Lu starrt so konzentriert auf den Lichtfleck in der Mitte des Blattes, dass eine tiefe Falte auf seiner Stirn entsteht. Was will der Krieger ihm nur zeigen? Eigenartigerweise schaut Przyjaciel Stone gar nicht durch die Lupe, sondern direkt auf das Blatt. Ob man die Naturgeister, an die er sich als tanzende Leuchterscheinungen erinnert, mit dem Licht herbeirufen kann? Erstaunlich genug, dass dort ein so heller Punkt entsteht.

Als das Interesse des kleinen Drachens gerade zu erlahmen droht, bildet sich ein kleiner, glutroter Rand um den Lichtfleck. Ein dünner Rauchfaden steigt auf und vermischt sich kräuselnd mit der Umgebungsluft. Die Glut breitet sich langsam über das Blatt hinweg aus und ergreift das übrige Laub, das der Krieger geschickt um das Zentrum herum angeordnet hat.

Lu kann sich vor Verblüffung kaum rühren. Er atmet den köstlichen, vertrauten Rauchgeruch tief ein und verfolgt ungläubig den Weg des Feuers. Wie kann das sein? Er hat weder ein Gewitter gehört, noch einen Drachen gesehen, noch waren die Kraftfäden übermäßig bewegt worden. Ob es Drachen gab, die noch kleiner waren als er und in die Lupe passten? Aber er hatte auch keinen Flammenstrahl aus der Lupe kommen sehen.

Endlich kann Lu den Blick von den Blättern und der Lupe losreißen. Mit immer noch weit aufgerissenen Augen starrt er den Krieger bewundernd an. Das war besser als Magie - das war ... Man müsste ein völlig neues Wort dafür erfinden!

"Wie ... wie hast du das gemacht? Du gebietest mit dieser »Lupe« über das Feuer?", stammelt die kleine Echse fassungslos. Und er hat immer gedacht, es wäre etwas besonderes in der Gruppe, dass das Feuer sein Freund ist.
Faszinierend!