Langsam kommt dem Reisenden wieder zu Bewußtsein, das der Tempel einstmals als Heiligtum für die dunklen Mächte erbaut wurde. Zwar wurde dieser Ort gereinigt - und vermutlich hatte man die Zeugnisse seiner finsteren Vergangenheit weitgehend beseitigt - doch nicht vollständig, wie es scheint.

Vor ihm auf dem Boden der Halle erkennt er jetzt die Zusammenhänge der feinen Linien: Sie bilden ein Sigil in Form eines großen Heptagrams, dessen Durchmesser etwa sieben Schritt beträgt. Im Zentrum sind Linien und Kreise eingelassen, die ihm zunächst unverständlich erscheinen. In jeder der sieben Spitzen hingegen sind vertaute Symbole eingraviert. Symbole in der wahren Sprache.

Er spürt Zorn in sich aufwallen über diesen offensichtlichen Spott. Langsam sinkt er auf ein Knie und pustet Staub und Schmutz aus den feinen Linien des Symbols, das ihm am nächsten liegt.

Nein, er hatte sich getäuscht. Flache Meißelspuren zeigen, das die Oberfläche mit den ursprünglichen Zeichen geglättet wurde und man die Symbole der wahren Sprache nachträglich eingraviert hatte. Dieses Sigil wurde also von den dunklen Erbauern wie von den späteren Hütern des gereinigten Tempels gleichermaßen genutzt. Das war interessant...