Kaum hat Rashida ihren Trotz der lauernden Dunkelheit entgegengeschleudert, tritt das Skelett beiseite. In den leeren Augenhöhlen glüht ein tiefblaues Licht, und auf seinem verschlissenen Waffenrock leuchtet das Symbol Undars.

"Dies ist nun Euer Platz, Kriegerin!" sagt es mit seiner uralten Stimme. "Wenn Ihr wisst wo Euer Platz ist, dann vermögt Ihr die Dunkelheit zurückzuhalten. Was kümmern euch Rang und Ansehen, was kümmert es Euch, ob man später Euren Namen noch kennt – nur das Ziel zählt! Und welches Ziel kann schon edler sein als jenes, mit Undars Licht die Dunkelheit erhellen zu wollen! Denn in Demut tun wir unsere Pflicht – und siehe, die Pflicht ward Freude!"

Mit den letzten Worten des Untoten wird das Leuchten, das von dem Symbol Undars ausgeht, intensiver. Das reine Licht hüllt Rashida ein, durchdringt ihren Körper und deckt alles andere mit einem Mantel aus Helligkeit zu. Es dringt direkt bis zu ihrem Herzen vor, und die Kriegerin spürt, dass es nur dieses Licht ist, was für sie von Interesse ist. Ekstase und Demut zugleich erschüttern ihre Seele, und schluchzend vor Glück und Ergebenheit sinkt sie auf ihre Knie hinab, unfähig, den tobenden Empfindungen Einhalt zu gebieten, als aus dem Licht heraus das Gesicht Undars erscheint, doch diesmal lächelnd und voller Freude.
"Undar!" stammelt sie und blickt voller Hingebung zu dem wunderschönen Antlitz des Etheraners auf. Dann, kurz bevor ihre Sinne schwinden, vernimmt sie eine leise Stimme:

"Der demütige Pfad der Pflicht führt tief hinab in die Dunkelheit!"