Bodasen blickt zur gleichen Zeit auf die Hügel, er sieht die Lichter einiger Lagerfeuer nicht weit entfernt voneinander. Angst schnürt ihm die Kehle zu. Seine Verfolger können nicht weit sein. Wie Bluthunde hängen sie nun seit einem Monat an seinen Fersen; und was wenn die Wanderer auf den Hügeln Feinde sind?

Bodasen ist kein Feigling, aber er weiß dass der Gegner zu viele sind. Er setzt sich ins hohe Gras und webt den Zauber mit dem er seinen geist auf eine kurze reise schicken kann.

Da!, kaum 1000m hinter ihm sieht er die Meute. 10 schwerbewaffnete Ritter des Herzogs von Lorchem, begleitet von einem Priester seines Tempels. Bodasen beginnt zu laufen.

"Warum fragt er sich zum hundertsten mal in den letzten Tagen, müssen der Herzog und sein verfluchter Tempel mich jagen! Was habe ich getan, das diesen Hass rechtfertigt?"
In Wahrheit weiß Bodasen aber genau warum er so direkt mir seinem Tod konfrontiert ist. In Lorchem ist Dämonenbeschwörung eines der schlimmsten Verbrechen, der Feuertod die einzige Strafe, die Flucht seine letzte Rettung. Aber, daß er 2 Männer des Herzogs auf der Flucht getötet hat, spricht auch nicht gerade für ihn.

"Keinen meiner Verfolger würde es allerdings interessieren warum ich den Dämon beschwor, niemand kam dadurch zu Schaden!" ärgert sich Bodasen "Er sollte einzig und allein den silbernen Stab bewachen, als ich in der Stadt war. Der Stab den ich zuerst nur für einen gewöhnlichen Zauberstab hielt nachdem ich ihn in einer verlassenen Gruft gefunden habe; der Stab der aber seit 40 tagen blutrot glüt...
...und dabei immer heller wird je näher ich diesen Hügeln komme! Es scheint als würde ich dorthin geführt!"

Plötzlich vernimmt er Stimmen und Hufgetrappel. Die Verfolger haben ihn erreicht.

"Zeit zu sterben Bodasen!"

Der junge Magier weiß, daß es aus ist, aber er wird nicht kampflos untergehen. Ein gleißender Flammenstrahl jagt aus der Spitze des Stabes auf den ersten der Angreifer zu und reißt ihn vom Pferd. Es stinkt nach verbranntem Fleisch, die Pferde der anderen Verfolger scheuen.

"Du kannst zwei oder drei von uns töten, aber dann haben wir dich!"
Das ist die Stimme des Priesters.

"Davon träumst Du!" antwortet Bodasen, aber er weiß, daß er gegen eine solche Übermacht nicht lange bestehen kann. Schon der erste Flammenstrahl hat ihn erschöpft. nach drei weiteren wird er keine kraft mehr haben.

Aber der Kampf wird laut und hell sein, vielleicht...

...die anderen reisenden...

hier in den Hügeln...

Bodasen wribelt den Stab über dem Kopf und beschwört damit zwei niedere Dämonen die sich auf die Reiter stürzen, wärend eben diese langsam aber unaufhaltsam vorrücken.




bernhard live and let die!