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Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ddraigfyre] #6542
18/03/03 03:29 PM
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ADAPTION - DER ORCHIDEENDIEB:
Es gibt wohl kaum einen anderen Film mit einer derart phantastischen Entstehungsgeschichte ...
In Kurzform:
Drehbuchautor Charlie Kaufman ("Being John Malkovich") soll den dokumentarischen Roman "Der Orchideendieb" der Journalistin Susan Orlean adaptieren - in diesem Roman geht es tatsächlich eigentlich nur um Blumen! Nur zwei größere Charaktere (der Dieb und Orlean selbst), kaum Handlung - wie zum Teufel soll man DAS zu einem Drehbuch umschreiben??? Kaufman hat also eine schwere Schreibblockade. Irgendwann kommt er in seiner Verzweiflung auf die Idee, diese Blockade auszunutzen - und sich SELBST in das Drehbuch zu schreiben! So wurde also aus einem Drehbuch über ein "Blumen-Buch" ein Drehbuch über einen Drehbuchautor, der versucht, ein "Blumen-Buch" fürs Kino zu adaptieren ...
Zusätzlich hat Kaufman noch seinen fiktiven Zwillingsbruder Donald in die Geschichte eingebunden, eine lebenslustige, aber ziemlich untalentierte und oberflächliche Person, die mit einem haarsträubend schwachsinnigen Serienkiller-Drehbuch Riesenerfolg hat und damit Charlies Selbstwertgefühl nur noch weiter untergräbt.

Die beiden Zwillingsbrüder werden genial gespielt von Nicolas Cage, der für seine mit Abstand beste Rolle seit "Leaving Las Vegas" mal wieder für den OSCAR nominiert wurde.
Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen kann man hier die Zwillinge nicht durch unterschiedliche Kleidung, Frisur oder ähnliches unterscheiden, sondern allein durch Cages überragendes Spiel!
Ebenfalls für den OSCAR nominiert wurde Chris Cooper als der Orchideendieb und ebenfalls wie üblich überragend spielt Meryl Streep als Susan Orlean.
Bei solch phantastischen schauspielerischen Leistungen ist es fast mehr, als der Hollywood-gewöhnte Zuschauer vertragen kann, daß auch das Drehbuch ausgezeichnet geworden ist.
Es strotzt nur so vor genialen, originellen Einfällen und Anspielungen auf Hollywood und dessen ganzes Brimborium. Selbst der Dreh zu "Being John Malkovich" samt Darstellern (John Malkovich, John Cusack, Catherine Keener) wird hier nochmal humoristisch aufgenommen. Dabei bleibt jedoch auch der Tiefgang nicht auf der Strecke.
Das einzige, bei dem ich mir nicht ganz klar darüber bin, was ich davon halten soll, ist die doch sehr abgefahrende Wendung gegen Ende des Films, die eigentlich nicht ganz zum Rest paßt.
Insgesamt jedoch hat mir "Adaptation." (so der Originaltitel - inklusive des Punktes! ) sehr gut gefallen, besser noch als "Being John Malkovich" (übrigens wurden beide Filme von Spike Jonze realisiert). Mein Lieblingszitat: "Du bist, was du liebst. Nicht, wer dich liebt."
9 Punkte.

P.S.: Fieserweise werden als Drehbuchautoren in den Credits tatsächlich Charlie UND Donald Kaufman aufgeführt - darauf ist schon so manch schlecht vorbereiteter Kritiker hereingefallen ...

Last edited by Ralf; 18/03/03 04:28 PM.
Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ralf] #6543
18/03/03 03:52 PM
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Das ist kein Selbstzweckpost, aber ich finde, daß diese beiden Filme eigene Posts verdient haben.

BOWLING FOR COLUMBINE:
Vielleicht sollte man erstmal etwas zum Titel des Films sagen.
Nach dem Massaker an der Columbine High School wurden von Medien und Politikern natürlich mit Hingabe die "wahren Schuldigen" gesucht. Die meinte man gefunden zu haben in z.B. Marilyn Manson, "South Park", Gewaltvideos oder gar dem Satan himself! Tatsache ist jedoch, daß das letzte, was die beiden Amokläufer vor dem Massaker taten ... BOWLING war! Ist also Bowling schuld? (aberwitzigerweise wurden in eben jener Bowlingbahn mittlerweile bei einem Zwischenfall drei Angestellte erschossen ...) Deshalb: "Bowling for Columbine".
Diese kleine Geschichte zeigt bereits, wie Kultfilmer Michael Moore an das Thema herangeht: Mit tiefschwarzem Humor, aber tiefem Respekt für die Opfer. Mit offen dargestellter Subjektivität, aber dem Anstand, jede Meinung unkommentiert für sich selbst sprechen zu lassen.
Denn Michael Moore hat viele Personen besucht und befragt: Z.B. die oben Beschuldigten (bis auf den Satan, versteht sich ), Überlebende des Massakers, Angehörige der in den USA weit verbreiteten Bürgerwehren, Journalisten, Politiker, einfache Bürger. Moore kommentiert tatsächlich keine einzige von deren Aussagen - allerdings muß man erwähnen, daß seine Fragen nicht immer ganz fair sind. So erschleicht er sich beispielsweise quasi unter Vorspiegelung falscher Tatsachen einen Gesprächstermin bei Charlton Heston, dem Präsidenten der National Rifle Association, und gibt diesem damit keine Möglichkeit, sich auf Moores Fragen irgendwie vorzubereiten. Dennoch sprechen Hestons Aussagen und sein Verhalten letztlich für sich ...
Meistens weiß man wirklich nicht, ob man weinen oder lachen soll. Oft schüttelt man auch einfach nur den Kopf, wenn man die unglaublichen, nur zu oft von unterschwelligem Rassismus bestimmten Kommentare hört.
Doch gibt es auch ermutigende Passagen. Es gibt erfreulicherweise tatsächlich sehr, sehr viele Menschen in den USA, die GEGEN die NRA sind, gegen Rassismus, gegen die vielen Ungerechtigkeiten, die man hierzulande teils gar nicht kennt (beispielsweise wäre das deutsche Sozialnetz selbst bei Durchführung aller momentan geplanter Änderungen immer noch tausendmal besser als das amerikanische ...).
Moore versucht auch wirklich herauszufinden, WARUM sich so viele Amerikaner gegenseitig umbringen (den eine höhere Mordrate als in den USA gibt es in keinem anderen Industriestaat auf der Welt!): Er macht es sich auch nicht so einfach, zu behaupten, es läge an den vielen Waffen. Vielmehr widerlegt er diese und andere Theorien sogar am Beispiel Kanadas. In Kanada sieht man die selben "Gewaltvideos", es gibt eine ähnlich große Vielfalt an Nationalitäten, Religionen und Hautfarben, es gibt sogar eine doppelt so hohe Arbeitslosigkeit und tatsächlich NOCH MEHR Waffen pro Mensch! Dennoch beträgt die Mordrate nur einen Bruchteil derer der Vereinigten Staaten ...
Woran liegt das? Wirklich klären kann Moore das natürlich auch nicht, aber er hat eine Theorie: Es könnte an den Medien liegen! Das klingt zunächst plump. Aber wenn man sich das etwas näher betrachtet, vielleicht doch nicht sogar: Es gibt wohl kaum ein anderes Land auf Erden, in dem die TV-Berichterstattung (v.a. auch in den Nachrichtensendungen) sosehr auf Gewalt fixiert ist wie in den USA. In Kanada ist das nicht der Fall. In Europa und Asien auch nicht. Vielleicht ist das tatsächlich der Grund? Die Medien in den USA versetzen die Bürger in Angst, weshalb sie immer mehr Waffen kaufen, dennoch immer nervöser werden und im Zweifelsfall erst schießen und dann fragen?
Wer weiß. Zumindest nicht auszuschließen. In diesem Zusammenhang könnte man sich vielleicht auch erklären, warum in den USA seit dem 11. September immer wieder scharf vor unmittelbar bevorstehenden neuen Terroranschlägen gewarnt wurde - ohne daß je etwas geschah. Denn immer, wenn es solche Warnungen gibt, steigt die Nachfrage nach haltbaren Lebensmitteln, Batterien, Arzneimitteln etc. pp. schier ins Unendliche. Besteht da eventuell ein Zusammenhang?

Letztlich kann Michael Moore mit seinem Film natürlich keine Lösung anbieten. Aber er bringt die Zuschauer - auch und vor allem in den USA! - zum Nachdenken. Und er erreicht ein so großes Publikum, weil er das Traurige mit Humor verbindet. Nach wirklich komischen Situationen wird er unvermittelt wieder ernst. Besonders beeindruckend eine Sequenz, in der zu dem Kultsong "What a wonderful world" Bilder von allen möglichen Weltkrisen in den letzten 50 Jahren, an denen die USA direkt oder indirekt beteiligt waren (Korea, Vietnam, Chile, Panama, Irak), gezeigt werden. Bilder, wie wir sie immer wieder sehen müssen. Bilder von toten Kindern, Männern und Frauen. Unschuldigen Menschen.

Und einen konkreten Erfolg hat Michael Moore mit diesem Film dann doch erreicht: Die Großhandelskette K-Mart versprach Moore - nachdem dieser mit zwei Jugendlichen, die in der Columbine High School schwer verletzt worden waren, die Zentrale des Konzerns besucht hatte - innerhalb von 90 Tagen den Verkauf von Munition komplett einzustellen. Und hielt dieses Versprechen auch!

IMHO sollte dieser Film Pflichtprogramm für alle Schulen werden. Und auch jeder Erwachsene sollte sich "Bowling for Columbine" möglichst unvoreingenommen ansehen.
10 Punkte!

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ralf] #6544
18/03/03 04:46 PM
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Quote:

... Denn Michael Moore hat viele Personen besucht und befragt: Z.B. die oben Beschuldigten (bis auf den Satan, versteht sich ...




Wie? Was?
Pööh, was´n unglaubwürdiger Streifen... schlampige Recherche... und sowas nennt sich `Dokumentarfilm´... HA!


Soso, a "perfect ten" - sooo gut is´ der Film also doch?

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ragon_der_Magier] #6545
18/03/03 08:46 PM
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Aber Ragon, ich habe aus sicherer Quelle erfahren, daß er auch diesen netten Zeitgenossen zu Wort kommen lassen wollte... leider hat man ihn nicht im Weißen Haus vorgelassen.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
Re: Kino, Kino, Kino [Re: elgi] #6546
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Tatsächlich gibt es aber auch Ausschnitte von George W. Bush zu sehen. Irgendwelche Schlüsse daraus muß jeder für sich selbst ziehen ... *eg*

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ralf] #6547
19/03/03 02:45 PM
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*LOL*

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ralf] #6548
19/03/03 07:30 PM
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CHICAGO:
Die Kinofassung des Erfolgsmusicals am Broadway von Rob Marshall.
Es ist eine unmoralische Geschichte. Eine Geschichte von zwei Frauen - eine, Velma (Catherine Zeta-Jones) ein Showstar, die andere, Roxie (Renée Zellweger) wäre gerne einer -, die wegen Mordes ins Gefängnis kommen. Ihnen droht die Todesstrafe. Einzige Hoffnung: Staranwalt Billy Flynn (Richard Gere). Das ist eigentlich auch schon die ganze Story. Und das ist das Problem, das ich mit diesem Musical habe.
Die Songs sind wirklich klasse. Die Ausstattung, die Kostüme, die Musik, die Darsteller - absolut 1a! Man hat sich ziemlich offensichtlich am Kultmusical "Cabaret" mit Liza Minnelli orientiert ... ohne jedoch dessen Brillanz zu erreichen! Interessant ist, daß "Chicago" einer jener seltenen Filme ist, die fast komplett auf sympathische Figuren verzichten (einzige Ausnahme ist vielleicht Roxies gehörnter Ehemann, gespielt von John C. Reilly). Es geht nunmal um zwei Mörderinnen und einen skrupellosen Anwalt.
Die teils mitreißenden, jazzigen Songs sind sehr gut in die "Story" eingebunden, das muß man zugeben. Problem: Gerade im Vergleich zu "Moulin Rouge!" - ebenfalls mit gesangsunerfahrenen Schauspielern besetzt - wirken die Sangesleistungen von Gere und Co. doch relativ schwachbrüstig. Catherine Zeta-Jones singt ziemlich gut, Gere und Zellweger eher durchschnittlich. Überhaupt kein Vergleich zur wirklich sensationellen Gesangsleistung von Nicole Kidman und v.a. Ewan McGregor in "Moulin Rouge!" - ganz zu schweigen von Liza Minnelli in "Cabaret".
Zudem stellt "Chicago" diese - nicht uncharmanten, weil überhaupt nicht versteckten - Unzulänglichkeiten noch selber weiter heraus, indem für Nebenrollen "professionelle" Sängerinnen wie Queen Latifah (die hätte sich vermutlich auch nie träumen lassen, mal eine OSCAR-Nominierung als Schauspielerin zu erhalten! ) oder Mýa besetzt wurden. Wenn man innerhalb eines Films den Unterschied zwischen jahrelang geschultem Sangestalent und Hobbysängern vorgeführt bekommt, wirkt das schon irgendwie seltsam.

Aber das klingt jetzt alles viel negativer, als es gemeint ist. "Chicago" ist zweifelsohne ein wirklich gelungener Film. Er soll sogar besser sein als die Broadway-Version. Aber angesichts von sage und schreibe DREIZEHN OSCAR-Nominierung hatte ich doch deutlich mehr erwartet. Mehr Story, wie bei "Cabaret". Oder mehr "Sogwirkung", wie bei "Moulin Rouge!" oder bei "My fair lady". Aber nur selten wird man wirklich in den Film hineingezogen. Unterm Strich stehen tolle Musik (wer die Richtung mag), erstklassige und vor allem mutige Schauspieler und - leider - eine unterentwickelte Story.
8 Punkte.

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ralf] #6549
19/03/03 11:29 PM
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Das Leben des David Gale:
Den Inhalt wiederzugeben, spare ich mir mal (bzw. überlasse ich Ralf )
Wer ein flammendes Plädoyer gegen die Todesstrafe (wie z.B. Dead Man Walking) erwartet, wird vielleicht enttäuscht. Der Film benutzt das Thema eher, um einen einigermaßen spannenden Plot zu konstruieren. Trotzdem hat er mir (trotz einiger geharnischter logischer Fehler) ganz gut gefallen.


"In jedem Winkel der Welt verborgen ein Paradies"
Re: Kino, Kino, Kino [Re: Flash] #6550
26/03/03 12:21 PM
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DAS LEBEN DES DAVID GALE:
Der titelgebende Universitätsprofessor und engagierte Todesstrafengegner in Texas (Kevin Spacey) wird wegen Vergewaltigung und Mord an seiner Kollegin Constance (Laura Linney) zum Tode verurteilt. Vier Tage vor der Hinrichtung erklärt er sich erstmalig zu einem Interview bereit, allerdings nur mit der engagierten Journalistin Bitsy Bloom (Kate Winslet). Die bekommt schnell Zweifel an Gales Schuld und macht sich mit ihrem Assistenten (Gabriel Mann) auf die Suche nach einem Videoband, das angeblich Gales Unschuld beweisen könnte. Mehr möchte ich zum Inhalt eigentlich nicht sagen, da IMHO die meisten Kritiker viel zu viel verraten haben.

Wie Flash schon sagte: Das Thema "Todesstrafe" steht eigentlich nicht im Vordergrund. Es geht vielmehr um die Figur des David Gale, der nunmal "zufällig" Gegner der Todesstrafe ist. Es geht außerdem darum, wie schnell eine einzige (falsche) Anschuldigung das gesamte Leben eines Menschen zerstören kann (damit meine ich nicht die Mordanklage), was zwar alles andere als neu ist, aber gut dargestellt.
Dabei ist der Film insgesamt in zwei Handlungsstränge unterteilt: Zum einen erzählt Gale im Interview, wie alles so weit kam. Und dann gibt es den Erzählstrang um Bitsy und ihren Assistenten. Spacey spielt wie immer gut, hat aber diesmal wenig Möglichkeiten, sein gesamtes Können zu beweisen. Der Film ist sehr spannend gemacht, trotz einiger logischer Mängel und Klischees (daß das Auto natürlich genau im entscheidenden Moment schlappmacht, fand ich schon ziemlich peinlich ... ist übrigens kein Spoiler, sondern schon in der allerersten Szene zu sehen).
Von Regisseur Alan Parker, bekannt für politisch und gesellschaftlich brisante Filme (z.B. "Mississippi Burning", "Die Asche meiner Mutter") hätte man sicherlich einen hintergründigeren Film erwartet, aber am Ende kann man auch mit diesem Stück spannender Unterhaltung sehr gut leben. 8 Punkte.

DAREDEVIL:
Nicht sonderlich anspruchsvolle, aber durchaus unterhaltsame Comicverfilmung um einen etwas anderen Superhelden.
Matt Murdock ist tagsüber ein blinder Anwalt. Nachts jagt er als "Daredevil" die Verbrecher, die er tagsüber nicht hinter Gitter bringen konnte. Und kämpft mit seinem Gewissen.
Wie bei vielen Comicverfilmungen ist auch hier die Optik ein echtes Highlight, ebenso die musikalische Untermalung. Die Besetzung ist hochkarätig: Ben Affleck und die bezaubernde Jennifer Garner sind die Guten, Michael Clarke Duncan und Colin Farrell (mit beeindruckender Intensität!) die Bösen.
Leider kommt - wie so oft - die Story viel zu kurz (und steckt voller Klischees) und ich muß auch gestehen, daß mich die meisten Kampfszenen eher etwas gelangweilt haben.
Keine Chance gegen Highlights wie "Spider-Man", "Blade" (trotz einiger stilistischer Ähnlichkeiten) oder "X-Men", aber auch kein Rohrkrepierer.
7 Punkte.

P.S.: Nach ca. ein oder zwei Minuten des Abspanns gibt es noch eine zusätzliche Szene!

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ralf] #6551
26/03/03 06:41 PM
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Ich freu mich auch schon auf DareDevil, Michael Clarke Duncan ist ein Super Character. Ich fand Ihn schon in Green Mile genial.

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Lynx] #6552
26/03/03 09:25 PM
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Ein wenig aus Verlegenheit angeschaut und ich muß sagen, er ist okay. Natürlich ist er nicht superobermegagut, aber das erwartet man nicht unbedingt, OBWOHL natürlich der bezaubernde Ben Affleck mitspielt. Aber nach dieser JLo-Geschichte hat er eh Pluspunkte verloren, da konnte das grauenvolle Rot-lederne-Kostümchen nicht mehr dran ändern *graus*. Kurzweilig der Film, aber ich hoffe, X-Men II wird besser!!!

Re: Kino, Kino, Kino [Re: Lysandra] #6553
26/03/03 09:47 PM
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Unsro Majestät befinden sich heut´ aber mal ausnahmsweise in hochgnädigster, wohlwollender Gemütsverfassung.

"Na bravo! Sissi! - Franz!"


Re: Kino, Kino, Kino [Re: Ragon_der_Magier] #6554
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*pfffffffff*

wer ist schon dieser effleck?




Re: Kino, Kino, Kino [Re: harganaxki] #6555
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Wie? "Fettfleck"!?!?


Re: Kino, Kino, Kino #6556
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Also ich will nix vom Affenfleck !

Re: Kino, Kino, Kino #6557
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In der "Daredevil"-Kritik bei www.cinezone.com findet sich folgender Satz:
"Und so oft, wie Daredevil im Film sagt: "I'm not the Bad Guy", fragt man sich, ob das nicht ein verstecktes Porträt des derzeitigen US-Präsidenten ist: Auch Daredevil ist von typisch amerikanischem Sendungsbewusstsein beseelt, in der Wahl seiner Mittel nicht zimperlich und religiös - er geht regelmäßig zur Beichte, um sich seinen Segen zu holen."

Re: Kino, Kino, Kino #6558
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DAS mit Beni-Boy könnt IHR auch nicht verstehen...

Re: Kino, Kino, Kino #6559
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Genau, und deswegen sollten wir von der bezaubernden Jennifer Garner sprechen...






Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
Re: Kino, Kino, Kino #6560
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ELGI du redest mir aus der Seele.
Was sollen wir mit mit Männern ?



Re: Kino, Kino, Kino #6561
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Also ich weiß nicht, aber ginge es nicht ein bißchen zu weit, wenn ich hier meine Bikini-Photos posten würde? Ganz zu schweigen davon, daß ich selbstverständlich keine Photos in Bikinis habe! Egal, wer was sagt! Sauerei sowas! Infame Lügen! Pah!




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