wesen mit schnarrender Stimme: "Ihrrr ssseid alleine? Wie leichtsssinnig von euch! Wo sssind die anderrren?"

Die Kriegerin kann nur mit den Schultern zucken. Und hoffen, dass die anderen kommen und sie irgendwie unterstützen.

Doch ein Gedanke lässt sie nicht los und forsch fragt sie die Feuerwesen: "Ignamaer sind dafür bekannt, in der Nähe von Vulkanen zu leben. Doch sehe ich hier keinen. Was macht ihr hier?"

Da bricht ein etwas kleineres Exemplar aus der Formation und schwebt bis direkt vor die Augen des Magiers. Mit fistelnder Stimme schreit es: "Gefahr, Gefahr! Rettet Euch! Viel Böses vor Euch, viel Böses hinter euch! Böse, böse, überall nur böse! Der Geist darf nicht frei sein!"

Zwei seiner Gefährten zerren den Jungspund weg. Da ergreift der wahrscheinlich Älteste das Wort: " Ihr haben magische Gegenstände. Nix wissen, was damit zu tun, richtig? Wir aber wissen. Wir nehmen Gegenstände und verstecken sie. Damit nix Schlimmes kommt. Das sein beste Weg für alle."

Rashida schüttelt ungläubig den Kopf. "Nein, wir werden euch die Gegenstände nicht geben! Warum auch?"

Leise seufzt der älteste Ignamaer und spricht einen seltsamen Reim. Der Kriegerin wird klar, dass er einen Zauber gesprochen hat. Da erhebt sich etwas Glänzendes, Glitzerndes,ja, Leuchtendes vom Boden und schwebt langsam auf das Feuerwesen zu.

"Das sein Gegenstand von anderem Gefährten. Nix wissen, von wem, wir müssen testen. Ohne diesen Gegenstand, ihr seid völlig verloren."

Die Streiterin ist nun völlig verwirrt. Zuerst wollen sie alle unsere Gegenstände, dann rücken sie plötzlich einen raus? Aber sie wissen nicht, wem er gehört und müssen das testen? Wie wollen sie das testen?

Rashida schaut ziemlich mürrisch in die Runde und sagt barsch: "Ich versuche, die anderen zu verständigen, aber garantiere für nichts!."

Sie stellt sich auf einen kleineren Felsen und beginnt, sehr laut die Namen der anderen zu rufen: "Stooone! Biiig Claaaw! Glaaaance! Aaalriiik! Reiiisendeeer!"

Die Ignamaer gehen zu Boden und rücken eng zusammen, damit sie sich gegenseitig wärmen können.

Nachdem sie zweimal alle Namen gerufen hat, will sie sich liebend gerne selbst in den Hintern treten. Mit ihrem Gebrüll hat sie bestimmt noch unerwünschte Gäste auf sich aufmerksam gemacht. "Da werden die anderen mich bestimmt wieder schimpfen!" seufzt sie leise.

Sie bleibt auf dem Felsen stehen und schaut sich wachsam um.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 16/04/04 10:21 PM

Beim Anfbruch verabschiedet sich Alrik noch von dem Einhorn und den Pferden, deren "Gepäck" auf die Reisenden umgeladen wird; die Satteltaschen werden an dem Felsen gelagert, da sie einerseits die Pferde nur stören, und andererseits von den Wanderern nicht getragen werden können. "Vielleicht finden wir sie auf dem Rückweg wieder..." murmelt Alrik.

Das Einhorn und der Streuner schuen sich in die Augen, eine Abschiedsgeste, die sie vor langer Zeit miteinander vereinbart hatte. Er erfährt, daß die drei eine eigene Aufgabe vor sich haben, bei der die langsamen Zweifüßer nur hinderlich wären. Es kommt auf Schnelligkeit an, da sie große Distanzen zu überbrücken haben.

"Du weißt, wo du mich finddest." schließt das Einhorn die Verabschiedung ab. Alrik nickt.

Dann muß er sich sputen, denn die anderen sind schon ein weites Stück voraus.

So bleibt er immer ein Stück hinter ihnen, quasi als unfreiwillige Nachhut.

Die drei Tiere galloppieren in die entgegengesetzte Richtung ...

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 17/04/04 10:29 PM

Big Claw bemerkt, dass niemand von der Gruppe mehr hinter ihnen ist.
"Glance, das Gebäude vor uns sieht sehr verlockend aus, aber aus der Gruppe ist keiner mehr hinter uns. Wir sollten zurückgehen. Vielleicht ist ihnen irgendetwas zugestossen und sie brauchen unsere Hilfe?"
Mit diesen Worten kehrt Big Claw um.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 17/04/04 10:38 PM

Nach einem Weilchen - beinahe hätte er die Truppe aus den Augen verloren - stößt Alrik auf die nächsten in der Marschreihenfolge.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 17/04/04 10:41 PM

Glance ist etwas verblüfft über die Claws unvermittelte Umkehr. Er zögert kurz, und überlegt ob er ihr folgen soll, oder ob er alleine...

Dann sagt er sich aber, dass es besser ist, wenn die Gruppe zusammenbleibt, und folgt Claw um mit nachzusehen warum die Anderen nicht wie er erwartet hatte unmittelbar hinter ihnen sind.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 18/04/04 06:19 AM

Stone und der Reisende waren bisher schweigend nebeneinander marschiert. Der Krieger hatte oft die Stirn gerunzelt und an der Unterlippe gekaut, offenbar bewegten ihn quälende Gedanken und Fragen. Der Reisende hatte sich auf den steinigen Weg konzentriert, jedoch war ihm die stumme Einkehr des Kriegers nicht entgangen. Stone wirkte ständig nachdenklich und zurückgezogen seit ihrer nächtlichen Rast.

Unvermittelt hebt der Krieger an zu sprechen: "Reisender..... Das was ihr alles sagtet, hat viele Fragen aufgeworfen. Da ist vieles, was mich verwirrt und vieles, was mir so unglaublich erscheint. Am meissten beschäftigt mich jedoch seither der Gedanke, woher ihr meinen - "

Der Krieger wird durch den Reisenden unterbrochen, der nach vorne deutet:

"Da kommen Glance und Big Claw. Sie sind umgekehrt. Vermutlich liegt Gefahr auf dem Weg vor uns !"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 18/04/04 08:39 AM

Rashida wartet nun schon lange und hat fast die Hoffnung aufgegeben, dass einer ihrer Gefährten noch kommt, da hört sie Schritte im Gebüsch. Die Silouhette kommt ihr bekannt vor: "Seid ihr das, Alrik?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 18/04/04 08:45 AM

"Stooone"
Stone hört nur die lauten Rufe von Rashida nach ihren Kameraden, nachedem der reisende inh aus seinen gedanken gerissen hatte, war er voll da.
Ohne zu warten und ohne zu sehen ob der Reisende mitkommt rennt Stone los.
Dann sieht er Rashida und mehrere seltsame glühende Wesen.
Da es keine Kampfhandlungen gibt steckt er sein Schwert wieder ein. Und arbeitet sich langsam durch das gebüsch.
"Seid ihr das Alrik?", hört er die Kriegerin fragen.
"Nein, ich bin es Stone", unschlüssig wie er die Situation einordnen soll fragt er "Ist alles in Ordnung?"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 18/04/04 10:13 AM

Glance holt Claw in dem Moment ein als Traveller und Stone in Sicht kommen. Er sieht, dass Stone umdreht und mit gezogenem Schwert zurückhetzt. Als sie Traveller erreichen, laufen sie alle weiter Stone hinterher. Im Laufen wirft Glance dem Traveller zu "Wir haben gemerkt, dass ihr nicht mehr folgt. Gibt es Probleme?"

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 18/04/04 02:34 PM

Der Reisende nickt Glance und Big Claw kurz zu.

"Ich dachte, es gäbe bei euch weiter vorn Probleme, weil ihr umgekehrt seid. Aber offenbar scheinen die Probleme hinter uns zu liegen - im wahrsten Sinne des Wortes. Jemand hat nach uns gerufen, es klang nach Rashida."

Kopfschüttelnd blickt er Stone hinterher, der wie von der Blauspinne gebissen halsbrecherisch über die Felsen sprintet.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again *DELETED* *DELETED* *DELETED* - 18/04/04 02:52 PM

Post deleted by Marian
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 18/04/04 03:24 PM

Als Big Claw zusammen mit Glance und Traveller bei Rashida eintrifft, bietet ihr sich ein seltsamer Anblick dar. Rashida sitzt auf einem Felsen und neben ihr auf Boden haben sich Wesen niedergelassen, die Fliegen ähnlich sind. Nur sehr viel größer.
"Rashida, ist alles in Ordnung? Was sind das für Wesen? Was wollen sie von dir?"
Die Elfin merkt selbst, dass das etwas viel Fragen aufeinmal sind, aber die Situation ist ja auch keine gewöhnliche. Sie blickt hilfesuchend die anderen Gefährten an.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 18/04/04 08:44 PM

Alle stehen nun im Halbkreis um Rashida und Bodasen. Glance betrachtet die Wesen, die vor ihnen auf dem Boden lagern, so dicht zusammengedrängt, dass man ihre Anzahl kaum zählen kann. Aber es sind viele.

Glance hat solche Wesen noch nie gesehen, hat noch nicht einmal von ihnen gehört. Das beunruhigt ihn. Er kann nicht abschätzen ob, und in welcher Form von ihnen Gefahr ausgeht. Zwischen den Wesen und Rashida bemerkt er ein metallisches Glänzen auf dem Boden, kann aber nichts näheres erkennen.

Vorsichtig tritt er langsam ein paar Schritte zur Seite, um für den Notfall Bewegungsfreiheit zu haben. Dann wartet er ab, wie die Situation sich entwickelt.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 18/04/04 10:51 PM

Rashida lächelt sichtlich erleichtert ihre Gefährten an.

Dann beginnt sie zu erklären: "Erst einmal vielen Dank, dass ihr meinem Ruf gefolgt seid. Nach dem Zwischenfall am Lager war ich mir nicht so sicher, ob ihr kommen würdet. Was ihr hier seht, sind Ignamaer. Normalerweise leben diese Wesen, die sich selbst als "Feuerwesen" bezeichnen, in der Nähe von Vulkanen. Ich bin ziemlich verwundert, sie hier anzutreffen. Nun, wie dem auch sei, sie haben mich angesprochen. Zuerst verlangte der scheinbar Älteste von ihnen, dass wir ihnen alle unsere besonderen Gegenstände aushändigen. Dies habe ich, hoffentlich im Sinne aller Betroffenen, vehement abgelehnt. Dann meinte er plötzlich, dass sie noch einen Gegenstand hätten und dieser dem richtigen Partner zugewiesen werden müsse. Da er nicht weiss, wer..."

An diesem Punkt wird die Kriegerin von einem Ignamaer unterbrochen.
"Du rrreden zuviel! Wirrr müsssen tessten, ob Arrrtefakt zu Menssch passt. Geht gleiich losss!"
Es erhebt sich ein weiteres der Wesen und murmelt leise vor sich hin. Langsam schweben alle anderen Ignamaer hoch und nehmen wieder die V-Formation ein.

Die goldene Kugel, die der Zauberkundige bereits herbeigerufen hat, löst sich vom Boden und fliegt langsam auf ihn zu.

Rashida beobachtet das ganze Spektakel gebannt. Da sie weiss, dass sie nicht in Frage kommt, überlegt sie fieberhaft, für wen der Gegenstand wohl sein kann.

Der Ignamaer flattert dröge von einem zum anderen. Die beiden Frauen ignorierend, mustert er den Halbelfen kurz. Der Reisende und Stone werden einer längeren Prüfung unterzogen. Dann schwirrt er auf Alrik zu.

Das Feuerwesen bleibt nah an dem Streuner stehen und schwebt in Gesichtshöhe vor ihm. Unverwandt starrt er in die Augen von Alrik. Dann entblösst der Ignamaer seine Kauwerkzeuge und nickt kurz.

Auf seinen Wink hin kommt die Kugel langsam herangeschwebt. Sie hält neben dem Zauberkundigen inne.

Alriks Gesicht wird von dem hellen Schein der Kugel in mystisches Licht getaucht.

Der Ignamaer wendet sich ab und sagt: "Mehrrr können wirrr nicht fürrr euch tun! Vielleicht trrreffen wirrr unsss einmal wiederrr!"
Er schnarrt etwas in der eigenen Sprache und alle Feuerwesen fliegen in perfekter Formation davon.

Die Kriegerin schaut den Wesen nach, dann wendet sie sich wieder Alrik zu. Und beobachtet gespannt, was der Streuner mit der Kugel wohl macht.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 18/04/04 11:17 PM

Alrik überlegt. Er schnauft noch etwas, denn das Marschtempo war ihm doch recht hoch.

Eine Kugel, die direkt vor ihm scgwebt ? Hm, seltsam, denkt er, aber das muß ja irgendeinen Sinn haben.

Vorsichtig streckt er seinen Zeigefinger aus, denn er will diese Kugel untersuchen. Was für ein Material ist das, warum schwebt es, ist es Gold, ist es Magie ?

Als er die Kugel berührt, vergeht sie in einem gleißenden Licht, und herunter fällt - eine weitere Kugel ! Alrik fängt sie schnell auf.

Diese ist kleiner, aber ebenso rund, und schimmert in rötlichen Farben, fast wie ein perfekt polierter Edelstein.




Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 18/04/04 11:44 PM

Völlig verwirrt blickt Bodasen in die Runde. "Ignamaer?" von solchen Wesen hat er noch nie etwas gehört und dann dieses seltsame Artefakt...

"Alrik?, darf ich mal, das muß ich mir genau betrachten." Als Bodasen den fragenden Ausdruck im gesicht des streuners erblickt fügt er hinzu: "keine Angst Alrik, ich passe schon auf diese kugel auf, ihr bekommt sie unversehrt zurück."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 19/04/04 05:28 AM

Stone, der erst einmal froh ist das niemandem was passiert ist, wundert sich.
"Was für seltsamen Kreaturen ich doch jetzt schon begegnet bin. Aber wenigsten tun diese anscheinend niemandem was"
Stone wendet sich vom Geschehen ab und dreht sich um, damit er die Umgebung im Auge behalten kann. Die Gruppe ist anscheinend von dem neuen Gegenstand fasziniert.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 19/04/04 06:10 AM

Der Reisende hatte die ganze Prozedur schweigend, aufmerksam und distanziert verfolgt. Nun wendet er sich langsam Rashida zu und mustert sie mit verschränkten Armen und leicht amüsiertem schiefen Lächeln:

"Hat es eigentlich einen besonderen Grund - o geheiligte Tochter - das Ihr scheinbar von einer unglaublichen Situation in die Nächste stolpert und ständig nach unserer Hilfe schreit ? Offenbar dient Ihr Undar weniger mit geistiger Hingabe, als vielmehr zu seiner Unterhaltung....."
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 19/04/04 06:55 AM

Dieses Artefakt gehört zu Alrik? Das erklärt auch, warum er zu der Gruppe gekommen ist. Bisher hatten ja alle angenommen, die Artefakte hätten sie zusammengeführt.
Die Elfin sieht Bodasen zu, wie er die Kugel untersucht und wartet das Ergebnis ab.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 19/04/04 07:59 AM

Bodasen versenkt sich tief in die Kraftlinien der seltsamen Kugel. Die Fäden der magischen Energie sind unglaublich dicht, so etwas hat der Magier noch nie gesehen. Im Zentrum der Kugel laufen auch die meisten Linien zusammen. Vorsichtig versucht Bodasen die der Kugel innewohnende Magie zu ergründen.

Plötzlich wird ihm schwarz vor den Augen, Bodasen kippt einfach bewußtlos zur Seite.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 19/04/04 02:01 PM

Als Alrik Bodasen erschreckt die Kugel wieder wegnimmt, unterbricht er damit auch den Kontakt des Magiers zu der Kugel.

Ich hoffe, er wacht wieder auf, denkt Alrik, während er den Magier vorsichtig schüttelt, um ein Lebenszeichen zu erreichen.



Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 19/04/04 02:28 PM

Glance, der als die Feuerfliegen weggeflogen waren wieder zu der Gruppe hinzutrat, reagiert am schnellsten, und fängt den fallenden Bodasen gerade noch ab, bevor dessen Kopf auf einen Stein schlägt.

Alrik, der ebenfalls dazu gesprungen ist, greift sofort nach seiner Kugel.

Glance untersucht Bodasen mit einem schnellen, prüfenden Griff an die Halsschlagader - ja, Bodasen lebt noch, ist nur bewußtlos. Zu den anderen gewandt sagt er "Die Magie der Gegenstände ist voller Überraschungen. Wir sollten die Untersuchung zurückstellen bis wir einen sicheren Lagerplatz gefunden haben"

Als Bodasen unartikulierte Laute ausstösst, wendet sich die Aufmerksamkeit aller ihm zu. Er scheint irgendetwas sagen zu wollen, aber es ist nichts Konkretes zu verstehen. Langsam kommt er wieder zu sich, und schaut sich verwirrt um.

Bevor noch irgendjemand etwas sagen kann, schlägt Glance vor "Wir haben am nächsten Berghang ein Gebäude gesehen, das verlassen aussah, und das wir leicht bis zum Abend erreichen können. Lasst uns sehen, ob wir dort sicher lagern können und die Zeit und Ruhe finden die Geschehnisse und unser weiteres Vorgehen zu überdenken".

Als sich keine Einwände erheben, ergänzt er "Claw, würdet ihr bitte die Nachhut übernehmen und ein Auge darauf haben, dass uns keiner folgt sowie möglichst die Spuren verwischen? Ihr kennt ja das Ziel!" Und als Claw nickt, sagt er "Ich gehe voraus, folgt nach Belieben, aber es wäre gut zusammenzubleiben - das macht es Claw leichter".

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 19/04/04 02:32 PM

"Vielleicht sollten wir unterwegs Ausschau nach einem Bach oder einer Quelle halten, damit wir genügend Wasser bei uns haben."
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 19/04/04 05:16 PM

Der Reisende beobachtet mit finsterer Miene, wie Alrik die auf so sonderbare Weise erlangte Kugel in seinen Habseligkeiten verstaut. Zögernd tritt er zu dem Magier und hilft ihm aufzustehen. Bodasen ist sichtlich noch etwas wackelig auf den Beinen.

"Wartet nicht auf uns, wir folgen mit Big Claw."

Dann wendet er sich an Bodasen: "Könnt Ihr laufen ? Oder muss.... soll ich Euch stützen ?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 19/04/04 06:31 PM

Stone schaut sich den Reisenden an und verkneift sich ein grinsen.
Bodasen ist doch ein ganzes Stück schwerer als Lu.
"Ich kann euch zur Not tragen, wenn die Hütte nicht allzu weit entfernt ist. Wenn es nicht anderst geht weiß ich auch wie man eine Trage baut".
Und als letzten nachsatz, "Wenn ihr nicht Seekrank werdet?"

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 19/04/04 08:02 PM

"Was war denn los? Bin ich...
...eingeschlafen?, was zum..."

Langsam wird der Blick von Bodasen wieder klarer. "Was zum teufel ist passiert?"

..."ich gehen?, aber natürlich kann ich gehen!"
Bodasen macht versuchsweise einige Schritte, es geht zwar nicht gut, aber es geht.

"Alles klar!, Alrik, wenn ich das nächstemal Lust habe ein Artefakt zu untersuchen, dann bitte halte mich zurück, ja?"
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 19/04/04 08:15 PM

Alrik nickt. Er hatte mitgeholfen, Bodasen wieder auf die Beine zu stellen. Man merkt ihm aber noch an, daß ihm noch ein bißchen schwindelig ist.

"Ich finde, wir sollten langsam gehen, ein Magier, der eben noch bewußtlos war, kann nicht so schnell wie ihr !"

Dann macht er sich reisefertig. Er schaut sich kurz um.

Glance bildet die Spitze der Gruppe, Big Claw die Nachhut. Dazuwischen der Rest. Nun gut, denkt Alrik, diejenigen, die mit dem Wald und der Natur am weitesten vertraut sind, sichern die Gruppe vorne und hinten ab. Das ist schon mal gut, denke der Streuner.

"Wir sollten Bodasen in die Mitte nehmen, Magier, dazu noch welche, die vor kurzem noch bewußtlos waren, sind generell etwas "empfindlicher" gegenüber Angriffen. Zumal wir nicht wissen, was uns auf unserem Weg erwartet." spricht Alrik die anderen an.

"Ich bin zwar kein Waldläufer, weiß aber, daß wir vorsichtig sein müssen ! So etwas wie vorhin darf uns nicht noch einmal passieren, daß nämlich die Gruppe sich so weit auseinanderzieht ! Das ist viel zu gefährlich !"

Langsam kommt der Streuner in Rage. Einmal angefangen, schimpft er wie ein Rohrspatz.

"Ich dachte, wir sind hier als Gruppe unterwegs ! Ihr seid so weit voraus gerannt, ohne zu wissen, was auf euch wartet ! Monster, Orks, Goblins, Seeschlangen, euch schien das völlig egal zu sein !"

Er macht eine kurze rhetorische Pause.

"Ihr müßt wissen, daß man nicht so einfach durch die Wildnis läuft ! Ihr müßt aufpassen, welchen Weg ihr geht, daß ihr euch nicht verlauft, auf was ihr trefft, und ob nicht irgendwelche andere Rassen euch verfolgen, Orks zum Beispiel ! Ihr müßt euch euren Weg merken - für den Rückweg, sonst verlauft ihr euch ! Ihr müßt Fährten lesen können, um zu wissen, ob ein Lindwurm euren Weg vor ein paar Tagen gekreuzt hat oder nicht ! Ihr müßt Tierfährten lesen können, um notfalls Nahrung herbeischaffen zu können !

Alles das kann ich nicht oder kaum, aber zumindest weiß ich worauf es ankommt, wenn ich in der Wildnis reisen will ! Ich mag im Wald einen Lärm machen wie 10 Oger, aber zumindest weiß ich, daß ich vorsichtig sein muß ! Ich kann keine Spuren lesen (außer wirklich tiefe), aber ich weiß zumindest, daß ich selber welche hinterlassen werde !

In der Stadt kann jeder eurer Spur folgen, ihr müßt schon sehr gerissen sein, um eventuelle Verfolger abzuschütteln ! Auf dem Land und in der Wildnis ist es sogar noch einfacher !

Und das Schlimmste : Ihr lauft einfach so daher und laßt es zu, daß die Gruppe sich auflöst ! Stellt euch vor, einer von euch wird vom Rest getrennt, von einem Drachen verspeist, und ihr merkt es noch nicht einmal ! Oder ihr trefft ein Mitglied einer Rasse, deren Sprache nicht ihr sprecht, wohl aber ein zurückgebliebenes Mitglied ! Oder ihr müßt zusammen gegen eine Horde von Räubern bestehen ! Da kann ein Verteidiger mehr oder weniger schon den Unterschied zwischen Leben, Tod oder Versklavung ausmachen !

Ihr macht es euch etwas zu einfach !"

Alrik holt ein paar Mal tief Luft, er ist bei der ganzen Schimpferei tatsächlich außer Atem gekommen !

Er schaut sich die anderen noch mal an, dann gibt er wie selbstverständlich Befehle :

"Glance und Big Claw, ihr wollt euch an den Kopf und das Ende der Gruppe setzen. Macht das ! Bodasen kommt in die Mitte ! Du, Reisender, und Stone, ihr stützt ihn, wenn er es braucht. Wenn es schlimm ist, haltet ihr die Gruppe mit einem Ruf an ! Ich und Rashida werden die Flanken der Gruppe schützen !"

Alrik erwartet keine Antwort. Wenn ihnen die Sicherheit der Gruppe am Herzen liegt, werden sie schon das Richtige tun, denkt er.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 19/04/04 09:04 PM

"Alrik, eure Standpauke ist vollkommen in Ordnung, nur dann versucht auch ihr, mit uns Schritt zu halten. Und trödelt nicht hinter uns her."
Die Elfin nimmt teils erheitert, teils sehr ernsthaft die Worte von Alrik auf.
"Wenn dann alle bereit sind, kann es ja losgehen."
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 19/04/04 09:38 PM

Rashida sah den Reisenden fassungslos an. Dann zischte sie ihn an: "Entschuldigt bitte, o edler Herr, das nächste Mal werde ich ein Lagerfeuer aus grünem Holz machen, dann muss ich mir nicht mehr die Lunge aus dem Hals rufen, bis Ihr Euch bequemt, mich zu unterstützen!" Vor Zorn ballte sie ihre Hände zu Fäusten. Die Augen warfen einen eiskalten Blick zu dem Reisendem, da legte Rashida richtig los: "Was bildet Ihr Euch denn ein, dass Ihr meint, mich richten zu können? Nur weil Ihr alte Geschichten kennt und zufälligerweise einen Enthüllungszauber beherrscht? Wieso sagt ihr uns nicht Euren Namen? Ihr könntet ja einen erfinden, damit würdet Ihr nicht das Misstrauen von mir erwecken. Nein, ich weiss, warum ich Euch meide. Ihr seid ein eingebildeter, engstirniger, alles besser wissender halbhunmanoider Stolltentroll!" Während dieser Worte, die die Kriegerin förmlich ausgespuckt hatte, piekste sie den Reisenden im Takt mit ihrem Zeigefinger in die Brust. "Wir sind alle zufällig hier. Auch wenn wir das gleiche Ziel haben, heisst das noch lange nicht, dass wir auch die gleichen Absichten haben! Ich muss Euch und den anderen zwangsläufig trauen und hoffen, dass mich wirklich niemand von hinten erdolcht! Wenn wir wirklich nur gemeinsam bestehen können, wie es auch Ihr gesagt habt, dann solltet Ihr eigentlich alles in Eurer Macht stehende tun, dass die Gruppe eins wird! Und nicht mit dümmlichen Kommentaren versuchen mich lächerlich zu machen!"

Wenn ein langer Gang da wäre, dann würde Rashida jetzt abrauschen. So ist sie gezwungen, die Rede von Alrik immer noch wutentbrannt über sich ergehen zu lassen.

Die Kriegerin konzentriert sich und versucht sich zu beruhigen. Es klappt, langsam werden die Atemzüge wieder ruhiger. Leider hat sie durch die kurze Meditation nicht den gesamten Vortrag mitbekommen.

Sie schaut unschuldig in die Reihe und fragt dann geflissentlich: "Wo soll ich nochmal laufen?"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 19/04/04 10:37 PM

Der Reisende hatte Rashidas Tirade gelassen entgegengenommen und lediglich interessiert ihren Finger betrachtet, mit dem sie ihm immer wieder auf die Brust stiess. Alriks Standpauke quittierte er ebenso schweigend mit einer hochgezogenen Augenbraue.

Als endlich Beide ihre aufgeregten Vorträge beendet haben, sieht er die Kriegerin mit versteinerter Miene an:

"Ihr braucht kein Feuer aus grünem Holz entzünden, Rashida. Seht einfach nur zu das Ihr uns nicht permanent Ärger beschert, mit Eurem Geschrei die Trolle aus den Höhlen lockt und andere unnötig für Eure Kindereien in Gefahr bringt."

Als die Kriegerin erneut rot anzulaufen beginnt, wendet sich der Reisende ab um den Magier stützen zu können, falls dieser seiner Hilfe bedarf.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 19/04/04 10:59 PM

Interne Streitigkeiten. Na toll. Gerade das, was er jetzt noch brauchen kann.

Alrik bleibt nichts anderes übrig, als zu versuchen, diese Situation zu entschärfen (wobei er sich selber erst noch beruhigen muß).

"Nun, Rashida, ich denke, die Truppe sollte zusammenhalten, sofern wir überleben wollen, und ich habe euch dem Kern zugewiesen - genauer dem Flankenschutz. Ob links oder rechts ist mir völlig egal, denn ich werde die jeweils andere Seite einnehmen."

Zu den anderen gewandt sagt er noch : "Wer seine Position wechseln will, kann das gerne jederzeit machen - aber bitte erst nach Absprache !"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 20/04/04 04:27 AM

Stone baut sich neben dem Magier auf, für das Geplänkel zwichen dem Reisenden und der Kriegerin hat er kein Verständnis. Obwohl er im stillen Rashida recht geben muß. Aber das kann auch an einem anderen Tag geklärt werden wenn nicht zufällig einer der Gruppe körperlich versehrt ist. Alriks Rede nimmt er beifällig zur kenntnis, endlich einer der sagt wie die Sache angepackt werden muß, der Streuner steigt in seiner Achtung wegen dem Mut, Wildfremden die Ihn alle ohne Probleme Mundtot machen könnten, dermaßen die Meinung zu sagen.
"Hört mir zu Bodasen, ich sage dies nur einmal. Auch wenn wir unsere Animositäten haben, so werde ich dennoch nicht zulassen das euch ein Leid passiert solange ich in der Lage bin dies zu verhindern.
Genausowenig werde ich dulden das Ihr aus falschem Stolz heraus die Gruppe gefährdet. Wenn Ihr gehen könnt, dann geht. Wenn nicht dann sagt es, dann bauen wir eine Trage und helfen euch. Sagt ihr es nicht und behindert die Truppe, dann findet ihr euch auf meiner Schulter wieder und werdet wie ein Sack zu diesem Bauwerk befördert."
Die Einteilung des Streuners findet seinen zuspruch, es macht sinn das der Stärkste einem Verwundeten hilf, auch wenn Stone nicht ganz begreift wie Alrik denn die Flanke schützen will. Aber die Tatsachen lassen sich nicht so einfach aus der Welt schaffen.
Instinktiv und ohne darüber nachzudenken nimmt Stone seinen Platz ein der ihm befohlen wurde.
Dann wirft er noch dem Reisenden, der sein kleines Intermezzo mit der Kriegerin beendet hat und jetzt auch den Magier stützen will, einen harten Blick zu.
"Lasst mir meine Aufgaben, haltet euch lieber die Hände frei, wenn es zum Kampf kommen sollte könnt ihr Bodasen nicht tragen und gleichzeitig schnell laufen. Ich schon, erzählt mir lieber mal etwas, Ihr habt vorhin schon angefangen, bevor die Kriegerin gequiekt hat."
Stone bleibt neben dem Magier, und hofft nicht auf die Probe gestellt zu werden, er könnte es vermutlich schaffen aber sein Rücken wäre danach für lange Zeit nicht zu gebrauchen. Vielleicht sollten wir trotzdem eine Trage bauen denkt sich Stone.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 20/04/04 07:50 AM

Etwas irritiert schaut der Reisende den Krieger an. War Stone bei seinem wilden Lauf zu Rashida vielleicht doch gestürzt und hatte sich den Kopf gestossen ?

"Ich soll Euch etwas erzählen ? Was wollt Ihr denn hören ? Soweit ich mich entsinne, wart Ihr es doch, der auf unserem Marsch das Gespräch mit mir gesucht hat. Ihr erzähltet davon, das Euch vieles nicht klar ist und das Euch ein Gedanke sehr beschäftigt, bevor wir auf Big Claw und Glance trafen."
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 20/04/04 08:10 AM

Bodasen erholt sich schnell nach wenigen Minuten fühlt er sich auch wieder kräftig genug für einen Dauerlauf. Das mag auch zu einem Guten teil daran liegen, daß er noch etweas Kekse und Wasser aus seinem Rucksack gefischt hatte um sich zu stärken.

Dann nickt er Stone zu der sich neben ihm aufgebaut hat: "Stone, ich danke euch für euer Angebot, aber ich schaffe es alleine! ich werde auch keinesfalls aus falschen Stolz die Gruppe gefährden. Mein Stolz ist berechtigt. Trotzdem nochmals Danke!"

Dann wendet Bodasen sich an die anderen:
"Hört mir zu", fängt Bodasen an, "Rashida!, der reisende wird euch nicht erdolchen, Gelegenheit dazu hätte er bereits gehabt. Überhaupt sollten wir es mit gegenseitigem Mißtrauen nicht übertreiben. Auch wenn wir mit Alrik einen Dieb in unseren Reihen haben," Bodasen grinst den Streuner an, "hat erstaunlicherweise noch niemand ein Loch in seinem Beutel entdeckt, oder?"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 20/04/04 09:36 AM

Glance nickte nur zu Claws Hinweis zum Wassersuchen, und gesteht sich ein, dass die Elfe recht hat - da er seinen persönlichen Bedarf in der Regel der Luftfeuchtigkeit entzieht, um nicht soviel tragen zu müssen, hätte er nicht daran gedacht, dass die Bedürfnisse der anderen mehr erfordern.

Jetzt wartet er, dass die Gruppe endlich zum Aufbruch bereit ist. Er ist ungeduldig, fühlt sich in seiner Mobilität eingeschränkt und in seinem Tempo gehemmt. Ausserdem möchte er die Burg noch bei Tageslicht erreichen.

Als die Diskussionen abebben und der Magier sich aufgerappelt hat, sagt er laut "Ich gehe jetzt los!", dreht sich um und wandert mit strammen Schritt los.

Bald lichtet sich die Vegetation, und er hat einen freien Blick auf ihr Ziel. Während er darauf zu wandert, schaut er sich die Umgebung genau an. Die Burg liegt auf halber Höhe des Berges, also noch ein gutes Stück oberhalb ihrer jetzigen Position, auf einer vorspringenden Felsnase. Es scheint ein kleiner Wehrbau zu sein, mit einem Turm und zwei - drei Gebäuden. Was sich auf der Bergseite befindet kann er noch nicht erkennen. Etwas unterhalb der Burg ist dichtere Vegetation, also scheint dort ein Wasserlauf oder eine Quelle zu sein.
Darauf steuert Glance nun erstmal zu.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 20/04/04 12:24 PM

Bei den Worten des Reisenden läuft Stone leicht rot an, verflixt der Reisende sollte sich nicht so anstellen, "mag sein, aber ihr könntet mir jetzt wirklich was erklären. Woher kennt ihr meinen Vater. Zumindest hatte ich nach euren Worten den Eindruck das Ihr ihn kennt."
Mit diesen worten will Stone von seiner eher peinlichen Rettungsaktion ablenken, die nicht nur in die Hose ging, sondern ihn auchnoch blamierte. Warum mußte die Kriegerin auch so schreien, er konnte doch nicht ahnen das alles so harmlos war.

Stone nimmt zur kenntnis dass es Bodasen anscheinend so gut geht das er keine Hilfe braucht. Stone nickt dem Magier zu "Ich verlasse mich auf euch und wollte euch nicht beleidigen. Ich gehe jetzt Alrik ablösen, hier werde ich wohl nicht gebraucht. Und da macht es mehr Sinn wen ich an die Flanke gehe"
Erleichtert nicht auf die Probe gestellt zu werden dreht sich der Krieger um und geht zu Alrik der die Linke Flanke übernehmen wollte.
Im gehen wendet er sich noch mal an den Reisenden, "Ich möchte wirklich darüber mit euch Reden. Ich würde mich freuen wenn ihr Heute beim Marsch etwas zeit für mich finden würdet. Verzeiht wenn ich euch jetzt hier stehenlasse aber mein Platz ist jetzt nicht hier"
Stone ist bei diesen Worten ganz Ernst.
Schnell hat er Alrik erreicht, "Hört Alrik, Ihr habt eure sache sehr gut gemacht. Aber Bodasen braucht meine Hilfe wohl nicht, deshalb werde ich die Flanke übernehmen. Glaubt mir, ich war mit eurer einteilung völlig einverstanden, aber jetzt hat sich die Lage geändert."
Stone blickt den Streuner mit Respekt an "Ich glaube nicht dass wir uns Gedanken um unsere Börsen machen müssen."

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 20/04/04 12:29 PM

Alrik nickt. Er wechselt ohne ein Wort seine Position, um seinen neuen Platz einzunehmen.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 20/04/04 01:09 PM

Der Reisende hatte gerade überlegt, ob eine Antwort auf Stones Frage nicht besser unter vier Augen erörtert werden sollte, als dieser auch schon mit einer fragwürdigen Erklärung seinen Posten verlies, um Alrik abzulösen.

Sein Platz war nicht hier ? Nein.... Offenbar wusste dieser Krieger überhaupt nicht mehr, wo sein Platz eigentlich war. Hatte er dem Magier nicht seine helfende Hand angeboten, ja gar ihn notfalls zu tragen ? Und nun brach er sein Wort auf einen flüchtigen Eindruck hin und verschwand. Der Krieger war wankelmütig und wenig zuverlässig. Was konnte.... was durfte man ihm überhaupt anvertrauen ?

Ein flüchtiger aber intensiver Blick zum Magier bewies schnell, das dieser sich stärker gab, als er war. Noch immer war er zittrig und blass, geschwächt durch den magischen Kollaps. Er biss lediglich die Zähne zusammen um sein Gesicht zu wahren. Man sollte an seiner Seite bleiben.

Nein Stone - dachte der Reisende - Ihr bekleckert Euch wahrlich nicht mit Ruhm....
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 20/04/04 02:43 PM

Nun, da die Zankereien eingestellt sind und die Marschordnung abgesprochen ist, nimmt die Elfin ihren Platz am Ende der Gruppe ein. Sie versucht, so gut es geht, die schlimmsten Spuren der anderen zu beseitigen.

Während sie hinter den Anderen geht, fällt ihr Lu Ser ein. *Wie es ihm wohl ergeht? Hoffentlich passiert ihm nichts. Das könnte ich mir nie verzeihen.*
Sie nimmt sich vor, am Rastplatz in das Amulett zu schauen. Vielleicht kann sie ja etwas erkennen.

Da sie ja Glance gesagt hatte, dass die Gruppe Wasser braucht, geht sie davon aus, das er, sobald er eine Quelle oder einen Bach findet, Bescheid gibt.



Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 21/04/04 04:15 PM

Glance nähert sich almmählich der Waldgruppe am Fusse des Burgberges. Zwischendurch hat er sich immer mal wieder umgesehen, um festzustellen ob die Anderen folgen. Auch jetzt sieht er sie, kleine Pünktchen, die in lockerer Formation den Anstieg beginnen.

Er wendet sich wieder dem Wäldchen zu, dessen Rand er nun erreicht hat. Er konzentriert alle seine Sinne auf die kleine Senke, aus der die Kronen der mächtigen Bäume herausschauen. Er hört und spürt das Rauschen der Blätter, ein paar Vögel und Insekten, in der Tiefe der Senke auch das Plätschern von Wasser. Aber sonst nichts - gar nichts.

Er arbeitet sich langsam in Richtung des Zentrums der Senke vor, das Blätterdach verdunkelt das Gebiet zu einem Dämmerlicht. Es ist still - viel zu still.

Glance hält an - es ist an sich keine unmittelbare Gefahr zu spüren - aber es ist auch keinerlei Leben zu spüren, ausser den Pflanzen. Das ist es, was ihn irritiert! Es müsste von kleinen Tieren wimmeln so rund um eine Quelle in einer ansonsten recht trockenen Umgebung. Aber da ist nichts! Er geht langsam in grossem Bogen um die Senke, und achtet auf Spuren. Er findet auch gelegentlich welche, von kleinen und grösseren Tieren, aber keine, die wieder aus der Senke herausführen!

Er hat inzwischen seine Umrundung abgeschlossen, und sieht wieder nach seinen Gefährten. Die sind zwar schon ein ganzes Stück näher gekommen, aber werden bestimmt noch eine Stunde brauchen, bis sie den Waldrand erreichen.

Glance schaut sinnierend in das Dunkel des Waldes, ohne wirklich etwas zu sehen. Dann schaut er nach oben und denkt sich *Keine Tiere am Boden, aber Vögel überall - also ist die Gefahr am Boden!?* Er schwingt sich auf einen der grossen Bäume bis etwa auf halbe Höhe, und arbeitet sich in den Baumkronen von Ast zu Ast hangelnd langsam bis zum Zentrum vor.

Auf einem Ast hoch über den Weiher sitzend beobachtet Glance die Szenerie. Totenstille herrscht um das Wasser. Zu seiner Rechten sieht er einen halbverwesten Kadaver am Ufer liegen, der etwas streng in seiner Nase kitzelt, zu seiner Linken hat der Quellteich einen kleinen Abfluss der leise plätschert. Das Wasser scheint aber schon nach kurzer Distanz bereits in einer Erdspalte zu versickern. Der Teich selber liegt dunkel und tiefgründig in der Mitte der Senke, nur in der Mitte steigen regelmässig kleine Bläschen hoch.
Als Glance dies bemerkt, nickt er verstehend - nun ist ihm alles klar. Er hangelt sich ein Stück zurück, springt auf den Boden und rennt in Richtung Waldrand um seine Gefährten abzufangen, bevor sie den Wald betreten.



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 21/04/04 07:32 PM

Big Claw ist erleichtert, dass die Gruppe so gut voran kommt.
*Für Nicht-Elfen sind die gar nicht mal so schlecht, aber wir werden ja sehen, wenn es schwieriger wird. Ich hoffe mal, dass Glance eine Wasserstelle findet, obwohl er sie nicht braucht.*
Solchen Gedanken nachhängend läuft Big Claw hinter der Gruppe her.
Die Vegetation ist nicht mehr so dicht und die Elfin kann, ausser Glance, den Rest der Gruppe gut sehen. Hinter ihr gibt es nichts, was von Bedeutung ist oder gar Gefahr ankündigt.
Die Burg ist schon sehr gut zu erkennen. Eigentlich ist nur noch das kleine Wäldchen zu durchqueren und dann können sie endlich ausruhen.
*Vielleicht hat Glance schon eine Quelle gefunden*, denkt Big Claw, als sie plötzlich aufmerksam wird. Etwas kommt auf sie zu, aber keine Gefahr, sondern etwas Vertrautes. Sie versucht sich zu konzentrieren. Es gelingt ihr nicht ganz, aber ihre Sinne sagen ihr, das es Glance sein könnte.



Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 21/04/04 07:45 PM

Glance spürt, dass Claws Geist nach ihm forscht, die Gruppe muss also schon ziemlich nahe sein. Da ist er auch schon am Waldrand angelangt, und sieht die ersten ankommen. Er tritt ins Freie, sodass ihn die anderen sehen können, und winkt ihnen näherzukommen.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 21/04/04 09:29 PM

Die Elfin hatte sich also nicht geirrt.
Glance tritt im selben Moment aus dem Waldrand hervor, als die ersten Gruppenmitglieder diesen erreichen. Die Elfin hat einige überholt und geht direkt auf Glance zu.
"Habt ihr Wasser gefunden?"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 21/04/04 09:42 PM

"Ja, aber," antwortet Glance auf Claws Frage, "es ist eine gasende Quelle. Irgendwo tief unterhalb des Berges muß ein schlafender Vulkan liegen. Durch die Quelle treten Gase aus, die schwerer als Luft sind, und die Senke ausfüllen. Dadurch wird alles Leben um den Teich erstickt. Das Wasser selbst ist trinkbar, aber wir müssen vorsichtig sein, und von weit oben schöpfen. Ich habe ein Seil in meinem Rucksack, aber ich habe kein Behältnis zum schöpfen. Und auf keinen Fall können wir hier lagern - wir würden alle ersticken, sobald wir uns hinlegen und einschlafen".

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 21/04/04 09:49 PM

"Ich habe ein Behältnis und die anderen sicher auch. Es wird sich ja wohl keiner auf eine lange Reise begeben und keinen Behälter für Wasser dabei haben."

"Mein Vorschlag wäre, unsere Wasservorräte aufzufüllen und dann weiter zu der Burg zu gehen. Noch ist es hell genug. Hat jemand Einwände?"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 21/04/04 10:03 PM

"Gut", antwortet Glance, "ich werde das erledigen". Er nimmt Claws Lederschlauch sowie und diverse Feldflaschen unterschiedlicher Grösse von allen entgegen und macht sich auf den Weg zurück an die Quelle.

Dort bindet er die grösste Flasche an sein Seil, und lässt es von einem Ast über dem Wasser hinab - die Flasche schwimmt, und füllt sich überhaupt nicht!
*Mist!* denkt er, *Dann muss das Wasser halt zu mir kommen.* Er ruft wieder den Geist des Wassers an, und aus dem Teich erhebt sich eine Wasserkugel und schwebt an seinen Ast heran. Er kostet vorsichtshalber einmal an dem Wasser - es ist nicht so rein wie der Morgentau, den er normalerweiuse trinkt, sondern hat einen mineralischen Beigeschmack. Ansonsten scheint es aber in Ordnung zu sein. Er füllt die Gefässse aus der Kugel, und lässt den Rest wieder zurück ins Wasser sinken.

Dann kehrt er zurück zu den Gefährten und verteilt die vollen Wassergefässe.
Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 21/04/04 11:20 PM

Dankbar nimmt Bodasen die Wasserflasche entgegen und nimmt erst einmal eine kräftigen Schluck! "Sollten wir uns nicht langsam um ein Nachtlager kümmern? Glance ihr sagt, es sei an diesem Ort zu gefährlich? Gehen wir noch bis zur Burg weiter oder bleiben wir hier?, in sicherem Abstand zum Weiher versteht sich."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 21/04/04 11:26 PM

Glance schaut auf Bodasens Frage hin hinauf zur Burg. Sie könnten sie gerade bei Anbruch der Nacht erreichen. "Dort oben sind die Verteidigungsmöglichkeiten im Zweifelsfall besser", antwortet er, "Aber wir wissen nichts genaues über die Burg". Er schaut in die Runde. "Ach was, kein Leben ohne Risiko - lasst uns gehen!".

Und zusammen steigen sie hinauf zu der Burg.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 05:20 AM

Stone läuft neben der Gruppe her, der Wald wird langsam lichter.
"Wenigstens können wir diese seltsamen Blutjäger jetzt früher ausmachen" denkt sich Stone, um gleich darauf zu seufzen, "und sie uns auch".
Obwohl Stone sich Mühe gibt seine Seite zu überwachen, wirft er hin und wieder einen Blick auf Bodasen.
Aber wenn dieser sagt, dass es ihm gut geht, so muss Stone dies akzeptieren. Er kann Bodasen wohl schlecht niederschlagen, um ihn zu seinem Glück zu zwingen.
Ausserdem machte der Magier einen ganz gefassten eindruck, hatte er nicht auch noch Rashida zugesprochen, also mußte er doch einiges mitbekommen haben.
Und diese in ihrem stillen Kämmerlein brütenden Zauberer waren ohnehin alle sehr blass, wie soll er denn erkennen ob es Bodasen schlecht ging oder nicht?
Nein, er hatte auf die harte Tour gelernt das man seinen Trupp in so einer Lage nicht anlog, wer in einer Gefahren Situation nicht mithalten konnte wurde zurückgelassen, niemand konnte so dumm sein seinen Trupp in dieser Lage anzulügen. Jeder seiner Kameraden hätte die Wahrheit zugegeben und die schmach akzeptiert auf einer Trage zurückgebracht zu werden. Die Hüter würden ohne Grund keinen zurücklassen, und eine Trage konnte man besser bewegen als einen hilflosen ohne.

Das Wasser das Glance züruck bringt schmeckt zwar etwas bitter, aber es ist geniesbar. Als Stone den dankbaren Blick des Magiers bemerkt ist er zimlich sicher dass der Magier ihn über seinen Zustand angelogen hat.
Stone flucht im stillen über seine Dummheit, hätte er es nicht besser wissen müssen? Aber was wenn sie tatsächlich noch angegriffen werden?
Alrik hat Mut und würde sicherlich nicht weglaufen, aber mit seinen kurzen Messern hätte er bei einem direkten Angriff so gut wie keine Chance, er wäre durch Bodasen behindert und der Gruppe würde, gerade in der hektichen ersten Phase eines Kampfes gleich zwei Kämpfer fehlen. Stone erinnert sich nur zu gut an den Kampf, Alrik hatte immerhin mindestens einen Gegner erledigt, mehr hatte er im Chaos nicht mitbekommen. Aber das war aus der Deckung heraus geschehen, im offenen Kampf?
Stone hofft jetzt nur noch das Bodasen es bis zum nächsten Lager aushält, dort könnte Stone dann mit hilfe seiner Schlafrolle, die genügend dafür vorgesehene Riemen hat, eine einfache Trage bauen.
Stone muß sich aber eingestehen dass auch er nichts gesagt hätte, aber eher weil er begreift das ihn, keiner aus der Gruppe tragen könnte, und wenn sich mehrere der Gruppe mit ihm abgeben müßten, wären sie nicht mehr verteidigungsfähig.
Trotzdem nimmt sich Stone vor Bodasen keinen vorwurf zu machen, vielleicht waren es ja ähnliche Gedanken die den Magier dazu gebracht hatten zu Lügen und kein falscher Stolz.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 22/04/04 06:43 AM

Der Weg zur Burg ist steil und steinig. Da er auch schmal ist, kann die Formation nicht ganz aufrecht erhalten werden. Sie müssen hintereinander laufen. Zum Glück ist es noch hell genug, so das nicht zu befürchten ist, dass jemand stolpert. Da die Elfin aber wieder die Nachhut bildet, könnte sie schnell eingreifen.
Bodasen scheint es doch nicht so gut zu gehen, wie er behauptet.



Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 22/04/04 08:25 AM

Der Reisende lässt sich zurückfallen und tritt etwas zur Seite, um Stone und Rashida passieren zu lassen. Big Claw schaut ihn fragend an und bleibt ebenfalls stehen.

"Alles in Ordnung. Geht schon voraus, ich folge gleich"

Er lässt seinen Blick über die Hügel und den dichten Wald schweifen, der nun ein Stück unter ihnen liegt. Dann entspannt er sich, schliesst die Augen und versenkt sich in Konzentration. Die Hände zu Boden gerichtet und den inneren Blick auf ihre Wegstrecke fixiert spürt er.....

......nichts. Die Kreatur hatte ihre Verfolgung entweder aufgegeben oder war so weit zurückgefallen, das er sie mit seinen Sinnen nicht mehr erreichen konnte. Wenigstens eine gute Nachricht für heute.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 22/04/04 10:54 AM

Big Claw zuckt mit den Schultern und geht weiter. Bei dem Reisenden wundert sie nichts mehr, auch wenn der jetzt einen Kopfstand gemacht hätte, wäre das völlig in Ordnung. Trotzdem behält sie ihn im Auge.
So gut, wie die Gruppe vorankommt, sollten sie die Burg noch vor der Nacht erreichen. Zumal schon die Dämmerung hereinbricht.
*Was uns wohl in der Burg erwartet? Ich hoffe mal keine unliebsamen Überraschungen*, denkt die Elfin beim weitergehen und merkt, dass auch der Reisende wieder aufgeschlossen hat.
"Geht bitte vorbei, damit ich wieder die Nachhut übernehmen kann."

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 22/04/04 11:50 AM

Glance hält inne als er den Kamm des Felsvorsprungs erreicht. Zum ersten Mal sieht er die Burg von der Bergseite.

Der Kamm ist von einem Torbau abgeriegelt, der allerdings verfallen ist. Die Türme stehen nur noch zu Hälfte, der Torbogen ist eingestürzt, und die Trümmer bilden zusammen mit den zertrümmerten Resten des Tors einen Schutthügel im ehemaligen Eingangsbereich. Dahinter sind schemenhaft ein grosses und zwei kleinere Gebäude zu erkennen sowie der äusserlich unversehrte Bergfried, der schon vom Tal aus zu sehen war.

Glance klettert auf den Schutthügel, und sieht in die Anlage hinein. An den Gebäuden sind Anzeichen gewaltsamer Beschädigungen zu erkennen, aber im grossen und ganzen sehen sie noch gut aus, nur die Dachstühle sind eingefallen. Zur Rechten des Turms der ehemalige Palas, zur Linken die zwei kleineren Gebäude, von denen das erste vom Tor aus gesehen offensichtlich Stall und Wirtschaftsgebäude war. Im Winkel zwischen den beiden Gebäuden ist ein Brunnenschacht zu erkennen.

Niemand zu sehen, nichts zu hören, von Spuren auf dem steinigen Untergrund ganz zu schweigen und sein elfischer Spürsinn durchdringt Stein sowieso nicht, ist also hier und jetzt auch keine Hilfe. Als die anderen hinter ihm über den Schutthügel geklettert kommen, springt er hinunter in den Hof um ihnen Platz zu machen.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 12:10 PM

Stone, der darauf vertraut das die Elfen etwaige Fremde bemerken würde schaut sich schon vorsichtig um.
Noch ist er aber nicht bereit in ein Gebäude zu gehen. Aber im Schatten des Stalles erkennt er mehrere lange Stangen aus Holz die wohl in den Stallungen zum abgrenzen der einzelnen Pferche gedient hatten.
Schnell holt er drei davon, auf den fragenden Blick der anderen, erwiedert er nur "Ich kann daraus eine Trage bauen" und zum Magier "Nur zur vorsicht, wenn einer von uns sich beim Klettern verletzt, werden wir bestimt keine Bäume mehr finden die grade genug gewachsen währen.
Da er dies schon oft geübt hatte fällt es ihm nicht schwer, mit den langen Stangen und seiner Schlafrolle eine Trage zu bauen die zusammen gerollt auch halbwegs leicht zu Transportieren ist. Dann bricht er von einer Stange zwei kleine stücke ab, diese können später dazu benutzt werden die Trage zu spannen.
Nachdem er schnell fertig war, wartet er was die anderen unternehmen wollen.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 22/04/04 12:47 PM

Müde und abgespannt sieht sich Bodasen im Hof der kleinen Burg um, niemand ist zu sehen. Kaum ein Laut ist zu hören, nur das Säuseln des Windes umschmeichelt die Ohren des Magiers. Entschlossen tritt Bodasen in Richtung des größeren gebäudes und öffnet vorsichtig die Tür. Erstmal erkennt er gar nichts, denn es herrscht völlige Finsternis in dem Bau.

Bodasen nimmt seinen stab und beginn die einfache formel für...
...plötzlich spürt er zwie Eisenharte Hände um seinem Hals, zwei weiter an seinen Füssen! "Hil...", der Ruf wird schnell erstickt als dem Magier die Luft wegbleibt. Ihm wird schwarz vor den Augen.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 01:34 PM

Als Stone fertig damit ist alles zu einem festen Bündel zu verschnüren, blickt er auf, eigentlich will er sich davon überzeugen ob Bodasen den Vorwand akzeptiert, oder ob er es Stone verübelt.
Aber Bodasen ist nirgends zu sehen, anscheinend hat er schon angefangen die Gebäude zu erkunden, da Bodasen machen kann was er will, denkt Stone sich nichts dabei.
Als er aber sieht das der Reisende, der den ganzen Marsch über nicht von Bodasens nähe gewichen war, allein bei der Gruppe steht findet er es doch merkwürdig, vor allem da Bodasen doch eigentlich über eine Pause ganz froh sein sollte.
"Reisender, habt ihr gesehen wo Bodasen ist? ich hoffe doch das ich ihn nicht schon wieder verärgert habe?"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 22/04/04 02:17 PM

Der Reisende war zu dem Brunnenschacht gegangen, der auch schon einmal bessere Tage gesehen hatte: Der Holzdeckel war halb vermodert, die Winde morsch und die Kette darum war vom Rost regelrecht zusammengeschweisst. Von dem Bottich, der einst daran befestigt gewesen sein musste, fehlte jede Spur.

Er wollte gerade den Deckel ein wenig anheben um einen Blick in den Schacht zu werfen, als ihm etwas auffiel, was ihm seltsam vorkam: Neben dem Brunnen stand ein hölzerner Eimer, an dessen Henkel ein Seil befestigt war, um ihn in den Schacht herablassen zu können. Der Eimer jedoch war aus relativ frischem Holz geplankt und die Eisenringe, die ihn zusammenhielten, zeigten nur wenig Rost.

Alarmiert ging er zu den Gefährten zurück, als Stone ihn auch schon auf das Verschwinden des Magiers ansprach.

"Nein, ich habe mir den Brunnen angesehen. Und so wie es scheint, sind wir hier nicht allein. Wir sollten den Magier suchen gehen, bevor er vielleicht in Schwierigkeiten gerät."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 22/04/04 02:17 PM

Glance, der gesehen hat wie Bodasen auf das grosse Gebäude zuging, schaut sich den grossen Turm an. Dieser hat keinen Zugang zum Hof. Wahrscheinlich befindet sich der Eingang auf Höhe des ersten Stockes in einem oder beiden Nebengebäuden. Er wendet sich dem Gebäude neben dem Stall zu und öffnet die Tür. Er kann kaum etwas sehen, denn es herrscht nur ein diffuses Licht von der untergehenden Sonne, das durch ein paar Schießscharten eindringt.

Er spürt einen heftigen Luftzug - instinktiv wirft er sich nach hinten durch die Tür hinaus, macht eine Rolle rückwärts und zieht in der Aufwärtsbewegung sein Schwert.

Die Keule, die auf seinen Kopf gezielt war, schlägt mit einem donnernden Krachen an den Türrahmen.

Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 22/04/04 02:23 PM

"Magier..." herabschauend auf den bewusstlosen Magier fallen dem Zwergen keine weiteren Worte mehr ein. Warum ist nicht einer der Elfen oder Krieger vorausgegangen, fragt er sich. Er wusste nur zu gut, was es bedeutete, den schwächsten der Gruppe nach vorne zu schicken.

Ohne sich grossartig weiter umzuschauen oder gar nach Fallen zu suchen, die in dieser Burgruine vielleicht vorhanden sind, hatte er die Gruppe hereinkommen sehen. Sein Späher hatten ihn schon vorher gewarnt, als einer von der Gruppe die Lage der Burg erkundete.

Sie hatten sich lieber zurückgezogen, da der Späher nicht wusste, wie gross die Gruppe ist und aus welchen "Vagabunden" sie sich zusammensetzte. Da sie aber nun in der Ruine waren und die Zwerge nicht mitbekommen hatten, war es einfach gewesen, den Rest der Gruppe wenigstens nach dem Äusseren zu beurteilen. Das neben dem Magier sich noch weitere Menschen befanden, war nichts ungewöhnliches nur das sich noch Elfen der Menschenschar angeschlossen hatten, das wunderte den Zwergen. Dem letzten im Bunde konnte er nicht so recht einordnen, da dieser mehr verbarg als er zu erkennen gab.

Es wird Zeit, den Magier wieder zu erwecken. Warum wollte der Dummkopf in die unteren Räume vordringen, wenn er gar nicht wusste, was ihn da erwartete ?

"Schüttet einen Eimer Wasser über dem Menschen aus, dass sollte ihn wieder aufwecken", befahl der Zwerg den anderen.

Langsam kam der Magier wieder zu Bewusstsein und dem Zwergen war klar, dass es die Höflichkeit auch zu dieser Zeit erwartet, dass man sich wenigstens vorstellt.

"Hört Mensch, mich nennt man Xanlosch, Sohn des Lordosch und ich bin der neue Herr über diese Burg, wenn sie auch zur Zeit eine Ruine ist und noch nicht in dem alten Glanz vergangener Tage glänzt. Nun, wie heisst ihr und was macht ihr hier ?"

Fragend sieht Xanlosch den Magier an und wartet auf die Dinge, die da kommen mögen.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 22/04/04 02:27 PM

Aus dem Augenwinkel sieht der Reisende den Halbelfen rückwärts aus der Tür des kleineren Gebäudes hechten und hört das Krachen von Holz.

"Da hätten wir dann also schon die Schwierigkeiten....."

Im nächsten Moment liegen die Windsänger in seinen Händen.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 22/04/04 02:46 PM

Als letzte über den Schutthügel kletternd, bemerkt die Elfin, dass etwas nicht stimmt.
Stone und der Reisende vermissen Bodasen, Glance kommt mit einer artistischen Einlage aus dem Nebengebäude, also ist Gefahr in Verzug.
Big Claw nimmt ihren Bogen und legt den ersten Pfeil ein. Ein Ziel hat sie nicht, denn ausser den Gefährten ist niemand zu sehen. Also versucht sie, sich in den Schatten des Schutthügels zurückzuziehen, um von dort Angreifer abzuwehren.
Für eine Absprache mit den anderen ist keine Zeit.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 03:01 PM

Stone reagiert mit den ihm antrainierten Reflexen, das hinderliche Tragenbündel fallend lassen, zieht er noch im Sprung seine Armbrust.
Da er nicht weiß was sich hinter der Tür verbirgt, zielt er einfach auf den Eingang.
Dann wartet er, nicht einfach schiessend wollend. Schlieslich weiß er ja noch nicht warum Glance derart rausgesprungen kam.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 22/04/04 03:17 PM

Alrik nähert sich der Burg. Düster und dunkel erscheint sie ihm, mit vielen Ecken, die man nicht einsehen kann, ideal für einen Hinterhalt. Er wird automatisch vorsichtiger und lockert die Befestigungen seiner Wurfmesser so, daß er sie schnell zur Hand hat.

Er will Bodasen etwas zuflüstern, da bemerkt er, daß dieser nicht mehr da ist ...

Er beobachtet in der sich nahenden Dämmerung, was die anderen tun. Stone geht in einen Stall ? und holt sich einige Langhölzer, aus denen er eine Trage baut. Alrik glaubt nicht, daß der Magier welche braucht ... aber was solls.

Der Reisende hatte gerade den Brunnen erkundet und erklärt nun, daß er möglicherweise Schwierigkeiten erwartet.

Sowohl Alrik als auch der Reisende sind alarmiert - Alrik kann es kaum glauben, daß jemand so unvorsichtig in eine verlassene Burg hineintapse kann. Nun ja, denkt sich Alrik, vielleicht lernt er ja daraus.

Da ! Krachen von Holz ! Es war also jemand in der Burg ! Er dreht sich um, und sieht Big Claw hinter der Gruppe stehen. Er macht ihr ein Zeichen, das Gefahr ausdrückt.

Kurz danach ist sie verschwunden. Vielleicht hat sie in der Dämmerung auch sein Zeichen überhaupt nicht gesehen.

Alrik seufzt kurz und nimmt dann sein erstes Wurfmesser zur Hand.


Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 22/04/04 03:43 PM

Auf einmal kommt ein anderer Zwerg zu Xanlosch zugerannt und spricht hastig, so dass man ihn kaum verstehen kann: "... sie haben ihn ... sie haben ihn gefunden ... den letzten, der uns entwischt ist ..."

Wie kann es sein, fragt sich Xanlosch innerlich. Wie konnte einer von diesen *Kreaturen* nach oben kommen ? Sie hatten doch die letzten beiden Zugänge bewacht und die Wachen dort, waren mit die besten seiner Leute gewesen...

Noch bevor er den Gedanken zu Ende bringen kann, kommen die nächsten Worte aus dem Munde des herbeigeeilten Zwergen: "Wir müssen einen Zugang übersehen haben, er kam nicht durch einen der bekannten und bewachten Zugänge !"

"Bei Ingerimm, wo kommen diese Viecher noch durch ? Was ist mit *denen* da draussen, was machen sie ?" fragend blickt Xanlosch zu Nerosch, dem Zwergen an der Tür, der die Lage ausserhalb dieses Raumes im Auge behält.

"Sie machen sich kampfbereit, aber sie richten ihre Waffen nicht in unsere Richtung. Ich denke, sie wissen nicht, dass wir hier sind und sie wissen ebenfalls nichts von diesen *Kreaturen* !" kommt als Antwort vom Nerosch.

"Du", Xanlosch wendet sich an den herbeigeeilten Zwergen, "nimm jeweils dir zwei unserer Leute und schneidet dieser Kreatur den Rückweg ab, so dass sie nur nach oben entwischen kann und lasst euch nicht von denen da draussen sehen. Wer weiss, ob sie uns nicht noch in den Rücken fallen, da Elfen dabei sind!" Zu Nerosch gewandt: "Hilf mir mit diesen Menschen, er kann noch nicht ganz wieder gehen und die Dinge ändern sich schneller als ich dachte."

Mit der Hilfe von Nerosch macht sich Xanlosch mit dem Magier auf den Weg zu der Truppe da draussen.


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 22/04/04 04:05 PM

Bodasen kommt nicht zu einer Antwort da der Zwerg der sich Xanlosch nennt ihn auf einmal zu gemeinsam mit einem anderen Zwerg hinauszutragen beginnt. Die Kehle des Magiers fühlt sich immer noch geschlossen an, sein Kopf pulst wie eine fürchterlich.

Unfähig sich zu konzentrieren hält es Bodasen für das klügste erst mal wieder seine Augen zu schließen.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 22/04/04 04:08 PM

Kaum waren die Schwerter gezückt, bricht eine hässliche Kreatur durch die Tür und reisst dabei den halben Querbalken heraus, woraufhin ihr Mörtel und Steine auf die Schultern fallen.

Man hätte das Wesen für einen Troll halten können, doch ist es etwa nur halb so gross, mit warziger und ledriger grauer Haut bedeckt und völlig unbekleidet. Es brüllt durchdringend und schwingt die dicke Wurzel, die es als Keule benutzt nach Glance. Dieser will den Hieb mit seinem Schwert abfangen, doch seine Waffe wird ihm dabei aus der Hand gerissen und fliegt quer über den Burghof. Ein von Stone abgeschossener Bolzen, der auf den Kopf gezielt war, trifft durch den Hieb nur die Keule und lässt Holzsplitter fliegen.

Um die Kreatur vom waffenlosen Halbelfen abzulenken, fängt der Reisende an zu brüllen und mit den Schwertern zu drohen, während er auf das Wesen zurennt:

"HO ! HIER !! HIER !!!"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 22/04/04 04:23 PM

Die Elfin traut ihren Augen nicht, als ein stockhässliches Etwas durch die Tür kommt, durch die Glance gehechtet war und nun auf den Halbelfen zustürzt. Der verliert bei seiner Abwehr sein Schwert. Und Stone trifft dieses Wesen nicht. Der Reisende versucht ein Ablenkungsmanöver.
Das ist die Gelegenheit, Big Claw kommt aus ihrer Deckung und zielt. Dabei muss sie auf den Reisenden aufpassen, der der Kreatur entgegen läuft. Sie ändert ihre Position und hat das Wesen im Visier. Sie schiesst und das Wesen fällt getroffen zu Boden.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 22/04/04 04:41 PM

Die Kreatur strauchelt und stürzt, ein Pfeil ragt aus ihrem Nacken. Doch mit einem weiteren Brüllen ist sie wieder auf den Füßen und dreht sich um - nicht begreifend, was sie da getroffen hat. Der Reisende nutzt die Gelegenheit zu einem schnellen Hieb in den dicken Arm, mit dem das Monstrum die Keule hält, woraufhin sich die Kreatur erneut brüllend umdreht. Der Keulenhieb kommt schneller als erwartet und mit enormer Kraft:

Vor die Brust getroffen wird der Reisende zurück geschleudert, rollt zweimal herum und bleibt reglos liegen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 05:44 PM

Stone der sieht wie der Reisende durch die Luft fliegt, lässt seine Armbrust, die jetzt nutzlos ist fallen und rennt mit gezogenem Schwert zwichen das Monster und dem Reisenden.
Ohne zu zögern deckt er den Fremden, mit einem mächtigen Kreuzhieb verletzt er das Monster an der Brust.
Doch das Biest ist alles andere als geschlagen, aber es nimmt Stone als neuen Gegner an und lässt von dem bewußtlosen Reisenden ab.
Der Krieger der auch gar nicht will das, dass Ungetüm sich an den gestürzten erinnert, weicht langsam zurück.
Einen Hieb mit der Keule muß das Monster mit einem schmerzhaften Schlag auf die Hand bezahlen.
Aber Stone begreift schnell das er dem Monster in Reichweite unterlegen ist, wenn er nur die Armbrust hätte.
Die Spannkraft müßte reichen den Kopf der Kreatur zu spalten, aber so kann er nur langsam im Kreis zurückweichen und hoffen das seine Gefährten das Monster erledigen können.
Für seine größe ist das Vieh ungemein schnell und beweglich, nur mit mühe kann Stone den keulenhieben ausweichen.
Stone versucht erst gar nicht die angriffe zu blocken und an Angriff ist nicht zu denken.
Langsam wird die Lage immer ernster.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 22/04/04 06:09 PM

Glance hechtet erst mal aus der unmittelbaren Gefahrenzone, und sieht sich dann nach seinem Schwert um. Er läuft in die Ecke des Burghofes in die es durch den Schlag des Monsters geschleudert wurde, hebt es auf und wendet sich sofort wieder dem Monster zu.

Dieses geht gerade Stone an, der es geschickt abwehrt - Glance sieht Claw, die bereits den nächsten Pfeil auf dem Bogen hat und auf freies Schussfeld lauert, und den Rücken von Rashida, die zwischen ihm und Stone steht, bereit diesem beizustehen.

Ein schneller Rundblick - Alrik steht mit dem Wurfmesser in der Hand, bereit einzugreifen sowie sich eine Chance bietet, der Reisende liegt auf dem Boden - und vor dem grossen Gebäude stehen zwei Zwerge, die den anscheinend bewußtlosen, völlig durchnässten Bodasen zwischen sich tragen!

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 22/04/04 07:18 PM

Alrik macht sich bereit, das unbekannte Wesen mit einem Wurfmesser zu attakieren ... ist jedoch noch unschlüssig. Er fragt sich, wer diese Zwerge sind, ob sie in seine Wurfmesserflugbahn laufen werden, und warum dieses unbekannte Wesen überhaupt angegriffen hat. Vielleicht wollte es nur in dieser Burgruine schlafen, und wurde aufgeweckt ?

Daß da aber noch Zwerge sind, bedeutet ihm, daß da noch etwas anderes vorgehen muß ..

Erschleicht tiefer in den Schatten, wissend, daß er bei einer direkten Konfrontation keine Chance hätte (jedenfalls nachseiner Einschätzung), und hofft, daß das Haltbarkeitsdatum seines Messergiftes immer noch nicht abgelaufen ist.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 22/04/04 07:29 PM

Die Elfin erkennt, dass Stone keine Chance im Nahkampf gegen die Kreatur hat. Auch wenn Stone ein ausgebildeter Krieger ist, dieser Kampf ist zu schwer für ihn. Glance ist es gelungen, sein Schwert zu holen, Alrik steht mit seinen Wurfmessern bereit.
Nun muss sie nur noch in die geeignete Schussposition kommen, was nicht leicht ist. Sie geht um die Gefährten herum und jetzt hat sie freie Bahn. Sie zielt und dieses Mal trifft sie genau.
Gleichzeitig mit ihrem Pfeil trifft das Wurfmesser von Alrik die Kreatur. Und diese fällt nun endgültig.
Trotz dieser Situation hat die Elfin bemerkt, dass durch den Eingang zu dem großen Gebäude zwei Zwerge, mit Bodasen in ihrer Mitte, gekommen sind.
Aber im Moment ist es wichtiger nachzusehen, ob die Kreatur wirklich besiegt ist.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 07:45 PM

Stone sieht wie die Kreatur von einem Pfeil ins Auge, und einem Messer in den Hals getroffen wird und zusammen bricht.
Erleichtert senkt der Krieger das Schwert, langsam geht er auf das Ungetüm zu.
Aber dieses liegt in den letzten Zügen, ein letztes heftiges Aufbäumen und ein lates schnauben. Dann ist es vorbei.
Stone steckt sein Schwert ein, der Reisende liegt immer noch am Boden, schnell läuft Stone zu ihm.
Nachdem er schnell die Atmung kontrolliert, atmet er erleichtert auf.
Der Fremde lebt.
Vorsichtig dreht Stone ihn in eine bequeme Lage, dann hebt er die Schwerter des Reisenden auf und schiebt sie in die Scheiden auf dem Rücken des Bewußtlosen.
Dann dreht er sich zu Big Claw um, "Ihr müßt ihm helfen"
Erst jetzt bemerkt er das sowohl die Elfin als auch Alrik von dem anblick zweier Zwerge, die den bewußtlosen Bodasen tragen gefesselt sind.
"Ihr müßt ihm Helfen", diesmal schrie er die Elfin an

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 22/04/04 07:58 PM

Die Elfin schreckt aus ihrer Erstarrung und beugt sich zu dem Reisenden. Wenn er bei Bewusstsein wäre, könnte er sich selbst helfen, soviel hat Big Claw schon mitbekommen. Aber in dieser Situation ist sie die Einzige, die helfen kann. Sie konzentriert sich.
* s faer nestaid, hilf mir!*
Und es gelingt ihr den Reisenden aus seiner Bewusstlosigkeit zu holen. Aber es hat sie sehr viel Kraft gekostet. Erschöpft sinkt sie zusammen. Eigentlich war ihre Ausbildung noch nicht soweit. Aber wahrscheinlich ist sie durch diese Situation über sich hinausgewachsen. Und diese Erfahrung kann ihr niemand mehr nehmen.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 22/04/04 08:16 PM

Alrik hat sein Wurfmeser nun doch der Kreatur entgegen geschleudert. Es wurde nun doch zu einer zu großen Bedrohung. Das Wesen fällt.

Nun, da die Gefahr vorüber ist, wendet er seinen Blick wieder diesen Zwergen zu.

Scheinbar ist wohl doch noch nicht alles vorbei, denn Stone schreit "Ihr müßt ihm Helfen" herüber. Alrik setzt sich in Bewegung, auch, um sein Wurfmesser wiederzuerhalten.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 22/04/04 08:23 PM

Blinzelnd und hustend fasst sich der Reisende an die Brust. Er hat das Gefühl, unter einem Felsen zu liegen und ist zunächst für wenige Sekunden orientierungslos. Dann richtet er sich langsam in eine sitzende Haltung auf und spürt dabei die Brüche seiner Rippen, die jedoch langsam zu heilen beginnen.

Wie war das möglich ? Er hatte doch noch gar nicht.... Jemand anderes musste bereits heilsame Magie eingesetzt haben. Umso überraschender, das diese bei ihm tatsächlich wirkte !
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 22/04/04 08:24 PM

Stone fängt big Claw auf die jetzt auch umsinkt.
Alrik kommt auch zu ihnen, die Zwerge stehen zimlich verwirrt da, anscheinend hatten sie nicht damit gerechnet ignoriert zu werden.
Stone legt Big Claw zu dem Reisenden und geht jetzt selber auf die Zwerge zu.
Wohlwissend das er jetzt in einem Kampf gegen die gut gerüsteten Zwerge unterliegen müßte versucht er höflich zu bleiben.
"Was habt ihr mit unserem Kameraden gemacht, sprecht"
Ohne zu warten nimmt Stone den Zwergen den bewußtlosen Bodasen aus den Armen, unschlüssig wie er weiter verfahren soll beschließt er sich erst einmal um Bodasen zu kümmern, der anscheinend nicht ganz bewußtlos ist.
Die Zwerge haben ihn nicht gehindert den Magier zu nehmen.
Und deshalb beschließt er das sie keine Gegner sind.
Aber wie soll es weiter gehen?
"Mein Name ist Stone, Ferrwars Sohn. Ich komme von Groß Furtheim."

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 22/04/04 08:34 PM

Alrik zieht vorsichtig sein Wufmesser aus der Kreatur, und sucht diese ab, ob sie nicht irgendwelche Wertgegenstände bei sich hat, nachdem er gesehen hat, daß Stone und Big Claw schon dem Reisenden helfen.

Dann wendet er sich den Zwergen zu.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 22/04/04 08:34 PM

Glance hatte schon Luft geholt um die zwei Zwerge, die den nassen Bodasen tragen, anzusprechen, als Stone unvermittelt auf diese zugeht, ihnen Bodasen abnimmt und sich vorstellt.

Da die Zwerge Bodasen widerspruchslos freigeben, steckt auch Glance sein Schwert ein, und ergänzt. "Und ich bin Glance A'Lot, Parns Sohn von Lodoss. Verzeiht unser Eindringen, aber wir waren auf der Suche nach einem sicheren Rastplatz und diese Burg erschien uns unbewohnt".
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 22/04/04 09:26 PM

Nicht schlecht, nicht schlecht. Sie sind doch besser als es der erste Eindruck vermittelt, sagte sich Xanlosch im geheimen. Ich hätte gar nicht nach einer Verstärkung schicken brauchen, wenn ich dies gewusst hätte. Aber lieber vorsorgen, man weiss ja nie, ob sie sich vielleicht noch andere Pläne haben.

Bei diesen kleinen Gedankenspiel lässt Nerosch auf ein Zeichen von Xanlosch hin, den Magier vorsichtig zu Boden kleiden, dass der Magier einen Türpfosten als Rückenlehne hat und nicht nach hinten kippen kann. Danach geht Nerosch wieder zur Tür hinein, so dass der Magier nicht unerwartet in das Gebäude wieder hineinrennen kann und schaut sich stützend auf seiner Zwergenaxt die nächsten Geschehnisse an.

Xanlosch tritt ein paar Schritte hervor, so dass ihn die ganze Truppe sehen kann und spricht: "Ich bin Xanlosch, Sohn des Lordosch und Herr in dieser Burg. Ich danke euch für euren Einsatz gegen diese Kreatur, obwohl wir auch selber Herr über diese Lage geworden wären."

während er dies spricht, sieht er, wie einer der Krieger sich dem Magier nähert und ihn sich einfach ohne ein Wort schnappt und wegträgt. Na wo gibt es den sowas, denkt Xanlosch. Da rettet man einen verirrten und nichteinmal die kleinsten Höflichkeiten werden ausgetauscht. Auf eine kleine Handbewegung hin, lässt Xanlosch den Krieger gewähren, obwohl dies Nerosch bestimmt nicht passen würde, so wie er Nerosch kennt und seine Vorliebe für einen Kampf.

"Auch ich Grüsse euch Glance A'Lot, Parns Sohn von Lodoss ! Verzeiht, dass ich euch nicht in eurer Sprache anspreche, aber die letzten Kontakte mit den Vertretern des elfischen Volkes sind schon einige Jahre her und meine elfischen Sprachkünste sind bestimmt schon ein wenig eingetrocknet. Unbewohnt ist diese Burg nicht, einen der Bewohner ausser uns habt ihr ja schon kennen gelernt."

Zu dem Krieger gewandt:

"Stone, Ferrwars Sohn, seit auch von mir gegrüsst und ich werde euer schnelles Handeln für dieses Mal noch gewähren, seit aber auf der Hut. Nicht jeder ist so tolerant und die Axt ist meist eine schnelle Waffe."

Wieder zu dem Elfen sprechend, der Xanlosch ein wenig sympatischer ist:

"Ein Nachtlager kann ich euch für diese Nacht bieten. Ob es ein gutes und sicheres ist, hingegen nicht. In der Nacht kommen meist diese Kreaturen zum Vorschein, seit also gewarnt, wenn es in der Nacht zum Kampf kommen soll. Leider kann ich euch nur ein einfaches Lager bieten, aber ein Schlafplatz in diesen Gebäude", dabei zeigt Xanlosch auf das Gebäude hinter ihm, "ist allemal besser als in den anderen oder gar draussen in der freien Natur ... soweit man sie als frei bezeichnen kann."

Zu dem Rest der Truppe gewandt: "Stellt ihr euch noch vor oder machen dies euere Kameraden ?"


Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 23/04/04 01:02 AM

Langsam kommt Bodasen zu sich. Über sich siehtr er das gesicht des ehemaligen Hüters Stone, dieser redet anscheinend mit irgenjemandem. Lichter in allen Farben tanzen vor den Augen des Magiers, aber wenigstens fällt ihm das Atmen jetzt leichter. Bodasen beschließt sich zusammenzureißen und zwingst seinen Geist klar zu werden. Probeweise öffnet er den Mund und siehe da, er kann sprechen.

"Stone was ist passiert, wo sind wir?" Dann fällt sein blick auf den Zwerg und mit einem Mal kommt die Erinnerung an den Angriff zurück. "Trau dem Zwerg nicht, er hat mich gefangengenommen!"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 23/04/04 04:46 AM

Stone blickt auf Bodasen nieder, erfreut das dieser wieder bei bewußtsein ist.
"Nein, es ist alles in ordnung. Es muß ein Missverständnis gewesen sein. Sie haben es mir nicht verwehrt mich um euch zu kümmern. Bleibt ruhig und erholt euch. Auch Big Claw und der Reisende bedürfen der Erhohlung."
Bodasen noch im Arm haltend wendet er sich an den Zwerg.
"Verzeiht, aber ich war in Sorge, und hatte nicht das Gefühl das ihr auf einen Kampf ausseit.
Wenn ihr erlaubt würde ich gerne meine Kameraden in das Gebäude bringen. Sie brauchen dringend Ruhe."
Langsam steht Stone auf, Bodasen auf den Armen und trägt ihn ins Gebäude. Die Zwerge machen schweigend platz.
"Bleibt ruhig hier, ich werde die anderen holen, " mit diesen Worten legt er Bodasen auf den Boden.
Dann geht er nach draussen, und hält auf die zwei am Boden liegenden Kameraden zu. Schnell nimmt er im vorbeigehen noch seine Armbrust auf.
Der Reisende hat sich mittlerweile aufgerichtet, das ist ein gutes Zeichen da er bei Bewußtsein noch verbliebene Verletzungen selbst heilen kann.
Deshalb nimmt er zuerst Big Claw auf. Sie ist sehr blass und atmet flach.
Dem Reisenden erklärt er schnell die Lage, "Ich denke also das die Zwerge Bodasen nichts tun wollten."
Dann trägt er Big Claw zu Glance, "Glance, sie hat einen Heilzauber auf den Reisenden gesprochen und brach dann zusammen."
Stone hofft das der Waldläufer etwas für die Elfin tun kann.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 23/04/04 04:56 AM

Der Marsch war anstrengend. Nichts hasste Rashida mehr, als stundenlang durch die Gegend zu gondeln und vor Anstrengung nicht einmal mehr ordentlich reden können.

So hing sie ihren Gedanken nach, achtete dabei aber auch auf die Umgebung.
Sie liess ihre Erinnerung weit zurück schweifen, irgendwo musste sie doch einen Anhaltspunkt für das jetzige Verhalten ihres Gottes finden!

Bei ihrer Geburt wurde das "Mal" gefunden, so haben es ihre Eltern zumindest erzählt. Seltsamerweise verschwand es kurze Zeit später wieder und sie musste nicht ausgesetzt werden. Also wuchs sie ganz normal in ihrem Dorf auf. Naja, was man zumindest als normal bezeichnen konnte. Ihr Dorf liegt direkt unterhalb des Tempels von Undar inmitten einer tristen Sandwüste. Die einzigen natürlichen Bewohner sind die Ignamaer, deren Wohngebiet, der Vulkan Lavar InnSal, gute drei Tagesmärsche von ihrem Dorf entfernt liegt. Man sah sie selten, am ehesten nachts zur Brunftzeit durch die Lüfte fliegen.
Rashida überlegte weiter: mit 5 Jahren war sie dem Tempel verkauft worden, da ihre Eltern das Geld dringend brauchten. Sie hegte keinen Groll auf ihre Eltern, da dies sehr oft vor kam. Sie war froh, dass sie im Tempel sein durfte, da war das Essen viel besser und sie wusste, dass sie, mit der entsprechenden Eignung, später die Kampftechniken gelehrt bekam.

Die Zeit verging und Rashida machte einen Sprung zu ihrem 13. Lebensjahr.

Damals wurde sie als Tempelwächter aufgenommen. Durch ihre Gabe der Telepathie und des inneren Auges war sie schnell etwas besonderes bei den Priestern geworden. Sie hatte die Aufgabe, vom höchsten Wachturm aus die Gegend zu beobachten. Auch wenn keine direkte Gefahr drohte, so konnte sie ankommende Reisende schneller bemerken und man konnte sich darauf vorbereiten.
Für Rashida selbst war die Aufgabe langweilig und stupide. Aber sie kam ihr pflichtbewusst nach.

Nach zwei Jahren wurde beschlossen, Rashida in die Reihen der Krieger aufzunehmen. Sie bestand die schwere Prüfung. EIn leises Lachen entrann ihrer Kehle, als sie daran dachte, was ihre Prüfung gewesen war. Sie musste alleine in eine bestimmte Höhle gehen. Normalerweise hauste dort ein grosser Sandskorpion. Dieser würde einen besonderen Gegenstand bewachen, den sie holen sollte. Rashida wusste von den Erzählungen anderer, dass sie dem Skorpion nur ein Stück Fleisch mitbringen musste, um den Gegendstand zu erhalten. Doch leider war zu ihrem Besuch der Skorpion nicht in der Höhle. Also nahm sie das Schwert und ging einfach wieder.

Als Belohnung durfte sie das Schwert behalten. Und dann geschah es: das Schwert begann rötlich zu leuchten. Am Knauf erschien eine seltsame Rune, die bläulich pulsierte. Ein helles Licht umstrahlte Rashida, die verwirrt und mit zusammengekniffenen Augen dastand und ungläubig schaute.
Laut und mächtig erschallte die Stimme ihres Gottes: "Ich habe Rashida erwählt. Sie soll meine heilige Kriegerin sein! Gebt ihr das beste Training, die beste Ausrüstung und macht sie für eine anstrengende Reise bereit! Näheres findet ihr hier!" Bei diesen Worten erschien in der Hand des Hohepriesters eine geschlossene Truhe. Undar verschwand wieder. Rashida fasste sich und wollte wissen, was in der Truhe ist. Es befand sich eine Karte darin, die den Fundort einer anderen Karte beschrieb. Daneben lag ein Schreiben, das Instruktionen über ihre Ausbildung enthielt.

Seit diesem Tag war alles anders für Rashida, wie sie mit Bedauern feststellen musste. Ihr Training war härter, sie wurde von ihren bisherigen Kameraden gemieden und niemand wollte mehr mit ihr Streifzüge unternehmen.
Nach drei Jahren war sie soweit. In einem feierlichen Ritual wurde sie Undar geweiht, sie bekam ihr Ritualgewand und durfte das erstemal die Feierlichkeit zu Ehren Undars durchführen.

Rashida kehrte aus den Erinnerungen zurück, da Glance sie darum bat, ihr eine Wasserflasche zu reichen. Nachdem sie das getan hatte, gab er sie ihr wieder gefüllt zurück.

Sie versank wieder in ihren Gedanken.

Nach dem Ritual... ja, sie bekam ihre Ausrüstung und machte sich auf die Suche nach der besonderen Karte. Es war nicht schwer, da die Karte von niemanden bewacht wurde. Allerdings fand sie in der Nähe des Podestes, auf dem die Karte ruhte, ein ungewöhnlich anmutendes Skelett. Anscheinend war der Wächter der Zeit erlegen, die die Knochen schon staubig waren und ganz glatt.

Sie nahm einen Schluck des Wassers und der mineralische Geschmack erinnerte sie an den Trank der Zusammenkunft, den sie nehmen musste. Niemand wusste, wofür er gut sei, zumindest hüllten sich die Priester in Schweigen. Doch es schien ihr, dass sie nach Einnahme des Trankes leichter die Stimme ihres Gottes hören konnte.

Nachdem die Karte gefunden war und die Priester herausgefunden hatten, dass sie ein Teil einer grösseren Karte war, die zu einem Tempel führte, in dem die Statue des Blutes stehen musste, war ihr Auftrag klar.

Sie wappnete sich und zog los.

Rashida endete hier mit ihren Erinnerungen. Was hatte sie bloss falsch gemacht?

Sie konzentrierte sich auf die Gegenwart und bemerkte erst jetzt die Burg, die steil vor ihnen aufragte. War sie wirklich so in Gedanken gewesen, dass sie nicht mehr auf die Umgebung geachtet hatte? Sie musste aufpassen, nicht, dass ihnen dadurch Nachteile entstanden.

Nachdem sie vorsichtig über die Steine geklettert war und den ganzen Komplex angesehen hatte, kam der Reisende daher und meinte, sie müssten aufpassen, irgendwas stimme nicht. Rashida bedachte den fremden Wanderer noch immer mit giftigen Blicken, liess sich aber sonst nichts anmerken.
Da war auch schon Stone mit der nächsten schlechten Nachricht, dass Bodasen verschwunden war.

Rashida achtete nicht mehr auf die anderen, sondern überlegte kurz, warum sie das Verschwinden des Magiers betroffen machte? Sie seufzte und wurde von einem lauten, krachenden Geräusch wieder aufgeschreckt.

Eine seltsame Kreatur brach durch die Tür und fiel den Halbelfen an. Rashida zögerte nicht lange, stellte sich mit Abstand hinter Stone, damit sie im Notfall eingreifen konnte. Sie versuchte, die Kreatur von der anderen Seite her zu beharken, verwarf den Gedanken aber wieder, als ihr einfiel, dass Big Claw und Alrik zumindest eine freie Flugbahn brauchten.

Sie schaltete ihr inneres Auge ein und sah die Kreatur ganz deutlich. Es war verwunderlich. Ihr wurde nur das Äussere des Biestes als feindlich angezeigt, das Innere war nicht böse? Das verstand sie nicht. Sie beschloss aber, nachher mit ihren Gefährten darüber zu sprechen.

Die Kreatur fiel endlich und Rashida war froh, dass sie nicht eingreifen musste. Ihr war klar, dass sie das Biest besser als Stone hätte abwehren können, da ihre Defensiv-Technik der des Hüters weit überlegen war, aber sie musste sich auch eingestehen, dass sie keine so kraftvollen Hiebe hätte austeilen können.

Sie will dem anderen Krieger gerade zu dieser Taktik gratulieren, da wird sie von einem Zwerg angesprochen.

"Oh, entschuldigt. Ich bin Rashida a'Rooc, die heilige Kriegerin Undars."
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 23/04/04 06:13 AM

Nerosch kann die folgende Situation einfach nicht verstehen. Da kommt so ein Menschenkrieger, der sich selber Stone nennt, nimmt sich den Magier und geht einfach zu ihrer Lagerstätte. Er hatte zwar ein Zeichen von Xanlosch bekommen, ruhig zu bleiben, aber das ging ihm schon fast zu weit. Konnte dieser Stone nicht einfach solange warten, bis er hereingebeten wird ? Er ist scheinbar ein Mensch, der die anderen gern vor vollendete Tatsachen stellt ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein.

"Nun, da Stone schon weiss wo unser Lagerplatz ist, dann folgt ihm", sagt Xanlosch zu den anderen gewandt. "Aber die folgenden Dinge bitte ich euch: Geht in der Nacht nicht alleine aus diesen Gebäude und für alle Magiebegabten: Haltet euch mit eurer Magier zurück, verwendet sie nur in Notfällen oder zur Heilung. Wir Zwerge mögen die Magie nicht und dies bitte ich zu respektieren. Solltet ihr die Magie dennoch anwenden, dann werden wir es schon mitbekommen und ihr die Konsequenzen spüren !" fügt Xanlosch noch hinzu.

Zu dem anderen Kriegerin gewandt: "Seit auch mir willkommen heilige Kriegerin von Undar ! Ich kannte auch einen Krieger, der im Auftrage seines Gottes unterwegs war. Nur ist dies schon sehr lange her und wir haben uns genauso lange, wenn gar nicht noch länger, nicht mehr gesehen. Aber eins weiss ich genau: Wenn es darauf ankommt, dann konnte man sich auf diesen Krieger verlassen, da er nie alleine war."

"Nun, dann kommt und setzt euch an unser Feuer, dass auch diese Nacht das Feuer für euch sein wird." Xanlosch macht eine einladende Geste in Richtung des Gebäudes, wohin schon Stone mit dem Magier verschwunden war und wieder herausgekommen ist.


Posted By: buad

Re: On the Road again - 23/04/04 09:18 AM

Währenddessen, nicht allzuweit entfernt...

"Ich bin zur Kavallerie gegangen, um nicht laufen zu müssen!" murrt der Ritter verholen und mustert den steilen, steinigen Anstieg. "Da hätte ich ja gleich zu den Fußtruppen gehen können! Außerdem fühle ich mich nackt!" Tatsächlich haben die Ritter schon vor geraumer Zeit die schweren Rüstungsteile abgelegt und tragen nun nur noch eine Art Gambeson, der mit Leder oder leichtem Kettengeflecht verstärkt ist.

Der Priester hält in dem anstrengenden Aufstieg kurz inne. "Wir können die Pferde hier nicht gebrauchen, dass weisst du sehr gut! Sie würden sich die Beine brechen und uns mehr behindern, als uns zu nutzen!"

"Weiß ich ja alles." entgegnet der Ritter. "Aber das hier ist keine Aufgabe für einen Ritter! Wir sollten diesen Dämonenbeschwörer einfangen, und jetzt verfolgen wir eine Abenteurergruppe, und das auch noch zu Fuss und quer durchs Gebirge! Das wäre was für unsere Waldläufer..."

Der Priester seufzt. "Unsere Waldläufer sind aber nicht hier - sieht man mal von Bren ab, der aber schon lange kein Waldläufer mehr ist! Es gibt hier nur uns, um diese Aufgabe zu lösen!"

Der Ritter schweigt kurz. "Es wird bald dunkel, und wir haben ihre Spur noch immer nicht wiedergefunden! Vielleicht sollten wir das Ganze abbrechen..."

Der Priester starrt den Hang hinauf, ohne zu antworten. Er konzentriert sich, kann jedoch den Geist der Kriegerin Undars nicht erkennen. Schlaff und mutlos lässt er die Arme hängen.

Einer der anderen Ritter, der inzwischen aufgeschlossen hat und mit der Situation wesentlich besser zurechtzukommen scheint als seine fußmüden Gefährten, räuspert sich. "Es gibt hier in der Nähe ein altes Kastell, eine ehemalige Grenzbefestigung. Sie ist schon längt verlassen und sollte eigentlich leerstehen. Ich verwette meinen Dolch, dass sie dort rasten wollen!"
"Die Ruine, die wir vorhin gesehen haben? Man konnte den Turm schon von weitem erkennen! Kannst du sie von hier finden?"

Der Ritter nickt und macht Anstalten, die Führung zu übernehmen. "Warte noch!" raunt der Priester und ergreift den Mann am Arm. "Falls sie wahrhaftig in der Burg rasten, sollten wir unser Lager in sicherem Abstand aufschlagen! Ich möchte keine Konfrontation erzwingen - noch nicht!"

Einer der Ritter schaut finster. "Dieser Magier muss für seine Greueltaten bezahlen - früher oder später! Wir können ihm nicht ewig hinterherschleichen!"

Der Priester schaut den Krieger einen Moment durchdringend an, wendet sich dann aber ohne ein weiteres Wort ab und folgt dem voransteigenden Ritter, der mit dem schwierigen Gelände ungewöhnlich gut zurechtkommt.
Posted By: buad

Re: On the Road again - 23/04/04 11:55 AM

Die Karsthöhlen tief unter der Burg waren seit jeher Heimat der Zwergtrolle, einer uralten Rasse, die inzwischen als ausgestorben galt. Obwohl die Zwergtrolle bereits über ein rudimentäres Stammessystem verfügten, waren sie doch noch immer mehr Tier als Humanoid. Von wesentlich kleinerer Statur als ihre furchterregenden Verwandten waren sie trotzdem nur wenig gefährlicher als diese, denn die Natur hatte sie mit allem ausgestattet, um selbst unter widrigen Bedingungen zu überleben: einer dicken, warzigen Haut, die selbst dem Prankenhieb eines großen Raubtieres widerstehen konnte, einer immensen Körperkraft die ausreichte, einem großen Bären mit einem Schlag den Garaus zu machen und einer Geschwindig- und Behendigkeit, durch die selbst schnelle Fluchttiere eine leichte Beute waren. Trotzdem handelte es sich um eine friedliche Rasse, die die Höhlen nur gelegentlich verließ, um in den Wäldern Früchte, Aas oder kranke Tiere als Nahrung zu beschaffen. In der Regel mieden die Zwergtrolle den Kontakt mit anderen Lebensformen, erst recht, wenn es sich um intelligente Wesen handelte. Das Höhlenlabyrinth schützte sie dabei vor allzu neugierigen Vertretern der letztgenannten Spezies, und so kam es, dass dieses besondere Rudel der Zwergtrolle bisher unentdeckt geblieben war. Vor vielen Jahrhunderten hatte es hier eine Siedlung der Menschen gegeben, ein Krieg hatte getobt und die umliegenden berge wurden durch mächtige Trutzburgen befestigt, von denen nur eine einzige die blutigen Auseinandersetzungen und den Zahn der Zeit überdauert hatte. Die Siedlung war eines Tages mit Mann und Maus buchstäblich im Erdboden versunken, als die Decke der großen Kaverne, auf der sie errichtet wurde, nachgab und nur ein riesiger, trümmergefüllter Trichter übrig blieb. Die Zwergtrolle brauchten damals für lange Zeit ihre Tunnel nicht zu verlassen, denn in den Trümmern der eingestürzten Höhlendecke und der mit in die Tiefe gerissenen Gemäuer gab es Fleisch genug für Monate...

Doch jetzt waren Fremde aus einem unergründlich tiefen Loch inmitten des ausgedehnten Karstsystems gestiegen. Lang, schmal, auf zwei Beinen gehend, von dunkler Hautfarbe und hellem Haar, bewegten sie sich mit der Anmut von Raubkatzen durch die unterirdischen Gänge, und die Dunkelheit schien ihnen ebenso wenig auszumachen wie den Zwergtrollen. Und wie bei hungrigen Raubkatzen waren sie von einer Aura der Gefahr umgeben. Doch anders als bei Raubkatzen roch diese Aura nach Freude am Blut und Lust am Töten - diese Fremden waren gewiss nicht hungrig sondern töteten bedenkenlos und zu ihrer Ergötzung! Als sie in das Revier der Zwergtrolle eindrangen, schickte der Stamm seine Krieger aus, um die Fremden zu verjagen. Es war für die Zwergtrolle eine bittere Erfahrung gewesen, dass sich jene nicht durch Drohgebärden verjagen ließen. Selbst die gefährlichen Berglöwen, die gelegentlich in die Tunnel eindrangen, legten sich nicht mit den Trollen an, wenn sie es vermeiden konnten, sondern ergriffen lieber die Flucht angesichts der gedrungenen, kräftigen und bedrohlich brüllenden Gestalten. Und wenn eine gewaltsame Konfrontation unausweichlich war, war es in der Regel immer der Berglöwe, der mit zertrümmerten Knochen zurückblieb und dem Stamm als Nahrung diente. Doch diese Fremden hatten auf die Drohungen unbeeindruckt mit magischem Feuer und scharfem Stahl reagiert, ohne sich im mindesten eingeschüchtert zu zeigen. Ihr Gegenschlag kam rasch und war vernichtend, und nur wenige der Trollkrieger entkamen lebend, und keiner von ihnen blieb unverletzt. Eine Zeitlang hatte das ausgedehnte Labyrinth den Stamm noch schützen können, doch unaufhaltsam rückten die spitzohrigen Fremdlinge vor, und mit ihnen kam nichts als Tod und Vernichtung. Schließlich mussten sich die Reste des Stammes in die höher gelegenen Höhlen zurückziehen, doch bald waren sie auch dort nicht mehr sicher. Sie versuchten zu entkommen, doch an den ins Tageslicht führenden Ausgängen standen andere, Kleinwüchsige, die ebenfalls entschlossen, mit großer Grimmigkeit und erbarmungslos kämpften. Der Stamm, fast all seiner Krieger im Kampf gegen die dunkelhäutigen Fremdlinge beraubt, konnte es mit den gedrungenen, kurzen Zweibeinern und ihren mächtigen Äxten nicht aufnehmen. Frauen, Kinder, Männer gleichermaßen wurden niedergemacht, als sie in Panik den Ausgängen zustrebten. In ihrer Verzweiflung gruben sich die wenigen verbliebenen Zwergtrolle dort durch die Wände der Kalksteinfelsen, wo sie durch einsickerndes Wasser und die Wurzeln mächtiger Bäume gesprungen und geschwächt waren, bestrebt, den entsetzlichen Dunkelhäutigen und den nicht minder furchterregenden Bärtigen zu entkommen.

Doch das Schicksal ist unerbittlich, es kennt keine Gnade. Die Zeit der Zwergtrolle scheint endgültig vorbei und was den anderen Stämmen schon vor Jahrhunderten widerfahren ist, steht den letzten ihrer Art nun unmittelbar bevor. Es muss der Wille der Götter sein: aufgerieben zwischen den Säbeln der unterirdischen Elfen und den Äxten der grimmigen Zwerge soll wohl keiner von ihnen lebendig den Karst verlassen...

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 23/04/04 02:49 PM

Die Elfin kommt langsam wieder zu sich. Stone hält sie immer noch fest. Etwas wacklig auf den Beinen schaut sie sich um. Der Reisende ist wieder bei Besinnung und auch alle Gefährten scheinen einigermaßen wohlauf. Nur einer fehlt: Bodasen.
"Stone, danke, dass ihr mir geholfen habt. Aber wo ist Bodasen?"
Sie lässt ihren Blick weiterwandern und sieht die Zwerge. Also hatte sie doch richtig gesehen. Sie wartet Stone´s Antwort nicht ab, sondern wendet sich an den Zwerg, den sie für den Herren dieser Burg hält.
"Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Big Claw, Tochter von Turock aus dem Hause Mogador."


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 23/04/04 03:08 PM

Stone ist froh das es der Elfin gut geht, dann will er nach Bodasen schauen.
Als er bei dem Magier ist, merkt er das er probleme mit dem Atmen hat.
Anscheinend hat die Keule ihn zumindest gestreift, aber in der lebensbedrohlichen Lage hatte er wohl den schmerz verdrängt.
Langsam gleitet er an der Wand runter und lässt sich neben Bodasen nieder.
Dann macht er sich daran den Brustharnisch zu öffnen.
Ein Fehler, denn dieser hatte bisher seine gebrochene Rippe leidlich gestützt.
Stone stöhnt auf, aber jetzt will er sich die Verletzung genau ansehen.
Mit Mühe schafft er es sein Wams zu öffnen, aber über die Schultern streifen kann er es nicht.
Unterhalb seiner rechten Brust macht sich eine häßliche Prellung breit.
"Anscheinend war ich wohl nicht schnell genug," sagt er zu dem Magier.
Langsam bemüht er sich einen kleinen Beutel unter seinem Wams heraus zu ziehen.
In diesem Beutel hat er kleinere Private Dinge verstaut und noch etwas Heilsalbe, wenn sie noch gut ist.
Als er den Beutel endlich heraus gefischt hat und ihn öffnet, staunt er nicht schlecht.
Aus dem Inneren des Beutels schimmert ihm ein rotes licht entgegen.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 23/04/04 03:36 PM

Bevor Glance die Einladung Xanloschs annimmt, geht er zurück zu dem Kadaver des Wesens, das ihn so unvermittelt angegriffen hatte und schaut ihn sich genau an. Ein solches Wesen hat er noch nie gesehen. Am ehesten ähnelt es noch einem Troll ohne Fell, aber es nicht einmal halb so groß, wenn auch sehr kräftig gebaut.

Er bemerkt, dass der Zwerg, der an der Tür stehengeblieben ist, ihn misstrauisch beobachtet. Dieser, knapp über halb so lang wie er selber, ist ebenfalls sehr kräftig. Die Analogie drängt sich ihm auf - er wird das Wesen für's Erste für sich selbst als "Zwergtroll" klassifizieren.

Er wendet sich wieder der Leiche des "Zwergtrolls" zu. Er bemerkt mehrere ältere Narben in der zähen Haut, die offensichtlich von scharfen Waffen herrühren, und eine Brandnarbe, die allerdings auf der warzigen Haut kaum auffällt. Dieses Wesen hatte schon viele Kämpfe hinter sich.

Glance schaut sich um - inzwischen ist es dunkel geworden. Er fagt sich, ob der seltsamme "Herr der Burg" auch ein Gefolge hat, denn bisher haben sie nur ihn und seinen Begleiter zu sehen bekommen. Falls nicht, sollte man schnellstens eine Wache aufstellen - falls dies ein Trollwesen ist, gibt es bestimmt mehr davon, denn die Trolle, die er kennt, leben selten alleine.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 23/04/04 04:24 PM

Der Reisende hatte dem plötzlichen Trubel um sich herum zunächst wenig Beachtung geschenkt und sich darauf konzentriert, die von irgendjemandem begonnene, schwache Heilung seiner Brüche zu vervollständigen. Als das silbrige Pulsieren langsam verblasst, nimmt er die Hände von der Brust, erhebt sich und schätzt die Lage ein.

Er registriert kaum, das der Krieger ihn anspricht und irgendetwas über den Magier erzählt - denn seine Aufmerksamkeit ist gänzlich auf die Zwerge gerichtet.

Schliesslich tritt er vor Xanlosch und hebt die rechte Hand zum Gruß:

"Meinen Gruß an das kleine Volk. Ihr seid sehr weit fort von eurer Heimat, wie es scheint. Zwerge hat man in diesen Landen schon seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen. Umso mehr stelle ich mir die Frage, was ihr hier tut ?"
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 23/04/04 05:42 PM

Nachdem Alrik enttäuscht festgestellt hat, daß das Wesen nichts als eine für ihn unbrauchbare Keule getragen hatte, wendet er sich den Zwergen zu.

Ah ! Zwerge ! ... In Alriks Magengegend krampft sich etwas zusammen ... Nun ja, jener Alchimistenzwerg mag ja vielleicht die Ausnahme gewesen sein, aber immerhin war ein Zwerg ! UND er hatte Alriks bisher längstes Abenteuer verursacht ! Alrik rollte kurz mit den Augen, besinnt sich dann aber wieder auf den Rest Etikette, den er noch kennt.

Er stellt sich - so gut ein Streuner das eben kann - den Zwergen, vor allem dem anscheinenden Anführer, vor.

"Hallo, verehrter Zwerg, mein Name ist Alrik. Meinen zweiten Namen gebe ich ungern preis, aber wenn ich den Eindruck habe, euch vertrauen zu können, werde ich das gerne tun. Ich danke euch jedenfalls für Euer Angebot, hier in der Burgruine übernachten zu dürfen - sollte etwas ungewöhnliches passieren," - mit 'ungewöhnlich' meint er mögliche Angriffe von Blutfängern, Monstern oder anderen Wesen - "dann könnt ihr wahrscheinlich mit unswerer Hilfe rechnen. Ich kann da allerdings nicht für alle sprechen."

Natürlich ist das keine richtige Begrüßung, schimpft er mit sich selbst, aber er muß zugeben, noch nie höfische Etikette gekannt und gelernt zu haben. Nun ja, in der Wildnis sind ja eigentlich auch andere Dinge wichtiger als Etikette ... Überleben zum Beispiel ...

Alrik mustert den Zwerg und ist beeindruckt von seiner Garnitur. Er ist - soweit er das als Streuner beurteilen kann - gut (aus)gerüstet und verfügt um genügend Kraft, um sich durchsetzen zu können.

"Ich bin beeindruckt, daß ihr so gut durchgehalten habt, hier, in der Wildnis, kurz vor dem Gebirge, in einer Burgruine. Ihr müßt gut ausgerüstet sein, um eure Stellung derart gut halten zu können.

Ich vermute, ihr wollt versuchen, diese Burg wieder aufzubauen und dann in Besitz zu nehmen ?" fragt Alrik höflich. Einen anderen Grund kann er sich nicht vorstellen.

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 23/04/04 06:56 PM

Bodasen versucht aufzustehen und siehe da, es geht. Unschlüssig wem er sich zuerst zuwenden soll, dem fremden Zwerg der ihn angegriffen hat , oder dem verletzten Stone sondiert Bodasen erst einmal die Lage.

Dann geht er auf den Zwerg zu. "Mein Name ist Bodasen und wenn ihr das nochmal mit mir macht dann seid ihr tot." Dann dreht er sich um und geht zu Stone zurück. Der Magier setzt sich neben den Krieger

"Stone legt euch hin und schließt die Augen, verhaltet euch Ruhig!" "Alle anderen bitte sorgt dafür, daß mich in den nächsten 10 Minuten niemand stört, sonst könnte gar Schreckliches mit Stone geschehen. Die entsetzten Blicke des ehemaligen Hüters ignorierend läßt Bodasen die Magie fließen und blickt durch die Haut in Stones Körper wie durch eine dünne Folie. Bald ist die gebrochene Rippe gefunden und auf magische Weise fügen sich die zwei Teile der Rippe wie von selbst wieder aneinander. Als der Bruch vollständig wiederhergestellt ist stehen Bodasen die Schweißperlen auf der Stirn.

"Bitte, gebt mir Wasser!"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 23/04/04 06:58 PM

Schnell schließt Stone den Beutel wieder.
Anschliesend verwahrt er den Beutel wieder unter seinem Wams, er kann sich schon vorstellen was da leuchtete, aber daran hatte er schon lange Zeit nicht mehr gedacht. Er bemerkt kaum das Bodasen aufsteht
Es muß die kleine Goldene Statue der Göttin Aneishen sein, die ihm sein Vater gab als er bei den Hütern eintrat.
Götter waren bei den Hütern verpöhnt, nicht verboten, aber wer Betete oder gar einen Tempel besuchte mußte Spott und Represalien erwarten.
Ferrwar gab sie ihm und den kleinen Beutel "Verwahre sie gut, du mußt sie dir nicht ansehen oder jemandem zeigen. Es ist die Göttin Aneishen, die Göttin des Lichts und die Hüterin der Gesetze."
Stone wußte das es die Patronin der Hüter war, aber das war schon lange Zeit her. Niemand sprach mehr davon, ausser seinem Vater.
Stone lernte schnell warum es besser war kein Wort über die Göttin zu verlieren, in der Nacht waren sie gekommen, die Spuren hatte er einen ganzen Monat im Gesicht und am Körper getragen.
Bei jedem Apell wurde er verhöhnt, warum ihm denn seine Göttin nicht geholfen hatte. Stone erschauderte immer noch bei dem Gedanken was pasiert wäre wenn er die Statue irgendjemandem gezeigt hätte, und nicht nur über die Göttin gesprochen hätte.
Irgendwann schrie er dann heraus "Weil es keine Göttin gibt, nie gab und wenn würde sie mir ja doch nicht helfen".
Danach war es vorbei, es kam sogar ein Magier der die Narben aus seinem Gesicht zauberte und auch die Nase wieder richtete.
Aber von der Göttin sprach Stone nie wieder, selbst wenn sein Vater ihn darauf ansprach wischte er alles mürrisch weg.
Irgendwann glaubte er selbst das es keine Göttin gab, und er nur ein Geschenk seines Vater ehrte.

Auf geheiss des Magiers legt Stone sich hin. Bei den worten des Magiers schaut er entsetzt drein, aber zu spät Bodasen fängt an einen Zauber auf ihn zu wirken.

Aneishen, der Name erinnert ihn an etwas, aber er konnte sich nicht erinnern, nur an das was sein Vater ihm beigebracht hatte.
Da wo im Rat einst ihr Zeichen erstrahlte und den fensterlosen Raum erhellte war jetzt das neue Symbol der Hüter eingelassen.
Er weiß er muß den anderen von der Statue erzählen, aber er kann nicht, allein der Gedanke über die Göttin zu sprechen macht ihn krank.
Hatte sein Vater gewußt was er ihm gab, was würde der Reisende tun?
Bodasens Zauber fängt an zu wirken, langsam kann er wieder besser atmen, der Schmerz vergeht.
Er will sein Wams wieder richten und zubinden.
Doch es ist alles zuviel, die fast schlaflose Nacht, die Flucht aus der Hütte und der anschliesende Kampf gegen die Blutjäger, der heutige marsch und der Kampf, seine Verletzung. Die ständigen zweifel an allem was er bisher Glaubte.
All dies fordert jetzt Tribut, Stones Hände sinken langsam herunter, sein Kopf fällt zur Seite und er fällt in tiefen Schlaf, fasst Bewußtlosigkeit.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 23/04/04 10:04 PM

"Auch ihr Elfin Big Claw, Tochter von Turock aus dem Hause Mogador, seit in diesen Hallen willkommen und tretet ruhig ein, ein ruhiger Platz soll euch gewiss sein."

Die beiden Zwerge sehen, dass der Fremde, der von der Kreatur niedergeschlagen wurde, sich wieder aufrichtet und nach sehr kurzer Zeit wieder laufen kann, wenn auch etwas behebig.

Bei Ingerimm, dies kann nicht mit rechten Dingen zugehen, denkt sich Xanlosch und da er Nerosch nur zu gut kennt, wird diese ähnliche Gedanken haben. Selbst ein gutausgewachsener Zwerg, der einen solchen Schlag von dieser Kreatur abbekommen hat, kommt nicht selber wieder auf die Beine. Ja, er musste sogar Glück haben, wenn er den Schlag überlebte. Entweder steht der Fremde seinen Göttern nähern, als Xanlosch glaubte, oder es geschehen Dinge, die sich selbst ein sehr erfahrener Zwerg nicht erklären kann.

Dem Mensch, der sich selber nur Alrik nennt, kann Xanlosch nicht wirklich richtig einordnen. Einerseits sieht dieser wie einer der Stadtbewohner aus, die lieber in den dunklen Gassen hausen auf der anderen Seite, ist seine Haut schon so gegerbt, dass man sagen könnte dieser Alrik längere Zeit in der Wildnis gehaust hat oder noch haust. Einer der Menschen, die sich selber Waldläufer nennen, scheint er aber auch nicht zu sein.

Immer mehr Gedanken und Zweifel kommen in Xanlosch hoch. Wie kann es nur dazugekommen sein, dass sich diese Truppe gefunden oder zusammen getan hat. Sie sind alle zu unterschiedlich und sie haben auch scheinbar kein gemeinsames Ziel. Ist es gar vielleicht nur eine Zweckgemeinschaft, die mit Absichten hier her gekommen ist, die ihm noch noch nicht klar sind ?

Zu den beiden gewandt spricht Xanlosch: "Seit auch ihr mir willkommen und tretet nun endlich ein. Es wird langsam Nacht und hier draussen wird es schnell kühler und ein wärmendes Feuer hat noch niemand abgelehnt. Nerosch", dabei zeigt Xanlosch auf den Zwergen hinter sich, "wird erst einmal am Tor noch die Augen aufhalten und nach seiner Ablöse bestimmt noch zu uns kommen. Nun, tretet ein oder wollt ihr im Freien übernachten ?"

Nach einer kurzen Pause fährt Xanlosch fort: "Auch alles weitere können wir ruhig drinnen bereden, oder ?"

Damit die Fremden nicht denken, dass sie in eine Falle gehen, geht Xanlosch voraus und erreicht als einer der ersten das Gebäude, dass für diese Nacht ihr Quartier sein soll.

Kaum tritt er in das Gebäude, sieht er, wie der Krieger schläft und der Magier aufgewacht ist. Zu dem Magier sprechend: "Ach, ihr seit aufgewacht. Entschuldigt unsere Aktion, aber man kann nie vorsichtig genug sein und es trieb sich eine dieser Kreaturen draussen herum. Ihr seit fremd hier und konntet dies nicht wissen, darum soll es nicht nur die unsrige Schuld sein, ihr hättet bestimmt genauso oder ähnlich gehandelt !"

Im Inneren des Gebäudes kann man eine grössere Feuerstelle sehen, die auch in der Vergangenheit als Kochplatz genutzt wurden ist und Reste eines Bratens sich noch am Spiess befinden. Desweiteren kann man noch 3 weitere erlosche Feuerstellen sehen, die aber kleiner als die grosse in der Mitte sind. In der Nähe dieser Feuerstellen kann man noch einige Schlafplätze ausmachen, die aber zur Zeit verlassen sind.

An der Wand gegenüber des Einganges befinden sich ein paar geschlossene Kisten, die nicht nur schwer aussehen sondern auch von echter zwergischer Handarbeit sind.

In der Mitte des Daches, genau unterhalb der der grossen Feuerstelle, befindet sich eine Öffnung, die wohl zum Rauchabzug umfunktioniert wurden ist, da sich in diesem Gebäude scheinbar kein intakter Kamin befindet.

An der östlichen Wand, kann man eine Tür erkennen, die zu einen Nebengebäude führt. Was darin vor sich geht oder auch nicht, bleibt den Betrachtern zuerst einmal verborgen.

Die restlichen Wände sind mit diversen Utensilien und Kisten verstellt, so dass man keinen Blick auf die dahinterliegenden Wände werfen kann.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 23/04/04 10:12 PM

Glance betritt dass grosse Gebäude in dem Moment, da ein erschöpft klingender Bodasen um Wasser bittet, ohne dass einer der Anwesenden reagiert. Er geht zu ihm und fängt gewohnheitsmässig an die Hände zu einem Zauber zu formen, als ihm gerade noch Xanloschs Worte über die Abneigung der Zwerge zur Anwendung von Magie einfallen.

Er hält inne und sieht sich um. Stone ist vor Erschöpfung eingeschlafen wo er lag, aber an seinem Bündel sieht er die Feldflasche, die er für ihn am Teich gefüllt hatte. Er nimmt sie und gibt sie wortlos an Bodasen weiter.

Dann wendet er sich Xanlosch zu, "Xanlosch, ist eine Wache bestellt? Wir hatten auf unserem Weg hierher einige unliebsame Begegnungen, und es ist nicht sicher, ob nicht Verfolger auf unserer Fährte sind, wenn wir auch unser Möglichstes getan haben um diese zu verwischen. Ausserdem ist das Wesen, das wir bekämpften, möglicherweise kein einzeln lebendes gewesen."



Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 23/04/04 11:10 PM

Alrik dankt dem Zwerg und der Göttin im Stillen, daß es für diese Nacht eine Feuerstelle gibt. Er haßt es, draußen im Kalten, ohne jeden Schutz schlafen zu müssen, insofern sind ihm diese Zwerge zur Zeit sehr willkommen. Sie bieten ihm eine Art indirekten Schutz, zumal er weiß, daß er Zwergen in aller Regel trauen kann; sie sind rechtschaffende Leute, die hart arbeiten, manchmal etwas starrsinnig sind, aber Ehrlichkeit respektieren. Er hat nicht vor, irgendjemanden zu "erleichtern", und obwohl manche immer noch von ihm glauben, er sei ein simpler Dieb, ist das schon seit einiger Zeit nicht mehr sein Ding. Er verkauft lieber ... Informationen, Geschichten ... selbst gezeichnete Karten von der Wildnis ... Er kann sich nicht erinnern, jemals einen Zwerg als Streuner, so wie er selbst es war, oder wie sie klassisch des öfteren in den Städten zu finden waren, gesehen zu haben.

Er setzt sich ans warme Feuer und beginnt, in seiner Ausrüstung herumzufuhrwerken. Außerdem muß er sein erstes Wurfmesser neu mit Gift bestreichen. Seine Sinne bleiben offen für die Gemeinschaft, die sich hier am Feuer versammelt hat (inklusive Zwerge), und er hofft, die eine oder andere Geschichte aufschnappen zu können.

Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 23/04/04 11:23 PM

"Macht euch keine Sorgen, Glance ! Nerosch bewacht erstmal noch den Eingang zu diesen Gebäude. In den unteren Gewölben wachen einige Zwerge an den beiden noch verbliebenen Zugängen zu den untersten Katakomben. Sollte es doch eine diese Kreaturen wagen durchzubrechen, so werden wir dies schon hören. Ich erwarte eigentlich für diese Nacht da unten Ruhe, weil die Kreaturen es schon am Tage gewagt haben, nach hier oben zu kommen.

Ausserdem ist wenigstens noch ein Zwerg auf Wache auf der Turm eingeteilt, der sich schon bemerkbar machen wird, sollte sich jemand von draussen auf dem offenen Feld nähern. Wir haben zwar nicht ganz so gute Augen, wie die Elfen, aber selbst bei Mondschein sollten wir Freund und Feinde rechtzeitig ausmachen. Macht euch in dieser Nacht keine Sorgen !

Wenn ihr jedoch eine weitere Wache sein wollt, dann sagt es ruhig. Da wird sich bestimmt etwas regeln lassen."

Nach dieser recht langen Rede, genehmigt sich Xanlosch ersteinmal einen Schluck aus einer Trinkflasche, die an seinem Lagerplatz lag und während der Rede an sich genommen hatte.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 24/04/04 05:25 AM

Der Reisende zögert, das Gebäude zu betreten. Allein bleibt er am Eingang stehen, beobachtet wie die Sonne hinter den Burgmauern versinkt und gibt sich seinen Überlegungen hin. Er hätte eine Rast unter den Sternen der zwergischen Lagerfeuerromantik in feuchten Gemäuern vorgezogen, aber nun war die Lage nicht zu ändern.

Was wollten die Zwerge hier, so weit im Osten ? In den Brechern haben niemals Zwerge gelebt, soweit er zurückdenken kann. Die Antwort des Zwerges war unbefriedigend und seine Freundlichkeit Fremden gegenüber schon geradezu so zwergenuntypisch, das sie mißtrauenerweckend war. Normalerweise musste man mit einem Zwerg schon gemeinsam ein Pfund Salz gefressen haben, bevor einen dieser an sein Feuer bat.

Als die Sonne seinem Blick entschwindet, dreht sich der Reisende schliesslich um, schüttelt seine Gedanken ab und setzt sich zu den anderen ans Feuer.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 24/04/04 09:21 PM

"Danke Xanlosch für eure Gastfreundschaft. Ich weiß diese umso mehr zu schätzen, da Zwerge und Elfen nie die besten Freunde waren."
Big Claw sucht sich einen Platz an der Feuerstelle und trinkt einen Schluck Wasser, da ihr Körper, nach dieser Anstrengung, sich wie ausgetrocknet fühlt.



Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 25/04/04 08:43 AM

Rashida steckte ihr Schwert weg und schaute sich im Hof um. Diese Feste war wahrlich lange nicht mehr genutzt worden.
Das Moos hatte die Herrschaft übernommen, die Steine teilweise schon aufgebrochen. Doch abgesehen von den üblichen Spuren der Zeit war vor allem der Bergfried in erstaunlich guten Zustand.

Die freundliche Einladung des Zwerges, der sich Xanlosch nannte, verwunderte die Kriegerin. Gut, den Menschen gegenüber verhielten sich die meisten Zwerge neutral. Aber wenn Elfen in der Gruppe sind? Auf der anderen Seite, was sollte der Zwerg sonst machen? Er musste unsere Gruppe in Sichtweite haben, da wir einen Magier mit an Bord haben. Also blieb nur diese Möglichkeit. In einem getrennten Gebäude mit Wachen vor der Tür hätten wir ja einen Dämon beschwören können, ohne, dass sie gleich etwas dagegen hätten tun können. Bei diesem Gedanken musste Rashida schmunzeln. Bodasen ist ja für seine Beschwörungskünste bekannt!
Aber trotzdem sollte sie aufmerksam bleiben, dieser andere Zwerg, der Nerosch geannt wird, sah alle ziemlich feindselig an. Und er war bestimmt nicht der einzige, der solche Vorbehalte gegenüber der bunt gemischten Gruppe hegte.

Die Kriegerin gibt sich mit dieser selbstgefundenen Erklärung zufrieden und geht auch in das Gebäude hinein. Sie sucht sich einen Platz in der Nähe der grossen Feuerstelle und lässt sich nieder. Um ihren Durst zu stillen, holt sie ihre Trinkflasche aus ihrem Rucksack und lässt das Wasser des Teiches ihre Kehle herunterrinnen.

Sie merkt, dass sie erschöpft ist. Aber noch ist sie wach und freut sich auf hoffentlich anregende Gespräche.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 25/04/04 09:19 AM

"Da wir nun alle beisammen sind, können wir uns endlich unterhalten. Erzählt: Warum seit ihr hier, wie seit ihr zusammen gekommen und was ist eure Aufgabe. Es muss etwas wichtiges sein, sonst würde eine solche Truppe nicht zusammen kommen, oder irre ich mich da ?", fragt Xanlosch die Anwesenden.

Er wusste aus seinen früheren Abenteuertagen, dass es meist sehr hilfreich war, wenn sich eine Gruppe aus verschiedenen Rassen zusammensetzten. Das dies aber auch Misstrauen und Argwohn hervorbrachte, besonders wenn man in Gebiete reiste in denen der eine oder der andere nicht willkommen oder gar verhasst war.

"Leider kann ich nur ein schlechter Gastgeber sein", fährt Xanlosch nach diesen Gedanken fort, "ich habe leider nur noch wenig des bekannten Zwergenbieres da. Bei einen Angriff dieser Kreaturen, die wie kleingeradene Trolle aussehen und mit denen ihr ja auch schon Bekanntschaft gemacht habt, ist leider unser Vorrat sehr stark zur Neige gegangen und die Reste werden nur noch rationiert ausgegeben. Solltet ihr aber irgendwann einmal wieder in dieser Gegend sein, dann verspreche ich euch und sollte nichts dazwischen kommen, dass es dann Zwergenbier für jeden gibt, der mag."

Xanlosch weiss nur zu gut, dass die Elfen bzw. Halbelfen das Zwergenbier nie anrühren würden, da ihnen alle Arten von vergärten Getränken gegen ihre Gesinnung sind und sie lieber geminztes oder nur reinen Wasser trinken. Mann kann es ja nicht jedem recht machen, denkt sich noch Xanlosch und wartet darauf, dass jemand aus der Truppe ihn eine gute und überzeugende Geschichte erzählt.



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 25/04/04 03:38 PM

Big Claw sieht sich unter den Gefährten um. Da anscheinend keiner den Anfang machen will, beginnt sie.
"Werter Xanlosch, unsere Truppe kam durch die Folgen seltsamer Ereignisse zusammen."
Und so beginnt die Elfin zu erzählen, wie sie sich alle kennengelernt hatten.
Nur ein paar, für die Truppe wichtige, Details lässt sie aus. Trotzdem bleibt sie bei der Wahrheit.
*Man muss Fremden ja nicht gleich alles auf die Nase binden*, denkt sie sich.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 25/04/04 03:45 PM

Die Kameraden und Zwerge sind bei ihrem eintreten alles andere als leise, was dazu führt das Stone aufwacht, da er aber wirklich sehr erschöpft ist bleibt er still liegen.
Auch das angebot zu einem Bier, wenn auch unbekannter herkunft da er noch nie Zwergenbier getrunken hat, kann ihn nicht dazu bewegen aufzustehen.
Nah am schlaf in einem dämmerzustand bekommt er so einiges mit. Manches verpasst er da der Schlaf ihn immer wieder überwältigt. Irgendwann schläft er dann wieder ein, diesmal aber in einen gesunden tiefen Schlaf der erholung und neue Kraft bringt.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 25/04/04 06:14 PM

Während Big Claw in groben Zügen über die Zusammenkunft der Gefährten berichtet hatte, war Stille eingetreten. Die Gedanken des Reisenden waren wieder abgeschweift und beschäftigten sich mit der Zukunft, nicht der Vergangenheit.

Doch nun hatte Big Claw ihre Erzählung beendet. Und als der Zwerg gerade den Mund öffnet, um wohl über das Eine oder das Andere nachzuhaken, kommt der Reisende ihm zuvor:

"Soviel zu uns, Meister Xanlosch. Nun solltet Ihr uns vielleicht erzählen, was die Zwerge so weit in den Osten führt und warum sie ein verfallenes Gemäuer in einer Gegend bewohnen, wo niemals zuvor Zwerge lebten ? Die Brecher sind arm an Erzen oder Edelsteinen. Nichts, was einen Zwerg hier interessieren könnte."
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 26/04/04 08:04 AM

Fast schweigend hatte Xanlosch den Ausführungen der Elfin Big Claw zugehört. Manchmal ist ihm nur ein "Aah" oder "Ich verstehe schon..." über die Lippen gegangen. So ausführlich wie die Geschichte war, so waren doch einige Lücken gewesen, die Xanlosch aufgefallen waren. Nicht nur er hatte Geheimnisse zu bewahren sondern auch sie. Alle wussten voneinander nicht sehr viel und in diesen irgendjemanden blind zu vertrauen war eine größere Gefahr als ein Geheimnis nicht preis zugeben oder erst, wenn der passende Zeitpunkt da ist.

"Ihr habt schon eine *schöne* Reise hinter euch und ich denke, dass der grosse und anstrengende Teil erst noch vor euch liegt", spricht Xanlosch zu der Elfin.


"Aber ich will euch auch nicht vorenthalten, was wir Zwerge hier machen bzw. warum wir hier sind.

Eine meiner Reisen brachte mich schon einmal in das Gebirge, dass ihr die "Brecher" nennt. Wir verfolgten damals eine Räuberbande, die ein wertvolles Amulett aus einem Tempel gestohlen hatten. Nicht das dies schon schlimm genug war, nein, sie hatten auch noch die Tempelpriesterin als Geisel genommen und waren in die Richtung des Gebirges geflüchtet. Um es kurz zu machen, wir stellten die Räuber und befreiten die Priesterin aus deren Händen. Auf den Rückweg entdeckten wir diese verlassene Burgruine und da es auch bald Nacht wurde, beschlossen wir hier übernachten. Während unserer Erkundung dieser Ruine entdeckte ich ein ...", mit einem kurzen Schweigen unterbricht Xanlosch die Erzählung, "... jedenfalls etwas wertvolles für uns Zwerge. Für alle anderen ist dies nichts weiter von Bedeutung. Jedenfalls sind wir jetzt hier und werden auch hier bleiben. Auch haben wir diese Ruine rechtmäßig erworben, nicht das ihr denkt, dass wir einfach hierher kommen und uns etwas nehmen, was nicht uns gehört."

Zu dem Fremden, der seinen Namen noch immer nicht genannt hatte und auch keine Anstalten macht, diesen zu nennen, fügt Xanlosch noch hinzu:

"Fremder, nur die wenigsten Zwergenbingen sind Aussenstehenden bekannt, da wir nun einmal auch gern im Verborgenem leben und nicht jeder immer wissen muss, wo wir uns befinden. Ausserdem wie soll ich euch nennen, Fremder ist immer so ein unpassendes Wort und wir kennen uns nicht, so dass ich euch auch nicht Freund nennen möchte."


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 26/04/04 02:43 PM

Der Reisende runzelt die Stirn.

"Wenn ich mich in so illustrer Gesellschaft befinde, was glücklicherweise nur selten der Fall ist, nennt man mich gemeinhin den Reisenden. Ich denke, dieser Name ist so gut wie jeder andere."

Verärgerung zeichnet sich auf dem Gesicht des Zwerges ab, ebenso wie auf den Gesichtern der Gefährten. Hier war er wohl in seiner eigenen Unzufriedenheit wieder einen Schritt zu weit gegangen.

"Ich..... Ich hatte einst ein Namen. Aber er wird nicht mehr genannt."

Ohne weitere Worte erhebt sich der Reisende und tritt in den Burghof hinaus. "Mäßige Dich !" ermahnt er sich. "Es ist ja nicht ihre Schuld." Dennoch sind ihm Mond und Sterne im Moment angenehmere Gesellschaft.
Posted By: Marian

Re: On the Road again - 26/04/04 03:06 PM

Der bewölkte Himmel bedeckt sich nun zusehends und nach einigen Minuten ist von Mond und Sternen nichts mehr zu sehen. Ein strenger Wind geht und ein leichter Nieselregen, gelegentlich unterbrochen von heftigen Schauern, setzt ein, der den Innenhof der Burg im Nu in ein morastiges Schlammgelände verwandelt. Es ist kühl geworden und das festgetretene Blut löst sich nach und nach in den brackigen Pfützen auf und versickert anschließend. Der alte Stein in seiner Porösität hat dem Sickerwasser wenig entgegenzusetzen, welches sich langsam seinen Weg durch Risse und lose Gesteinsschichten nach unten bahnt, bis es schließlich an längst vergessenen Gewölben vorbei mehrere hundert Meter tiefer von der Decke einer in den Felsen gehauenen Grotte tropft.

*Plop* *plop* *Tsching*

Die feuchte Höhle liegt in vollständiger Finsternis, ein langer abschüssiger Gang umrahmt von tausenden Stalaktiten und ihren Gegenstücken. Hier und dort kämpfen sich kleinere Pilze aus den felsigen Wänden, manchmal huscht kleineres Getier daran entlang. Ein einsames Kleinstbiotop seit Äonen. Doch etwas ist ungewohnt. Ein leichter Verwesungsgeruch liegt in der Luft.

*plop* *Tsching!*

Das herausperlende Wasser trifft auf eine metallische Oberfläche auf, einen hellen Klang erzeugend, eine Pfütze in einer Ausbeulung hinterlassend. Nach mehreren Minuten kriecht ein kleines Rinnsal aus Wasser und frischem Blut den Nasenschutz des zerschmetterten Helms hinab und sammelt sich in der Augenhöhle eines glanzlos in die tiefe Dunkelheit starrenden Auges. Ein weiterer Tropfen trifft auf den Solarplexus eines aufgerissenen Kettenhemdes.

*Tsching*

Acht dunkle, kalte Gestalten liegen reglos am Boden der Grotte, kleine stämmige Männer mit zerzausten, feuchten Bärten, gestorben in ihren Rüstungen, viele mit einem Ausdruck der Überraschung im Gesicht. Neben ihnen sitzen zwei in lange Umhänge gehüllte Gestalten, vermummt wegen der alles umgebenden Nässe. Reglos verharrend in tiefster Nacht, sind ihre Umrisse nur zu erahnen. Während eine, in tiefer Meditation gefangen, fast lautlos vor sich hin summt, beobachtet die andere die kleine Höhle, leicht abwesend und in Gedanken, abwartend.

Nachdem eine gute Weile vergangen ist, hebt letztere den Kopf und erhebt sich, lautlos und schnell wie eine Natter. Wenig später betreten drei weitere verhüllte Gestalten den Gang in der gleichen katzenhaften Lautlosigkeit, die einem ungeübten Ohr sicherlich entgangen wäre. Einer der Neuankömmlinge geht vornweg, geduckt, einen leicht gebogenen Säbel vor sich, jeden Schritt behutsam abwägend. Die beiden hinter ihm haben einen langsameren, schweren Schritt, tragen sie doch jeder eine große Last über der Schulter. Als sie spüren, daß sie beobachtet werden, lassen die beiden Hintermänner sofort ihre sackförmige Last dumpf zu Boden gleiten, und halten blitzschnell zwei kleine Armbrüste in den Händen. Nach einigen Schritten bleibt die Gestalt mit dem Säbel vor dem anderen, sie erwartenden Verhüllten stehen und steckt den Krummsäbel ein. Sie verbeugt sich tief vor dem reglosen Umriß und flüstert:
"Prinz Alveriel! Ich hatte euch zuerst nicht erkannt. Und ich wußte nicht, daß ihr schon zurück sind. Wie ist es euch ergangen?"
Der Angesprochene wischt die Frage mit einer unwirschen Handbewegung beiseite und entgegnet in gleicher Lautstärke: "Unwichtig. Wichtiger ist, daß ihr viel zu unvorsichtig seid. Ich hätte euch töten können, bevor ihr mich überhaupt bemerkt habt. Schlecht, Hauptmann Vigor! Aber lassen wir das, ich sehe, ihr habt in meiner Abwesenheit dennoch große Fortschritte gemacht." Dabei stößt er einen der toten Zwerge neben ihm mit dem Fuß an. "Sind das alle, Hauptmann?"
Der so Gerügte schüttelt beflissen den Kopf: "Vergebung, Herr. Nein. Aber wir haben die letzten beiden Zwerge von den oberen Tunneln "entfernt", der Weg ist frei zu den Gebäuden. Es dürfte sich dort nur noch eine kleine Zahl aufhalten."

Der Prinz nickt zufrieden und zeigt auf seinen Begleiter, der immer noch summend da kauert, ohne seine Umgebung einer Notiz zu würdigen.
"Ich habe einen Warlock unserer Tanar´Abad-Schule mitgebracht und wir haben die volle Unterstützung der Oberin Vilevna. Sie hält einen solchen Stützpunkt in der Oberwelt auch für eine ausgezeichnete Idee. Gibt es neues wegen der Trolle? Wo ist der Rest deiner Männer? Wurdet ihr gesehen?"
Vehement schüttelt der Hauptmann den Kopf, während seine Begleiter die Leichen der beiden Zwerge zu den anderen legen: "Ich hätte jeden meiner Männer eigenhändig erschlagen, der es wagt, sich durch Unvorsicht zu verraten. Nein, sie wissen vermutlich noch nicht einmal, daß ihre Posten nicht mehr da sind. Und jeder, der nach ihnen sehen will, wird von vergifteten Armbrüsten erwartet. Ich sehe da keine Gefahr.
Die Trolle sind auch beseitigt, dreizehn an der Zahl. Ich selbst habe eigenhändig fünf zur Strecke gebracht. Die übrigen sind geflohen. Aber wir haben dabei einen Mann verloren. Er hatte sich mit drei der Bestien gleichzeitig angelegt. Tanuriel Do`Nervan."
Der Prinz schnauft und winkt ab:" Wer sich gegen drei dieser lächerlichen Tiere nicht behaupten kann, verdient es nicht, Dunkelelf genannt zu werden. Vergessen wir ihn. Gibt es schon Informationen, was die Zwerge hier wollten?"
Der Hauptmann schluckt, behält seine Meinung aber für sich, als er antwortet. Nervan war einer der heißblütigsten, aber auch tapfersten Kämpfer gewesen.
"Ja, einen Zwerg haben wir noch am Leben gelassen, bis wir die Informationen hatten. Er faselte etwas von wertvollen Erzadern und alten heiligen Zwergengewölben, unwichtiges Zeug also."
Prinz Alveriel nickt erneut: "Wir sollten das im Auge behalten, vielleicht ist da mehr dran als wir ahnen. Kompliment übrigens an Talgafeyl, euren Foltermeister.
Ich habe noch nie gehört, daß jemand aus einem Zwerg eine brauchbare Information herausbekommen hat, der Mann scheint seinen Sold wert zu sein. Aber mir ist ja letztes Mal schon aufgefallen, daß er einige Dinge mit den Informationsquellen macht, für die ich nicht einmal einen Namen habe. Wie auch immer, ich denke, wir statten jetzt euren Wächtern oben einen Besuch ab und erledigen, weswegen wir hergekommen sind."
Alveriel hält kurz inne, macht eine allumschließende Handbewegung und setzt sich in Richtung der oberen Höhlen in Bewegung. Vorsichtig, lautlos und in gebührendem Abstand folgen ihm die anderen.






Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 26/04/04 03:06 PM

Als der Reisende so unvermittelt aufspringt und die Runde verlässt, wirft Glance schnell ein "Lasst ihn - er ist ein vom Schicksal Getriebener - wir wissen kaum mehr von ihm. Aber in einem Kampf habe ich ihn lieber neben mir als vor mir!"

Und um die Gemüter zu beruhigen und abzulenken, wendet er sich an Claw, und sagt "Warum seht ihr nicht einmal nach unserem Freund Lu Ser? Wer weiß, vielleicht haben die Zwerge, die Meister der Juwelenbearbeitung sind, eine Idee, wie wir ihm helfen können?"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 26/04/04 04:56 PM

Die Elfin sieht Xanlosch fragend an und da kein Widerspruch kommt, nimmt sie das Amulett, fährt einmal mit der Hand darüber und schon leuchtet es auf. Sie hebt das Amulett so, dass alle es sehen können:

-Lu Ser kommt gerade an eine hohe, efeuumrankte Mauer und folgt ihr. Diese endet und geht in massives Metallgitter mit faustdicken Stäben über. Das große rote Schild, auf dem vor dem hinterlistigen und abgrundtief bösem Höllenhund gewarnt wird, sieht er entweder nicht oder kann die Schrift nicht lesen. Jedenfalls quetscht er sich durch die Gitterstäbe und geht auf die gegenüberliegende, aber weit entfernte Wand zu. Plötzlich springt Lu Ser in die Luft. Und da rast auch schon ein riesiges schwarzes Wesen auf ihn zu. Es muss der Höllenhund sein. Vor Schreck wird Lu Ser wieder einmal durchsichtig und so kann ihn der Höllenhund nicht sehen. Er springt über Lu Ser hinweg, bremst ab und schnüffelt suchend. Aber anscheinend kann er Lu Ser auch nicht riechen. Er scheint wütend zu werden, legt sich aber dennoch auf die Wiese und bettet seinen großen Kopf auf die Vorderpfoten. Langsam wird Lu Ser wieder etwas sichtbar. Er schleicht rückwärts auf das Metallgitter zu. Jetzt hält er plötzlich inne und es scheint etwas in ihm vorzugehen, denn er betrachtet den Höllenhund ganz genau. Aber er geht doch durch das Gitter hindurch. Auf der anderen, für ihn sicheren, Seite fasst er sich ein Herz und spricht den Höllenhund an. Dieser öffnet die Augen und sieht Lu Ser. Dann kommt er langsam an das Gitter. Es beginnt eine Unterhaltung zwischen beiden. Und auf einmal wirkt der Höllenhund nicht mehr gefährlich, eher traurig.-

Das Amulett erlischt. Die Elfin atmet tief durch und sagt in die Runde:
"Lu Ser lebt, es scheint ihm recht gut zu gehen. Xanlosch, was wisst ihr von solchen Amuletten?"



Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 26/04/04 08:42 PM

Tief unter der Oberfläche durchstreift er die Gänge, lautlos nahezu unsichtbar ducrh seinen schwarzen Piwafwi. Auf den Ruf seines alten Weggefährten reagierend bewegt er sich sehr schnell auf die Quelle zu.
Er weiss nicht wofür Er ihn braucht, aber er weiss, das es von Bedeutung ist, sonst würde Er nicht nach ihm rufen.
Nach ihm, dem Qu`el`velguk, dem Dalharuk einer Ilharess eines mächtigen Qu`ellars.
Niemand kennt seine wahre Herkunft, seinen wahren Namen. Nur einer weiss ihn zu rufen, ihn zu finden.
Nur er, der WARLOCK kann ihn rufen. Ihn den man Lynx nennt.


Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 26/04/04 09:09 PM

Alrik bestreicht vorsichtig sein Wurfmesser mit dem alten Gift. Er ist geschickt genug, nicht einen Tropfen davon zu verschwenden, was aber auch nicht sehr schwierig ist, denn bei dem Gift handelt es sich um eine zähfließende Paste. "Verdickungsmittel : Guarkernmehl" denkt Alrik ironisch, als er sich die Beschaffenheit des Giftes in Erinnerung ruft. Dann steckt er das messerartige Werkzeug, das er dazu benutzt hatte, kurz in die Flammen - das Gift löst sich bei Feuertemperatur in seine ungiftigen Bestandteile auf, hatte ihm der alte Alchimist erklärt - und steckt es dann wieder weg und sein Wurfmesser in die dazugehörige Messerscheide.

Daß das Gift bei ihm wirken könnte, davor hat er keine Angst. Wie der alte Alchimist damals sagte, zersetzt es sich in Verbindung mit Schweiß "ganz vortrefflich", und hier am Feuer ist es warm genug. Zudem hat Alrik - ungeschickterweise, wie er zugeben muß - dieses "Sicherheitsmerkmal" des Giftes am eigenen Leibe "getestet". Er ist also beruhigt. Jetzt.

Er lauscht der Geschichte von Big Claw, der er einige Details entnimmt, die er noch nicht kannte (und die aus einer Zeit stammten, als er noch nicht Mitglied dieser bunten Gruppe war). Auch Xanlosch's Geschichte klingt interessant. Ein altes Artefakt ? Geklaut ? Einfach so ? Die Priesterin entführt ? Wenn diese Diebe gewußt hätten, daß sie Zwerge auf den Fersen haben würden, hätten sie das Ganze vielleicht viel früher aufgegeben. Er nickt anerkennend. Er hat großen Respekt vor dem "kleinen Volk". Zu denken gibt ihm, daß dieses Artefakt tatsächlich aus einem Tempel geklaut worden war - Artefakte liegen in der Regel nicht "einfach so" in Tempeln herum. Das mußte also einen besonderen Grund gehabt haben, vielleicht einen, den Xanlosch, der Zwerg, nicht unbedingt preis geben wollte.
Sie waren anschließend "in die Berge" geflüchtet, und die Zwerge ihnen hinterher ? Hierher vielleicht ? Die gleiche Marschrichtung vielleicht, die auch sie vorhatten ? Schließlich waren die "Brecher" ja ein Gebirge - oder nicht ? Hatte das alles womöglich einen Zusammenhang ? Das geklaute Artefakt und die Artefakte der Gruppe hier ? Alrik schüttelt den Kopf. Zu viel Spekulation auf einmal. Er starrt eine Weile ins Feuer.

Dann erinnert er sich des getrockneten Fleisches , wovon er eigentlich noch ein bißchen haben müßte - zäh wie Schuhsohle inzwischen, denkt Alrik, aber besser als gar nichts.

"Verehrter Herr Xanlosch," beginnt Alrik", ihr habt nicht zufällig etwas Wasser für mich ? Ich trinke nur in Wirtshäusern Bier, nicht in der Natur, denn in der Wildnis - will ich klaren Kopf behalten. Und Burgruinen zählen für mich solange zur Wildnis, bis sie wieder aufgebaut sind."

Posted By: bernhard

Re: On the Road again - 26/04/04 10:15 PM

Bodasen hat sich erholt, die Geschichten waren sehr interessant gewesen und er fühlt nun mehr denn je Teil von etwas größeren zu sein, als das was er bis jetzt erlebt hatte. Langsam steht der magier auf und tritt ins freie hinaus um den Reisenden zu suchen. Regen fäält in enem dichten Schleier, den Reisenden kann Bodasen bei diesem Wetter nicht sehen. Er dreht also um und setzt sich zurück ans Feuer.

Dann ergreift er zu erstenmal nach langer Zeit das Wort. "Xanlosch, auch ich möchte euch nun für die gastliche Aufnahme danken. Ihr seid der Erste des kleinen Volkes den ich zu Gesicht bekomme und ich habe nicht viel Ahnung von eurer Etikette, aber ich muß euch doch einiges Fragen. Sollte euch das beleidigen, dann entschuldicgt es durch meine Unkenntnis.

"War der Angriff auf mich wirklich unumgänglich notwendig? Habt ihr vor irgendetwas Angst und was hat es mit diesen kleine Trollen auf sich,ihr habt uns bisher nur wenig über sie erzählt." Plötzlich hält Bodasen inne. "Bei...
...was war das???" Als er in die Runde blickt sieht er größtenteils Unverständnis. Einzig die Elfen haben es auch gespürt. Bei allen Göttern, das war ein Ruf, aber einen so starken habe ich noch nie gespürt. Jemand ruft eine Person! Da , da ist es nochmal, diese person...
...jetzt habe ich es, sie heißt Lynx! Wer ist das??"


Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 27/04/04 02:01 AM

Rashida hat sich alles nochmals aufmerksam angehört. Manche Sachen hat die Elfin anders wiedergegeben, als die Kriegerin es selbst erzählt haätte, aber es sind nur unwichtige Kleinigkeiten, die keinem auffallen.

Während des Monologs von Big Claw beobachtete die Streiterin Xanlosch, den Zwerg. Seine Mimik ist schwer zu deuten, wie bei jedem Zwerg, da der Bart über die Hälfte der möglichen Gesichtsausdrücke komplett verdeckt.
Rashida vermeinte Zweifel zu entdecken, was nicht verwunderlich war. Sie gab das Grimassenraten auf, auch dahingehend gedacht, dass der Zwerg noch mehr misstrauisch würde, wenn sie ihn stundenlang anstarrte.

Sie horcht auf, als der Reisende kurz angebunden den Zwerg anfaucht. "Aha, also liegt es nicht an mir, er scheint wohl jeden anzupampen!" stellt sie befriedigt fest.

Glance ruft noch etwas bezüglich dem Reisenden, anscheinend um ihn oder besser sein unhöfliches Verhalten in Schutz zu nehmen.

"Seinen Namen abzulegen ist sehr selten, egal welches Volk man sich anschaut. Vielleicht erzählt er uns die Begebenheit irgendwann, falls wir noch solange einen gemeinsamen Weg gehen." In Gedanken versunken beobachtet Rashida den Magier, Bodasen. Er geht zur Tür und schaut hinaus, wohl in der Hoffnung, den Reisenden zu sehen.

Rashida lehnt sich zurück und versucht, ganz entspannt, die allgemein vorherrschenden Gefühle zu entwirren.

"Ich hätte doch bei Somra mehr aufpassen sollen!" schimpft sie sich leise. Das ist einer ihrer Lehrer gewesen, der unter anderem für das Deuten der verschiedensten Empfindungen zuständig gewesen war. Eine kurze Erinnerung flackert durch ihr Bewusstsein: "Somra ist der einzigste Lehrer gewesen, dem man nie eine Lüge auftischen konnte. Er hat das sofort gespürt."

Die Streiterin wirft nur einen kurzen Blick in das Amulett, in dem Lu Ser gefangen ist. Sie weiss, dass sie im Moment nichts für den Drachen machen kann.

Langsam wird sie aber doch unruhig: "Wo bleibt nur der Reisende? Hier ist es zu gefährlich, als dass man alleine so lange wegbleiben sollte!"

Sie steht mühsam auf und geht zur Tür. Dort bleibt sie stehen und atmet die frische Luft ein. Sie kann draussen auch nichts mehr erkennen. "Ich weiss nicht, ob Ihr mich hören könnt, Reisender. Aber Ihr solltet wirklich nicht allzu lange alleine draussen sein, auch wenn Eure Erinnerungen es Euch gebieten. Seid bitte wachsam, hier ist es keinesfalls sicher." Sie redet in einem gemässigten Tonfall, damit die anderen Gefährten es nicht mitbekommen. Sie schüttelt den Kopf. "Er mag sich zwar auskennen und zu wehren wissen, nur irgend wann trifft jeder Kämpfer seinen Meister." murmelt sie leise vor sich hin.
Langsam dreht sie sich um und hört Bodasen, der ruft, dass er gerade etwas gehört hat. Rashida hat nichts mitbekommen, ihr fällt nur etwas anderes auf. Sie dreht sich auf dem Absatz herum und sagt deutlich lauter: "Falls es Euch möglich ist, achtet mal auf die Umgebung. Es macht sich eine Art Unbehagen breit, das ich bisher noch niemals gespürt habe."
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 27/04/04 06:06 AM

Eine ganze Zeit lang steht er im peitschenden Regen, die Augen geschlossen und den immer stärker werdenden Wind im Gesicht. Vergessen sind die Burg, die Gefährten, die schwer lastenden Sorgen und Gedanken. Vergessen Zukunft und Vergangenheit.

Ganz schwach und leise hört er jemanden nach dem Reisenden rufen. Der Reisende... wer ist das ? Unwichtig. Hier gibt es nur ihn und den Sturm - das herantosende Unwetter, das ihn berauscht und befreit.

Er spürt die Macht in jedem Regentropfen, der herniederhagelt, im Heulen des Windes, im Zucken der ersten Blitze und im Echo des rollenden Donners, der von den Burgmauern wiederhallt. Sie kribbelt durch seine Fingerspitzen, durch seine Schläfen, durch jede Ader seines Körpers. Eins mit den Elementen, hebt sich die erdrückende Last von seinen Schultern - wenigstens für eine Weile... nur eine Weile...

Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 27/04/04 07:28 AM

Xanlosch betrachtet die Dinge, die in dem Amulett vor sich gehen, mit großem Interesse. Welche Mächte sind da vorgegangen, dass sie einen Drachen haben bändigen können ? Soweit Xanlosch weiß, sind Drachen nicht nur riesige Ungeheuer, viel schlimmer noch: Sie nutzen die Magie wie die Zwerge die Luft brauchen um zu atmen.

"Drachen in einen Amulett gefangen ... pah ... Humbug, elfische Trugbilder ..." hört man Nerosch von der Tür aus laut Murmeln. Weitere Worte kann man nicht mehr hören, da sie im Genuschel des Zwergen untergehen. Wenn man einen Drachen lebendig gefangen nehmen will, dann benötigt man mehr als ein solches Amulett, denkt sich Nerosch. Entweder ist dieser Drache wirklich so tolpatschig oder nur blöd, sind die weiteren Gedanken des Zwerges. Alles was das spitzöhrige Wesen von sich gegeben hat, kann erstunken und erlogen sein. Warum vertraut Xanlosch diesen nur so blindlings, oder will er sie nur in trügerischer Sicherheit wiegen ? Zu mehr Gedanken kommt Nerosch nicht, da sich zuerst der Fremde, der sich selbst als der Reisende nennt, ihn fast über den Haufen rennt und kurze Zeit später auch noch die Götterkriegerin, die auch keine Augen im Kopf zu scheinen hat.

Xanloschs Axt scheint das Feuer der Lagerstätte wieder zu reflektieren als die Bilder des Amulettes verschwinden anstatt in einen sanften Rot zu leuchten. Über dem Holzstück, gegen das das Axtblatt gelehnt war, steigt eine kleine fast unbemerkbare Rauchsäule auf, die sich im Raum und den restlichem Rauch schnell auflöst.

"Big Claw, ich muss euch enttäuschen, ich kenne mich mit der Juwelen- und der Feinschmiedearbeit nicht aus. Ich kann es euch nicht mit aller Gewissheit sagen, aber unter den Meinigen ist keiner dabei, der sich damit auskennt. Aber eins kann ich euch sagen, dass der Meister, der dieses Amulett ursprünglich erschaffen hat mit zu den besten seines Handwerkes gehört haben muss. Die Runen, die sich darauf befinden, sagen mir nichts. Ich bin froh, dass ich die Sprache der jetzigen Elfen sprechen kann und auch einige wenige Sätze schreiben. Aber dies geht über meinen Horizont hinaus."

"Alrik, nehmt euch ruhig etwas Wasser aus dem Eimer dort drüben. Es ist frisch und noch vor kurzer Zeit befand es sich in dem Brunnen, den ihr draußen schon entdeckt habt", wendet sich Xanlosch an den Streuner.

Zu Bodasen gerichtet: "Ich kann mich nur noch einmal für das Verhalten von Nerosch entschuldigen. Er hat nur nach seinem besten Gewissen gehandelt und wahrscheinlich aus Unachtsamkeit etwas zu stark zugedrückt hat. Wäre aber an der Stelle von Nerosch dieser kleinere Troll gewesen, dann sage ich euch, dass ihr den Angriff nicht überlebt hättet und vor eurem Gott stehen würdet."

"Glance, wenn er sich selber nur der Reisende nennt, dann wird es schon sehr gute Gründe dafür geben, dass er nicht seinen wahren Namen nennen mag. Wie es mir scheint, hat der Reisende noch viel mehr Geheimnisse an und in sich, als er sie jetzt preisgeben will. Ich hoffe nur für euch und eure Aufgabe, dass dieses Unwissen kein Unheil für euch ist."

Nach einer kurzen Pause fährt Xanlosch fort.

"Aber nun zu eurer Reise. Ihr werdet verstehen, dass ich auch ein paar Fragen und Feststellungen habe. Habt ihr alle Karten zusammen, oder fehlen euch noch welche ? Ich frage deshalb, da aus fast jeder intelligenten Rasse einer ein Kartenteil besitzt. Außerdem interessieren mich diese fliegenden Feuerwesen. Dort woher wir kommen, sind uns diese unbekannt obwohl es auch bei uns kleinere Vulkan gibt. Könnt ihr mir verraten, wie wir sie finden können ? Ach, bevor ich es vergesse und ich eurer Erzählung richtig gefolgt bin. Es gibt in einer Entfernung von anderthalb Tagesmärschen ein sehr altes Gebäude. Vielleicht ist dieses Gebäude der Tempel, den ihr sucht ?"


Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 27/04/04 06:12 PM

Alrik bedankt sich, und geht zu dem Eimer mit dem Brunnenwasser. Vorsichtig füllt er seine eigene Flasche damit, aus der er anschließend trinkt (aus dem Eimer zu trinken mag er nicht).

Dann geht er wieder zu seinem vorherigen Platz am Feuer zurück.

Ihm fällt ein, daß er ja noch diese Kugel hat ... und seine Karte mit diesem ... Siegel ? Er nimmt an, es sei ein Siegel, da es in der Karte teilweise eingebettet ist, an einer Ecke. Er schaut es sich vorsichtig an, dann legt er es wieder zurück.

Dann nimmt er diese komische Kugel hervor, und betrachet sie. Sie leuchtet oder zumindest reflektiert das Licht in rötlichen Farben, fast so, als ob kleine Flämmchen auf der Oberfläche der Kugel entlanghuschen würden ...

Er betrachtet die Flämmchen genauer, und sieht nun, wie sie sich ausbreiten, über die Kugel hinweg, ausbreiten zum Feuer hin. Sie zucken hin und her, zum Feuer hin. Und das Feuer antwortet, es zuckt und zischt, und kleine Flämmchen nähern sich der Kugel.
Etwas bringt den Streuner dazu, "seine" Kugel näher ans Feuer zu halten ... näher ... näher ... und da ! Plötzlich öffnet sich ein zähnenbesetztes Maul ! Eine Flamme wie eine Schlange kommt aus dem Feuer heraus, öffnet ihr Maul und beißt nach der Hand, die die Kugel hält ! Sie zicht und spuckt, glühende Funken, wirbelnde Fetzen, Splitter des Feuers, ein Feuer, das nun um ihn herumbrennt, um ihn herumtanzt, wie ein Grillfeuer ...

Er steht mitten im Feuer, das Feuer ist um ihn herum, es zischt, es säuselt, es tanzt in der Form von Feuerschlangen und schwirrenden, feuerroten Insekten um ihn herum , versucht ihn zu verschlingen, zu vereinnahmen, feuerrote Insekten fliegen ihm ins Haar, ins Gesicht, Feuerschlangen beißen ihn ins Fleisch, ein Maul stülpt sich über seine Hand, eine Schlange windet sich um sein Bein, eine andere um den Arm, die Kugel verbrennt seine Hand, seine Kleidung fängt an zu brennen, ein Griff an sein Herz, ein Griff nah seiner Seele, er kann nicht mehr, das Feuer droht ihn zu verschlingen ...

Mit einem lauten Schrei läßt er die Kugel fallen, kippt hintenüber und wird bewußtlos.

Die Kugel liegt nun im Feuer ... flackernd ...

Der Rest steht ungläubig um den Streuner herum, der urplötzlich angefangen hattem zu schreien und bewußtlos zu werden, und das Lagerfeuer, in dem nun eine Kugel liegt ...

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 27/04/04 07:02 PM

Ein lauter Schrei reißt Stone aus dem Schlaf, in der nächsten Sekunde steht er mit dem Schwert in der Hand aufrecht da.
Ein Blick in die Runde zeigt ihm das keine Feinde in der nähe sind, deshalb lässt er den Zweihänder auf dem Rücken verschwinden.
Alrik liegt am Boden, die seltsame Kugel im Feuer. Stone der noch etwas verwirrt ist schaut zu den anderen "Was ist passiert?", aber es sieht nicht so aus als hätte einer seine Worte beachtet.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 27/04/04 07:18 PM

Im Türrahmen erscheint ein schwarzer Schemen, scharf umrissen von den zuckenden Blitzen im Hintergund. Das Wasser läuft in kleinen Rinnsalen an ihm herab zu Boden und er fragt mit einer Stimme, die plötzlich lauter als der Donner grollt:

"WAS GEHT HIER VOR ?!"
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 27/04/04 07:37 PM

Gerade als Glance anhebt Xanloschs Frage nach den Kartenteilen zu beantworten, schreit der Streuner Alrik auf, wirft seine Kugel ins Feuer und fällt hintüber.

Glance kann Alrik gerade noch abfangen "Warum muss ich das nur dauernd machen?", schiesst es ihm durch den Kopf - von der Tür her schallt die donnernde Stimme des Reisenden mit der Frage "WAS GEHT HIER VOR ?!".

"Ich glaube, Alrik ist beim Betrachten seiner Kugel zu nah' ans Feuer gekommen, und dieses hat mit ihm und der Kugel reagiert", stösst Glance hervor, "Es wäre gut, wenn ihr die Kugel aus dem Feuer nehmen könntet!". Er wendet sich vom Reisenden ab und Alrik zu, der keine äusseren Schäden trägt, allerdings ohne Bewusstsein ist. Hilfe suchend sieht er sich nach Big Claw um.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 27/04/04 07:46 PM

Da sich Glance erst einmal um Alrik kümmert zieht Stone sich wieder das Wams korrekt an.
Der Rippenbruch ist verheilt, aber die Prellung ist noch da wie Stone schmerzhaft feststellt.
Trotzdem zieht er wieder den Lederpanzer an.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 27/04/04 07:56 PM

Die Elfin sieht entsetzt, wie Alrik plötzlich aufspringt, seine Kugel ins Feuer fallen läßt und bewußtlos wird, der Reisende erscheint und lautstark danach fragt, was denn los sei.
Big Claw beachtet den Reisenden nicht und geht sofort zu Alrik. Sie beugt sich über ihn und bemerkt, dass er zwar etwas flach atmet, aber sonst keine äusserlichen Verletzungen hat.
Sie konzentriert sich. * s faer nestaid, hilf mir.*
Es gelingt ihr, Alrik zu Bewußtsein zu bringen.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 27/04/04 08:04 PM

Alrik wacht langsam auf. Sein Kopf schwimmt etwas, aber er kann sich an nichts erinnern. "Warum starrt ihr mich alle so an ?" fragt er angsterfüllt und irritiert.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 27/04/04 08:05 PM

Der Reisende geht, eine tropfnasse Spur hinterlassend, langsam zum Feuer und hockt sich vor die Flammen. Inmitten von Glut und Asche und umringt von lebendig züngelnden Flammen liegt die seltsame Kugel, die der Streuner verborgen hielt, seit er sie bekam.

Ein scharfes Zischen. Wasserdampf steigt auf, als der Reisende die Kugel langsam aus dem Feuer nimmt. Noch eine Weile züngeln kleine rote Flämmchen über die Oberfläche, während er die Kugel zwischen den Fingern hält und konzentriert betrachtet. Dann verlischt das Glühen allmählich und die Kugel ist wieder völlig schwarz.

Wortlos, doch mit einem drohend leuchtenden Blick betrachtet der Reisende Rashida.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 27/04/04 08:07 PM

Wieder einmal kann Stone zu den geschehnissen nichts beitragen, um so schlimmer das auch noch seine Nachtruhe so gestört wurde.
"Können die nicht mal leiser schreien", denkt er sich.

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 27/04/04 08:08 PM

Alrik bemerkt, wie der Reisende eine Kugel aus dem Feuer nimmt. Seine Kugel ! "Gib sie her !" krächzt er.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 27/04/04 08:23 PM

Nun wendet sich der Reisende langsam dem Streuner zu:

"Seid Ihr Euch sicher, das Ihr DAS..." - sein Blick fällt kurz auf die Kugel - "...zurückhaben möchtet ?"
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 27/04/04 08:39 PM

"Es ist meins , ja, meins !" krächzt der Streuner.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 27/04/04 08:47 PM

Der Reisende zuckt nur mit den Schultern und wirft dem Streuner die Kugel zu - direkt durch die lodernden Flammen des Feuers hindurch. Als Alrik die Kugel auffängt, hat diese wieder zu glühen begonnen und erneut züngeln kleine Flämmchen über ihre Oberfläche.

"Ganz wie Ihr meint..."
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 27/04/04 08:53 PM

Als Alrik die Kugel auffängt, kommt sie ihm warm vor. Kleine Flämmchen wandern an ihr herum.

Einem inneren Drang folgend, steckt Alrik die Kugel weg und fühlt sich gleich viel besser.

Er nimmt mehrere tiefe Schlucke aus seiner Wasserflasche.

"Was guckt ihr denn so ?"

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 27/04/04 09:20 PM

Nachdem die Elfin sieht, wie Alrik hinter seiner Kugel her ist, fällt ihr ein, dass ja auch ihr Amulett und ein Teil des Ringes von Glance zusammenpassen könnten.
"Glance, vielleicht sollten wir versuchen unsere Teile, aus dem Amulett und dem Ring, zusammenzufügen.

"Xanlosch, das ist keine Magie wie ihr sie kennt, ihr braucht sie also nicht zu fürchten."

Big Claw nimmt das Bruchstück aus ihrem Amulett und übergibt es Glance.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 27/04/04 09:47 PM

Glance dreht den Kristall in seiner Hand und betrachtet ihn von allen Seiten. Dann zieht er seinen Ring ab, schiebt den Kristallsplitter ab, und legt ihn auf seine Handfläche neben Claws grösseres Stück. Es scheint in der Tat so als ob die zwei Teile zusammenpassen könnten.

Glance zögert - soviel Unbekanntes und Überraschendes ist in Zusammenhang mit diesen Artefakten bisher geschehen. Er blickt in die Runde, aber keiner erhebt Einspruch. Also nimmt er seinen Splitter in die rechte Hand, und führt ihn - langsam - an Claws Kristall heran, bis sich die Bruchflächen berühren.

Die Teile passen zusammen.

Im Inneren des Kristall glimmt ein schwaches Leuchten, das immer stärker und stärker wird. Schnell erreicht es eine blendende Helle, sodass Glance die Augen zukneifen muss. Als er sie wieder öffnet hat das Leuchten aufgehört. Der Kristall auf seiner Hand hat sich nahtlos zusammengefügt, immer noch erscheint in seinem Innern das verschlungene Symbol - und die Farbe des Kristalls hat sich in ein sanft strahlendes Blau verwandelt!

Glance betrachtet wieder den nun makellosen Kristall von allen Seiten, aber nichts weiteres ist zu entdecken. Er reicht ihn an Claw zurück, und sagt mit einem Lächeln "Ein deutlicher Gewinn. So passt er viel besser zu Euren Augen! Hütet ihn gut!".


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 27/04/04 09:56 PM

Big Claw beobachtet genau was da passiert. Tatsächlich, die Teile gehören zueinander.
Sie fügt das, nun vollständige Teil, in ihr Amulett und errötet bei den Worten von Glance.
Sie setzt ihr Amulett wieder als Stirnreif auf. Eine seltsame Wärme durchströmt sie.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 27/04/04 10:25 PM

Inzwischen ganz woanders:

Nach mehreren Stunden gelangt Lu an den Fuß einer hohen, efeuumrankten Mauer. Er folgt ihr, in der Hoffnung, den Palast der Fee gefunden zu haben. Vielleicht kann die Fee ihn ja zu seiner Familie zurück schicken, wenn die Ungeflügelten ihn schon nicht mehr wollen. Lu wandert eine kleine Ewigkeit, wie es ihm scheint, an der Mauer entlang, ohne auch nur ein Fenster oder einen Vorsprung finden zu können. Er ist so sehr in seine trübsinnigen Gedanken verstrickt, dass er erst nach einigen Schritten bemerkt, dass er nicht länger an einer Mauer, sondern an einem massiven Metallgitter mit faustdicken Stäben entlang wandert. Könnte der kleine Drache lesen, so hätte er auch das große rote Schild bemerkt, auf dem eindringlich vor dem hinterlistigen und abgrundtief bösen Höllenhund gewarnt wird, der hinter diesen Mauern gefangen gehalten wird.

Aber Lu lehnt sich sorglos an das Gitter und blickt auf den Innenhof. Ob er so wohl in den Palast gelangen kann? Mit angehaltenem Atem und eingezogenem Bauch quetscht er sich durch die Gitterstäbe und wandert auf die gegenüberliegende, aber weit, weit entfernte Wand zu.

Kurze Zeit später vibriert die Erde, erst schwach, aber dann immer stärker uns rhythmischer. Lu schaut irritiert auf seine Füße und springt probeweise ein-, zweimal in die Luft. Komisch.
Als er seinen Blick wieder nach vorne richtet, erstarrt sein Drachenherz fast zu Eis. Ein riesiges, schwarzes Wesen rast auf ihn zu und seine Schritte lassen die Erde erbeben. Schon ist es so nahe, dass Lu die gelben, gefletschten Zähne, die roten Augen und die verzottelte Mähne des überdimensionalen Hundes sehen und seinen unangenehmen Atem riechen kann. Lu wird so durchsichtig, dass auch der findigste elfische Jäger ihn nicht mehr erahnen könnte, und duckt sich unter dem herantobenden Koloss weg.

Der Höllenhund rennt über Lu hinweg, wendet dann rasant auf den Hinterläufen und beginnt laut zu schnüffeln. Suchend blickt er sich um.

Ein aufmerksamer Beobachter koennte, vom vibrierenden Amulett aufmerksam gemacht, die Szene beobachtet haben.


Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 28/04/04 04:10 AM

Wie Rashida zurück zum Feuer gegangen war, hat sie in der Eile Nerosch angerempelt, der an der Tür Wache schob. Um den, seinem finsteren Blick nach zu urteilen, recht verstimmten Zwerg zu beruhigen, sind die Worte einer Entschuldigung nur so aus ihr herausgesprudelt: "Meine Güte, Nerosch! Entschuldigt bitte, ich habe Euch irgendwie wohl nicht gesehen! Müsst Ihr Euch denn unbedingt anschleichen? Wie, Ihr standet die ganze Zeit hier? Kann nicht sein, dann hätte ich Euch ja beim Hinausgehen auch bereits umgerannt. Oh, habe ich? Aehm, ja, also... tut mir wirklich leid. Ich werde in Zukunft darauf achten, meinen Blick zu schärfen, damit ich Euch nicht mehr umrenne." Mit hochrotem Kopf ist die Kriegerin an ihren Lagerplatz gegangen.

Sie wollte gerade ihre Wasserflasche mit dem angebotenen Wasser füllen, da fährt sie herum und sieht, wie Alrik umkippt.

"Alrik!" Sie geht zu ihm hinüber, kann aber nur erkennen, dass er bewusstlos zu sein scheint. Da sie keine Mittel oder Zauber kennt, eine Bewusstlosigkeit aufzuheben, wendet sie sich wieder ab und füllt ihre Wasserflasche endlich.

Sie hebt sie an die Lippen und trinkt den ersten Schluck, da trifft sie der eiskalte Blick des Reisenden. Rashida verschluckt sich prompt und spuckt den Schluck Wasser mit einem Husten wieder aus.

"He, was schaut Ihr Mich denn nun so böse an? Nur weil ich Kreaturen kenne, die nicht jeder kennt? Äh, Ihr meint doch nicht etwa... Nein, das kann nicht sein. Wenn ihr alle Eure Sinnen beieinander habt, dann könnt Ihr das selbst ausschliessen. Und wendet Euch gefälligst nicht ab, wenn ich mit Euch rede!"

Da schon wieder Zorn aufkommt, dreht sich Rashida lieber weg. Ihr Blick fällt auf die beiden Elfen, die sich mit ihren Kristallsplittern beschäftigen.

Der Kriegerin fällt siedend heiss ein, dass sie ja auch ihre Waffe dem Reisenden geben muss, damit offenbart wird, ob etwas enthalten ist, was offenbart werden kann. Jetzt jagen ihr wirklich eiskalte Schauer über den Rücken. "Der kriegt meine Waffe niemals nicht! Und wenn er auf Knien vor mir herum rutscht!" denkt sie sich leise. "Hoffentlich kann ich Bodasen meine Waffe anvertrauen, um ihr Geheimnis zu enthüllen."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 28/04/04 04:21 AM

Dralfens wurde langsam nervös, er war nicht mehr in der lage Stone aufzuspüren. Und Anthrer verlangte Resultate.
„Anthrer, seit der Nacht in der ich in der Nacht auf euren Befehl hin die kleine Dämonengruppe übernommen hatte, kann ich Stone nicht mehr aufspüren. Vielleicht hat er seinen Panzer mit dem Siegel verloren. Vielleicht ist er auch tot?“
“Unsinn“, knurrte Anthrer „dann müsstet ihr zumindest das Siegel finden. Ich denke das hat mit dieser Kugel zu tun, die nach Ferrwars tod enstanden ist.“
Dralfens überlegte, aber er wusste immer noch nicht woher Anthrer überhaupt gewusst hatte das in der Hütte ein kleiner Dämon seinen Kult aufgebaut hatte. Und er wusste nicht woher das wissen von Anthrer kam wie man so einen Dämon aus der ferne unter seinen Willen zwang. Aber es hatte funktioniert, wenn der Dämon nur nicht so schwach gewesen wäre. Wirklich nur ein kleiner Mane, war er kaum in der Lage gewesen seine Diener geordnet auf die Gruppe zu hetzen. Und sie hatten Hilfe, irgendwer hatte seinen Lähmzauber gebrochen. Und nach der anstrengung über diese entfernung konnte Dralfens nicht mehr machen als versuchen an Stone dran zu bleiben, die Krönung des ganzen war dann dieses Wesen.
Dralfens hatte keine ahnung was das war, aber seinen Astralsinnen hatte sich eine unglaubliche, wilde, ursprüngliche Macht präsentiert. Wenn dieses Wesen seine Astralgestalt eingefangen hätte, so wäre er ohne jede Chance gewesen. Ihm blieb nichts anderes übrig als die verfolgung von Stone aufzugeben, und jetzt?
Keine Spur mehr, dabei konnte man davon ausgehen das der junge Krieger bestimmt nicht so naiv wäre auf seine Brustplatte zu verzichten.
Dralfens wurde unbehaglich zumute, er konnte nur hoffen das Anthrer seinen wert noch hoch genug einschätzte, aber Anthrer unterbrach seinen Gedankengang.
„Morgen werden die Hüter wieder ausziehen, Bloodwin ist erfahrener Mann sie werden Stone finden. Wir müssen Geduld haben“
Aber Anthrer wusste nur zu gut das Bloodwin für Havel arbeitete, aber er konnte das nicht ändern, hauptsache war Stone wurde ergriffen.
In dem Trupp von Bloodwin waren schon ein paar Männer auf die er sich verlassen konnte.

Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 28/04/04 07:57 AM

Während Xanlosch auf die Beantwortung seiner Fragen wartete, gingen in ihm eine Gedanken durch den Kopf. Wie lange konnten sie den Angriffen dieser Trollart noch standhalten ? Es waren schon einige seiner Begleiter gestorben und es konnte so nicht weitergehen. Ein Rückzug war mit dem Scheitern seiner Mission gleichzusetzen und dies durfte nicht geschehen.

Viel weiter kam Xanlosch nicht, da der Streuner einen Schrei loslies, der selbst die Toten hääte wieder aufwecken können.

Noch etwas in Gedanken versunken, konnte er nur zusehen, was die anderen machten. Auf der anderen Seite konnte er dem Streuner nicht helfen, da er einfach kein Geschick mit dem Umgang von heilenden Kräutern hatte.

Was er tun konnte, war einfach. Er musste nur den stark angesengten Holzscheit, gegen den seine Axt gelehnt war, nur ins Feuer werfen. Dies sollte nicht weiter auffallen, dachte Xanlosch, da das Feuer sowieso neue Nahrung brauchte.

Die Kugel, der der Reisende aus dem Feuer nun holte, musste Magie enthalten. Welche dies ist, dass wusste Xanlosch nicht. Nur der Holzscheit, der schon bei den Geschehnissen des Amulettes leicht angesengt wurde, war nun so sehr angesengt, dass es einfach auffallen musste.

Nachdem der Reisende die Kugel zu Alrik hingewurfen hatte, legt Xanlosch etwas Holz nach und fragt den Streuner: "Geht es euch besser ?"

Nerosch wollte zuerst etwas zu der Kriegerin sagen, doch diese war so schnell verschwunden wie sie gesprochen hatte. Sollte einer die Menschen verstehen ! Jetzt fingen sie noch an zu schreien ? Was ist, wenn es diese Trolle hören und zu ihnen kommen ? Ich seh lieber einmal nach, was drinnen los ist. Mit diesen Gedanken geht Nerosch die wenigen Schritte bis zur großen Feuerstelle.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 28/04/04 08:10 AM

Nachdem der Reisende Alrik seine Kugel zurückgegeben hatte und schweigend vor sich hin tropfte, hatte er die beiden Elfen beobachtet, wie sie den ersten Schlüssel zusammensetzten.

Gut. Sehr gut. Zufrieden nickt er den Beiden zu. Dann beugt er sich ein wenig vor, um das verschlungene Schriftzeichen näher betrachten zu können.

"DerhetDehegash. Sein Zeichen. Einst war er ein Mitglied des Hohen Rates. Ihr besitzt nun den Ersten der neun Schlüssel."

Während die Elfin ihr Amulet wieder anlegt, denkt er darüber nach wie sie sich um Alrik bemüht hatte, als dieser bewusstlos wurde.

"Ich nehme an, Big Claw, das auch Ihr es wart, die sich nach dem Kampf mit dem kleinen Troll um mich gekümmert hat. Ich bedauere sehr, das Ihr Euch meinetwegen so erschöpft habt. Diese Kreatur hätte mich überhaupt nicht erwischen dürfen. Zu meiner Schande muss ich eingestehen, das selbst ich von soviel Kraft und Schnelligkeit überrascht war.

Noch überraschender finde ich jedoch die Tatsache, das es Euch gelungen ist Magie auf mich zu wirken, die eine schwache Heilung zur Folge hatte. Mein Volk ist für gewöhnlich außerordentlich resistent gegen jegliche Magie - sowohl schädlicher wie nützlicher. Ihr hattet offenbar einen höchst fähigen Lehrmeister und tragt grosse Macht in Euch.

Jedenfalls....... Danke."

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 28/04/04 12:02 PM

Big Claw sieht den Reisenden lange an.
"Ja, ich hatte einen sehr guten Lehrmeister, meine Mutter. Aber mir war bis heute nicht bewusst, dass ich so große Magie anwenden kann. Ich dachte immer, dass meine Mutter nur die Magiekenntnisse hat, wie alle anderen Elfen auch. Aber sie scheint doch zu viel mehr fähig zu sein. Und ihr braucht euch nicht zu bedanken, das war selbstverständlich. Auch das hat mir meine Mutter beigebracht, zu helfen, wenn es möglich ist."
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 28/04/04 04:47 PM

Da es scheinbar dem Streuner besser geht, fragt Xanlosch eindringlicher:

"Wie sieht es den nun aus ? Habt ihr alle Karten oder vermisst ihr noch welche ? Ich frage deshalb, da bisher eine jede intelligente Rasse wenigstens ein Kartenstück beigetragen hat. Es würde mich zwar nicht wundern, dass man bei einer so wichtigen Sache die Zwerge wie üblich vergessen hat, aber wer weiss, vielleicht ist noch eine in unserem Besitz und wir wissen es nur nicht ?"


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 28/04/04 06:07 PM

Endlich etwas wacher, erinnert sich Stone an seine Schlafrolle die er zun Tragen bauen verwendet hatte.
Vor dem Kampf hatte er sie fallen lassen, bestimmt lag sie noch draussen.
Und das bei dem Wetter.
Aber die Schlafrolle war ihm zu wertvoll um sie einfach liegen zu lassen, leise Fluchend ging er Raus.
Seine Trage lag tatsächlich noch da, er machte die Rolle von den Stangen ab, und beschloss sie drinnen trocken zu reiben. Die Stangen könnte er ja zusammen binden und so mitnehmen.
Wieder drinnen setzte er sich etwas abseits und begann damit seine Rolle trocken zu reiben.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 29/04/04 05:38 AM

Rashida wendet sich zu Xanlosch und fasst für ihn kurz zusammen: "Wir haben unsere Karten einmal nebeneinander gelegt und es wurde ersichtlich, dass sie zumindest offene Enden haben. Wir konnten nicht sagen, ob wirklich noch ein Teil fehlt oder gleich mehrere. Schaut Euch mal meine Karte an, vielleicht kennt Ihr ja ein ähnliches Stück Pergament!"

Sie geht zu ihrem Rucksack und sucht ihre Karte heraus. Sie wirft einen kurzen Blick darauf und stutzt kurz. Sie hat sich verändert! Man kann nun deutlich einen Punkt erkennen, der mit "Festung" beschriftet ist!

Ohne sich etwas anmerken zu lassen, reicht sie die Karte dem Zwerg.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 29/04/04 06:44 AM

Neugierig betrachtet Xanlosch das dargebotene Kartenteil. Er nimmt es in die Hände und berüht vorsichtig die Oberfläche.

"Das Material ist mir recht unbekannt", fängt Xanlosch an zu reden, "bzw. in der heutigen Zeit wird es nicht mehr genutzt, da das Ausgangsmaterial", dabei schaut er vorsichtig in die Richtung des Amulettes, "nicht mehr so verbreitet ist. Ich selbst habe nur von einer Erzählung meines Vaters gehört, dass in früheren Zeiten wichtige Sachen auf dieses Material gebannt wurden, so dass diese nicht vergessen werden. Aber dies ist schon lange her."

Xanlosch verfällt kurzzeitig in Gedanken, die mit den Erzählungen seines Vaters zu tun haben.

"Ich kann euch leider nicht viel weiter helfen, da ich und soweit ich weiss, auch keiner meiner Begleiter in Besitz eines solchen Stückes ist. Es gibt einen Ort, wo es eventuell ein solches Stück gibt. Aber dieser Ort ist für uns Zwerge heilig und auch nur sehr wenige haben Zutritt zu diesen Ort. Fremde, egal mit welchen Abischten und Empfehlungen sie kommen, werden nicht hineingelassen. Erst nach einer sehr langen Prüfung wird Einlass gewährt, da dort fast alle niedergeschriebenen Ereignisse in der Geschichte der Zwerge zu finden sind.

Gibt es noch weitere Kartenteile ?"


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 29/04/04 07:42 AM

"Xanlosch, ich muss noch erwähnen, dass Lu Ser´s Körper ein Teil der gesamten Karte ist. Dazu müsst ihr wissen, Lu Ser ist, ähm, kein Drache, so wie ihr ihn euch vorstellt. Er ist kleiner, nun, sehr viel kleiner."
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 29/04/04 10:37 AM

Alrik, der zugehört hat, kramt seine eigene Karte heraus, und reicht sie weiter. Die Kugel erwähnt er nicht. "Das ist meine Karte" sagt er, "damit wird die Gesamtkarte also noch ein bißchen größer."


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 29/04/04 11:12 AM

Glance, der sein Kartenteil kommentarlos zu Rashidas gelegt hatte, meint nur lakonisch, "Da wir nicht wissen, mit welchen Zielen die Gesamtkarte angefertigt wurde, ist es uns nicht möglich zu beurteilen inwieweit unsere Teile diese wiedergeben".
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 29/04/04 11:59 AM

Auch Big Claw holt ihr Kartenteil und legt es wortlos zu anderen Teilen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 29/04/04 01:08 PM

Da der Krieger mitbekommt das die anderen ihre Karte zusammenlegen, gibt auch er sein Kartenstück, mit dem Tempel, dazu.
Danach beschäftigt er sich weiter damit seine Rolle trocken zu reiben.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 29/04/04 04:38 PM

Während sich die Aufmerksamkeit aller auf den Zwerg richtet, der die Kartenteile herumschiebt und betrachtet, erhebt sich der Reisende und geht unbemerkt hinüber zu Stone. Auch der Krieger bemerkt seine Anwesenheit erst, als ein Wassertropfen auf die Schlafrolle fällt, die er gerade so mühsam trockenreibt.

Als Stone fragend zu ihm aufblickt, lässt sich der Reisende neben dem Krieger nieder und beginnt zu erzählen:

"Stone, Ihr fragtet mich nach Eurem Vater..... Ich kannte Euren Vater nicht. Zumindest nicht persönlich. Aber der Name Ferrwars ist in der Welt bekannter, als Euch vielleicht klar ist. Ich habe an den verschiedensten Orten Berichte über den weisen Berater des Prälaten von Groß Furtheim gehört. Die meissten sprachen von ihm mit viel Respekt."

Stirnrunzelnd überlegt der Reisende, ob er dem Krieger seine Vermutungen über Ferrwar mitteilen soll, oder ob dieser zunächst genug an Dingen hatte, die er verarbeiten musste.

"Ich habe mir überlegt..... Vielleicht habt Ihr schon einmal etwas vom 'Zirkel der Wächter' gehört ? Die meissten Gerüchte darüber sind sicherlich Ammenmärchen und Bauerntratsch. Aber wie so oft steckt auch hier ein wahrer Kern dahinter - dessen bin ich mir sicher.

Die Einen sagen, es handele sich um eine geheime Bruderschaft, welche die heimlichen Herrscher dieser Welt seien. Es heisst, hinter jedem Herrscher stehe ein Wächter, der die eigentlichen Fäden ziehen würde. Andere wiederum behaupten, es sei eine dunkle Verschwörung von Magiern und Hexern, welche die Herrschaft erst noch an sich reissen wollen. Aber alle sind sich darüber einig, das diese Bruderschaft geheimes Wissen aus alter Zeit besitzt, was der Welt verlorenging.

Unter all dem Unsinn den ich im Laufe der Zeit hörte, waren jedoch auch ein paar interessante Informationen. Nach allem was ich bislang darüber erfahren habe, halte ich den 'Zirkel der Wächter' einfach für eine geheime Bruderschaft aus weisen und vorrausschauenden Magiern und Klerikern, die auf der Suche nach verlorenem Wissen sind und dies für die Welt mehren und erhalten wollen. Vermutlich arbeiten sie im Verborgenen, um all die geistigen Schätze die sie im Laufe der Jahrhunderte zusammentrugen vor dem Zugriff machthungriger Herrscher und fanatischer Priester zu schützen."

Der Reisende wirft einen flüchtigen fragenden Blick zum Krieger hinüber.

"Ihr ahnt, worauf ich hinauswill ? Wenn Euer Vater Euch zu diesem Tempel schickte und Euch von einem versunkenen Volk und einer drohenden dunklen Gefahr berichtete..... dann vermute ich, das auch er ein Mitglied dieses geheimen Zirkels war oder zumindest mit ihnen in Verbindung stand. Hätte er seinen Tod vorausahnen können, hätte er Euch sicherlich noch weitaus mehr Informationen hinterlassen. So aber berichtete er Euch zu Eurem eigenen Schutz nur das Nötigste. Ich hätte Euren Vater gerne kennengelernt und mich mit ihm darüber unterhalten."


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 30/04/04 05:00 AM

Konzentriert arbeitet Stone daran die wertvolle Schlafrolle zu trocknen, ans Feuer legen darf er sie nicht, das Leder würde dabei nur hart und spröde werden.
Plötzlich fällt ein Tropfen auf die Oberseite der Rolle.
Stone blickt neugierig hoch und sieht den Reisenden über sich, bevor er etwas sagen kann lässt sich der Reisende neben ihm nieder und erzählt über Stones Vater.
Der Zirkel der Wächter, davon hat er noch nie gehört. Stone kann sich aber vorstellen das der stets wissbegierige Mann zu so einer vereinigung gehört hatte.
Die aussage das Ferrwar in der Welt hoch angesehen war erfreut den Krieger, aber ihm wird auch bewußt das er nicht viel von seinem Vater wußte, Ferrwar war schon alt gewesen als er Stone zu sich nahm. Und er war immer recht schweigsam über seine Vergangenheit gewesen.

Als der Reisende den Tod Ferrwars anspricht nickt Stone dankbar für die guten Worte. Sicherlich hatte der Fremde recht, sein Vater hätte ihn eingeweiht. Eine kleine Last zumindest spürt Stone nicht mehr.
Aber jetzt fällt Stone etwas ein.
"Reisender, habt dank für eure freundlichen Worte."
Wieder, wie so oft in letzter Zeit lässt Stone den Kopf hängen, dabei schaut er sich nur seine Brustplatte an, Ferrwar hatte immer voraus gedacht. Stone beschloss wenigstens etwas davon zu lernen.
"Bitte bleibt noch, ich muß euch etwas zeigen"
Langsam nimmt Stone seine Armbrust hervor, und macht sich am Schaft zu schaffen.
Mit einer drehenden Bewegung öffnet Stone den Schaft und zieht ein pergament heraus.
"Das gab mir mein Vater, er sagte das wenn ich den Tempel erreichen würde, würde das den Schleier entfernen und den Schlüssel öffnen. Aber ich kann nicht zaubern, dieses Schriftstück hat für mich keinen nutzen."
Stone verwahrt das Schriftstück und verschließt die Armbrust wieder.
"Der Kampf, meine Verletzung ... eure Verletzung, ich weiß nicht wie ihr das überleben konntet. Aber wir alle können Sterben. Ich will nicht riskieren das dieses Schriftstück verloren geht nur weil ich nichts davon sagte."
Stone schüttelt den Kopf, "Mein Vater muß gewußt haben das ich auf Magiebegabte stoßen würde. Und das ich ihnen Vertrauen kann."
Stone schaut den Reisenden scharf an, "Ich hoffe ich kann euch vertrauen. Ihr wollt uns euren Namen nicht sagen. Nun gut ich werde das Respektieren. Aber was seid ihr? Ihr seid kein Mensch und auch kein Elf."

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 30/04/04 07:57 AM

"Ich bin sicher, das wir beizeiten etwas mit Eurem Dokument anzufangen wissen. Und es war gut, das Ihr auf seine Existenz hingewiesen habt, falls Euch etwas zustossen sollte."

Als der Reisende sich erhebt, um seinen Platz am Feuer wieder einzunehmen, wendet er sich noch einmal zu Stone um.

"Die Zwerge sind ein sehr robustes Volk. Aber sie sind nicht die Einzigen, die eine Menge einstecken können. Mein Volk lebt sehr zurückgezogen und meidet die anderen Völker dieser Welt. Zuviel Unheil ist aus ihrem Handeln erwachsen, als das wir daran teilhaben wollten. Ich habe Euch bereits gesagt, warum ich Euch meinen Namen nicht nenne. Weil ich keinen Namen mehr trage. Die Gründe dafür... sind für Euch nicht wichtig.... noch nicht."

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 30/04/04 08:20 AM

Stone sieht dem Reisendem hinterher, was er gesagt hat hört sich Logisch an.
Aber Stone weiß nur zu gut, das selbst ein Zwerg, diesen Schlag ohne Rüstung nicht überlebt hätte.
Er selbst war wohl nur wegen seinem guten Panzer und der Tatsache das er wohl nur gestreift worden war, mit dem Leben davon gekomen.
Und dieser hinweis auf ein altes Volk, das die anderen Völker meidet?
Stones Gedanken bewegen sich in eine bestimmte richtung, aber er schweigt.
Noch weiß er nicht was der Reisende nun wirklich vorhat.
Kann er ihm Vertrauen? Er möchte es, aber was kann das für Konsequenzen für die Menschen und Elfen haben?
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 30/04/04 09:56 AM

Rashida hat sich neben den Zwerg hingesetzt.
Sie beobachtet interessiert Xanlosch, der die Kartenteile sorgfältig in eine logische Reihenfolge bringt.
"Kommt Euch eine der verzeichneten Gegenden bekannt vor? Ich denke, wir alle können jede Information über das Terrain brauchen, die wir bekommen." Sie seufzt leise.

Die Kriegerin lehnt sich zurück und schaut nachdenklich zur Decke hinauf. "Wisst Ihr, ich habe bis vor kurzem auch nicht gedacht, dass ich mich auf eine Reise ins Ungewisse machen muss. Natürlich, mein Gott ist für seine spontanen Ideen und Befehle bekannt, aber selbst den ältesten Priester in unserem Refugium war solch eine Reise nicht bekannt."

Ihr Blick schweift über die Decke, findet aber ausser Steinen und alten Holzbalken nichts interessantes.

Sie hebt wieder an: "Ihr als Zwerg müsst uns wahrscheinlich für völlig verrückt erklären. Wir haben uns zufällig innerhalb der letzten zwei Tage getroffen und wissen alle in unserem Innersten, dass wir eine Gruppe sein sollen. Sicherlich könnt Ihr Euch vorstellen, wie schwierig es für uns ist, zumal wir sicher wissen, dass es einige Personen oder Wesen gibt, die uns nichts Gutes wollen."

Nach einem langen Blick ins Feuer sagt die Streiterin noch leise: "Nein, es ist wahrlich kein Vergnügen, unter solchen Umständen unterwegs zu sein."

Rashida schaut wie gebannt in die Flammen. Langsam fordert der anstrengende Tag seinen Tribut und sie schläft völlig erschöpft ein.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 30/04/04 02:21 PM

Glance lehnt sich zurück und denkt jetzt erstmals über das nach, was Sil'Gwaihira ihm am Morgen übermittelt hatte. Beunruhigende Nachrichten waren das gewesen - sicher, sein Vater ist alt, er lebt schon lange über die übliche menschliche Lebensspanne hinaus. Nur die Kraft seiner Mutter hat dies ermöglicht. Es war Glance immer klar gewesen, dass sein Vater eine endliche Lebenserwartung hat, im Gegensatz zu seiner hochelfischen Mutter, aber doch ist der Gedanke ihn nie wiederzusehen bedrückend.

Noch mehr aber beschäftigt ihn die Nachricht "Gedenke der Worte Slains!" - Slain, ein menschlicher Zauberer und alter Kampfgefährte seines Vaters, war sein Mentor. Er hatte sich sehr mit der Entwicklung von Halbelfen beschäftigt, obwohl es sehr wenig Studienmaterial gab, und auf Lodoss ist Glances Herkunft einzigartig. Glance hatte sich immer für Magie interessiert, durchaus zum Leidwesen seines Vaters, der Magie zwar respektierte, aber eben doch mit Leib und Seele Krieger ist und nicht davor zurückschreckte auch Magie mit dem Schwert anzugehen. Nicht immer zu seinem Besten.

Slain jedenfalls hatte bald bemerkt, dass der kleine Glance, der die elfische Magie sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hatte und völlig mühelos lernte damit umzugehen, auch die Anlagen für menschliche Magie in sich barg. Allerdings konnte Glance zwar alle Zaubersprüche, die Slain ihn lehrte, fehlerfrei sprechen, jedoch gelang es ihm nicht die menschliche Aura der magischen Kraft zu kontrollieren und damit die Zauber auch zu wirken. Slain vermutete, dass dies daran lag, dass der hierfür erforderliche Reifeprozess bei ihm aufgrund seines elfischen Blutes sehr verlangsamt sei, und dass es eine Frage der Zeit ist bis seine Entwicklung der menschlichen Geisteskraft die gleiche Stärke erreicht wie seine elfische Geisteskraft.

Als er sich verabschiedet hatte, hat Slain ihn gewarnt, dass er nun ein Alter erreicht hat in dem dieses passieren könne. Und dass dies durch äussere Einflüsse, die er weder abschätzen noch vorhersagen könne, ausgelöst oder beschleunigt werden könnte. Slain sagte auch, dass das dann eine ausserordentliche Belastung seines Geistes sein würde, und dass er hoffe, dass Glance dann nicht alleine, sondern unter Freunden sei.

Glance starrt ins Feuer und denkt an die Gefährten in dieser Zufallsgemeinschaft, oder doch Schicksalsgemeinschaft? Die Gemeinschaft wird sich noch bewähren müssen. Er sieht sich um, und denkt an Sil'Gwaihiras letzte Nachricht - eine seltsame Runde, und ein seltsamer Ort um seinen 123ten Geburtstag zu begehen.



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 01/05/04 03:35 PM

Da nun etwas Ruhe eingekehrt ist und die Gruppe zum Teil schläft, sich leise unterhält oder in Gedanken versunken ist, lässt auch die Elfin ihren Gedanken freien Lauf.

Sie denkt an ihre Kindheit zurück. Was musste es für ihren Vater eine Enttäuschung gewesen sein, als, statt des erhofften Sohnes eine Tochter zur Welt kam. Das hatte es noch nie vorher in der Ahnenreihe des Vater´s gegeben. Es wurden immer Söhne geboren. Und jetzt bekam er eine Tochter. Stolz, wie ihr Vater war, musste ihn das in seiner Ehre tief getroffen haben. Da er die Tatsachen nicht ändern konnte, gab er seiner Tochter wenigstens einen eher männlichen Namen. Ihre Mutter hatte ihr nie gezeigt, ob auch sie enttäuscht war. Sie war immer liebevoll mit ihr umgegangen.
Mit der Zeit hatte auch der Vater seine Tochter akzeptiert. Und da sie das einzige Kind blieb, hatte er wohl auch keine andere Wahl.
Da sich Big Claw aber, von klein auf, für die Dinge interessierte, die eigentlich der männliche Erbe hätte erlernen sollen, war ihr Vater mit seinem Schicksal versöhnt. Er brachte ihr mit Feuereifer bei, wie man mit Bogen und Kurzschwert vollendet umgeht. Als sie größer wurde, begann ihre Ausbildung mit dem Langschwert. Den endgültigen Abschluss der Ausbildung konnte Big Claw nicht vollenden, da das Böse erwacht war und sie sich auf ihre ungewisse Reise begeben musste. Eine Reise, auf die die Eltern sie schon lange vorbereitet hatten. Aber sie wusste, dass ihr Vater sehr stolz auf sie war.
Sie hatte zwar eine exzellente Aubildung, aber keine Kampferfahrung mit echten Gegnern. Da Elfen eigentlich sehr friedliebende Wesen sind und mit ihren Nachbarn nie Streit hatten.
Ihre Mutter, eine sehr gütige, warmherzige und liebevolle Frau betrachtete die Ausbildung ihrer Tochter oft mit Kopfschütteln. Denn ohne Verletzungen kam Big Claw selten nach Hause. Da die Mutter aber die Magie der Heilung, neben den anderen magischen Fähigkeiten die den Elfen angeboren sind, beherrschte, waren die Wunden immer schnell versorgt und verheilt. Die Mutter war es auch, die diese Fähigkeiten bei Big Claw förderte und vertiefte. Auch lehrte sie die Tochter, die Geister der Natur um Beistand zu bitten.
An etwas musste die Elfin aber auch denken, die teilweise Heilung des Reisenden. Sie wusste um ihre Fähigkeiten, aber das ging eigentlich weit darüber hinaus. Welche Kräfte besaß ihre Mutter, von denen sie, Big Claw, nichts wusste, schon gar nichts ahnte? Die sie aber in sich trug und auch anwenden konnte.

Die Elfin seufzt in sich hinein. Es wäre schön, die Eltern an ihrer Seite zu haben. Es gibt zuviele offene Fragen.

Nun sitzt sie hier, mit Wesen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können und trotzdem scheinen alle das gleiche Ziel zu haben. Und sie hofft, dass alle dieses Ziel unversehrt erreichen werden und ihre Bestimmung erfüllen.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 01/05/04 06:12 PM

"Wenn ich mich nicht irre, dann ist das alte Gebäude, dass ich schon vorhin erwähnte der Tempel, der auf eurer Karte eingezeichnet ist. Die anderen Gegenden sind mir nicht so bekannt, als dass ich euch etwas sagen kann, was euch weiterhilft", mit diesen Worten wendet sich Xanlosch Rashida zu. Wenn sie nur wüsste, was es alles gibt zwischen den Welten, dann würde sie es mit anderen Augen sehen.

Da jetzt die Karten jetzt so angeordnet sind, wie sie es wahrscheinlich müssten, konzentriert sich Nerosch auch auf die Karten. Sie müssen noch eine ordentliche Strecke zurücklegen, wenn sie nach Ethuillinum wollen und es ihr wahres Ziel ist.

"Es gibt viele verrückte Sachen und die eure gehört noch zu den normaleren der verrückten Sachen", aber viel weiter kommt Xanlosch nicht, da er jetzt erst bemerkt, dass die Kriegerin eingeschlafen ist und mit ihr kein Gespräch mehr anzufangen ist.

Da sich auch die anderen schon fast im Halbschlaf befinden, steht Xanlosch auf und geht zu Nerosch. In der alten Sprache der Zwerge spricht Nerosch leise Xanlosch an.

"Ich hab mir die Karten genau angesehen. Ein paar Orte kenne ich aber der grösste Teil ist mir recht unbekannt und ich weiss auch, dass es dort nicht viele Zwerge gibt von einzelnen Einsiedlern mal abgesehen."

"Ja, ich weiss", antwortet Xanlosch ebenfalls in ihrer alten Sprache, "ich kenne diese Gegend, wohin sie wollen überhaupt nicht. Ich würde mich auch wundern, wenn einer von uns jemals dort war bzw. noch dort lebt. Es würde mich schon brennend interessieren, ob bei diesem Ethuillinum nicht noch Schätze versteckt sind auf die wir eventuell Anspruch haben können."

"Wir haben aber zuerst einmal hier zu tun. Wir haben ja genügend Zeit und auch eine andere Generation von uns kann sich später dort umsehen. Ich hoffe mal, dass du dir die Karte genauso gut gemerkt hast, wie ich, oder Xanlosch ?", fragt Nerosch.

"Ja, nur zu gut. Wenn wir wieder bei uns sind, werden wir eine Karte für uns anfertigen. Aber nicht wie sie auf mehreren Kartenteilen sondern auf einer. Dies ist viel übersichtlicher und sollte einmal einer ausfallen bzw. einen anderen Weg einschlagen, dann kommen wenigstens die übrig gebliebenen zu ihren Ziel."

"Es könnte nur ein Problem geben", fährt Xanlosch fort, "der Drache, der im Amulett gefangen ist, soll auch ein Teil der Karte sein. Ich kann nur hoffen, dass auf diesen Teil keine wichtigen Informationen sind, die uns Probleme bereiten können."

"Gut, ruh dich noch ein wenig aus Xanlosch. Ich werde noch ein paar Stunden die Wache hier übernehmen und dich dann wecken." Mit diesen Worten beendet Nerosch das Gespräch und lässt sich in der Nähe der Aussentür nieder, wo er alles gut im Blick hat.

Xanlosch setzt sich auf seinen Lagerplatz, umfasst seine Axt und schaut noch eine Weile dem Flackern des Feuers zu.

Nach einer Weile verfällt Xanlosch in einen leichten Dämmerzustand.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 02/05/04 10:30 AM

Als Stone mit seiner Rolle fertig ist, schaut er sich um.
Die anderen schlafen entweder, oder sind in ihre eigenen Gedanken vertieft.
Stone fühlt sich nicht mehr müde, aber dennoch etwas matt.
An die Wand gelehnt beobachtet er die anderen, allerdings ohne sich gedanken über sie zu machen.
Er wünschte sie wären schon bei dem Tempel angelangt, damit er die Aufgabe erfüllen kann die sein Vater ihm aufgetragen hatte.
Und dann?
Vermutlich würde er mit den anderen mitziehen, doch das lag erst noch vor ihm.
Der Priester fiel ihm wieder ein und sein Meineid, Stone war klar das er nicht ständig davon laufen wollte.
Sollte er umkehren und sich dem Priester stellen, aber würde er dann nicht wieder einen Fehler machen?
Sicherlich mußte er für den gebrochenen Eid büßen, aber durfte er die anderen deswegen alleine lassen?
Lu war immer noch gefangen, aber da konnte er nichts tun.
Und seine kleine Statue, daran wollte Stone gar nicht denken und schob das weit weg.
Langsam wurde der junge Krieger vom Schlaf übermannt.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 02/05/04 06:57 PM

Nur wenig hatte der Reisende vom Gespräch der beiden Zwerge mitbekommen können. Zu leise, zu weit weg waren sie und zu sehr war er in seine eigenen Gedanken versunken. So hatte er seine Konzentration erst langsam auf das Gespräch gerichtet als die Begriffe "Ethuillinum", "Schätze" und "Anspruch" gefallen waren.

Nur mühsam kann er sich ein angewidertes Schnauben verkneifen. Zwerge ! Wie immer blind für die wahren Notwendigkeiten und in all ihrem Streben auf Gold und Juwelen fixiert. Sollte auch ihr Weg sie tatsächlich nach Ethuillinum führen, würde ihnen ihre Gier angesichts des beinernen Ebene vermutlich im Halse stecken bleiben.

Finster starrt der Reisende noch lange in die kleiner werdenden Flammen.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 03/05/04 04:45 AM

Missmutig bricht ein neuer Tag an. Die Wolken des Unwetters in der Nacht hängen noch tief am Himmel und weigern sich, auch nur einen Strahl Sonnenlicht preiszugeben.

Etwas Wind kommt auf, versucht, die Wolken aufzulockern. Nach einem stummen Kampf weht der Wind wieder woanders hin.

Das Leben im Wald erwacht nur zögerlich. Die Vögel sind nicht sicher, ob sie solch einen Morgen mit ihrem üblichen Loblied begrüssen sollen und verstummen zwischendurch wieder.

Andere Tiere stehen auf und machen nur das notwendigste, es will sich kein Lebewesen zu lange im Wald auf offener Wildbahn aufhalten.

Rashida merkt, dass es Zeit zum aufwachen ist, dreht sich aber nur herum und schläft weiter.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 03/05/04 05:25 AM

Als Stone die Augen aufschlägt, merkt er das er im sitzen eingeschlafen war.
"Oh verfluchter Mist", denkt er sich und steht langsam auf.
Mit zimlich steifen Schritten schlurft er raus, der Himmel ist noch immer Wolkenverhangen.
Nachdem er sich hinter den Ställen erleichtert hat, beginnt er seine Übungen durchzuführen.
Bis auf die Prellung hat er nach einiger Zeit keine Probleme mehr. Die bewegungen werden langsam fließender und geschmeidiger. Nach einiger Zeit schenkt er auch der Prellung keine beachtung mehr.
Sein Körper ist warm und sein Kopf frei, jetzt hat er den Punkt erreicht wo ihn nichts mehr belastet.
Seine Bewegungen werden immer schneller, sein Schwert ist fast ein Schemen.
Dann ein letzter Ausfallschritt und Stone steht mit zum Salut gerecktem Schwert ruhig atmend da.
Erfrischt und entspannt geht Stone zurück zu den anderen, vielleicht ist ja schon jemand wach und hat lust zum Jagen.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 03/05/04 08:52 AM

Der Streuner träumt. Er ist nahe dem Feuer eingeschlafen, an dem gleichen Platz, an dem er die Nacht zuvor bewußtlos geworden war.

Er träumt ... von Insekten. Von Flammen. Von Flammeninsekten. Er träumt von den Ignamaer.

Diesmal steht Alrik nicht inmitten des Feuers, diesmal sind es die Ignamaer, die das tun.
Alrik steht außerhalb des Feuerkreises, und schaut diese Wesen an. Er mustert sie, versucht sich ihr Aussehen einzuprägen. Es sind rot-feurige Insekten, ziemlich groß, stellt er fest.

Aus der Gruppe der roten Insekten, die sich in dem Feuerkreis befinden, und die Aussehen, als besünden sie zu einem guten Teil aus dem Feuer selbst, tritt ein Ältester hervor, ein Schamane.
Seine Stimme klingt klar und unverfälscht, anders, als bei dem Treffen neulich, wo diese Wesen mühsam versuchten, Menschenworte mit ihren eigenen Mündern zu formen.

"Wir sind die Hüter. Wir sind die Hüter der Kugel, der Kugel, die uns vor Generationen überreicht worden ist, mit dem Wunsch, sie zu hüten.
Du hast sie nun bekommen, und wir taten wahr daran. Kügelhüter, nun ist sie dein.
Bedenke aber, daß du mit ihr das Mal bekommen hast, das Feuer. Und es ist ein Fluch darin. Der Fluch und das Feuer - unheilvolle Allianz. Feuer gut - Fluch schlecht. Ein Magier - so nennt ihr sie ich weiß - wollte die Kugel, lange ists her. Viele Generationen. Er erschien plötzlich, so sagen die Geschichtenerzähler, und stahl sie. Stahl sie mit seinem Stahl, sagen uns die Erzähler. Er ging weg und wir - unsere Vorfahren - verfolgten ihn. Es war schwierig, in einer Welt, die nicht aus Flammen besteht, eine Welt, wo Wasser gedeiht, weit weg von unserem geliebten Vulkan. Unser geliebter Vulkan.
Ja, es war hier, sagen unsere Erzähler, daß wir auf ihn trafen. Da hatte er sein unheilvolles Werk schon getan.
Was wollte er damit ? Wir wissen es nicht. Nur - wir wissen um den Fluch, weil wir die Kugel ihm abnahmen, abnahmen, um zu hüten.
Auf uns hat der Fluch keine Wirkung - er war für euch Menschen bestimmt. Er selber war ein Mensch. Wir befragten ihn, daher wir wissen.
Wir ließen ihn laufen, er liefweg, eingeschüchtert durch unsere Flammen, unseren gebliebten Vulkan, ja. Wir verfolgten ihn nicht - warum auch ? Wir hatten ja die Kugel wieder. Wir konnten das Hüten wieder fortsetzen.
Wir teilen dies dir mit, um dir der Gefährlichkeit der Kugel im Klaren zu sein. Klar, wie das reinigende Feuer. Klären mußt du die Kugel von ihrem Fluch, sonst kannst du sie nicht benutzen. Bald.
Es ist gut, daß ihr einen Magier in euren Reihen habt. Magier können vielleicht Magierflüche klären - wie mit Feuer. Oder anders.
Wir wünschen dir viel Glück, denn du bist nun der Hüter."

Der Schamane nickt den anderen Ignamaer zu, dann tritt er wieder in den Kreis zurück, welcher sich langsam auflöst.

Das Traumbild des Feuerkreises wird langsam ersetzt durch das Bild eines Einhorns. "Ich habe von deinem Fluch erfahren, ihn gespürt. Du mußt so schnell wie möglich versuchen, ihn loszuwerden ! Besser heute als morgen ! Und jetzt : Wach auf ! Es ist morgen !"

Dann verschwindet das Traumbild, der ganze Traum, und Alrik wacht langsam auf.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 03/05/04 11:34 AM

Nerosch weckte Xanlosch einige Stunden später.

"Es ist Zeit, deine Wache beginnt", hatte Nerosch gesagt.

"Ist schon in Ordnung, ist irgendetwas vorgefallen oder sind irgendwelche Nachrichten gekommen ?", hatte Xanlosch zurückgefragt.

"Nein, nichts. Es ist etwas zu ruhig. Entweder sind diese Biester endgültig besiegt oder sie trauen sich nicht mehr heraus. In den Morgenstunden sollten wir aber dennoch mal unten nach dem rechten Sehen, oder ?"

"Ich würde am liebsten gleich nachsehen, aber SIE alleine zu lassen, wäre ein grösserer Fehler. Ich werde Hargasch oder Garmosch von Beobachtungsturm nach unten schicken. Sie sind erfahrene Kundschafter und wenn es etwas zu berichten gibt, dann werden sie es herausfinden. Nun schlaf aber erstmal noch ein paar Stunden, Nerosch !"

Nach kurzer Zeit war Nerosch auch fest eingeschlafen und soweit es Xanlosch beurteilen konnte, waren die Neuankömmlinge auch in festen Schlaf verfallen. Der Krieger schlief im Sitzen, was im wohl am nächsten Morgen noch schöne Schmerzen bereiten würde. Der Streuner wälzte sich im Schlaf hin und her. Er muss wohl einen sehr intensiven Traum haben, ging es Xanlosch durch den Kopf. Bei den anderen konnte Xanlosch nichts ungewöhnliches ausmachen, so dass er sich beruhigt auf den Weg zu dem Turm machen konnte, wo Hargasch und Garmosch Wache hielten.

Mittlerweile hatte der Regen nachgelassen und die Wolken hingen finster und grimmig am Himmel, als würden sie gleich wieder die Tore öffnen, so dass der Regen wieder hinabregnen konnte. Nachdem er das verabredete Signal gegeben hatte, konnte er sich sicher sein, nicht einen Axtschlag abzubekommen. Xanlosch informierte die beiden über die Fremden und die aktuelle Lage. Sie waren von ihrer neuen Mission nicht sonderlich begeistert, hatten sie es sich doch einigermassen gemütlich in den alten Turm gemacht. Etwas murrig ging Hargasch, gefolgt von Garmosch, hinunter und um zu den Katakomben zu gelangen, da es Hargasch schon so oft gewesen war, der sie vor Gefahren bewahrt hatte. Garmosch ging etwas weiter hinterher, so dass er immer noch zurückrennen konnte, sollte Hargasch etwas passieren und die beiden die Lage nicht selber meistern können.

Sollte sie bis zum Morgengrauen nicht zurückkehren, hatten sie ausgemacht, so sollten Nerosch und Xanlosch ihnen folgen. Ob die Neuankömmlinge mitkamen oder nicht, war ihnen egal.

Es waren noch 2 Stunden bis der Morgen graute und dies waren seiner Erfahrung nach die schlimmsten für Xanlosch gewesen. Auf der einen Seite war die Müdigkeit, die immer wieder versuchte ihn zu übermannen und auf der anderen Seite war es die Sorge um die anderen Zwerge, da er bis jetzt noch keine Nachricht von Garmosch oder Hargasch erhalten hatte. Xanlosch wusste, dass es ein paar Stunden dauern kann, wenn die beiden ihre Aufgabe mehr als ordentlich machten, aber selbst die Zeit, die sie normalerweise für den Weg bis unten und zurück brauchten war fast um.

Aber was sollte er machen ? Nerosch wecken und die anderen schlafen lassen ? Nur zu gut weiss Xanlosch, dass übermüdete Kämpfer in einem Kampf mehr hinderlich sind, als das sie nützen. Er vertraute den Neuankömmlingen noch nicht so sehr, als dass er sie in ihr Geheimnis sagen konnte. Xanlosch war schon froh gewesen, dass sie keine gründlicheren Fragen nach ihren Hiersein gestellt hatten und die Antworten auf ihre Fragen schienen ihnen ausreichend zu sein.

So lies er die restlichen Stunden bis zum Morgengrauen damit verstreichen, dass er auf alle Geräusche hörte, die er hören konnte. Als der Krieger aufwachte und einige Dehnungen durchführte, damit seine Muskeln aufhörten zu schmerzen, weckte Xanlosch Nerosch und sprach leise zu ihm, so dass er die noch schlafenden nicht weckte:

"Ich habe unsere beiden Kundschafter nach unten geschickt, sie sind aber noch nicht wieder hierher zurück gekommen. Es ist besser, wenn wir uns in wenigen Minuten auf den Weg machen und nachschauen, was unten passiert ist. Es muss etwas passiert sein, aber dies muss im leisen geschehen sein, da ich sonst etwas gehört hätte."

"Also scheinen die Trolle nicht die einzigsten Bewohner dieser Höhlen zu sein. Wer weiss, was uns wenige da unten noch erwartet, oder ? Vielleicht ist es besser, wenn wir SIE soweit informieren, dass SIE uns helfen, aber dennoch nicht unsere wahren Absichten erfahren ?", fragte Nerosch zurück.

"Es bleibt uns wohl keine andere Wahl, als ihnen etwas zu erzählen", antwortet Xanlosch darauf und nun in einer lauteren Ton: "AUFWACHEN, es ist Zeit. Der Morgen graut oder wollt ihr den ganzen Tag verschlafen ?"

Nach einer kurzen Pause, fügt Xanlosch noch dies hinzu: "Ich habe euch etwas wichtiges zu fragen, so wäre es besser, wenn alle wach wären !"
Posted By: Marian

Re: On the Road again - 03/05/04 11:49 AM

Durch die ewige Dunkelheit der Stollen bewegt sich der kleine Stoßstupp langsam in Richtung der unteren Gewölbe, immer wieder nach allen Seiten sichernd, und kommt daher eher langsam voran. Gelegentlich huschen kleine Reptilien zu ihren Füßen aufgeschreckt davon, aber sonst ist kaum ein Laut zu vernehmen. Vier der Dunkelelfen sind perfekt an ihre Umgebung angepaßt und schleichen mit den geübten sicheren Bewegungen eines Assassinen durch die Gänge, während der fünfte in Roben gekleidete Mann scheinbar unbekümmert und, wenn auch ebenfalls kaum Geräusche verursachend, eher gedankenverloren hinterherschlurft. Schließlich erreicht die Gruppe einen breiteren Gang, der leicht aufwärts führt, und sich zu einer muffigen Gruft erweitert. Die große Kammer ist kunstvoll aus dem Stein gehauen, üppig mit zwergischen Reliefs verziert und mit vielen Statuen und Sarkophagen gefüllt.

Während all das einen zeitlosen uralten Eindruck hinterläßt, gibt es auch frische Spuren von Zwergenarbeit. Die Dunkelelfen passieren sorgsam angelegte zwergische Verteidigungsanlagen mit Schießscharten und bulligen Fallensystemen mit den Zeichen eines kürzlichen blutigen Kampfes. Auf ein geheimes Zeichen hin schließen sich zwei weitere Dunkelelfen der Gruppe an, welche hier im Versteck gelegen hatten. Während der Hauptmann den Männern einen kurzen, ereignislosen Rapport abnimmt, läßt sich der Warlock von Prinz Alveriel einige Fragen beantworten.
Der Prinz schüttelt gerade den Kopf und zeigt auf einige ausgeklügelte Bollwerkstufen: "Ihr habt recht, ohne eine kleine Armee wären wir da nie durchgekommen. Aber das mußten wir auch gar nicht. Diese Festunganlagen sind wohl erst kürzlich für den Zweck angelegt worden, alles aus der Tiefe kommende fernzuhalten, ihr seht, daß sie im Verhältnis zu den anderen Zwergenbauten eher flüchtig gehauen sind. Das kleine Pack hat aber etliche parallele Tunnel gegraben. Sie haben hier alles systematisch unterhöhlt und ich vermute, daß sie etwas gesucht haben. Vielleicht die Heiligtümer, von denen der eine hargluk sprach. Wer weiß. Wir brauchten uns nur diese Tunnel zunutze zu machen, um sie zu beobachten. Dann habe ich vier Gruppen unserer Velg'larn ausgeschickt, um alle Posten auszuschalten. Drei hatten Erfolg. Diese hier nicht. Wir kamen zwar von hinten, so daß ihre Verteidigungsstellung unnütz wurde, aber einer unserer Leute wurde von einer Falle zerschmettert. So waren die kleinen Biester vorgewarnt und haben sich heftig gewehrt. Es kam zu einem Kampf, bei dem die vier Zwerge hier drei von Vigors Männern töten konnten, bevor sie überwältigt wurden. Ein hoher Preis. Wenigstens waren die anderen Posten längst tot, bevor sie diesen Alarm hätten weitergeben können. Obwohl vermutlich kaum noch jemand da ist, der den Alarm hören würde.
Ich dachte, damit wäre die Situation unter Kontrolle, aber scheinbar gibt es hier immer noch Trolle. Da ich nicht noch mehr unliebsame Überraschungen will, seid ihr jetzt hier."

Der Prinz blickt den Warlock herausfordernd an. Dieser starrt einen Augenblick mit undurchdringlicher Miene zurück und nickt dann bedächtig. Der Prinz fährt fort: "Ich hoffe, daß uns die Ilharess noch mehr Truppen schickt, wenn wir den Platz eingenommen haben. Bis dahin aber müssen wir mit dem auskommen, was wir haben. Gehen wir!"
Die anderen Drow sind längst bereit, als der Prinz nun das Zeichen zum Aufbruch gibt, und sichern den Weg durch die Burgkatakomben.

Sehr viel später erst erreicht die inzwischen auf elf Köpfe angewachsene Gruppe die oberste Verteidigungsstellung der Zwerge in einem der tieferen Kellergewölbe. Grobgehauene, feuchte Steinquader bestimmen das Bild. Die Fackeln der Zwerge an den Wänden brennen hier nach wie vor, nun jedoch zur Tarnung für die drei Dunkelelfen, die in der provisorischen Zwergenstellung auf der Lauer liegen. Wieder läßt sich Hauptmann Vigor einen geflüsterten Bericht geben, während der Rest der Gruppe weiter unten in den Schatten versteckt bleibt. Mit dem Ergebnis unzufrieden, winkt er mit einer schnellen Geste den Prinzen heran, der sich ebenfalls in Hintergrund gehalten hatte. Seine Augen strahlen Unruhe aus, als Vigor die neuen Erkenntnisse weitergibt: "Prinz, es sind nacheinander zwei Posten aufgetaucht, seit meine Leute den Posten übernommen haben. Das ist erst zwei Stunden her. Sie haben sich offenbar trotz der Betäubung erheblich gewehrt, und einer hat zu fliehen versucht. Sie liegen da drüben. Beide sind zwar tot, aber auch Venjariel Do`Bernijon hat es erwischt."
Alveriel flucht lautlos:"Verdammt, noch ein Mann weniger. Zwei Stunden, sagt ihr? Sie werden vermißt werden. Wenn sie jetzt Verstärkung von der Oberfläche holen, sind wir zu wenige. Verflucht, wenn wir nur wüßten, wieviele noch da oben sind? Vorschläge? Magus?"
Der Warlock zuckt mit den Schultern: "Diese Art von Zaubern ist nicht mein Spezialgebiet, ich fürchte, ich muß passen. Ich wurde für den Kampf ausgebildet."
Prinz Alveriel flucht erneut, als sich Vigor räuspert. Der Hauptmann streicht mit dem Finger übers Kinn und denkt laut:"Ich würde zwei Erkundungsteams zu je zwei Mann nach oben schicken, und auf ihren Bericht warten. Wir könnten uns hier solange verschanzen..."
Der Prinz unterbricht Vigor barsch:"Wir sind nicht soweit gekommen, um jetzt klein beizugeben. Wir müssen schnell handeln, die Posten werden sicher bald vermisst. Wir schicken die Späher, aber wir folgen ihnen auf dem Fuß, immer bereit für einen raschen Rückzug. Verschanzen ist nicht nach Art der Drow. Los gehts!"







Posted By: Stone

Re: On the Road again - 03/05/04 12:11 PM

Stone kommt gerade noch rechtzeitig um Xanlosch sagen zu hören "Ich habe euch etwas wichtiges zu fragen, so wäre es besser, wenn alle wach wären !"
Höflich und guter Dinge antwortet er "Guten Morgen, Xanlosch", langsam geht er auf den Zwerg zu um ihm zuzuhören.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 03/05/04 01:24 PM

Glance wacht auf, als Xanloschs Weckruf erschallt, aber aus Gewohnheit bleibt er unverändert mit geschlossenen Augen liegen und sondiert die Lage per Gehör.

Als aber Xanlosch fortfährt, schlägt er die Augen auf und erhebt sich. Stone kommt gerade zur Tür herein und wüscht einen guten Morgen. Glance nickt ihm kurz zu, nimmt sich einen Becher Wasser, holt etwas Fleisch und Gebäck aus seinem Rucksack, und fängt an zu frühstücken. So wartet er geduldig, aber wortlos, auf das was Xanlosch Ihnen zu sagen hat.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 03/05/04 03:22 PM

Durch den Ruf Xanlosch´s wird Big Claw wach.
*Ich muss beim Nachdenken eingeschlafen sein*, sagt sie zu sich selbst.
Sie füllt ihren Becher mit Wasser und sucht im Rucksack nach den Keksen. Das wird ein karges Frühstück.
Sie ist neugierig auf das, was Xanlosch zu verkünden hat.
*Sollte er doch noch nicht alles erzählt haben?*
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 03/05/04 05:32 PM

Auf die laute Stimme des Zwerges reagiert Rashida mit dem Öffnen eines Auges. "Was wichtiges sagen? Och nööö, ich schlaf noch." Vorsichtig rollt sie sich weiter zusammen und versucht alle anderen, die langsam wach werden, standhaft zu ignorieren.

Es gelingt ihr auch eine Weile, bis sie die beiden Elfen auf ihren Keksen rumknabbern hört.

"Nein, das ist unfair!" denkt sich die Kriegerin, deren Bauch nun auch nach etwas zu essen verlangt. "Gegessen wird später!" Vergeblich versucht Rashida, krampfhaft weiterzuschlafen.

Ob sie sich irrt oder nicht, sie glaubt, dass alle Blicke auf sie gerichtet sind. "Na gut, ihr habt es nicht anders gewollt!"

Langsam erhebt sie sich und streckt sich erst einmal genüsslich. Dann nimmt sie ihren Rucksack, holt ihre Wasserflasche heraus und trinkt mit gierigen Schlucken, bis die Flasche leer ist.
Nach einem weiteren Wühlen findet sie ihren Packen mit Fleischstreifen. "Sie sehen nicht mehr so lecker aus wie gestern noch!", murmelt sie leise. Doch ein zaghaftes Knabbern daran überzeugt sie von der Haltbarkeit.

Sie schaut Xanlosch erwartungsvoll an. "Dann legt mal los, Meister, wir sind ganz Ohr!", murmelt sie mit vollem Mund in seine Richtung.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 03/05/04 05:38 PM

Auch Alrik ist nun vollends aufgewacht.
Langsam zieht er sich vonb der schlafend-liegenden Position in die sitzend-senkrechte hoch.

Er hört, daß Xanlosch etwas sagen will, und wird hellwach.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 03/05/04 06:04 PM

Norden...... Eine schlechte Zeit um nach Norden zu ziehen. So spät im Jahr tobten auf der Ebene der Sandgeister oftmals schwere Sand- und Staubstürme. Umso grösser war die Gefahr; umso leichter war es die Sandgeister zu übersehen.... Aber sie mussten nach Norden, früher oder später.... Wieviel Zeit blieb ihnen überhaupt noch ? Er allein würde recht problemlos vorankommen, aber mit dieser Truppe im Schlepptau ? Wieviel Zeit noch ? Zwei Tage und sie waren kaum vom Fleck gekommen.....

Der Zwerg rief sie wach. Ich bin wach, du stummelbeiniger Axtknauf mit Bart. Wann habe ich überhaupt das letzte Mal richtig geschlafen ?

Langsam öffnet der Reisende die Augen und wendet sein Gesicht dem Zwerg zu.

Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 03/05/04 06:59 PM

"Da ihr nun mehr oder weniger wach seit, will bzw. muss ich euch das folgende sagen", fängt Xanlosch an.

"Ich sagte euch gestern, dass in den unteren Katakomben dieser Burg einige Zwerge bei den beiden übrig gebliebenen Zugängen, aus denen die trollartigen Wesen kamen, Wache halten. Normalerweise sollte spätestens um Mitternacht immer eine Patrouille nach oben kommen und Bericht erstatten. Kurz bevor ihr hier in der Burg ankamt, wurde mir noch berichtet, dass einer dieser Trolle durchgebrochen sei und dass es noch andere Geräusche gäbe, die eindeutig nicht von den Trollen stammten. Leider kam es um Mitternacht nicht zu dieser Berichterstattung und so mussten unsere Kundschafter, die ihre Stellung im Turm inne hatten, in die unteren Katakomben gehen und nach schauen, was da los ist. Doch auch diese kamen nach einer verabredeten Zeit, kurz vor Sonnenaufgang, ebenfalls von da unten nicht zurück.

Um was ich euch nun bitte, ist eigentlich nicht nach zwergischer Natur, aber in dieser Lage bleibt mir keine andere Wahl. Könnten sich ein paar von euch dazu durchringen Nerosch und mich nach unten zu begleiten ? Ich kann natürlich verstehen, wenn ihr dies ablehnt, da ihr noch eine gefahrvolle Reise vor euch habt und noch alle Kräfte braucht, um euer Ziel zu erreichen. Ich kann euch nur versprechen, dass ihr von mir jede Hilfe für eure weitere Reise bekommt, sofern es in meinen Möglichkeiten liegt. Ich kann euch nur eins sagen, egal was da unten ist, es ist gefährlicher als die Trolle, denen ihr jetzt begegnet seit, da es geschafft wurden ist, die besten Zwerge zu überwältigen und dabei keinen Laut gemacht haben, so dass Alarm hätte geschlagen werden können.

Es liegt an euch, wer uns beide begleitet, aber entscheidet euch rasch, da ich befürchte, dass die Gefahr nach hier oben kommt und wir nicht wissen, was es ist und was es von uns will."

Fragend und hoffnungsvoll blickt Xanlosch die Reisenden an.


Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 03/05/04 07:47 PM

Die Elfin hat sehr genau der Rede Xanlosch´s zugehört und beginnt zu begreifen, dass da unten nicht nur Trolle sind. Aber was könnte da noch sein? Auch denkt sie, dass Xanlosch nicht alles erzählt hat. Vor allen Dingen nicht, den wahren Grund der Anwesenheit der Zwerge.

"Xanlosch, ich denke, ihr habt da eine Vermutung, was da unten, ausser den Trollen, sein könnte. Und ich denke auch, dass ihr nicht ganz offen uns gegenüber wart. Nun gut, das war euer gutes Recht, aber jetzt, da ihr von uns Hilfe erwartet, wäre es an der Zeit, etwas mehr zu erzählen."


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 03/05/04 08:27 PM

"Wenn da unten tatsächlich etwas ist, was gefährlicher ist als dieser kleine Troll von gestern, wäre es wohl die schlechteste Idee für uns dort hinunter zu gehen. Das Ungeziefer in Eurem Keller ist Euer Problem, Zwerg. Wir haben keine Zeit zu verlieren und keinerlei Veranlassung für Euch die Kammerjäger zu spielen. Denn da Ihr scheinbar Eure berühmte zwergische Diskretion uns gegenüber geübt habt, was die Vorgänge in dieser Burg betrifft, wüsste ich nicht warum wir jetzt auch noch unsere Köpfe für Euch hinhalten sollten. Unser Weg führt uns zum Tempel. Je eher wir dort sind, desto besser."

Mit diesen Worten erhebt sich der Reisende und geht an Xanlosch vorbei zum Brunnen auf dem Burghof, um die abgestandene Brühe seiner Feldflasche gegen frisches Wasser auszutauschen.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 03/05/04 08:35 PM

Glance spült seinen letzten Bissen herunter, und spricht das erste Mal an diesem Morgen. "Ja, da hat Claw recht. Ich glaube auch Ihr habt uns noch nicht die ganze Wahrheit gesagt. Wenn diese Berge von einem Höhlensystem durchzogen sind, dann ist das etwas das Zwerge, wenn sie je in dieser Gegend waren, unwiderstehlich angezogen hat." Er sieht Xanlosch direkt an, "Ihr habt uns ein Lager gegeben, und es hiesse Eure Gastlichkeit schlecht danken, wenn wir euch nicht helfen würden. Und eure zukünftige Hilfe in unserer Suche ist durchaus ein überlegenswertes Angebot. Ich für mein Teil bin grundsätzlich einverstanden, aber - was werden wir sehen, wenn wir mit hinunter in die Höhlen gehen? Weswegen seid ihr von weither hierher gekommen, und habt diese Burg in Besitz genommen?
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 03/05/04 08:39 PM

Die Elfin ist sehr konsterniert über die schroffe Art des Reisenden. Sicher, das Ziel der Gruppe ist es, den Tempel zu erreichen. Aber diese Haltung gegenüber den Zwergen, die zwar auch nicht ihre wirkliche Absicht kund getan haben, kann sie nicht verstehen. Sie ist der Ansicht, dass die Zwerge durchaus in der Lage sind, der Gruppe zu helfen. Und nun werden sie auf diese undiplomatische Art brüskiert.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 03/05/04 09:07 PM

Rashida denkt intensiv über die Worte des Zwerges nach.

"Sicher, sie haben uns ein Lager gegeben, aber deshalb gleich so etwas riskieren? Xanlosch wollte Stone ja nicht einmal Wache halten lassen! Und nun sollen wir mit ihm in den Kampf ziehen?", die Kriegerin zweifelt an ihrem Urteilsvermögen. "Was hat ihn zu diesem Wandel bewogen? Sind wir nur als Köder gedacht?"

Nach einer Weile des Nachgrübelns kommt sie zu einem Entschluss.

Sie steht auf und antwortet laut: "Xanlosch, so sehr ich Eure Hilfe schätze, die ihr uns angedeihen lassen wollt, tut es mir leid zu sagen, aber ich kann euch nicht begleiten. Ihr wisst es selbst, als Krieger sollte man immer wissen, wann der Rückzug angebracht ist. Wenn da unten auch nur drei dieser Kreaturen lauern würden, könnten wir es gemeinsam mit Müh und Not vielleicht schaffen. Aber wenn da wirklich etwas noch böseres ist, das selbst Eure Kundschafter aus dem Verkehr gezogen hat, dann sehe ich für meine Person, keine reelle Chance einen Kampf zu gewinnen. Ich mag sorglos und unbedacht sein, aber mein Leben opfere ich nur für meinen Gott. Und mein Gott gab mir den Befehl, den Tempel zu suchen. Bevor ich diesen nicht gefunden habe, riskiere ich mein Leben für nichts anderes. Meine Aufgabe muss erfüllt werden."

Nach diesen Worten geht sie nach draussen. Am Brunnen stellt sie sich neben den Reisenden und füllt wortlos ihre Flasche mit frischen Wasser.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 03/05/04 09:20 PM

Nun auch noch Rashida. Sicher, ihre Einwendung ist gerechtfertigt. Aber, haben uns die Zwerge nicht eine ruhige Nacht beschert? Xanlosch sollte sich offen erklären, dann können wir beraten wie es weiter geht.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 04/05/04 04:36 AM

"Verzeiht das ich mich bei euch noch nicht für eure Gastfreundschaft bedankt habe. Nun was mich angeht so weiß ich noch nicht ob ich euch unterstützen kann. Voher muß ich euch etwas fragen.
Ich habe mitbekommen das ihr sagtet das ihr der rechtmäßige Besitzer dieser Ruine seid. Nun das letzte was ich über diese Burg gehört habe ist das sie einmal von Aufständigen Bauern der Umgebung besetzt war. Daraufhin wurde sie von den Hütern zu der Ruine geschliffen die sie jetzt ist. Da es keine andere Stadt in der nähe gibt die anspruch auf dieses Gebiet erhebt und auch keine Zwergensiedlung in der nähe existiert, ja die Burg wurde noch nicht einmal von Zwergen erbaut, frage ich mich auf was sich euer anspruch stützt"
Stone schaut Xanlosch ohne regung an, "Und Big Claw hat recht, ihr verschweigt uns etwas. Zumindest kennt ihr Zwerge euch im Unterreich besser aus und solltet wenigstens wissen was uns dort erwarten könnte."
Langsam geht Stone zur Tür und stellt sich in den Rahmen.
Nachdem er abwechselnd auf die Gruppe um den Zwerg und den Brunnen, wo Rashida und der Reisenden stehen, gesehen hatte blickt er den Zwerg fragend an.


Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 04/05/04 04:56 AM

"Wenn ich wüsste, welche Gefahr ausser den Trollen uns da unten erwartet, dann würde ich es euch sagen, da ich euch um Hilfe gebeten habe. Ich weiss selber, dass ihr eine andere Aufgabe habt und diese für euch und vielleicht für den Rest der Rassen viel wichtiger ist. Ich denke nicht, dass sich selbst meine Kundschafter unten in den Katakomben einfach nur ausruhen und den Tag anbrechen lassen, dass kann ich euch versichern", fängt Xanlosch an.

"Ihr stellt zu recht abermals eure Frage, was wir hier machen. Ich werde dies euch wohl sagen müssen, wenn es auch für euch keine Bedeutung zu scheinen hat. Vor sehr langer Zeit lebten hier Zwerge und erschufen hier eine Trutzburg an einen der Höhlenausgänge des darunterliegenden Höhlensystems. In diesen Höhlen gab es ein recht seltenes Metall, dass die Waffen verstärkte, so dass sie nicht so schnell im Kampf brachen und grösseren Schaden bei ihren Gegnern verursachten. Die Ausbeute war immer recht gering gewesen und die Anstrengungen um ein vielfaches höher. Das immer Knappheit an diesem Material herrschte, muss ich euch nicht sagen, oder ?", fuhr Xanlosch fort.

Xanlosch nahm einen Schluck aus seiner Wasserflasche und setzte mit seiner Rede fort:

"Neid und Missgunst überfielen die, die nicht genug davon bekommen konnten. So schlossen sie sich zusammen und fingen an, die Burg zu belagern und die Einwohner auszuhungern. Sie forderten, dass die Zwerge schneller und tiefer in den Berg hineingraben sollten, so dass sie ihre Lieferungen bekommen könnten. Es gab nie ausgehandelte Liefervereinbarungen zwischen den Zwergen und denjenigen, die das Erz wollten. Es wurde immer soviel verkauft, wie es die Zwerge für notwendig erachteten und sie es nicht selber brauchten. So lange es ihre Kräfte zuliesen, wurde das Erz gefördert und die spärlichen Angriffe der Belagerer abgewehrt, aber eines Tages waren auch die Kräfte eines Zwerges erschöpft. Dem Hungertod nah übergaben sie die Burg und den Eingang zu dem Höhlensystem.

In ihrer Gier überhörten sie die Warnungen der Zwerge, dass in der Tiefe noch Mächte lauern könnten, die seit Urzeiten schliefen und diese lieber in Ruhe lies. Doch die Menschen, die einen grossen Teil der Belagerungsarmee stellten, gruben sie so schnell sie konnten. Ihre Gier war unermesslich und ihre Wut vergrösserte sich von Tag zu Tag und je mehr desto geringer die Fördermenge des kostbaren Erzes wurde.

Irgendwann liessen die Menschen davon ab, weiter nach diesem Erz zu suchen, da sie mittlerweile glaubten, dass die Zwerge dort niemals oder in sehr grossen Mengen das Erz dort gefördert hätten. Sie dachten eher, dass die eigentliche Förderstelle des Erzes irgendwo anders liegen müsste und die Zwerge es nur hierher geschafft hatten, um von der echten Fundstelle des Erzes abzulenken.

Doch dem ist nicht so und deswegen sind wir hier. Laut unseren Informationen gibt es wenigstens noch 2 Erzadern, die das kostbare Erz enthalten. Sie sind schwierig zu finden und auch nicht ungefährlich. Wir wurden ausgesandt, um die Überlieferungen zu überprüfen und wenn es sie gäbe, die Burg zurückzufordern, da sie von den Zwergen erschaffen wurde. Aber da dies nicht ausreichen könnte, wurde schon vor Jahrzehnten ein Kaufvertrag über unsere eigene Burg abgeschlossen, dessen Kaufsumme schon lange bezahlt wurde. Das wir erst jetzt hierher gekommen sind und unser Eigentum zurückfordern, liegt einfach daran, dass wir einfach vorher nicht die Zeit hatten es früher zu tun."

Mit diesen Worten beendete Xanlosch seine Rede und lies sich ersteinmal einen grossen Schluck aus seiner Flasche die Kehle hinunter fliessen.

Nerosch hingegen, war während der Erzählung von Xanlosch zu einer der schweren Zwergenkisten gegangen und hatte eine Schriftrolle herausgeholt. Nachdem Xanlosch geendet hat, fuhr Nerosch fort:

"Wenn ihr nicht glaubt, dass es diesen Vertrag über den Rückkauf dieser Burg gibt, dann schaut auf den Inhalt dieser Schriftrolle, die in der Sprache der Menschen und Zwerge verfasst ist. Sie sagt eindeutig aus, dass die Burg wieder den Zwergen gehört und der Kaufpreis bei Vertragsabschluss vollständig bezahlt wurden ist. Unterschrieben wurde sie von unseren Führern der damaligen Zeit und für uns hat der Vertrag, den es eigentlich nicht bedarf, noch seine Gültigkeit, wenn auch Jahre seit Vertragsabschluss vergangen sind. Wenn ihr wollt, dann habt einen Blick darauf !"

"Ob ihr uns begleiten wollt oder nicht, lasst eure Entscheidung sein. Wenn ihr mitwollt, dann sagt es rasch, da wir aufbrechen wollen", sprach Nerosch noch laut aus.



Posted By: Stone

Re: On the Road again - 04/05/04 05:11 AM

Stone schaut den Zwerg an, "um Erz geht es euch?"
Stone schüttelt den Kopf, "um so wenig Erz das sich noch nicht einmal das Schürfen danach lohnt? Und dafür schickt ihr eure Leute ins Ungewisse. Ihr wißt noch nicht einmal was da unten lauert?".
Stone geht langsam wieder in den Raum.
"Ich werde euch helfen, nicht wegen dem Erz, und auch nicht wegen der Burg. Die kümmert mich ohnehin nicht mehr. Aber wegen eurer Männer."
Jetzt hat Stone den Zwerg erreicht.
"Aber sobald wir wissen was mit euren Männern ist, werde ich umkehren. Wenn sie Tot sind werde ich nicht mein Leben riskieren. Nicht wegen einer Rache die sich letzten endes nur um ein bischen Erz dreht".
Stone schüttelt den Kopf und lacht, "wahrscheinlich habe ich gestern auch was auf den Kopf bekommen. Aber ich denke um eurer Männer willen helfe ich euch.
Ich hoffe nur das ihr uns in den Tiefen besser führt als eure Leute."
Bei den letzten Worten lacht Stone nicht mehr.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 04/05/04 06:30 AM

Überrascht stellt der Reisende fest, das scheinbar auch die Kriegerin seine Ansicht teilt. Zumindest versteht sie es, wichtiges von unwichtigem zu unterscheiden, obwohl er ihr dies am wenigsten zugetraut hätte. Er musste seine Einschätzung der Gefährten wohl täglich erneuern.

Während der Rest der Gefährten mit dem Zwerg über Sinn und Zweck eines Einsatzes in den Katakomben diskutiert, steht der Reisende wieder im Türrahmen und macht seine Feldflasche am Gürtel fest.

"Sollte jemand von euch noch irgendwelche Dinge in seinem Besitz haben, die für unsere eigentliche Mission von Wichtigkeit sind, so sollte er sie besser zurücklassen, bevor er hinunter in die Eingeweide der Burg steigt. Es wäre fatal, sollten diese Dinge verloren gehen oder in die falschen Hände geraten."

Stirnzunzelnd wendet sich der Reisende an Big Claw:

"Der erste Schlüssel bleibt auf jeden Fall hier. Und darüber lasse ich mit mir nicht diskutieren."

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 04/05/04 10:26 AM

Was die Elfin von Xanlosch und Nerosch gehört hat, stimmt sie nachdenklich. Es muss schon mehr als ein ganz besonderes Erz sein. Auch ist sie nicht sicher, ob die Zwerge dieses mal die ganze Wahrheit gesagt haben.
"Und dafür schickt ihr eure Leute los? Auch auf die Gefahr hin, dass sie umkommen? Ich weiß ja, wie wichtig seltenes Erz ist, aber seid ihr sicher, dass es das Leben eurer Männer wert ist? Ich bin, offen gesagt, nicht sicher, ob ich euch begleiten soll. Wir Elfen hassen es, unter Tage zu sein. Andererseits geht es um das Leben eurer Leute. Wenn ich mitgehe, dann bis zu dem Punkt, den Stone genannt hat."

Sie blickt zu Glance hinüber. "Wie seht ihr, als Halbelf, die Sache?"

Big Claw nimmt ihr Amulett ab und gibt es dem Reisenden.
"Ihr habt recht, es sollte hier oben bei euch bleiben. Nur, das seltsame Amulett behalte ich bei mir."
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 04/05/04 10:55 AM

Rashida hat ihre Wasserflasche gefüllt und sich etwas abseits des Brunnen auf einen Felsbrocken gesetzt.

Die anderen sind noch in Sichtweite, auch manche Fetzen der Gespräche dringen zu ihr hinüber.

Sich sicher fühlend, probiert die Kriegerin eine Verbindung zu ihrem Gott aufzunehmen. Sie hat ein seltsames Gefühl in der Magengrube, von Zweifeln herrührend, ob sie das Richtige macht.
Verblüfft hält sie mit ihrem Versuch inne. "Ich habe nie daran gezweifelt, wenn ich Kontakt mit Undar aufgenommen habe. Zumindest bisher nicht. Sollte ich mich wirklich auf mein Gefühl verlassen?"

Sie geht mit ihren Gedanken in sich. Eine kurze, aber tiefe Meditation bringt ihr Klarheit. "Ich werde zum Tempel gehen. Das weiss ich. Das ist meine Aufgabe und diese werde ich erfüllen. Was danach ist, wird sich zeigen."

Die Streiterin steht wieder auf und geht zu den anderen hinüber. Da durchzuckt ein schneller Gedanke ihren Kopf: "Gut gemacht, Kampfmaus!"

Mit einem zufriedenen Lächeln auf den Lippen stellt sie sich neben den Reisenden, mit dem sie unerwartet einer Meinung ist.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 04/05/04 11:55 AM

Alrik ist über diese Entwicklung gar nicht begeistert. Ein Fluch auf ihm selbst - das paßt ihm gar nicht. Und jetzt auch noch womöglich eine Trennung der Gruppe ? Hm ...

Nur in der Gruppe kann man in der Wildnis überlegen, davon ist Alrik überzeugt. egal, ob diese Wildnis nun aus einer Höhle oder einem Gebirge besteht. Man muß die Kräfte bündeln, nur dann hat man gegen Widersacher und Wildtiere eine Chance. Ein Verlust an Gruppenmitgliedern bedeutet auch gleichzeitig ein Verlust an Kampfkraft, zumal nicht sicher ist, was sie in jenem seltsamen Tempel erwartet.

Er entscheidet sich, es auf diplomatischem Wege zu versuchen. Er besinnt sich seiner Talente als Diplomat, aus einer Zeit, in der er Botengänge für Adlige machte. Er benutzt das, was er "Diplomatensprache" nennt. Und hofft, daß die anderen davon nicht vor Müdigkeit umfallen werden, weil er genau weiß, wie langatmig und pathetisch sie ist. Adlige mögen das so.

"Herr Xanlosch", beginnt er, den anscheinenden Zwergenanführer anzusprechen, "wir sind jetzt, so, wie wir hier lagern, eine Gruppe. So, wie es aussieht, werden wir uns womöglich in zwei trennen.

Wie ihr wissen müßtet, bedeutet die Aufspaltung einer Gruppe auch Aufspaltung der Kräfte. Das ist schlecht, sowohl für uns, als auch für euch. Denn wir haben momentan ein Primärziel : Überleben. Tot können wir unsere weiteren Aufträge nicht erfüllen.

Aber um überleben zu können, brauchen wir eine schlagkräftige Gruppe. Ich meine damit eine Gruppe, die sich Widersachern zur Wehr setzen kann. Wir brauchen viele verschiedenen Talente in einer Gruppe, um überleben zu können. Was meint ihr wohl, warum Waldläufer es schaffen, in der Wildnis so zu überleben ? Weil sie Generalisten sind, weil sie möglichst viele Talente oder doch zumindest Handgriffe in einer Person vereinigen. Ein Waldläufer muß zur gleichen Zeit Späher, Jäger, Koch, Fallensteller (falls nötig), Handwerker (bei Waffenreparatur) und noch einiges mehr sein. Ein Alleskönner, sozusagen. Das ist es auch, was das Leben in der Wildnis so schwer macht.

Ich stehe ganz am Anfang dieser Kunst, denn ich habe Gefallen am Leben in der Wildnis gefunden, und das, obwohl ich ein kleines Haus in einer kleinen Stadt besitze. aber ich habe bereits gelernt, worauf es ankommt.

Jeder von uns - egal ob eure Gruppe oder unsere Gruppe, benötigt solche Talente - und Schlagkraft. Ihr benötigt diese, weil ihr nicht wißt, was sich in der Tiefe verbirgt, wir benötigen sie, weil wir nicht wissen, was uns an oder in jenem Tempel erwartet. Spaltung in zwei Gruppen macht uns verwundbar. Euch und uns.

Ich habe daher einen anderen Vorschlag. Warum kommt ihr nicht mit uns ? Wir können das Talent der Zwerge als fähige Kämpfer gut gebrauchen, und die Kenntnis der Steinverarbeitung vielleicht auch, denn jener Tempel wird bestimmt nicht aus Holz gebaut sein.

Ihr sagtet, daß es nur noch wenige dieser Erzadern gibt, und das sie nicht leicht zu finden sind.

Das Erz läuft euch nicht davon ! Es ist immernoch im Stein eingeschlossen, und wird es dort auch noch für ein paar Tausend Jahre bleiben, es sei denn, Erdbeben verschütten es, oder jemand anders baut es ab.

Und habt ihr nicht erzählt, nur die Zwerge kennen den Ort dieser zwei Erdadern ? Oder irre ich mich da ?
Wenn dem aber so ist, dann braucht ihr nicht zu fürchten, daß jemand anders sie abbaut - wenn nur die Zwerge sie kennen. Jene Trolle können wohl kaum etwas mit ihnen anfangen.

Ich will gleichwohl nicht verschweigen, daß es hier noch ein paar Probleme gibt.

Erstens : Das "andere", was dort vielleicht im Herzen der Erde rumort". Alrik hätte sich am liebsten getreten für diese Formulierung, die von Pathos nur so trieft. Aber ihm fiel nichts besseres ein.

"Zweitens," fährt er fort, "könnten es vielleicht andere Zwerge sein, die wegen jener Erzadern gekommen sind. Ich habe keine Ahnung, wieviele von euch davon wissen, und was es für Wege dort hin gibt.

Drittens wissen wir nicht, was aus euren Gruppenmitgliedern geworden ist. Da wir aber nichts von ihnen hörten, wie Ihr sagt, befürchte ich aber das Schlimmste.

Mein Vorschlag wäre dieser : Ihr schließt euch unserer Gruppe an, und auf dem Rückweg kommen wir hier wieder vorbei und kümmern uns gemeinsam um euer Problem (voerausgesetzt, die anderen von uns sind damit einverstanden).

Es bliebe aber immer noch das Problem und die Unsicherheit, was aus euren Kameraden geworden ist."


Alrik muß erst mal tiieef Luft holen. Diese Reden sind ungewohnt für ihn. Immernoch sitzend, schaut er Xanlosch erwartungsvoll an.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 04/05/04 02:41 PM

Krachend flog der Hüter durch die Bretterwand im Stall, die Pferde tänzelten zwar nervös zur Seite, waren aber an den Kampf soweit gewöhnt das sie nicht in Panik ausbrachen.
„Verdammt,“ dachte sich Bloodwin, „und das am frühen Morgen“.
Dann schüttelte er seine Hand, froh darüber das er schon seine Reithandschuhe an hatte.
Dieser Mistkerl, Rosso, warum musste er ihn nur schon am frühen Morgen provozieren.
Zornig starrt Bloodwin auf den bewusstlosen. Nun wenn Rosso auch nur einen Funken von verstand hatte, so stellte er sich zumindest bewusstlos, ansonsten würde Bloodwin nachhelfen.
Der Befehl war eindeutig gewesen, Stone war lebend zu fangen.
Und jetzt hatte Rosso nichts besseres zu tun als kurz vor ihrem Aufbruch die anderen aufzuwiegeln. Er hatte genau mitbekommen was Rosso zu den anderen gesagt hatte, die anderen die jetzt betreten und schweigend um sie herum standen.
-„Was sollen wir uns mit dem abmühen, warum sollen wir unser Leben Riskieren um diesen Verräter lebend zu fangen. Ihr wisst doch was man sich über den Umgang von dem Kerl mit der Armbrust erzählt.“ – Das hatte Rosso zu den anderen gesagt, als Bloodwin dazu kam.
Jetzt wurde Bloodwin erst so richtig von der Wut gepackt, einen direkten Befehl des Hirtenrates so zu missachten.
Brutal zog Bloodwin den Übeltäter an den Haaren hoch, Rosso, der nicht so ganz bewusstlos war schrie auf, schnell schlug ihm Bloodwin ins Gesicht.
Einmal, zweimal, dann warf er ihn wieder zu Boden, am liebsten hätte er zugetreten.
Aber das wäre zu weit gegangen vor den anderen, ausserdem hatte er eine bessere Strafe für den ehrlosen Lump, „Pack deine Sachen, Du bleibst hier. Ich will dich nicht mehr sehen. Du kannst ja deinem Vorgesetztem sagen das Du lieber Unruhe stiftest als deine Befehle zu befolgen, ich werde auf jeden Fall Bericht erstatten“
Jetzt wird Rosso blas, er weiß nur zu gut das dass mindeste was er erwarten kann, öffentlich ausgepeitsch zu werden ist. Selbst Anthrer würde ihn nicht davor bewahren, verdammt wenn Anthrer von seinem versagen erfährt würde er ihn eigenhändig zum Richtblock schleifen.
„Bitte Bloodwin, bitte, du weißt doch bescheid ... bitte.“
Bloodwin starrt Rosso angewidert an, aber Rosso hat natürlich recht und so kaltschnäutzig kann er den Mann nicht zum Tod verurteilen.
Stattdessen packt er ihn und zieht ihn aus dem Stall wo die anderen ihn nicht hören können.
Hart stößt er ihn an die Wand, „Wenn wir aus der Stadt heraus sind wirst Du gehen und nie wieder kommen. Ansonsten ..., deine Entscheidung“
Ohne weitere Worte lässt er den dankbaren Rosso zurück und geht zu den anderen.
„Was starrt ihr so, habt ihr nichts zu tun? Heute noch werden wir ausrücken. Und wehe ich höre noch einmal solche Worte. Die Befehle des Hirtenrates sind zu befolgen. In der Wildnis werde ich kein pardon mehr kennen, jeder der gegen die Befehle verstößt wird von mir selbst gerichtet.“
Langsam führt er sein eigenes Pferd aus dem Stall, früher wäre es nie zu so einer Insubordination gekommen, wie sollte er nur zwanzig Mann anführen wenn es schon im Stall zu den ersten Problemen kam.
Nur Zwanzig Mann, und noch nicht einmal erfahrene, aber diesmal würden sie nur zwei Gruppen bilden und diese im lockeren Verbund.. Bloodwin konnte sich vorstellen wo es den jungen Stone hingetrieben hatte. In seiner Prüfung in der Wildnis hatte er die alte Ruine entdeckt, da es ihnen aber verboten war in Behausungen unterschlupf zu suchen hatte er das nie erwähnt. Man konnte ja nie wissen wie so was aufgenommen wurde.
Aber vielleicht war es gar nicht so schlecht das er keine älteren Hüter zugeteilt bekommen hatte, mit den meisten würde er schon fertig werden. Die älteren hätten ihm da mehr Schwierigkeiten gemacht, und gute Kämpfer waren seine Leute allemal.

Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 04/05/04 02:57 PM

"In euren Worten steckt sehr viel Weisheit und Erfahrung, Herr Alrik", beginnt Xanlosch. "Mir scheint, ihr seit auch des öfteren in einer Gruppe unterwegs gewesen und konntet da sehr viele Erfahrungen sammeln. Ihr seit sicherlich in eurer Reisezeit ab und zu einmal von eurer Gruppe getrennt wurden, egal wie die Umstände waren, oder ?"

Ohne eine Antwort von Alrik abzuwarten, fährt Xanlosch fort: "Ihr wart dann bestimmt auch lieber mehr um das Wohl eurer Gruppe interessiert als irgendetwas anderes. Wenn sich einmal eine gute Truppe gefunden hat, die sich gegenseitig ergänzt, dann ist dies auch in meinen Augen sehr viel mehr wert, als irgendwelche daher gelaufenen, die von sich selbst behaupten, dass sie alleine Unschlagbar sind und keine andere Hilfe benötigen."

Bei seinen letzten Worten schaut Xanlosch in die Richtung des Reisenden, ohne ihn aber direkt anzusehen und fährt unbeirrt fort: "Mir selbst erging es in dieser Gruppe nicht viel anders. Ein jeder Zwerg hatte seine Vor- und Nachteile, zusammen jedoch waren wir recht unschlagbar, was sich aber jetzt scheinbar geändert hat. Ihr werdet sicher verstehen, dass ich wissen will, was meinen Untergebenen geschehen ist, da es ihre Familien sicher wissen wollen und ich ihnen nicht mit der Ausrede kommen kann, dass es etwas anderes gab, dass wichtiger war als die Tatsache, wo sie geblieben waren und warum sie nicht zurück gekommen sind.

Ich werde mit Nerosch nach unten gehen und nachsehen, was passiert ist. Sollte es sich bewahrheitet haben, dass alle dort unten tot sind und ich auch die Gründe dafür kenne, dann werde ich entsprechend handeln. Wie dies aussehen wird, wird sich erst dort unten zeigen. Sollten es doch diese Trolle mit einen hinterhältigen Angriff geschafft haben, alle zu überwältigen, dann werde ich nicht so wahnsinnig sein und mich ihnen alleine im Kampf stellen, da mir auch mein Leben lieb ist und es niemanden bringt, wenn keiner von dieser Expedition zurück kommt. Ob sich da unten andere Zwerge befinden, die uns gefolgt sind, um das Erz selber abzubauen, bezweifle ich aber ich kann es auch nicht verneinen, da die Erlöse des Erzverkaufes immer allen zu Gute kamen und sich in den alten Zeiten keiner der Zwerge darüber beklagte, dass er zu wenig ab bekam.

Ich bat euch nur um eure Hilfe, wenn ihr es wollt. Ich will auch nicht, dass sich die eurige Gruppe entzweit, um mehr oder weniger Fremden, die nicht einmal ihrer eigenen Rasse angehören, zu helfen. Es ist eure Entscheidung und egal wie diese ausfällt, ich werde sie akzeptieren und nicht in Frage stellen, da dies mir nicht erlaubt ist.

Wir werden jetzt die notwendigsten Sachen packen, die wir dort unten brauchen und zum Eingang am Turm gehen, da sich dort ein direkter Eingang zu den unteren Räumlichkeiten befindet. Wer uns folgen möchte, der kann sich dort einfinden, wir werden eine angemessene Zeit noch warten, aber auch nicht mehr so lange, da die Zeit eilt und wenn es noch etwas zu retten gibt, dann ist diese Zeit mehr als kostbar !"

Ohne auf Reaktionen zu warten, beginnen die beiden Zwerge ihre Wasservorräte aufzufüllen, packen neben etwas Verbandmaterial auch etwas zu Essen ein, wobei es sich um das berühmte Zwergenbrot handelt, schauen sich noch einmal in ihrer alten Lagerstätte um und gehen an den dagebliebenen vorbei ohne noch ein Wort zu verlieren. Wenn man ihre Gesichtszüge genauer erkennen könnte, dann würde man ihnen ansehen, dass sie sich ihrer Sache bewusst sind und es für sie keinen anderen Ausweg gibt.

Kurze Zeit später erreichen Nerosch und Xanlosch die Turmtür und warten auf die, die ihnen folgen wollen.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 04/05/04 03:07 PM

Glance dachte noch über Big Claws Frage nach, und wie er seine Bedenken äussern soll, dass Claw den Schlüssel so unvermittelt und ohne Zögern dem Reisenden übergab, als Alrik seinen Monolog startet.

In der Sache ein Vesuch zu vermitteln, den Glance durchaus schätzt, aber er zweifelt, dass die Zwerge in diesem Stadium die Burg, auch nur zeitweise, völlig verlassen werden. Ausserdem, wer weiß wie viele es insgesamt sind, das würde die Gruppe zu unausgewogen und zu gross werden lassen sowie zu unflexibel machen.

Als Xanlosch seine ultimative Antwort gibt, weiß er immer noch nicht, wie er sich letztendlich entscheiden will zwischen seiner Neugier auf die Höhlen, dem unbehaglichen Gefühl beim Weiterziehen etwas Unbekanntes im Rücken zu haben oder etwas Wichtiges übersehen zu haben und dem Bestreben die Gruppe nicht zerfallen zu lassen.

Mehr und mehr mißfällt ihm die Entwicklung der ganzen Angelegenheit.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 04/05/04 03:34 PM

Ungläubig starrt Stone dem Zwerg hinterher.
"Xanlosch, ihr habt noch nicht einmal Fackeln. Ihr habt noch nicht einmal gefragt ob einer von uns Ausrüstung brauchen könnte, die ihr eventuell in euren Kisten habt."
Stone ist fast sprachlos, aber nur fast.
"Ihr habt eure Männer in ein Gebiet geschickt das ihr noch nicht einmal gesichert hattet," aber das sagt er schon nur noch ins Leere, die Zwerge sind schon weitergegangen.
Ratlos starrt Stone die anderen an, "der Zwerg rennt in sein verderben, wir müssen ihn aufhalten."
Stone läuft den Zwergen hinterher, als er sie erreicht brüllt er Xanlosch fast an, "Ihr seid kein Anführer, kein Soldat. Ihr seid ein Minenspezialist, aber kein Kämpfer. Wie kommt ihr auf den gedanken das solche Monster in der Lage sind eine ganze Kampftruppe erfahrener Zwerge zu besiegen. Zu Besiegen ohne das auch nur einem die Flucht gelingt. Man hat euch nicht ausgesandt Kämpfe auszutragen, man hat gedacht das hier alles verlassen ist. Ihr solltet nur die Mine begutachten. Und jetzt wollt ihr euch nicht eingestehen das ihr nicht darauf vorbereitet wart, wollt ihr jetzt auch noch in den Tod rennen? Dann erfahren eure Leute noch nicht einmal von der Gefahr die hier lauert, dann gehen noch mehr von euch in den sicheren Tod und niemand wird erfahren für was eure Freunde gestorben sind".
Mit jetzt brechender Stimme sagt Stone, "wenn ihr jetzt da runter geht, dann sind sie alle auch noch umsonst gestorben. Und wir auch."
Ohne weitere worte geht Stone zur Turmtür und wartet darauf das der Zwerg voran geht. An der Tür macht Stone kurz halt, "Rashida, nehmt meine Armbrust. In ihr ist etwas verborgen der Reisende weiß bescheid." langsam lehnt Stone die Armbrust mitsamt Köscher an die Wand.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 04/05/04 03:52 PM

Big Claw bemerkt, dass sich Glance wundert, weil sie das Amulett einfach so dem Reisenden gibt. Natürlich ist sie misstrauisch, aber, wenn sie sich den Zwergen anschliessen sollte, dann hat sie keine andere Wahl.

Während sie noch auf eine Antwort von Glance wartet, hebt Alrik zu einer Rede an Xanlosch an. Dem was er sagt, kann die Elfin nur zustimmen, aber auch der endgültigen Anwort des Zwerges.

Wie soll sie sich entscheiden?

Keiner weiß, was da unten auf sie alle wartet. Sind es nur die Trolle oder etwas noch viel gefährlicheres? Ist es der Tod?

*Vater wüsste jetzt bestimmt, was zu tun ist*, denkt sie und ringt immer noch mit ihrer Entscheidung.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 04/05/04 05:06 PM

Der Krieger liess seine Armbrust zurück - weise Entscheidung, denn da unten würde er sie ohnehin nicht gebrauchen können. Bodasen hatte während der ganzen Diskussionen nur dagestanden und an seiner Unterlippe gekaut - offenbar verspürte auch er wenig Lust sich in dieses gefährliche Unternehmen verwickeln zu lassen. Somit war auch sein Stab in Sicherheit. Rashida blieb ebenfalls oben. Vermutlich würde auch Alrik sich nicht dem Suchtrupp anschliessen.

Sorgsam verstaut der Reisende das Schlüsselamulett der Elfin unter seiner Kleidung. Das Wichtigste war somit in Sicherheit. Er war versucht, der Elfin auch noch den Seelenfänger abzunehmen - es wäre besser, LuSers Gefängnis geriete nicht auch in Gefahr verloren zu gehen. Im Grunde war es verantwortungslos sie damit ziehen zu lassen.

"Big Claw, wenn es Rettung für den kleinen Drachen geben sollte, dann sicher nicht in den Tiefen dieser Burg. Ich würde es gutheissen, wenn ihr den Seelenfänger ebenfalls zurücklassen würdet. Kehrt von euch niemand zurück, werden wir versuchen einen Weg zu finden LuSer zu befreien."
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 04/05/04 08:41 PM

"Reisender, ich habe mich ja noch nicht entschieden, ob ich den Zwergen helfe. Also überlasst es mir, zu entscheiden, was ich mitnehme und was nicht. Das was euch am wichtigsten ist, das habt ihr doch schon. Die Frage ist doch, dass Lu Ser ein Teil der Karte ist. Was eigentlich bedeutet, dass auch ihr ohne eine vollständige Karte nicht sehr viel weiter kommt. Oder irre ich mich? Ich behalte auf jeden Fall das seltsame Amulett. Wenn es so wichtig ist, vielleicht überlegt ihr es euch doch noch, mit den Zwergen zu gehen."

Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 04/05/04 10:22 PM

Wasser tropft von den Höhlenwänden, durch die der Drow gleitet. Ein Troll war unvorsichtig genug sich an der letzten Weggabelung zu weit aus dem Gang zu wagen.
Diese Dummheit mußte er mit seinem Leben bezahlen.
Ein kurzes Pfeifen, ein ungläubiger Blick des Trolls und sein Kopf fiel vornüber und kullerte durch den Gang, dicht gefolgt von dem dumpfen Aufprall seines Körpers.
Ein lüsternes Lächeln huscht über das Gesicht des Drow. Der Troll war eine willkommene Abwechslung nach dem langen kampflosen Marsch.
Er wischte seine Klinge an dem Troll ab, ließ sie blitzschnell und sehr elegant in der Scheide auf seinem Rücken verschwinden.

Das Adrenalin pulsiert durch seinen Körper. Er kann aber keinen weiteren Gegner erspähen.
Ohne zu zögern setzt er seinen Weg fort.
Die Stimme in seinem Kopf wird lauter, ein sicheres Zeichen dafür, das er seinem Ziel schnell näher kommt.

Was mag der Grund dafür sein, das der Warlock nach ihm ruft ?
Lautlos läuft er weiter, immer weiter, immer näher auf sein Ziel zu.

Während er so durch die Gänge eilt, erinnert er sich an Dinge aus seiner düsteren Vergangenheit.

Nach stundenlangem Laufen durch die Unterwelt, entscheidet Lynx sich für eine Ruhepause.
Er prüft seine Waffen und erneuert den grünlich schimmernen hochgiftigen Film auf seinen Klingen.
Dieses Gift lääst seine Opfer länger Leiden, es lässt das Fleisch der Opfer bei lebendigem Leibe rund um die Wunde faulen. Die Schmerzen, die durch dieses Gift entstehen, haben schon so manchen Gegner dazu bewegt sich nach der Vergiftung selbst zu richten, um dem Schmerz zu entfliehen. Das Gift an sich ist nicht tödlich, aber der Schmerz ...

Nachdem der Drow seine Ausrüstung überprüft hat isst er etwas Dörrfleisch und begibt sich danach in eine mehrstündige Trance.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 04/05/04 10:33 PM

Glance ringt sich zu einer Entscheidung durch. "Ich möchte Stone nicht alleine lassen, und ausserdem würde ich wirklich gerne wissen, was sich unter der Burg verbirgt - es ist schließlich nicht völlig auszuschliessen, dass wir nicht zufällig hier gelandet sind", sagt er zu den Verbleibenden. Dann wendet er sich an Claw, "Es wäre mir eine Beruhigung, wenn ihr die Umgebung der Burg etwas im Auge behieltet. Wer weiß, ob es ausserhalb der Anlage nicht Ausgänge aus den unterirdischen Anlagen gibt, oder uns anderweitig etwas oder jemand versucht uns in den Rücken zu fallen".

Dann geht er hinüber zu dem Reisenden und Rashida. "Ich werde mit Stone gehen, er kann etwas Unterstützung bestimmt brauchen. Ich wäre Euch dankbar, wenn ihr mit den anderen Verbleibenden unterdessen die Burg sichert. Es wäre vielleicht auch interessant mal einen Blick in die anderen Gebäude zu werfen".

Dann geht er zu Xanlosch und Stone am Turm.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 04/05/04 10:43 PM

"Soll das bedeuten, dass ihr mir meine Entscheidung abnehmt? Nun gut, ihr, als Halbelf habt sicher weniger Probleme in die Stollen zu gehen, als ich. Dann bleibe ich hier oben und versuche euch den Rückweg zu sichern. Auch werde ich mich in dem Gemäuer gründlich umsehen. Wenn dem so ist, dann, Reisender, hätte ich gerne mein Amulett zurück."
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 04/05/04 10:57 PM

Wortlos zieht der Reisende das Schlüsselamulett hervor und gibt es Big Claw zurück.

Gut, somit bliebe auch der Seelenfänger hier. Er hatte wenig Lust verspürt, der Elfin in die Katakomben nachzusteigen um von ihrer Leiche Dinge zu bergen, die sie aus Trotz oder Unvernunft mit hinab genommen hätte. Denn würde der Trupp nicht zurückkehren, so würde dies bedeuten das dort unten tödliche Gefahr lauert. Tödliche Gefahr bedeutet Schwierigkeiten und Schwierigkeiten bedeuten weitere Verzögerungen. Weitere Verzögerungen wiederum nutzen letztlich nur dem drohenden Schatten SarSareths.
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 06/05/04 04:52 AM

Behutsam hebt Rashida die Armbrust und den Köcher auf. "Ich werde sie hüten wie meinen Augapfel!", ein kleines Lachen perlt zu dem Hüter. Dann, etwas leiser, nicht sicher zu bestimmen, für wen gedacht: "Passt gut auf Euch auf! Wer weiss, was da unten lauert. Ich möchte Euch unversehrt wiedersehen!"

Die Streiterin geht ein Stück abseits und verfällt wieder ins Grübeln. Ihr schwirren einige Dinge durch den Kopf, soviele Fragen und sowenig Antworten!

Mit einem Seufzer wendet sie sich dem Reisenden zu: "Was meint Ihr? Sollen wir die Gebäude sichern oder einfach warten? Ich persönlich habe auch noch ein paar Fragen an Euch, betreffend SarSareth, vielleicht könnten wir auch diese klären."

Bodasen hat sich anscheinend entschlossen: "Entschuldigt, Kriegerin, aber ich wollte unseren Aufenhalt hier dazu nutzen, meinem Stab zu entreissen, was er verbirgt. Dazu brauche ich den Reisenden. Und ich denke, mein Anliegen ist für uns alle wichtiger als ein paar geklärte Fragen!"

Verwundert schaut Rashida den Magier an. "Natürlich, Ihr habt recht. Bitte, ich kann auch wann anders mit dem Reisenden sprechen!"

Leise, so dass es der Magier nicht hören kann, murmelt sie: "Hoffentlich ist es dann nicht zu spät."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 06/05/04 05:14 AM

Auf die freundlichen Worte der Kriegerin kann Stone nicht antworten.
Er hofft nur das man ihm seine Angst nicht so ansieht.
Seltsam, gegen diese seltsame Trollsorte zu kämpfen war ihm nicht schwergefallen, er hatte ja auch gar nicht nachgedacht, aber das war das erste mal das er bewußt in einen Kampf zog.
Und das mit ungewissem ausgang.
Sicher jeder Kampf war ungewiss, und seine Ausbilder hatten immer wieder gesagt, das wer seinen Gegner unterschätzt, keine gelegenheit hat zu bereuen.
Sie hatten auch gesagt das wer ohne Angst in den Kampf Reitet, nicht wieder nach Hause reiten wird. Und das aus Angst Vorsicht geboren wird.
Aber er hat das Gefühl das er an gar nichts anderes Denken kann. Niemand hatte ihm gesagt das es so schwer war zu warten. Und zu allem hat er kein wirkliches Vertrauen in den Zwerg. Selbst wenn er mit seiner Einschätzung falsch lag, so hatte der Zwerg dennoch Katastrophale Fehler gemacht.
"Ich muß mich zusammen nehmen, solange noch hoffnung für die Zwerge besteht muß man ihnen helfen".
Der Gedanke an die Zwerge lässt Stone ruhiger werden, angst würde sie nicht retten, aber Vorsicht.
Stone beschloss sehr Vorsichtig zu sein. Unbewußt hob er seine Hand an den kleinen Beutel unter seinem Brustpanzer.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 06/05/04 06:33 AM

"Magus - ich glaube, solange wir uns an diesem Ort befinden, sollte der Stab sein Geheimnis wahren. Was er noch vor uns verbirgt, verbirgt er auch vor allen anderen. Hier lauert zuviel Gefahr. Wenn sich in dem Stab etwas befindet, was uns nützlich ist, so ist es dort momentan am besten aufgehoben."

Langsam lässt der Reisende seinen Blick über die zerfallenden Gemäuer schweifen.

"Ich wüsste nicht was es hier zu sichern gäbe, Rashida. Wenn Big Claw diese traurigen Reste erkunden will, gut. Wenn Ihr sie dabei begleiten wollt, auch gut. Wenn nicht, dann stellt Eure Fragen. Ich werde hier in der Nähe des Zugangs warten, der den Suchtrupp nach unten führt. Falls etwas anderes nach oben kommt, als jene die hinabgestiegen sind, möchte ich es nicht gerne unbemerkt im Rücken haben...."
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 06/05/04 05:50 PM

Alrik setzt sich auf. Daß der Zwerg tatsächlich nach unten gehen würde, hat er nicht erwartet. Oder eigentlich doch. Zwerge sind ja dafür mehr oder weniger bekannt ... starrsinnig zu sein, bis ihnen das Gegenteil präsentiert worden ist. Er denkt nicht, daß dort unten noch jemand am Leben ist - der Troll war recht stark - und nimmt sich daher vor, die beiden Zwerge von der Sinnlosigkeit ihres Abenteuers zu überzeugen - notfalls, indem er ihnen die Leichen der anderen Zwerge (falls sie tatsächlich tot sind) zeigt.
Alrik seufzt. Er steht auf. "Nun gut, ich denke, ich muß euch begleiten. Ich kenne mich mit den Schatten besser aus als ihr - und ich meine nicht Schatten von Höhlen, sondern Schatten mit Gefahren drin !"

Er packt seine Sachen zusammen, und macht sich reisefertig. Dann geht er kurz raus zum Reisenden und sagt zu ihm : "Die Karte von mir könnt ihr meinetwegen behalten, ich brauche sie nicht mehr. Ich dachte, es sei eine Schatzkarte - das denke ich eigentlich immer noch - aber Ihr scheint bessere Verwendung dafür zu haben." Zu Rashida gewand, sagt er: "Paßt auf ihn auf, und auf Big Claw ebenfalls, und auf Bodasen, falls er hier bleiben will." Zu den anderen gewendet fügt er hinzu : "Paßt auf euch auf. Ich kehre zurück, aber ob ganz oder in Stücken, das vermag ich nicht zu sagen !"

Dann geht er zu Xanlosch hin, und wartet darauf, daß der Zwerg den Tunnel betritt.

Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 07/05/04 08:08 PM

Der Drow empfängt eine weitere Botschaft von dem Warlock. Mitten in der Dunkelheit leuchtet auf einmal ein purpurnes Augenpaar auf, nachdem er die Augen aufschlug.

In einer gleitenden Bewegung kommt der Drow auf die Beine, greift nach seinen Sachen und rennt los.

Seine Mission ist ihm nun klar. Er weiss was er zu tun hat.

Nach kurzer Zeit spürt er den Warlock immer näher kommen. Er weiss von der Begleitung in der sich der Warlock befindet.

Als er vor sich im Gang tote Körper liegen sieht, welche er als Zwergen identifiziert, wird er langsamer und bewegt sich jetzt lautlos voran.
Unerkannt kann er im Schatten eine Unterhaltung verfolgen.

Er lauert im Schatten, direkt neben der Gruppe Drow in einem Parallelgang und wartet auf ein Zeichen des Warlock !
Posted By: Marian

Re: On the Road again - 07/05/04 09:59 PM

Mattes Fackellicht wirft unruhige Schatten auf die kleine Treppe, die den Weg ins oberste Kellergeschoß darstellt und erzeugt orange Reflexionen in den roten Pupillen der zwei Dunkelelfen, die diesen Zugang sichern. Lautlos und langsam nacheinander dazustoßend sammelt sich die kleine Gruppe und wartet am Fuße des Aufgangs. Prinz Alveriel wartet gelangweilt an eine Wand gelehnt und gähnt herzhaft, als Vigor aus einem Seitengang mit zwei Kriegern zu den anderen Drow stößt.
"Und?", fragt der Prinz ungeduldig, "War da nun was?"
Der Hauptmann schüttelt den Kopf, ihm ist deutlich der Groll über den Zweifel an seinen Fähigkeiten anzusehen: "Nein, mein Prinz, aber ich schwöre, ich habe da ein Geräusch gehört. Ich weiß genau, daß etwas da war." "Aber du hast nichts gefunden...", konstatiert der Drowprinz. "Schön. Können wir dann endlich weiter? Oder wollen wir uns noch länger damit aufhalten, Ratten nachzustellen?"
Vigor nickt, seine Wut herunterschluckend. Irgendwann würde er dem Adligen seine Arroganz heimzahlen, dessen war er sich sicher. Irgendwann... Laut sagt er jedoch nur: "Etwas mehr Vorsicht im Angesicht des Feindes wäre sicher nicht fehl am Platze!"
Alveriel dreht sich nicht einmal mehr um, als er auf die Treppe zugeht und über die Schulter hinweg raunt: "Nicht doch, ich habe vollstes Vertrauen in Eure Fähigkeiten, Hauptmann. Wenn ihr nichts gefunden habt, dann ist da auch nichts. Ihr könntet es Euch nicht leisten, mich in eine Falle zu locken. Ihr wißt so gut wie ich, daß ihr allein nicht zurückkehren könntet. Und gibt es ein jämmerlicheres Bild als einen ausgestoßenen Drow? Ich meine..."

In diesem Augenblick macht sich der Warlock plötzlich durch ein leises Zischen bemerkbar und hebt die Hand. Als sich Alveriel und Vigor umdrehen, sehen sie die verhüllte Gestalt vor dem Quergang stehen, der jenem genau gegenüberliegt, aus welchem der Hauptmann vorher gekommen war. Sich leicht hin- und herwiegend steht der Magus vor dem dunklen Gang und summt wieder vor sich hin. Seufzend erhebt der Prinz die Stimme, lauter als notwendig: "Was soll das jetzt? Kommen wir heute gar nicht mehr voran? Ich hatte ein wenig zu lange kein frisches Blut mehr an meiner Klinge." Von den umstehenden Drow kommt zustimmendes Gemurmel.

Der Warlock würdigt die anderen Dunkelelfen keiner Antwort, nimmt eine Fackel von der Wand nebenan und winkt lediglich einmal damit, in dem dunklen Gang verschwindend. Alveriel seufzt noch einmal, dann winkt er resignierend seinen Männern, ihm zu folgen und betritt die dunkle Öffnung ebenfalls.
Wenige Minuten später finden sich die Drow in einer riesigen Gruft wieder, mit großen Zwergenstatuen an den filigran gravierten Wänden und kunstvoll verzierten Steinsarkophagen in der Mitte, kreisförmig angeordnet. Das Fackellicht erhellt wenig und verliert sich rasch in der Tiefe der riesigen Gruft, aber es ist zumindest hell genug, um die angeborene Infravision der Drow nicht benutzen zu müssen. Der Warlock bleibt einen Moment am Rande eines Sarkophages stehen, das Bild in sich aufnehmend und dreht sich dann zu den Anderen um. Unmittelbar vor dem Prinzen bleibt er stehen, einen fiebrigen Glanz in den Augen, als er zischt: "Spürt ihr es, Prinz? Die arkane Macht, die uns umgibt? Die Zwerge müssen deswegen hier sein, die Energieströme sind ungeheuer... Spürt ihr die Energie, Alveriel?"

Unter den Drowkriegern verbreitet sich eine angespannte Unruhe. Die beklemmende Atmosphäre der Gruft ist durchaus spürbar. Die Luft ist irgendwie dicker...aber sonst? Der Prinz schluckt und weicht unwillkürlich einen Schritt zurück. Mehr als ein ungutes Kribbeln ist da nicht, aber das könnte jedwede Ursache haben. Er zuckt schließlich mit den Schultern und verneint.

Der Warlock nickt letztendlich und lächelt dann geringschätzig. "Das ist bedauerlich, mein Prinz, aber nicht zu ändern. Wisset jedoch, das wir nach Beendigung der Aufgabe an der Oberfläche wieder hierher zurück müssen. Das muß unbedingt näher untersucht werden! Diese Macht wird uns Kräfte verleihen, von denen Ihr nicht einmal zu träumen wagt, wenn wir es verstehen, das anzuzapfen, was hier ruht."
Der Prinz wirft dem Warlock einen mißtrauischen Blick zu und macht dann kehrt, ohne ein weiteres Wort zu verlieren. Er hat es eilig, diesen seltsamen Ort zu verlassen.
Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 08/05/04 05:55 PM

Da war das worauf er gewartet hat. Der Schein einer Fackel, welcher sich einmal in seine Richtung neigt.
Absolut lautlos schleicht der Drow im Schatten der Wand entlang mit einem belustigten Grinsen huscht er direkt neben der Gruppe, an dem Durchgang vorbei, durch einen parallelen Gang an der Gruppe vorbei. Ohne den Warlock wäre es schwieriger geworden unbemerkt an der Gruppe vorbei zu kommen, wenn nicht sogar fast unmöglich.
Er beschleunigt seine Schritte nachdem er sich sicher ist, nicht von der Drow-Gruppe gehört zu werden.

Ein paar Kreuzungen, Gabelungen und Stufen später erreicht ihn ein lauer Luftzug, welcher im die nahende Oberfläche ankündigt.

Er hört Stimmen. Er hüllt sich ein in eine Kugel der Dunkelheit und nähert sich den Stimmen.
"Ein bunter Haufen Narren", zischt er. Er überlegt kurz ob er sie nieder machen soll, sobald sie in den Schatten beim Treppenabsatz treten, oder ob er eine andere Verwendung für diese Kesselflicker hat.
Spontan fällt ihm eine Möglichkeit ein, wie ihm dieses Völkchen von Nutzen sein kann.

Direkt neben dem Zwerg lässt er die Tarnung fallen.
Er spricht den sichtlich erschrockenen Zwerg geringschätzig an: "Hargluk ! Ich habe euch etwas mitzuteilen und ich rate euch keine Aktionen gegen mich zu wagen. Ihr würdet es bitter bereuen.
Ich kann euch helfen, eure ungestillte Neugier über den Verbleib und den Aufenthalt eurer Kumpane zu stillen, jedoch verlange ich eine Gegenleistung dafür, das ich euch nicht in eueren sicheren Tod laufen lasse ! Erklärt euch, wollt ihr diesen HAndel abschließen ? Aber beeilt euch mit der Antwort, jeder Augenblick der ungenutzt verrinnt, wird Blut fließen lassen."

Der Rest der Gruppe, welche sich am Eingang versammelt hat, blickt nicht weniger erschrocken ob des plötzlichen und unerwarteten Erscheinens des Drows für einige hundertstel fassungslos auf den Eingang.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 08/05/04 07:05 PM

Alrik hat sich zurück in den (Schatten des) Eingangs gedrückt. Es riecht muffig und modrig, und außer dem Schein von Fakeln sieht man nicht viel mehr von der Treppe, die in die Tiefe führt, außer Stein und Stein und Schatten, die in Schatten übergehen, die in Schatten übergehen .. viel zu einfach für einen Hinterhalt.

Stümper ! flucht er leise und in Gedanken. Wenn die anderen Zwerge nicht wieder an die Oberfläche gekommen sind, so vermutet er, muß sie jemand getötet haben. Und wenn jemand Zwerge töten kann, dann ist derjenige gefährlich !
Alrik ist sich bewußt, daß das alles "nur" Vermutungen sind, aber er hat auch gelernt, auf seine Intuition zu hören. Ein sehr wirkungsvolles Mittel, richtig eingesetzt.

Diese dunkle Gestalt dort drüben - er traut dieser Person nicht. Einer, der von der einen auf die andere Sekunde hin plötzlich sichtbar wird, muß gut genug sein, vor dem Sichtbarwerden unsichtbar zu sein, zumindest für die Sinne. Das gefällt ihm nicht.
Aber er kann nichts tun. Seine einzige Hoffnung ist, daß er in den Schatten nicht erkannt wird. Er wird diesem da folgen müssen, wenn der Rest der Gruppe ihm ebenfalls folgt. Und wenn ...

Alrik unterdrückt ein Keuchen. Was, wenn das alles eine Falle ist ? Er überlegt, ob er wieder zurück gehen soll, die anderen zu warnen ...

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 08/05/04 07:34 PM

Nur Hundertstel währt Glances Erschrecken, als direkt neben Xanlosch plötzlich scheinbar aus dem Nichts eine Gestalt auftaucht. "Dunkelelf", schiesst ein alarmierter Gedanke durch sein Unterbwußtsein, und instinktiv springt er weit zurück um Abstand zu gewinnen zu dem Fremden. Er kennt Dunkelelfen nur als Feinde - gefährliche Feinde - in einem Generationen währenden Kampf zwischen Hoch- und Dunkelelfen.

Der Fremde hat in seiner Arroganz nicht einmal eine Waffe in der Hand, und spricht Xanlosch herablassend, fordernd an. Mit dem Schwert in der Hand beobachtet Glance den Drow scharf, wartet aber Xanloschs Reaktion ab.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 08/05/04 08:34 PM

Während nun ein Teil der Gruppe mit Xanlosch zum Eingang nach unten gegangen ist, setzt sich die Elfin auf ein leeres Fass um über die ganze Situation nachzudenken. Sie hat kaum Platz genommen, wird das seltsame Amulett, das um ihren Hals liegt, sehr warm.
Lu Ser!
Sie nimmt es ab und blickt hinein. Sie sieht Lu Ser, der gerade sein Amulett dem Höllenhund entgegenstreckt, das dieser sofort an sich reisst, sich über den Kopf wirft und in Richtung Eisengitter davonrennt. Lu Ser springt, mit einem entsetzten Gesichtsausdruck hinterher. Aber vergebens. Der Höllenhund ist entschwunden. Lu Ser scheint verzweifelt und trommelt mit seinen Fäusten auf den Boden. Dann legt er sich hin und schläft ein.
Das Amulett erlischt, ehe Big Claw den weiteren Verlauf der Ereignisse sehen kann.
Sie seufzt tief und hofft inständig, dass es doch noch einen Weg gibt Lu Ser wieder zurückzuholen.
Sie geht zu dem Reisenden, Bodasen und Rashida und erzählt ihnen, was sie gesehen hat.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 09/05/04 08:41 AM

Zuerst langsam hatte das Blut zu kochen begonnen. Er hatte sie doch noch gewarnt, keine Magie in ihrer Nähe einzusetzen. Die Magie, die sich auf ihn zu bewegte, schien aber nicht von ihnen zu kommen. Jemand anderes musste es sein. Aber nur wer ? Eine Antwort auf diese Frage gab es nicht mehr, denn je näher diese Person kam, desto heißer wurde das Blut in Xanloschs Körper.

Seine Augen waren nun schon blutunterlaufen, seine Muskeln spannten sich soweit, wie es seine Rüstung zuließ und leichter Schaum kam aus Xanloschs Mund hervor. Seine Hände umfassten die Axt so stark, dass die Handknochen weiß hervor stachen und dies nicht einmal das kochende Blut in seinen Adern verhindern konnte.

Wenn dieser jemand nur noch irgendeine Bewegung machte, dann würde er losschlagen. Konsequenzen gibt es für ihn keine, nur der Gedanke des Kampfes ging durch den Kopf von Xanlosch. Aber noch hatte der Blutrausch in seinem Körper nicht die Überhand gewonnen. Wenn er dem Blutrausch freien Lauf lassen würde, dann würde es Tote geben. Ich habe es schon einmal geschafft den Blutrausch zu unterdrücken, aber damals war es eine geringe Magieentfaltung gewesen. Diese hingegen, war viel stärker gewesen. Solange ich nicht meine ganze Kraft darauf konzentriere, der Herr über meinen Körper zu bleiben, dann wird nicht viel passieren. Aber wie lange kann ich mich noch dagegen wären ?

Nerosch war bei den Worten des Neuankömmlings erschrocken herum gefahren. Wie war dies nur möglich, waren seine ersten Gedanken. Bis vor einem Moment hatte noch niemand in dem Eingang gestanden, durch den Alrik kurz zuvor gegangen war. Entweder hatten ihm seine Augen getäuscht oder hier war Magie im Spiel gewesen. Von der Statur her war der Neuankömmling einen Elfen ähnlich, wenn da nicht seine Hautfarbe gewesen wäre. Es ist wahr, sind sie aus dem Tiefen wieder hervor gekrochen, sind die fragenden Gedanken von Nerosch. Dunkelelfen, ich wusste es. Ich habe es geahnt. Nur sie konnten unsere Wachen unten in den Katakomben überwältigt haben, ohne dass Alarm ausgelöst wurden ist. Die Trolle waren nie so raffiniert gewesen, sie griffen lieber frontal und mit viel Lärm an, so dass man sie rechtzeitig bemerken konnte. Las mir auch noch etwas von diesem Dunkelelfen übrig Xanlosch ! Nicht nur du hast dort unten wahrscheinlich Freunde und Kameraden verloren, ich ebenfalls und wenn es so sein sollte, dann wird dieser Dunkelelf diesen Tag nicht mehr überleben und sich wünschen, uns nie getroffen zu haben. Die letzten Gedanken wollte Nerosch am liebsten laut aussprechen, aber eine innere Stimme in Nerosch ließ ihn in seiner Kampfabsicht innehalten. Ein Blick auf Xanloschs Hände ließ Nerosch nichts gutes ahnen und ohne dass er es wollte, schrie er nur noch heraus:

"Bewegt euch nicht, wenn euch euer Leben lieb ist. Wenn wir Glück haben, ist es bald vorbei !"

Xanlosch hörte die Worte, die in seine Richtung geschrien wurden und er wandte sich in seinen überkommenden Blutrausch in genau diese Richtung, woher die Stimme gekommen war. Gut gemacht Nerosch, ist der Gedanke, der noch durch Xanloschs Gehirn rast, aber warum hast du die Gefahr auf dich gelenkt anstatt auf diesen Dunkelelfen, der die eigentliche Gefahr ist ?

Langsam, aber stetig nähert sich Xanlosch Nerosch. Das Axtblatt rot glühend hält Xanlosch seine Axt zum Schlag bereit.

Nerosch traut sich nicht einmal zu atmen. Er hatte zwar schon davon gehört, dass einige Krieger während einer großen Schlacht in einen Blutrausch verfallen und dann weder Freund noch Feind voneinander auseinander halten können, aber er hatte es noch nie selbst gesehen und hier war auch keine Schlacht im Gange. Den größten Fehler, den er jetzt begehen konnte, war sich zu bewegen. Dies wusste er von den wenigen Überlebenden solcher Gemetzel. Was hatte Xanlosch ihm und den anderen Zwergen verheimlicht oder war es genau der Grund, dass kein Magiebegabter auf ihrer Reise hierher mit dabei sein sollte ? Wenn er dies hier überleben sollte, dann würde er die Antworten von Xanlosch heraus pressen, egal was es ihn kosten würde.


Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 09/05/04 12:55 PM

Kühl und ohne die Miene zu verziehen spricht der Drow in Richtung der Zwerge:
"Ich bot euch einen Handel an, wenn ich vor gehabt hätte euch sofort zu töten, hätte ich hierzu bereits ausreichend Gelegenheit gehabt. Das solltet ihr bei euerer Entscheidung bedenken."
"Wieviele seit ihr ? Und wieviele davon haben Kampferfahrung ?"
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 10/05/04 04:41 PM

Bei den Worten des Dunkelelfen dreht sich Xanlosch diesen wieder zu und geht langsam auf eben jenen neuen Feind zu. Nur langsam lässt die Wirkung des kochenden Blutes in Xanlosch nach und unter grösster Kraftaufwendung, kommt nur ein gepresstes : "ei.. ein... einige..." hervor.

Nerosch nickt nur bei den Worten von Xanlosch und versucht keinen Laut von sich zu geben.
Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 10/05/04 07:06 PM

Lynx steht still, aber sprungbereit, da.
Ein Zwerg im Blutrausch ist ihm doch zu anstrengend, wenngleich ihn auch ein Kampf reizt.

Aber... er hat eine Mission, und nur die ist für ihn jetzt von übergeordneten Interesse.

Ruhig, aber doch gleichmütig blickt er dem Zwerg direkt in die Augen und spricht ihn an:
" Wieviele sind einige ? Sind noch mehr hier in der näheren Umgebung ?
Eure Antworten entscheiden über das Leben und den Tod eurer Kumpane.

Nun ? Wie wollt ihr entscheiden ? Beeilt euch mit euren Antworten, die Zeit ist knapp.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 10/05/04 08:30 PM

Nerosch nutzt die Gelegenheit, da sich Xanlosch immer noch auf den Dunkelelfen konzentriert und deutet mit einer Hand nach oben und danach zeigt Nerosch dem Dunkelelfen 3 Finger. Nerosch hofft, dass es der Dunkelelf verstanden hat und kann ersteinmal nichts weiter machen.

Der innere Kampf in Xanlosch geht weiter. Er weiss, dass die Dunkelelfen mit die grösste Gefahr für jede Zwergenbinge sind. Wenn aber dieser Dunkelf hingegen in guter Absicht, wie auch immer diese sein mag, zu ihnen gekommen ist, dann ist er alleine wahrscheinlich noch die kleinere Gefahr. Im nächsten Moment kommen aber wieder die Gedanken um die wahrscheinlich gefallen Kameraden in Xanlosch wieder hoch und er ist sich nicht mehr so sicher, ob es nicht besser wäre, den Dunkelelfen erst zu verletzen und dann die Fragen zu stellen.


Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 10/05/04 09:02 PM

Der Drow sieht den Wink und nickt einmal kurz, zum Zeichen, das er verstanden hat.
Gibt es sonst noch Kämpfer hier in der Umgebung ? Begleiter ?
Ohne Xanlosch aus den Augen zu lassen, blickt er den anderen Zwerg bohrend an, da er nun langsam die Geduld mit Xanlosch verloren hat.
Er blickt kurz die Gruppe an:"Hat der Zwerg euch die Zungen rausgeschnitten, oder habt ihr Probleme eure Zähne ruhig zu halten ?
Ihr habt nicht mehr lange zu Leben, wenn ihr nicht kooperiert.

Er zeigt auf den Zwerg:"Du ! Nerosch, nicht wahr ? Komm her und antworte für deinen Kumpan !
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 10/05/04 09:27 PM

Um den Drow abzulenken, wirft Glance ein "Was ist das für ein Handel, den Ihr vorschlagen wollt, Dunkelelf - und was ist Euer Gewinn dabei?"
Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 10/05/04 09:33 PM

"Ich erklärte bereits meinen Handel. Ich habe euch gesagt, was ich anbiete, der Rest hat euch nicht zu interessieren.
Abgesehen davon, haben wir keine Zeit hier wie Weibsvolk zu plaudern.
Ich frage jetzt ein allerletztes mal, wollt ihr Leben, oder wollt ihr sterben ?"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 10/05/04 09:35 PM

Der Reisende hört sich in Ruhe den Bericht Big Claws an, zuckt jedoch nur mit den Schultern.

"Ich vermag nicht zu sagen, ob Lu Ser tatsächlich widerfährt, was Ihr da gesehen habt. Oder wenn es ihm tatsächlich widerfährt, ob das was er und Ihr zu sehen glaubt auch real ist. Wie ich schon sagte, weiss ich kaum etwas über diese spezielle Form magischer elfischer Artefakte. Die elfische Magie ist mir - ohne Euch zu Nahe treten zu wollen - immer suspekt gewesen. Sie ist verworren und bedient sich unbekannter Quellen, die sowohl Gutes wie Böses hervorgebracht haben kann."

Auch der Magier kann nur bedauernd den Kopf schütteln:

"Tut mir leid. Ich vermag Eure Beobachtung noch weniger zu deuten, als der Reisende. Wie Ihr wisst...... nun..... Beschwörungen, Bannungen und Flüche sind mir nicht fremd. Jedoch in elfischer Form..... nein, tut mir leid."

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 10/05/04 09:49 PM

"Nun", antwortet Glance dem Dunkelelfen, "so formuliert ist es eine rhetorische Frage - wir alle hier haben durchaus vor noch eine Weile unter den Lebenden zu wandeln. Wenn ihr uns vor einer Gefahr warnen wollt, so ist es wohl Zeit, dass Ihr dies endlich tut - und wenn Ihr meint diese Gefahr zu sein, dann soll es euch schwer werden!"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 10/05/04 09:51 PM

Die Elfin nickt zu den Kommentaren des Reisenden und des Magiers. Sie weiß, das die Magie der Elfen nur sehr wenigen Aussenstehenden bekannt ist. Und dadurch auch sehr oft falsch gedeutet wird.
"Ich kann euch schon verstehen, dann werde ich wohl abwarten müssen, was dieses seltsame Amulett mir noch zeigt."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 11/05/04 04:39 AM

"Ich glaube ihr solltet sagen was ihr wollt"
Nur mit mühe kann Stone sich zurückhalten, ein Dunkelelf.
Allein die tatsache das er noch nicht so recht begriffen hat, was mit Xanlosch los ist hindert ihn daran sich auf die üble Kreatur zu stürzen.
Er hat zwar genug über die Drow gehört um zu wissen das es genauso gut sein Tod sein könnte, aber diese Rasse steht für alles was er ablehnt.
Und seine Ehrfahrungen in der letzten Zeit bestärken ihn nur darin.
"Und dann sagt uns was mit den Zwergen passiert ist"
Langsam rückt Stone etwas ab um mehr platz zu haben, aber noch greift er nicht nach dem Schwert.
Zu selbstsicher erscheint dieser Dunkelelf, und das inmitten einer Gruppe die durchaus ausreichen dürfte ihm den garaus zu machen.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 11/05/04 07:15 AM

Inzwischen ganz woanders:

Lu liegt noch immer zitternd und unsichtbar wenige Meter neben dem tobenden Höllenhund platt ins Gras gedrückt. Jetzt bloß nicht auffallen!

"Du gemeine, selbstsüchtige Fee!" hört Lu die Bestie brüllen, dass seine Ohren sausen. "Hast du mich noch immer nicht genug gequält? Seit Jahren bin ich hier schon eingesperrt. Und nun verspottest du mich mit Illusionen? Was bist du nur für ein Biest!"

Wütend beisst der Höllenhund ins Gras und spuckt das Büschel weit weg. Als er aber weiterhin niemanden finden kann, legt er sich auf die Wiese und bettet seinen großen Kopf auf die Vorderpfoten.

Lu vermeint ein tiefes Seufzen zu hören. Er betrachtet den liegenden Koloss sorgenvoll und schleicht Schritt für Schritt rückwärts zum Metallgitter. Die Fee hatte ihn vor dem Höllenhund gewarnt und seine Erscheinung hatte ihm ein übriges gegeben. Er will nicht als Abendessen dieses Ungeheuers enden!

Aus einiger Entfernung wirkt der ruhende Höllenhund gar nicht mehr so gefährlich, eher niedergeschlagen. Lu hält einen Moment inne und betrachtet das riesige Tier mit schief gelegtem Kopf. War er nicht ebenso ein Gefangener wie die Bestie, nur in einem etwas größeren Käfig? Lu ringt lange mit sich, ob er es wagen soll, den Höllenhund anzusprechen. Er beschließt, sich erst wieder durch das Gitter zu quetschen und dann einen Versuch zu wagen. Scheinbar kann das Ungeheuer den Innenhof ja nicht verlassen.

Hinter dem Metallgitter angekommen räuspert sich Lu zweimal, bevor er mit dünner Stimme zu reden beginnt:

"Hallo, ähh, Höllenhund?! Ich bin keine Illusion. Ich bin Lu Ser, eine Drachenechse!". Dann verlässt ihn sein Mut.

Der Höllenhund hat bei Lus erstem Laut die Augen geöffnet und blickt nun kritisch zum Tor.

"Lu Ser? Was für ein alberner Name! Und du Winzling willst eine Drachechse sein? Einem Maulswurfshaufen, der behauptet der höchste Berg des Universums zu sein, würde ich eher glauben ... Ja los! Beschimpf mich! Wirf mit Steinen nach mir! Was hockst du dort so zimperlich am Tor?"

"Warum sollte ich dich bewerfen?", wundert sich Lu laut. "Du hast mich zwar ordentlich erschreckt, mir aber bisher nichts getan. Und hinter dem Tor bin ich doch außerdem sicher, oder?".

Der Höllenhund trottet langsam heran und fragt genüsslich:

"Bist du dir sicher? Ein Haps von mir und du bist Geschichte! Ich bin hungrig."

Drohend baut er sich vor Lu auf. Dieser wird wieder etwas transparenter und beglückwünscht sich heimlich zu der Idee, sich hinter das Tor zu stellen.

"Aber gerade hast du gebrüllt, dass du gefangen bist. Wie kannst du gefangen sein, wenn du den Innenhof verlassen kannst?"

Der Höllenhund lässt den Kopf hängen.

"Du raubst mir wirklich den letzten Spaß. Kannst du nicht zittern und rennen wie alle anderen. Ich bin wirklich vollkommen unnütz geworden ..."

"Wie kommst du denn hierher?", fragt Lu. "Die Fee hat doch gesagt, hier sei alles schön und gut?"

"Ach, ich bin nur einer der ausrangierten Spielkameraden der Fee. Gestern noch interessant, heute schon überflüssig. Hast du nicht den riesigen Zoo der ausrangierten Wesen gesehen? Ich habe die Fee im Spiel versehentlich einmal verletzt. Deshalb werde ich hier gefangen gehalten. Die meisten anderen dürfen frei umherwandern. Auch dich hält sie scheinbar für harmlos, so ein winziges Wesen."

Lu erschreckt zuerst, als der Höllenhund die Zähne fletscht, erkennt dann jedoch, dass dies der Versuch ist, eine schon fast in Vergessenheit geratene Geste durchzuführen - zu lächeln.

"Du bist nicht böse und gemein und hinterhältig?"

Was für eine dumme Frage, fällt es Lu ein, als er sie gerade eben geäußert hat. Wer würde das schon zugeben. Doch der Höllenhund antwortet ganz ernsthaft:

"Das ist eine Frage des Standpunktes. Die Fee und alle Wesen, die ich verspeist habe, werden genau das von mir denken, doch".

"Aber man muss doch irgendetwas essen! Das zählt nicht."

"Ja, aber alle Mäuse und Hasen, die du in deinem Leben gefressen hast, werden dich auch böse, gemein und hinterhältig finden oder besser gefunden haben. Und, bist du es?"

So hatte Lu das noch nie betrachtet. Bisher hatte er sich immer für ein gutes Wesen gehalten, freundlich und hilfsbereit. Er kommt ins Grübeln.

"Weißt du denn, wie ich von hier wieder in meine eigene Welt komme? Es hat bestimmt irgendetwas mit diesem Amulett zu tun, aber ich weiß nicht was", fragt er den Höllenhund nach einiger Zeit.

"Jaaaa, zweimal Jaaaaaa", antwortet dieser langgezogen und kopfnickend.

Lu fühlt sich wie elektrisiert. Neue Hoffnung durchflutet ihn.

"Bitte, bitte, sag schon!", bettelt er und beginnt vor dem Tor zu hüpfen.

"Warum sollte ich das tun? Gerade erst habe ich jemanden gefunden, der mit mir redet und nicht gleich flüchtet, und nun soll ich ihm helfen, mich wieder zu verlassen? Nein, das wäre unklug."

Lu sackt wieder in dich zusammen. Dann kommt ihm eine Idee.

"Und wenn ich dich mitnehme in meine Welt? Dort bist du nicht mehr gefangen. Und meine Gefährten sind zwar ungewöhnlich, aber sehr klug. Sie würden bestimmt auch mit dir reden wollen.", lockt er.

"Ich kann diesen Hof nicht verlassen. Das weißt du doch. Mich bindet hier ein Fluch der Fee. Nur wenn mir jemand reinen Herzens ein wertvolles Geschenk macht, öffnet sich das Gittertor. Die letzten hundert Jahre ist keine Jungfrau mit einer Kiste voll Gold mehr vorbei gekommen."

Der Sarkasmus des Höllenhunds hängt wie Eiskristall in der Luft.

"Dann werde ich etwas Wertvolles für dich suchen gehen." Lu stemmt entschlossen die Fäuste in die Seite.

"Nicht wertvoll für mich, wertvoll für dich", verbessert ihn der Höllenhund. "Viel Erfolg ... Woher wusste ich nur, dass auch du mich sehr rasch wieder verlassen würdest?". Das Maul des Hundes verzerrt sich zu einem bitteren Lachen.

"Ich komme wieder!", besänftigt ihn Lu.

"Ja, ja .... bestimmt" Hoffnungslos schnappt der Höllenhund zweimal in die Luft und trottet dann vom Tor fort. Der Boden vibriert erneut.

"Ehrlich!", ruft Lu, aber der Höllenhund reagiert nicht.


Lu sitzt noch lange am Tor und überlegt. So schlimm seine eigene Lage ist, mit dem Höllenhund hat er ebenso viel Mitleid. Ein wertvolles Geschenk, ein wertvolles Geschenk. Grübelnd knetet Lu das Amulett in seiner Pfote. Gedankenverloren betrachtet er es und beobachtet seine ehemaligen Gefährten. Wie im Zeitraffer sieht er Big Claw und die anderen.

Gut, dass ich wenigstens das Amulett noch habe", denkt Lu. "Es ist mein ..." Ihm stocken die Worte: "Wertvollster Besitz!", ruft er dann laut. Aber soll er sich wirklich von seiner einzigen Verbindung zu seiner Welt trennen? Zu seiner einzigen Chance auf Rückkehr? Wenn der Höllenhund ihm verspricht, das Amulett nicht zu behalten, sondern sofort für die Rückkehr zu verwenden? Zweifel plagen Lu und er überlegt lange hin und her. Aber was hat er zu verlieren. Alleine kann er mit dem Amulett nichts anfangen. Es ist nichts als ein wehmütiges Andenken an die andere Welt.

"Höllenhund, Höllenhund!", ruft er laut durch das Tor, aber niemand reagiert. Lu rafft all seinen Mut zusammen und drückt sich erneut durch das Gitter.
"Höllenhund ich habe eine Idee, das Amulett!". Immer noch keine Antwort.

Lu schwingt sich in die Lüfte, um den riesigen Innenhof schneller absuchen zu können. Dort hinten ist der Höllenhund ja! Lu landet mit einigen Metern Sicherheitsabstand vor dem Koloss. Aufgeregt erklärt er ihm seine Idee:

" ... Du musst mir nur versprechen, dass du uns beide mit dem Amulett dann zurück in unsere Welt bringst. Du weißt doch wie das geht, oder?"

"Ich weiß, was zu tun ist. Das ist ein guter Plan", bestätigt ihm der Höllenhund. "Gib mir das Amulett."

Lu überfallen noch einmal starke Zweifel, als er den Arm mit dem Amulett ausstreckt. Doch es ist zu spät. Mit einer blitzschnellen Bewegung reißt der Höllenhund das Amulett an sich, wirft es sich über den Kopf und jagt dann freiheitstrunken so schnell er kann auf das Tor zu. Das schwere Eisengitter ist verschwunden.

"Bleib hier! Du hast mir versprochen, mich mit dem Amulett nach Hause zu bringen!", ruft ihm Lu hinterher und startet ebenfalls. Doch der Höllenhund ist viel schneller und entschwindet schon bald seinem Blick.

Zutiefst enttäuscht und schrecklich wütend auf sich und seine Vertrauensseligkeit hält Lu inne. Wütend trommelt er dann mit beiden Pfoten auf den Boden. Wie konnte er nur so dumm sein? Und die Fee hatte ihn noch gewarnt!
Zum wiederholten Male an diesem scheinbar gar kein Ende nehmen wollenden Tag kommen Lu die Tränen. Jetzt ist auch noch sein Amulett verschwunden. Müde und lethargisch legt er sich ins Gras und schläft ein. Alles sinnlos.


Lu erwacht, als ein dunkler Schatten über ihn fällt. Als er zögerlich die Augen öffnet, blickt er in ein winziges, runzeliges Gesicht vor einem schwarzen Himmel. Das Gesicht grinst ihn freundlich an.

"Na, genug geschlafen? Ich dachte schon, du willst gar nicht mehr nach Hause", spottet der Winzling freundlich. "Ich bin Kxlak, der Gnom. El Baratro hat mich befreit und mir dieses Zauberamulett gegeben, mit dem wir wieder aus der Feenwelt fliehen können. Es hätte sofort losgehen können, aber er bestand darauf, dass wir dich mitnehmen müssen. Er hat halt ein weiches Herz." Liebevoll tätschelte der Gnom eine Pfote. Lu bemerkte in seiner Verwirrung erst jetzt, dass keineswegs der Himmel schwarz war, sondern dass er auf die Brust des Höllenhundes starrte.

"Du bist zurück gekommen?", staunt Lu. "Warum bist du einfach weggerannt? Warum hast du nichts gesagt?"

El Baratro tritt ein paar Schritte zurück und blickt verlegen auf einen Punkt neben Lu auf der Wiese.
"Ich war frei! Endlich frei! Da ist es mit mir durchgegangen. Und außerdem musste ich sowieso noch Kxlak holen. Ich kenne zwar den Zauber, aber sprechen kann ihn nur ein Kobold oder eine Fee."

Kxak drängt zur Eile. "Schnell, schnell, bevor die Fee uns in die Quere kommt!", mahnt er.
Dann winkt er Lu und El Baratro heran und bedeutet ihnen, eine Pfote auszustrecken und aufeinander zu legen. Er legt seine Hand obenauf und schlingt die Kette des Amuletts um den Gliedmaßenturm. Ein Zeh eines Höllenhundes, eine Pfote eines Drachens und eine Hand eines Gnoms. Was für ein Anblick.

"Bereit? Jeder von uns wird in seine Welt zurückgelangen. Ich danke euch beiden für eure Mithilfe."

Lu streichelt mit seiner freien Pfote dankbar El Baratro und nickt dann.

"Danke. Und los geht's!"

Kxlak beginnt zu murmeln und viele Sekunden lang passiert nichts. Als Lu gerade beginnt, an der Fähigkeit des Gnoms zu zweifeln, fühlt er wieder den mächtigen Sog des Amuletts. Freudig stürzt er seinen Geist hinein -

und findet sich im Inneren einer halb verfallenen Burg direkt zu Big Claws Füßen wieder. El Baratro und Kxlak sind verschwunden, ebenso das Amulett.
Big Claw starrt ihn verblüfft an. Im gleichen Moment löst sich auch ihr Gegenstück des Amuletts auf.

"Hallo?!", sagt Lu vorsichtig, die Abweisung seiner Gefährten noch gut im Gedächtnis.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 11/05/04 07:22 AM

Big Claw will das Amulett gerade wieder umlegen, als es plötzlich aufleuchtet und Lu Ser wie aus dem Nichts vor ihren Füßen landet. So wie Lu Ser erscheint, löst sich das Amulett auf.
Die Elfin ist viel zu verblüfft um etwas sagen zu können.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 11/05/04 02:45 PM

Alrik weiß nicht, was er tun soll.

Ihm bleibt nur eines : Verwirrung stiften. Das hat bisher immer gut geklappt.

Er klaubt sich vorichtig einen Stein vom Boden auf, etwa faustgroß, und wirft ihn auf den Dunklen zu, noch ehe dieser protestieren kann.

"Fang !" ruft Alrik mit lauter Stimme.

Dieser kurze Moment der Unaufmerksamkeit des Dunklen da drüben muß jetzt ausgenutzt werden ...


Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 11/05/04 05:19 PM

"Du Narr !", schreit Lynx dem Streuner entgegen und macht einen Satz zur Seite in den Schatten, in der er Deckung findet. Er hebt die Hand, zwei Finger in den Ballen gedrückt, schießt ein mit einem lähmenden Gift versehenen Bolzen direkt in Alriks Schulter.
Nachdem der Bolzen sein Handgelenk verlassen hat, zieht Lynx seine Klingen, seine Augen leuchten purpurn auf.

"Noch so eine Dummheit und meine Gutmütigkeit mit euch hat ein Ende.
Den nächsten werde ich nicht schonen. "
"Ich bot euch in einem Handel euer Leben und Informationen. Im Gegenzug erwartete ich nur eure Hilfe bei einem gemeinsamen Problem."

Nachdem er geendet hat, bleibt er mit seinen Klingen kampfbereit stehen, die Höhlenwand im Rücken.

"Jetzt verschwendet nicht weiter meine kostbare Zeit, sonst werde ich meinen Weg fortsetzen um fähige Kämpfer zu finden.
Entscheidet, SOFORT !"


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 11/05/04 07:06 PM

"Ihr erwartet Hilfe, Dunkelelf?", entgegnet Glance, wie der Drow mit der Waffe in der Hand, den Zwischenfall mit Alrik für den Moment ignorierend, "Das ist kühn - und überraschend! Nicht oft gesteht ein Dunkelelf zu, dass er Hilfe benötigt. Sagt uns, warum ist Euer Problem unser gemeinsames Problem? Falls dem so ist, werden wir sehen ob die Lösung ebenfalls eine gemeinsame sein kann!"
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 11/05/04 07:26 PM

Der Reisende hatte sich wieder auf den Eingang konzentriert, durch den der Suchtrupp verschwunden war, als Lu Ser plötzlich zu Big Claws Füßen auftauchte.

Ohne seinen Blick und seine Konzentration vom Eingang abzuwenden, geht er in die Hocke und tätschelt dem kleinen Drachen die Schultern, während er ihn flüsternd begrüsst:

"Ich weiss nicht wo Du Dich rumgetrieben hast, aber ich fürchte Du hast Dir einen schlechten Zeitpunkt ausgesucht um wieder aufzutauchen...."

Von unten waren kurz zornige laute Stimmen zu hören gewesen. Vielleicht war jemand über einen toten Zwerg gestolpert, vielleicht waren sie aber auch auf Ärger gestossen.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 11/05/04 11:38 PM

"Gehe sparsam damit um", zischt es durch Alriks Kopf, während er den Stich in seiner Schulter verspürt.

Stich ?

Eine Waffe ?

Ein Bolzen ?

Oh, ja, das heimtückische Gerät von Assassinen !

Während der Assassine ein paar Sekundenbuchteile braucht, um seine Klingen zu ziehen, zieht sich Alrik zurück. Er wird nicht mit Assassinen verhandeln, beschließt er.

Als er merkt, daß eine beginnende Lähmung seine Schulter durchzieht, hockt er sich außer Sichtweite der anderen auf den Boden. "Gehe sparsam damit um", das gilt sowohl für Giftbolzen, als auch für deren Gegenmittel. "Gehe sparsam damit um", hatte ihm der alte Alchimist geraten. "Es ist magisch, aber nicht unerschöpflich." Dann benutzt er dieses "etwas" ohne zu wissen, wie es denn nun eigentlich wirkt.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 12/05/04 04:17 AM

In der selben Sekunde in der der Dunkelelf auf Alrik schießt hat auch Stone sein Schwert gezogen.
Schnell bezieht er eine Stellung an Glaces Seite, als dieser zuende geredet hat, knurrt er den Dunkelelfen an, "Ihr bietet uns unser Leben? Vielleicht geht es ja um euer Leben? Was wollt ihr? Redet."

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 12/05/04 06:39 AM

Zunächst war Lu ein wenig erschreckt, dass Big Claw ihn einfach nur anstarrte und gar nicht antwortete. War sie immernoch böse auf ihn?
Dann jedoch fühlte er die große Hand des Reisenden auf seiner Schulter. Freudig will er losplappern, fragen, warum ihn die anderen nicht mehr dabei haben wollten, fragen, wo er ist, wo die anderen sind, was passiert ist.

Der starre, konzentrierte Blick des Reisenden und seine geflüsterten Worte lassen Lu jedoch gleich die erste Silbe wieder verschlucken. Ganz leise wispert er zurück: "Wieso schlechter Zeitpunkt?".

Die düstere, spannungsgeladene Atmosphäre in der Burgruine und das eigenartige Verhalten des Reisenden schüchtern ihn ein.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 12/05/04 06:47 AM

Die Elfin hat sich von ihrer Sprachlosigkeit und ihrem Erstaunen erholt und streichelt über LuSer´s Rücken. Sie hört die Worte des Reisenden und sieht seinen besorgten Blick in Richtung Turm.
"Ich glaube kleiner Freund, jetzt ist nicht die Zeit für Erklärungen. Das werden wir wohl verschieben müssen. Aber ich bin sehr froh, dass Du wieder hier bist und es Dir gut geht."
Auch sie hat die Unruhe bemerkt und ist sich nicht sicher, ob das Gefahr bedeutet. Denn selbst ihre geschärften Sinne können nicht durch das Gemäuer dringen.
"Reisender, was haltet ihr davon?"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 12/05/04 08:25 AM

Ein frischer Wind kam auf und fegte die Wolken zu Seite.

Rashida war gerade dabei, einen Umhang aus ihrem Rucksack zu kramen, als Lu Ser aus dem Amulett gepurzelt kam. Die Kriegerin hielt kurz inne, besann sich aber auf ihre eigentliche Absicht und suchte weiter.

Als sie den Umhang gefunden hatte, warf sie ihn um und ging langsam zu dem Reisenden, dessen Worte sie hatten aufhorchen lassen.

Leise fragt sie ihn: "Was ich Euch fragen wollte: wieso seid ihr so sicher, dass wir es mit SarSareth aufnehmen? Kann es nicht sein, dass es etwas anderes ist? Wenn es wirklich so ist, wie ihr beschrieben habt, dann sehe ich noch einen langen Weg vor uns. Und den soll ich mit Euch zusammen gehen?" Ein zweifelnder Blick huscht über das Gesicht der Streiterin. "Was macht man nicht alles, um die Welt zu retten. Ich denke doch, dass wir das tun werden, oder? Und... aeh... wieso flüstern wir eigentlich?"

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 12/05/04 04:04 PM

"Ich habe eben kurz etwas von unten gehört. Es klang wie ein zorniger Schrei. Das muss nichts zu bedeuten haben, aber wir sollten in jedem Fall auf der Hut sein !"

Nachdem er keine weiteren Geräusche mehr ausmachen kann, wendet sich der Reisende stirnrunzelnd zu Rashida um.

"Glaubt mir, es IST SarSareth, der hinter allem steht was diese Welt an Verderbtheit und Schrecken heimsuchen wird. Es zwingt Euch niemand, diesen Weg zu gehen, Rashida. Ich gehe diesen Weg mit oder ohne Euch - einfach weil es notwendig ist, wenn SarSareth nicht beenden soll was er einst begonnen hat. Wenn ich den Weg jedoch ohne Euch gehe, dann werde ich mir vorher nehmen was ich dafür benötige."

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 12/05/04 05:29 PM

Unwillkürlich greift die Kriegerin zu ihrem Schwert und hält den Knauf fest umschlossen.

"Mir bleibt nichts anderes übrig, als Euren Worten Glauben zu schenken. Und seid unbesorgt! Ich werde Euch begleiten, da ich wichtige Dinge prinzipiell nicht aus der Hand gebe. So ist es auch mit meinem Schwert. Das muss man mir aus den kalten, toten Händen reissen, freiwillig bekommt das niemand!" Ihre Stimme ist etwas lauter geworden bei diesen Worten.

Sie schaut sich um und sagt dann in einem munteren Tonfall: "Also ich habe nichts gehört. Und ich höre jetzt auch nichts mehr. Aber wartet, ich werde mal nachschauen gehen!"

Langsam geht sie in den Turm hinein. Sie weiss nicht wieso, aber es beruhigt sie zu wissen, dass der Reisende hinter ihr ist.

Sie sucht sich vorsichtig einen Weg bis zu der Treppe. Da sie immer noch nichts hören kann, geht sie die ersten Stufen der Treppe hinunter.

Die Kriegerin richtet sich auf und will gerade "Alles in Ordnung?" laut nach unten rufen, als sie ihr Gleichgewicht verliert und ziemlich geräuschvoll die Treppe nach unten purzelt.

Ihr Schwert klirrt laut an den Wänden, die es trifft, die Streiterin selber betont jeden Aufprall auf einer Stufe mit einem lauten "Au!"

Nach einigen Au's kommt Rashida unten an und bleibt mit dem Gesicht nach unten liegen.

Sie richtet sich auf, schaut die Treppe hinauf. Dann geht sie einen Schritt rückwärts und rempelt Nerosch an.

Sich schnell umdrehend sprudelt sie los: "Oh, verzeiht, Nerosch, ich wusste ja nicht, dass ihr hier steht! Ich wollte Euch wirklich nicht schon wieder anrempeln. Warum schaut Ihr denn so sparsam?"

Allmählich dämmert der Streiterin, dass sie sich mal umsehen sollte.

Sie hebt ihren Kopf und streift als erstes die Augen des anderen Zwergs.
"Uh, Xanlosch, ihr seht aber gar nicht gut aus! Und wieso habt ihr solche Augenringe? Ich sollte Euch mal ein Rezept meiner Urgrossmutter geben, das zaubert diese hässliche Wülste unter Euren Augen wieder weg..."

Ihre Stimme erstirbt langsam, sie begreift, dass die Situation nicht so ist, wie sie aussieht.

Dann wendet sie sich an Glance und Stone, die in eine dunkle Ecke schauen. Ihr Blick folgt dem der anderen und sie sieht ein Wesen an der Höhlenwand stehen, dessen Augen purpurn leuchten. Natürlich ist es bewaffnet und schaut nicht unbedingt freundlich.

"Könnte mir einer mal bitte erklären, was passiert ist?", fragt sie mit recht schwacher Stimme.
Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 12/05/04 05:36 PM

"Ich sagte doch, ich will eure Kampfkraft."
Es wäre zu eurem Besten, wenn ihr kooperiert und nicht den Arm abbeisst, der euch füttert."
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 12/05/04 06:37 PM

"Und wen sollen wir eurer meinung nach umbringen, und warum schafft ihr das nicht allein. Vor uns habt ihr ja anscheinend keine angst. Also was sollte euch da unsere Kampfkraft nutzen. Zum letzten mal. Was wollt ihr."
Stone weiß nur zu gut das er diesen Kerl nicht aus den Augen lassen darf, jeden moment kann der Tanz beginnen. Das gepolter und Rashidas stimme ignoriert er, ganz auf den Drow konzentriert geht er in stellung.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 12/05/04 08:31 PM

Xanlosch kann die Geschehnisse der letzten Minuten nicht vollständig begreifen, woran auch der noch recht stark wirkende Blutrausch nicht unbeteiligt ist. Erst die unerwartete Reaktion des Streuners Alrik und dann auch noch das plötzliche Auftauchen der Kriegerin Rashida.

Seiner Selbstberrschung verdankt es Xanlosch, dass er bei diesen Aktionen sich nicht seinem Blutrausch hingegeben hat, da damit seine Qualen und Anstrengungen fürs Erste vorbei gewesen wären.

"Erzählt uns lieber, wofür IHR uns braucht ", beginnt Xanlosch nun endlich zu sprechen, "oder was aus meinen Kameraden dort unten wirklich passiert ist, Dunkelelf ! Vorher werdet ihr nicht mehr von uns erfahren oder wollt ihr wirklich, dass ich das mache, wozu ich gerade in der Lage bin ! Ihr habt Angst vor dem, was da unten ist, sonst würdet ihr nicht um Verstärkung betteln. Erzählt, aber rasch !"

Bei den letzten Worten von Xanlosch konzentriert sich dieser nur auf den Dunkelelf und wartet auf die Antwort des Dunkelelfen.

"Ihr habt wahrlich keine Augen im Kopf ! ...", faucht Nerosch zu Rashida zurück und der Rest des Satzes geht in einem Nuscheln unter. Es war ja nicht das erste Mal, dass sie mich übersehen hat. Macht sie dies vielleicht mit Absicht ? Will sie ihm etwas sagen und ist zu Schüchtern, um ihn direkt zu fragen ? Ich muss dieses "Übersehen" in naher Zukunft mit ihr einmal in Ruhe bereden, sagt Nerosch zu sich selbst. Zu mehr in diese Richtung kommt Nerosch nicht, da er die Worte von Xanlosch hört und ein ungutes Gefühl in ihm hochsteigt. Er wird doch nicht, oder ?




Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 12/05/04 09:27 PM

Glance, den Rashidas Auftritt zwar irritiert hatte, beobachtet weiterhin den Dunkelelfen. Dann steckt er plötzlich seine Waffe weg, und wendet sich an Stone und Xanlosch.

"Lasst es gut sein - nichts was ein Dunkelelf uns sagen würde, wäre die ganze Wahrheit. Wem immer sie dienen, verraten sie - selbst untereinander kommt es zu Vertrauensbrüchen zur Verfolgung eigener Ziele. Ich gestehe aber zu, dass er uns ohne weiteres hätte aus dem Hinterhalt angreifen können", und damit wendet Glance sich wieder dem Drow zu, "und wahrscheinlich hat es ihn sogar Überwindung gekostet dies zu unterlassen!"

"Lasst uns Alle", er blickt scharf auf den Drow, "die Waffen wegstecken. Und dann solltet Ihr, Dunkelelf, uns sagen wer ihr seid, und wofür Ihr unsere Kampfkraft braucht - und dann werden wir entscheiden, ob unsere Kampfkraft, und die unserer Gefährten oben, ausreicht, und ob wir bereit sind sie einzusetzen!"


Posted By: Marian

Re: On the Road again - 12/05/04 11:31 PM

Eine Etage tiefer stehen die Dunkelelfen wie vom Donner gerührt, als die Geräusche von oben langsam abebben. Im Unterreich ist es selten ratsam, sich durch laute Geräusche zu verraten, es sei denn man ist sehr dumm oder hat eine tödliche Übermacht. In beiden Fällen aber ist das Resultat endgültig.

Hauptmann Vigor läßt die erhobene rechte Hand sinken, das Kommando, welches die Dunkelelfen vorsichtig aus ihrer Erstarrung entläßt. Behutsam wagen es die ersten, sich wieder zu bewegen.
Längst sind die Fackeln an den Wänden umher gelöscht und die Hand ist nur noch durch die angeborene Infravision der Drow als oranges Lichtzentrum vor dem abschirmenden violetten Piwafwi-Umhang zu erkennen, der sich in seiner dunkelblauen Wärmeabstrahlung durch nichts von den umgebenden Wänden unterscheidet. Dann dreht er sich an der Wand so hin, daß alle die Hand über dem Kopf sehen können. Doch die Umsicht ist unnötig, ohnehin sind die Blicke aller seiner Soldaten auf ihn fixiert. Seine roten Pupillen taxieren Alveriel, als er nun mit den Fingern blitzschnelle Zeichenfolgen bildet, die übliche Geheimsprache, welche jedes Drowkind beherrschen muß, aber außerhalb ihres Volkes nur wenige kennen.

'Feindkontakt! Vielleicht nur 100 Schritte vor uns. Ab jetzt wird nicht mehr gesprochen!' signalisiert Vigor, 'Mein Prinz, dem Krach von oben nach zu urteilen, steht uns eine immens große Streitmacht entgegen, ich rate zu äußerster Vorsicht!'
Nervosität verbreitet sich, läßt Hitze in die Köpfe und Hände der Soldaten schießen, so daß sie mit der Wärmesicht trotz ihrer Umhänge noch gut auszumachen sind. Alveriel gibt denn auch sofort das Zeichen, sich vollständig zu maskieren und setzt seinerseits zu einem Signalement an Vigor an: 'Die Wände verzerren die Geräusche hier stark. Das könnte eine Finte sein, aber ich bezweifle es.' Die nächsten Zeichen kommen schneller, wütend, abgehackt. 'Verflucht, ich dachte, ihr hättet den Großteil der Zwerge ausgeschaltet, aber sie scheinen erheblich in der Überzahl zu sein. Wenn wir jetzt hochstürmen, rennen wir vielleicht in eine Falle. Wir brauchen mehr Informationen. Wo sind die Späher???'

Vigor zuckt nervös mit den Schultern und schlägt die geöffnete Hand zweimal sanft nach unten, das Zeichen für Warten. Dann schließt er die Hand zur Faust und beschreibt einen großen Kreis. Lautlos stieben die Drow davon, sich an den Wänden in strategischen Verteidigungspositionen bis hin zur Treppe verteilend, jeder eine kleine Handarmbrust im Anschlag.
Sekunden verstreichen, in den kaum hörbar Stimmen von oben herab dringen und schwere Geräusche. Zu viele Geräusche.

Dann kehren zwei Schatten zurück, über die Treppenstufen hinabgleitend, gebückt auf die anderen Drow zuschleichend und mehr zu ahnen als zu sehen. Die Hand Vigors gebietet Schweigen und signalisiert: 'Stille! Wo stehen sie und wieviel sind es?' Die Antwort kommt prompt: 'Sir, an der Treppe zum nächsten Aufgang stehen zwei Zwerge, ein verfluchter Elf und zwei Menschen, soweit wir das sehen konnten. Weiter oben könnten noch mehr sein, aber wir konnten nicht näher heran, man hätte uns entdeckt.'

Vigor und Alveriel blicken sich erstaunt an und der Prinz gibt ihm augenblicklich Zeichen: 'Dann muß die Hauptmacht weiter oben sein, diese vier können nicht diesen ganzen Lärm verursacht haben. Äußerste Vorsicht!' Vigors Stirn bewölkt sich und er bestätigt: 'Bei der Göttin Lloth! Wo kommen die anderen Oberflächenrassen her? Die Zwerge müssen Söldner angeheuert haben! Mir gefällt das nicht! Wir könnten diese Vorhut zwar schnell ausschalten, und vielleicht gelingt es uns, einen Überraschungsangriff zu führen, bevor die Hauptstreitmacht merkt, daß wir da sind. Das wäre durchführbar, aber riskant! Wenn dort oben aber mehr sind, als wir bekämpfen können, müßten wir uns augenblicklich wieder zurückziehen, auch wenn wir den Feind zumindest temporär geschwächt und demoralisiert hätten. Doch genau das kann auch den Feind auf uns lenken und eine wildgewordene Zwergenhorde ist nicht zu unterschätzen. Besser wir warten ab, bis sich uns eine bessere Gelegenheit bietet. Noch wissen wir nicht, wieviele sich weiter oben aufhalten.'

Alveriels Augen blitzen zornig auf, aber nur einen Moment, während er hastig die Alternativen überdenkt. Dann nickt er erst Vigor zu, anschließend dem Warlock und gibt weitere Zeichen: 'Gut! Warten und Bereithalten!' Der Hauptmann nickt ebenfalls, während der Magus nur eine undurchdringliche Maske zur Schau stellt.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 13/05/04 04:20 AM

Nur wiederwillig steckt Stone sein Schwert wieder ein, grimmig starrt er den Dunkelelfen an, "Nun gut, ich will meinem Kameraden vertrauen und was er sagt ist bestimmt wahr."
Langsam, so als würde es ihn körperliche Anstrengung kosten gibt er seine Kampfhaltung auf.
Der Kampfeszorn rauscht noch durch sein Blut, es fällt ihm schwer sich zu beruhigen.
"Also sollen wir gehen?"

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 13/05/04 07:50 AM

Rashida hat bei der Rede von Glance aufmerksam zugehört.

"Ein Drow bittet uns um unsere Kampfkraft?", sie mustert den Dunkelelfen nochmals genau. "Das ist in der Tat selten. Um wen handelt es sich? Die Anzahl der Gegner und die Rasse zu wissen ist einer für Euch positiven Entscheidung bestimmt hilfreich."
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 13/05/04 10:55 AM

Die Elfin reißt den Kopf hoch. Sollte das Gepolter und die Schmerzensschreie von Rashida kommen?
"Reisender, das habt ihr doch auch gehört! Wir sollten vielleicht besser einmal nachsehen, was da unten los ist. Ich habe plötzlich ein ungutes Gefühl."
Und zu Lu Ser gewandt: "Ich denke, es ist besser, wenn Du vorläufig oben bleibst."
Sie wühlt in ihrem Rucksack und holt drei Kekse hervor, die sie Lu Ser gibt.
Sie sieht den Reisenden fragend an.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 13/05/04 01:33 PM

Dankbar nimmt Lu die Kekse von Big Claw entgegen. Die ganze Situation verwirrt ihn zu sehr, als dass er sie mit leerem Magen durchstehen wollte.

Konzentriert versucht er, sich noch einmal alle Fakten zu vergegenwärtigen:

Der Reisende und Big Claw sind nicht mehr böse auf ihn, schließlich haben sie ihn freundlich begrüßt und die Elfin hat ihm sogar Kekse gegeben.

Rashida scheint ihn ignorieren zu wollen. Sie hatte ihm kein Wort der Begrüßung gegönnt und war direkt nach seinem Erscheinen lieber in einen Keller gestiegen als in seiner Nähe zu bleiben. Dort war sie laut polternd zu Boden gegangen. Ob sie wie er damals von Ritterrüstungen angegriffen worden war?

Die Situation war so gefährlich, dass sie flüstern mussten und nicht eine Minute Zeit blieb, um ihm wenigstens einen groben Überblick darüber zu geben, wo die übrigen Gefährten waren und in was für einer Burg er gelandet war. Trotzdem reichte die Zeit andererseits für ein Wortgefecht über SarSareth und Kekse.

Stone, Glance und Alrik waren immer noch verschwunden.

Lu überlegt hin und her, ob er Big Claw folgen soll oder nicht. Alleine zurückbleiben will er auf gar keinen Fall! Aber solange der Reisende noch bei ihm ist, würde er die frische Luft jederzeit einem finsteren Keller, in dem es möglicherweise sogar agressive Ritterrüstungen gab, vorziehen. Fragend blickt er zu dem riesigen Krieger, der sich nur »der Reisende« nannte.

"Bleibst du denn wenigstens hier bei mir? Alleine habe ich A..., ähh, finde ich es total öde hier", korrigiert er sich eilig.

Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 13/05/04 03:58 PM

Kopfschüttelnd hatte der Reisende der Kriegerin nachgeschaut, wie sie im Eingang des Turmes verschwand und anschliessend ein lautes Gepolter und Geschepper veranstaltete. War er denn nur von Irren umgeben ?

Schliesslich massiert er seufzend seine Schläfen und wendet sich an die drei verbliebenen Gefährten:

"Solange die hochheilige Kriegerin nicht einmal wie üblich nach Hilfe brüllt, besteht wohl kaum Anlass zur Sorge. Diese Dame zieht das Missgeschick scheinbar magisch an und ich bin nicht ihr Kindermädchen. Ich für meinen Teil....." - und nun gilt sein Wort dem kleinen Drachen - "...werde jedenfalls nicht durch irgendwelche vermoderten Gewölbe kriechen und mich womöglich von Trollen verprügeln lassen, solange mir niemand einen guten Grund dafür nennen kann."

Dann beginnt er, Lu Ser leise und ernst in groben Zügen von den Ereignissen zu berichten, die sich seit seinem Verschwinden zugetragen hatten.
Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 13/05/04 08:50 PM

"Ihr sollt mir nur behilflich sein eine GRuppe Drow aufzuhalten."
Die Worte komemen aus seinem Mund, als wenn er über die Farbe seiner Schuhe reden würde. Völlig selbstverständlich und absolut emotionslos.

"Aber wir brauchen mehr Kämpfer. Sind in der Nähe noch andere Kampfgruppen ? Wir haben keine Zeit für lange Reden. Ich werde jetzt an die Oberfläche gehen und in der Umgebung nach weiteren Kämpfern Ausschau halten. Denn ihr seit für die Drow nicht viel mehr als ein Schlagbaum, den man zur Seite schieben muß."

Nach seinen Worten lässt er seine Klingen wieder auf seinem Rücken verschwinden und lässt die Gruppe einfach stehen und rennt die Treppe nach oben.
" Ihr bleibt hier und bewacht die Treppe, ich holfe Verstärkung".
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 13/05/04 09:03 PM

Glance schaut die Anderen verduzt an - eine Gruppe Drow aufhalten? Auf "Anforderung" eines Drow? Der einerseits meint, sie seien keine ernstzunehmenden Gegner für diese, aber andererseits wegrennt um Verstärkung zu holen? Woher und wen auch immer?

Schnell, und ohne weiter an Xanlosch's Magiephobie zu denken, lässt er eine kleine Lichtkugel in seinen Händen entstehen, die sich tiefrot färbt, und mit den Worten "Zur Sonne!" lässt er sie an dem Drow vorbei die Treppe hinauf fliegen, in der Hoffnung die restlichen Gefährten aufmerksam zu machen.

"Ähem!" sagt er dann zu den Anderen, "Xanlosch, das sieht schlecht aus für Eure Gefährten, die zwar wohl mit Trollen gerechnet haben, aber nicht mit Drow, die in grösserer Zahl und wahrscheinlich aus dem Hinterhalt agieren."

Er sieht dem davonlaufenden Dunkelelfen nach, "Also entweder wir bleiben alle hier, oder wir gehen alle hoch und vereinigen unsere Kräfte - was meint ihr?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 14/05/04 04:22 AM

"Wir wissen nichts, nicht was aus den Zwergen geworden ist, nicht wie viele Gegner uns da unten erwarten noch ob der Dunkelelf überhaupt zurück kommt.
Wenn er uns nur als Schwertfutter hier hin stellt um zu fliehen, was dann? Aber eins wird wohl so sein, wenn da unten noch mehr Dunkelelfen sind dann hat Glance recht und die Zwerge sind schon lange tot"
Stone geht langsam zu Alrik der zu schlafen scheint, in seiner Schulter steckt ein Bolzen. Der aber zu klein ist um eine schwerwiegende Verletzung bewirken zu können.
Vorsichtig zieht er den Bolzen aus der Wunde und steckt ihn ein.
Dann hebt er Alrik auf die Schultern und wendet sich wieder an Glance.
"Wenn wir jetzt kämpfen müssen, und stellen fest das wir fliehen müssen, so hat Alrik keine Chance. Und wir haben keine Chance ihn mitzunehmen. Ich sage wir gehen wieder rauf"
Und an Xanlosch, "Es tut mir leid, aber für eure Kameraden können wir nichts mehr tun, aber Alrik soll nicht hier im Schatten sterben nur weil wir zu Dumm sind einem Dunkelelfen zu vertrauen. Was wenn er nur unsere Gruppe teilen will um sie so leichter zu vernichten?"
Langsam Kopfschüttelnd geht er zur Treppe.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 14/05/04 07:00 AM

Lu war sehr erleichtert, dass der Reisende, der ihm wie ein sicherer Hafen erschien, im Freien bleiben wollte. Behaglich ließ er sich auf den Boden nieder und lauschte wissbegierig dessen Worten, ohne auch nur eine Zwischenfrage zu stellen.
Seine kleinen Brüder, die Ignamaer, hatten sie also getroffen. Sehr ungewöhnlich, dass sich diese scheuen Wesen freiwillig an seine Gefährten gewendet hatten und dann auch noch mit einem Geschenk. Wenn da nicht noch ein Haken kam.
Und der erste Schlüssel war gefunden worden? Sehr gut! Dann fehlten nur noch ... naja, einer weniger immerhin. Lu stellt fest, dass er nicht nur das Lesen und Schreiben, sondern auch das Rechnen dringend einmal erlernen sollte. Ob er einen seiner Gefährten einmal fragt, wenn sich die Lage wieder etwas entspannt hat?
Als Lu gerade erfahren hat, weshalb seine Gefährten den Keller der Burg untersuchen wollen, eilt zunächst ein dunkler Schatten durch den Eingang, direkt gefolgt von einer leuchtend roten Lichtkugel.

Lu springt auf. Was hat das nun wieder zu bedeuten?
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 14/05/04 08:09 AM

Nein, ich hatte es fast geschafft. Das war der letzte klare Gedanke, der noch durch Xanloschs Gehirn strömte, bevor ihm der Blutrausch vollkommen überwältigte. Durch das Wirken der Leuchtkugel von Glance fing das Axtblatt von Xanlosch hellrot an zu leuchten und das Blut in Xanlosch fing dieses Mal an stärker zu kochen, als beim letzten Mal.

"ZUM ANGRIFF" brüllte Xanlosch so laut, wie es seine Stimme zu ließ. Dann stürzte er sich auf Glance. Einen halben Schritt vor Glance strauchelte Xanlosch leicht und sein Angriff auf den Körper von Glance verfehlte ihn knapp und er streifte nur seinen rechten Arm. Dies aber reichte dem hellrot glühenden Axtblatt, um seine feurige Wärme auf die dortige Bekleidung weiter zu geben. Dort wo einst Stoffe waren, sind nur noch verkohlte Reste davon übrig und jedes Metall nahm die Wärme begierig auf und gab sie auf das umliegende Gewebe weiter.


Nerosch konnte die gesamte Situation nicht vollständig begreifen. Erst sagte Glance, dass sie die Waffen wieder zurückstecken sollten und sprach davon alles in Ruhe zu besprechen. Weiß den dieser Elf nicht, dass man einen Dunkelelfen nie trauen kann und sie immer irgendeine Waffe parat haben ? Doch die Reaktion des Dunkelelfen überraschte ihn noch mehr. Dieser ging nach einigen wenigen Worten einfach die Treppe hinauf und wollte nachschauen, wer noch alles oben ist ! Doch bevor sich Nerosch dem Dunkelelfen in den Weg stellen konnte, war dieser schon an ihm vorbei gewesen. Als nächstes hörte Nerosch "Zum Angriff" in einer solchen Lautstärke, dass er nicht gleich wusste, wem der Angriff gelten soll. Aus den Augenwinkeln sah Nerosch die hellrot glühende Axt von Xanlosch. Doch dieser bewegte sich nicht auf den Dunkelelfen, sondern auf Glance. Wie was, ging es Nerosch durch den Kopf. Nicht dem Dunkelelfen galt der Angriff, sondern dem Elfen ? In diesem Moment schwebte eine kleine leuchtende Kugel an Nerosch vorbei. Sollte dies der Grund für den Angriff von Xanlosch auf Glance sein ? So richtig verstehen konnte es Nerosch nicht. Nicht von Glance ging die Gefahr aus, der Dunkelelf war und ist die Gefahr. Soll er nun Xanlosch helfen oder doch ersteinmal abwarten und sehen, was passiert ? Wenn ich warte, dann kann es für einen der beiden oder gar für beide zu spät sein.

Vor dem Start ihrer Expedition zu dieser Burgruine hatte Xanlosch Nerosch zu ihm gerufen, da er etwas mit ihm unter vier Augen besprechen wollte. Zuerst hatte Xanlosch darauf gedrängt, dass alles was er ihm erzählte, er für sich behalten und niemanden davon erzählen sollte. So hatte Xanlosch ihm berichtet, dass auf ihm ein Fluch liege und diese mit Magie zu tun habe. Nerosch glaubte ihm kein Wort, warum sollte auf Xanlosch ein Fluch liegen und mit Magie haben die Zwerge so gut wie nichts zu tun, wenn man von einigen Ausnahmen absieht. Weiter hatte Xanlosch gesagt, wenn er sich einmal sehr merkwürdig verhalten sollte und zur selben Zeit irgendeine Form von Magie zu sehen ist, dann soll er nur wissen, dass der Fluch, der auf ihm lastet, ihn überwältigt hat. Er würde dies schon erkennen und er bat Nerosch, ihm in dieser Stunde beizustehen und ihm zu helfen. Danach hatte Xanlosch ihm einen kleinen Wurfpfeil in einer kleinen Schatulle überreicht und sprach weiter, dass er nur einen Versuch haben wird und wenn er verfehlt, dass er dann verloren ist und ihm nichts mehr retten kann. Nerosch sollte diese kleine Schatulle immer bei sich tragen, da es dann keine Zeit mehr gäbe, um nach ihr zu suchen.

Sollte es nun genau dieser Moment sein, von dem Xanlosch gesprochen hatte ? Ging es Nerosch durch den Kopf. Sollte er wirklich seinen besten Freund und Kameraden mit diesen Wurfpfeil angreifen bzw. bewerfen. Was ist, wenn es der falsche Moment ist oder er nur die Rüstung von Xanlosch trifft ? Es geht nicht anders, mein Freund. Ihr habt mir diese Aufgabe aufgetragen und ich werde sie ausführen, sobald ich die Gelegenheit dazu habe. Ich hoffe, ich tue das richtige.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 14/05/04 09:04 AM

Der wilde, unvermittelte Angriff von Xanlosch erwischt Glance auf dem falschen Fuß - so schnell er auch reagiert, nur Xanloschs zufälliges Stolpern rettet ihn vor einem Volltreffer. So aber fühlt er nur eine plötzliche kurze Hitzewelle durch sein Mithrilkettenhemd fahren, ansonsten schützt ihn die hervorragende Arbeit der Zwergenschmiede.

Seine reflexhafte Ausweichbewegung verfehlt Stone, der sich gerade Alrik geschultert hat, nur knapp. Gerade noch rechtzeitig unterlässt Glance es einen Levitationszauber zu wirken, was er normalerweise in solch einer Situation gemacht hätte. Er konzentriert sich darauf in Bewegung zu bleiben, und möglichst viel Freiraum zu behalten um ausweichen zu können.


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 14/05/04 10:51 AM

Da Glance keine Probleme hat dem Zwerg auszuweichen, und Nerosch sich für irgendetwas bereit macht, sieht Stone seine vordringliche Aufgabe darin Alrik nach oben zu bringen.
"Spielt schön miteinander," ruft er den anderen zu.
Und zu Rashida, "Was ist mit euch? Wollt ihr noch hier unten bleiben?"
Danach trägt er den Streuner die Treppe hoch.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 14/05/04 11:00 AM

Rashida schaut Stone fragend hinterher.

Sie sieht, dass Xanlosch sich auf Glance versteift und niemanden sonst angreift.

"Nerosch, könnt ihr da was machen? Wenn ja, dann bitte schnell, bevor Xanlosch trifft!"

Rückwärts läuft sie zur Treppe, damit sie die Kämpfenden im Blick hat. Dann geht sie rasch nach oben.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 14/05/04 11:16 AM

Nachdem Rashida, Stone und Alrik aus dem Weg sind hat Glance genug Platz um dem wild mit der Axt auf ihn einschlagenden Xanlosch auszuweichen, aber es bedarf aller seiner schnellen Reflexe, denn trotz seiner Besessenheit hat der Zwerg nichts von seiner Kampffähigkeit eingebüßt, und er ist bei Pharis kein Anfänger!

Glance bemerkt aus dem Augenwinkel, dass Nerosch sich ebenfalls auf Xanlosch, und nicht auf ihn, konzentriert - offensichtlich sucht er eine Gelegenheit Xanlosch irgendwie zu bremsen.

Glance würde normalerweise einen Zauber sprechen, aber dazu müsste er wenigstens einen kleinen Moment innehalten, doch dazu bekommt er nicht die geringste Chance von dem tobenden Xanlosch. Also bewegt er sich, ständig ausweichend, im Kreis um Nerosch herum, hoffend, das dieser etwas tun kann.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 14/05/04 11:57 AM

Die Elfin hört ebenso wie Lu Ser dem Reisenden zu und wirft zwischendurch ein paar ergänzende Worte ein.
Plötzlich erstarrt sie. Sie spürt eine Präsenz, die ihr das Blut stocken lässt und in diesem Augenblick springt auch Lu Ser auf.
Sie dreht sich um und sieht einen Schatten direkt auf sie drei zukommen, gefolgt von einer Lichtkugel, die von Glance kommen muss.
Ein Dunkelelf!
Schon hat sie ihr Kurzschwert in der Hand. Bereit sich bis zum letzten Atemzug zu wehren. Ihr ist vollkommen klar, dass sie gegen einen Dunkelelfen nicht die geringste Chance hat. Aber so leicht wird sie sich nicht geschlagen geben.
Big Claw stellt sich schützend vor Lu Ser.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 14/05/04 12:15 PM

Das Gebrüll des Zwerges war auf dem Burghof deutlich zu hören. Zum Angriff ? Als der Reisende aus der Hocke kommt und sich umdreht, sieht er den Dunkelelfen und die magische Leuchtkugel, die an ihm vorbeipfeift.

Bravo. Hatten diese Stümper es also geschafft den Ärger nach oben zu treiben, statt ihn unten zu lassen, wo man ihn hätte vermeiden können. Innerlich fluchend schätzt der Reisende den Drow ab. Ein Dunkelelf an sich konnte schon überaus lästig werden und war nicht zu unterschätzen - doch dieser war noch dazu ein Doppelklingenkämpfer, wie er selbst.

Grimmig und konzentriert schreitet er dem Drow zügig entgegen.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 14/05/04 12:41 PM

Ehe Lu sich versieht, sind Big Claw und der Reisende ebenfalls aufgesprungen und treten dem dunklen Wesen entgegen. Warum versperrt ihm die Elfin die Sicht? Lu duckt sich schaut an Big Claw vorbei zum Eingang.
Der Neuankömmling bewegt sich mit einer unglaublichen Eleganz und Geschmeidigkeit. Was für ein schönes Wesen, würde es nicht so grimmig und überheblich gucken! Von welcher Art es wohl sein mag? Es erinnert ihn ein wenig an El Baratro.
Seine Gefährten scheint es jedenfalls zu beunruhigen. Aber bisher hat es noch keine feindlichen Absichten erkennen lassen.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 14/05/04 06:36 PM

Glance hält sich gut, aber lange wird er die Angriffen von Xanlosch nicht mehr aushalten. Bei dem letzten Schlag, da hätte Xanlosch ihn fast gehabt und dann wäre es mit ihm so gut wie vorbei gewesen. Ich muß es tun, ich habe keine andere Wahl. Nur hoffe ich, dass ich das richtige mache. Ist es vielleicht ein Zauber des Dunkelelfen gewesen, warum sollte er sonst so fluchtartig dem Raum hier unten verlassen haben. Aber warum ist er dann nach oben ins Licht geflüchtet, wo er doch in der Dunkelheit viel besser zurecht kommt ? Diese quälenden Gedanken kann Nerosch einfach nicht zur Seite schieben. Jetzt fängt auch noch dieser Glance an, um einen herumzulaufen ! Will er, dass ich das nächste Ziel bin, so dass auch er fliehen kann ?

Mhh, muss ich den wieder alles alleine machen ? Es wird wohl nicht anderes gehen und ... es tut mir Leid Xanlosch: Du hattest mich darum gebeten, dass ich dir in einer solchen Situation helfe und ich denke, dass nun genau diese Situation vorherrscht.

Während seiner letzten Gedanken kramte Nerosch die Schatulle mit dem Wurfpfeil hervor und weichte einen Schlag von Xanlosch aus. Doch diese hat es immer noch auf Glance abgesehen und verfolgte ihm weiterhin. Kaum hat Nerosch den Wurfpfeil aus der Schatulle heraus bekommen, da bietet sich ihm die Gelegenheit.

Bei einem früheren Trollangriff hatte Xanlosch einen verdammt harten Schlag auf den Rücken bekommen und dadurch war an dieser Stelle seine Rüstung stark lediert. Xanlosch hatte zwar diese Stelle notdürftig geflickt, aber die Bewegungen in diesem Kampf hatte die alte schadhafte Stelle wieder zum Vorschein gebracht. Sie war zwar nicht sehr gross, aber wenn man wusste, wo sie ist und einem das Glück hold war, dann konnte man diese Stelle mit einem Male erreichen.

Mit einer geschickten Armbewegung entglitt Nerosch der Wurfpfeil und dieser flog genau in die schadhafte Stelle von Xanloschs Rüstung. Durch diesen Angriff geschockt, stoppte dieser seinen Angriff auf Glance und drehte sich zu seinem neuen Feind: Nerosch.

Beim Aufprall des Wurfpfeiles auf Xanlosch bohrte sich dieser ein paar Zentimeter in dessen Fleisch und das Schlafgift konnte in die Blutbahn von Xanlosch gelangen. Das Blut zirkulierte zwar schnell in Xanlosch, aber die Wirkung des Blutrausches war fast zu stark gegenüber dem Schlafgift. Nur langsam konnte es seine Macht entfalten und die Wirkung des Blutrausches eindämmen.

Ich weiß nicht, was das klebrige Zeug an dem Pfeil ist, aber ich werde es nur erfahren, wenn ich diesem Zeug Zeit lasse und das heißt einfach überleben, sagt Nerosch zu sich selbst. Die ersten Attacken von Xanlosch sind so heftig und schnell, dass Nerosch nur grosse Mühe hat ihnen auszuweichen.

Bei einer Attacke von Xanlosch kann Nerosch nicht mehr schnell genug ausweichen und bekommt einen schweren Hieb mit der Axt auf seinem linken Arm ab. Nur mit Mühe kann Nerosch einen Schmerzensschrei unterdrücken und muss weiter den Attacken von Xanlosch ausweichen. Zurückschlagen will er nicht, da er weiß, dass Xanlosch nicht Herr seiner Sinne ist und Xanlosch noch eine längere Zeit mit den Auswirkungen dieses Blutrausches zu kämpfen hat.

Entweder täusche ich mich, oder die Angriffe von Xanlosch lassen nach, denkt sich Nerosch, als er gerade wieder einer Attacke von Xanlosch ausweicht. Das Schlafgift gewinnt nur langsam dafür aber stetig die Oberhand in Xanloschs Körper und die Reaktionen von Xanlosch werden langsamer. Nach einer Handvoll weiterer Schläge in Richtung Nerosch bricht Xanlosch auf einmal zusammen. Nicht nur die Wirkung des Schlafgiftes hatte seine Wirkung vollends entfaltet auch die nun schon längeren Angriffsversuche hatten Xanlosch geschwächt. In einer letzten Aktion umklammert Xanlosch seine Axt so sehr, als würde er sie nie wieder hergeben wollen und schlummert tief und fest ein.

"Kann mir einer der noch Anwesenden mir helfen ?", ruft Nerosch. "Ich schaffe es nicht alleine Xanlosch nach oben zu tragen !"

Nur mit Mühe gelingt es Nerosch einen Arm von Xanlosch über seine eigene Schulter zu legen und ihn aufzurichten.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 15/05/04 02:09 PM

Glance atmet tief durch, als Xanlosch von ihm ablässt, nachdem Nerosch ihn mit irgendetwas, das er nicht erkennen konnte, in den Rücken getroffen hat.

Nachdem Xanlosch nun Nerosch seine ganze Aufmerksamkeit widmet, und diesen mit der Axt attackiert, versucht Glance Nerosch zu unterstützen, aber Xanlosch ignoriert ihn jetzt völlig, ist ausschließlich auf Nerosch konzentriert. Während Glance angesichts Neroschs Not noch überlegt, ob er vielleicht nicht doch einen Zauber wirken soll, bricht Xanlosch zusammen. Von einem Moment zum Anderen bietet Xanlosch jetzt ein Bild des Friedens - schlafend zusammengerollt auf dem Boden, seine Axt wie ein Kuscheltier umklammernd.

Nerosch richtet Xanlosch mühsam auf, und Glance hilft ihm indem er sich einfach die Zwergenaxt über die Schulter hängt - da Xanlosch diese auch im Schlaf fest umklammert, hängt er nun mit ausgestrecktem Arm von Glances Schulter und wird von der anderen Seite von Nerosch gestützt. So schaffen sie ihn die Treppe hinauf.

Posted By: Marian

Re: On the Road again - 16/05/04 11:29 PM

Den Dreien fällt allerdings nicht auf, daß ihnen viele Augenpaare hinterherstarren. Und genausowenig, daß zu beiden Seiten des Ganges nun die Fackeln nach und nach erlischen und die Dunkelelfen langsam zur Treppe in den Hof vordringen. Allerdings verteilen sie sich etwas zögerlich an den Wänden, immer im Schutz der Schatten und versuchen irritiert, außerhalb der Reichweite des auf den Kellerboden vor der Treppe fallenden diffusen Tageslichts zu bleiben. Nach den ersten vier Drow, die nun die Treppe hinter Glance und Nerosch beobachten, huschen Prinz Alveriel und Hauptmann Vigor heran und blinzeln in das verhasste, viel zu helle Licht, während sie eine hitzige Debatte führen:
'Nein, für einen Rückzug oder einen richtigen Alarm war das viel zu unkoordiniert. Und dann wären sie auch nicht aufeinander losgegangen. Für solche Absonderlichkeiten kann es nur eine Erklärung geben: Rauschkraut! Eindeutig die Wirkung von etwas Vynjalys-ähnlichem. Nicht einmal ein dummer Zwerg würde so merkwürdig reagieren, es sei denn, er stünde völlig unter Drogen...', signalisiert der Prinz gerade, als ihn Vigor unterbricht: 'Was, wenn es hier giftige Dämpfe gibt, von denen wir noch nicht wissen? Höhlengase vielleicht, welche Halluzinationen auslösen? Die Zwerge haben vielleicht etwas aufgescheucht, freigesetzt oder gar selbst gebraut? Ich hörte jüngst Geschichten von furchtbaren Zwergenalchemisten und ihren grauenvollen Substanzen...'
Er dreht sich blitzschnell um und gibt seinen Männern einige hitzige Zeichen, die Gesichtsmasken unter Androhung der Konsequenz eines qualvollen Todes durch seine Hand auf keinen Fall abzunehmen.

'Unsinn! Das hätte ich gespürt.', mischt sich der Warlock ein, der endlich zu den Beiden aufgeschlossen hat, 'Ich vermute viel eher, daß sich die Zwerge mit ihren Söldnern um den vereinbarten Preis gestritten haben. Wir wissen alle, wie gierig die kleinen hargluk sind. Es kommt uns doch gelegen, wenn sie sich gegenseitig umbringen. Wir warten einfach noch etwas und folgen ihnen dann langsam, schlage ich vor...'
Alveriel sieht den Warlock mißtrauisch an und seine Antwort kommt sehr langsam: 'Wie kommt es eigentlich, daß Ihr nicht spüren könnt, wieviel Feinde sich über uns befinden, wohl aber etwas Unsichtbares, das sich in unserer Luft befindet?'
Der Magus jedoch zuckt daraufhin nur mit den Schultern und schenkt ihm ein gelangweiltes Lächeln: 'Das eine hat mit Magie zu tun, das andere ist lediglich Erfahrung. Ich hatte schon des Öfteren mit Alchemisten aller Art zu tun und es war nie eine angenehme Erfahrung. Ich weiß dadurch aber, wie so etwas üblicherweise riecht."

Alvriel schürzt skeptisch die Lippen. Auch Vigor scheint nicht sehr überzeugt zu sein, aber es hat wohl keinen Sinn, sich jetzt darüber streiten zu wollen. Der Prinz beendet letztlich die Debatte: 'Gut, warten wir noch, bis das teuflische Licht etwas nachgelassen hat. Aber eine weitere Verzögerung werde ich nicht hinnehmen!'
Posted By: Marian

Re: On the Road again - 17/05/04 09:20 AM

Lynx blickt der Leuchtkugel hinterher, die harmlos einige Meter über dem Hof in einem Farbenregen explodiert, und verschränkt die Arme, während er mit einem geringschätzigen Lächeln die Gefahr abwägt, die sich kampfbereit auf ihn zubewegt. Er macht aber keine Anstalten, seine Scimitar zu ziehen. Stattdessen zieht er die Kapuze seines Piwafwi tief in die Stirn, so daß seine Augen tief im Schatten liegen, blinzelt und tritt einige Schritte von der Tür weg in den Hof. Er blickt erst BigClaw an, dann den Reisenden. Danach zeigt er mit einem Daumen hinter sich und sagt:
"Eure Leute sind in Schwierigkeiten und ihr seid das gleich auch, wenn mir nicht ausnahmsweise mal jemand zuhört. Ich nehme an, ihr seid der Rest dieses kümmerlichen Haufens? Ein paar von euch Spinnern habe ich ja jetzt kennengelernt, aber vermutlich sind sie bereits tot. Verdammt, da treiben sich nun Millionen niedere Lebensformen auf der Oberfläche herum, aber wenn mal welche braucht...
Egal, wir haben keine Zeit mehr, sagt mir, wo man hier eine Streitmacht auftreiben kann, die eine vielleicht zwei dutzend Mann starke Gruppe Dunkelelfen aufhalten könnte?"

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 09:27 AM

Hinter dem Dunkelelfen kommt jetzt Stone an, der Alrik auf der Schulter trägt.
"Hier? Nirgends. Es sei denn ihr wollt nach Groß Furtheim reisen"
Langsam geht Stone an dem Dunkelelfen vorbei und bringt Alrik zu Big Claw.
"Aber das würde ich euch nicht raten, ihr kämt nur heimlich in die Stadt, aber das würde euch nicht helfen eine Truppe zu bekommen. Oder glaubt ihr etwa mit offenen Armen empfangen zu werden? Ansonsten könntet ihr euch etwas Höflicher verhalten, ansonsten könnt ihr gleich wieder runter zu euren Freunden gehen, die ja anscheinend viel eher euer als unser Problem sind"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 17/05/04 10:41 AM

Rashida hechtet die Treppe hinauf, sie will so schnell wie möglich weit, sehr weit weg sein von dem ausgerasteten Zwerg.

Die Kriegerin bleibt am Kopf der Treppe stehen und geht dann zu Stone hinüber, der Alrik gerade sanft auf dem Boden abgelegt hat.

Sie wendet sich dem Dunkelelf zu, der das direkte Sonnenlicht zu vermeiden scheint: "Ausser ein paar Wachen der Zwerge sind hier nicht mehr Leute, geschweige denn Kämpfer. Glaubt Ihr, dass nicht Ihr sondern eher unsere Gruppe deren Ziel ist?"

Zweifel nagen an der Streiterin. Eine Gruppe Dunkelelfen werden sie nicht schaffen und Dunkelelfen sind nicht gerade bekannt für ihre Verhandlungsbereitschaft. Sie seufzt leise und murmelt: "Das kann ja heiter werden."
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 17/05/04 11:42 AM

Glance flucht innerlich. Warum müssen Zwerge nur so schwer sein? Und das obwohl Nerosch von unten nach Kräften drückt. Aber sie erreichen ohne Zwischenfall den Hof, wo sich inzwischen alle um den Dunkelelfen versammelt haben. Glance und Nerosch legen Xanlosch neben dem noch immer schlafenden Alrik ab.

Glance sieht sich kurz um, und sagt dann "Ich werde die Treppe im Auge behalten", er wendet sich an Nerosch, "Ich werde ein bißchen Magie anwenden müssen, also achtet darauf, dass Xanlosch nicht gleich wach wird!"

Er geht zurück an den Treppenabgang und konzentriert seine elfischen Sinne nach unten. Aber innerhalb des Gemäuers ist seine Wahrnehmung getrübt, er kann nicht sicher sein, ob die Dunkelelfenaura, die er schwach spürt, nicht von dem Drow auf dem Hof herrührt. Er lauscht intensiv - aber es ist nichts zu hören, nur ein schwacher Lufthauch ist zu spüren.

Er blickt kurz in den Hof - Xanlosch schläft noch - also lässt er direkt über dem Treppenaufgang eine gleissend helle Lichtkugel entstehen, die die Treppe völlig schattenfrei ausleuchtet. Das verstärkt zwar die Schlagschatten im Untergeschoss, aber es dürfte es den Dunkelelfen sehr erschweren unbemerkt die Treppe heraufzukommen. Sodann spricht er leise einen Wasserzauber und benetzt damit die Treppenstufen und lässt gleich darauf einen Eiszauber folgen, sodass die Treppe nun eisglatt ist. Dann sieht er nach oben, und stellt zufrieden fest, dass die Raumhöhe für sein Vorhaben ausreicht - er spricht einen letzten Zauber, dessen Auswirkung oberhalb der Lichtkugel aber wegen deren Blendwirkung nicht auszumachen ist.

Danach zieht er sich zum Hofausgang zurück und hockt sich hin. Einen Teil seiner Konzentration bleibt auf die Aufrechterhaltung seiner Zauber gerichtet, der andere Teil richtet sich nun auf das weitere Geschehen im Hof.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 11:55 AM

Stone blickt zu Rashida, "danke, das ihr auf meine Waffe geachtet habt," und mit einem lächeln, "nun ich hätte nicht gedacht das ich sie so schnell wieder von euch einfordern würde"
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 17/05/04 11:59 AM

Nach und nach sah Lu seine Gefährten wieder aus dem Keller auftauchen.
Glance erschien in Begleitung von zwei eigenartigen Gestalten, die aussehen, wie kleine, dicke Menschen. Ob dies, wie sagte seine Mutter doch gleich immer zu ihm, »degenerierte» Menschen waren? Er würde sie bei Gelegenheit einmal fragen.
Irgendetwas schien dort unten einen Schlafzauber bewirkt zu haben; denn sowohl einer der degenerierten Menschen als auch Alrik wurden schlafend nach oben gebracht.

Lu hält sich weiterhin hinter Big Claw verborgen. Dunkelelfen? Kämpfen? Scheinbar war es dem Reisenden noch nicht gelungen, ihm alle Neuigkeiten zu berichten. Lu stöhnt innerlich auf, da ihm sein Zusammenstoß mit dem Blutjäger noch zu gut in Erinnerung ist. Er will nicht schon wieder kämpfen, schon gar nicht gegen zwei Dutzend Krieger vom gleichen Typ dieser unheimlichen Schattengestalt.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 17/05/04 12:00 PM

Nach einem Augenblick des Zögerns um die Lage zu erfassen, kommt der Angriff des Reisenden so unerwartet schnell und mit solcher Wucht, das der Drow völlig überrumpelt wird: Eine unsichtbare Hand packt ihn an der Kehle und wirft ihn gegen die Mauer des Turmes. Unfähig, sich im magischen Griff zu bewegen, verengt sich sein Blickfeld durch die Atemnot, bis er nur noch die Augen des Reisenden sieht, in denen eisblaue Flammen des Zornes lodern.

"Schnell - entwaffnet den Drow ! Bindet ihm die Hände auf den Rücken und knebelt ihn !"

Die Kräfte des Dunkelelfen sind bemerkenswert. Nur mit Mühe geling es dem Reisenden, seinen magischen Griff aufrecht zu erhalten, während der Drow ihm zu widerstehen versucht - das Gesicht zu einer Grimasse des Hasses verzerrt.

"Gegen zwei Dutzend Dunkelelfen haben wir keine Chance. Auch Glances Magie wird sie nicht lange aufhalten. Wir müssen ihnen den Ausgang versperren und zwar rasch !"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 17/05/04 12:06 PM

Rashida nimmt die Armbrust vorsichtig wieder ab. Sie reicht sie dem Hüter und murmelt, seinem Blick ausweichend: "Ist mir auch lieber so. Ich kann mit dieser Waffe nicht umgehen und ausserdem habe ich ein erstaunliches Geschick, Dinge fremder Leute schnell und präzise zu zerstören... ungewollt versteht sich!"

Ein leises Lächeln huscht über das Gesicht der Kriegerin, als ihr Blick das Spiel der Muskeln des Kriegers mustert.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 12:10 PM

Dankbar nimmt Stone die Amrbrust von Rashida entgegen, nur um sie ihr sogleich wieder in die Hand zu drücken.
Erstaunt sieht Stone was sich zwichen dem reisenden und dem Drow abspielt, aber die Worte des Reisenden will er nicht ignorieren.
Schnell läuft er hinzu und nimmt dem Dunkelelfen die Waffen ab, auch die kleine Armbrust mit der er Alrik ausgeschaltet hatte.
Dann nimmt er beide Hände des Dunkelelfen in einen festen Griff, der Dunkelelf wehrt sich, aber gegen die Kraft des großen Menschenkriegers kommt er nicht an.
Die Hände des Drow auf dessen Rücken gepresst und diesen zu boden drückend wartet er darauf das jemand den Drow fesselt.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 17/05/04 12:25 PM

Lu ist völlig verblüfft, als sich der Reisende auf den Dunkelelfen stürzt. Er weiß zwar nicht weshalb, aber scheinbar gehört er zu den Bösen. Ein Seil, ein Seil? Suchend blickt Lu sich um. Schließlich entdeckt er ein Seil am Gürtel des schlafenden Alrik, wickelt es so schnell es ihm möglich ist los und rennt zu Stone hinüber. Kunstvoll und schnell, wenn auch nicht unbedingt effektiv, beginnt er, die Hände des Dunkelelfs einzuwickeln.
Der bitterböse Blick des Dunkelelfens macht ihm ganz schön Angst ...
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 17/05/04 12:40 PM

Die Kriegerin hält die Waffe verblüfft fest.

Sie legt sie sich auf den Rücken und geht dann rasch zu Stone und Lu Ser hinüber, die den Drow fesseln. "Wieso sind wir vorher nicht auf die Idee gekommen, gegen uns alle hätte er keine Chance gehabt?"

Kopfschüttelnd beugt sie sich zu dem sichtlich nervösen Lu Ser: "Soll ich Euch helfen?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 12:55 PM

"Ich weiß nicht, wenn der Reisende ihn nicht magisch halten würde, wären wir wohl kaum in der lage, dies, ohne das es Tote gibt, zu schaffen," Stone blickt die Kriegerin ernst an.
"Dies ist ein Drow, wenn ihr ihn unterschätzt seid ihr tot. Könntet ihr ihn Knebeln?"

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 17/05/04 01:06 PM

Die Kriegerin schaut Stone verwundert an, sie dachte nicht, dass sie ihren letzten Gedanken laut ausgesprochen hat.

"Ihr habt schon recht, wir müssen noch eine wichtige Aufgabe erfüllen. Da ist Vorsicht mehr als üblich angebracht!"

Auf die Aufforderung des Hüters hin nickt Rashida kurz: "Natürlich. Mal sehen, ob ich nicht ein passendes Stück Stoff finde." Sie greift in ihren Rucksack, findet aber nichts angebrachtes, ausser... ihr Ritualgewand. Die weisse Seide leuchtet in der Sonne, sie hält es kurz sinnierend in der Hand.

Dann reisst sie mit zornigen Blick ein Stück Stoff von ihrem Gewand und drückt es dem Dunkelelfen in den Mund. Mit einem kurzen Stück Seil befestigt sie den Knebel um den Kopf des Gegners.
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 17/05/04 01:16 PM

Lu ist sehr dankbar, dass Rashida ihm zur Hand geht. Prüfend wirft er ihr einen kurzen Seitenblick zu. Nein, sie wirkt konzentriert und hart, aber nicht so, als wäre sie böse auf ihn. Soll doch einer die Menschen verstehen!

"Vielleicht könnte noch einmal jemand so einen tollen Schlafzauber auf den Dunkelelfen sprechen wie auf Alrik und den de... äh, kleinen, dicken Menschen dort hinten! Und könnte mir vielleicht kurz jemand sagen, weshalb ich ihn gefesselt habe?"


Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 01:24 PM

Erfreut schaut Stone den Drachen an, "Lu, wie bist Du denn wieder hergekommen? Schön das Du es geschafft hast da wieder raus zu kommen. Den hier? Tja, den Fesseln wir weil wir nicht wissen was er vorhat. Und leider gehört er einer Rasse an der man nachsagt unaussprechlich böse zu sein. Aber auch gleichzeitig sehr gefährlich."
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 17/05/04 01:36 PM

Lu freut sich sehr über Stones freundliche Begrüßung. Gleichzeitig ist er entsetzt.

"Ihr habt ihn nur deshalb niedergeschlagen, weil er ein Dunkelelf ist? Ohne dass ihr wusstet, ob er persönlich auch wirklich ein Feind ist? Er hat uns doch vor den anderen Dunkelelfen im Keller gewarnt? Und uns nicht angegriffen?"

Lu ist ein wenig sprachlos. So hatte er seine Gefährten nicht eingeschätzt. Schüchtern wendet er sich an den Dunkelelfen:

"Ähh, Entschuldigung, falls du nicht böse bist ... das ist nur eine ... Vorsichtsmaßnahme ... "

Ziemlich dumm, aber etwas besseres fällt dem kleinen Drachen gerade nicht ein. Zu spät bemerkt er, dass der Dunkelelf gar nicht antworten kann, weil er geknebelt ist.
Gut, dass sie nicht auch Vorurteile gegen Drachen hatten. Sonst wäre er vielleicht auch schon zu so einer netten Karte verarbeitet worden.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 01:46 PM

Stone schaut den Drachen weiterhin freundlich an, "Lu, ich weiß das das schrecklich ist, aber wenn wir ihn loslassen und es stellt sich heraus das er doch unser Feind ist. Dann kann dieser Drow uns abschlachten, vielleicht nicht alle aber einige von uns würden das nicht überleben. Dieses Risiko dürfen wir nicht eingehen. Wenn das einer von diesen Blutjägern wäre würdest Du doch auch nicht zögern, oder? Und Du würdest doch auch nicht wissen ob dieser spezielle Blutjäger dein Feind ist oder nicht. Und ich zumindest habe nicht vor ihn zu töten, und die anderen bestimmt auch nicht. Aber im moment gibt es keine andere Lösung"
Dann wendet sich Stone an den Reisenden, "Wie geht es weiter, kann ich ihn jetzt loslassen?"

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 17/05/04 01:58 PM

Lu sieht zwar immer noch einen Unterschied darin, sich gegen einen Blutjäger zu wehren, der ihn angreift und einen Dunkelelfen niederzuschlagen, der die Gefährten gerade vor einem Angriff gewarnt hat, schweigt jedoch.
Die Menschen und erstaunlicherweise auch die Elfen legen so häufig ein eigenartiges Verhalten an den Tag, dass er sich eigentlich daran gewöhnt haben sollte, derartiges nicht mit Drago-Logik verstehen so wollen. Immerhin wollen sie ihn nicht töten.

"Dieser Dunkelelf sagte, dass dort unten noch zwei Dutzend von seiner Sorte sind. Wenn schon einer so gefährlich ist, sollten wir uns dann nicht schleunigst aus dem Staub machen?", murmelt er vor sich hin. Er erwartet jedoch ebenso wie Stone zunächst eine Antwort des Reisenden.
Posted By: Marian

Re: On the Road again - 17/05/04 02:37 PM

Die Kapuzen tief ins Gesicht gezogen, verharren die Dunkelelfen reglos am Fuße der Treppe. Da das gleißende Licht jeden Sichtkontakt unmöglich macht, raunt Hauptmann Vigor möglichst leise zu dem Drowprinzen: "Wir sind entdeckt. Laßt uns schnell handeln. Den Stimmen nach scheinen es sogar weniger zu sein, als wir angenommen hatten." Alveriel nickt, was aber niemand sehen kann, und antwortet:"Ja. Auf mein Kommando begeben wir uns nach oben. Alle bereit?"

Zustimmendes Gemurmel kommt von allen Seiten. Der Warlock dagegen lauscht in das Licht, als gäbe es da etwas, was nur er hören kann. Seine Miene verfinstert sich zusehens und schließlich nickt er, resigniert und endgültig. Schnell legt er Alveriel eine Hand auf die Schulter: "Wartet! Die Treppe ist eine Falle. Ich spüre Magie. Keine starke zwar, aber sicher unangenehm. Einen Moment!"
Der Magus erhebt sich und stimmt einen Singsang an, wiegend mit den Armen schlenkernd. Das Licht verblaßt zusehens und die Treppe wird wieder sichtbar, naß und glitschig. Der Warlock dreht sich zum Prinzen um und signalisiert: 'Die Treppe ist frei. Ich habe mit einem starken Antimagiestoß alles ausgeschaltet, was sich dort befand.'
Alveriel zieht seine Krummsäbel und winkt. Rasch stürmen die Drow auf die Treppe zu und beginnen die Stufen zu erklimmen, sichtbar um ihr Gleichgewicht kämpfend. Der Kampf hat begonnen.
Posted By: Marian

Re: On the Road again - 17/05/04 02:56 PM

Aus den Augenwinkeln sieht Lynx, wie sich der Turmzugang und Teile des Hofes verdunkeln, als hätte man schwarze Tinte über sie gekippt. Wie Luftballons bläht sich eine Kugel aus undurchdringlicher Finsternis nach der anderen auf, mehrere Meter Licht schluckend. Er weiß sehr genau, daß das nur der Angriff der Dunkelelfen sein kann, denn diese Kugeln der Dunkelheit sind ein bewährtes Standardmanöver. Für einen blind kämpfenden Drow ist das kein Problem, aber jemand, der auf seine Sicht angewiesen ist, würde schutzlos sein. Diese Narren, denkt er, wenn sie sich nicht mit ihm angelegt hätten, würde er ihnen vermutlich helfen. Sich selbst für seine Unvorsichtigkeit verfluchend, konzentriert er sich auf den großen Krieger und die Stelle, an der seine Waffen auf dem Boden liegen, bleibt aber absolut still liegen. Der Griff des Kriegers lockert sich, wahrscheinlich wegen der Ablenkung.
Er kann gerade noch die Überraschung auf den Gesichtern von Rashida und dem Reisenden erkennen, bevor die Welt um ihn herum in Schwärze versinkt. Wie erwartet, verschwindet das magische Band des Reisenden um ihn, als die Drowattacke den Krieger unvorbereitet trifft. Mit einem Ruck reißt sich Lynx frei und rollt sich zur Seite. Wissend daß ihn der Krieger im Dunkel nicht sofort finden kann, aktiviert er seine angeborenen Levitationsfähigkeiten und schwebt zu den Schießscharten der Burgmauer empor, im Schatten verharrend und sich schnell seiner Fesseln entledigend. Von hier aus sieht er, wie der halbe Hof bis zu einer Höhe von 2 Metern pechschwarz wabert. Überraschungsschreie werden laut. Er muß unbedingt seine Waffen wiederhaben, wenn er jetzt zu etwas nütze sein will.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 17/05/04 03:08 PM

Glance springt auf, als sein Licht plötzlich anfängt dunkler zu werden - jemand wirkt einen Anti-Magiezauber! Er versucht nur kurz dagegen anzukämpfen, und ruft laut nach draussen "Achtung! Sie kommen die Treppe hoch!"

Ein kurzer Blick nach oben - das Licht ist schon fast erloschen, dann wird das Eis auf der Treppe auch nicht halten. Er lässt seine verbleibende Kontrolle über seinen dritten Zauber gänzlich los und die Wassermassen, die er oberhalb der Lichtkugel angesammelt hat, ergiessen sich einer Flutwelle gleich die Treppe hinunter, die alle die sich darauf befinden hinwegspülen sollte.

Trotz alledem dringt eine pechschwarze Dunkelheit aus dem Treppenaufgang hervor, erfüllt den Raum und dringt unaufhaltsam in den Hof. Glance weiß, dass er dem nur auf sehr begrenztem Raum etwas entgegenzusetzen hätte, wenn überhaupt. Also springt er im Dunkeln nach draussen, und levitiert sich sofort senkrecht nach oben - wie er es erwartet hat, hört die Dunkelheit im Hof etwas über Mannshöhe auf.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 17/05/04 03:22 PM

Die Elfin weiß vor immer neuen Überraschungen schon gar nicht mehr, was sie zuerst machen soll. Da liegt nun Alrik in einem Ohmacht ähnlichen Zustand vor ihr und sie ist sich nicht sicher, ob ihr Heilzauber helfen wird. Dann wird auch noch der Zwergenanführer bewußtlos hochgebracht. Nun bei ihm wird sie sicher keine Magie anwenden, da er ja erwähnt hatte, dass Zwerge keine Magie mögen. Der Reisende stürzt sich auf den Dunkelelf, der vor einer Horde Dunkelelfen warnt. Ein Teil der Gruppe überwältigt, fesselt und knebelt ihn. Glance bewacht den Eingang zum Turm.
Aber es ist zu spät, die Dunkelfen haben den Eingang erreicht und der gefesselte Dunkelelf kann sich befreien.
Big Claw ignoriert den bewußtlosen Alrik und ebenso Xanlosch. Sie zieht ihr Langschwert und hofft, dass ihre Mutter gute Arbeit bei der magischen Veredlung geleistet hat.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 17/05/04 04:27 PM

Die Dunkelheit, nimmt den Hof schon zur Hälfte ein. Big Claw kann ganz schwach die Gestalten der Dunkelelfen erkennen. Sie ist sich bewußt, dass, sobald der ganze Hof in dieses Dunkel gehüllt ist, keiner von ihnen eine Chance hat. Also muss sie irgendwie auf die Burgmauer kommen. Da die Mauer, durch den Verfall, an vielen Stellen nicht mehr sonderlich hoch ist, sucht sie eine Möglichkeit hochzuklettern. Etwas abseits entdeckt sie, direkt an der Mauer, ein paar gestapelte Kisten von den Zwergen. Schnell rennt sie hin und es gelingt ihr nach oben zu kommen. Dort sieht sie auch Glance und den Dunkelelfen. Sie steckt ihr Schwert ein, nimmt den Bogen und legt den ersten Pfeil darauf.
Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 17/05/04 04:32 PM

Zu spät ! Sie hatten zuviel Zeit sinnlos mit Palaver vergeudet ! Pechschwarze Dunkelheit quillt aus dem Eingang des Turmes hervor, selbst seine geistige Sicht lässt nur schemenhafte Gestalten erkennen, die durch den Eingang auf den Burghof huschen.

Was konnte ihm jetzt nützen ? Feuer... Wasser... Luft... Erde............. Erde !!!

"ZURÜCK !!! ZIEHT EUCH VOM TURM ZURÜCK !!!"

Der Reisende kann nur hoffen, das alle seinem Ruf Folge leisten. Den Bann des Drow hat er durch die plötzliche Finsternis verloren, also lenkt er seine herbeigerufene Macht auf ein wichtigeres Ziel:

Der Boden beginnt zu zittern, zu beben, gelockerte Steine stürzen aus den Mauern des Turmes herab. Das Beben wird stärker, heftige Stösse erschüttern die Fundamente - und langsam, wie in Zeitlupe, beginnt der Turm schliesslich in sich zusammenzubrechen.

Ein paar der Drow würden es noch auf den Hof schaffen, der Rest jedoch würde sich zurückziehen müssen oder erschlagen werden. Gut. Gut.... Erschöpft lässt der Reisende von der Macht ab und versucht seinen Geist zu klären.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 07:05 PM

Überrascht muß Stone die Flucht des Drow akzeptieren, auch der Ruf des Reisenden kommt zu spät.
Aber Stone hat Glück die meisten Trümmer des einstürzenden Turm fallen nach innen, nur die Waffen des Drow die Stone auf den Boden geworfen hatte werden verschüttet.
Als Stone durch die Dunkelheit versucht einen Weg zu finden, stolpert er über eine am Boden hockende Gestalt, bei dem Versuch diese zu überwältigen bleibt er an zwei, ihm bekannten, Schwertern hängen.
"Wartet, ich bin es, Stone" flüstert er dem Reisenden zu, "seid ihr verletzt?"
Und dann nachdem er den Reisenden bltzschnell auf kritische Treffer abgetastet hat, und nirgendwo verräterische feuchte gespürt hat, "nein, aber was habt ihr? Und was sollen wir tun? Ich kann im Dunkeln nicht Kämpfen und Rashida ist auch in der nähe. Wir dürfen uns nicht gegenseitig umbringen."


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 17/05/04 07:56 PM

"Ich bin in Ordnung, Stone - aber meine Kräfte sind nicht unerschöpflich... Zieht Euch aus der Dunkelheit zurück, rasch ! Macht Euch um mich keine Gedanken, meine Augen können diese widerwärtige Finsternis besser durchdringen als Eure. Nun geht schon !"

Nachdem Stone ihm aufgeholfen hat, zieht der Reisende langsam seine Windsänger. Angestrengt späht er in die Schwärze, auf jede kleine Bewegung achtend. Seine Gedanken geltenen den beiden Bewusstlosen - Alrik und Xanlosch. Er konnte nur hoffen, das die Drow diese zunächst ignorieren und sich den für sie gefährlicheren Gegnern zuwenden würden.

Plötzlich gerät er ins Wanken. War er doch erschöpfter als er dachte ? Nein, der Boden hatte sich erneut bewegt ! Ein Rumpeln und Ächzen läuft durch die Tiefen zu seinen Füßen. Knirschend öffnen sich Risse im Erdreich und lassen ihn stolpern. Sein Beben hatte offenbar den ganzen Untergrund instabil werden lassen - keine Armlänge neben ihm sackt plötzlich ein grosses Stück des Burghofes mehrere Schritt tief ein.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 17/05/04 08:02 PM

Kreise ziehend, da er keine ahnung hat wo er ist, sucht Stone nach Rashida.
Leise ruft er nach ihr, dann wackelt der ganze Boden und Stone bleibt nur die Wahl schnell zurückzuweichen.
Ohne das er eine ahnung hat wohin, dann ist er plötzlich aus der Dunkelheit heraus.
Schnell zieht er sich wieder in sie zurück, um vorsichtig aus ihr heraus zu spähen ohne das man ihn sehen könnte.
Er ist ein ganzes stück vpm Brunnen entfernt, kann die anderen aber nicht sehen.
Zwichem ihm und dem Stall scheint kein Feind zu sein, schnell überbrückt er die wenigen Meter und versteckt sich im schatten.
Posted By: Xanlosch

Re: On the Road again - 17/05/04 08:40 PM

Die letzten Schritte bis zum Brunnen hatten Nerosch seine letzte Kraft gekostet, selbst das Sprechen war ihm jetzt zu viel. Den Schlag, den er von Xanlosch abbekommen hatte, war doch viel schlimmer, als er selber angenommen hatte und dies forderte nun seinen Tribut. Vollkommen ausgelaugt und zu keiner großen Handlung mehr fähig lies sich Nerosch einfach neben Xanlosch nieder. Dieser schlief noch immer scheinbar recht fest und umklammerte noch immer seine Axt.

Durch die Aktionen des Halbelfen Glance hatte das Axtblatt von Xanlosch wieder angefangen zu glühen. Es war nicht so hell, dass es noch einen großen Schaden hätte anrichten können, aber es reichte aus, dass die Wirkung des Schlafgiftes neutralisiert wurde.

Wach auf Xanlosch, wach auf, sagte die Stimme in seinem Gehirn. Deine Aufgabe hier ist erledigt und du kannst hier nichts mehr machen. Was hier noch passiert, ist nicht mehr deine Angelegenheit, du hast das getan, was du für richtig gehalten hast. Du bist nicht Schuld an dem Tod deiner Freunde und Kameraden.

Ich kenne deine Stimme, antwortete Xanlosch den Gedanken. Du hattest schon vor einer sehr langen Zeit mit mir in einem Traum ein Gespräch geführt. Damals wolltest du, dass ich eine Expedition organisiere, deren Ziel diese Burgruine sein sollte. Ich wusste nicht warum ich dir vertraute, aber ich tat es. Ich aber habe versagt. Meine Freunde und Kameraden sind für mich in den Tod gegangen. Wofür ? Wegen des Erzes, dass wir nicht fanden ? Wir fanden dort unten aber nur Leid und Tod und nichts, was uns von Wert ist. Ich frage dich, warum sollte dies alles nur geschehen ?

Die Stimme aber antwortete sanft: Es war eine Prüfung für dich und für einige andere. Andere haben schon eher versagt als du. Deine Bemühungen um Frieden und deine große Selbstbeherrschung in Situationen, die aussichtslos für dich oder andere sind, hat mir aber gezeigt, dass du für eine höhere Aufgabe bereit bist. Nun wach auf, es ist Zeit !

Das Axtblatt von Xanlosch glüht nun in einem weißen Licht, dass sich langsam um die beiden Zwerge an der Oberfläche und die anderen Zwerge in den Katakomben legt. Der Lichtschein wird so hell, dass selbst die Kugel der Dunkelheit für einen kurzen Moment verschwinden. Ein gleißender Lichtschein umhüllt die Burg und für diesen Moment ist jeder geblendet, egal ob in den Tiefen der Katakomben oder in den Schießscharten der Burg.

Schweißgebadet wacht Xanlosch in seinem Schlafzimmer in der Zwergebinge auf und weiß nicht so recht, ob die letzten Tage real oder nur ein Traum war.


Posted By: Marian

Re: On the Road again - 17/05/04 08:44 PM

Langsam, einer nach dem anderen ziehen nun endgültig die letzten schwarzen Flecken in der Burg in grauen Schlierenen nach oben auf und hinterlassen ein Bild der Verwüstung. Dicke Rauchschwaden durchziehen den Hof. Wo der Turm war, ist nur noch ein Schutthügel, welcher den Hang steil abfällt. Kein sehr hoher allerdings, die Schäden scheinen eher in die Tiefe zu gehen. Hier und da sieht man offene Risse, die in bodenlose Abgründe führen, und von Zeit zu Zeit erschüttert ein Nachbeben den brüchigen Boden.
Gut ein Drittel der Burgmauern sind ebenfalls eingestürzt. Zwischen den Steinquadern schauen blutige Fetzen und vereinzelte Leichenteile hervor. Lediglich zwei Dunkelelfen zeigen noch Zeichen von Lebendigkeit, aber auch sie sind arg mitgenommen und von dem Licht geblendet. Vom Rest der Angreifer ist vorerst nichts mehr zu sehen.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 17/05/04 09:08 PM

Die Elfin kann sich, bei dem Einsturz des Turmes, gerade so auf der schwankenden Burgmauer halten. Es ziehen Rauchschwaden durch den Burghof, aber es ist eine andere Dunkelheit als vorhin. Was Big Claw sieht, sind zwei arg gezeichnete Dunkelelfen. Der Rest ist entweder umgekommen oder wieder in den Tiefen verschwunden.
Vorsichtig versucht sie die Burgmauer wieder herunter zu klettern. Was ihr auch gelingt.
Sie steckt den Bogen weg und zieht ihr Langschwert. Nun sucht sie nach den Gefährten.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 17/05/04 09:20 PM

Um Glance bricht die Welt zusammen und er fühlt seine magischen Kräfte schnell schwinden. Das Aufrechterhalten der Levitation, die er sonst nur kurzfristig einsetzt um Hindernisse zu überwinden, kostet ihn mehr Kraft als er ahnte.

Glücklicherweise lichtet sich die Dunkelheit und eine Szenerie der Zerstörung tut sich auf. Mit einem unsanften Plumps landet Glance auf dem aufgerissenen Boden. Schnell sieht er sich um - zwei Drows stehen noch im Hof, seine Gefährten scheinen alle unverletzt zu sein, der erste Drow und die Zwerge - sind nicht zu sehen.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 17/05/04 10:03 PM

Was war das für ein grelles Licht ? Irritiert schaut sich der Reisende um. jemand hatte Magie gewirkt - wer ? Zunächst kann er nicht viel erkennen, doch als das Gleissen nachlässt, scheint sich die magische Dunkelheit der Drow aufzulösen.

Sein Blick fällt zunächst auf den Turm. Es ist nicht mehr viel davon übrig und die grausigen Überreste einiger unglücklicher Dunkelelfen zwischen den Trümmern verursachen ein flaues Gefühl in seinem Magen. Wieder einmal war er mehr als gründlich gewesen.....

Es waren Drow und sie hätten vermutlich alle getötet, wenn sie in voller Zahl an die Oberfläche gelangt wären. Dennoch: Dieser Anblick wäre nicht nötig gewesen, wenn die anderen sie nicht nach oben gelockt hätten, mit ihrer idiotischen Suche nach toten Zwergen. Das die Zwergenwachen tot sein mussten, darüber bestand für ihn von Anfang an kein Zweifel. Darum wollte er ja die Burg so schnell wie möglich verlassen.....

Nun fühlt er sich plötzlich sehr alt und sehr müde. Der Anblick der zerfetzten Leichen widert ihn an. Die Gefähren, die Mission - alles widert ihn an. Er will allein sein, einfach Ruhe haben. Am besten weit weg von hier.

Alles um ihn herum ignorierend, wendet der Reisende sich ab und klettert in den Staubschwaden über eine geborstene Burgmauer aus dem Hof. Hinter einem Felsen - aus der Sicht der anderen - lässt er sich schliesslich nieder und schliesst die Augen.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 17/05/04 10:07 PM

Als ersten findet sie Alrik, noch immer ohne Bewußtsein. Big Claw kniet sich nieder und sucht nach der Wunde. Als sie diese gefunden hat, wendet sie ihren Zauber "Gift neutralisieren" an und es gelingt ihr. Alrik müsste nun langsam wieder zu Bewußtsein kommen.
Es bleibt ihr immer noch ein Rätsel, wie sie diese starken Zauber anwenden kann, aber wichtig ist in diesem Moment nur, dass sie funktionieren.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 17/05/04 10:12 PM

Stöhnend wacht Alrik auf, langsam. Ein Stein piekst ihn ganz fürchterlich im Rücken. Er ahnt nicht, in was für einem Chaos die Welt um ihn herum versunken ist.

Als er zum ersten Mal zaghaft die Augen öffnet, schließt er sie gleich wieder, weil er die Trümmer und das Chaos nicht wahrhaben will - er kann sich nicht vorstellen, daß so viel passiert ist, während er bewußtlos war. Logischwerweise denkt er jetzt, er könnte genausogut woanders sein ...

"Wo bin ich ?" krächzt er dem nächstbesten Gesicht entgegen, und das ist Lu Ser's , der ihn gerade betrachtet.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 18/05/04 05:30 AM

Als das Licht verschwunden ist und Stone wieder sehen kann, bietet sich ihm ein Bild des grauens.
Ein Schlachtfeld, nichts hatte ihn bisher darauf vorbereitet.
Ungläubig, erschüttert wankt er zu Glance, der gerade landet, kann ihn aber nicht ansprechen.
Stone geht weiter, den Reisenden kann er nirgends entdecken.
Big Claw ist bei Alrik und kümmert sich um ihn.
Von den Zwergen fehlt jede Spur.
Die zersrörung nicht fassend könnend, nähert sich Stone dem Turm.
Da bemerkt er ein Funkeln, ein Schwertknauf ragt heraus. Die Schwerter des Drow, schnell überprüft Stone die Waffen. Froh eine ablenkung zu haben, widmet Stone den Waffen mehr aufmerksamkeit als er es unter normalen umständen getan hätte.
Sie waren unversehrt, gewiss waren sie sehr wertvoll, Stone beschloss sie an den Brunnen der noch unversehrt war zu stellen.
Der Drow hatte nicht gelogen, wenn, ja wenn er wiederkommen würde, so sollte er seine Waffen wiederfinden. Vielleicht würde er es ja auch als zeichen der Entschuldigung werten.
Nachdem er sich der Waffen entledigt hat, bemerkt er die zwei noch lebenden Drow. Was soll er tun, kämpfen will er nicht mehr.
Wie schon so oft weiß er ja auch diesmal nicht was eigentlich vorsich gegangen ist. Wer war der erste Drow, und wie war sein verhältnis zu diesen?
Stone kommt sich sehr Dumm vor, hatte er nicht erst an seinen neuen Kameraden gelernt was Vorurteile sind, aber dies waren Drow. Drow.
In einem plötzlichen anfall, von Wut, Wut über die ganze Welt, zieht Stone sein Schwert und rennt mit einem Kampfschrei auf die Drow zu.
Beide geschockt und geblendet sind noch nicht in der Lage zu reagieren und sich zu wehren.
Dann ist Stone heran, will zuschlagen, kann es aber nicht.
Die beiden Drow sind vollkommen wehrlos, anscheinend sehen sie nur Schemen.
Dann schlägt Stone den einen mit dem Schwertknauf bewußtlos, der andere der mitbekommen hat das ein Gegner da ist zieht sein Schwert, und einen Dolch.
Mit geschlossenen Augen dreht er sich langsam im Kreis, aber Stone will ihn nicht mehr bekämpfen, "las deine Waffen fallen".
Der Drow kann ihn nicht verstehen, Stone, der dieses erbarmungswürdige schauspiel nicht mehr mit ansehen kann, schlägt zu.
Erst das Schwert, dann der Dolch fliegt aus den Händen des Drow, der ohne selbst sehen zu können, einem Sehenden Gegner unterlegen ist.
Der Drow wartet, wartet auf den Tod. Das unausweichliche Ende für versager und schwache.
Aber der letzte Schlag kommt nicht, statt dessen fühlt er wie er gepackt wird und zu Boden geschleudert.
Dann bindet Stone den Drow mit dessem eigenem Gürtel die Hände auf den Rücken.
Auch der andere Drow wird von ihm gebunden, dann sackt Stone erschöpft zu Boden.
Was soll er tun, hilfesuchend wendet sich sein Blick zu Glance.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 18/05/04 07:19 AM

Lu kann Alriks gekrächzte Frage kaum beantworten.
"Ich bin mir nicht sicher. Im Burghof?"
Dann lässt er sich neben Alrik sinken.

Erschaudernd denkt er an die letzten Minuten zurück. Das Kreischen und Stöhnen der Erde, die Schreie und seine kalte Angst kriechen wieder in sein Gedächtnis. Er hatte vor der hereinbrechenden Finsternis fliehen wollen, konnte jedoch zunächst vor Entsetzen keinen Flügelschlag machen. Als er dann vom Reisenden zur Flucht getrieben wurde, wählte er mit den sicheren Instinkten eines verwirrten Jungdrachens die falsche Richtung. Trümmerstücke rissen ihn schon kurz nach dem Start aus seiner Flugbahn und begruben ihn unter sich. Zu seinem großen Glück wurde er jedoch in einen Hohlraum geschleudert, während das umliegenden Geröll wenige Augenblicke später einen großen Steinbrocken nur einen knappen Meter oberhalb abgebremste. Zitternd saß Lu in seinem Steinkäfig, bis der Lärm rundum abflaute. Tausende Schürfwunden brannten an seinem Körper und die Unterseite seines rechten Flügels hatte er, ohne den Kopf zu verrenken, sonst auch nie betrachten können.
Langsam und vorsichtig arbeitete er sich aus dem immer wieder nachrutschendem Geröll und schleppte sich zu seinen Gefährten. Sie würden ihm sicher helfen.



Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 18/05/04 07:41 AM

Nachdem Alrik langsam wieder zu sich kommt, sieht sich die Elfin nach den anderen Gefährten um. Allen scheint es soweit ganz gut zu gehen. Der Reisende ist verschwunden, wahrscheinlich braucht er etwas Ruhe.
Dann endeckt sie Lu Ser. Erschrocken über seine Verletzungen eilt sie zu ihm und untersucht ihn vorsichtig. Das meiste scheinen nur Schürfwunden zu sein. Die kann sie schnell versorgen. Nur sein rechter Flügel sieht nicht gut aus, er scheint gebrochen zu sein.
"So, mein Kleiner, das haben wir gleich. Aber Deinen Flügel muss ich erst richten und das wird etwas schmerzhaft werden."
Ohne eine Antwort abzuwarten, richtet sie seinen Flügel und legt dann einen Heilzauber darüber.
Sie kramt in ihrem Rucksack, findet einen Keks und gibt ihm Lu Ser.
"Hier, ein kleines Trostpflaster."
Big Claw nimmt einen Schluck aus ihrer Trinkflasche und setzt sich erschöpft neben Lu Ser.
Zu den Gefährten gewandt fragt sie:
"Wie geht es jetzt weiter, wo sind die Zwerge?"
Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 18/05/04 07:59 AM

Lu lehnt sich erschöpft und dankbar an die Elfin und legt seinen Kopf auf ihr Knie. Immer noch schmerzt sein ganzer Körper, jedoch fühlt er nach Big Claws Heilzauber eine gewissen Linderung. Sogar sein Flügel sieht wieder aus wie er aussehen sollte. Der Keks entlockt ihm ein Lächeln und weckt seine Lebensgeister.
"Ich danke dir, Big Claw! Was ist passiert? Woher kamen diese dunklen Gestalten? Warum ist der Turm eingestürzt?", fragt er leise.
Gleichzeitig befürchtet er jedoch schon, die Antworten sowieso nicht verstehen zu können. Die ganze Reise erscheint ihm wie ein riesiges Fragezeichen. Wenn nicht das Einhorn gesagt hätte ... Er schüttelt unmerklich den Kopf.
Posted By: buad

Re: On the Road again - 18/05/04 08:36 AM

Nur mühsam kann der Priester den ihm auf der Zunge liegenden Fluch unterdrücken. Seine Ritter sind da weit weniger zimperlich und lassen ihrem Schreck und ihrem Ärger gleichemaßen freien, wenn auch leisen Lauf.

Laute Stimmen waren ihnen aus der Ruine entgegengeschlagen, als sie sich dem Gemäuer vorsichtig genähert hatten. Und dann spürte der Priester eine Dunkelheit, und er wusste augenblicklich, dass es Zeit zum Handeln war, wenn nicht alles verloren sein sollte. Doch gerade, als er losstürmen wollte, um der aufziehenden, bedrohlichen Dunkelheit mit dem reinen, silbernen Licht seines Gottes zu begegnen, war der vor ihnen aufragende Turm der Ruine unter ohrenbetäubendem Getöse in sich zusammengestürzt. Augenblicke später hatte die Erde gebebt, und unmittelbar vor seinen Füßen war ein tiefer Spalt aufgerissen. Zwei seiner Ritter konnten sich nur durch einen beherzten Sprung vor einem Sturz in die bodenlose Tiefe retten.

Von vorne kommt ihnen der Kundschafter der kleinen Schar entgegen.

"Das ganze Gelände ist eine einzige tödliche Falle!" schnaubt er atemlos. "Überall sind Klüfte und Spalten aufgerissen, und überall knirscht und rieselt es! Ich verwette meinen linken Daumen, dass dieser ganze verfluchte Berg unterhöhlt ist - und dass er kurz davor ist, in sich zusammenzustürzen! Wir sollten machen, dass wir hier wegkommen!"

"Konntest Du in der Burg was sehen?" fragt der Priester den atemlosen Späher.
"Praktisch gar nichts!" entgegnet dieser und wischt sich den Schweiß von der Stirn. "Bevor ich was Genaueres ausmachen konnte, stürzte der verdammte Turm einfach in sich zusammen - ohne jede Vorwarnung! Aber eine große Dunkelheit schien aus dem Turm zu kommen, bevor das geschah - die Götter mögen wissen, was das gewesen sein mag, erkennen konnte ich nichts. Die Dunkelheit schien fast... körperlich zu sein."

Ein sanftes Zittern läuft durch den Boden, und von den Rändern der Spalte stürzen Erdschollen in die Tiefe. Stirnrunzelnd bohrt der Priester die Ferse in die trügerische Sicherheit des Bodens. Eine "körperliche Dunkelheit" - er hatte es gespürt. Also waren auch SIE aus den Tiefen der Erde emporgestiegen, wie so viele andere üble Kreaturen auch. Zufall? Oder wurden all die finsteren Wesen der Schatten von einem übermächtigen Ruf hervorgelockt?

"Überlebende?" fragt er knapp.
Der Späher zuckt ratlos mit den Schultern. "Keine Ahnung." entgegnet er, während er ein Schluck Wasser aus seiner Feldflasche zu sich nimmt. "Einige von ihnen waren wohl vor dem Turm, als es geschah. Ich schätze, dass sie den Einsturz selbst überlebt haben, wenn sie schnell laufen konnten. - Was danach geschah, als der Boden bebte und Teile von ihm einstürzten, weiß ich nicht. Es kann gut sein, dass der ganze Innenhof in die Tiefe gestürzt ist - und wenn er's ncoh nicht ist, kann das meiner Meinung nach jeden Moment passieren."

Der Priester blickt angestrengt zu der Bergkuppe empor, wo soeben noch der gut erhaltene Turm der Ruine gestanden hatte, und sich die gewaltige Staubwolke allmählich auflöst.

"Wir müssen Gewissheit haben!" sagt er langsam, als er eine Entscheidung fällt. "Und vielleicht gibt es Verletzte. Vielleicht wird dort oben Hilfe benötigt..."

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 18/05/04 08:58 AM

Glance nimmt Stones hilfesuchenden Blick auf - der Krieger ist offensichtlich verwirrt. Erst sammelte er Waffen aus den Trümmern ein, und legt die Beute sorgfältig an die Seite, dann stürzt er sich unvermittelt und ohne provoziert worden zu sein auf die beiden Dunkelelfen, gerade als Glance diese ansprechen wollte. Und nun steht er da, und weiß offensichtlich nicht mehr weiter - der junge Mann braucht eine Aufgabe!

"Bitte Stone", sagt Glance, "helft Alrik und Lu Ser, die sind offensichtlich noch geschwächt, und bringt sie ausserhalb der Burg in Richtung Berg - wer weiß was hier noch alles zusammenfällt, ich habe kein sicheres Gefühl. Vielleicht könnt ihr Rashida und Claw um Unterstützung bitten" Und in einem Nachsatz ergänzt er "Bittet Claw ein Auge Richtung Wald zu haben - diese Ereignisse haben sich bestimmt weithin bemerkbar gemacht, und wer weiß wen das anlockt".

Dann wendet Glance sich den von Stone niedergeschlagenen Drow zu, legt deren Waffen ausser Reichweite, wartet bis sie ansprechbar sind.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 18/05/04 09:11 AM

Stone geht zu big Claw, die bei Lu und Alrik ist.
"Glance sagt das ich euch helfen soll aus der Burg zu kommen. Anscheinend hat er Angst das noch mehr zusammenstürzen wird."
Besorgt betrachtet Stone die Kameraden, Alrik scheint wieder munter zu sein und der Piekser in der Schulter kann nicht ausreichend gewesen sein um den Streuner aufzuhalten.
Aber der Drache, scheint arg mitgenommen zu sein, "Lu, soll ich euch tragen?"
Dann wendet er sich an Big Claw, "Wir müssen gehen, aber was ist mit Rashida und den Zwergen. Rashida war als es dunkel wurde neben mir gewesen aber ich habe sie später nicht mehr sehen können. Sie muß auch geflohen sein, aber wohin?"

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 18/05/04 09:22 AM

Lu schwankt einen kurzen Moment zwischen Stolz und Notwendigkeit. Wieder einmal sind seine Fragen unbeantwortet geblieben. Dann seufzt er tief:

"Ich höre auch ein beständiges Grummeln und Knirschen unter uns. Wir sollten hier dringend verschwinden. Ich wäre dir sehr dankbar, Stone, könntest du mir ein wenig helfen. Ich kann kaum über die Trümmer und Spalten schauen, geschweige denn laufen. Achte bitte auf meine rechten Flügel, er scheint gebrochen zu sein."

Inständig hofft Lu, dass der kräftige Krieger stark genug ist, um ihn schnell und weit von diesem Ort des Grauens fort bringen zu können.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 18/05/04 09:33 AM

Ohne weiter zu zögern nimmt Stone den Drachen auf den Rücken, "wenn Du dich an meinem Panzer abstützt und ich deine Arme vorne festhalte, sollte es gehen ohne das Du mich mit deinen Krallen verletzt oder dein Flügel anstößt"

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 18/05/04 11:03 AM

Die Elfin kann die Frage von Stone auch nicht beantworten.
"Ich weiß nicht, wo Rashida und die Zwerge sind. Vielleicht konnten sie sich schon vor die Burgmauern retten. Danke, dass ihr Lu Ser helft."
Sie erhebt sich und geht hinter Stone her. Ihre Sinne sind ganz auf das Burgtor gerichtet. Bis jetzt kann sie keine Gefahr erkennen. Aber die Mauern halten auch einiges ab. Erst wenn sie vor dem Tor ist, können sich ihre Wahrnehumgsfähigkeiten voll entfalten. Und so hofft sie, das da draussen keine direkte Gefahr herrscht. Auf jeden Fall nimmt sie schon mal ihr Langschwert in die Hand.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 18/05/04 11:38 AM

Alrik kommt langsam zu sich. Erst, als es tief unter ihm rumpelt, kommt er schnell zu sich. Er spürt die Gefahr, wenngleich er sie noch nicht richtig einordnen kann.
Und langsam kommt sein Gedächtnis zurück ... das war einmal der Turm ? Diese Trümmer hier ? Was ist aus der Zwergenexpedition geworden. Langsam werden seine Augen feucht, als er daran denkt, daß für die Zwerge eigentlich alles sinnlos gewesen war ... er erinnert sich fast schon wehmütig an das anheimelnde Feuer der Nacht zuvor ... und sein Fluch kommt ihm ins Gedächtnis zurück.
Diese Erinnerung bringt ihn vollends zurück in die Realität. Er setzt sich auf, betastet sich etwas nach Wunden, bemerkt die dicke Staubschicht ringsherum und auf seinen Klamotten, und einige Schürfungen von herumfliegenden Steinchen. Er steht auf, schwankt kurz etwas, und blickt sich um.

Er richtet sich wieder auf und bewegt sich ein wenig durch die zerborstenen Schollen und Ruinen, und endeckt unter einem Bruchstück einen halb verbogenen Zwergenhumpen. "Dich nehme ich mit, um diese Zwerge zu ehren, die hier umgekommen sind." denkt er, und steckt den Humpen ein. Er sieht zerbrochene Reste von Sachen, die beim Einsturz durch den Luftdruck durcheinandergewirbelt worden ware, kann aber nichts entdecken, was er gebrauchen könnte.


Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 18/05/04 12:59 PM

Glance bemerkt eine Bewegung hinter dem Rücken des einen Drow und sieht ihn scharf an, worauf der erstmal aufhört an seinen Fesseln zu hantieren. Der andere Drow rührt sich immer noch nicht, aber Glance ist sich nicht sicher, ob er wirklich noch bewußtlos ist, oder sich nur so stellt. Er bleibt jedenfalls wachsam.

Er betrachtet die Drow genauer. Dunkelelfen ohne Zweifel, dem ersten, den sie unten trafen ähnlich - ähnlich auch den Dunkelelfen, die er von Lodoss her kennt, jedoch die Augen sind anders, nicht nur der Farbe wegen. Auf Lodoss trifft man sie selten, sie dienten den bösen Mächten von Marmo, aber sie bewegen sich dort oft auch tagsüber an der Oberfläche, wenn sie auch lichtscheu sind. Diese hier aber scheinen lichtempfindlicher zu sein, was dafür spricht, dass sie eher in ständigem Dunkel leben.

Aus einem Trichter links von Glance taucht plötzlich Bodasen auf. Er zieht sich am Rand hoch, klopft sich den Dreck aus der Robe und hebt dann seinen Stab auf, um sich auf ihn zu stützen. Sein Fuß scheint verstaucht zu sein, da er nur sehr vorsichtig auftritt, ansonsten aber scheint er nur oberflächlichliche Abschürfungen zu haben. Bodasen sieht sich um und tritt dann zu Glance und den Drows.

Glance nickt Bodasen kurz zu, froh dass dieser dem Chaos einigermassen wohlbehalten entkommen ist, und wendet sich an die Drows, von denen ja zumindest einer offensichtlich wach ist. "Ich bin Glance A'Lot, Sohn von Deedlit, Fürstin der Hochelfen von Lodoss," sagt er, "All dies", er macht eine die zerstörte Burg umfassende Handbewegung, "wäre zu vermeiden gewesen, wenn ihr uns nicht unprovoziert angegriffen hättet. So haben weder Ihr noch wir unsere Ziele erreicht, was immer sie sein mögen".

Irritiert bemerkt er aus dem Augenwinkel ein sanftes, rotes Leuchten - Bodasens Stab reagiert auf irgendetwas! - Bodasen und Glance schauen sich kurz in die Augen, und Bodasen schüttelt kaum merklich verneinend, fragend den Kopf.

"Wer seid Ihr?", fragt Glance an die Drow gerichtet, "Und was wollt ihr?"
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 18/05/04 02:07 PM

Rashida war sichtlich erschrocken, als der Angriff der Drow anfing.

"Dunkelheit ist die Waffe der Unterwelt", wurde sie im Tempel gelehrt. Und selbstverständlich lernte sie effektive Zauber, um Dunkelheit zerstreuen zu können.

Doch als ihr einfiel, wie Xanlosch auf Magie reagierte, liess sie von ihrem Vorhaben, die Helligkeit wieder herzustellen, ab.

Die Kriegerin verwandte ihr inneres Auge, welches ihr eine präzise Abbildung der Umgebung anzeigte. Sie sah den Turm, der langsam in sich zusammen sackte.

Da sie nicht unter den Trümmern begraben werden wollte, rannte sie vom Turm weg, bahnte sich einen Weg über das verfallene Gemäuer und suchte Schutz auf einem massiven Felsen.

Es war nicht nur der Turm eingestürzt, auch mehrere Höhlen und Gänge gaben dem Beben nach.

Der Felsen wankte bedenklich. Die Streiterin überlegte schnell, wo sie sich hinflüchten könnte, fand aber in der Eile keine passende Stelle mehr.

Mit einem lauten Krachen brach der Felsen in die unter ihm liegenden Höhle ein und schlug bis zur Hälfte in den Steinboden ein.

Rashida klammerte sich an den Felsen , glücklicherweise hatte sich der Stein nicht gedreht.

Sie war unverletzt geblieben. Langsam richtete sie sich auf und schaute sich um.

Ausser dem Loch im Boden und der gähnenden Schwärze der weitläufigen Höhle konnte sie nichts sehen, auch eine Möglichkeit, alleine wieder an die Oberfläche zu kommen erschloss sich ihr nicht.

"Das war ja wieder mal so klar, dass ich sonstwo hineingerate!", grummelte sie leise.

Auch längeres Überlegen bringt die heilige Kämpferin nicht weiter.

Sie konzentriert sich und lässt ihren Geist schweifen.

Aber durch die Gesteinsschichten kann nichts durchdringen, selbst durch die grosse Öffnung über ihren Kopf lässt sich nichts erspüren.

Resigniert seufzt die Kriegerin auf: "Dann schaue ich mal, wie ich es mir hier gemütlich machen kann."

Sie sucht mit ihrem Blick den Felsen ab, und wird fündig. Ein Busch ist mit seinen Wurzeln am Steinblock hängengeblieben, mit etwas Glück kann sie ihn erreichen.

Rashida legt sich bäuchlings auf den Stein und streckt sich, um den Strauch zu erreichen.

Wie sie ihn gerade mit den Fingerspitzen berühren kann, rutscht ihr Rucksack nach vorne, die Streiterin bekommt Übergewicht und fällt von dem Felsen hinunter.

Sie schlägt hart auf dem Boden auf und bleibt bewusstlos liegen.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 18/05/04 04:22 PM

Stone nähert sich dem Ausgang der kleinen Festung, "Wir werden einen Bogen schlagen müssen, wenn wir nicht gleich auf einstürzendem Fels laufen wollen. Seht da, das große Loch, da ist bestimmt ein großer Fels durchgebrochen. Big Claw, wir sollten ein stück den Hang hinunter und dann zusehen das wir mit einem größeren Bogen wieder richtung Berge kommen. Wenn ich Lu trage kann ich aber nicht das Terrain auf Erdspalten absuchen, könnt ihr voran gehen?"
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 18/05/04 06:33 PM

Die Elfin geht an Stone vorbei, direkt auf das große Loch zu und bleibt aprupt stehen. Sie hat etwas gehört.
"Stone, da unten ist jemand. Aber es ist kein Dunkelelf. Ich glaube es ist jemand von uns. Vielleicht Rashida? Wir haben sie doch seit dem Einsturz nicht gesehen. Was, wenn sie aus der Burg geflüchtet und mit dem Felsen in die Tiefe gestürzt ist? Wir brauchen die anderen, alleine können wir nicht nachsehen und helfen. Kommt ihr hier zurecht, bis ich Hilfe geholt habe?"
Fragend sieht sie den Krieger an.

Posted By: Marian

Re: On the Road again - 19/05/04 10:33 AM

Der gefesselte Drow, der den Anschein erweckte, halbwegs wach zu sein, sieht bei näherem Hinsehen ziemlich übel aus. Überall sind seine Ketten blutig und gerade jetzt starrt er Glance mit einem Blick aus seinen halb zugeschwollenen Augen an, der nichts als Verachtung und Haß ausdrückt. Dann bäumt er sich auf, spricht ein einziges Wort in seiner Muttersprache, welches sich sehr nach Schimpfwort anhört und spuckt Glance an. Zumindest versucht er es, aber er liegt zu weit unten, um mehr als einen Stiefel mit dem blutigen Schleim zu erreichen.
Sie hatten ihn nicht geknebelt, welch ein Fehler. Seine Augen färben sich blutig rot und er beginnt zu zittern. Als er nun den Mund leicht zu einem geringschätzigen Lächeln öffnet, dringt ein Schwall Blut über seine Lippen. Glance mit vor Hass geweiteten Augen anstarrend, beginnt der Drow zu zucken und liegt schließlich still, zurückgleitend auf den Boden. Seine Augen verlieren den Fokus, als der letzte Hauch Leben aus ihnen weicht. Die letzte Befriedigung, den verhaßten Oberflächenwesen alle Informationen zu verweigern, indem er sich die Zunge abbiß und daran erstickte, war sein.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 19/05/04 12:27 PM

Glance schüttelt traurig den Kopf. Diesen Mangel an individueller Selbsterhaltung kann er nicht verstehen. Er weiß, dass die Geburtenrate bei den Dunkelelfen weit höher ist als bei den Hochelfen, und dass das Leben im Allgemeinen sowieso, wie auch untereinander, bei den Dunkelelfen geringer geschätzt wird, aber dies...

Er sieht nach dem anderen Drow, der sich bis jetzt nicht gerührt hat. Auch er ist dreckig und blutverkrustet, an seinem Kopf bildet sich eine blutunterlaufene Beule, wo Stones Schwertknauf ihn traf. Aber er zeigt keine Reaktion auf das Geschehen um ihn herum, obwohl er offensichtlich noch lebt.

Bodasen hatte inzwischen einen Heilzauber auf seinen Fuß wirken lassen, und untersucht nun den Leichnam des selbstmörderischen Drows. Aber mit einem kurzen Blick auf Glance signalisiert er ihm, dass nichts von Bedeutung zu finden ist.

Glance überdenkt die Lage - der erste Drow ist verschwunden (ein schneller Blick zum Brunnen, ja, die Scimitars sind noch da wo Stone sie hinlegte); von den Zwergen ist nichts zu sehen; der Hof ist nunmehr bis auf ihn selbst, Bodasen und dem bewußtlosen Drow von Allen verlassen; die Beben haben zwar aufgehört, aber das Ganze macht ihm noch keinen stabilen Eindruck, die kleinste Erschütterung könnte irgendein labiles Gleichgewicht stören und ungeahnte Konsequenzen haben.

Glance ringt mit sich - einerseits hat er allen Grund Dunkelelfen zu hassen, andererseits möchte er mehr über die Hintergründe ihres Auftauchens erfahren. Unschlüssig sieht er auf den Dunkelelf, der immer noch bewegungslos vor ihm liegt.




Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 19/05/04 04:49 PM

Stone gibt der Elfin keine Antwort. Vielleicht ist er einfach zu erschöpft. Sie geht nochmal an den Rand dieses riesigen Loches und lauscht. Nichts, kein Geräusch. Sie weiß, dass sie etwas gehört hatte, aber wahrscheinlich war es nur ein Tier, das mit in die Tiefe gestürzt ist. Und dort unten verendet ist. Rashida wird bestimmt in Sicherheit sein. Sie wendet sich wieder an den Krieger: "Anscheinend war es ein Tier, das durch den Sturz schwer verletzt wurde und jetzt tot ist. Ich höre keine Geräusche mehr. Dann bleibe ich bei euch und Lu Ser und warte auf die anderen."

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 19/05/04 06:00 PM

Stone der froh ist das da kein Geräusch mehr ist, antwortet der Elfin, "Gut, es wäre sowieso wahrscheinlich das ihr dort nur einstürzen würdet. Glance hat extra darauf gedrungen das wir so schnell wie möglich hier weg kommen. Und das will ich auch, wir sollten wirklich zusehen das wir einen Bogen schlagen und dann richtung Tempel marschieren. Nach der Karte war es nicht mehr weit, die anderen sind bestimmt in der Lage dahin zu finden. Wenn wir einen halben Tagesmarsch davor rasten, werden wir die anderen schon finden können?"

Stone wartet darauf was die Elfin zu sagen hat, Lu scheint zu schlafen oder hat sich von all dem abgewandt.
Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 19/05/04 06:44 PM

Die Elfin sieht Stone lange an.
"Ihr habt recht. Es ist hier zu gefährlich. Aber solange ich nicht weiß, wo die anderen sind, gehe ich hier nicht weg. Wo ist der Reisende, wo Rashida, die Zwerge und was ist mit Alrik, Bodasen? Glaubt ihr, Glance kommt mit den Drow alleine zurecht? Oder wisst ihr sowenig über die Gefährlichkeit der Dunkelelfen? Nein, nein, ich warte hier noch eine kurze Weile und wenn dann keiner unserer Gefährten kommt, gehe ich zurück. Ausserdem haben wir alle gemeinsam eine Aufgabe zu erfüllen."
Um ihre Entschlossenheit zu demonstrieren, setzt sie sich auf einen kleinen Stein.
Posted By: Lynx

Re: On the Road again - 22/05/04 02:10 PM

Etwas abseits vom Geschehen, sammelt sich Lynx und macht sich einen Überblick über die Dummheit von so vielen Oberflächlern.
"Sie taugen halt doch nur für den Steinbruch, diese Narren !".

Ohne seine Klingen hat Lynx keine große Lust sich den unberechenbaren Dummköpfen zu nähern.
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 24/05/04 04:17 AM

"Vielleicht habt ihr recht und wir sollten noch warten, aber dann sollten wir uns wenigstens nicht so mitten auf den Weg setzen"
Stone schaut die Elfin an, "wir solten etwas abseits warten wo wir die Lage beobachten können."

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 24/05/04 12:00 PM

"Ja, ja natürlich sollten wir abseits des Weges warten."
Big Claw schüttelt den Kopf über sich selbst.
"Das ich nicht daran gedacht habe, passt eigentlich nicht zu mir. Aber bei all dem Durcheinander war ich einfach nur froh, einen einigermaßen ruhigen Platz gefunden zu haben. Entschuldigt."
Sie steht auf und sucht die Umgebung ab.
"Dort drüben, bei den Büschen, wäre ein guter Platz. Da können wir alles einsehen, ohne selbst schnell entdeckt zu werden. Seid ihr einverstanden?"
Posted By: Stone

Re: On the Road again - 24/05/04 04:10 PM

"Ja, in ordnung," Stone geht mit Luser vor.
Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 24/05/04 11:10 PM

Glance durchsucht den Drow, findet aber nichts von Belang. Nachdenklich sieht er auf Bodasens Stab - das schwache Leuchten ist noch da.

Der Dunkelelf hat sich immer noch nicht gerührt. Entweder ist er im Koma, oder aber er hat eine ausserordentliche Beherrschung. Glance beschliesst ihn zu knebeln. Eine Antwort ist im Moment sowieso nicht von ihm zu erwarten. Er achtet darauf, dass der Drow noch durch die Nase atmen kann und legt ihm dann auch noch eine aus einem Stofffetzen, den er von dem toten Drow abreisst, gefertigte Augenbinde an. Dann rollt er den Körper ziemlich rüde auf die Seite.

Unter dem Körper liegen Trümmer, die offensichtlich von der Turmspitze herabgefallen waren. Zwischen zwei grösseren Blöcken sieht er nun ein rötliches Schimmern. Er greift danach, aber sein Arm reicht nicht weit genug. Er zieht sein Schwert und versucht das Artefakt aus dem Zwischeraum herauszuholen - nach mehreren Versuchen gelingt es ihm endlich.

Er betrachtet seinen Fund, und auch Bodasen tritt neugierig näher. Es ist aus silbrigem Metall, wie Bodasens Stab, und wie sein Ring. Er spürt auch dasselbe Vibrieren, wie in seinem Ring als er die Anderen traf. Das Artefakt ist eine Art Dolch mit einem Blitz in der Länge einer Handspanne als Klinge, deren beide Seiten messersscharf sind und der ohne Handschutz in den Griff übergeht, ein schmuckloses Rohr - wahrscheinlich zur Aufnahme einer Befestigung an der Turmspitze. Erstaunlicherweise zeigt das Artefakt weder Beschädigung noch Verschmutzung.

Bodasen greift nach dem Objekt, aber Glance entzieht es ihm schnell und sagt, "Nicht jetzt, und nicht hier. Wir müssen hier raus". Er wickelt das Objekt in einen weiteren Stoffetzen, den er sich von dem Toten holt, und verstaut es in seinem Rucksack.

Dann geht er zu dem Brunnen und hebt die Scimitars auf, die Stone dort liegenliess. Er wiegt sie in den Händen - es sind wunderbar ausbalancierte Waffen, offensichtlich von excellenter Qualität aber ihm nicht bekannter Herkunft. Grimmig lächelnd packt er auch sie ein und sich nochmals umsehend murmelt er "Nun, Du arroganter Dunkelelf, Du wirst sie wiederhaben wollen - wir werden uns also wiedersehen".

Zu dem verbleibenden Drow tretend, nimmt er dessen Augenbinde und den Knebel ab, und stösst ihn mit dem Fuss an, aber dieser gibt kein Lebenszeichen von sich. "Seid ihr wach, so hattet ihr Eure Chance", sagt er laut, "Seid ihr es nicht, so seid ihr nur Ballast für uns und wir überlassen Euch Eurem Schicksal". Sodann winkt er Bodasen ihm zu folgen, und wendet sich ohne weitere Worte dem Ausgang der Burg zu.


Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 25/05/04 06:44 AM

Lu erwachte wieder aus seinem unruhigen Schlummer, als sich Stone in Bewegung setzte, um sich ein wenig abseits in einem Gebüsch niederzulassen.
Da seine beiden Gefährten am Gebüsch angekommen einen eher abwartenden Eindruck machen, wagt er es erneut, nach den zurückliegenden Ereignissen zu fragen. Zwar rechnet er nach seinen zahlreichen vergeblichen Versuchen nicht mehr wirklich mit einer Antwort, aber der Zeitpunkt erscheint ihm gerade recht günstig.

"Der Reisende hat mir die Ereignisse bis zum Eintreffen in der Burg erzählt. Aber was ist nun passiert? Warum ist der gesamte Turm eingestürzt? Und wo sind unsere Gefährten?"



Posted By: buad

Re: On the Road again - 25/05/04 09:12 AM

"Es ist niemand sonst in der Nähe." flüstert der Kundschafter dem Priester zu. "Seid ihr sicher, dass sie noch lebt?"

Der Priester starrt konzentriert zu der dunklen Öffnung, die in dem felsigen Kalksteinboden gähnt. "Sie lebt." erklärt er kurz. "Sichert die Einsturzstelle - und seilt mich ab!"

Schweigend verschwinden zwei der Ritter und der Kundschafter in den Büschen, während die verbliebenen Ritter dem Priester ein daumenstarkes Seil umgürten.

"Nehmt euch in acht!" raunt einer von ihnen dem heiligen Mann zu, als sich dieser anschickt, in den Einsturztrichter hinabzusteigen. "Der Boden ist brüchig! Wenn es erneut zu einem Einsturz kommen sollte, können wir Euch nicht helfen!"

Wie um die Warnung zu bestätigen, lösen sich unter dem Gewicht des Priesters einige Felsbröckchen aus dem Rand des Loches und kullern in die dunkle Tiefe. Der Priester nickt seinen besorgten Männern kurz zu und veschwindet dann am Seil in der Dunkelheit.

Schon nach wenigen Metern hat er den Boden des Loches erreicht. Obwohl hier unten die Dunkelheit bei weitem nicht so vollkommen ist, wie es von über Tage den Anschein hatte, sondern durch das durch die Öffnung einfallende Tageslicht in ein Halbdämmer verwandelt wird, wirkt der Priester mit einer raschen Geste einen schwachen Lichtzauber. In dem silbrigen Licht erkennt er die Streiterin Undars, die ausgestreckt auf dem Felsschutt auf dem Rücken liegt. Ihr rechter Arm ist grotesk verrenkt, das Gesicht ist staubbedeckt, und hier und dort hat sich der Staub mit einigen Tropfen Blut vermischt. Besorgt beugt sich der Priester über die Kämpferin - das schwache Licht und der helle Staub geben der Frau ein beängstigendes Aussehen, der bleichen, fahlen Haut einer Leiche nicht unähnlich.

Erleichtert richtet er sich wieder auf, als er den schwachen, aber regelmäßigen Atemzug wahrnimmt. Die Kriegerin atmet flach, und der ein oder andere Knochen mag gebrochen sein - nichts, wofür die Heilkunst des Priesters nicht ausreichen würde.

Ein leises Geräusch in den Schatten lässt den Priester herumfahren. War es nur ein Stein, der den Halt verloren hatte, oder war es etwas Lebendiges? Im magischen Licht kann der Mann einen dunklen, fast mannsgroßen Felsspalt erkennen, der schräg in die Tiefe des Berges führt und durch den Einsturz freigelegt wurde. Das Licht ist zu schwach, um die Schwärze des Spaltes mehr als Armeslänge zu vertreiben. Das Geräusch wiederholt sich nicht, und es sind keine Anzeichen einer Gefahr auszumachen. Vielleicht war es wirklich nur ein bedeutungsloser Stein...

Der Priester wendet sich wieder der bewusstlosen Frau zu seinen Füßen zu und kniet sich neben sie. Mit geschlossenen Augen und voller Konzentration hebt er die Hände über ihren geschundenen Körper, der in ein blasses Licht getaucht wird. Nach mehreren Augenblicken, in denen der Priester in dieser Pose stumm verharrt, löst er sanft und mit großer Vorsicht den gebrochenen Arm der Kriegerin aus seiner Verrenkung. Die Frau gibt einen leisen Schmerzenslaut von sich, ohne jedoch aus ihrer Bewusstlosigkeit zu erwachen, und dann wird ihr Arm erneut durch die Macht des Priesters in das blasse Licht getaucht. Sekunden später lässt der Priester den gerichteten und vollständig geheilten Arm los. Er lächelt, und führt seine Hand rasch über das noch immer staub- und blutbedeckte Gesicht der Frau. Die zahlreichen kleinen Schürfwunden und Kratzer sind noch immer zu erkennen - der Priester hat sich nicht mit den zwar unangenehmen, jedoch ungefährlichen Kleinigkeiten aufgehalten, sondern ausschließlich die schwereren Verletzungen geheilt.

"Wach auf, Streiterin Undars!" raunt er, und tatsächlich beginnen die Augenlider der Kriegerin zu flattern, ein Zeichen dafür, dass sie allmählich wieder zu sich kommt.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 25/05/04 11:54 AM

Alrik hat mit Betroffenheit gesehen, wie der eine Assassine starb. Er haßt es, Leute sterben zu sehen - und tötet auch nur aus Selbstverteidugung.

Er nähert sich dem Toten, und beschließt, ihn zu verbrennen - ein Grab kann man hier nicht ausheben.
Aber halt ! Was ist, wenn die Rauchfahne gesehen wird ? Das Risiko will er nicht eingehen.

Er untersucht den Toten vorsichtig, denn einerseits achtet er die Würde des Gestorbenen, andererseits ist er sich bewußt, daß sie vermutlich hier in der Wildnis werden nehmen müssen, was sie bekommen können, um ihre Ausichten auf Überleben zu steigern.

Der Umhang des Assassinen sieht interessant aus ... solch einen Stoff hat er noch nie gesehen. Die Taschen befördern einige kleine Päckchen zu Tage ... möglicherweise Proviabnt von einer Sorte, die Alrik nicht kennt. Er steckt sie in seinen Rucksack. Auch zwei Dolche und zwei Wurfmesser findet der Streuner. Er untersuchtsie, und nimmt sie dann an sich.
Nachdem er mehrere Sekunden mit sich gekämpft hat, siegt seine Neugierde : Er nimmt diesen interessanten Umhang ab, um ihn zu untersuchen und gegebenenfalls zu verwenden.

Dann zieht er vorsichtig den Toten über die Trümmer hinweg in eine Ecke, die nicht so ohne weiteres eingesehen werden kann, weil mehrere größere Trümmer dort liegen. "Das sollte kein Aufsehen erregen", sagt der Streuner zu sich selbst, denn er beabsichtigt damit, damit den Toten dort zur Ruhe zu betten, und andererseits zu verhindern, daß Leute, die nach der Gruppe hier ankommen, sofort Schlüsse ziehen können. Er dreht den Toten noch herum, mit dem Gesicht zum Boden, und überdeckt die Leiche mit Resten von Brettern und Fässern, die er finden kann, dann geht er zu den anderen, den trümmerüberdeckten Burghof weiterhin absuchend.


Als er sich weiter entfernt, fällt ihm auf, daß er den Reisenden und Rashida nicht sehen kann. Wo sie wohl sein mögen, fragt er sich, und beginnt, die nähere Umgebung abzusuchen.

Hinter einem Felsen trifft er plötzlich auf den Reisenden. Dieser sitzt erschöpft und anscheinend in Trance mit dem Rücken an einem Felsen gelehnt.

Da Alrik dem Reisenden die Erschöpfung ansehen kann, beschließt er, ihn sich ausruhen zu lassen. Er zieht sich zurück.

Er beschließt, weiter in den Trümmern zu suchen.

Posted By: Stone

Re: On the Road again - 25/05/04 06:32 PM

Stone dreht seinen Kopf zu dem Drachen, "komm vor, dann sage ich dir was passiert ist"
Nachdem Lu von Stones Rücken geklettert ist, fängt Stone an zu erzählen.
Die Elfin hört zu, konzentriert sich aber wohl auch auf die umgebung.
Nach und nach erzählt Stone dem Drachen was passiert war, was es mit den Zwergen auf sich hatte.
Und warum sie in das Gewölbe steigen mußten, der Drow ...
Und dann, wie die sache aus dem Ruder gelaufen war, Stones befürchtungen der Drow könnte nicht allein sein, Xanloschs Magieallergie ...
Und auch von den Drow und ihrer Art, erzählte Stone, wenn er hier auch nur auf Berichte seines Vaters zurückgreifen kann.
Dann das hektische geschehen am Turm, der Einsturz und warum der Fremde das wohl tun musste, um die Gruppe zu retten.
Sein eigenes verhalten kommentiert er nicht, noch ist er zu aufgewühlt um darüber nachdenken zu können, und er schämt sich auch dafür.
"Nun," schließt Stone ab, "unsere Kameraden sind bis auf Rashida wohl auf.
Wo Rashida ist wissen wir allerdings nicht, auch nicht was aus den Zwergen wurde. Es war Glance wohl sehr wichtig das wir hier wegkommen. Er hat angst das noch mehr einstürzen könnte. Er selbst wollte wohl noch die beiden Drow, die ich ...," Stone stockt, "die beiden Drow untersuchen"
Stone bricht ab, um abzulenken sagt er noch, "wenn du jetzt der meinung bist das wir grausame Wesen sind, dann hast Du wahrscheinlich recht. Aber die Drow, die töten nicht nur aus der notwendigkeit heraus überleben zu wollen."
Mit einer Hand nimmt Stone sacht den Kopf Lus, und blickt ihn ernst an, "aber die Drow töten auch nur so, zum Spass. Iblith, das ist das Wort der Dunkelelfen für Kot. Mein Vater sagte mir das sie jeden der nicht zu ihrer Rasse gehört damit bezeichnen, und niemand kann hoffen das er je mehr wird als ein Sklave, der nachdem er seinen wert verloren hat, geopfert wird."
Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 25/05/04 09:29 PM

Langsam weicht die Dunkelheit aus Rashida's Kopf. Sie stöhnt leise und dreht ihren Kopf zur Seite. Mühsam versucht sie ihre Augen zu öffnen, doch sie mögen noch nicht.

Endlich gelingt es ihr, die Augen einen Moment offen zu lassen. Das wahrgenommene Bild kriecht gemächlich bis in ihren Verstand.

"Dieses Gesicht, dieses Gesicht! Woher kenne ich das bloss?" schiessen die Gedanken der Kriegerin durch den Kopf. "Aua, denken tut weh, mein Schädel brummt, was ist eigentlich passiert?"

Entschlossen versucht sie, sich aufzurichten. Da es nicht so recht gelingen will, öffnet sie die Augen und wartet ab, bis sie ein scharfes Bild erkennen kann.

Heiser wendet sie sich der Person zu: "Ihr? Priester, was macht Ihr hier? Ach egal, Ihr habt mir schon wieder geholfen, das kann ich Euch doch niemals wieder vergelten!"

Langsam hebt sie ihren Kopf an: "Könntet Ihr mir eben helfen, ich kann mich alleine nicht aufrichten. Habt Ihr zufällig etwas Wasser da? Meine Kehle ist ziemlich trocken."

Erwartungsvoll richtet die heilige Streiterin ihre Augen auf den Priester. Sie kann zwar im Moment nicht soviel reden wie sonst, dafür sprechen ihre Blicke Bände und scheinen den Priester über den Verbleib seit dem letzten Zusammentreffen und den Grund für das jetzige Treffen auszufragen.


Posted By: Traveller

Re: On the Road again - 25/05/04 09:59 PM

Zwischen Niedergang und Tod lag ein weiter Weg.

Doch nun, wo das Ende greifbar nahe war, schienen Stunden sich in Jahre zu wandeln und die Tage flossen so träge dahin wie Jahrhunderte. Das letzte Kapitel war nur ein winziger Tropfen im Strom der Zeit, doch er brannte angesichts dieses Tropfens in quälender Rastlosigkeit und Ungeduld. Nichts sehnte er sich mehr herbei, als das Ende all dessen.

Und sie ? Sie hatten nichts besseres zu tun, als sich von einer misslichen Lage in die nächste zu stürzen. Sie riskierten sich und das, was ihnen anvertraut wurde, in leichtsinnigen Unternehmungen - offenbar nicht begreifend, welches Schicksal auf sie vertraute.

Erneut hatte er überlegt, ob er nicht seinen Weg allein fortsetzen sollte. Er konnte die Karten und Artefakte an sich nehmen und es zu Ende bringen. Es konnte doch nur ein unglücklicher Zufall sein, das so wichtige Dinge in die Hände dieser Ahnungslosen gelangt waren. Ein bitterer Scherz dieses Schicksals, das ausgerechnet von jenen alles abhängen sollte. Was hielt ihn also davon ab, sich zu nehmen was er brauchte und zu gehen ?

"Eben dieses Schicksal..." flüsterte eine fast vergessene Stimme in den Tiefen seines Herzens. "Und du, du hast am wenigsten von allen ein Recht, das Schicksal anderer in Frage zu stellen.... Sie werden ihren Weg gehen müssen, so wie du deinen Weg gegangen bist. Nichts geschieht ohne tieferen Sinn und es ist nicht an Dir, zu beurteilen ob sie versagen werden oder nicht."

Und wenn sie versagen ? Was bleibt dann von der Welt ?

"Was bleibt, ist Tod und Asche. Aber ist es nicht immer das, was stets von allem bleibt was einst gewesen ? Denke nicht daran, was bleibt wenn sie versagen. Denke daran, was sie erreichen können, wenn sie erfolgreich sind. Denn dann liegt die Welt wahrhaft und einzig in den Händen ihrer Völker. Kein Schatten der Mächtigen wird länger über ihre Zukunft fallen, sei er hell oder dunkel. Die goldenen Tage der Etheran gehören der Vergangenheit an, so oder so."

Aber die Zeit ! An jedem Tag den sie vergeuden, wird SarSareth ein Stück mehr von seiner alten Macht zurückerlangen. Jahrtausende verharrte der Schattenweber in seiner Lethargie des Schmerzes - und nun ging alles so schnell. Welche Chance blieb ihnen denn noch, wenn er erst gänzlich erwacht wäre ?

"Die Zeit ist gleichsam Herrscher über Bettler wie über Könige. Sie mag für ihn anders fliessen wie für jene, die danach trachten ihn aufzuhalten - doch flieht sie ihn nicht. Sorge dich nicht um die Zeit. Sorge dich nur darum, das du dich zur rechten Zeit an den Namen erinnerst, den du einst getragen hast. Denn sonst ist alle Zeit für dich vergebens geflossen...."


Die Stiefel des Streuners knirschen auf dem steinigen Grund und holen den Reisenden aus seinen Gedanken. Sein Zorn war verflogen und seine Ungeduld gemildert. Je besser er dem Schicksal zur Seite stand, das die Gefährten führte, desto eher würde es vollbracht sein. Langsam öffnet er die Augen. Er sollte sehen, was es für ihn zu tun gab.

Posted By: LuSer

Re: On the Road again - 26/05/04 06:59 AM

Lu hat Stones Bericht und seinen Erklärungen mit großer Neugierde gelauscht. Nachdem der Krieger verstummt ist, hüllt sich der kleine Drache in Schweigen, um über das Gehörte nachzudenken.
Die beiden kleinen, dicken Wesen sind also Zwerge und bilden ein eigenes Volk! Hatte er nicht einmal etwas davon gehört, dass Zwerge Drachenschätze rauben? Er hatte sich eigentlich von den Zwergen etwas Verständnis für seine Situation erhofft, weil er annahm, dass sie durch ihre Degeneration ebenso Außenseiter seien wie er. Aber darin hatte er sich gründlich getäuscht. Im Stillen dankt er Stone für seine Aufklärung; denn einen Zwerg degeneriert zu nennen (und möge er noch so sehr danach aussehen) scheint ihm nach der Schilderung Stones ähnlich vielversprechend für eine ordentliche Abreibung zu sein, wie den Klasserabauken Blutspritzer bei einem Lehrer zu verpetzen ... oder noch schlimmer!

Bei dem Gedanken an Blutspritzer und seine alten Gefährten muss er halb betrübt, halb amüsiert auflachen. Wenn die ihn jetzt sehen könnten, sie würden ihn beneiden. Er hofft nur, dass seine Eltern nicht auf die Idee kommen, in der Ruine nach ihm zu suchen. Das gäbe einen Ärger ...

Lu zwingt seine Gedanken zurück auf seine derzeitige Situation. Es ist geradezu frappierend, wie sehr sich die Themen in seinem Gespräch mit Stone und mit El Baratro ähneln. Wann ist ein Wesen grausam? Andere Wesen zu seinem Vergnügen als Sklaven halten und dann wegwerfen? Feen und Dunkelelfen scheinen sich bei darauf zu verstehen.
Die Geschichten, die Stone von den Dunkelelfen erzählt hat, klang abscheulich! Aber hatte er selbst jemals mit einem Dunkelelfen gesprochen, sich je ein eigenes Urteil gebildet?
Lu stellt sich vor, dass Stone als ersten Drachen Blutspritzer oder gar dessen Vater Tintenherz kennengelernt hätte. Dann wäre er selbst vermutlich nie dazu gekommen, jemals ein Wort mit dem Krieger zu reden, weil dieser ihn zuvor mit seiner Armbrust niedergeschossen hätte.
Lu beschließt jedoch, Stones Ratschläge auch nicht zu vergessen und sich unbekannten Wesen und insbesondere den Dunkelelfen demnächst mit deutlich mehr Vorsicht zu nähern.

Durch das offene Gespräch erahnt Lu zum ersten Mal, wie unsicher und verletzlich der Krieger unter seiner rauen Fassade wirklich ist. Das macht ihn dem Drachen deutlich sympatischer. Wie viel hundert Jahre er wohl alt sein mag? Sein letztes Stück Eierschale hat er bestimmt noch nicht lange abgestreift!

Durch die Wirkung von Big Claws Heilzauber regeneriert sich Lus rechter Flügel immer besser. Er bewegt ihn vorsichtig einige Zentimeter. Nein, fliegen kann er noch nicht, aber zumindest schmerzt nicht mehr alles so höllisch. Und die paar Narben ...

Lu schreckt aus seinen Gedanken auf und erinnert sich, dass er sich noch gar nicht bei Stone und Big Claw für die Informationen und seine Rettung bedankt hat. Wortreich holt er dies nach.

Posted By: GlanceALot

Re: On the Road again - 26/05/04 01:24 PM

Glance und Bodasen gelangen ohne Zwischenfall bis vor die Burg. Ein schneller Rundblick - nichts Auffälliges zu bemerken. Glance konzentriert seinen elfischen Spürsinn auf die Umgebung. Er spürt die elfische Aura von Claw, mehrere menschliche Auren - zum Teil sehr diffus - und definitiv mehr als es sein sollten. Aber sie sind zum Teil zu weit entfernt um sie genau zu lokalisieren.

"Wir sollten uns schnellstens mit den Anderen vereinigen", sagt Glance zu Bodasen, und geht voran in die Richtung aus der er Claw spürte.
Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 26/05/04 02:00 PM

Auch Alrik wird unruhig. Er möchte so schnell es geht von diesem unruhigen Ort (man hört immer noch Steineknirschen) weg, aber es beunruhigt ihn vielmehr, daß er nicht weiß, wo Rashida und die Zwerge sind.

Posted By: bigclaw6

Re: On the Road again - 26/05/04 02:38 PM

Die Elfin hat, wie Lu Ser, Stone zugehört, aber dabei auch ihre Sinne schweifen lassen. Zwischendurch dachte sie etwas zu spüren, aber da es genauso schnell verschwunden wie gekommen war, gab sie dem keine große Bedeutung bei, zumal es nicht näher kam.
Jetzt aber, spürt sie deutlich etwas. Sie wendet sich an Stone und Lu Ser.
"Glance kommt mit einem unserer Gefährten. Nur, wo sind die anderen?"
Posted By: buad

Re: On the Road again - 27/05/04 10:43 AM

Inzwischen in einer durch einen Einsturz freigelegten Karsthöhle...

Ohne sichtbare Anstrengung hilft der Priester der Kriegerin auf die Beine. Für einen heiligen Mann scheint er erstaunlich kräftig zu sein. Dann greift er an seinen breiten Gürtel und nestelt eine kleine Feldflasche los, die er der staubbedeckten Kämpferin an die Lippen setzt.

"Ein Auserwählter Undars zu sein ist ein Privileg - aber auch eine Verantwortung, die nicht immer leicht zu tragen ist!" beginnt er dann, und obwohl seine Stimme freundlich klingt, schwingt doch Tadel in ihr mit.
"Es genügt nicht, dem Gott zu huldigen - es sind die eigenen Taten, mit denen man sich das Privileg erkämpft!"
Der Priester schweigt kurz, bevor er fortfährt:

"Die Ziele und Absichten der Götter sind unergründlich und bleiben oft selbst ihren engsten Dienern verborgen. Undar allein weiß, was ihn dazu bewog, jemanden wie Euch zu seinem Streiter zu machen." Die Stimme des Priesters ist jetzt streng und voller unverhohlener Missbilligung.
"Seit sich unsere Wege kreuzten, habt Ihr ein unmögliches Verhalten gezeigt: Ihr schütztet einen Mörder und Verbrecher, ihr setztet euch der Gefahr für ein Ritual aus – und jetzt seid ihr in ein Loch geplumpst wie ein Tölpel! Und doch tragt Ihr das Licht des Mondgottes in Euch – ich kann es spüren, seine Reinheit und Vollkommenheit. Und seine Stärke... Stark ist die Macht Undars in euch, Kriegerin. Und doch... viele andere erscheinen mir geeigneter! Warum hat sich Undar ausgerechnet für Euch entschieden? Was will er von Euch, was ein anderer seiner Anhänger nicht besser könnte? Ihr seid eine Frau und stolpert von einer unmöglichen Situation in die nächste... Ich will nicht die Absichten Undars anzweifeln – möge sein Licht hell leuchten – doch wie kann er diese Geduld mit Euch aufbringen? Immer wird sein Auge nicht auf Euch ruhen können, und auch ich kann und will nicht auf Dauer den Aufpasser für Euch spielen und Euch unentwegt vor Eurer eigenen Torheit schützen, also..."

Posted By: AlrikFassbauer

Re: On the Road again - 27/05/04 10:43 AM

Auch Alrik geht auf Big Claw zu. "Hast du irgendwo Rashida oder die Zwerge gesehen ?" fragt er sie, als Glance und Bodasen dazukommen.

Posted By: Rashida

Re: On the Road again - 27/05/04 10:52 AM

Rashida unterbricht den Priester ungehalten.
Unverhohlener Zorn schlägt dem heiligen Mann entgegen: "Schweigt! Was wisst ihr schon davon, was es bedeutet, eine auserwählte Kriegerin zu sein? Ihr habt recht, es ist nicht einfach. Vor allem, da mir ständig Steine in den Weg gelegt werden. Ich musste immer mehr Leistung bringen als männliche Tempeldiener, um da zu steh