Larian Studios
Posted By: Skydragon Eine Reise ins Ungewisse - 22/10/04 06:18 PM
Es war der erste Tag in der Woche. Die Sonne schien am Horizont, und wie üblich war Drake unterwegs zur Handelsstadt Elrohn. Nicht wie andere Drachenmenschen flog Drake als Drache umher. Er bevorzugte es als Mensch zu Fuß. So konnte er den Sonnenaufgang und die Welt, die ihn umgab, besser geniessen. Er mochte diese Wanderung durch das Vorgebirge, die vielfältigen Schattierungen der Felsformationen, den sanften Übergang in das saftige Grün der Wiese.

Es war so gegen Mittag, als Drake die Passage zu Elrohn erreichte. Doch irgendwas stimmte mit der sonst so lebendigen Stadt Elrohn nicht, sie war so leer und verlassen...

Plötzlich sah er ihn.

Ein Dämon griff die Stadt an. Drake wollte dem ein Ende setzen und wandelte in Drachenform um ihn mit Feuer anzugreifen. Er landete einen gezielten Feuerball in seinem Rücken. Doch das schien dem Dämon nichts auszumachen, nicht mal ein Kratzer war zu sehen.

Mit einem wütenden Schnauben wandte der Dämon sich ihm zu, und Drake erschrak. Der Dämon schien völlig unverletzt. Seine tiefroten Augen fixierten Drake; von den Spitzen der Hörner troff frisches Blut und sein Maul war gespickt mit scharfen Reisszähnen. Dieser stechende Blick, voll wilden Zorns schien irgendwie - unpassend, nicht zu diesem Wesen gehörend.

Der Dämon murmelte etwas in einer Drake unbekannten, seltsamen Sprache und schleuderte eine Kugel konzentrierter magischer Energie auf Drake, der ihr mit einem schnellen Sprung über den Dämon hinweg geschickt auswich. Bevor er sich jedoch vollständig umwenden konnte, erwischte ihn die zweite Energiekugel, und schleuderte ihn weit nach hinten gegen eines der Häuser am Stadtrand. Die Wucht des Aufpralls liess es über Drake, der sich instinktiv in Menschform wandelte, zusammenstürzen. Er hörte das laute, bösartige Lachen des Dämons. Dann nur noch Stille, Dunkelheit - Nichts.

"Hallo!? Wach auf!" Eine Stimme drang an sein Ohr.
Er öffnete die Augen - blinzelte in das Licht. Verschwommen sah er eine dunkle Gestalt, einen Mann in einem schwarzen Umhang, wie ihn Nekromanten oft trugen. "Ich hätte nie gedacht, dass jemand, ausser mir, einen Kampf mit diesem Dämon überleben könnte", sagte die Stimme, "Wie geht es dir?"
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 23/10/04 07:19 PM
Drake und sein neuer Weggefährte machten sich auf ins Ödland. Sie gingen langsam aus der völlig zerstörten Stadt hinaus. Unterwegs erklärte Zacharia Drake noch etwas:
„Wir müssen durch die verlassen Mine.“
„Warum heißt sie verlassene Mine?“ wollte Drake wissen.
„Die Rohstoffe in der Mine sind alle aufgebraucht und deswegen wurde sie nur noch als Durchgang zum Ödland benutzt. Der letzte, der aber durch diese Mine gegangen ist, wurde nie wieder gesehen. Deswegen betritt niemand diese Mine mehr und daher der Name verlassene Mine.“

Nach 5 Minuten, oder sogar 10, waren sie aus der Stadt raus. Drake konnte die Zeit nicht schätzen, denn er war noch etwas verwirrt von den Dingen, die vor kurzem um ihn herum passiert sind.

Sie brauchten nicht lange, bis sie bei der verlassenen Mine ankamen.

Innerhalb der Mine war es sehr dunkel und überall lagen Schutt und Spitzhacken. Einige Gänge waren schon von den Steinen zugeschüttet.

Als Drake diese Unordnung sah sagte er: „Also ich wundere mich nicht das hier keiner mehr hingeht, mal abgesehen von dem verschwundenen Mensch.“ Als sie langsam weitergingen machte Drake eine abscheuliche Entdeckung: „Zacharia! Sieh dir das mal an! Meinst du das ist der Mensch der hier verschwunden ist?“ Vor ihnen lagen die Überreste von einem Menschen. Sie waren vor lauter Schutt und Dreck fast gar nicht zu sehen. Zacharia inspizierte die Überreste: „Also wenn ich mich nicht irre, dann könnte es der Mensch sein der verschwunden ist. Er ist vor einem Monat hier verschwunden. Und dieses Skelett ist sehr gut erhalten. Es gibt keinen Zweifel, er muss es sein.“
„Aber das heißt ja“, sagte Drake mit ängstlicher Stimme, „das hier ein Monster ist.“
„Warum, hast du Angst?“ fragte Zacharia.
„Nein, vor dem Monster nicht, aber ich kann in der Dunkelheit nicht kämpfen…“ antwortete Drake.
„Warum nicht?“
„Ohne es zu übertreiben, sagen wir mal ich mag die Dunkelheit nicht.“
„Da lässt sich vielleicht was machen…“ sagte Zacharia.
Daraufhin sprach der Nekromant einen Zauberspruch und sein Umhang begann zu leuchten.
„Was ist das???“ fragte Drake.
„Das ist ein Lichtzauber, mit ihm kann man materielle Dinge wie Kleidung zum Leuchten bringen. Hmmm, ich bin heute irgendwie nicht gut drauf, der Umhang leuchtet nicht so wie sonst.“ Daraufhin fiel Drake etwas ein:
„Da wo ich herkomme, auf der Dracheninsel, hab ich mal einen Lichtstein gekauft. Dank magischer Energie leuchtet er.“ Und er zog den Stein aus seiner Tasche, der aber leuchtete nicht sehr hell. „Warum leuchtet der so schwach?“
„Wahrscheinlich wurde hier eine Barriere erschaffen, die Zauber schwächer macht. Auch Magie Kraftfeldexus genannt. Es muss einer sein der Lichtzauber schwächer macht." sagte Zacharia.

Langsam gingen sie in der Höhle weiter. Und je weiter sie gingen, desto mehr Helligkeit verloren der Umhang und der Stein.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 03/11/04 05:30 PM
Nachdem sie zu Ende gelacht hatten gingen sie weiter. Nach kurzer Zeit waren sie am Ausgang der Mine angelangt. Dann sahen sie das Ödland.

Es war trocken und sah ein wenig wie eine Wüste aus. Außer ein paar Sträuchern war hier nur Sand und Geröll. Keine Bäume oder ähnliches waren zu sehen.

Es war sehr heiß, aber da Drake ja ein halber Drache war, machte ihm das nichts aus. Doch Zacharia machte diese Hitze zu schaffen:
„Puh, ist das heiß hier, als ich das letzte Mal hier war, war es nicht so schlimm. Rubens Haus ist dort hinten, siehst du.“ er zeigte mit dem Finger auf ein Haus hinten im Ödland.
„So weit?!“ sagte Drake erschrocken.
„Ja“, antwortete Zacharia während er sich den Schweiß von der Stirn wischte, „aber wenn man bedenkt, dass es hier die Heiligen Energien der Geschwindigkeit gibt, kommt es einem gar nicht so vor. Den Erzählungen nach soll es hier welche geben, und sie machen dich schneller, natürlich nicht dauerhaft.“
„Die gibt’s also wirklich?“ fragte Drake.
„Ja, aber man kann diese Energien nicht einfach so einfangen, man braucht ein spezielles Gefäß namens Seelenfänger. Und außerdem bekommt man diese Energien nicht einfach so, man bekommt sie nur von starken Monstern.“
„Zu stark für uns?“ fragte Drake.
„Ich weiß es nicht, ich habe noch nie eine heilige Energie gefangen, geschweige denn gesehen.“ antwortete Zacharia.
„Das heißt ja….“
„Ja“, unterbrach ihn Zacharia, „ich habe kein Seelenfängergefäß.“
„Na ganz toll. Hey warte mal, ich kann mich doch in einen Drachen verwandeln! Ich kann dich ja auch fliegen.“
„Das ist gar keine schlechte Idee, Drake. Wir können es ja mal versuchen.“ sagte Zacharia.

Drake nahm seine Drachenform an. Zacharia stieg auf und sie flogen los.

„Hm, erinnert mich irgendwie an die Drachenreiter.“ sagte Zacharia.
„Gibt es hier etwa welche???“ fragte Drake erschrocken.
„Na klar doch.“ antwortete Zacharia.
„Super! Das Beste erfahre ich irgendwie immer zu letzt.“, grummelte Drake, Obwohl, wir sind jetzt sozusagen auch ein Drachenreiter. Oder?“
„Theoretisch schon.“ sagte Zacharia.

Sie flogen weiter.

Nach einer Weile des Fliegens waren sie über dem Haus von Ruben.

Zacharia:
„Wir sind da Drake, du kannst jetzt runtergehen.“ rief der Nekromant.

Langsam flog Drake hinunter.

„Du hast doch gesagt, dass es als du das letzte Mal hier warst, es nicht so heiß war. Ändern hier sich die Temperaturen oder ist das ungewöhnlich?“ fragte Drake.
„Na ja, da ist schon ungewöhnlich, wir können ja Mal später der Sache auf den Grund gehen. Aber zuerst, geh erstmal auf den Grund vom Ödland.“ antwortete Zacharia.

Sie kamen auf dem Boden an. Drake nahm wieder seine Menschenform an und sie standen vor Rubens Haus.
Es war groß, ungefähr 2 Mal so groß wie der Exidon Dämon. Es wahr aus massivem Stein gebaut und die Tür war aus altem Holz das leicht verwittert war.
„Wo hat Ruben den das Holz herbekommen? Und hat er das Haus ganz alleine gebaut? fragte Drake.
„Das weiß ich nicht, aber du kannst ihn ja fragen.“ sagte der Nekromant. Er ging zur Tür und öffnete sie. Mit einem quietschenden Geräusch ging sie auf.

Innen sah es wie ein Haus aus der Stadt aus. Die Einrichtung war sehr gemütlich und modern. Doch Ruben war nirgends zu sehen. Nur ein alter Wanderer saß auf einem Stuhl und schaute sie an.
„Ich nehme mal an ihr sucht Ruben.“ Sprach der alte.
„Ja, “, antwortete Zacharia, „und ich nehme mal an, dass das nicht ihr Haus ist. Was haben sie hier zu suchen? Und wo ist Ruben?“
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 01/12/04 09:03 PM
„Alles begann vor 387 Jahren. Bis zu der Zeit lebten alle Menschen friedlich über Eklideon verteilt.
Das Böse wurde nach einem erbitternden Kampf im Jahre 412, bei dem alle Rassen des Landes sich gegen die bösen Mächte und Dämonen vereinten und es schafften das Böse und Exidan, den mächtigen Dämonenbeschwörer, in die schwarze Dimension für immer zu verbannen. Das zumindest glaubten die Menschen und anderen Völker des Landes, bis zu dem besagten Datum.

Denn auf unerklärlicher Weise entstand ein Ungleichgewicht zwischen der Schwarzen und unserer Dimension sodass die Dämonen und Exidan selbst wieder in unsere Welt eintreten konnten.
Und ich sage euch, es war einfach schrecklich, ihr könnt es euch nicht vorstellen!
Der Himmel verfinsterte sich in ein paar Sekunden und der schlimmste Sturm den ich in meinem Leben gesehen habe zog auf."
"Willst du damit etwa sagen dass du zu der Zeit schon gelebt hast und alles miterlebt hast? Vor 387 Jahren?" fragte Drake unglaubwürdig.
"Ganz genau, ich habe alles mit eigenen Augen gesehen. Und ich habe geglaubt dass wäre das Ende der Welt, obwohl es das irgendwie ja auch war." Anwar erinnerte sich noch ein weiteres Mal an damals. Er fuhr fort: "Zumindest…"
"Kannst du uns mal verraten wie du so alt geworden bist, falls du uns überhaupt die Wahrheit sagst." unterbrach ihn schon wieder Drake.
"Das ist eine sehr lange Geschichte. Wo fang ich da denn am besten an?
Nun gut, genau genommen bin ich 410 Jahre alt! Zu der Zeit war das Böse ja noch in der Schwarzen Dimension gefangen, doch habe ich eines Tages, als ich durch die Länder von Eklideon gezogen bin, ein eigenartiges Buch in der Ruine von der Krowanburg nördlich von Thuron gefunden. Die Krowanburg wurde zu der Zeit und auch noch heute von jedem Lebewesen gemieden, denn an dem Ort fand die letzte Schlacht statt von der ich euch bereits erzählt habe. Dort wurde das Böse besiegt und verbannt und man glaubt, dass der Ort deshalb verflucht sei. Nicht einmal Tiere fand man an dem Ort vor und was noch merkwürdiger ist, auch keine einzige Pflanze wuchs dort. Man könnte meinen, das Böse hätte für alle Zeit jegliches Leben aus der Burg mit sich in die Dimension gerissen.
Ich wusste zwar, dass dort die letzte Schlacht stattgefunden hat, aber an einen Fluch glaubte ich trotzdem nicht weshalb ich auch keine Probleme hatte mich dort niederzulassen da auch ein starkes Gewitter aufzog. Ich habe also die Ruine betreten und im Burghof fand ich nun jenes Buch. Denn in darin waren keine Wörter niedergeschrieben, es bestand nur aus leeren Seiten. Interessiert nahm ich am nächsten Tag mit.

Ich wendete meine bis dahin bekannten Zaubersprüche an, um die Schrift zum Vorschein zu bringen, doch nichts half. Ich habe deswegen einen erfahrenen Magier aufgesucht und ihm um Hilfe gebeten, durfte ihm jedoch nichts von der Fundstelle erzählen, weil mich sonst wahrscheinlich alle für verflucht erklärt hätten. Ich befragte nun den zu der Zeit bewandertsten Magier in ganz Eklideon. Sein Name war Garan.

Ich will es mal kurz machen: Es hat lange gedauert aber schließlich hat er es tatsächlich geschafft die Schrift zum Vorschein zu bringen, doch komischerweise standen nur ein paar Sätze auf der ersten Seite. Wir nahmen an dass der Zauber öfter ausgesprochen werden musste doch war dies keineswegs der Fall. Auch nach mehrmaligem Aussprechen änderte sich nichts.
Nun gut, ich versuchte also die paar Sätze zu entziffern, doch konnte ich kein einziges Wort verstehen weshalb ich Garan fragte ob er die Sprache, in der der Text verfasst wurde, kennen würde und ob er es mir übersetzen könnte.
Er war sich ziemlich sicher, dass die Schrift in der legendären Selaschrift, der Schrift die Exidan selber für die anstehende Zeit der Herrschaft des Bösen sich ausgedacht hat, verfasst wurde.
Eigentlich sollten alle Bücher mit jener Schrift schon längst verbrannt worden sein, aber wahrscheinlich wurde dieses Buch wegen seinem besonderen Aufenthaltsort vergessen. Anders konnte ich es mir auch nicht erklären. Garan konnte die Sprache komischer Weise sogar lesen, doch hat er mir nie erzählt warum er es konnte. Ich habe mir auch keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Doch konnten wir mit dem übersetzten Text auch nichts anfangen jedoch werde ich die Einleitung wohl nie vergessen:“

"Es wir wieder soweit sein. Genau in 25 Jahren wir die neue Ära anbrechen. Unaufhaltsam wird sie…“
nun kommt eine kleine Lücke wo man nicht Weiterlesen kann“, belehrte sie Anwar, "verbreiten bis die sonne nie mehr aufgehen wird!"
Garan gab mir also das Buch und eine Übersetzung, mit einem Haltbarkeitszauber versehen, mit und ich zog weiter durchs Land.
Ich las mir die Sätze wahrscheinlich hundert Mal durch, doch verstand ich so gut wie nichts, nur eine Stelle, wo von Vorzeichen die Rede war, habe ich zum Teil verstanden."
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 17/12/04 08:52 PM
Erdbeben werden das Land heimsuchen,
Vulkane brechen aus, so heiß wie noch nie,
Flutwellen werden jeden ertränken.
Tornados werden viel Chaos bringen.
Zuletzt wird sich, der Himmel verdunkeln,
dann werden wir kommen

„Erde, Feuer, Wasser, Wind, das sind die Elemente!“ antwortete Drake.
„Da hast du Recht.“ antwortete Anwar.
„Alter Mann…“ begann Zacharia.
„Ich heiße Anwar!“ schnaubte Anwar.
„Ja, ja, wie auch immer. Du hast uns immer noch nicht erzählt wie du so alt werden konntest.“ fuhr Zacharia fort.
„Genau!“ erinnerte sich Drake, „Dann erzähl mal!“
„Oh, stimmt, hab ich doch glatt vergessen. Also das war so:
Nachdem ich weitergezogen bin und mir die Zeichen ansehen musste, die in allen Ländern Schäden und Tod brachten, fühlte ich mich immer mehr von einem Fluch besessen. Ich ging also daraufhin wieder zu Garan. Er sagte mir, dass es der Fluch von Krowan sei. Ich musste ihn mir eingefangen haben, als ich die Burg betrat. Es war eine magische Falle, die dazu diente, dass jeder, der in die Burg eindringen wollte verflucht wurde. Der Fluch brachte den Tod. Doch Garan vermutete, dass in dem Buch, das ich aus der Burg mitgenommen habe, ein Gegenzauber drinsteht.
So war es auch. Auf der letzten Seite konnte Garan mit großer Mühe den Zauber rausfinden. Aber er hatte eine kleine Nebenwirkung, wenn man so sagen darf, man wird sehr viel älter, als es für das eigene Volk üblich ist. Nun, das ist der Grund, warum ich heute noch lebe…
„Warum hatte Exidan die magische Falle gemacht?“ fragte Drake.
„Er wollte wahrscheinlich seine Feinde so töten, und hat seine eigenen Leute und sich selbst, natürlich mit dem magischen Spruch versehn.“
„Exidan muss ein ziemlich mächtiger Magier sein.“ dachte Drake nach.
„Oh, ja, das ist er! Wie könnte er sonst auch solche Dämonenhorden beschwören?“ antwortete Anwar.
Zacharia lag schon schlafend auf dem Boden als Drake ihn aufweckte.
„Zacharia!“ rief Drake.
„Was ist denn? Oh ja, wie ich sehe bist du fertig mit erzählen, “, er richtete sich wieder auf, „dann gehen wir mal weiter, komm Drake.“
„Wäre es nicht schlauer, erstmal zu überlegen was wir als nächstes tun werden?“ Drake war verdutzt.
„Ääh, genau das hatte ich auch vor! Anwar, was ist denn eigentlich mit Ruben?“ fragte Zacharia.
„Nun, ja, er ist nach draußen gegangen, er sollte bald wieder zurück…“
Plötzlich kam eine Gestalt in das Haus hinein.
Eine tiefe Stimme sprach sie an:
„Wer seid ihr?“
Posted By: Tom444 Re: Eine Reise ins Ungewisse - 30/12/04 03:09 PM
Ruben öffnet die Tür von seinem Haus und geht hinein.
Doch dann erblickt er außer Anwar noch 2 andere Personen.
„Wer seid ihr?“ fragt er.
Doch bevor er eine Antwort bekommt, erkennt er einen von den beiden, Zacharia. Ruben kennt ihn schon eine Zeit lang. Doch den anderen kennt er nicht.
Er sieht wie ein ganz gewöhnlicher Abenteurer aus. Doch irgendwas an ihm ist anders, doch Ruben erkannte nicht, was es ist. Seine Aura ist nicht die eines Menschen, zumindest nicht ganz. Ist er ein Dämon? Kann hier sogar ein Kampf im Gange sein? Nein, sie sehen nicht so aus als ob sie sich feindselig waren.
„Zacharia? Was machst du hier?“ fragt Ruben.
Der Fremde schaut ihn verdutzt an, doch Ruben ist dies gewohnt, zudem er ja auch nicht gerade kleingewachsen ist.
„Ruben! Wir haben dich gesucht!“ sagt Zacharia.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 15/01/05 12:36 PM
Drake schaut den Fremden an. Es ist ein Krieger, zumindest sieht er wie einer aus, doch ein langer Zweihänder spricht dafür. Er schaut Drake und Zacharia an.
„Das muss Ruben sein!“ denkt Drake.
„Zacharia? Was machst du hier?“ fragt der Krieger.
„Ruben! Wir haben dich gesucht!“
„Wer ist das neben dir? Ist er ein Freund von dir?“ fragt Ruben.
„Hm, ja so kann man das sehen. Das ist Drake, ich habe ihn unter den Trümmern Elrohns gefunden. Der Exidon Dämon hat eine weitere Stadt vernichtet… sagt Zacharia.
„Also willst du dass…“ beginnt Ruben.
„Dass du uns hilfst den Dämon zu stoppen.“ unterbricht ihn Drake.
„Ja.“, sagt Zacharia, „Also, hilfst du uns?“
„Was ist mit Anwar?“ fragt Ruben.
„Du kennst diesen alt…“ sagt Zacharia überrascht.
„ÄHEM!“ unterbricht ihn Anwar.
„Äh, ich meine natürlich diesen a…, a…, Anwar!“ korrigiert sich Zacharia.
Drake denkt nach was sie als nächstes tun sollten. Dann holt er seinen Rucksack her.

Er hat keinen weiteren Proviant mehr und seine Ausrüstung sollte vielleicht wieder repariert werden.
Mittlerweile hört er, wie Zacharia und Ruben sich über Anwar unterhalten. Dabei bemerkt er das Zacharia von mal zu mal überraschter schaut.
„Ok, ich werde mich wohl nicht rausreden können.“ sagt Ruben, „Ich werde mit euch kommen. Wo wollt ihr eigentlich nach dem Dämon suchen?“
„Vielleicht sollten wir erst in eine Stadt gehen und Proviant einkaufen und uns neu ausrüsten. Wir müssen fit sein wenn wir gegen ihn kämpfen.“ schlägt Drake vor.

„Das ist keine schlechte Idee, mein Schwert sollte vielleicht auch ein bisschen geschliffen werden.“ erklärt sich Ruben einverstanden.
„Ok, ich könnte mir vielleicht auch ein paar Zauberbücher anschauen. Also, worauf warten wir?“
Drake legt seinen Rucksack wieder an und geht zu Ruben.
„Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, ich bin Drake Ankarta.“
„Ich bin Ruben, aber das weißt du ja sicher schon.“ antwortet Ruben.
„Können wir endlich gehen?“ fragt Zacharia.
Drake, Zacharia und Ruben verabschieden sich von Anwar und gehen aus dem Haus.
„Die nächste Stadt ist ein paar tausend Fuß nördlich von hier. Sie heißt Terana.“ erklärt Ruben.
„Dann mal auf nach Terana!“ sagt Drake.

Während sie so durch das Ödland laufen, holt Drake einen verzierten Dolch raus. Es ist ein Erinnerungsstück an die Dracheninsel, er hat ihn bekommen, als er sie verlassen hat. Drake merkt, dass es seine erste Reise ist, die er nicht alleine macht. Was auf sie zukommen mag, weiß er nicht, es ist eine Reise, ins Ungewisse.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 16/01/05 05:43 PM
„Ha! Eine Reise ins Ungewisse.“ denkt Drake während sie gerade ihr Lager aufschlagen wollen. "Das wäre doch ein toller Name für ein Buch. Ob die Barden sich wohl eines Tages für unsere Geschichten interessieren werden?" Gedanken verloren setzt er seinen Rucksack ab. Doch was ist das? Eine Bewegung in der Ferne!
"Leute, seht ihr das dort hinten!" ruft Drake.
"Was ist das denn?" fragt sich Ruben.
Dann erkennt Drake es.
"ORKS! In Deckung! das sind bestimmt 2 dutzend."
Die drei werfen sich mit ihren Habseligkeiten hinter einen Felsen.
"Warum greifen wir sie nicht an?" will Zacharia wissen, "das sollte doch nicht so schwer werden."
"Ich glaube es ist besser wenn wir sie erstmal beobachten und rausfinden was sie hier verloren haben.“

Als die Orks näher kommen sieht es so aus, als ob sie nicht auf etwas zu, sondern angsterfüllt vor etwas weglaufen.

"Hey!“ flüstert Drake, "Was ist denn mit denen los? Die laufen doch vor etwas weg!"
"Und dabei genau in unsere Richtung. macht euch bereit!" drängt Ruben.

Doch die Orks werden langsamer bis sie gut 3 Schritte von dem Versteck der drei zum Stehen kommen und man ihr Stimmen hören kann.

"Äh, Boss, was warn dass? Das komisch schwarz Mann gar nicht so einfach Beute wie du sagen Boss!" fragt einer ganz erschöpft.
"Hults Maul Dummkopf! Hoffentlich ham wer den abjelenkt!" antwortet der Boss.
"Pah! Der Troll den wer ihm dajelassen wird ihn wohl wechmosch'n!" behauptet ein dritter der eine erstaunlich große wunde im Gesicht trägt.

Die Orks reden noch eine Weile so weiter als plötzlich einer mit einem *kling* zu Boden geht. Tot. Kurz darauf ein zweiter.
"boyz ers widder hier!! Jetz reichtz!!!" schreit der Boss, "WAAAGH!!"

Ein seltsamer Kampf zeigt sich den Augen von Drake, Ruben und Zacharia. Die Orks wutentbrannt reißen ihre Schwerter hervor und schlagen wie besessen um sich während immer mehr von ihnen mit einem *kling* und einem "uää" zu Boden gehen.

"Was ist denn da los?" denkt sich Drake "Noch ein Dämon? ein Geist?"
"W...“ sagt Drake zu Ruben gewannt der ihn mit einem "Scht!" zum schweigen bringt und weist wieder auf den seltsamen Kampf.

Die wild um sich schlagenden Orks scheinen hin und wieder etwas zu treffen das wohl menschliche Größe und Gestalt hat. bei jedem Treffer löst sich ein Funkenregen von der getroffenen Stelle, doch nie ist etwas zu hören von dem Angreifer. Ein Ork setzt sich von der Menge ab und nimmt einen seltsamen Gegenstand aus der Tasche. Er reckt ihn in die Höhe und beginnt seltsame Worte zu rufen "ruschzkra jorschim gestarkt rarezt razul!!" der Gegenstand leuchtet kurz auf und der Angreifer wird sichtbar, was die Situation für die Orks nicht unbedingt besser macht, denn sie sehen einen Mann der sich mit einer solchen Geschwindigkeit bewegt, dass seine Konturen zu verschwimmen beginnen. der Mann zielt gerade mit einer Handarmbrust auf den Ork mit dem seltsamen Gegenstand.
"Das ist ein Amulett der wahren Gestalt! Es zwingt jeden im Wirkungsbereich in seine ursprüngliche Gestalt" sagt Zacharia während der Mann seine Armbrust abfeuert und der Ork tot zu Boden sinkt. Der Mann verschwindet wieder im Schatten.

Der letzte Ork fällt mit einem letzten *kling* zu Boden und der Mann wird wieder sichtbar, was bei der nächtlichen Dunkelheit nicht unbedingt hilfreich ist, aber dennoch kann man jetzt einige Einzelheiten erkennen: er ist komplett in schwarz gekleidet, trägt einen Feldharnisch und Armschienen. An der rechten ist eine Armbrust eingebaut, doch wie hat er gegen die Orks gekämpft? Wo sind die Waffen? Man kann erkennen, dass er wohl knapp 2 Schritt groß zu sein scheint und von schlanker Statur, doch das wirklich besondere ist, wie man jetzt erkennt, da Zacharia inzwischen wieder seinen Leuchtzauber gesprochen hat, sind seine Augen, die als einzige zusammen mit etwas Gesicht um sie herum nicht von Kleidung bedeckt sind. Die Augen sind komplett schwarz und scheinen seltsamerweise schwarz zu leuchten.

Er wendet sich dem Versteck der drei zu und sagt als wäre nichts gewesen auf einem toten Ork stehend.
„Seid gegrüßt, Abenteurer! ich bin Sartan Schattentod und hier um einen recht mächtigen Dämon zu erlegen. Wer seid ihr?"
Posted By: Bann Re: Eine Reise ins Ungewisse - 28/01/05 08:30 PM
Sartan klopft sich seine Rüstung ab. Zwischendurch schaut er auf die Gruppe die sich vor ihm offenbart hat. Sie starren ihn an.
„Was denn?“ fragt Sartan.
Da geht einer von ihnen vor. Es war kein Mensch, das weiß Sartan sofort. Er ist mit einem Dolch ausgerüstet.
„Wer bist du?“ fragt er.
„Das habe ich doch schon gesagt, bist du schwerhörig?!“ antwortet Sartan.
Plötzlich nähert sich ein weiterer von ihnen Sartan. Es ist ein Nekromant, zu mindest war er so gekleidet.
„Du bist ein Corsare, habe ich recht?“ sagt der Nekromant.
„Ja, was ist damit? Und was ist jetzt mit dem Dämon, habt ihr ihn gesehen?“ sagt Sartan.
„Hey mal ganz ruhig, der Dämon gehört uns!“ sagt der Fremde. Er scheint so was wie der Anführer dieser Gruppe zu sein, denkt sich Sartan.
„Ihr wollt einen so mächtigen Dämon bezwingen können? Das bezweifle ich. Also noch mal, habt ihr ihn gesehen?“ fragt Sartan ein wenig gestresst.
„Wir haben ihn gesehen, aber wo er ist wissen wir nicht.“ antwortet der Nekromant.
„Und ihr wisst wirklich nicht wo er ist? Das ist schade, aber da kann man nichts machen. Vielleicht sehen wir uns irgendwann mal wieder“ sagt Sartan und kehrt ihnen den Rücken zu.
„Du kannst uns begleiten.“, sagt eine Stimme.
Sartan dreht sich wieder um.
Es war der dritte von ihrer Gruppe, ein Krieger, wie deutlich zu sehen ist.
„Hm…“, beginnt der Nekromant, „Wir könnten vielleicht ein bisschen Hilfe gebrauchen.“ sagt er.
Sartan denkt einen Moment nach.

Dann antwortet er:
„Nicht das ich Hilfe bräuchte, aber es wäre ein Jammer wenn ihr ihn vor mir finden würdet. Na gut, ich will euch mal begleiten. Wo geht es eigentlich hin?“
„Ääh, nach Teruni!“ sagt der Fremde.
„Das heißt Terana, Drake!“ korrigiert ihn der Nekromant.
„Dein Name ist also Drake.“, sagt Sartan, „Was bist du eigentlich? Ein Mensch bestimmt nicht.“
„Ich bin ein Drachenmensch!“, antwortet Drake, „Woher weißt du, dass ich kein Mensch bin?“
„Ach ich weiß so was eben…“ antwortet Sartan.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 03/02/05 07:16 PM
„Der hat Nerven…“ denkt sich Drake.
Drake schaut Sartan verwundert an. Wo kommt er her? Ist ihm der Dämon so wichtig, und wenn, warum?
Viele Fragen wirbeln ihm durch den Kopf doch, zurzeit kann er keinen klaren Gedanken fassen.
„Also gehen wir heute noch los? Der Dämon kann schon was weiß ich wo sein! Beeilung, Beeilung!“ sagt Sartan.
Drake hält es jetzt schon nicht mehr mit ihm aus, aber na ja, solange er eine Hilfe im Kampf gegen den Dämon ist, muss er ihn wohl ertragen.
Nach dem sie wieder zusammengepackt haben, gehen sie weiter.
Drake bemerkt etwas.
In der Hand eines toten Ork liegt noch der Stein der wahren Gestalt.
„Der könnte uns noch nützen.“ denkt sich Drake und nimmt den Stein.
Er sieht aus wie ein Kristall und ist auch dementsprechend so hart. Er hat eine schimmernde gelbe Farbe und leuchtet.
„Was hat das zu bedeuten? Die Wirkung des Steins ist doch schon vorbei, oder?“ denkt er sich und steckt den Stein ein.

„Drake!“, ruft Zacharia, „Was machst du da?“
„Ach nichts…“ antwortet Drake.
„Dann beeil dich und komm!“ ruft er.

Nachts ist es sehr kalt im Ödland, und wer weiß welche Monster in den Schatten dieses trostlosen Landes lauern.
„Ruben, wie weit ist es noch bis Terana?“ fragt Drake.
„Vielleicht noch gute 2 Stunden.“ antwortet er.
Drake ist erschöpft und sein Magen knurrt. Er wäre wahrscheinlich nicht mal für eine Verwandlung im Stande. Lange hat er in keinem richtigen Bett mehr geschlafen. Er kann es kaum mehr erwarten bis sie da sind.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 14/02/05 01:29 PM
„Sind alle Corsaren so unfreundlich oder hat der nur ein Problem?“ fragt sich Drake nachdem sie schon eine Weile gelaufen sind.
„Na ja, mir soll’s egal sein.“

Nach unendlichen Minuten des Marschs sehen sie am Horizont schon die Mauern der Stadt Terana.
„Seht, am Horizont kann man schon die Mauern von Terana sehen.“ sagt Ruben um es noch mal allen deutlich zu machen.
Nach dem sie ein paar Schritte weiter Richtung Tor gemacht haben, staunt Drake nicht schlecht:

Er hat noch die so eine große Stadt gesehen, überall waren Obststände, Rüstung- und Waffenläden, Gasthäuser und vieles mehr.
Doch da fällt Drake etwas ein.
Er nimmt seinen Rucksack und schaut rein.
„Ähm, eine Frage. Hat einer von euch Geld???“ fragt er.
Zacharia fängt an zu lachen.
„Willst du uns weiß machen dass du kein Geld hast?“ fragt Zacharia.
„Hast du denn welches?“ reagiert Drake darauf.
„Ääh, schau mal ein Dämon!“ sagt Zacharia.
„Ja haha sehr witzig! Ruben was ist mit dir?“
Posted By: Female_Warrior Re: Eine Reise ins Ungewisse - 14/02/05 10:03 PM
Ein kühler Wind kommt auf und Liandra zieht ihren dunkelblauen Wollumhang enger um den Körper. Jetzt, wo die Sonne untergegangen ist, wird es ziemlich schnell kalt, und auch langsam Zeit, sich eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Ihr Magen macht sie mit einem lauten Knurren darauf aufmerksam, dass sie wohl auch etwas essen sollte, denn außer einem alten Stück Brot und einigen Früchten, die sie den Obsthändlern stibitzt hatte, als diese gerade durch ehrliche Kundschaft abgelenkt waren, hat sie heute noch nichts gegessen. Aber Terana ist eine ziemlich große Stadt, und irgendwo gibt es bestimmt ein Gasthaus, was zu günstigen Preisen ein Abendessen und Zimmer anbietet.

Liandras Füße schmerzen bereits vom vielen Umherwandern, und sie lehnt sich an eine Häuserwand, um kurz auszuruhen und ihre langen Haare wieder zu einem ordentlichen Zopf zu binden, denn mittlerweile versperren die dunkelroten Strähnen ihr die Sicht. Danach fühlt sie in ihrer Umhangtasche nach dem kleinen Lederbeutel, den ein Besucher des Marktes ziemlich unachtsam auf einem Verkaufstisch abgelegt hatte. Er enthält nicht viele Münzen, aber für ein bis zwei Tage dürfte es wohl ausreichen.
'Wenn jeder so schlecht auf sein Geld aufpassen würde, wäre ich schon längst steinreich', denkt Liandra mit einem leichten Kopfschütteln und lenkt ihre Schritte in Richtung einer Taverne, die von außen einen viel versprechenden Eindruck macht. Doch nach einem Blick in das Innere des Schankraumes und auf die Preistafel seufzt sie auf. Wenn sie hier etwas zu Abend essen und ein Zimmer nehmen würde, bliebe ihr nichts mehr übrig. Vielleicht wäre es besser, jemanden aus der Stadt zu fragen, wo es hier für kleines Geld ein vernünftiges Gasthaus gibt.

Liandra läuft ein Stück die Straße hinunter und entdeckt eine schon ältere Händlerin, die ihren Stand etwas außerhalb vom Markt aufgebaut hat und gerade ihre Waren zusammenpackt.
"Entschuldigt bitte", spricht sie die Frau freundlich an, doch die antwortet ziemlich schroff: "Was willst du?"
"Ich wüsste gern, ob es in dieser Stadt ein günstiges Gasthaus gibt", sagt Liandra, immer noch mit freundlicher Stimme.
Sie erntet einen verächtlichen Blick von der Händlerin, die mit einer abweisenden Handbewegung erwidert: "Weiß ich nicht. Und wenn du nichts kaufen willst, dann verschwinde und stehle nicht meine Zeit."

"Vielen Dank für die Auskunft", kann Liandra sich nicht verkneifen zu sagen, ehe sie sich umdreht und weiter die Straße entlanggeht, auf der Suche nach Passanten, die vielleicht ein wenig netter als das alte Weib von eben sind. Eine belustigende Idee kommt ihr in den Sinn, und sie muss kichern, als sie darüber nachdenkt.
'Ich stehle ihre Zeit, hat sie gesagt. Schade nur, dass ich es nicht wirklich kann. Einige Leute würden bestimmt eine Menge Geld bezahlen, nur um mehr Zeit zu haben.'

Schwere Schritte holen sie wieder in die Realität zurück, und Liandra erblickt eine der Stadtwachen, die wohl ihren abendlichen Rundgang durch Straßen macht.
'Wenn der sich hier nicht auskennt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter'

"Entschuldigt bitte, könntet Ihr mir wohl helfen?", fragt sie den Mann höflich, der etwas gelangweilt antwortet: "Was gibt es denn?"
Als er Liandra jedoch genauer ansieht, nimmt sein Gesicht sofort einen viel freundlicheren Ausdruck an. Dem Anschein nach ist er nicht älter als sie selbst, vielleicht sogar etwas jünger und sicherlich noch nicht allzu lange bei der Stadtwache.

"Ich meine, wie kann ich Euch denn behilflich sein, junge Frau?", fügt er mit einem breiten Lächeln hinzu, und Liandra sieht, dass ihm die Vorderzähne fehlen; vielleicht bei einem Kampf ausgeschlagen. Sie muss sich auf die Zunge beißen, um nicht loszulachen, und stellt ihm dieselbe Frage, wie der alten Händlerin.
"Aber es sollte natürlich auch keine Spelunke sein, in der sich nur Gesindel herumtreibt", schließt sie, ebenfalls lächelnd, und streicht sich eine Strähne ihres dunkelroten Haares aus dem Gesicht. Die Geste verfehlt nicht ihre Wirkung, denn der Wachmann nennt ihr ohne lang zu überlegen drei Gasthäuser und beschreibt ihr den genauen Weg dorthin.
"Übrigens, nach Dienstschluss gehe ich meistens in den 'Goldenen Krug'", erklärt er noch und Liandra erwidert mit einem Augenzwinkern: "Gut zu wissen, ich danke Euch jedenfalls sehr für die Hilfe. Aber nun will ich Euch nicht länger belästigen, ich halte Euch schon lange genug von Eurer Arbeit ab."
Der Wachmann antworte mit einer kleinen Verbeugung und Liandra dreht sich schnell um, damit er ihr Grinsen nicht sieht, und geht ein Stück die Straße entlang in Richtung 'Goldener Krug', ehe sie in einer Seitengasse verschwindet und sich auf den Weg in eine der anderen Tavernen macht.

Dort angekommen, atmet sie erleichtert auf. Endlich etwas ordentliches zu Essen und danach ein warmes Bett für die Nacht, mehr will sie im Moment nicht.
Der Schankraum ist nur zur Hälfte gefüllt, so dass Liandra noch einen Platz in der Ecke nahe der Theke bekommt, und kaum hat sie sich hingesetzt, als auch schon gleich eine sehr junge Bedienung an ihren Tisch kommt und freundlich nach ihren Wünschen fragt.
"Ein gutes Abendessen hätte ich gern, gibt es etwas, was Ihr mir besonders empfehlen könntet?"
"Nehmt den Eintopf, er ist der Beste in der ganzen Stadt, die Frau des Wirtes bereitet ihn nach einem besonderen Rezept zu", erklärt das Schankmädchen, und fügt mit leuchtenden Augen hinzu: "Wenn ich könnte, würde ich mich nur noch davon ernähren."
"Gut, dann bringt mir etwas davon", antwortet Liandra mit einem Lächeln und eifrig nickend läuft das Mädchen in die Küche, um kurze Zeit später mit einer ziemlich großen, bis zum Rand gefüllten Schüssel wiederzukommen.
"Ich bin sicher, es wird Euch schmecken", strahlt das Mädchen, als es die Schüssel vor Liandra auf den Tisch stellt und gleich wieder davonläuft, um sich um die nächsten Gäste zu kümmern.
Vorsichtig probiert Liandra von dem so angepriesenen Eintopf und stellt fest, dass das Mädchen nicht übertrieben hat; so etwas Köstliches hat sie schon lange nicht mehr vorgesetzt bekommen.
'Wenn ich das aufgegessen habe, brauche ich bestimmt drei Tage nichts mehr', denkt sie bei sich und freut sich darauf, gleich in ein warmes Bett zu fallen und schlafen zu können.
Posted By: Tom444 Re: Eine Reise ins Ungewisse - 15/02/05 07:48 PM
„Ob ich Geld habe…“ denkt sich Ruben während er die beiden anschaut.
„Nun, Geld hätte ich schon aber…“ fängt Ruben an.
„Ok alles klar du bezahlst das Gasthaus!“, sagt Drake, „also gut wenn das schon mal geklärt ist, in welches Gasthaus gehen wir?“
„Hm, na gut ich bezahle, aber dann kriegt ihr auch nichts ab…“ macht Ruben einen Scherz.
Doch dann hört er, dass sie ihn wohl nicht als solchen angenommen haben.
„Das ist nicht fair!“ beschwert sich Zacharia.
„Genau außerdem wurde ich beraubt!“ sagt Drake ohne nachzudenken.
„Wann wurdest du denn beraubt?“ fragt Zacharia.
„Äh das tut jetzt nichts zur Sache! Komm schon Ruben!“ sagt Drake bettelnd.
„Das war doch nur ein Scherz also ihr versteht wirklich keinen Spaß…“ sagt Ruben.
„Dann ist ja gut, “, sagt Drake, „also, welches Gasthaus nehmen wir? Hat jemand einen Vorschlag?“

Plötzlich bemerkt Ruben etwas. Sartan ist weg, wo kann er sein?
Vielleicht ist er ja schon in ein Gasthaus gegangen.
„Gehen wir am besten da hin.“ Ruben zeigt auf eine Seitengasse in der Nähe, „Wenn ich mich nicht irre, müsste hier in der Nähe das Gasthaus ‚Zum silbernen Fass’ sein. Also los, gehen wir, außerdem wird es langsam kalt hier und ich will nicht erfrieren.“
Wie es schaut sind alle einverstanden und sie gehen Richtung Gasthaus. Mittlerweile ist es schon sehr spät geworden und in fast allen Häusern sind die Lichter aus. Als sie vor der Tür stehen, öffnet sie Ruben und sie gehen rein.

Es ist ein sehr schönes Gasthaus, hier stehen Tische und überall sind Krüge mit Bier, Wein und noch anderen merkwürdigen Getränken.
Oben hängt noch ein Schild:
„Willkommen im Gasthaus Zum silbernen Fass!“
Und da ist er.
Sartan sitzt gerade bei einem Tisch und isst sich satt. Als er sie bemerkt beginnt ein kleines Gespräch, an dessen Ende Sartan sich auf sein Zimmer zurückzieht.
"Ich werde nicht schlau aus dem Kerl!" sagt Ruben bevor Bann die Treppe zu Sartan erreicht.
Als sie zur Theke kommen bemerkt Ruben in der Ecke eine Frau die einen Eintopf isst. Ruben hat so eine Suppe noch nie gesehen aber sie sieht doch recht lecker aus. Ruben geht zu ihr und fragt:
„Entschuldigung, was essen sie denn da für einen Eintopf?“
Posted By: Darkmuver Re: Eine Reise ins Ungewisse - 15/02/05 07:50 PM
Da kracht die Tür des Wirtshauses auf und ein grosser, furchterregender Barbar tritt hinein. Er scheint riesig, denn er muss sich ein wenig ducken um nicht an den Türrahmen zu stoßen. Sein Auftreten verbreit verdutzen unter den Leuten, eine kurze Zeit bricht stille herein, denn scheinbar traut sich keiner etwas zu sagen, vielleicht aus Angst, dass dieses riesige Muskelpaket auf ihn losgehen würde.
Er tritt langsam und schweren schrittes auf die Theke zu, an den Menschen vorbei, die ihm mit grossen Augen nach blicken. Er setzt sich auf den scheinbar zu kleinen Stuhl und bestellt mit lauter und krachender Stimme ein Bier.

Langsam beginnen die anderen wieder an zu reden.
Doch irgendwie scheint er die Athmosphäre zu stören. Er sitzt stumm da und blickt nur auf einen Fleck an der Wand, er sagt nur etwas, um ein neues Bier zu bestellen...
Posted By: Bann Re: Eine Reise ins Ungewisse - 25/02/05 04:20 PM
Sartan nimmt gerade genüsslich sein Mal zu sich, als die anderen ihrer Gruppe den Schankraum betreten.

„Wo wart ihr denn so lange?“ fragt Sartan.
„Wir hatten noch Probleme das finanzielle zu klären.“ Antwortet Ruben mit einem etwas genervten Gesichtsausdruck.

Unerwartet tritt jemand in das Gasthaus. Es ist ein Barbar. Er hat sich fast den Kopf am Türrahmen angehaut. Er geht zur Theke und verlangt mit grollender Stimme ein Bier.

„HAAHAHAHAHA!!“, lacht Sartan plötzlich los, „hilfe ich kann nicht mehr! HAHAHA!“
„Was ist denn mit dir los?!“ will Drake wissen.
„Entschuldigt mich. Aber als ich grade den laufenden Fleischberg da gesehen habe fühlte ich mich an eine lustige Begebenheit sie in der Taverne im Hafen von Minares in meiner Heimatwelt vorgefallen ist.“

„Wo hast du eigentlich das Geld her für dein Essen? fragt Zacharia an Sartan gewand.
„Nun, “, antwortet Sartan, „sagen wir mal ich habe es an einem ungewöhnlichem Ort gefunden. So und jetzt will ich mich zurückziehen, Guten Abend meine Herren!“

Sartan wendet sich wieder von der Gruppe ab und geht nach oben zu den Schlafräumen.
„Warum ist er denn jetzt wieder so fröhlich?“ wundert sich Drake.
„Frag mich nicht. Ich werde nicht schlau aus dem Kerl!“ gibt Ruben noch von sich bevor Sartan die Treppe zu den Schlafräumen erreicht.
Posted By: Female_Warrior Re: Eine Reise ins Ungewisse - 27/02/05 02:43 AM
Überrascht schaut Liandra zu dem Mann hoch, der sie da gerade angesprochen hat. Er sieht aus wie ein Krieger, denn er ist mit einer Lederrüstung bekleidet und trägt ein Schwert bei sich, einen langen Zweihänder, und sein Körperbau zeigt, dass er wohl täglich trainiert.

"Der Eintopf? Nun, wenn ich ehrlich bin, weiß ich selber nicht genau, was so alles darin ist, aber er wurde mir sehr empfohlen, und ich muss sagen, er schmeckt wirklich überaus gut", antwortet Liandra wahrheitsgemäß und bemüht sich dabei um eine freundliche Miene, während sie etwas genervt denkt:'Hoffentlich gibt er sich damit zufrieden, ich bin im Augenblick nicht in der Stimmung, noch ein Schwätzchen zu halten'.

Aus den Augenwinkeln bemerkt sie dann ein Aufblitzen und lässt ihren Blick kurz zu den beiden anderen Männern huschen, die mit dem Krieger zusammen das Gasthaus betreten hatten.
Der eine ist in einen seltsamen schwarzen Umhang gehüllt, während der andere eher ganz normal bekleidet ist, aber an seinem Gürtel trägt er noch einen hübsch verzierten Dolch, der ziemlich wertvoll aussieht.
'Na, da wüsste ich doch gleich einen Händler, der mir dieses schöne Stück mit Freuden abkaufen würde', kommt es ihr beim Anblick des Dolches gleich in den Sinn; und sie schaut mit fragendem Gesicht wieder den Krieger an, der immer noch interessiert auf ihre Schüssel starrt.
"Am besten fragt Ihr das Schankmädchen nach dem Eintopf von der Frau des Wirtes, ich bin sicher, sie wird wissen, was Ihr meint", erklärt Liandra noch, bevor sie sich wieder ganz ihrem Abendessen widmet und dabei den Mann mit dem Dolch heimlich beobachtet.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 27/02/05 11:20 AM
Die Frau informiert sie über den Eintopf.
„Am besten sollten wir nicht mehr lange aufbleiben und nach dem Essen gleich schlafen gehen.“ überlegt Drake.
Inzwischen ist die Frau fertig mit Reden und isst ihren Eintopf weiter.
„Ruben, wir sollten uns dann wohl auch so einen Eintopf bestellen.“ sagt Drake.
Ruben nickt und fasst in einen Beutel der an seiner Hose befestigt ist und holt etwas raus.
Es sind Münzen, was sollte es auch sonst sein.
Damit dreht sich Ruben Richtung Theke und ruft eine Bedienung.

Nach einer Weile kommt jemand und sagt:
„Willkommen im Gasthaus 'Zum silbernen Fass', was darf ich ihnen bringen?“
„Wir hätten gerne drei Mal den Hauseintopf.“, sagt Ruben und legt das Geld auf den Tresen.
Nach wenigen Augenblicken kommt die Bedienung mit 3 Tellern voll mit dem Eintopf zurück.
„Danke für ihre Bestellung!“ sagt die Bedienung und widmet sich dem nächsten Gast zu.

Drake nimmt seinen Eintopf.
„Sieht einer von euch hier irgendwo einen freien Platz? Der Barbar der vorhin rein gekommen ist hat den letzten Tisch besetzt.“ sagt Drake.
Zacharia schaut sich kurz um und sagt schließlich:
„Wir sollten lieber gleich ein Zimmer nehmen und dort essen. Hier ist es sowieso zu laut und zu voll!“
„Gute Idee.“ stimmt Ruben zu.
Ruben wendet sich wieder Richtung Tresen und mietet ein Zimmer. Drake hört nicht viel von derm Reservierungsgespräch, bloß die Zimmernummer, es ist die 7.

Mit ihren Eintöpfen gehen sie hoch in das Zimmer Nummer 7.
Als sie vor der Tür stehen öffnen sie die Tür.
Mit einem leisen Knarren öffnet sie sich.
Da fällt Drake etwas ein:
„Ist in dem eigentlich Platz für 3 Leute?“ fragt er sich, doch als sie in das Zimmer reingehen, sieht er, dass 2 Doppelbetten im Zimmer stehen.
„Haben wir nicht irgendetwas vergessen?“ sagt Ruben nachdenkend.
„Hm…“, denkt Zacharia nach, „Achso! Wir wollten doch noch Proviant einkaufen.“
„Dafür ist jetzt aber sowieso keine Zeit, es ist schon spät und der Markt hat längst geschlossen!“ sagt Drake.
„Drake hat Recht.“, sagt Ruben, „Wir sollten jetzt schnell unsere Eintöpfe essen und ins Bett gehen, falls Exidon angreift müssen wir fitt sein!“
„Stimmt.“ sagt Zacharia.

Sie machen die Tür zu und setzen sich an den Tisch, der in de Mitte des Zimmers steht. Während sie so am Tisch essen denkt Drake nach.
Was werden sie tun wenn der Dämon besiegt ist?
Exidan könnte jederzeit einen neuen Dämon beschwören.
Und überhaupt, warum will Exidan die Städte zerstören?
Drake hofft, dass sich die Antworten offenbaren werden, ihr jetziges Ziel ist erstmal, den Dämon zu besiegen.
Damit isst Drake seinen letzten Löffel Eintopf und geht ins Bett.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 23/04/05 07:12 PM
Plötzlich weckt Drake etwas aus dem Schlaf.
Es hört sich wie Lärm an, der von draußen kommt.
Schnell springt er aus dem Bett und geht zum Fenster.
Draußen sieht er nicht viel, nur große Staubwolken.
Es muss etwas passiert sein. Drake geht zu Zacharia und rüttelt an ihm um ihn aufzuwecken, doch er bekommt nur lautes Geschnarche als Reaktion.
„Das gibt’s doch nicht!“ denkt Drake.
Er klettert das Doppelbett ganz hoch und schuppst Zacharia runter.
„AUA!!!!“ schreit er.
Zacharia schaut nach oben zu Drake.
„Sag mal spinnst du?!“ schreit er.
„Was schreist du denn so rum?“ sagt Ruben aus dem Schlaf gerissen.
„Draußen ist etwas passiert! Wir müssen nachsehen vielleicht ist es Exidon.
Zacharias Blick wird ernst und er geht gleich zu seinen Sachen und nimmt seinen Zauberstab. Genau das Gleiche macht auch Ruben.
Drake springt vom Bett runter und nimmt seinen Rucksack und den Dolch.
Sie gehen aus dem Raum.
Als sie die Treppe des Gasthauses runtergehen, fällt Drake etwas auf.
Der Raum ist leer, aber die Tische sind noch gedeckt mit Krügen, an der Theke stehen auch noch Eintöpfe und Teller, bloß fehlen die Menschen.
Drake geht aus dem Gasthaus raus, gefolgt von Zacharia und Ruben.
Da sehen sie ihn.
Exidon.

Sie verstehen sich ganz ohne Worte und greifen ihn an. Drake rennt auf den Dämon zu, ohne jeglichen Plan.
Doch der Dämon reagiert und schlägt zu.
Drake wird nach hinten durch die Luft geschleudert.
Er fällt gen Boden.
Dann wird im schwarz vor Augen.

Als er seine Augen wieder öffnet liegt er auf dem Boden. Doch der Boden ist aus Holz. Er ist im Gasthaus!
Drake merkt, dass er aus dem Bett gefallen ist und dass alles nur ein Alptraum war. Es ist spät in der Nacht und er versucht noch ein wenig zu schlafen, was ihm jedoch sehr schwer fällt. Wenn so was wirklich passiert wäre…
Drake schafft es irgendwie wieder einzuschlafen.
Posted By: Palahn Re: Eine Reise ins Ungewisse - 07/05/05 10:04 PM
Fandalor, Ritter des Herzogs von Gardreth, war in einer Mission unterwegs, die ihn in große Gefahren brachte. Sein Erinnerungsverögen schwand, als er sich dem Tode gegenüber sah. Glücklicherweise wurde er bei seinem letzen Gefecht von seinem Gegner für Tod gehalten. Oder waren es gar mehr Gegner? Fandalor wusste es nicht mehr.
Auch wusste er nicht, wie er in dieses abgelegene Dorf kam. Er hatte noch bruchstückhaft in Erinnerung, dass er von reisenden Nomaden aufgelesen wurde, als er durch das Ödland irrte.
Sie brachten ihn hierher, doch half ihm das nur wenig. Wer war er? Was für eine Aufgabe hatte er? Fandalor wusste, dass er ein Ritter war. Daran erinnerte er sich. Auch an seinen Herzog erinnerte er sich. Doch wie lautete sein Auftrag? Er wusste es nicht mehr.
Und selbst wenn er gewusst hätte, wo genau er war und welchen Weg er einschlagen müsste, um zurück in seine Heimat zu kommen, was hätte er seinem Herzog berichten können?
Er musste wieder zu Kräften kommen. Er musste sich erinnern. Vielleicht würde es seinen Erinnerungen helfen, wenn er etwas tat, was dem allgemeinen Ritterkodex entsprach. Schwachen helfen. Böses bekämpfen. Recht sprechen. Ehrenvoll handeln.
Er hatte noch etwas Gold übrig und eine Unterkunft und etwas zu essen und zu trinken bitter nötig. Fandalor beschloss, diese Nacht in der Taverne zu verbringen und wieder zu Kräften zu kommen.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 01/07/05 08:00 PM
Gähnend erwacht Drake aus seinem Schlaf.
Die anderen schlafen noch, wahrscheinlich ist es noch sehr früh.
Drake nimmt seine Ausrüstung und wollte gerade zur Tür raus gehen um dort zu trainieren als er etwas bemerkt. Es ist still, viel zu still...

Drake hat ein mulmiges Gefühl bei der Sache.
Er dreht sich um und geht auf die Betten zu. Da bemerkt er erst das Ruben verschwunden ist. Er versucht Zacharia auf zu wecken. Erst jetzt bemerkt er sein lautes Schnarchen. Er hält ihm die Nase zu und nach ein paar Sekunden wacht er mit einem Schreck auf.
"Was machst du da?" sagt er.
"Irgendetwas stimmt hier nicht..." entgegnet Drake "und wo ist eigentlich Ruben?"
"Er musste weg, er hat es mir mitten in der Nacht gesagt. Ich weiß nicht warum aber es muss wichtig gewesen sein, normalerweise kann man sich immer auf ihn verlassen..." entgegnet Zacharia.
"Hm nagut, aber das ist jetzt nicht sehr wichtig, hörst du wie still es hier ist? Das ist nicht normal für ein Gasthaus finde ich."

Zacharia zieht seinen Umhang an und nimmt seinen Stab mit. Als sie zur Tür hinausgehen wollten hören sie etwas. Jemand klopft an der Tür.
Ein dumpfes Geräusch ertönt bei jedem der Klopfschläge.
Drake zieht seinen Dolch.
Mit leisen Schritten geht er auf die Tür zu.
Er bewegt seine Hand auf die Türklinke und
dann geschieht alles blitzschnell.
Er öffnet die Tür und mit einem Ruck hält er ihr den Dolch an den Hals.

Er ist mittelgroß und trägt eine Rüstung aus dickem gutem Edelstahl. Die Rückseite eines Schildes schauht hinter seine Rücken vor und ein Schwert ist an seinem Gürtel befestigt.
Er wirkt wie ein Krieger.
Doch dann bemerkt er das Gesicht des Menschen. Er schauht furchtlos auf Drake. Es muss ein Paladin sein, nur sie schauhen einem Feind furchtlos ins Gesicht, den ihr Glaube ist ihr Schild.
Drake steckt den Dolch wieder ein.
"Wer bist du?" fragt der Drachenmensch.
Posted By: Palahn Re: Eine Reise ins Ungewisse - 03/08/05 07:35 PM
"Mein Name ist Fandalor", antwortet der Ritter, nachdem Drake seinen Dolch wieder eingesteckt hatte. Die Augen des Ritters blickten Aufmerksam umher, gerade so, als ob er etwas suchte.
Nach einem Moment des Schweigens, erklärt Fandalor, dass sie alle aufbrechen müssen.
"Warum?", fragte Drake daraufhin und auch Zacharia schien nicht zu verstehen, was den Ritter so beunruhigte.
Der Ritter warf einen Blick über die Schulter, als ob er sich vor irgendjemanden oder irgendetwas in Acht nehmen will, dann sprach er weiter: "Das Gasthaus ist leer." Seine Stimme bleibt ruhig und gefasst. "Auch die Straße ist leer. Es ist niemand da. Nicht einmal ein Bettler der in einer dunklen Ecke schläft. Ich wollte hier übernachten, doch dann ist mir aufgefallen, dass niemand da ist."
Er macht eine kurze Pause. Gerade lang genug, damit Drake und Zacharia verstehen können, was er eben gesagt hat. "Wir müssen hier weg. Was immer hier auch passiert ist, wir haben Glück, dass es uns nicht auch widerfahren ist."
"Aber was ist mit all den Leuten geschehen?" Zacharia war schneller als Drake, doch Fandalor wusste darauf keine Antwort.
"Ich weiß es nicht", antwortet er dann wahrheitsgemäß, "doch wir sollten nachsehen, ob wir noch andere Leute finden. Packt eure Sachen und folgt mir."
Einen Moment lang wollten Drake und Zacharia protestieren. Wie kam Fandalor dazu, ihnen befehlen zu wollen? Doch sie mussten schnell erkennen, dass der Ritter anscheinend ebenso besorgt ist, wie sie selbst.
Schnell packen Drake und Zacharia alle ihre Habseligkeiten ein, während Fandalor den Flur weiter hinabgeht, um an der nächsten Tür zu klopfen.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 15/08/05 07:28 PM
Sie gehen den Flur hinab.
Jeder Schritt ist präzise und genau, Drake und Zacharia sind auf einen Hinterhalt oder etwas ähnliches gefasst. Sogar der Ritter selbst könnte sie in eine Falle locken.
Als sie unten angekommen sind sehen sie eine Tür.
„Hast du dieses Zimmer schon überprüft?“ fragt Drake.
Nach einem Moment des Nachdenkens antwortet der Ritter:
„Nein, nicht das ich wüsste…“
„Hm, dann müssen wir das wohl machen.“ sagt Drake.
Er geht zur Tür und klopft 3Mal.
Sie warten.

Keine Reaktion.
„Hm, muss ich wohl selbst aufmachen…“ sagt Drake.
Kurz darauf holt er etwas kleines, silbernes aus einer Tasche heraus und steckt es in das Türschloss.
„Hm, ja, ja…“, flüstert Drake, „Was machst du da? Willst du etwa das Schloss knacken?“ sagt der Ritter misstrauisch.
Plötzlich knackt irgendwas in der Tür.
„JA!!!“, ruft Drake, „So, die Tür ist offen.“
Gesagt, getan.
Drake tut das kleine silberne Etwas wieder in seine Hosentasche und öffnet die Tür.

„Erstaunlich, wo hast du das nur gelernt?“ fragt sich der Ritter.
„Das würde mich auch mal interessieren.“ Sagt Zacharia.
„Also, das, na ja, das ist eine lange Geschichte. Ich werde sie euch später erzählen, wenn ihr wollt.“

Die Tür öffnet sich mit einem leisen quietschen.
Sie schauhen in das Zimmer.
Leer.
Es ist niemand da und so betreten sie das Zimmer erstmal.
„Verdammt!“, ruft der Ritter, „Hier ist auch niemand!“
Drake schauht sich im Zimmer um, doch ihm kommt etwas merkwürdig vor.
Das Beet sieht aus als wäre bis vor kurzem noch jemand darin gelegen.
Dann schauht er an die Wand, wo ein großer Schrank steht.
„Darauf würde ich nicht wetten…“

Wenige Augenblicke später öffnen sich die Schranktüren und etwas springt aus der Wand heraus, auf Drake zu.
Er konnte sich gerade noch mit einer Rolle seitwärts retten, bekam aber trotzdem eine Schnittwunde am rechten Arm.
Nun sieht er den Angreifer.
Er ist sehr groß und mit einer Zweihand-Axt bewaffnet, die jetzt im Boden steckt.
Er trägt Eine Lederrüstung und hat hohe Stiefel mit einigen Fellbesetzten Stellen.
Drake schauht hoch auf sein Gesicht.
Er hat einen furchtlosen Blick und schauht alle um ihn herum an. Eine seltsame Tätowierung bedeckt sein Gesicht, ähnelt etwas einer Kriegsbemalung.
Der Fremde beginnt zu sprechen.

„Wer seid ihr? Was macht ihr in meinem Zimmer?“
Posted By: Darkmuver Re: Eine Reise ins Ungewisse - 18/08/05 10:12 AM
Ich war in mienem Zimmer und wunderte mich, dass kein übliches gebrüll und rumgeschreie herscht, wie es in dieser Tarverne üblich war. Es war still.
Da ertönten im Flur Stimmen und vorsichtige Schritte, insgeheim könnte das etwas mit den verschwundenen Leuten zu tun haben, oder waren sie nur so erschöpft von der gestrigen Zeche, dass sie Alle noch schliefen?
Meine längere Kriegserfahrung sagte mir, dass ich mich verstecken und die Personen in einen Hinterhalt locken sollte, also versteckte ich mich in dem mir zu kleinen Schrank.
Getuschel vor der Tür, dann machte es "klack" und da öffnete sich die schwere Zimmertür mit einem Quietschen. Die Schritte näherten sich dem Schrak. Ich wollte auf den besten Augenblick warten und das nächste Ziel treffen oder zumindest abschrecken, "JETZT" Dann flog die Schranktür auf und ein Hieb setzte aus dem Schrank genau auf Drake zu, der wich aber geschickt aus, zum Erstaunen des Barbars. Er baute sich langsam vor ihnen auf. Sie schienen keinerlei Furcht zu zeigen, nur Verblüffung, denn die wenigsten hatten in ihrem kurzen Leben einen nordischen-Barbar gesehen. Er griff nach seiner riesigen Axt, die einen tiefen Spalt in den Boden gemacht hatte, da sie immer noch nicht weg liefen, dachte er sich:"Entweder greife ich sie an oder frage sie, was sie hier machen."
Dann sprach er mit einer tiefen, bedrohlichen Stimme."Wer seid ihr und was macht ihr in meinem Zimmer?"
"Wir sind auf der Suche nach den verschwundenen Leuten und dachten, dass sie vielleicht in diesem Zimmer sind, die Anderen haben wir schon durchsucht." Sprach Drake mistrauisch.
"Ich sollte euch auf der Stelle töten." Ertönte es wieder aus dem Mund des Barbars. "Versuchs doch", sagte der Ritter und griff nach dem Schafft seines Schwertes, da hob Zacharia seine Hand, um dem Ritter einhalt zu gebieten.
Da er es für schlauer erachtete, sich einen scheinbar sehr erfahrenen Kämpfer, als Verbündeteten zu machen. "Außerdem suchen wir nach einem Dämon, namens Exidon." Da ließ der Griff, des Barbars, um seine Axt lockerer:"Ich selbst bin auf der Suche nach einem solchen Dämon."
"Wie wärs wenn wir unsere Suche zusammen fortsetzen würden?" Fragte Zacharia, der einen abwertenden Blick von der Seite des Ritters bekam.
"Ich bin ein Einzelgänger, kämpfe nur allein, ich bin der Letzte meines Clans, dieser verfluchte Dämon kam in der Nacht und wir kämpften gegen ihn, wir haben ihn auch verwundet, aber nur leicht, er fliegt langsamer als vor der Schlacht. Frau und Kind brannten die Männer alle verstümmelt, ich war zu der Zeit auf dem Weg in diese Tarverne, unser Hexenmeister hat mir gesagt, dass ich hier auf jemanden warten solle. Ich ging, der Alte schien gewusst zu haben, dass der Dämon angreift und es sinnlos gewesen wäre zu fliehen. Ein Botschafter berichtete mir von dem Übel im Nord-Clan, meinem Clan. Vielleicht sollte ich euch treffen oder vielleicht taucht der Dämon hier noch auf, dann werde ich ihn empfangen."
"Schließ dich uns an und wir werden den Dämon gemeinsam suchen und wir alle werden uns für das rächen, was er uns angetan hat." Zacharia reichte ihm die Hand entgegen, in der Hoffnung er würde drauf eingehen.
"Ich werde euch ein Stück begleiten, aber ich gehe und ich bleibe, wie es mir beliebt!" Ein Händedruck folgte.
Der Riss im Boden, der durch die Axt entstanden war, entpuppte sich als zugang zu einer Vorratskammer, wo sie ihre Verpflegung aufstockten, alle reichten ihre Beutel dem Barbar entgegen, dass er sie doch tragen solle, aber er wies auf den Maulesel vor der Tarverne hin, der einem Händler gehörte.
Sie öffneten die Tür des Gasthauses und sahen ihn.
Der Dämon Exidon!
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 12/09/05 08:40 AM
Sie öffnen die Eingangstür des Gasthauses.
Plötzlich steht er vor ihnen.

Exidon.
Er steht etwas weiter hinten auf einer Weggabelung und sucht irgendwas.
Als Drake bemerkt das er ihnen den Rücken gekehrt hat sagt er mit einer Handbewegung dass sie sich verstecken sollen.
Da kommen ein paar große Bierfässer sehr gelegen und sie gehen dahinter.

"Was sollen wir jetzt machen?" fragt Drake.
"Ihn angreifen und töten!" erwidert der Barbar undüberlegt.
"Solange er uns nicht sieht könnten wir uns von hinten anschleichen. Das wäre sehr entscheidend für unseren Sieg wenn wir den Erstschlag haben!" sagt Fandalor.
Zacharia nickt und auch der Barbar ist damit einverstanden.

Drake und die anderen schleichen zum nächsten Haus was näher zum Dämon ist.
Doch langsam packt Drake die Angst.
Was wird wenn sie verlieren. Der Dämon wird weiter Menschen töten und Dörfer zerstören...
Drake ist kein Pessimist und denkt deswegen nurn och an ihren Sieg.

Nach wenigen Augenblicken stehen sie auch schon bei einem Haus vor der Weggabelung. Alle überprüfen nochmal ihre Ausrüstung und ihr eigenen Vorgehensweisen gegen den Dämon, doch Drake beschäftigt eine Frage.
Warum sieht sie der Dämon nicht? Ein Wesen von so einer Macht muss doch bemerken dass sich 4 Normalsterbliche an ihn anschleichen.

Jetzt spielt es keine Rolle mehr.
Sie sind sich einig das sie angreifen.
Doch bevor einer das Signal zum Angriff gibt stürmt der Barbar auf den Dämon zu.

Drake rennt hinterher denn ohne Hilfe wird er nie gegen den Dämon bestehen können. Als der Barbar beim Dämon angekommen ist erfolgt ein riesiger Axthieb.

Nein!

Der Dämon verschwindet in einem Schleier.
Das war nur eine Illusion!
Der echte Dämon muss hier noch irgendwo sein.
Alle machen sich kampfbereit.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 26/01/06 08:38 PM
Drake stoppt mitten im Lauf.
Der Axtschwung des Barbaren zerschneidet nur Luft, keinen Dämon.
Die Illusion verschwindet in einem Nebel.

„Aufpassen!!!“ ruft Drake und wendet sich.
Er sieht nur noch etwas blaues Aufblitzen und Sekundenbruchteile später wird er nach hinten die Straße weiter geschleudert.

Er liegt kurze Zeit reglos am Boden als er sich wieder aufrappelt.

Ein magischer Blitz des Dämons hatte ihn frontal erwischt. Er steht auf und merkt, dass er ein paar Meter nach hinten geschleudert wurde, er spürt keine Schmerzen und will wieder zu den anderen laufen um sie zu unterstützen, als er einen brennenden Schmerz im linken Arm verspürt.
Drake fällt auf die Knie und hält sich den Arm, es fühlt sich an wie flüssiges Feuer das durch den Arm fließt, er will den Schmerz ignorieren und weitergehen und plötzlich passiert es.
Der Schmerz ist weg, von einer Sekunde auf die andere ist er verschwunden. Drake schaut verwundert auf seinen Arm und entdeckt nichts, keine oberflächlichen Wunden, Nichtmahl einen Kratzer. Verwundert, aber erleichtert, das er kämpfen kann läuft er die Straße weiter.
Es dauerte wenige Augenblicke bis er die anderen erreicht hat.

Die 3lieferen sich einen harten Kampf.
Ganz vorne der Barbar. Er versucht den Dämon nach Schwachstellen abzusuchen und schwingt wie vom Teufel besessen seine Streitaxt, doch den Schlägen wird entweder ausgewichen oder von den riesigen Klauen des Dämons pariert.

Der Ritter läuft dem Dämon entgegen. Mit Schwert und Schild stellt er sich dem Dämon entgegen.
Er schlägt mit dem Schwert nach dem Dämon und landet einen Treffer auf dessen Bein, worauf ein grollender Schrei des Dämons ertönt. Er funkelt den Ritter mit zornigen Augen an und schwingt seine Flügel. Der dadurch entstandene Windschlag war so stark, das er den Ritter ein Stück nach hinten warf.

Zacharia war ganz hinten.
Er webt irgendeinen Zauber und Drake hört Worte in einer ihm unbekannten Sprache als plötzlich Ein Blitz aus schwarzer Magie auf den Exidon Dämon zuraste.
Er traf den Dämon in der Seite, welcher dadurch ein wenig zur Seite geschoben wurde, aber keinen sichtbaren Schaden aufwies, Zacharia aber wusste, das das kein physischer Zauber war, sondern seine Kraft dadurch bezog, das er das Opfer schwächte.

Drake rennt auf den Dämon zu und zückt seinen Dolch. Der Dämon bemerkt ihn aber und fliegt noch einmal mal den Angriffen der anderen davon um auf Drake los zu gehen.
Der Dämon schwebte in der Luft und webt einen Zauber mit seltsamen Gesten seiner Klauen und wirrem Sprachengemurmel, das Drake nicht verstand.
Drake ergreift die Gelegenheit und steckte den Dolch weg. Stattdessen sammelt er sein Kräfte um in einer schnellen Verwandlung zu einem Drachen zu werden.
Es gelang ihm.
Der Dämon war fertig mit seinem Zauber und zu Drakes Überraschung war es kein Geschoss das kam. Krallen kamen aus dem Boden geschossen und versuchten und versuchen ihn aufzuspießen. Doch Drake schafft es noch rechtzeitig ihnen auszuweichen.
Er fliegt auf den Dämon zu und landet einen kritischen Treffer, indem er ihm mit seiner Klauenhand den Oberkörper aufschlitzt.
Schwarzes Blut spritzt aus der Wunde und der Dämon lässt einen markerschütternden Schrei von sich.
So schnell es geht fliegt Drake wieder auf den Boden und nimmt Menschengestalt an, was deutlich weniger Kraft aufbraucht als sich zu einem Drachen zu verwandeln.
„Alles in Ordnung?“ fragt der Ritter.
„Ja“, antwortet Drake schweren Atems, es hatte ihn viel Kraft gebraucht so schnell zu fliegen und sich zu verwandeln, „Wir müssen aufpassen, es ist noch nicht vorbei!“ er deutete mit einem Finger auf den Dämon der noch in der Luft war und sich zu ihnen gedreht hatte.
„Er greift an!!!“ schrie Zacharia.

Plötzlich sank Drake zu Boden. Sein Arm pochte wie verrückt, und er konnte sich Schmerzensschreie nicht verkneifen. Das letzte was er noch sieht, sind Zacharia, der Ritter und der Barbar, als um ihn herum plötzlich ein Kraftfeld auftritt. Im nächsten Moment wurde ihm schwarz vor Augen.

Als er wieder zu sich kommt, findet er sich in einem Käfig wieder.
Völlig verwirrt steht er auf und geht zu den Gittern als er einen Schock bekommt. Die Gitter bestanden aus einem Energiefeld aus Blitzen. Er sah sich um und erkennt eine dunkle Gestalt in einem schwarz-rotem Umhang in einer Ecke des Raumes, in dem er eingesperrt ist.
„Das ist er also.“ spricht die Gestalt.
Posted By: Palahn Re: Eine Reise ins Ungewisse - 27/01/06 07:13 PM
"Verdammt, was für ein übler Zauber ist das?" Fandalor ist erschrocken, wie schnell Drake verschwand. Auch auf den Gesichtern der Anderen zeigt sich die Überraschung.
"Los, wir müssen diesen Dämonen besiegen", ruft Fandalor ihnen zu. "Wir können uns später noch Gedanken machen, wie wir Drake retten können."

Soglecht schwingt Fandalor sein Schwert und stürmt, darauf bedacht, dem Dämonen kein zu gutes Ziel zu geben, von einer Deckung zur nächsten, um dann den Dämon anzugrefen.
Posted By: Darkmuver Re: Eine Reise ins Ungewisse - 13/02/06 11:39 AM
Mit einem Wink zu seinen Gefährten macht Fandalor ihnen klar, dass jetzt ein guter Zeitpunkt uzm Angriff wäre, da der Dämon geschwächt schien.
Die Anderen verstanden sich sehr gut im Kampfgeschick und versuchten ihn unbemerkt zu umkreisen. Der Barbar, der nicht viel mit logischem denken zu tun hatte, machte seinen Beitrag, indem er immernoch wie ein Besessener versuchte den Dämon zu treffen.
Ein wenig abgelenkt von der Tatsache, dass einer der Mitstreiter von einer Atacke spurlos verschwunden war, gingen alle mit jetzt noch größerer Vorsicht voran.

Der Barbar, verviel, wie es für sein Volk üblich war, jetzt wo der Kampf schon eine Weile andauerte, in einen Kampfrausch. Der Dämon jedoch verblieb mit seiner Geschwindigkeit, die dem des Barbaren nicht gleichte, flog aber alle paar Schläge, mit einem kleinen Satz in die Luft und lies so den Krieger ausbluten, bis er schließen zu parrieren wagte...

Da umgab Exidon von allen Seiten ein Kampfgebrüll, als sich die Anderen in das Kampfgeschehen einmischten.....
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 16/02/06 12:38 PM
Nergal wacht auf.
Von draußen war ein Krachen zu hören. "Verflucht ich werde euch zeigen was es heißt einen Dunkelelfen aus dem Schlaf zu reißen!".
Er stand auf und ging mit seiner Sense zur Eingangstür. Nur da war keine Tür. Der ganze Vordere Abschnitt des Hauses war zerstört. Durch die Trümmer sieht er eine zerstörte Stadt, in deren Mitte ein Dämon gegen ein paar Gestalten kämpft. "Ach du...!". Weiter kommt er nicht den ein Gesteinsbrocken von zwei Metern Ausmaß fliegt auf ihn zu. Nergal schafft es noch auszuweichen. Durch den schlecht gesetzten Ausweicher ist er jedoch auf den Boden gefallen. Als er wieder aufsteht brüllt er: "Jetzt bin ich richtig wütend!" .Dann rennte er mit seiner Sense in die Schlacht.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 01/03/06 08:44 PM
„Das ist er also.“ sprach eine Stimme die aus der Ecke des Raumes kommt.
Drake sieht sich um.
Durch die Gitterstäbe aus Blitzenergie sieht er den Raum. Er ist von grauschwarzen Wänden umgeben und von Halterungen mit brennenden Fackeln beleuchtet. In einer Ecke sieht er das Wesen das soeben gesprochen hat.
Es ist in einen Umhang aus dunkelrotem Stoff gehüllt, das Gesicht ist unter der weiten Kapuze nicht zu erkennen, aber Drake spürt das es nicht menschlich ist.
Unter dem Mantel schauen zwei Hände hervor. Die Hautfarbe ist ungewöhnlich dunkel, fast schon Pechschwarz, am Ende der Finger sind übernatürlich lange Fingernägel. Nein, es sind keine Fingernägel, es sind... Klauen.
Dann erhebt die Gestalt wieder die Stimme.
„Der Lord der Legionen, ist zurück.“

„Lord… Legionen? Was soll das alles und wo bin ich hier?“ fragt Drake, von den Ereignissen um ihn herum überrumpelt.
„Was? Du meinst, du weißt es nicht?“ spricht das Wesen zu ihm.
„Nein, was sollte ich denn wissen?“ reagiert Drake.
„Dann muss ich wohl nachhelfen.“, das Wesen hebt eine Hand und richtet sie zu Drake, „Nasrane exkrat torem!“

Ein Schmerz geht durch Drakes Kopf.

Vor seinem geistigen Auge sieht er Bilder.
Er sieht eine gewaltige Armee auf dem Feld stehen. Die verschiedensten Rassen lassen sich in ihr sehn. Menschen, Zwerge, Elfen sowie Dunkelelfen, er glaubt sogar einige Orks in den Reihen zu sehen. An der Spitze des Heeres steht ein Mensch, zumindest sollte es den Anschein haben, doch Drakes Gespür für die Auren verschiedener Rassen hatte ihn selten enttäuscht, und diesmal sagte es ihm dass es kein Mensch ist. Er trug eine gewaltige Runenklinge, die ihm bekannt vorkam. Der Griff war aus Diamant oder etwas ähnlichem, die Klinge, und das war das was sie so machtausstrahlend machte, war aus Feuer. Sie brannte förmlich und durch das Feuer tanzten Runen im Schein der Flammen.
Drake kannte einige Runen, er konnte die der Rache und der Vergeltung erkennen, andere waren ihm unbekannt.
Dann gab der Mann ein Zeichen zum Angriff und die Armee stürmte los.
Drake schaut auf die andere Seite.
Ihm stockt der Atem als er erkennt gegen was sie antreten.

Durch die Luft geht ein riesiger Dimensionsriss. Aus ihm kommen etliche Dämonen heraus. Manche waren schwarz, andre rot, andere wiederum braun, manche hatten vier Beine, andere deutlich mehr oder weniger. Doch eines hatten sie gemeinsam, sie waren bösartig und nicht zu unterschätzen.
Mittlerweile kommt die erste Angriffswelle der guten Armee an, sofern sie denn die guten sind. Einer von ihnen ist der Mann mit der Runenklinge. Er schlägt auf die Dämonen ein wie ein Besessener, Todes-, Kampf- und Wutschreie gehen durch die Luft. Sein Schwert brennt sich durch die Dämonen als wären sie nur Luft. Nach wenigen Minuten hatte sich ihre Zahl drastisch verringert, doch immer mehr kommen durch den Riss in der Dimension. Dann passiert etwas Unerwartetes.
Der Kämpfer mit dem Schwert springt in die Höhe. Er vollführt einen sofortigen, kurzen Zauber und bekommt einen Luftstoß, der in direkt in den Dimensionsriss befördert. Das letzte was Drake von ihm sieht, sind brennende Luftschwaden die von seinem Schwert ausgingen.

Plötzlich verschwindet die Landschaft, sie löst sich auf und wird wieder zu Boden.

Er findet sich im Gefängnis wieder.
Drake bemerkt, das das eine Illusion aus der Vergangenheit war, die das Wesen heraufbeschworen hatte, das ihn gefangen hält.
„Was… ist mit diesem Mann passiert?“ fragt Drake.
Eine Stille geht durch den Raum, da erhebt das Wesen wieder die Stimme.
„Nun, er ist bei mir angekommen, und fiel. Diese verdammte Runenklinge hatte er durch Magie an seinen Geist gebunden, so kann nur…“, er macht eine Pause, „so kann nur ein Nachfolger es wieder verwenden.“
„Und was hat das mit mir zu tun? Warum zeigst du mir das alles?“ Drake begreift nicht warum er entführt wurde.
„Dieser Nachfolger bist DU!!!“ das Wesen webt einen Zauber und spricht eine Formel der Macht. Plötzlich spürt Drake wie sein Dolch anfängt zu leuchten.
Er glüht und Drake lässt ihn zu Boden fallen weil er zu heiß wird.
Drake sieht zu wie der Dolch immer länger und etwas breiter wird, eine neue Waffe formt sich daraus.
Dann liegt plötzlich das Schwert jenes Mannes vor ihm.
Doch die Klinge brennt nur noch sehr schwach, so dass sie nicht mehr von Nutzen ist.
Aus Reflex hebt Drake das Schwert auf.

Erinnerungen gehen durch Drakes Kopf. Das gesamte Leben des Mannes spiegelt sich noch mal vor seinem geistigen Auge wieder, der Krieg, seine letzte Schlacht und der Name.
Dranegon. Der Krieger sowie der Name des Schwertes lauten so.
Die Klinge des Schwertes brennt nun lichterloh.
Drake begreift jetzt das er der Auserwählte ist, aber, er wollte dieses Schicksal nicht. Und das wird ihm jetzt auch nichts bringen, da wo er nun ist.
Das Schwert offenbarte ihm auch seinen Aufenthaltsort.
Er befindet sich in der schwarzen Dimension, in der Zitadelle Exidons.
Posted By: Palahn Re: Eine Reise ins Ungewisse - 03/03/06 09:38 AM
Ein wilder Kampf wird entfesselt. Von allen Seiten stürmen die Gefährten auf den Dämonen ein, doch scheint er diese nicht als potentielle Gefahr anzusehen. Gerade, als Fandalor zu einem kraftvollen Schlag ansetzen will, wirbelt der Dämon seine Peitsch direkt in die Richtung des Ritters.
Fandalor gelingt es, die Schwere des Schalges durch gezieltes Blocken abzumildern. Dennoch ist der Schwung der Peitsche so stark, dass Fandalor einige Meter weit zurück geschleudert wird und mit seinem Kopf gegen eine Hauswand kracht.
Nur seine Rüstung hat ihn davor ewahrt, einen Genickbruch zu erleiden, doch nun ist sein Helm verbeult und unbrauchbar.
"Nehmt euch vor seiner Peitsche in Acht", ruft er den anderen zu, während er mühsam versucht, seinen Helm abzusetzen. "Sie scheint mit einer starken Magie versehen zu sein."
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 08/03/06 06:23 PM
Der Dämon holt zum nächsten Schlag mit seiner Peitsche aus. Dann entschließt sich Nergal anzugreifen. Während des Peitschenhiebes ist der Dämon ungedeckt und der Dunkelelf springt hoch. Er rammt seine Sense in den Rücken des Dämons. Dann springt er wieder herunter und läuft zur nächsten Hausruine, wo auch schon die anderen stehen. Der Dämon brüllt vor Schmerz. Durch diese Attacke aus dem Hitnerhalt hat Nergal den anderen eine Verschnaufpause verschafft, denn der Dämon flog schreiend durch die Luft. Als er wieder landet, dreht er sich wutschnaubend zu Nergal, um seinen Angreifer zu zermalmen und als er ihn sah warf er eine Energiekugel nach ihm. Doch der Elf sprang von einem Ort zum andren was es dem Dämon nicht gestattete ein klares Ziel zu fassen. Inzwischen rennen der Ritter, zumindest hatte er ihn als solchen in Rüstung und mit Schwert und Schild bewaffnet erkannt, und die anderen mit gezückten Waffen auf den Dämon zu. Nergal weicht einem nach ihm geworfenem Gesteinsbrocken aus und zeigt mit einer Hand auf den Dämon:
„Auf deinen Kopf gibt es ein großes Preisgeld. Hatu masetei!“ ein schwarzer Blitz materialisiert sich in Nergals Hand und er schleudert in auf den Dämon. Dieser wurde dadurch zu Boden geschmettert und brüllte vor Schmerz.
„Das hat sicher wehgetan.“ spottet Nergal.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 29/01/07 03:35 PM
Unter lautem Quietschen glitt die stählerne Tür zur Seite. Fahles Licht drang in die Zelle und ein bulliger, breitschultriger Mann schob sich in die feuchte Behausung. Unsanft riss er den am Boden liegenden, mit Wunden übersäten und halb verhungerten Mann auf die Beine um murmelte etwas vor sich hin.
Der Sträfling wurde einen endlosen Korridor entlang geschleppt. Obwohl der Wächter nicht gerade geizig mit Schlägen war schien sich der Mann zu freuen.
Nach einer schier endlosen Prozession durch modrige und nach Tod stinkende Gänge kam ihm allmählich frische Luft in die Nase und vor einem übermannshohen Portal wurde er wieder zu Boden geschleudert. Das Portal ging auf und dahinter War eine Gruppe Wächter
die sich um einen kleinen aber sehr autoritären Offizier drängten. Als sie den Wächter sahen
bildeten sie zwei parallele Linien und gaben den Weg zu dem Offizier frei.
Dieser flüsterte einem seiner Lakaien ein Paar Worte zu und dieser deutete dem Wächter dass er den Häftling los lassen solle. Dieser tat wie ihm befohlen und der Offizier trat ein paar Schritte dem geschundenen Mann entgegen. behände zog er einen Elfenbeinstock hervor der sich am Ende gabelte. Mit diesem Ende drückte er dem Sträfling ins Genick.
Dessen Gesicht wurde mit aller Gewalt gegen den staubigen Boden gepresst. Der Offizier begann leise und doch ausdrucksstark zu reden:
„Dem Häftling 46-44-03-A, angeklagt wegen Raubmordes und Angehörigkeit einer verbotenen Sekte, wird nun nach 36 monatiger Haft die Freiheit geschenkt. Heute gegen Mittag wird ihm sein Hab und Gut ausgehändigt. Des Weiteren erhält er eine Aufenthaltsgenehmigung für die Minenkolonie 13 und 15. Auf welchen Namen soll ich diese Ausstellen?“
„Antworte“ entgegnete ihm einer der Lakaien, nachdem der Gefangene lange wartete.
„Namen sind etwas für Menschen die sich keine Gesichter merken können. Aber wenn es denn sein muss so nennt mich ASTURANON“

Schnee, Schnee und Schnee…
Mehr kann Asturanon schon seit langem nicht mehr sehen. Er ist nun bereits seit drei Tagen aus dem Gefängnis entlassen worden und wandelt den unendlichen Pfad zwischen Gletschern und Gebirgsbächen entlang. Sein „Hab und Gut“, eine lange schwarze Kutte, 5 angelaufene metallene Münzen und ein stumpfer Dolch, trägt er bei sich.
Gegen Mittag des vierten Tages an dem er vom Berg auf dem die einstige Bergfestung C’Alati Potor steht, die heute als Gefängnis dient den einzigen Pass abwärts wandelt trifft er auf einen verbrannte Hof. Asturanon geht in eines der Häuser um dort nach Nahrung zu suchen.
Hinter einem zerstörten Kamin findet er ein paar Scheiben Brot. Er dreht sich um und sieht gerade noch eine vermummte Gestalt hinter einem Stall verschwinden. Vorsichtig zieht er denn Dolch unter der Kutte hervor und schleicht in Richtung des Stalles. Als er um die Ecke biegen wollte steht plötzlich eine hagere und lange Gestalt vor ihm, das Gesicht halb von einer Kapuze verdeckt. Sie streift die Kapuze vom Kopf und gibt ein narbiges Gesicht frei.
„Hast lange nicht von dir hören lassen.“
Die Gestalt spricht leise als könne sie nicht ausschließen dass irgendwer in einem der Häuser sie belauschte. Während sie das sagt ziehen sich ihre Mundwinkel nach oben. Sie breitet die Arme aus in der Erwartung freundschaftlich umarmt zu werden. Erst nach einigem Zögern zwingt sich Asturanon zu einem gequälten Lächeln. Er läuft auf ihn zu und im Bruchteil einer Sekunde rammt er seinen Dolch seitlich in den Hals des vermeintlichen Freundes so dass der einige Zentimeter auf der anderen Seite heraussteht. Unter Zuckungen sackt die Gestalt zusammen und einige Blutspritzer färben den verschneiten Boden rot.

Anteilnahmslos durchsucht Asturanon den Leichnam bis er einen rostigen Schlüsselbund und eine Karte findet und ihn einsteckt. Bevor er seine Wanderung fortsetzt errichtete er aus ein paar Steinen noch ein anonymes Grab und legte den verwesenden Körper hinein.

Leise schleicht Asturanon von hinten an den Karawanenführer heran, zieht seinen Dolch, der hauchdünn mit Gift bestrichen ist. Innerhalb von Sekunden lag der Führer am Boden. Leise und tödlich… Einer der Söldner, zum Schutz der Karawane, hat etwas gehört. Wie ein Schatten schleicht Asturanon hinter eines der Maultiere, wechselt schnell den Dolch gegen sein Blasrohr. Aus einem Beutel zieht er einen Giftpfeil. Der Söldner steht jetzt direkt neben Asturanon und dieser kann sich nur noch durch plötzliches ducken retten. Blitzschnell hat er wieder den Dolch in der Hand und der Söldner hat denselben im Genick. Den Schrei den der Söldner ausstößt können alle Söldner hören. Der erste, der anrückenden Söldner bekommt einen Pfeil in den Hals und bricht zusammen. Eine kleine Gruppe von Söldnern die mit gezogenen Schwertern auf Asturanon zu rennt wird von einer kleinen Flasche gefüllt mit leicht brennbarer Flüssigkeit ausgeschaltet. Zwei Söldner sind noch übrig, die restlichen Söldner flohen bei den Schreien der brennenden Kameraden mit den Nomaden in die Wüste. Den Dolch in den Händen, pariert Asturanon die verzweifelten Hiebe der Söldner. Nachdem der erste erstochen wurde, ergreift der zweite die Flucht aber Asturanon ist nicht daran interessiert weiteres Blut zu vergießen. Asturanon schreitet zu dem halbtoten Karawanenführer.
„Ihr kennt einen Freund von mir…Ihr wisst wen ich meine…Lange Kutte, Ziegenbart, schwarze Haare und vier Finger an der rechten Hand…“
„ Im Süden…Die Stadt…“ der Rest ging in dem Stöhnen des Sterbenden unter.

Die Stadt. Alt und verflucht. Die Toren sind geborsten und ein schwarzer Nebel bedeckt sie.
Asturanon steht vor dem Tor als plötzlich links und rechts von ihm zwei Feuerbälle auflodern.
„Magische Fackeln. Die Stadt steht in Trümmern…aber die magischen Fackeln gehen noch…und das am helllichten Tag.“
Hinter sich hört er ein Geräusch, er dreht sich um und aus dem Tor kommt ein Soldat der königlichen Truppen…Der Helm ist blutverschmiert. die Augen glasig und leblos. In seinem blick spiegelt sich der Wahn.
„ER ist in der Stadt…Schließ dich ihm an… Es gibt kein entkommen…Das Ende kommt…“
Der Soldat zieht ein Schwert hervor und rammt es sich in den Bauch.
„Vergib mir, Meister…“ Er starb unter qualen...
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 29/01/07 07:38 PM
In seinem Wanderumhang und mit übergezogener Mütze stützt sich Tharos auf seinen magischen Stab, er betrachtet die in der naheliegenden Stadt von einem Hügel aus. Er kannte die Stadt nicht und er wollte sie auch nicht unbedingt kennenlernen, sie sah zerstört aus und irgendeine böse Macht ging von diesem Ort aus.
Er will sich schon abwenden als er plötzlich eine magische Energie spürt, konnte das vielleicht eines der Dinge sein nach denen er schon so lange suchte?

Er fürchtet sich ein wenig vor dieser dunklen Präsenz die er dort spürte, doch um das zu finden nach dem er schon so lange suchte würde er fast alles tun. Mit einem schlechten Gefühl nähert er sich den Toren, sie waren zerstört worden... wer konnte das nur gewesen sein?

Am Boden sieht er einen toten Soldaten der königlichen Wache liegen , sein Helm war blutverschmiert und er hatte sich offensichtlich selbst erstochen...langsam bezweifelt er ob seine Entscheidung richtig war doch jetzt ist es zu spät noch umzukehren. Tharos läuft weiter die Straße entlang, die meisten Häuser waren zerstört an einem Haus sieht er sogar ein Feuer brennen.In einiger entfernung vernimmt Tharos Geräusches eines Kampfes, er rennt um die Ecke und sieht einige Leute gegen einen Dämon kämpfen. Zuerst wollte er es nicht glauben das ein Dämon diese Stadt angegriffen hatte, doch dann war er auch schon mitten im Kampfgeschehen aus Reflex fängt er an seinen Zauber zu wirken und auch schon Sekunden später schlagen zwei Feuerhände auf den Dämonen ein. Plötzlich erscheint wie aus dem nichts ein Mensch, als wäre er durch ein Portal hierher geschickt worden, dieser rennt auf den Dämonen zu und verwandelt sich im Sprung in einen Drachen und schwebt nun über dem Dämonen. Tharos hatte schon von diesen "Drachenmenschen" gehört doch dafür war jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, denn als der Drache über dem Dämonen schwebt verwandelt er sich plötzlich in einen Menschen zurück und stürzt auf den Dämonen herab...
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 29/01/07 07:42 PM
„Hmpf“, Exidan macht eine Geste der Verspottung, „Du denkst doch nicht wirklich, dass du es benutzen kannst?“
Drake lässt das Schwert durch die Luft gleiten, es zieht eine Rauchspur hinter sich, die sich sofort danach wieder auflöst. Wenn man es schnell genug schwinge, würde die Luft sicher kurz brennen.
Drake ist von einem seltsamen Mut erfüllt, der nicht sein eigener ist.
Er will hier raus. Nein.
Er muss hier raus.
Plötzlich erinnert er sich an den Stein der wahren Gestalt, den er auf dem Weg nach Terana von den toten Orks eingesammelt hat.
Er holt ihn aus seiner Gürteltasche, zeitgleich dazu holt er auch seinen Lichtstein aus selbiger.
Er hatte mal in einem Buch gelesen, dass die Verwendung von zwei verschiedenen Machtsteinen, dazu führen kann, dass sich die Wirkung vereint. Man kann natürlich alle möglichen Kombinationen ausprobieren, doch in diesem Falle hatte Drake nur die eine…

Drake war und ist bis zu diesem Tag nicht sehr magisch begabt. Natürlich hatte er die Grundausbildung absolviert, aber mal ehrlich, welchen Feind verschrecken drei kleine Feuerbälle?
Es nützte doch alles nichts, es musste es versuchen.
Drake steht da, in der linken hat der Lichtstein und der Stein der wahren Gestalt, in der rechten Hand, man konnte es wohl sagen, sein Schwert.
Er spricht die schlichteste Manaformel die es gibt. Sie beschleunigt den Manastrom des Körpers und kann ihn so, durch die Hände, auf andere Gegenstände übertragen. Auf diese Weise entstanden Telekinese, die Erschaffung von Zauberschriftrollen und andere Dinge.
„Pacteria Spai!“

Die zwei Steine beginnen zu leuchten, einer stärker als der andere, blenden Exidan und Drake.
Als Drake wieder sehen kann, sieht er nur noch einen Stein. Er hat es geschafft! Sie haben sich verbunden!
„Das dauert mir alles zu lange. Du warst schon lange genug hier…“
Exidan hob seine Hand und mit einer Fingerbewegung löst sich der Blitzkäfig auf.
Er geht auf Drake zu.
Drake ergreift den Stein und hält ihn vor Exidan.
Eine Lichtexplosion reist Exidan zu Boden, und er fängt an zu Kochen. Seine Haut verflüssigt sich und verläuft auf dem Boden. Nun würde der Dämonenlord seine wahre Gestalt zeigen.
„NEIN!“ brüllt Exidan, „Noch nicht, NOCH NICHT!“
Doch es war zu spät, er hatte sich verwandelt.
Vor Drake liegt eine verkrümmte, kleine Kreatur, der Mantel bedeckte den ganzen Körper.
„Seelen… ich brauche sie… ich brauche sie, JETZT!“
Eine verstümmelte Hand richtet sich auf Drake und saugt ihm die Lebensessenz raus.
Drake hält seine Hand fast krampfhaft um den Stein und lässt noch mal eine Explosion vollführen.

Diesmal war sie stärker.
Exidan wird an die Wand des Raumes geschleudert und Drake entzieht sich seinem Würgegriff. Nun sieht Drake Exidans wahre Gestalt.
Ein alter, buckliger Magier, dessen Haut komplett schwarz ist, nicht weil es seine Hautfarbe ist, sondern weil sie von böser Energie erfüllt ist.
Exidan brauch, um zu üverleben und seine schwache Gestalt zu verbergen, Seelen. Die Seelen von Elrohn hatte er. Halb Terana war auch schon seinem Diener Exidon zum Opfer gefallen. In dieser Gestalt hat Exidan nicht viel Macht, Drake konnte dieser Tyrannei ein Ende setzen.
„Exidan…“ Drake keucht, der Dämonenlord hatte ihm wohl doch reichlich seiner Energie entzogen, obwohl er nur kurz unter seinem Zauber stand, „Es ist Zeit die Sache zu beenden.“
Drake geht auf Exidan zu.
Er holt mit seinem Schwert aus.
Feuer.
„Wir sehen uns wieder…“ kann Drake noch verstehen, als sich direkt vor ihm ein Portal öffnet.
Er geht hindurch. Unwissend, was ihn erwartet, er hatte es zu spät bemerkt.

Drake findet sich in Terana wieder. Der Dämonenlord hatte ihn zurückgeschickt, in seiner Verfassung konnte Exidan wohl nicht kämpfen und wäre Drake ausgeliefert.
Doch irgendwas ist anders, er wurde neben Fandalor, dem Ritter materialisiert, doch dieser bemerkte ihn nicht. Um den den Dämon herum ist der Kampf noch in vollem Gange, Drake erkennt einen neuen Kämpfer, nein zwei! Drake mustert beide nacheinander.
Der eine sah einem Elfen ähnlich, jedoch mit dunklerer haut. Ein Dunkelelf! Ein Umhang hüllte ihn ein und in der Hand hatte er eine Sense.
Der andere war auch in einen Umhang eingehüllt, jedoch war dieser anders geschneidert und bedeckte den Mensch, sofern es einer war, komplett. Er ist mit einem Krummschwert bewaffnet und an seiner Hose hat er noch einige Dolche.
Und woher zum Teufel kommen diese Hände aus Feuer die den Dämon festhalten und schlagen.
Niemand bemerkt ihn, niemand sieht ihn. Der Himmel ist schwarz, der Boden neblig.
Was ist hier passiert? Das sieht nicht wie die normale Welt aus.
Drake beschloss die Situation später zu analisieren, ob die anderen ihn sehen konnten oder nicht, er konnte und würde kämpfen.
Doch der Dämon sieht ihn, die Augen auf ihn gerichtet.

Drake rennt auf den Dämon zu.
Auf halbem Wege springt er hoch, verwandelt sich blitzschnell in einen Drachen und fliegt zur Seite, um dem Peitschenhieb Exidons auszuweichen.
Nun fliegt er über ihm.
Drake ist nicht gläubig, doch in diesem Moment wünschte er sich dass ihm irgendwer beistehe. Er verwandelte sich wieder in einen Menschen und stürzte auf den Dämon herab.
Das Schwert brennt.

Feuer.

Drake landet auf dem Kopf des Dämons und rammt ihm die Runenklinge zwischen die Hörner.
Eine Feuersäule spaltet den Kopf des Dämons.
Der Dämon konnte nicht mal mehr einen Schrei loslassen. Blut ist keines da, die Innereien des Dämons bestehen aus schwarzer, nun verbrannter, Materie.
Drake springt vom Dämon.
Der Himmel gewinnt langsam an Farben zurück, der Nebel verschwindet und alle starren Drake an, der noch in der Luft ist, und, durch diese Ablenkung, unsanft gelandet ist.
Er fällt auf den Boden, rollt sich und bleibt auf dem Rücken liegen, unfähig aufzustehn.
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 31/01/07 05:39 PM
Nergal duckte sich hinter eine halb eingerissene Mauer.
Die anderen Krieger hatten ihm eine Verschnaufpause verschafft. Hinter ihm tobte immer noch der Kampf. Er atmete tief durch um seinen Atem zu beruhigen. Der Dämon war verdammt zäh. „Und wo bei Selkets Hintern kamen diese Feuerhände her, die dem Dämon schwer zu schaffen machen!“ Nergal schloss die Augen und konzentrierte seinen Geist auf den magischen Strom. „Was ist das?“ Eine Welle aus reiner Magie raste auf ihn zu. „Verflu...!“ Nergal sprang nach vorne und im selben Moment lies eine magische Detonation die Wand hinter ihm zerbersten. Er packte seine Sense. Um ihn herum flogen Splitter doch die machten ihm nichts aus. "Na warte du verfluchter Dämon!". Nergal hebt gerade die Hand um einen Zauber loszulassen als plötzlich ein, aus der Wand gerissener Stein ihn gegen die Wand schleudert. Ihm wurde Schwarz vor Augen.
Nergals Erinnerungen zucken durch seinen Kopf...

„Mein Großvater sagte immer: Ein Kopfgeldjäger hat es leicht. Aber das stimmte nicht. Es war damals, als ich nach Iantol kam. Die hälfte der reichen Handelsstadt wurde von Exidon verwüstet. Zu der Zeit hatte ich gerade den Auftrag Barkus und seine Räuberbande festzunehmen. Der Kerl hatte die Königlichen Karawanen von Iantol angegriffen und hatte ein Kopfgeld von 5000 Goldmünzen. Das war ziemlich viel. Ich hatte seine Spur aufgenommen und mich mit ihm in einem Wirtshaus am Stadtrand verabredet. Ich holte mir gerade einen Krug Bier als die Tür der Spelunke aufflog. „Wo ist dieser Kopfgeldjäger der mich töten will?“, brüllte eine Stimme, die nur Barkus gehören konnte, aus der Tür. Ich stand auf und trat ihm entgegen: „Du wirst tot oder lebendig gesucht. Ich bin für tot.“ „Oha, wir nehmen den Mund aber richtig voll!“ Er sprang vor und hieb mit seinem Schwert nach mir. „Mit einem Schwert kannst du mich nicht töten!“, rief er. „Ach ja?“, erwiderte ich kühl und zog meine Sense von meinem Rucksack, an dem ich sie festgemacht hatte. Er sprang noch mal auf mich zu. Sein Schwert zog zischende Bögen. Noch während er in der Luft war ließ ich meine Sense in einem tödlichen Radius kreisen. Blut spritzte auf die Tische, die in der Nähe standen.
Ich brachte den Kopf von Barkus zum ersten Minister des Königs von Iantol. Als er mir einen Beutel mit Münzen reichte sagte er: „Wären sie an einem lukrativen Geschäft interessiert?“. „Worum geht’s?“, fragte ich. „Der Dämon Exidon hat unsere halbe Stadt zerstört! Wir wollen ihn tot sehen. Wir zahlen ihnen 10000 Goldmünzen wenn sie uns seinen Kopf bringen.“. „Ich werde sehen was sich machen lässt.“, willigte ich ein.
Ich reiste den Weg bis zu der Stadt zu der, der Dämon unterwegs war und mietete mir ein Zimmer in einem Gasthof. Dann wurde ich durch einen Krach geweckt..."

Als er wieder zu sich kam, lag der Dämon mit gespaltetem Schädel auf dem Boden und, etwas entfernt von ihm, lag ein Drachenmensch. Nergal klopfte sich den Staub von den Kleidern und trat hinaus in die Sonne.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 31/01/07 06:04 PM
Asturanon wagt einen Schritt auf die Stadt zu. Ein ungutes Gefühl treibt ihm den Schweis auf die Stirn. Wider aller Erwartungen hörte er Schreie aus der Stadt. Den Dolch in der Rechten schleicht er in Richtung eines Gasthauses. Das Gefühl nimmt mit jedem Schritt zu. Behände klettert er auf das Dach des Hauses und traut seinen Augen nicht. Er sieht wie gerade noch einige Krieger auf ein riesiges Etwas zulaufen, als dieses Etwas, das eindeutig der Quell des schlechten Gefühls ist, das Asturanon beinahe zerreist, plötzlich in eine wilde Raserei verfällt und wild um sich schlägt. Der Dämon achtet gar nicht mehr auf die Krieger, die leicht irritiert, nicht wissen wie sie reagieren sollen. Nach ein paar entschlossenen Blicken stürmen sie nach vorn und hacken erfolglos auf den Dämon ein.
Asturanon betrachtet das Schauspiel einige Zeit. Als er sich umdreht ertönt hinter ihm ein lautes Geräusch, das entfernt an magische Fackeln erinnert. Zwei Flammehände stießen durch die Wolkendecke und schlagen auf den Dämon ein. Ihm wird klar, dass er eingreifen muss, denn der Dämon schien nun am verwundbarsten…
Er sprang von dem Dach auf den staubigen Boden und zückte das Krummschwert auf seinem Rücken. Nach ein paar Hieben zieht er sich schockiert zurück. Der Dämon bemerkt nicht einmal das er angegriffen wurde…
Dann wurde alles weiß, heller als alles was Asturanon je gesehen hat und die Silhouette eines Kriegers erschien auf dem Kopf des Dämons, ein flammendes Schwert, in den Kopf des Dämon getrieben, spaltet diesen bis zur Brust. Eine Druckwelle, die sich unaufhaltsam auf ihn zubewegt, erfasst Asturanon und wirft ihm gegen ein Haus…
Schmerz durchfährt seinen Körper und er sieht gerade noch wie das Gebäude über ihm einstürzt bevor er in Ohnmacht fällt…



Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 03/02/07 04:31 PM
Tharos beobachtet aus einiger Entfernung wie die Kämpfer, ohne sichtbaren Erfolg, auf den Dämonen einschlagen bis wie aus dem nichts ein Mann auf dem Kopf des Dämons auftaucht, der dem Dämon gerade sein Flammenschwert, zwischen den Hörnern, in den Kopf gerammt hat. Der Dämon stirbt ohne einen Schrei loslassen zu können, er war sofort tot. Durch den Tod des Dämons wird eine gewaltige Druckwelle ausgelöst die die restlichen fünf Kämpfer hinfort schleudert, Tharos hatte Glück das er genug Abstand gehalten hatte, sonst würde er jetzt auch von der Druckwelle erfasst worden sein und bewusstlos dort liegen und könnte keinem mehr helfen.

Der Magier erkennt sofort das die Kämpfer seine Hilfe brauchen, durch einen Zauber erschafft er ein Feuer und schleift einen der Männer, der gegen eine Wand geschleudert wurde, an das Feuer. Anschließend schaut er auf den Mann der den Dämon getötet hatte.
Er sieht nicht verletzt aus und liegt nur nach Luft ringend auf dem Boden, er würde klarkommen, nun musste Tharos aber erst den anderen helfen.
Der Nekromant und der gepanzerte Ritter hat es nicht schwer erwischt, sie sind auf kein Hindernis geflogen als die Druckwelle sie erfasst hatte. Ein Barbar half ihnen gerade auf.
Aber wo ist der fünfte Mann den er gesehen hatte? Tharos sucht die Gegend ab und findet einige Zeit später einen regungslosen Körper unter den Trümmern eines Hauses liegen, mit Hilfe eines Schwebezaubers schafft er die Trümmer beiseite und lässt den Mann mit dem gleichen Zaubers zum Lagereuer schweben. Dieser Krieger hat Glück das er überhaupt noch lebte, Tharos muss ihn dringend mit seinen Heilzaubern behandeln, sonst würde er sterben.

Tharos schafft es den Mann so zu heilen, dass er nicht mehr in Lebensgefahr schwebt, doch jetzt muss er sich auch um die beiden anderen Männer kümmern und schauen, ob sie vielleicht doch ernsthafte Verletzungen haben, er überprüft als erstes den Mann der gegen die Wand geschleudert wurde. Er hat einige gebrochene Rippen die Tharos ebenfalls mit Hilfe eines Heilzaubers heilt, ansonsten ist ihm nicht viel passiert. Nun läuft er zu den anderen drei Kämpfern hin, die ihm jedoch mitteilen, dass bei ihnen alles in Ordnung ist, bis auf ein paar kleine Verletzungen, die aber nicht von Bedeutung sind.

"Jetzt muss ich nur noch herausfinden was hier eigentlich passiert ist und wer diese Männer hier sind." murmelt sich Tharos leise zu, als sich plötzlich der, der Dämonen bezwungen hat sich am Boden regt. Der Magier springt auf und rennt zum Platz an dem der Mann liegt.

" Wer seit ihr? Und was ist hier überhaupt passiert?" Der Krieger schaut fragend den Magier an der auch gleich antwortet.

"Ihr seit hier in Sicherheit! Ich habe fünf Krieger gegen den Dämonen kämpfen sehen und half ihnen, als ihr wie aus dem Nichts aufgetaucht seid, ihr wart auf dem Kopf des Dämons und habt ihm euer Flammenschwert in seinen Kopf gerammt.“
Tharos denkt eine Sekunde nach.
„Allerdings konnte ich euch erst sehen, als ihr das Schwert schon in den Kopf des Dämons gerammt habt. Etwas seltsam wie das passieren konnte, aber damit können wir uns ja später beschäftigen. Auf jeden Fall seid ihr nach dem Aufprall auf den Boden regungslos liegen geblieben. Ich habe zwei schwerer verletzte Männer an das Feuer da hinten geschleppt und verpflegt.

Der Mann schaut den Magier dankbar an und will die nächste Frage stellen als er auch schon bewusstlos wird und regungslos am Boden liegen bleibt.

"Na das kann ja was werden…" denkt sich Tharos setzt sich auf den Boden und packt seine Pfeife aus...
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 07/02/07 05:58 PM
Nacheinander reisen alle ab.

Drake hatte sich inzwischen aufgerappelt und an eine zerstörte Mauer gelehnt.
Zacharia und Fandalor verabschiedeten sich von allen und waren jetzt auf dem Weg in die Hauptstadt. Der Barbar war, so schnell er gekommen war auch schon wieder verschwunden.
Drake war nun allein, umgeben von Fremden.
Der Mann in dem Gewand, der mit der dunkleren Hautfarbe, hatte sich wirklich als Dunkelelf rausgestellt. Drake hörte sie, um ein Lagerfeuer sitzend, reden und konnte entnehmen, dass er Kopfgeldjäger ist.
Dann war der noch der Assasine, zumindest würde man dass bei seiner Bewaffnung und Kleidung denken. Zwei kurze Dolche am Gürtel, ein Krummschwert auf dem Rücken, er liegt gerade seitlich neben dem Feuer und schläft, oder ist bewusstlos, eher letzteres. Er war in einen schwarzen Umhang gehüllt, der sein Gesicht zur Hälfte verdeckte. Ein Assasine, zweifellos.
Zuletzt war da noch der Magier der die Feuerfäuste herbeibeschworen hatte.
Er ist in einen leichten Umhang für Wanderer gehüllt und hat eine Kapuze übergezogen. In seiner linken Hand hat er einen Stab, vermutlich aus schlichtem Holz, in den Runen eingeritzt waren. Er sitzt auch am Feuer und versorgt den Assasinen, was für ein Schaubild, ein Magier hilft einem Mörder.
Drake will sich zu ihnen gesellen und steht auf.
Er bemerkt dass er immer noch die Runenklinge in seiner rechten Hand hat, obwohl diese nicht mehr an jene erinnert.
Es ist einfach nur ein Griff da, die Klinge fehlt.
Drake befestigt den Grifft an seinem Gürtel und geht auf die Gruppe zu.

Feuer.

Drake’s Bild verschwimmt, er sieht nur noch Schatten.
Ein Schmerz fährt ihm durch den Rücken, er schreit los.
Sein Rücken verformt sich, etwas will heraus.
Drake krümmt sich vor Schmerzen auf dem Boden und spuckt Blut, Blut das, sobald es den Boden berührt, sofort verdampft, bis das etwas in seinem Rücken sein Kettenhemd zerreißt.
Er kennt diese Präsenz.
Drachenflügel, und zwar große...

Zorn.

Seine linke Hand brennt, doch Feuer ist nicht zu sehn.
Seine Fingernägel wachsen, werden zu Klauen, die Hand und der ganze Arm färben sich rot und bekommen Schuppen.
Wenige Sekunden später passiert dasselbe mit seinen Füßen.
Die Stiefel reißen aus und die Pranken eines Drachens erscheinen, gemisch mit der Form von Menschenfüßen, doch rot wie Blut und geschuppt.
Was geht hier vor?
Zuletzt spürt Drake Veränderungen in seinem Gesicht, seine Zähne schärfen sich, werden zu Fängen. Die Augen werden gelb und bekommen einen vertikalen Strich statt Pupille.
Sein Blick wird anders, besser, schärfer.

Tod.

Drake sieht drei Gestalten um ein Lagerfeuer, eine davon liegend.
Mit einem Kraftvollen Schwung löst er sich vom Boden, sein Schwert in seiner rechten Hand lodert auf.
Mit einem Sturzflug fliegt er auf die Gruppe zu, seine Attacke auf den Magier gerichtet.
Er ist nicht Herr seiner Taten, schon lange nicht mehr.
Kurz bevor er sie erreicht hat, holt er aus, eine Feuersäule folgt dem Schwert.

Es heißt kurz vor dem Tod spiegelt sich das ganze Leben vor dem inneren Auge wieder ab, Drake glaubt nicht das er sterben wird, weder sieht er sein Leben vor dem geistigen Auge. Doch er sieht Exidan, wie er vor Drake steht und ihn mit schiefen Grinsen ansieht.
"Du gehörst mir..."
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 08/02/07 08:06 PM
Kalte Luft streicht über seine Wunden. Ein namenloses Grauen wütet in seinem Herz. Er will sich bewegen aber Asturanon kann nicht. Unter ihm liegt ein endloser Abgrund, um ihn herum nur Schwärze. Das schwarze Nichts unter seinen Füßen wirkt hypnotisch. Er kann sich nur noch mit Mühe wach halten.
Langsam wird es kalt… ein Kreischen ertönt hinter ihm und er will sich umdrehen, aber schmerzlich wird ihm wieder bewusst, dass er sich nicht bewegen kann. Das Kreischen wird immer lauter und pulsiert in seinem Kopf…
Es wird unerträglich und Asturanon windet sich in seinen unsichtbaren Fesseln. Je mehr er sich anstrengt desto wehrloser kommt er sich vor und desto stärker schwillt das Geräusch an…
„Hilflos“ Nie war ihm dieses Wort angsteinflößender vorgekommen. Jeder könnte ihn verletzen ohne, dass er sich hätte wehren können. Und da war etwas hinter ihm. Er kann das gleichmäßige Schnaufen hören. Mit jedem Atemzug den er hört wird es eisiger und sein Herz beginnt wie verrückt zu schlagen. Das Kreischen ist jetzt schon fast an der Höhe der von Asturanon vorstellbaren Lautstärke angekommen. Mittlererweile ist das Schnaufen verstummt, aber die Anwesenheit eines anderen Wesens macht sich immer noch durch warmen Atem in seinem Nacken bemerkbar.
Asturanon versucht zu schreien, aber die Luft ist zäh und der Schall setzt sich nur extrem langsam fort, was keinen geringen Beitrag zur Angst in Asturanons Körper beiträgt.

Dann wird alles anders. Das drückende Schwarz über all um ihn herum verwandelte sich schlagartig in ein helles weiß. Das Kreischen wird zu leiser Klaviermusik. Der kalte Wind schien zu verschwinden und eine angenehme Wärme macht sich breit.
Das Wesen hinter ihm scheint verschwunden und die Bewegungsfreiheit ist fast wieder hergestellt…jedoch fortbewegen kann sich Asturanon immer noch nicht…
Dann steht ER vor ihm. Eine schwarze Kutte mit roten Ornamenten, die Kapuze über den Kopf gezogen. Unter der Kapuze weht schwarzer, undurchdringlicher Rauch. Aus dem Rauch starren zwei Augen und mustern Asturanon von oben bis unten.
„ASTURANON“ begann die Stimme, die aus dem Bauch des Wesens zu kommen schien…kalt und leblos zu säuseln „Du kannst dich glücklich schätzen. du hast einen meiner Diener sterben gesehen, deshalb sollst du nun seinen Tod in meinem Namen rächen. TOD“ der Tonfall der Stimme lässt nicht viel Platz für Diskussionen. „Was sagst du?“
Schlagartig wird ihm bewusst, dass die Rede von dem Riesen war, der von den Männern in der Stadt getötet worden ist.
Innerlich wird ihm klar, dass jetzt die Zeit gekommen ist sich für einen Weg zu entscheiden…
Doch die schmeichlerische Art seines Gegenübers gefällt ihm nicht.
Auf einmal lichtet sich der Nebel und ein knochiges, bleiches und faltiges Gesicht kommt zu Vorschein…
Es wird wieder schwarz und das Kreischen setzt ein…
ER streckt eine Hand aus und ein Finger, lang, knochig und weiß mit einem langen, spitzen braunverkrusteten Fingernagel streckt sich in Asturanons Richtung. Langsam sieht Asturanon den Finger auf sich zu kommen…eine unsichtbare Kraft zerreist seine Gewänder und der Finger bohrt sich in das Fleisch von Asturanons Brust. Er fühlt keinen Schmerz, sieht aber, wie die Haut um den Finger schwarz wird und sich blaue Ader rund um den Finger bilden…
„DU NARR…“

Eine plötzliche Welle magischer Energie zerreist die Verbindung zwischen den beiden und Asturanon wacht auf.
Doch der Anblick, der sich ihm jetzt bot war nicht minder schockierend. Der Mann, der eben noch den Dämon tötete ist nun in die Luft erhoben und fliegt un einer Halbdrachenform nun in blinder Raserei und von unbändigem Hass getrieben auf die am Lagerfeuer sitzende Gruppe zu.
Asturanon traut seinen Augen nicht…Die Prophezeiung ist war…

„Er, der halb Drache halb Mensch ist wird kommen und richten und er wird seine Anhänger finden“

Nur sieht es kein bisschen danach aus…
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 22/02/07 07:53 PM
Nergal sitz am Lagerfeuer und wärmt sich die Hände. Nachdem die anderen beiden Krieger ihre Geschichten, wie sie hierher gekommen sind, erzählt hatten, hatte Nergal auch seine erzählt.
Mittlerweile sitzen sie alle schweigend am Lagerfeuer. Nergal wägt gerade ab was er mit dem Kopfgeld des Dämons machen könnte, denn die anderen wissen anscheinend nicht das der Dämon gesucht wird. Er könnte nach Süden abhauen, Sommer, Sonne, Strand und leicht bekleidete Mädchen... Einfach diese verdammte Exidan Geschichte vergessen und es sich gut gehen lassen. Er hatte es weiß Gott verdient! Er dachte an die Verbrecher die er getötet hatte. Hoggno der Henker. Verym der ihn mit 50 Söldnern angriff. Der Skorpion Assassine Rasuku, aus der westlichen Wüste. Der einarmige Myrmidon Allkuro, den Nergal mit einem Hieb die Beine abhackte und der danach immer noch wie ein Verrückter kämpfte und den Nergal dreimal mit dem Schwert aufspießen musste bis er tot war. Nergal musste im Gedanken an ihn lächeln. Ja, damals wurde noch mit den Schwertern gekämpft. Das war einfacher als jetzt gegen einen Magier zu kämpfen der einen mit Feuerbällen beschießt während man auf ihn zurennt. Aber die Zeiten haben sich geändert.
Nergal schwelgte noch in Erinnerungen als er ein Geräusch wahrnahm. Er drehte sich um und sah wie der Drachenmensch der den Dämon getötet hatte mit gezogenem Schwert auf ihn zu flog.Vieleicht hielt er sie für seine Feinde. Nergal konnte gerade noch seine Sense hochreißen als der Halbdrache auf ihn einhieb. Der erste Hieb schlug mit solcher Wucht auf seine Sense auf dass Nergal die Sense, und seinem Angreifer das Schwert aus der Hand flog. Der rappelte sich auf wurde aber von Tharos festgehalten der nun auch in den Kampf eingriff. Nergal stand auch auf und zu zweit droschen sie auf den Halbdrachen ein. „Komm wieder zur Vernunft!“, brüllte Tharos. Nach einer Weile gab der Halbdrache auf und sackte zusammen. Die beiden anderen setzten sich und holten erst mal Luft. „Das gibt einige blaue Flecken.“, bemerkte Nergal bitter. „Der hat einiges zu erklären!“.
Asturanon, der während des Kampfes still, mit geschlossenen Augen da gesessen hatte kippte plötzlich vornüber mit dem Gesicht in die Glut des Feuers. Er jaulte vor schmerz auf und riss die Augen auf. Das hätte er besser nicht machen sollen denn nun brannte ihm die heiße Asche in den Augen. Laut schreiend sprang er zu seinem Wasserschlauch und goss sich alles über das Gesicht. Als er fertig war sah er sich um als vermute er Feinde in der Umgebung. Um nicht laut aufzulachen nahm Nergal einen Kanten Brot und biss hinein.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 26/02/07 02:05 PM
Er ist schon fast wieder auf den Beinen als plötzlich eine weitere Vision in seinem Kopf wütete:
Seine Stirn ist so weiß wie Glaslicht, die Wangen glühend und kräftig durchblutet, die Augen funkelnd blaue Diamanten, in denen infernalische Fröhlichkeit blitze, als hätte der Dämon Satans die Arbeit eines Metzgerlehrlings übernommen. Er hat die Zähne gefletscht, ein heißes, loderndes Grinsen, das beinahe ein Fauchen ist. Die Zähne sind weiß scharf und spitz, wie die Zähne eines Wiesels.
Er streckt die Hände nach Asturanon aus. Beide sind zu Fäusten geballt und so fest und hart wie Knoten an einem Apfelbaum. Sein Grinsen bleibt, fröhlich und unsagbar böse. Blutstropfen fallen von seinen Fäusten und fallen ins Unendliche herab.

- Eine letzte Warnung-

Eine gewaltige Kraft trifft Asturanon in den Rücken und schleudert ihn mitten in Lagerfeuer, mit dem Gesicht. beißender Schmerz fährt in seinen Kopf. Er rappelt sich auf schlägt die Augen auf und heiße Asche fällt in seine Augen. Wieder Schmerz.
„Du Tor“ seine Gedanken überschlagen sich. Er rennt zu einem der Wassergefäse und schüttet sich Wasser auf die Wunden.

Der Typ mit der Sense sieht kichernd auf Asturanon und stopft sich Brot in den Mund. Keuchend und hustend spuckt er es wieder aus. In seiner Hast hat er sich verschluckt.
"Schluck erst mal runter du B*stard," entfährt es Asturanon in seiner Wut.
Der Typ ist war ihm gleich nicht ganz geheuer.

Beide werden sich schlagartig wieder der Bedrohung durch den Drachen bewusst.

Tharos ist ganz auf sich gestellt. Tharos, ja das ist sein Name. Asturanon war im schon einmal begegnet. Damals war Tharos noch ein einsamer Wandersmann und nicht in irgend so einem Zauberverein.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 27/02/07 04:38 PM
Drake wacht auf.
Was war passiert? Er versucht aufzustehen, merkt aber, dass ihn magische Fesseln an den Knöcheln und Handgelenken festhalten, die ein Magier erschaffen haben muss. Drake hebt den Kopf und sieht sich um.
Er sieht den Auftragsmörder und plötzlich geht ein Schmerz durch seinen Kopf, er hat zu denen gehört die ihn bewusstlos geschlagen haben. Er hatte sich gerade an etwas verschluckt und rollt sich nun hustend am Boden.
Rechts sitzt der Magier, der von dem vielen Manaverbrauch sichtlich ausgelaugt ist, er musste wohl die Fesseln erschaffen haben.
Etwas weiter hinten kommt der Assasine angetrottet, Das Gesicht ein bisschen von Ruß und Asche verdreckt. Er musste wohl ins Feuer gefallen sein.
Drake öffnet den Mund um Etwas zu sagen doch es kommt kein Ton raus.
Nach einer kurzen Pause, in der Drake etwas Kraft gesammelt hat, versucht er es wieder.

„He! Lasst mich frei!“
Alle starren ihn plötzlich an.
Drake sucht seine Waffe.
Er schaut nach rechts. Nichts. Nach Links. Nichts.
Nun blickt er zum Lagerfeuer und da ist es.
Der Griff liegt etwas weiter vom Lagerfeuer weg.
„Arian!“ ruft Drake, und das Schwert schwebt in die Luft empor und fliegt dann wie von Geisterhand in Drakes rechte Hand.

Entfesselungskunst mit Waffen. Manaverbrauch, nicht sehr hoch. Benötigte Konzentration, mittel.
Und genau daran scheiterte es, Drake war zu unkonzentriert um diese einfache Kunst auszuführen.
Er versucht es mit einer Verwandlung in einen Drachen.
Seine Haut färbt sich rötlich und bekommt Schuppen, seine Knochen verflüssigen sich und ändern ihre Lage. Der Hals wird länger und der Kopf verändert seine Form.
Nun macht Drake einen großen Zug.
Die Fesseln zersplittern und das Mana löst sich in der Luft auf.
Schnell verwandelt sich Drake wieder zurück.

Das ist eindeutig nicht Drakes Tag, das vom Schweiß feuchte Haar streicht ihm ins Gesicht. Schürfungen an der Hose und an den Armen. Drake fällt auf die Knie, doch kann sich noch abfangen.
Drake hebt ein letztes mal sein Schwert zur Seite.
„Waffenstillstand…“ bekommt Drake noch heraus, bevor er wieder auf dem Boden landet.
Ein Wind geht durch die Ruinen der Stadt. Drake steht mit letzter Kraft noch einmal auf und läuft zum Lagerfeuer.
„Darf ich mich… zu euch gesellen?“ ohne auf eine Antwort zu warten setzt er sich dazu und holt ein in ein Papier gewickeltes belegtes Brot raus und beißt rein.
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 28/02/07 02:44 PM
Tharos sieht erstaunt zu wie der gefesselte Mann versucht sich in einen Drachen zu verwandeln.
Seine Haut wird Rot und er bekommt überall Schuppen, anschließend verändert sich die Lage seiner Knochen und er bekommt einen langen Hals an dessen Ende nun ein Drachenkopf hängt.Tharos springt erschrocken auf, er befürchtet das der Drachenmensch wieder auf sie los geht, aber zum Glück hatte er sich getäuscht denn nachdem der Halbdrache Tharos Manafesseln zerstört hatte verwandelt er sich wieder in einen Menschen zurück, fällt allerdings fast auf die Knie, weil er sehr stark geschwächt ist.

Der Magier hörte den Mann etwas ähnlich klingendes wie Waffenstillstand murmeln, vermutlich war es sogar Waffenstillstand, bevor der Drachenmensch auf den Boden fällt.Er ist am Ende seiner Kräfte schafft es aber dennoch wieder aufzustehen und sich zu den anderen Leuten ans Lagerfeuer zu gesellen.

Tharos muss schmunzeln als er in die Runde schaut und die verschiedenen Gesichter sieht.Es ist merkwürdig aber es scheint fast so aus als hätte das Schicksal gewollt das sich eine so merkwürdig zusammengesetzte Gruppe an einem so fürchterlichen Ort trifft, wer hätte je gedacht das ein Assasine, ein Auftragsmörder, ein Magier und ein Drachenmensch an einem Lagerfeuer sitzen ohne sich gegenseitig die Schädel zu spalten.
Als Tharos darüber nachdenkt kann er sich ein Grinsen nicht vergreifen was er aber sofort wieder bereut, denn der Auftragsmörder der ihm geholfen hatte den Drachenmenschen zu "beruhigen" fragt ihn in einem murrischen Ton:

"Hey ha´ssu nix zu tun oder warum grinst du so blöde? Ich kann dir das Grinsen auch gerne ausprügeln!"

Tharos denkt einen kurzen Augenblick nach bevor Luft holt um zu Antworten: "Ich musste nur gerade darüber lachen das wir es schaffen, auser ihr wollt mir wirklich mein Grinsen ausprügeln, uns nicht gegenseitig Die Köpfe einzuschlagen. Eine so bizarre Gruppenzusammensetztung hab ich ewig nicht mehr gesehen, das letzte mal das ein Drachenmensch, ein Assasine , ein Auftragsmörder und ein Magier friedlich beisammen waren ist wirklich lange her... damals als ich noch ziemlich Ziellos durch die Gegend wanderte.

Der Auftragsmörder muss ebenfalls schmunzeln als er hört was Tharos zu sagen hatte,er will schon den Mund öffnen um einen ziemlich dämlichen Kommentar abzulassen als der Magier wieder das reden anfängt:

"Hmmm, ich hab mich ja noch überhaupt nicht vorgestellt und warum ich hier bin scheint wohl anscheinend auch niemanden zu interesieren?!
Naja dann will ich mal erzählen...
Früher wanderte ich mit einer Gruppe die sich aus den gleichen Leuten zusammensetzte Ziellos durch das Land um Abenteuer zu erleben. Da war einmal der Assasine Blek der schnell und tödlich zuschlag und seine Opfer lautlos ermordete, dann war da noch Fangier der Auftragsmörder der genauso wie Blek für Gold seine Opfer aussuchte und ermordete. Ebenfalls in der Gruppe war der Drachenmensch Pheralkar und eben ich, Tharos."
Wir hatten damals einen seltsamen Grund zusammen durch die Gegend zu reisen... aber davon will euch euch jetzt nichts erzählen.

"Ich war damals noch kein Magier und wurde eigentlich erst durch diese Reise in den Magierorden aufgenommen, wir waren unterwegs im eisigen Norden als wir eben das Kloster sahen für das ich heute arbeite. Ich beschloss, nachdem wir das Erledigt hatten für das wir unterwegs waren, zum Kloster zu gehen und mich zum Magier ausbilden zu lassen".

Aber genug davon was ich früher tat und wie ich genannt werde.
Wesshalb ich hier bin ist wesentlich schneller erzählt... Der Magierorden hat mich, und etliche andere Magier, entsandt um unseren Quell der Macht zurück zu erlangen... er wurde dem Kloster lange vor meiner Zeit geklaut.Der Dieb versteckt den Quell der Macht an irgendeinem Ort, wir können ihn nur finden wenn wir alle von ihm gestellten Rätsel lösen und als ich an dieser Stadt vorbeikam spürte ich ein solches Rätsel... ich kann das auch nicht erklären aber es ist ebens so. Aufjedenfall hab ich hier ein spezielles Papier um das Rätsel abzuzeichnen...normales Papier verbrennt wenn so etwas altes und böses draufgeschrieben werden würde."

Kaum hat Tharos zuende gesprochen, als der Drachenmensch auch schon etwas fragt:"Und wer denkst du, hat dieses Rätsel hier in der Stadt?"
Der Magier war schon aufgesprungen und lief weg, dabei murmelt er leise: "Dämon...!" er kniet sich über den Dämonen und pauscht irgendwelche Zeichen auf das magische Papier ab. Einige Zeit später springt Tharos jubelnd auf und erfreut sich daran das er das erste Rätsel gefunden hat: "Es sieht so aus als wäre es eine Karte! Da muss ich hin..."
Er überlegte einen Moment: "Wollt ihr mich nicht begleiten?"

Als er das sagt grinst er die am Lagerfeuer sitzenden Männer an, die allerdings nur verdutzt zu ihm aufblicken..."Was denn?" Fragt Tharos "Wenn wir Magier den Quell erlangen werden wir unsere Macht zurück bekommen... das was wir im moment herbeizaubern sind nur billige Taschenspielertricks im vergleich zu dem was wir früher einmal konnten... und wenn wir den Quell finden kann ich euch unsere Macht ja zeigen!



Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 14/03/07 06:51 PM
Nergal blickte auf: "Hmmm...Wieso nicht? Ich hab eh nichts zu tun aber ich muss vorher noch den Kopf des Dämons in Iantol abliefern für ne Fette Belohnung."
"Wie war das eigentlich mit dir?", fragte Drake, "Wie war deine Vergangenheit?"
Nachdem alle sich um das Lagerfeuer gesetzt hatten begann Nergal, Drake seine Geschichte zu erzählen:
„Damals hatte ich Streit mit meinem Bruder, wer der Erbe unseres Vaters seien sollte. Wir schlossen einen Pakt: Nach fünfzig Jahren kehren wir beide zurück aus der Welt und entscheiden den stärkeren in einem Kampf.“
„Nach fünfzig Jahren seid ihr doch zu alt zum kämpfen?“, fragte Asturanon.
„Dunkelelfen leben dreimal so lange wie Menschen.“, erklärte Nergal. „Auf jeden Fall begann ich indem ich eine Diebesbande besiegte die mich überfallen wollten. Sie hatten vorher eine Kutsche mit Magiern aus Selket der östlichen Magierstadt. Die hatten Haufenweise Magische Artefakte dabei. Auf jeden Fall waren die Magier viel zu schwach. Und zu meinem Glück waren es die Räuber auch. Nachdem ich sie getötet hatte brachte ich den Magiern ihre Artefakte wieder. Die waren so glücklich das sie mir einige einfache aber nützliche Zauber beibrachten. Als Geschenk gaben sie mir dann noch eine magische Sense denn mein Schwert war beim Kampf verbogen worden. Die Sense war so verzaubert das sie so scharf war das sie sogar Stein schneidet.
Danach dachte ich mir das Kopfgeldjäger sein nicht schlecht war. Mein Großvater war Kopfgeldjäger gewesen und er hatte mir als ich noch klein war viel gezeigt.
In der nächsten Stadt musste ich ein halbes Dutzend Kämpferschulen und Gilden aufsuchen bis ich eine fand die auch Sensen unterrichtet. Nach drei Jahren Ausbildung im Kampf bin ich zu einer Gilde gekommen die sich auf Attentäter und Kopfgeldjäger spezialisiert hatte. Dort führte ich kleinere Aufträge aus und im Gegenzug bekam ich Ausbildung im Tarnen, Schleichen, Klettern, Unbemerkt bleiben und spezielle Kampftechniken für Sensen und Dolche. Nach weiteren fünf Jahren Ausbildung zog ich weiter. Ich nahm immer wieder Aufträge an für Exekutionen, Tötung von Verbrechern und Überfälle auf die Gegenseite mit anderen Kopfgeldjägern.
Dann kam das beste: Ich fand einen Tempel der Dunkelelfen! Normalerweise haben wir nur wenige Krieger, mehr Magier und Späher. Die Dunkelelfen im Tempel waren Priester und Magier und Krieger sind immer Angesehen bei uns.
Ich wurde Fürstlich empfangen und durfte eine Weile dort bleiben. Dieser Tempel hatte eine der größten Bibliotheken die ich je gesehen hatte. Und die Bücher waren alt und Teilweise schon verboten aber das war egal. Drei Jahre lang eignete ich mir Geheimes Wissen an, lernte verbotene und andere Kampftechniken. Die Magier dort zeigten mir auch einige der ältesten Zauber die ich von ihnen dann lernte. Dann erledigte ich noch einen Auftrag für den Hohepriester und zog weiter. Immer wieder nahm ich Aufträge an.
So zog ich dann zwanzig Winter lang durch die Lande bis vor Kurzem als ich den Auftrag bekam den Dämon zu töten.
Und so komme ich hierher.“
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 18/03/07 06:30 PM
Nergal streicht sich mit der Hand durch die Haare und blickt in die Runde. Als nächstes ergreift Asturanon das Wort: „Ich…also…Es begann alles vor vielen Jahren. Ich war gerade 18 geworden und mein Eltern warfen mich aus dem Haus, weil sie meine vier jüngeren Geschwister ernähren mussten. Irgendwie geriet ich auf die schiefe Bahn, soll heißen ich begann Karavannen und Händlern aufzulauern und sie zu plündern. Das war auch die Zeit als ich Tharos einst traf. Ich wurde einmal gefasst und verurteilt. Aber ein Mann namens, naja Namen spielen keine Rolle bezahlte für mich, verlangte jedoch, dass ich für ihn arbeitete. Nach einigen Jahren in seiner Mine, ich war 25, kamen Reiter und brannten den Hof meines Meisters nieder, töteten ihn und seine Familie. Sie nahmen mich mit und ich wurde an einen Sklavenhändler verkauft, und wieder an eine Frau für die ich auf einer Plantage arbeiten musste. Ich war 28 als sie mich eines Morgens aufweckte und mich in den Bauch schlug. Sie schlug und schlug. Ich war so irritiert das ich zurück schlug. ‚Sehr gut’ rief sie ‚komm!’ Sie brachte mich in den Keller, wo bereits einige maskierte Männer und Frauen standen. ‚Er ist Asturanon. Ich habe ihn geprüft und seine Reflexe sind schnell genug’
Kurz um: Ich wurde in den ‚Bund derer die den Namen des Feuer ehren’ aufgenommen, eine Sekte, eine Kriegerkaste. Ich lernte zu schleichen, nicht gesehen zu werden, tödliche Gifte zumischen, aber ich habe nie so ganz akzeptiert, dass ich mein ganzes Leben lang mit halbirren Kapuzenmönchen wehrlose Händler abschlachten sollte. Einmal führten wir eine ‚Erlösung’ an einem besonders reichem Kaufmann, Abu Hirris, aus dem Süden durch. Ich musste zurückbleiben, weil ich mir eine Infektion zugezogen hatte. Als sie zurückkamen sah ich, dass einer fehlte. Sie sagten er wäre von einer Wache ‚beendet’ worden.
Wochen später, als ich in der Stadt unterwegs war, kam es mir so vor, als sähe ich den angeblich Toten bei einer der Stadtwachen. Er deutete auf mich. Bevor ich handeln konnte war ich von Wachen umringt, und wurde vor Gericht geschleift: Angeklagt wegen Mordes an Abu-et-hali-Hirris. Ein Abgesander des Bundes war auch bei der Verhandlung. Aber er bestätigte, dass ich Abu getötet hätte. Ich wurde ins Gefängnis geworfen. Nach 3Jahren, ich war 41, wieder freigelassen. Danach fing ich an mich zu rächen. Zuerst an den Mitgliedern des Bundes, weil sie mir nicht geholfen hatten und dann an dem Informanten der Wache, alle tot, außer der Frau. Ich war im Versteck, um mein Sachen zu holen, da sah ich, dass sie mit den ganzen Rezepten für die Gifte getürmt sein musste. Nun bin ich seit Monaten auf der Suche nach ihr und den Rezepten. Ich denke, dass sie als Mann verkleidet reist.
So, dass war meine Geschichte.“ Asturanon blickt auf, befürchtend dieselben Worte zu hören, die er immer hört: Mörder, dreckiger Mörder
Aber diese Reaktion bleibt aus. Tharos und Drake blicken wie gebannt auf das Lagerfeuer und Nergal stopft sich eine weitere Pfeife voll mit feinem Tabak.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 20/03/07 08:50 PM
Nachdem die anderen ihre Geschichten erzählt haben, besinnt sich Drake kurz.
Soll er seine Geschichte erzählen?
Alle starren ihn an.
„Und wie sieht es bei dir aus?“ fragt Nergal, etwas benommen von der Pfeife.
Drake entschließt sich, es zu erzählen.
„Nun ja, es begann alles damit als ich 16 war. Ich wurde auf Anweisung des Ältesten zur Akademie auf der Spitze der Dracheninsel geschickt. Dort studierte ich ein halbes Jahr, doch wahrlich viel konnte ich nicht lernen, da ich magisch unbegabt war, und so verließ ich die Akademie. Bei den Drachenmenschen gibt es Magier und Krieger, da ich ersteres nicht werden konnte entschloss ich, eine Waffenausbildung zu machen, was ich dann auch tat. Es dauerte 2 Jahre und ich war 18. Ich war recht gut, ich lernte den Umgang mit Dolchen und Langschwertern. Als meine Ausbildung fertig war, ging ich das erste mal in das Festland, um die Menschen dort kennen zu lernen, ihre Kultur, ihr Glaube. Ihr versteht schon, einfach mal weg von der Heimat. Zugleich bekam ich einen Auftrag, und zwar sollte ich einen Brief an den ältesten abholen. Als ich wieder auf dem Rückweg war, wurde ich jedoch von Räubern überfallen, diese elenden Feiglinge…“
Drake schaut kurz auf den Boden, ehe er weitererzählt.
„Nun, ja, ich konnte sie zwar in die Flucht schlagen, doch der Brief wurde in diesem Kampf von Blut beschmutzt, von meinem und war somit nicht mehr lesbar.
Und das war nicht genug, als ich ihn den Wachen auf der Dracheninsel ablieferte, haben sie die Augen aufgerissen und sind zum Ältesten gerannt. Ich wusste nicht was das zu bedeuten hatte, doch ich machte mich schon auf Ärger gefasst.
Am nächsten Morgen wurde ich aus meinem Schlag gerissen, gepackt und in das Haupthaus der Insel geschleppt.
Da stand der Älteste mit einem drohenden Blick, und hielt mir den befleckten Brief vors Gesicht und fragte, wessen Blut das sei. Ich antwortete natürlich dass es wohl meines ist, und daraufhin kam eine Wache und schnitt mir den Arm auf. Leicht violettes Blut trat aus der Wunde.“
Er schaut zu den anderen hinauf.
„Violettes Blut, unseren Überlieferungen zufolge, haben nur die Dämonen oder ihre Meister, die weder Mensch noch Dämon sind solches Blut, ich wusste damals natürlich noch nichts davon und dachte das wäre die normale Farbe. Ich weiß nicht warum es anders ist als eures oder das aller anderen Menschen, nur eins weiß ich sicher, ich bin kein Dämon weder etwas ähnliches. Den Rest könnt ihr euch denken. Ich wurde zum Glück nicht hingerichtet, doch von der Dracheninsel verbannt, die Wachen haben den Befehl mich zu töten sollte ich die Insel noch einmal betreten. Als Abschiedsgeschenk meines besten Freundes bekam ich den Dolch…“ Drake weist mit einer Kopfbewegung Richtung Schwertgriff.
„Tja, ihr seht ja was mir das eingebrockt hat.
Danach bin ich einfach ohne Ziel durch die Länder gereist und habe mich dann in Elrohn niedergelassen. Das ist meine Geschichte.“

Inzwischen war die Nacht hereingebrochen und alle legten sich schlafen, Drake verwandelt sich in einen Drachen und umspannt mit den Flügeln seinen Körper, um wenigstens ein bisschen Wärme zu erhalten. Er sieht noch ein letztes Mal an diesem Tag die anderen 3 Kämpfer und schließt die Augen.

Drake wird von einem lauten Geräusch geweckt.
Drake verwandelt sich in einen Menschen, steht langsam auf und richtet den Blick nach vorne. Was er jetzt sieht, hatte er bis jetzt nur in Büchern gelesen.
Ein gigantischer Wirbelsturm geht auf die Stadt zu. Mindestens 100 Meter hoch.
Tharos kommt zu Drake gelaufen.
„Wir müssen hier verschwinden, andernfalls werden wir hier umkommen!“
Doch es war schon zu spät, der Wirbelsturm wird instabil und beugt sich leicht zur Stadt hinüber. Gesteinsbrocken, Holz und allerlei anderer Krempel fliegt durch die Luft. Der Wirbelsturm erfasst die beiden.
Drake wird plötzlich von den Beinen gerissen und fliegt gen Wirbelsturm, kurz davor bekommt er einen gigantischen Ruck und das Gefühl, als reiße ihm jemand die Beine ab. Drake kann nichts tun und schließt mit seinem Leben ab.
Als er immer tiefer in den Wirbelsturm fliegt passiert es.
Plötzlich wird Drake weggeschleudert, hoch in die Luft und fliegt.
Als die Schwerkraft ihn wieder einholt, glaubt er sich in Sicherheit, bis er ihn sieht.
Ein Stein in Faustgröße, und er fliegt genau auf Drakes Stirb zu.
Als dieser seinen Kopf trifft, stürzt Drake in ein schwarzes Loch ohne Boden.
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 24/03/07 05:40 PM
Tharos hört gespannt zu wie die drei anderen Männer ihre Geschichten erzählen, besonders interessant findet er die Geschichte des "Drachenmenschen".
Drake der von der Dracheninsel verbannt wurde weil er Violettes Blut hat, das normalerweise ein Beweiß dafür ist, dass er ein Dämon ist.
Der Magier weiß nicht was er tun soll... wenn Drake tatsächlich ein Dämon ist und nur noch "mutieren" muss um sie alle ins Verderben zu stürzen ist er wie eine Ladung "Sprengpulver" , die bei einigen Magiern sehr beliebt ist, da sie dadurch ihren Zaubereffekten einen zusätzlichen Knall hinzufügen können, die nur noch nicht explodiert ist. Wenn er allerdings kein Dämon ist, wäre er sehr hilfreich bei der Suche nach dem Quell der Macht. Tharos entschließt sich dazu heute nicht mehr über dieses Problem nachzudenken und legt sich deshalb auf einige Fetzen Stoff, die er in einer Hausruine gefunden hatte, um zu schlafen.

Einige Zeit später versucht Tharos es gar nicht mehr einzuschlafen, selbst wenn er wollte, er könnte nicht... die Sache mit dem Violetten Blut und dem Dämon spukt ihm im Kopf herum und er schafft es einfach nicht sie zu verdrängen, weshalb er aufsteht und durch die zerstörte Stadt läuft.

Völlig in Gedanken versunken merkt Tharos kaum was der Dämon hier für ein Chaos angerichtet hatte... überall lagen Trümmer von Häusern und an einigen Stellen brannte immer noch Feuer. Wahrscheinlich wurde die Stadt verlassen bevor der Dämon sie angriff, denn obwohl Tharos kaum auf seinen Weg achtet erkennt er nirgendwo Leichen. Allerdings muss er immer noch über etwas Nachdenken obwohl er sich abzulenken versucht...
"Warum war der Dämon ausgerechnet in dieser Stadt?"
"Warum tauchte Drake wie aus dem nichts hier auf?"
"Hat Drake vielleicht etwas mit dem ganzen Chaos hier zu tun? Hat der Dämon ihn gejagt weil der Drachenmensch Violettes Blut hat?"

Über das und noch einige andere Sachen muss Tharos nachdenken. Er bricht seine kleine Wanderung ab und kehrt zu ihrem provisorisch eingerichteten Lager zurück.
Der Magier starrt den Nachthimmel an, den er schon als kleines Kind faszinierend fand, als er plötzlich am Himmel merkwürdige Staubbewegungen erkennt. Tharos benutzt einen Fernsichtszauber und erkennt einen schrecklichen Wirbelsturm der mit rasender Geschwindigkeit direkt auf die Stadt zuhält. Er muss sofort die anderen warnen!

Tharos rennt zum Lager und erkennt das Drake den Wirbelsturm ebenfalls erkannt hatte, er blickt den Magier mit einem glasigen Blick an, so als würde er gleich sterben, die drei Männer werden auch schon von dem gigantischen Wirbelsturm erfasst und weggeschleudert. Tharos, der noch etwas Abseits steht, schafft es gerade noch einen magischen Schutzschild um sich zu legen als auch er erfasst und weggeschleudert wird.
Ihm wird schwindelig... allerdings verspürt er keine Schmerzen da ihn sein Schild schützt, dennoch beschließt er sich in einen magischen Zustand zu versetzen der den Zaubernden fast vollkommen von der Umwelt abschirmt, dieser Zustand schützt den Zauberer nicht, aber es hilft denn er bekommt kaum noch etwas davon mit was um ihn herum geschieht...

Einige durchwirbelte Minuten später entscheidet sich der Magier dafür seinen magischen Zustand aufzuheben und erschrickt als er bemerkt, das er Kopfüber an einer Palme, in der nähe einer Oase hängt. Er schafft es unverletzt auf den Boden und beginnt sofort damit die anderen zu suchen...wenn sie überlebt haben musste Tharos sie finden!
Einige Meter von der Oase entfernt erkennt Tharos eine Gestalt am Boden liegen... es war Drake und so wie es aussieht ist er noch am Leben. Tharos untersucht ihn und bemerkt eine große Platzwunde am Kopf die er sofort mit einem seiner Heilzauber heilt, ansonsten war Drake unverletzt. Mithilfe eines Schwebezaubers lässt der Magier den Verletzten in die nähe eines Wasserlochs der Oase schweben, anschließend geht Tharos zum Wasserholen. Als er zurückkehrt war Drake schon wieder wach und schaute sich erstaunt um.
"He, Drake! Ich bin es Tharos! Zum Glück ist der nichts weiter passiert!“

Drake sieht Tharos an und antwortet sogleich
"Ich bin froh dich zu sehen Tharos! Aber was ist hier eigentlich passiert? Ich kann mich nur daran erinnern, dass ich von einem Wirbelsturm erfasst und weggeschleudert wurde, dann traf mich ein Stein am Kopf und plötzlich bin ich hier aufgewacht!“

"Mehr weiß ich auch nicht... allerdings konnte ich Nergal und Asturanon nirgendwo finden, glaubst du sie haben überlebt?"

Der Drachenmensch grübelte einen Moment nach bevor er antwortet.
"Natürlich! Wenn ich überlebt habe werden es die beiden sicherlich auch geschafft haben... aber was mir eher Sorgen bereitet, was sollen wir jetzt machen? Wir sind in einer Oase mitten im Nirgendwo gelandet und haben kaum Verpflegung dabei."

Tharos meint schon fast gelassen,
"Verpflegung und Wasser dürften unsere geringsten Probleme sein... wir sammeln hier einfach alles Essbare und ziehen dann von Oase zu Oase bis wir eine Stadt finden in der wir uns Einquartieren können"

Die beiden machen sich an die Arbeit und pflücken jede Menge Kokosnüsse von den Palmen und sammeln alles Essbare was sie finden können, anschließend füllen sie all ihre Behälter mit dem Wasser aus der Oase und machen sich dann auf den langen, beschwerlichen Weg zur nächsten Oase die sie schon am Horizont erkennen können...
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 25/03/07 01:21 PM
Ein blauer Wirbel kam aus dem Nichts auf ihn zu. Er machte einen Schritt darauf zu. Um ihn herum war reine Finsternis. Einzig der blaue Wirbel spendete ein gespenstisches Licht. Er streckte die Hand aus um den schnell näher kommenden Wirbel zu berühren. Der Wirbel wechselte die Farbe und ging ins rötliche über. Mittlerweile umgab ihn der Wirbel fast vollständig. Ein Gefühl der Angst packte ihn als plötzlich ein Rauchen zu hören war das schnell lauter wurde. Er versuchte aus dem Wirbel zu entkommen aber er rannte nur auf der Stelle. Das Rauschen schwoll weiter an. Der Wirbel ging ins gelbe über. Das Rauschen war Ohrenbetäubend.
Nergal riss die Augen auf. Um ihn herum tobte das Chaos. Ein riesiger Sandsturm fegte direkt auf die Stadt zu. Nergal sprang auf. Er versuchte Asturanon zu wecken der immer noch schlief. Drake und Tharos waren auch schon wach. Er brüllte Drake zu das sie verschwinden müssten aber sein Ruf wurde vom Ohrenbetäubenden Tosen des Sandsturms übertönt.
Asturanon war aufgewacht weil er ein Rauschen gehört hatte. Als er die Augen öffnete erbot sich ihm das Chaos. Er rannte zu Nergal der eilig ihre Sachen in ein paar Beutel warf. „Wir müssen sofort verschwinden!“, brüllte er Nergal zu. Der nickte und packte die Beutel mit ihren Sachen.
Es sah so aus als würde der Sandsturm knapp an der Stadt vorbei ziehen aber nun wechselte er die Richtung, direkt auf die Stadt zu.
„Wir müssen raus aus der Stadt! Sonst treffen uns die Trümerteile!“, brüllte Nergal. Er und Asturanon rannten seitwärts am Tornado vorbei. Hinter sich sah Nergal wie Tharos und Drake vom Sandsturm erfasst wurden.
Sie rannten weiter bis sie aus der Stadt heraus waren. Keuchend ließen sie sich in den Sand fallen. „Verdammt...japs... was ist mit Drake...keuch... und Tharos?“, fragte Nergal, immer noch um Atem ringend. „Ich weiß nicht...hust... sie müssen im Sandsturm sein.“, antwortete Asturanon der auch vom langen Laufen erschöpft war. „Aber Tharos ist ein mächtiger Magier. Er wird einen Weg finden wie sie herauskommen. Und Drake kann fliegen.“ „Hmm. Hast du eine Karte der Ödlande?“ „Ja, aber wozu?“ „Drake hat doch auch eine? Was ist das naheliegenste wenn wir getrennt werden?“ „Wir treffen uns in der nächsten Stadt?“ „Exakt! Wir werden uns also dort mit ihnen treffen.“ Nergal nahm die Karte und las sie genau. „Auf unserem Weg liegt eine kleine Stadt. Dort können wir Vorräte kaufen.“ Er überprüfte einen kleinen Beutel in dem sein Geld aufbewahrte. „Das müsste reichen. Gehen wir!“
Es heißt betrete nie unvorbereitet eine Wüste. Das lernten Nergal und Asturanon schnell. Nach wenigen Tagen marschierens auf heißem Sand wurde das Wasser knapp und die Füße brannten. Zwei Tage später hatten sie kein Wasser mehr. Tags über war es so unerträglich heiß das sie ihre Umhänge und Mäntel zum Teufel wünschten. In der Nacht war es so kalt das sie für jedes bisschen Wärme dankbar waren.
Doch sie schafften es bis zu der Kleinstadt.
Asturanon musste Nergal stützen den er konnte sich mit Magie kühlen aber für Nergal war es viel zu heiß. Vor dem Stadttor, das ganz aus Bronze war, stand ein Wächter der auch in einer bronzenen Rüstung steckte. „Halt, Fremde! Was wollt ihr in Sobek?“ „Wir wollen eine Unterkunft für die Nacht und Vorräte einkaufen.“, antwortete Asturanon. „Ihr könnt passieren. Geht einfach zum Bazzarplatz. Dort steht der Palast des Sultans. Er wird euch willkommen heißen.“
Die riesigen Torflügel öffneten sich und Nergal und Asturanon betraten die Stadt.
Sie liefen zwischen Häusern durch die aus weißem Lehm gebaut waren. Sie trafen unterwegs einige Wachen die sie nach dem Weg fragen konnten.
Sie liefen über den Bazzarplatz. Eine fülle an Düften bot sich Nergal. Die Gerüche der Gewürze, die an jedem Stand angeboten wurden, vermischten sich und explodierten als Feuerwerk der Geschmäcke auf der Zunge wenn man den Mund aufmachte. Die Händler versuchten ihre Nachbarstände zu übertönen mit ihrem Geschrei.
Hinter dem Bazzar Platz stand ein kleiner aber prunkvoller Palast. Davor standen zwei Wachen die sie auch passieren ließen. Im Palast führte sie ein Diener durch die Gänge zum Zimmer des Sultans. Die Gänge waren durch goldene Schnörkel und Zeichnungen an den Wänden verziert. Nergal viel auf das der Palast kein Glas vor den Fenstern hatte. Als einziger Blickschutz waren grüne Seidenvorhänge an den Fenstern angebracht die sich im Wind aufblähten.
In einem Goldenen Zimmer wurden sie vom Sultan der Stadt begrüßt, ein Mann dessen Bart bis zu seinem Gürtel reichte. Er war in blaue Gewänder gekleidet und hatte einen Turban auf.
„Willkommen Fremde! Willkommen in Sobek, der Stadt der Geheimnissen. In unserer Stadt gilt immer noch das Gesetz der Wüste Wanderer zu bewirten. Kommt, esst und trinkt und lasst uns feiern. Ihr müsst verstehen: Wir werden nicht oft von Fremden besucht. Das ist bei uns immer etwas besonderes.“
Er führte sie auf einen Hof wo Nergal und Asturanon, Mohosci eingeschenkt, ein Getränk das laut dem Sultan von innen kühlte. Asturanon und Nergal spürten die Wirkung schon nach wenigen Schlucken. Langsam taute die Stimmung auf und die beiden feierten ausgelassen mit den Bürgern mit die sich im Hof mittlerweile auch versammelt hatten. Einige hübsche Frauen tanzten eine art Bauchtanz zu einer seltsam-orientalischen Musik. Ihre Seidenen Gewänder schillerten Golden im Licht. Sie feierten bis spät in der Nacht, bis alle einschliefen wo sie gerade betrunken zusammenbrachen.

Nergal wachte auf als der Mond noch schien. Benommen sah er sich um. Asturanon war verschwunden. Der musste wahrscheinlich mal für kleine Assassine. Nergal nahm seinen Beutel und suchte sein Geld. Es war verschwunden.
Nachdem Nergal geräuschvoll an die Decke gegangen war packte er seine Sense und warf sich seine Kutte über. „Diese Diebe! Das werden sie büßen!“, dachte er wütend. Er ging zur Tür. Sie war verschlossen. Hier war was faul. Das wusste Nergal. Er ging einen Schritt zurück und trat die Tür ein. Vor der Tür standen drei Wachen mit Krummsäbeln. Als sie sich von der ersten Überraschung erholt hatten griffen sie ihn an. Den ersten begrüßte Nergal mit einem Tritt zwischen die Beine. Dem zweiten rammte er das Blatt seiner Sense in den Brustkorb. Er wich dem Schlag des dritten aus und enthauptete ihn mit einem sauberen Hieb. „Hier ist absolut was faul!“
Am Ausgang traf er noch eine Wache die er entwaffnete und ein Messer vor dessen Kehle hielt. „Wo ist der Sultan?“, fragte ihn Nergal. „Er müsste auf dem Bazzarplatz sein!“, stieß der Wächter hervor. Nergal schlug ihn bewusstlos und verließ den Palast.
Er lief über eine menschenleere Straße und blieb stehen.
Der Bogenschütze auf dem Dach lachte in sich herein. Der Trottel da unten hatte nicht die geringste Deckung. Und jetzt blieb er auch noch stehen! Er legte einen Pfeil auf und spannte den Bogen. „Warten bis wir einschlafen uns ausrauben und uns dann töten. Guter Plan. Funktioniert aber nicht“. Der Bogenschütze fuhr zu der Stimme herum. Gleichzeitig wurde ihm die Kehle durch geschnitten. „Nicht bei uns.“, bemerkte Asturanon und steckte seinen Dolch wieder ein. Er blickte nach unten wo Nergal stand. „Was ist hier los?“, wollte Nergal wissen.
„Es kam mir gleich komisch vor das man uns festlich bewirtete.“, erklärte Asturanon. „Ich habe eine Wache verhört und heraus gefunden das der Sultan jeden Fremden erst betrunken macht und dann ausraubt und tötet.“ Nergal nickte. „Ich nehm mir mal diesen Sultan vor. Kommst du mit?“ „Nein. Ich habe vorhin eine Frau gesehen die ich kenne ich. Ich hab sie verfolgt und weiß wo sie wohnt. Wir treffen uns später am Westtor.“ Nergal nickte und ging weiter zum Bazzarplatz.
Auf dem Bazzar Platz stand der Sultan, umringt von bewaffneten Bürgern vor denen er eine Rede hielt und ihnen sagte das die Fremden viel Geld hätten und das sie die Fremden nur noch töten müssten. Er bekam zustimmendes Gemurmel.
Nergal versteckte sich hinter einem Stand der von grünen Seiden Tüchern verhangen war die sich im Wind aufblähten. Jetzt ging der Sultan los. Er wollte wahrscheinlich zurück zum Palast um Asturanon und Nergal zu töten. Er kam genau an Nergal vorbei. Nergal holte aus und Sobek hatte keinen Sultan mehr. „Sieh an!“, Nergal bückte sich und nahm dem toten Sultan seinen gestohlenen Geldbeutel ab. „Ehrlich währt am längsten.“ Hinter ihm ertönte wütendes Geschrei, als die Bürger mit gezogenen Waffen auf ihn zu rannten. Nergal packte seine Sense und rannte los.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 25/03/07 03:40 PM
Behände überwindet Asturanon die Meter, die ihn von der allzu gut bekannten Frau trennen.
„Ich dachte schon, dass du kommen würdest“ die Frau blickt ihn mit ihren tiefblauen Augen vielsagend an. „Der Sultan ist tot!“ Asturanons Hand wandert zu seinem Dolch „Er war sowieso nur eine Figur in meinem Schachspiel. Nachdem du freikamst und ich von deiner Rache hörte, musste ich untertauchen und ich stellte eine Armee zusammen. Da die stärksten Kämpfer hier Männer waren benötigte ich einen männlichen Lakaien, der eine Art Vorsitz in unserer Stadt übernimmt. Ich habe ein paar meiner Vertrauten zu Amazonen ausgebildet“ Hinter der Frau treten mehrere sehr spärlich bekleidete,braungebrannte, erotisch anmutende, grimmige Frauen, bis unter die Zähne bewaffnet auf Asturanon hervor.
„Überlass die mir“ Nergal deutet mit einer Hand in Richtung der Amazonen und hält in der Anderen seine Sense. Die Frau wendet sich ab und Nergal und Asturanon stürmen nach vorne. In einem Regen aus Blut und Stahl tun die Amazonen ihre letzten Atemzüge. Aber die Frau hat schon einige Straßen Vorsprung und man konnte nur noch ihre Rufe hören: „CUIDADO! LAS LLAMAS!“ in den Häusern geht Licht an und Scharen von muskulösen Söldnern treten auf die Straßen. Asturanon und Nergal rennen die Straße entlang bis sie an ein kleines Lagerhaus am Stadtrand kommen und einigermaßen weit entfernt von dem wütenden Mob sind, der sich unaufhaltbar durch die Straßen schiebt. Aber im Lagerhaus lauert schon die nächste Gefahr. Eine alte Frau, nein, die Frau. Entgeistert sieht sie auf und kann ihren Augen nicht trauen. „Wie konntet ihr mich finden?“ „Zufall“
Auf einmal hält sie eine Axt in der Hand. Von der Stadt kann man bereits die anrückenden Soldaten sehen. Nergal rennt vor die Tür „Hier! Kommt und holt uns!“
Asturanon hat seinen Dolch wieder in der Hand und kann gerade noch einem Schlag ausweichen, der eine Kuh gespalten hätte.
Die Soldaten sind bereits an der Tür und Nergal lässt seine Sense sprechen.
Asturanon wird weiter durch den Raum getrieben und muss den Berserkerangriffen seiner ehemaligen Lehrmeisterin ausweichen. Sie treibt ich immer mehr in die Ecke bis er keine Bewegungsfreiheit mehr hat. Jetzt muss er offensiv werden. Mit eine schnellen Satz steht er vor ihr und schlitzt ihr quer den Bauch auf. Doch sie regt sich nicht und die Wunde schließt sich wieder. Ihre Augen werden grün und ihre Stimme wird tiefer. „Du Wurm hast keine Chance gegen Exidan“ Nergal, der das Ganze von der Tür aus beobachtet ruft: „Das Feuer“, dreht sich um und sendet noch zwei Söldner über den Jordan. Asturanon versteht nicht. Die Frau macht einige Schritte zurück. Ihre Augenhöhlen werden schwarz. SIE scheint zu verstehen, was Nergal meint. Dann sieht Asturanon die Flasche, die auf dem Tisch steht, der in der Mitte des Raumes steht. Er rollt sich seitlich ab, greift die Flasche und schreit: „Ich hab es“ Nergal dreht sich wendet sich ihm wieder zu, faltet die Hände und murmelt eine alte Formel. Die Flasche fängt an zu leuchten. Asturanon rennt wieder auf die Frau zu. Reist seinen Dolch durch ihren Bauch bis zur Brust, reist den Korken von der Flasche und rammt ihn der Frau in die Wunde bevor sie sich wieder schließen konnte. Asturanon rennt zur Tür hinaus packt Nergal an seiner Kutte und hört gerade noch wie ein markerschütternder Schrei und eine berstend Explosion die Stadt erschüttern. Die beiden werden von einer Druckwelle erfasst und mehrer Meter weit geschleudert.
Benommen wachen die beiden auf. In den hinteren Vierteln der Stadt war ein Feuer ausgebrochen. Asturanon denkt an die Frau. Es muss erniedrigend sein, dass zwei Männer ihr ganzes Lager aufreiben konnten und ihre Stadt abfackeln.
Am späteren Abend sitzen Nergal und Asturanon auf einem Gebäude, das wohl mal eine Art Bordell gewesen sein muss und nun nur noch eine verkohlte Ruine ist. Beide halten eine Flasche Wacholder in der Hand und ihre Pfeife im Mundwinkel.
„Also wenn Drake und Tharos dieses Feuer sehen, kommen sie sicher“
Am Horizont geht die Sonne unter und der orangene Himmel mischte sich unter das Prasseln des Feuers.
Asturanon kann diese Nacht schlecht schlafen. Wer konnte noch mit Exidan im Bunde sein?
Nergal? Drake? Tharos?
Posted By: Dolon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 29/03/07 03:55 PM
Dolon tritt in die Taverne ein, schaut sich um und sieht nur Gestalten
in dem dunklen Raum die ein Gespräch führen, oder sich einfach still, mit
leeren Blicken, betrinken. Der Wirt schaut auf und widmet sich, nachdem
er den Neuankömmling gemustert hat, wieder seiner Arbeit zu. Dolon
geht an die Theke, setzt sich hin und verlangt ein Bier. Der Wirt schenkt
ihm eins ein und verlangt sofort das Geld, dass er dann auch auf seine
Echtheit prüft, und in seine Tasche steckt.
„Wo kommen sie denn her werter Herr?“ fragt der Wirt.
„Aus dem Caern Gebirge.“ Antwortet Dolon.
„Was hat sie denn veranlasst den weiten hierher zu kommen?“
„Arbeit…“ antwortete Dolon wirsch. Der Wirt schaut ihn noch ein Mal
fragend an, als aber keine Antwort kommt, wendet er sich wieder der
Arbeit zu. Jetzt tritt noch ein anderer in die Taverne ein, er mustert auch
die Leute in der Taverne und setzt sich dann neben Dolon. Der Mann
trägt eine panzergraue Kutte, darauf prangt das Wappen einer
brennenden, siebenschwänzigen Katze, das Zeichen für den Klan der
Adepten des Feuers, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ethnische
Minderheiten zu verbrennen, darunter befindet sich auch das Volk der
Zwerge, zu denen auch Dolon gehört.
Der Adept verlangt nach einem Bier und mustert, während er es trinkt, Dolon.
Als der Adept sich entfernt hat, fragt Dolon den Wirt ob der Adept ein
bekannter in dem Ort ist. Der Wirt verneint und meint, dass der Adept erst
heute ein Zimmer für eine Nacht gemietet hat.
„Können sie mir auch ein Zimmer für die Nacht geben?“ fragt Dolon den Wirt.
„Ja, natürlich, der Herr!“ antwortet der Wirt.
Als der Adept erneut neben Dolon auftaucht und er Dolon fragt, ob er
nicht mit ihm nach draußen gehen möchte.
Also gehen die beiden raus, Wo der Adept ihn zum Duell herausfordert. Der Wirt hört nur einen leisen, erstickten Schrei und danach ein leises Schleifen eines schweren Körpers.
Dann öffnet sich die Tür und Dolon tritt ein und setzt sich wieder an seinen Platz.
„Der Adept musste wohl früher als geplant weiter reisen.“ sagt der Wirt zu Dolon.
„Ja.“ sagte Dolon, auf dessen Gesicht ein immer breiteres Grinsen zu sehen ist...
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 04/04/07 02:24 PM
Ein Schmerz erfüllt Drakes Kopf.
...Das Schwert…
Verdammt, es liegt wahrscheinlich noch in Terana, Drake kann es zu sich rufen aber ob es über diese Entfernung geht? Es muss.
Drake bleibt stehn.
„Tharos, warte einen Moment.“
Tharos schaut Drake fragend an: „Was ist denn los?“
„Mein Schwert, ich kann nicht ohne es gehen…“
„Dafür haben wir keine Zeit!“ erwidert Tharos, „Wir müssen die anderen suchen!“
„Das verstehst du nicht… Frag auch nicht bitte, ich erklär es dir später, hast du einen Verlangsamungszauber? Oder irgend eine Barriere?“
„Verlangsamen kann ich nicht aber ich kann ein kurzes Kraftschild aufstellen, aber wozu…“
„Frag nicht, erstell es auf mein Kommando direkt vor mir bitte.“
Tharos ist verwirrt, willigt aber ein. Drake breitet seine Füße ein wenig aus, um einen festen Stand zu bekommen, dann streckt er einen Arm aus.
„Bereit?“ fragt Drake.
Tharos nickt.

„Arian!“ ruft Drake so laut er kann.
Tharos erschrickt, „Was zum…?“ doch dann blickt er zu Drake, dessen Arm sich um den Körper windet und ihn fast von den Beinen wirft.
„Aus der Richtung…“ keucht Drake, mit seinem starren Arm auf die Richtung zeigend.
Tharos webt die Manaformel für den Kraftschild und murmelt Wörter, die Drake noch nie gehört hat, andere wiederum waren ihm sehr bekannt. Als er fertig ist öffnet er die Augen und teilt Drake mit, dass er bereit ist.
Aus der Ferne fliegt etwas auf die beiden zu. Zuerst ist es nicht zu erkennen, man sieht nur, dass es verdammt schnell ist. Nach wenigen Augenblicken kann man es erkennen, es ist ein Schwertgriff.
Als der Griff noch zwei Hundert Armlängen entfernt ist, sagt Drake Tharos bescheid.
„Jetzt!“
Ein wabernder Schild materialisiert sich vor Drake, fast wie ein Spiegel und Mana strömt aus ihm in alle Richtungen.
„Auf den Boden!“ Drake zieht Tharos am Umhang und wirft ihn zusammen mit sich selbst auf den Boden. Kurz darauf prallt der Griff gegen die Barriere, die daraufhin in einem lauten Knall explodiert und Mana freisetzt.
Die beiden werden von der Explosion weggerollt, kommen jedoch sofort wieder auf die Beine.
„Geschafft…“ sagt Drake.
Der Griff liegt wenige Fuß hinter der Barriere, oder zumindest da wo sie war. Drake geht hin und hebt ihn auf, schwing ihn hin und her, woraufhin die flammende Klinge erscheint.
„Es kann weitergehn!“ sagt Drake fröhlich und dreht ich Richtung der nächsten Oase am Horizont.
Tharos steht nur mit offenem Mund da und schaut Drake an.
„Aber…und, aber wieso, was…“ stottert Tharos.
„Ich kann es selbst nicht beschreiben, das Schwert ruft mich, ich bekomme irrsinnige Kopfschmerzen wenn ich anscheinend zu weit von ihm bin. Und jetzt lass uns gehen, wir haben wie du schon sagtest keine Zeit.“ Drake lasst die Klinge verschwinden und befestigt den Griff an seinem Gürtel, dann verwandelt er sich in einen Drachen.
„Abkürzung gefällig?“ fragt Drake.
„Warum nicht.“ Sagt Tharos, woraufhin Drake ihn mit einer Klauenhand am Umhang packt und los fliegt.
„Aaaaaaah.“ Bekommt Tharos noch raus als sie abheben.
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 06/04/07 07:55 PM
Drake und Tharos fliegen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit über die Einöde, allerdings war dem Magier anfangs noch etwas mulmig bei dieser Sache.Immerhin kann Drake ihn ausversehen fallen lassen oder riskante Manöver fliegen in denen er auf den "kleinen" Menschen nicht achten kann, aber Tharos will sich nicht schon wieder den Kopf zerbrechen und genießt einfach den Flug. Für Tharos war das ein völlig neues Gefühl, er ist noch nie mit einem Drachen geflogen.

Nach etwa einer Stunde konnte Drake schon nicht mehr so schnell fliegen, anscheinend war er noch ziemlich erschöpft von den anderen anstrengenden Tagen. Aber auch Tharos ging es nicht wirklich besser, immerhin hängt er jetzt schon eine ganze weile , am Umhang festgehalten, an einen Drachen und baumelt herum. Die beiden beschließen zu rasten und entdecken schon bald darauf eine ziemlich belebte Oase, anscheinend rastet dort ein Nomandenstamm wesshalb Tharos es für klüger hält Drake erstmal etwas abseits der Oase landen zu lassen.
Tharos schreit mit ziemlich lauter Stimme zu Drake: "Drake, kannst du bitte etwas abseits der Oase landen? Wir wollen nicht unbedingt mehr Aufsehen erregen als wir ohnenhin schon machen.
Drake bejaht und landet etwas entfernt von der Oase wo er sich dann sofort in seine Menschengestalt zurück verwandelt. Anschließend gehen die beiden zu dem Nomandenstamm der in der Oase lagert, unterwegs unterhalten sich die beiden und Tharos weiht Drake in seinen Plan ein:

Drake will Tharos eine Frage stellen: "Ich weiß nicht...aber irgendwie hab ich hier kein so gutes Gefühl bei der Sache. Aber ich hoffe trotzdem das wir einige nützliche Informationen erhalten. Vielleicht haben sie ja auch Nergal und Asturanon gesehen!

Als die beiden sich der Oase nähern und schon eine Person sehr gut erkennen können muss Tharos schmuntzel..."Was ist denn los?" "Wirst du gleich sehen!" worauf Tharos auf den Mann zuhält. Die Gestalt bemerkt den Neuankömmling und wendet sich ihm zu:
"Tharos? Bist du das wirklich?"
"Fangier! Ja, ich bin es!"
"Bist du ganz alleine an diesem gottverlassenem Ort?" " Nein, Drake begleitet mich." Wobei er mit der Hand auf den Drachenmenschen zeigt.
"Aber bitte frag nicht warum wir in dieser Einöde unterwegs sind, aber warum wir hier in der Oase sind kannst du dir bestimtm erklären allerdings können wir nicht lange bleiben da wir unsere Reise fortsetzen müssen."
"Natürlich könnt ihr euch hier Ausruhen um wieder zu kräften zu kommen und etwas Wasser und Nahrung bekommt ihr aufjedenfall auch! Aber nun ruht euch aus damit ihr bald mit neuen Kräften weiterziehen könnt."

Als die beiden wieder zu kräften gekommen sind bedanken sie sich für die Gastfreundschaft und packen ihre neuen Proviante ein, anschließend verabschiededen sie sich.
"Ich hoffe das wir uns nochmal wieder sehen denn leider sind die Umstände im Moment nicht so günstig, dennoch hat es mich gefreut dich mal wieder zu sehen, Fangier!"
"Alles gute Tharos...und ich bin mir sehr sicher das wir uns nocheinmal wiedersehen werden!"

Die beiden verschwinden wieder in der Einöde in der sich Drake erneut in einen Drachen verwandelt um schneller Reisen zu können, diesmal darf Tharos allerdings auf dem Drachen sitzen. Die beiden fliegen schon einige Zeit als die Dämmerung hereinbricht und ein gewaltiger Sandsturm aufzieht:
"Tharos! Wir müssen einen Unterschlupf finden, eine Höhle oder etwas ähnliches! Halte bitte danach ausschau ich muss mich darauf konzentrieren vom Wind nicht weggeweht zu werden."
Tharos macht sich sofort an die Arbeit kann aber wegen des Sandsturms kaum etwas erkennen wesshalb er sich einen Fernsichtszauber webt und bald drauf eine vielversprechende Stelle erkennt. Der Magier teil Drake die Position mit worauf er sofort zur Landung ansetzt.

Unten angekommen blicken die beiden auf eine gigantische Höhle, um die Höhle herum und darin sind überall Inschriften an den Wänden oder an Sockeln angebracht "Das sieht nicht nur vielversprechen aus, das sieht auch verdammt interesant aus!" Drake kann es kaum fassen "Was? Du willst das hier übersetzen?" "Natürlich! Ich werde in der Höhle anfangen und wenn sich der Sandsturm gelegt hat auch ausserhalb die Inschriften studieren."
Tharos macht sich sofort an die Arbeit und studiert voller Ehrgeiz die Schriftzeichen: "Diese Schrift kenne ich! Also dürfte es ein leichtes sein das alles hier zu übersetzen."

Während Tharos übersetzt legt sich Drake in eine Ecke um sich auszuruhen, allerdings war diese Ruhe nur von kurzer Dauer.

"Drake, das hier hört sich nicht gut an...es ist die Rede von einem "Monster" das hier anscheinend leben soll. Das würde mich nicht beunruhigen wenn es nur an einer Stelle stehen würde, aber es steht hier überall und ich glaube nicht, dass das ein Kinderscherz war!
"Du glaubst doch nicht wirklich an irgendwelche schwachsinnigen Inschriften, oder?" "Naja das wirkt schon sehr glaubhaft!"
"Ach und wenn es ein Monster gäbe hätte es bestimmt vor einem Drachen Angst."
"So leicht will ich nicht daran glauben...aber wenn du es sagst hoffe ich das du Recht hast, dennoch sollten wir uns bereit halten schnell abreisen zu können!"

Drake willigt ein und die beiden Abenteurer Ruhen sich von den Strapatzen der letzten Tage aus.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 22/04/07 10:38 AM
Wasser.
Als Drake die Augen öffnet sieht er Tharos’ Gesicht.
„Verdammt noch mal du schläfst aber wie ein Stein…“ sagt er und entfernt einen, nun nicht mehr vollen, Becher Wasser.
Drake wischt sich das Gesicht am Unterarm ab.
„Was ist denn los?“ fragt er schläfrig.
„Ha! Und du wolltest mir das mit dem Monster nicht glauben! Gestern Nacht kam ein solcher Lärm aus der Höhle, ich fragte mich wie du da noch schlafen konntest! Nun ja, zumindest hat es sich wie ein Schrei angehört, und ich habe keine Lust hier noch weiter zu bleiben, wenn da nicht…“ Tharos zeigt mit einem seitlichen Kopfnicken rechts neben seinen Schlafsack.
„Es hat unser Gepäck.“
Drake überlegt einen Moment, „Dann holen wir es uns einfach wieder!“ – „Bist du verrückt?!“ – „Vielleicht, aber ich will nicht ohne meinen Rucksack hier weg.“ Drake steht auf, „Kommst du mit?“
Tharos seufzt, „Hab ich denn eine Wahl?“ Sie stehen auf und gehen Richtung Höhle.

Als es immer dunkler wird zieht Drake sein Schwert, der Schein der Flammenklinge erhellt den Ort.
Als sie weitergehen, findet Drake ein Tuch auf dem Boden, oder ein Kleidungsstück.
Er hebt es auf. „Das ist… eine Unterhose…“
Tharos nimmt sie ihm weg, das Gesicht rot vor Scham, und steckt sie sich in die Tasche. „Die gehört mir…“
Drake bekommt ein Grinsen raus, im Schein der Fackel wirkt es dämonisch.
Als sie das Ende der Höhle erreichen, schaut sich Drake um.
„Hier…ist…nichts.“
„Ich würde vorsichtiger sein…“ sagt Tharos, doch es ist schon zu spät.
Tharos wird von einer großen, krallen bewerten Hand weggestoßen.
Am Ende davon erstreckt sich über etwas mehr als zwei Meter ein gewaltiger Brustkorb, darunter zwei angewinkelte Beine. Der Kopf ist ein spitzes Gebilde mit Hörnern und stechenden Augen. Ein Felsreißer.

Drake springt nach hinten und macht sich kampfbereit. Er steckt das Schwert ein und verwandelt sich in einen Drachen und fliegt an die Decke des Raumes.
Der Felsreißer schnellt zu einer Felswand und reißt ganze Gesteinsbrocken aus dieser um sich dann besser an der Wand fortbewegen zu können. Innerhalb weniger Herzschläge war er auf halbem Wege zur Mitte der Decke.
Ein Feuerstrudel entweicht Drakes Fängen und fliegt auf den Reißer zu, dieser kann sich allerdings retten indem er einfach von der Wand abspringt.
So kann Drake ihn nicht besiegen, das schafft er vermutlich sowieso nicht, doch es gelingt ihm etwas Zeit tot zu schlagen, als Tharos, der an der anderen Seite des Raums saß, aufstehen kann. Drake geht wieder auf den Boden und nimmt Menschengestalt an.
„Na warte…“ ruft er und vollführt eine kurze Geste mit der Hand, „Gravitatia!“
Die Luft um den Felsreißer beginnt zu vibrieren, und kurze Zeit später wird er von einer unsichtbaren Macht mit eigener gewaltigen Wucht auf den Boden gedrückt.
„Drake!“ schreit Tharos, „Jetzt mach schon!“ der Zauber fordert seine volle Konzentration.

Wie?

Drake weiß nicht wie er gegen so ein Monster vorgehen soll, das Drachenfeuer kann ihm wenig anhaben, und sein Schwert besteht ebenfalls zum Großteil aus einer Flamme.
Er weiß nicht viel über das Schwert, nur die Erinnerungen aus dem Kampf des früheren Besitzers. Da fällt ihm etwas ein.
Drake inspiziert den Griff und entdeckt einige Runen die schwach leuchten. Es sind…
Siegel!
Drake hat wenig Zeit.
Siegel sind eine selten verbreitete Form von Magie. Mit ihnen können Große Kräfte gebannt werden, die einem Zauberer zu viel Kraft kosten würden sie direkt zu beschwören. Je mächtiger der Zauberer, desto mächtiger kann das Siegel werden. Doch wer hat die Siegel auf das Schwert gebannt und vor allem, was bewirken sie?
Doch Drake hat keine Zeit zum Überlegen. Tharos rinnt Schweiß von der Stirn und der Felsreißer wehrt sich heftig gegen den Zauber.
Er verbindet er spreizt Mittel und Zeigefinger, krümmt den Zeigefinger anschließend und verbindet die Daumen.
„Mir inas!“
Die Rune leuchtet immer heller und plötzlich erscheint ein rundes Portal vor Drake.
Jetzt oder nie.

Er streckt die Hand durch das Portal und sucht etwas, sein Arm fühlt sich an als stechen 1000 Nadeln in ihn hinein, doch gleichzeitig spürt er keinen Schmerz. Eine Weile irrt seine Hand noch rum, dann hat er es gefunden.
„Siegel, FREI!“ ruckartig zieht er seine Hand raus, die von einem roten Leuchten umgeben ist und setzt diese auf das Schwert.
Das Portal schließt sich abrupt und entlädt blaue Essenz in die Luft. Mana.
Das war zu viel.

Das Mana im Raum wird instabil und Tharos wird durch das Ungleichgewicht von den Füßen geworfen und fällt nach hinten. Somit ist der Felsreißer wieder frei, der sich sofort aufrappelt und einen Wutschrei entlässt.
Mittlerweile tut sich etwas im Schwert. Eine Aura pulsiert in der Rune, die jetzt rot glüht.
Die Flammenklinge wird länger und breiter, sodass Drake das Schwert in zwei Hände nimmt, um es richtig führen zu können.
Schwärze.
Drake sieht wieder das Gesicht von Exidan, wie er mit seiner schwarzen Hand nach ihm greift. Sein Gehirn pocht, es fängt wieder an, und er kann nichts dagegen unternehmen.
Er schaut noch einmal zu Tharos, der Drake entgeistert anschaut.
Drake richtet sein Schwert auf den Felsreißer, der auf Drake zustürmt.
„Lauf!!!“ schreit Drake und wendet sich zum Monster.

Schwingen wachsen aus seinem Rücken, diesmal schwarz wie die Dunkelheit, doch mit Drachenform. Die Arme bekommen Schuppen und die Fingernägel werden zu Klauen. Die Füße werden flach und bekommen große Krallen. Die Zähne werden spitz und die Haut färbt sich rot.
Drake entgeht dem Angriff des Felsreißers mit einem Flügelschlagen nach oben, der Schlag geht ins Leere.
Wütend blickt er zu Drake auf, den inzwischen der Blutdurst gepackt hat.
Er holt mit seinem Schwert aus und fliegt auf den Reißer hinab, beide Hände um den Griff geschlungen, die Muskeln angespannt.
Ein diagonaler Schlag von rechts oben herab endet damit, dass der Felsreißer den rechten Unterarm verliert, den er zum Schutz aufgestellt hatte.
Vor Schmerz schreit er auf und blickt auf den blutenden Stumpf und dann wieder zu Drake, dieser holt aber wieder zum nächsten Schlag aus.
Diesmal ist es ein horizontaler Schlag, doch der Felsreißer konnte sich noch ducken und verlor deshalb nur seine Hörner, die krachend zu Boden fallen.
Der Felsreißer überrascht Drake mit einem Schlag seiner rechten und befördert ihn an die Wand der Höhle.
Drake steht sofort wieder aus und hebt sein Schwert in die Höhe.
Mit der anderen Hand schlitzt er sich den Schwertarm auf, sodass das Blut herabläuft.
„Blut mit Blut…“
Drake nimmt mit dem Zeige und Ringfinger der linken Hand Blut auf und malt damit ein Kreuz in die Luft, das Blut bleibt in der Luft hängen und bildet die Form.
„Richterstoß.“

Das Kreuz entflammt und wird größer, bis es die Größe des Felsreißers erreicht hat. Daraufhin fliegt es auf jenen zu und schlägt ihn gegen die Wand. Das Kreuz zerspringt in viele kleine Exemplare, welche das Monster an den Armen, der Brust, den Beinen und der Stirn an die Wand pressen.
Drake fliegt von der Wand weg auf den Reißer zu und holt aus.
Als er angekommen ist bleibt er in der Luft stehen und murmelt einige Worte.
„Zurück woher du gekommen bist, im Feuer des Meisters geläutert.“
Das Schwert entflammt und wird so groß wie der Felsreißer, ein kolossaler, diagonaler Schlag spaltet den Felsreißer schräg.
Drake fliegt sofort zurück, woraufhin das Monster in Flammen aufgeht und die Höhle in einen gespenstischen Schein hüllt.
Drake wendet seinen Blick auf Tharos.
„Du.“
Posted By: Dolon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 03/05/07 02:51 PM
Dolon geht die Stufen der Taverne runter, wo er übernachtet hat.
Sofort entdeck er den Wirt und geht auf ihn zu:
“Kennst du vielleicht jemanden, der Arbeit für mich hätte?“
„Natürlich, der Karawanenführer, wie hieß er doch gleich, Abu ap Ouagea, das ist so ein Schwarzer aus dem Süden!“, antwortet der Wirt.
„Danke“, antwortet Dolon, geht zur Tür hinaus und findet Abu nach wenigen Minuten im westlichen Teil des Marktplatzes, wo dieser noch nach Leuten sucht.
Dieser stellt Dolon sofort ein da eine seiner Karawanen erst kürzlich überfallen wurde und alle Personen abgeschlachtet wurden.
„Die Karawane zieht in einer Stunde los, schau, dass du dort bist.“, sagt Abu.

Eine Stunde später geht Dolon zum Treffpunkt, steigt auf das Rion, eine niedere Rasse von Pferden die in der Wüste eingesetzt werden, dass ihm gereicht wird und steigt auf. Er merkt zu seinem Bedauern, dass er der einzige Zwerg ist und der Rest entweder aus Elfen, denen man nicht trauen konnte, Menschen, die gewöhnlich lieber fliehen als kämpfen und sogar aus ein paar Trollen , die die Erzfeinde der Zwerge sind, bestand. Alles in allem ist der Begleitschutz so um die 50 Mann stark.

Drei Tage später, als die Stadt, nur noch ein einstündiger Ritt entfernt ist, entdeckt ein Elf als Erster, dass am Horizont rauch aufsteigt. Der Karawanenführer, der sich kurz vorher noch mit einem Flüchtling, die nun immer zahlreicher an ihnen vorbeieilten, unterhielt sagt: „Die Stadt wird anscheinend angegriffen, nach ihren Angaben von einer Ork Streitmacht. Wer in die Stadt gehen will um zu sterben, dem gebe ich sein Geld jetzt, wer überleben will, der...“, in diesem Moment durchfuhr ihn ein Bolzen einer Armbrust von einem Dunkelelfen, den Dolon bis jetzt nicht bemerkt hat. Die Leute brachen in Panik aus und liefen aus Angst in eine Schlucht hinein, in der es nach Orks stank.
„Vermutlich eine Falle!“, denkt Dolon und geht auf den grinsenden Nachtelf zu der den Schuss abgefeuert hat, nimmt seine Axt und spaltet den Unterleib des überraschten Elfs in zwei Hälften, da er nicht den kopf erreichen konnte.
Der Oberkörper fällt nach vorne und landet im Staub.
Dolon nimmt gleich noch die Armbrust mit den Bolzen mit.
„Na, mal sehen ob die Geschichte über die Stadt stimmt“ denkt Dolon, steckt die Armbrust weg und läuft zur Stadt.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 04/05/07 08:37 PM
Drakes Korper ist ausgelaugt, doch die blinde Wut durch Exidans Einfluss lässt ihn sich auf den Beinen halten. Tharos hat inzwischen die Situation begriffen und baut eine Druckbarriere auf. Sobald man diese berührt bekommt man einen Rückstoß, man kann sie nur mit Magie durchdringen, doch lange hält sie auch nicht. Drake entfaltet seine schwarzen Schwingen und fliegt mit einem rasantan Tempo auf Tharos zu und schlägt mit dem Schwert auf die Barriere.
Sie zerbricht, doch Drake wurde stark abgebremst, doch gelingt ihm noch ein waagerechter Streich mit der Waffe, dem Tharos aber durch schnelles ducken entgeht.
Er nimmt seinen Wanderstab und schlägt Drake die Füße weg, worauf der Drachenmensch umfällt.
Eine Faust wie Feuer.

Drake wird durch einen Schlag zurückgeworfen, es sind die Feuerhände wie Tharos sie schon im Kampf auf dem Platz von Terana benutzt hatte. Doch diesmal sind sie etwas kleiner, trotzdem in der Lage zu töten.
Drake zieht die Schwingen ein und rettet sich mit einer Seitwärtsrolle vor dem nächsten Schlag. Ein neues Siegel.
Diesmal geht es schneller als vorhin, da Drake den Prozess bereits kennt.
Er wählt eine zufällige Rune auf dem Schwert aus und spricht die Formel.
Wieder öffnet sich ein Portal und Drake verschwendet keine Zeit und greift hinein, um auch sofort danach die Hand wieder rauszuholen.
Diesmal ist es braunes Mana, eine Erdkraft wurde entfesselt und das Portal schließt sich.
Drake war zu sehr mit dem Siegel beschäftigt und muss einen Schlag der Hände einstecken. Seine linke Backe zeigt eine kleine Verbrennung auf, mein Gott wie heiß sind diese Hände, ein Drachenmensch ist verdammt feuerresistent.

Drake legt die Hand auf das Schwert und zieht sich zurück.
Ein Grollen ertönt aus dem Tiefen der Höhle und kurz darauf beginnt die Erde zu beben.
Der Drachenmensch nutzt diese Chance und will mit seinem Schwert ausholen, doch wo dieses war ist nur noch sein Arm. Ein geschwollener Arm. Er wird immer größer und bekommt eine felsige Konsistenz, bis er auf der Größe von Drakes Körper aufhört zu wachsen. Trotz der Masse kann er ihn leicht bewegen und wehrt den nächsten Schlag der Hände ab indem der sich die Hand schützend vor den Körper hält. Er spürt einen Ruck, doch bleibt standhaft auf dem Boden stehen. Ganz anders Tharos, der wegen des Erdbebens Steh- und Konzentrationsprobleme hat, bis er fällt.
Die Hände sind weg.
"Siegel frei, Erdzorn!"

Mit der Zielsicherheit eines Meisterschützen läuft Drake auf den Magier zu, fliegen kann er nicht mehr, die Schwingen bilden sich zurück. Der Magier hat sich währenddessen wieder aufgerappelt und reißt die Augen vor der kommenden Gefahr aus.
Drake springt und holt aus.
Eine Ellenlänge vor dem Gesicht des Magiers bleibt alles stehen.
Die Verbindung zu Exidan bricht, und Drake bemerkt seine geistige Leere, wie zur Hölle konnte er ein zweites Siegel öffnen?! Der Arm leuchtet braun und löst sich bis auf, sodass nur noch der Standard Menschenarm zu sehen ist. Mana fliegt in der Luft herum, Partikel so groß wie ein Augapfel, fliegen vor Drakes Gesicht. Ein zweites kommt von links und stößt an das andere.
Bedrückende Stille.

Die Druckwelle war bis außerhalb der Höhle zu hören.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 08/05/07 01:11 PM
„Noch ein Schluck!“ Nergals Trinkspruch endete mit einem heftigen Husten Asturanons.
Sie saßen nun schon den dritten Tag auf dem ehemaligen Freudenhaus, mit nichts als „Schluck und weg“ Weinbrand und Kraut in ihren Pfeifen.
Schlagartig fielen Nergal Wangen ein, die Nasenlöcher weiteten sich. Er sog schlagartig so viel Luft ein, dass im das brennende Kraut in die Lunge geriet. Ein weiterer heftigerer Husten war das Ergebnis, und das Kraut wurde aus seinem Hals geschleudert, mitten in Asturanons Gesicht.
„Sieh“ Sein Arm deutete in Richtung der kleinen Oase. Eine Reiterschar ritt in Richtung der Stadt.
Leicht torkelnd griff Asturanon die Leiter, die zur Straße hinunter führt. Sie rennen zum Stadttor.
„Orkssöldner“ rief einer der Reiter der Vorhut…
Nergal und Asturanon bemerkten den Hass mit dem die Reiter unterwegs waren noch rechtzeitig um an ihre Waffen, Sense und Dolch, zu kommen. Der erste Reiter war nur noch zehn Schritte entfernt. Nergals freie Hand erleuchtete rot und ein kleiner Drache aus rotem Feuer schoss aus seiner Hand. Der Reiter erwürgte sein Pferd beinahe, in dem Versuch es zu wenden doch die magische Kraft Nergals traf ihn dennoch, zerfetzte sein Gesicht. Das Pferd bäumte sich auf und der kopflose Körper des Reiters fiel zuckend und blutend in den Sand.
Nun kam der Hauptteil der Armee auf sie zugeritten Asturanons Hand glitt unter seine Robe, hielt eine Flasche in der Hand, mit Zunder und Alkohol gefüllt. Sie traf einen Reiter in der Mitte der Gruppe und der Zunder entzündete den Alkohol augenblicklich. Er lief dem Reiter in die Augen und in den Mund, denn Rachen hinunter. Er schrie nur so lange, bis seine Stimmbänder verbrannten. Sein Kopf barst wegen der Hitze und seine Kleidung fing Feuer. Sein Pferd bockte, wurde jedoch auch von dem spritzenden Alkohol getroffen. Hysterisch floh es in Mitten der anderen Reiter und entzündete deren Pferde. Eine Hand voll Männer konnte sich jedoch noch vom Pferd werfen und entging dem qualvollen Flammentod, darunter zwei Elfen, ein Troll, ein Drow und ein Zwerg, der auf einer Art Maultier ritt.
Der Zwerg fiel Asturanon sofort ins Auge. Er war nicht so durchtränkt von unbändigem Hass, wie die Anderen.
Nergals Sense vollführte einige Bögen durch Muskel- und Hautgewebe. Zertrennte Glieder schmückten den Sand schaurig. Der Troll, ein übermannsgroßer Haufen Fettgewebe kam auf Nergal zugetrampelt und die Sense hinterließ nur Kratzer in der dicken Haut des Ungetüms. Asturanon zückte seinen Dolch, tauchte ihn in ein kleines Glas, farblose Flüssigkeit. Der Troll schwang den Zweihänder in seiner Hand und Nergal konnte nur noch ausweichen. Asturanon rannte auf den Troll zu krallte seine Hand in das Fleisch des Trolls und zog sich hoch, bis er auf den Schulterm des Trolls saß. Dieser, außer sich vor Wut fing an sich wie wild zu drehen. Asturanon rammte den Dolch direkt in die Wirbelsäule des Monsters und das Gift floß ins Rückenmark. Der Troll zuckte deutlich zusammen. Das drehen endete abrupt und Asturanon fing an, am Rücken des Ungetüms hängend mit seinem Blasrohr die Anstürmenden zu verwunden. Er sprang auf den Boden und der Troll kippte ein letztes Mal um. Nergal kletterte auf den Leichnam, streckte die Hand aus und eine kleine Flamme erschien.
Asturanon hatte alle Hände voll zu tun, Nergal vor glänzendem Stahl zu behüten.
„Und verbrenne, wen der Hass verbrennt…“, sprach Nergal zuende.
Eine Druckwellen, deren Ränder pure Flammen waren schleuderte alles um Nergal herum 30 Fuß weit weg, außer Asturanon und … und den Zwerg…
Asturanon Augen trafen die des Zwerges und er wusste, dass sie einen Neuen Verbündeten hatten. Der Zwerg lief zu Nergal auf den Troll.
Derweil hatten sich die Reiter wieder aufgerappelt und schlossen nun einen Kreis um die drei.
„Attacke“ rief einer der Reiter…
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 08/05/07 03:45 PM
Drakes Augenlieder heben sich.
Das erste was ihm in den Sinn kommt ist Essen.
Wie lange hat er geschlafen? Sofort rappelt er sich auf und sieht sich um.
Er liegt an der Wand eines riesigen Raumes, einer… Höhle!
Jetzt erinnert sich Drake, Exidan hat ihn wieder übernommen und es gab einen Kampf mit Tharos. Drake will aufstehn als ihm ein Schmerz durch den Rücken fährt.
Er wurde gegen die Wand geschleudert und Felssplitter stachen in seinen Rücken.
Mit all seiner Kraft gelingt es ihm aufzustehen und erstmal sein Hemd auszuziehen. Das Hemd hat zwei etwa fingerbreite und handlange Risse am oberen Ende.
Der Halbdrache, er konnte es unmöglich sein.

Drake beschließt der Sache später auf den Grund zu gehen und sucht erstmal sein Scxhwert, dass er etwas weiter von seinem Aufenthaltsort findet. Danach holt er seinen Rucksack der etwas mittig rechts im Raum liegt. Er greift sofort hinein um etwas zu essen zu suchen, und findet ein Brot.
Es hat schon einen leichten Schimmel auf der Oberfläche, er hatte dieses Brot zwar schon eine Weile, aber er dachte nicht dass es noch vor zwei Monden verderben würde.
Es sei denn, er lag hier schon zwei Tage.
Drake bekommt einen Schauder und entdeckt Tharos in einem großen Felsspalt liegen. Den Magier hat es wohl mehr mitgenommen als ihn. Sein Kopf war zur Seite gelehnt und im ersten Moment dachte Drake, er ist tot. Dies widerlegte er aber, als er den Brustkorb des Magiers sich langsam heben sieht- Langsam aber stetig.
Er nimmt den Magier am Arm und hebt ihn auf seinen Rücken, dann läuft er aus der Höhle.
Nach wenigen Minuten ist er draußen und merkt, dass die Dämmerung anbricht.
Er verwandelt sich in einen Drachen und fliegt los.

Er muss Asturanon und Nergal finden, bevor seine Kräfte schwinden. Tharos liegt im Koma und er selbst würde auch nicht mehr länger ohne ärztliche Hilfe durchhalten, er hofft nur dass einer der beiden jene Fähigkeiten besitzt.
Da er nicht weiß, wohin er fliegen soll, schlägt er den Weg nach Osten ein.
Als die Sonne endgültig untergegangen war, wollte Drake seine Geschwindigkeit bremsen, doch dann sieht er am Horizont eine Stadt, die noch vom leichten Fackelschein erleuchtet wird. Nein, keine Fackeln, sie brennt, wenn nicht mehr stark.
Er beschleunigt sein Tempo und sieht, als er kurz vor der Stadt ist einige Banditen rumlungern die eine besitzerlose Karawane plündern.
Als er über der Stadt ist bemerkt er auch schon dass sich innerhalb jener ein Kampf zuträgt. Sein Herz macht einen Sprung als er eine Sense im Mondschein aufblitzen sieht.
Nergal! Und an seiner Seite stand Asturanon und kämpfte mit ihm.
Ein etwas kleinerer Mann hilft ihnen, soweit es Drake beurteilen kann, ein Zwerg vermutlich, Drake kann es über die Entfernung nicht klar sagen.
Sie werden langsam umzingelt und Drake entschließt sich ihnen zu helfen. Doch was könnte er tun. Sein Körper ist am Ende, sein Geist jedoch ist stark.
Die Siegel.

Drake erinnert sich wie er unter Exidans Kontrolle die Siegel benutzt hatte, er hofft dass es ihm auch ohne seine Hilfe gelingt. Doch wo sollte er Tharos ablegen?
Drake macht einen Sturzflug auf die beiden, die erschrocken zum Himmel blicken, abrupt verwandelt sich Drake zurück und landet in der Hock mit Tharos auf dem Rücken.
Er legt ihn auf den Boden.
„Keine Fragen bitte… Passt auf ihn auf!“
„Du bist verletzt!“ bemerkt Asturanon als er Drake kurz mustert.
„Etwas Kraft habe ich noch, überlass sie mir.“
Währenddessen hat sich der Aufruhr gelegt und die Meute starrt auf den Neuankömmling.
Drake hebt sein Schwert und es entflammt, die Banidten weichen zurück.
„Wer…“ Drake hustet, „Wer will der Erste sein?“
Die Banditen lachen ihn aus.
„Du kannst ja nicht mal mehr auf den Beinen stehen!“ ruft einer aus der Menge. Langsam werden sie wieder umzingelt.
Sie hatten Recht, sie hatten verdammt Recht. Drake hatte keine Wahl mehr.
„Für euch reicht es allemal…“ sagt er, doch es kommt wenig mehr als ein Flüstern raus.
Drake spricht die Manaformel und wählt eine beliebige Rune auf dem Schwert, außer den zwei Grauen die nicht funktionieren, wahrscheinlich waren es jene die er in der Höhle benutzt hat.
Das Portal öffnet sich und Drake holt das komprimierte Mana heraus.
Ein Blitz erschlägt einen der Banditen und Panik bricht aus. Drake legt die Hand auf das Schwert.
„Siegel frei, Donnergroll.“
Das Schwert verschwindet und Drakes Hände laden sich statisch auf, bis aus ihnen kleine Blitze springen. Es erweitert sich immer mehr, bis seine Hände hellblau leuchten und nur so vor Blitzen sprühen.
Drake rennt auf die Menge zu.
Auf den ersten lässt er einen Blitz von seinen Händen überspringen, der daraufhin umfällt. Als ihn jemand direkt angreift, weicht Drake aus und verpasst ihm einen Kinnhaken, worauf der Geruch von verbranntem Fleisch die Luft erfüllt.
Drake spannt seine Arme und spricht seinen Kampfspruch.
„Lir kastne midon!“
Er nimmt Kraft aus der Hüfte und macht einen Sprung mit einer doppelten Drehung, woraufhin sich eine Blitzwolke löst und alle in seinem näheren Umfang erfasst werden. Die Augen der Getroffenen zerplatzen unter der Stärke der Ladung und die Köpfe werden schwarz.
Mehr konnte er nicht geben. Drake fällt auf die Knie und sieht einen Bandit mit einem Schwert ausholen. Mit all seiner verbleibenden Kraft schlägt Drake mit der rechten Faust auf den Boden.
Eine Schockwelle umgibt ihn und reißt den Soldat von den Beinen.
Drake hört nur noch die Rufe von Asturanon und Nergal bevor seine Rückenschmerzen ihn einholen.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 10/05/07 01:19 PM
Da waren sie wieder.
Vereint.
Verwundet.
Ein Pfeil surrte dicht an Asturanon vorbei und blieb in dem stinkenden Kadaver des Troll stecken. In Nergals Augen flackert der Hass.

"Angriff" ertönte es aus der Menge von Soldaten um sie herum.
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 13/05/07 12:18 PM
„Attacke“, ertönt ein Ruf aus der Menge der Soldaten die sie umzingeln. Die Soldaten rennen auf sie zu und ziehen den Kreis um sie immer enger.
Nergal erfasst die Lage in Sekunden. Tharos und Drake sind bewusstlos. Nergal und Asturanon sind hoffnungslos unterlegen. Vom Zwerg war nichts zu sehen.
Nergal packt seine Sense mit der rechten und das Schwert eines toten Soldaten mit der linken. Dann dreht er sich immer schneller um die eigene Achse, Schwert und Sense ausgestreckt. Dann springt er ab. Nergal wirbelt ein paar Meter durch die Luft und landet mitten in seinen Feinden. Durch seinen Schwung wirbelt er weiter. Blut spritzt um ihn herum. Abgehackte Gliedmassen, Beine und Oberkörper fliegen um ihn herum, durch die Luft. Seine Sense schneidet durch die Feinde wie durch Papier. Nergal wird über und über mit Blut bespritzt. Ein Soldat rammt Nergal und dieser taumelt und stürtzt. Der Soldat hebt sein Schwert. Nergal reißt seinen Arm hoch und rammt dem Soldaten sein Schwert in den Hals. Ein Blutstrahl schießt aus der Kehle des Soldaten als Nergal sein Schwert herausreißt. Mit der rechten führt er einen Rückhandschlag auf den Kopf eines Soldaten aus. Das was mal das Gehirn des Soldaten war bespritzt Nergals Arm.
Aus den Augenwinkeln sieht er wie Asturanon vier Feinde mit einer Dolchcombo erledigt. Mit einem Dolch in jeder Hand stürzt er sich auf seinen nächsten Feind.
Kurz abgelenkt wird Nergal von einer Faust getroffen und verliert sein Schwert. Nergal duckt sich führt einen Rundumschlag mit seiner Sense aus. Er hört das bersten von Knochen und die Schienbeine seiner Gegner fliegen durch die Luft. Er wägt kurz ab ob er zu Asturanon durchbrechen soll oder ob er weiter Drake und Tharos verteidigen soll als ihn ein Hornsignal herumfahren lässt. Auch die Köpfe der Soldaten drehen sich in die Richtung des Horns.
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 19/05/07 10:05 PM
Geräusche eines Kampfes.
Tharos wacht, von vielen Wesen umgeben, auf.
"Was zum?", kann er gerade noch herausbringen, als eine gigantische Axt auf seinen Kopf zuhält. Er kann sich gerade noch rechtzeitig auf die Seite rollen. Während er noch am Boden kauert murmelt er einige Worte und der Ork, zumindest glaubt Tharos das es einer war, geht in Flammen auf. Tharos rappelt sich auf und bemerkt erst jetzt das sie sich in einer Stadt befinden, er sieht sich um und blickt auf ein grässliches Schlachtfeld:
Hier Kämpfen Orks gegen Soldaten und der Magier erkennt auch Asturanon und Nergal, Rücken an Rücken kämpfend, in dem Getümmel. Ein sehr kleiner Mensch, höchstwahrscheinlich ein Zwerg, hilft den beiden Gefährten ebenfalls. Erst jetzt bemerkt der Magus dass Drake noch bewusstlos neben ihm liegt, wahrscheinlich versuchen Asturanon und Nergal ihn zu beschützen. Tharos weiß das er etwas unternehmen muss um Drake lebend hier heraus zu bringen, als er plötzlich ein Brummen vernimmt, erst leise und dann immer lauter werdend, es gehört einem Mann in beeindruckender Rüstung, der von einer Leibgarde beschützt wird, vermutlich der Kommandant der Soldaten Kompanie.
"Rückzug! Zieht euch Zurück! Wir sammeln uns vor der Stadt!", ertönt die Stimme des Generals

Tharos erkennt die Chance zu fliehen und ruft seinen Gefährten zu: "Kommt hierher, ihr müsst mich solange verteidigen bis ich Drake mithilfe eines Schwebezaubers hier heraus geschafft habe! Anschließend flüchten wir nach Norden!" Asturanon und Nergal können lange genug die immer näherrückenden Orks aufhalten, bis Tharos einen stabilen Schwebezauber aufgebaut hat. Anschließend rennen die drei übrig gebliebene Kämpfer und der Zwerg, mit einem schwebendem Drake über ihren Köpfen, in Richtung Norden.

Einige durchhetzte Minuten später am Rande der Stadt sammeln sich die Gefährten um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen:

Der Zwerg wendet sich Tharos zu: "Du musst also Tharos sein...schön dich bei Bewusstsein kennenzulernen. Ich bin Dolon!"
"Schön dich kennenzulernen, Dolon. Anscheinend haben wir mit dir einen neuen Weggefährten gefunden?! Hast du vor noch eine Weile bei uns zu bleiben oder willst du alleine weiterziehen?"

Dolon überlegte einen Moment und erwiedert dann: "Da ich nicht weiß, was ich jetzt machen soll und ich für diesen Job bestimmt kein Gold mehr bekomme, werde ich eine Weile bei euch bleiben, nur falls es euch recht ist natürlich. Mich würde aber noch interesieren was ihr eigentlich sucht..."

"Asturanon und ich haben nichts dagegen wenn du mitkommst, oder Asturanon?" Wirft Nergal in das Gespräch ein "Und was wir im Momen machen...wir jagen einen Dämon und spielen bei so einer Art Verstecken mit!"
"Oha, nicht schlecht"

Die vier Kameraden beschließen ein Nachtlager einzurichten da es langsam dunkel wird und sie ersteinmal warten wollen bis Drake wieder bei Bewusstsein ist
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 24/05/07 08:00 PM
Drake öffnet die Augen und sieht Nergals Gesicht, der daraufhin zurückschreckt.
„Er ist wach!“ winkt er die anderen zu Drake.
Drake steht auf und sieht sich um. Er war schon wieder bewusstlos gewesen, langsam erinnert er sich, warum.
„Wie ist… der Kampf ausgelaufen?“ fragt er die anderen.
Erst jetzt bemerkt er den Neuen in der Gruppe, es ist, sofern er sehen kann, ein Zwerg.
„Und wer ist der da?“ fügt Drake mit einem Fingerzeigen auf den Zwerg hinzu.
Asturanon meldet sich zu Wort:
„Nun ja, die Soldaten haben sich wegen der Bedrohung durch die Orks zurückgezogen und das haben wir genutzt um zu fliehen. Was aber wichtiger ist, wie hast du uns gefunden und was ist mit dir und Tharos passiert?“
„Ex… hat es Tharos euch nicht erzählt?“ – „Nein.“ antwortet Asturanon.
„Das ist alles nicht so einfach, aber ich gebe euch eine Kurzfassung. Wir wollten Unterschlupf in einer Höhle suchen und sind dort auf einen Felsreißer gestoßen, den wir besiegen konnten. Nun ja, irgendwie hat Exidan noch immer Macht über mich und hat mich per Gedankenkontrolle zu einem Kampf mit Tharos gezwungen.“, die Anderen schauen ihn ungläubig an, „Achja, durch die Übernahme habe ich erlernt die verborgenen Siegel in meinem… wo ist mein Schwert?“
Nergal weist seine verbrannten Handschuhe vor.
„Das war dein dummes Schwert! Warum ist es nur so heiß?! Ich musste es erst in ein Tuch einwickeln um es zu transportieren.“
Drake entlässt ein Lachen.
„Es ist eben… nicht für euch bestimmt.“
„Wie meinst du das?“ fragt Nergal.
„Nun ja, das ist etwas kompliziert, aber hört zu.“ Inzwischen hat sich Tharos zu ihnen gesetzt und Drake erzählt ihnen, wie er der Erbe des Schwertes geworden ist.

Nachdem sie alle verdaut hatten, was Drake ihnen erzählt hatte, beschließen sie noch mal eine Nacht durch zu schlafen und am nächsten Morgen zu überlegen wohin die Reise geht.

Der Morgen kam, und mit ihm die Entscheidung, nach Norden zu reisen.
Sie wollten schnellstmöglich weg von den verbrannten Ruinen um in irgendeiner anderen Stadt erstmal Proviant zu kaufen.
Als sie laufen gesellt sich Drake zu dem Zwerg.
„Ich kenne deinen Namen noch nicht.“ sagt Drake.
„Dolon.“, brummt der Zwerg, „Und du bist dieser sonderbare Drake, stimmt’s?“
„So kann man es sehen, warum reist du mit uns?“
„Nun ja, ich habe derweil nichts anderes zu tun und bin pleite. Ich reise eine Zeit lang mit euch bis ich wieder etwas verdient habe. Ich meine, so fern es dir nichts ausmacht.“
Drake bestaunt die, für die Verhältnisse des Zwergs, riesige Streitaxt auf seinem Rücken, der könnte noch nütlich werden, denkt Drake.
„Nein, überhaupt nicht, du bist bestimmt eine gute Ergänzung im Kampf!“

Nach zwei Tagesmärschen, in denen die Gruppe nach Osten abbiegen musste um nicht auf einen Wegelagerer Posten zu stoßen, erreichten sie einen Pfad, der am Horizont in einer Stadt endete.
„Endlich eine gottverdammte Stadt! Lauft ihr Hunde, wer zu letzt da ist muss den Wirt bezahlen!“ ruft Nergal und rennt auch schon los.
„Hm“, überlegt Drake und öffnet seinen Lederbeutel. „Leer…“ murmelt er, „Dann sollte ich lieber nicht letzter werden. Wie sieht’s mit euch aus?“
Drake bemerkt zu spät dass alle schon mit vollem Enthusiasmus auf die Stadt zu rennen.
Drake reibt sich die Nase.
Narren, sie dachten doch nicht wirklich sie seien schneller als ein Drache.
Drake gibt seinen Gedanken Form und verwandelt sich in einen Drachen, überholt Dolon, Asturanon und den noch etwas geschwächten Tharos, um dann etwas weiter vorne Nergal mit einem kräftigen Flügelschlag von den Beinen zu holen. Dieser fällt hin, und rollt noch drei Schritt weiter den Boden entlang.
„DU VERDAMMTER…“ doch Drake kann den Rest nicht hören, denn außer Sichtweite der Wachen verwandelt er sich hinter einem Fels zurück und läuft in Menschengestalt weiter.
„Viel Spaß du Versager!“ ruft Drake nach hinten als er plötzlich mit dem ganzen Gewicht eines Mannes umgeworfen wird.
Es ist Nergal. Verdammt, er ist schnell…

Zusammen raufen sie auf dem Boden und rappeln sich nach einem Unentschieden wieder auf um dann gleichzeitig bei den Wachen anzukommen.
Diese kreuzen aber die Wachen.
„Kein Zutritt, Verdammte!“ sagen die beiden Wächter, komplett in Metall gekleidet, synchron.
Der Rest der Truppe kommt langsam angelaufen.
„Lasst uns durch.“ Sagt Asturanon, „Wir wollen niemanden etwas tun, wir wollen nur etwas Proviant kaufen.“
„Ihr habt hier keinen Zutritt, ihr bringt nur Unglück herbei und das ist das letzte was Pasla brauchen kann!“
Die Gruppe schaut sich entgeistert an.
„Wie bitte?“ sagt der noch immer zornige Nergal, „Also wenn das so ist, wir können auch über eure Leichen in die…“ Asturanon unterbricht ihn mit einem Schlag in die Rippen.
„Das bringt doch nichts…“ flüstert er.
„Verschwindet!“ sagt ein Wächter noch mal.
„Ihr seid hier nicht willkommen!“ sagt der Andere.
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 02/06/07 02:17 PM
Die kleine Gruppe schlägt ihr Nachtlager ein paar Dutzend Meter von der Stadtmauer entfernt in einer Mulde auf. Ein kalter Wind kommt auf und sie rücken noch näher an ihr Lagerfeuer heran.
„Wir könnten jetzt in einem warmen Wirtshaus mit Bier und gebratenem Fleisch sitzen. Aber statt dessen müssen wir hier in diesem vermoderten Loch sitzen und Trockenfleisch essen.“, grummelt Nergal. Plötzlich springt er auf, packt einen Stein und schleudert ihn in Richtung Stadtmauer, auf der die Wachen ein paar Laternen aufgestellt haben. „Ihr gottverdammten Söhne einer räudigen Hündin!“
„Wir können nichts daran ändern.“, beruhigt ihn Asturanon.

Eine Weile sitzen sie schweigend da, als plötzlich ein Reiter durch ein Gebüsch am Rand der Mulde bricht. Der Reiter ist anscheinend genauso überrascht, jemanden zu sehen wie Nergal und die anderen.
„Was macht ihr denn hier?“, fragt er überrascht.
„Dasselbe könnten wir dich fragen.“, erwidert Drake.
„Wieso habt ihr ein Kind dabei?“
Dolons Halsmuskeln zucken und er greift nach seiner Axt doch Nergal kommt ihm zuvor: „Das ist ein Zwerg. Und um deine erste Frage zu beantworten, wir dürfen nicht in die Stadt.“
„Achso, ihr seid die Unglücksbringer! Na dann kann ich’s euch sagen.“, die Miene des Mannes erhellt sich.
„Junge, treib`s nicht zu weit!“, schnauzt ihn Dolon an aber Drake unterbricht ihn: „Was kannst du uns sagen?“
„Na das ich ein Dieb bin und das hier mein Geheimgang in die Stadt ist damit ich ungehindert an den Wachen vorbei kann.“
„Wir können ihn nicht zufällig auch benutzen?“, fragt Nergal vorsichtig.
„Ich hab nichts dagegen.“, erwidert der Dieb und öffnet eine versteckte Falltür im Boden.

Nach einiger Zeit die sie durch den engen Gang, der nur von der Fackel des Diebes erhellt wird, laufen kommen sie zu einer Falltür durch deren Ritzen Licht dringt. Der Dieb öffnet die Falltür und klettert nach oben, in einen kleinen Raum. Nachdem alle oben sind verschließt der Dieb die Falltür und legt einen Teppich darüber. Dann führt er die Gruppe durch eine Tür in eine Schankstube eines Wirtshauses. Zu so später Stunde ist niemand mehr im Wirtshaus.
Außer einer Wache in einer Ecke der Schankstube.
Als er sie erkennt springt er auf und packt sein Schwert. Doch bevor er auf sie zurennen kann ertönen vor dem Wirtshaus Schreie und Waffengeräusche. Der Soldat dreht sich um und läuft zum Fenster. Nachdem er rausgeschaut hatte drehte er sich mit entsetzen um und richtet sein Schwert auf Drake und die anderen.
„Ihr seid wirkliche Unglücksbringer! Die Stadt wird euretwegen angegriffen!“, schreit er.
„Glaub mir, die Stadt wird nicht unseretwegen angegriffen. Aber wir können euch helfen euch zu verteidigen. Wir sind Kämpfer. Aber dazu musst du uns glauben.“, beruhigt ihn Drake.
Der Soldat lässt sein Schwert sinken. „Na gut. Ich glaube euch. Aber ihr müsst uns helfen!“
„Das werden wir.“, verspricht ihm Nergal.
„Kommt mit.“
Der Soldat läuft aus dem Wirtshaus heraus.

„Die Angreifer haben Brandpfeilschützen vor der Mauer postiert! Die halbe Stadt brennt!“, meldet eine Wache dem Soldaten, der sich als Hauptmann der Wache heraus gestellt hat.
Der Hauptmann dreht sich zu Nergal und den anderen um und zeigt auf die Karte von Pasla, die er vor der Wachstube der Stadt auf dem Boden ausgebreitet hat.
„Ihr werdet euch durch das Südtor kämpfen“, er zeigt auf eine Zeichnung auf der Karte, „und die Bogenschützen dort ausschalten.“ Nergal nickt.
Dolon nimmt seine Axt in die Hand. „Worauf warten wir dann noch?“
Mit gezückten Waffen laufen sie los.

Am Südtor angekommen bricht die Hölle aus.
Die Häuser um das Tor herum brennen. Überall liegen Leichen und Verwundete. Die, die noch stehen können kämpfen mit aller Kraft.
Nergal schwingt seine Sense durch eine Reihe Feinde. Blut spritzt um ihn herum. Asturanon und die anderen kämpfen mit der selben Verbissenheit und Stärke.
Nergal wird am Kopf getroffen. Er strauchelt und fällt auf den Boden. Die Geräusche um ihn herum verzerren sich und schwinden langsam zu einem dumpfen Pochen. Nergal hört seinen Atem so laut, als würde er allein in einem Raum sein. Das Feuer das er sieht vermischt sich mit dem Blut das über sein Gesicht läuft. Mühsam versucht er aufzustehen. Wo ist seine Sense? Er weiß es nicht. Nergal nimmt das Schwert eines Toten und rafft sich auf. Ein schwankender Schlag zerschlitzt das Gesicht eines Soldaten. Alles um ihn herum verlangsamt sich. Er kann den Schlag genau sehen der auf ihn zu kommt. Nergal versucht das Schwert hochzuhalten um den Schlag zu parieren aber sein Schwert wird vom Gegner mit Leichtigkeit weggeschlagen. Zu leicht. das Geräusch als das andere Schwert auf seins trifft kennt Nergal.
Plötzlich ist es dunkel um ihn. Er hört dumpfe Stimmen. Aber er kann sie nicht verstehen. Dann umgibt ihn grünes Licht. Ein Heilzauber? Aber wer webt ihn? Tharos?
Dann geht es Nergal schlagartig besser. Der Heilzauber war einer der besten die Nergal kennt.
Tharos ist über ihn gebeugt. „Ah, es geht dir besser! Du hast ordentlich was abbekommen.“. Nergal setzt sich auf. Drake, Asturanon und Dolon sind um ich versammelt. Als er hinter sie sieht erkennt Nergal das sie von einer Art schwarzen Nebel umgeben waren.
„Wir müssen hier sofort verschwinden“, warnt er die anderen, „Das Schwert das ich versucht habe zu parieren war ein...“
„Du kennst den Klang von Dunkelelfischer Schmiedekunst also immer noch.“, unterbricht ihn eine Stimme.
Alle drehen sich zu der Stimme um. Eine Gestalt in einer dunkelblauen Kutte kommt aus dem Nebel. Aus der Kutte schauen nur zwei Hände von dunkler Hautfarbe hervor. Fast die selbe Farbe wie die der Kutte. Die selbe Hautfarbe wie die Nergals.
„Sanach. Was machst du denn hier?“, antwortet Nergal kühl.
„Ein bisschen mehr Freude über ein Wiedersehen mit mir hätte ich mir von dir schon erwartet. Schließlich würdest du ohne meinen Nebelzauber jetzt schon im Staub liegen und tot sein.“
„Na vielen herzlichen dank.“, grunzt Nergal sarkastisch, „Ich hab immer noch Kopfschmerzen von dem Schlag.“
„Für einen schlampig ausgeführten Heilzauber kann ich nichts.“, antwortet Sanach mit einem gehässigen Unterton.
Tharos Augen werden schmal.
„Aber so ist das nun mal mit Zauberern“, fährt Sanach fort, „Verlieren sie mal ein Artefakt sind sie wieder schwach wie Kinder.“
„Ich frage dich noch einmal: Was machst du hier? Was macht der Krieg der Dunkelelfen so weit weg von deren Häusern?“, fragt Nergal, „Denn wenn du nur aus Spaß hier bist kannst du gleich wieder verschwinden.“
„Du bist noch genauso unfreundlich wie damals. Aus Allkulro hat man dich wegen dieser Unfreundlichkeit sogar verbannt.“
„Dort war man aber auch nicht so geneigt dich zu sehen, Sanach. Wie nannten dich die Menschen dort? Den Gott der Lügen.“
„Das ist ein Ausdruck der Zuneigung.“, er stößt ein raues Lachen aus, „Aber wenn du es wissen willst: Exidan hat einen Packt mit Loki geschlossen. Und weil ihr sein lieblings Haustier getötet habt ist er nun hinter euch her.“
„Aber wie will Loki Unterstützung fü seinen Packt von den Dunkelelfen erhalten wenn der Rat Exidan als Feind betrachtet?“
Sanach stößt ein verächtliches Lachen aus. „Glaubst du es juckt auch nur einen Dunkelelfen wenn Loki den Herrscher des Rates tötet und selber die Kontrolle übernimmt?“
„Es kümmert meinen Vater.“, antwortet Nergal.
„Dein Vater ist Herrscher des dritten Hauses. Was kann der schon machen?“
„Loki ist Herrscher des fünften Hauses wenn ich mich recht erinnere. Mein Vater kann mehr ausrichten als Loki.“
„Ich verstehe zwar nur die Hälfte von dem was ihr hier redet“, unterbricht Drake, „aber ich will von dir wissen“, er zeigt auf Sanach, „Wo ist Exidan?“
„Ich beantworte keine Fragen von einem Haufen Fleisch der stirbt, verottet und zu Staub wird.“
Drake packt sein Flamenschwert. „Wenn du persönlich wirst...“
Sanach macht eine Handbewegung und Drake wird von einer magischen Macht gepackt und in die Luft gehoben. „Was ist das?“. Er macht noch eine Handbewegung und murmelt etwas in einer fremden Sprache. Dann steigen ein paar schwarze Linien von Drake auf und steigen in den Himmel.
„An dir kleben Reste der Dunklen Magie die Exidans Dämon verwendet hat. Du riechst nach dunkler Magie aber es ist nicht deine. Du verdienst ihre Macht nicht.“
Die schwarzen Linien verflüchtigen sich.
Die Kraft löst sich und Drake fällt auf den Boden. Sanach wendet sich Nergal zu.
„Eure Reise war sehr amüsant für Loki. Ich bin hier um euch mitzuteilen das er beschlossen hat Exidan noch nicht zu sagen wo ihr seid.“, er tritt ein paar Schritte zurück, „und nun...“
„Warte!“, ruft Drake, „wo ist Exidan?“
Sanach lächelt. „Folgt dem Weg in den Norden.“ Dann verschwindet er in dem Nebel. Sie versuchen hinterher zu laufen aber der Nebel baut sich wie eine Wand vor ihnen auf. Plötzlich löst er sich auf und die Gruppe steht wieder im Kampfgetümel. Von Sanach ist nichts mehr zu sehen.
Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 04/06/07 08:31 PM
Der Nebel löst sich auf und sie befinden sich wieder mitten in der Schlacht.
Beide Fraktionen schauen die 5 an, wechseln ein paar Blicke und eröffnen den Kampf wieder.
Die Gruppe geht in die Kampfformation, von der Drake kurzfristig die Führung übernimmt.
„Asturanon, zu meiner Linken, Nergal zur Rechten. Dolon und Tharos übernehmen die Rückendeckung.“
„Seit wann hast du hier das Kommando?“ beschwert sich Nergal,
Drake wollte antworten als er gerade noch einen Angreifen hinter Nergal entdeckt. Er nimmt sein Schwert in eine Hand, stößt Nergal zur Seite und durchtrennt den Angreifer mit einem diagonalen Streich. Der Mann stirbt ohne einen Schrei.
„Danke.“ Sagt Nergal.
„Ein Grund warum ich die Führung übernehmen, und jetzt auf deinen Posten.“
Nergal nickt und macht sich in Bewegung.

Eine Zeit lang kämpfen sie so, doch im Verlauf des Kampfes kommen immer mehr Angreifer, es sind Banditen, die Überbleibsel von der anderen Stadt wahrscheinlich.
Ein langewachsener Bandit schlägt vertikal auf Drake, dieser hebt jedoch sein Schwert waagerecht und pariert den Schlag. Die Waffe des Feindes erhitzt sich und er lässt sie fallen, und Drake befördert ihn mit einem Tritt nach hinten.
„Wir können die Position nicht mehr lange halten!“ ruft Drolon von hinten.
Drake überlegt, ein Siegel musste her.
„Tharos!“, er antwortet Drake’s Ruf.
„Was ist?“ er hat gerade einen Banidten zu Asche verbrannt.
„Leih mir dein Mana, keine Fragen tu es einfach, Dolon, deck ihn!“
Beide nicken und Tharos macht sich an die Arbeit. Er hält beide Hände nach vorne und wirkt die Form für ein Manaband, mit diesem ist ein konstantes Übertragen von Mana von einer Person zur anderen möglich.
Drake sucht ein Siegel aus, eine Rune erinnert ihn etwas an eine Windprophezeiung aus der Akademie. Er wählt sie.

Nach dem Aufsagen der Formel leuchtet die Rune und das Portal öffnet sich. Drake holt ein hellgrün bis farbloses Leuchten heraus und setzt es auf die Waffe.
„Siegel frei, Orkan!“
Drake wird von einem leichten Wind umgeben und hebt sein Schwert. Er fühlt sich im Inneren unruhig und verspürt einen Drang sich zu drehen dem er auch nachgeht.
„Was zum?!“ sagt Asturanon, sichtlich erstaunt von Drakes Vorhaben.
„Lauft!“ ruft Drake zu seinen Gefährten und entfesselt das Siegel.
Tharos entfernt sich einige Schritte und hält den Manastrom konstant.
Mit Tharos’ Kraft könnte er das Siegel etwas mehr als 5 Minuten aufrecht erhalten.

Mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit dreht sich Drake, den Schwertarm ausgestreckt, im Kreis. Dann beendet er den Wirbel und läuft auf den größten Teil der Banditen zu.
„Der Windgott erwartet euch…“ ruft Drake wie besessen.
Kurz vor der Meute springt Drake hoch und entlädt einen Teil des Siegels.
Die Leute werden nach seiner Landung in alle Richtung geschleudert. Man hört Gliedmaßen brechen und sieht Leute von herumfliegen Waffen verstümmeln. Der Großteil der Banditen stirbt in einem entsetzten Geschrei.
Drake schaut nach vorne und sieht die nächsten Opfer, der Manastrom von Tharos ist konstant, doch hat Drake mit dieser Attacke viel Mana verbraucht. Für den Impakt reicht es noch.
Drake webt eine Manaformel. Die Banditen sind inzwischen auf ihn losgerannt und Drake hat wenig Zeit. Er hört schon die Angriffsschreie der ersten Leute als er den zauber vollendet hat.
„Impakt.“ Spricht er in der menschlichen Sprache und macht einen gewaltigen Streich von rechts nach links. Der Wind verbindet sich mit dem Flammenschwert und entlädt eine brennende Windböe, eine gewaltige Windböe. Die Banditen werden verbrannt und durch die Luft geschleudert, manche verbrennen schon an dem Schwert.
Drake spürt einen Ruck. Seines, und auch Tharos’ Mana ist leer, der Strom ist abgebrochen.
Drake verwandelt sich in einen Drachen und entgeht gerade noch rechtzeitig einem Angriff einem der letzten Dutzend Banditen, die noch übrig sind, mit einem Flügelschlag. Er dreht um und fliegt zu den anderen zurück, die wie gebannt auf die Leichenmasse starren.
Drake verwandelt sich zurück und kniet auf den Boden, sichtlich erschöpft vom Siegel und dem Impakt.
„Den Rest… müsst ihr machen…“ keucht er.
Drolon, Asturanon und Nergal nicken und packen ihre Waffen fester.
„Drake pass auf!“ ruft Asturanon, doch es ist zu spät. Drake spürt einen heißen Schmerz in seiner Solarplexushöhe. Drake spuckt Blut, als das Schwert wieder herausgezogen wird. Der Angreifer will ein weiteres Mal zuschlagen, doch Asturanon ersicht ihn ehe er die Waffe heben kann.
Drake’s Blick verschwimmt, doch er bleibt bei Bewusstsein, er hält sich die Hand an die klaffende Wunde in der Brust. Leicht violettes Blut benetzt seine Hand.
Drake wäre auf den Boden gestürzt, hätte ihn die Stadtwachen nicht aufgefangen und in die Stadt abtransportiert.
Er wünscht den anderen noch viel Glück, und hofft sie alle wieder lebendig zu sehen. Seine Arbeit ist getan. Zumindest für den heutigen Tag, sterben, nein, das kam nicht in Frage, nicht jetzt, nicht an diesem Ort und vor allem nicht so. Er spürt die Wärme seines Schwertes, dass noch immer in seiner Hand ruht, ein Sanitäter will es ihm abnehmen.
„Nein… hör auf, du kannst es nicht halten…“ flüster Drake.
Der Sanitäter, ein junger, hagerer Mann, nickt und lässt sein Schwert in Drake’s Arm.
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 25/06/07 03:42 PM
Tharos blickt erstaunt auf das Schlachtfeld, Drake hat mit seinem Windsiegel vermutlich die Schlacht entschieden. Überall liegen Waffen und Leichen herum, nur noch etwa ein Dutzend Banditen leben...und sie versuchen zu fliehen um vermutlich Verstärkung zu holen. Das dürfen sie nicht zu lassen.
"Asturanon, Nergal! Los kommt mit, wir gehen Banditen jagen!" schreit Dolon.

Die drei Gefährten ziehen los und versuchen die verbliebenen Banditen zu finden und zu eliminieren, während Tharos das Schlachtfeld nach verletzten Stadtwachen absucht um sie gegebenenfalls noch retten zu können. Einige Zeit später begeben sich die Überlebenden zusammen mit Tharos zurück in die Stad um die Verteidigung aufzubauen, nur zu Sicherheit falls Asturanon, Nergal und der Zwerg keinen Erfolg mit ihrem Vorhaben hätten und die Banditen Verstärkung holen könnnten.

Der Magier begibt sich zum Kommandanten der Stadtverteidigung um mit ihm über den Aufbau der Verteidigungslinien zu sprechen:

"Kommandat, wir müssen Wachen aufstellen und das Tor solange geöffnet halten bis meine drei Kameraden zurück kommen. Ich will nicht das sie ihr Leben geben nur um eine Stadt zu retten in die sie nicht reinkommen, da sie vor verschlossenen Toren stehen."
"Keine Sorgen, Herr Magier. Ich werde die Nachtwache einteilen, falls ihr wollt könnt ihr persönlich solange Wache halten bis eure Freunde zurückkommen. Und keine Sorge, wir wissen es zu schätzen das ihr Neuankömmlinge euer Leben gebt um unsere Stadt zu beschützen..."

Der Kommandant wendet sich ab und ist im Begriff zu gehen, er läuft zwei Schritte und dreht sich dann erneut um.

"Herr Tharos, ich glaube ihr werdet so genannt, nicht wahr? Falls ihr den tapferen Soldaten sucht der sich wie ein Berserker durch die Gegnerscharen gemetzelt hat...
"Drake!" wirft Tharos ein "Ja genau, Drake wird er genannt. Es steht schlecht um ihn...ich hoffe ihr verfügt über Heilkräfte um ihn retten zu können, allerdings hat er nicht mehr so lange Zeit. Drake wurde schwer verletzt und meine Sanitäter können ihn nur noch einige Stunden am Leben halten, es tut mir wirklich leid..."
"Verstehe...es tut mir sehr leid, aber ich bin im Moment noch total erschöpft durch die Manaverbindung mit Drake, falls ich ihn jetzt heillen wollte würde ich vermutlich selbst sterben . Ich werde zu ihm gehen wenn meine drei Freunde zurückkommen.
"Wir haben euch zu danken, ihr habt uns vor der Plünderung dieser Meute gerettet und hoffentlich seit ihr bald stark genug euren Freund zu retten.

Die beiden wenden sich ab und Tharos, sichtlich geschockt von der Nachricht, begibt sich zu den Stadtmauern um dort, falls notwendig, bis in die Nacht wache zu halten.
Er steht dort schon einige Stunden als die Nacht herein bricht und er sich auf seinen gewöhnlichen Rundgang begibt:

Müde und erschöpft fragt er die Wachen nach neuen Ereignissen, wie immer wurde nichts neues gesehen. Der Magier begibt sich nach seinem Routinegang zurück zu seinem Standplatz und versucht mit aller Konzentration die Müdigkeit zu verdrängen...es hilft nichts, der Kampf und die Reise waren einfach zu anstregend wesshalb er, mit dem Kopf auf der Mauer, einschläft. Tharos hat einen unruhigen schlaf , er erschrickt und wacht plötzlich , durch einen lauten Schrei, in der stockfinsteren Nacht auf. Nur die flackernden Fackeln verdrängen die Finsternis von den Zinnen. Er will sich nach dem Grund des Schreis umsehen als er es selbst erkennt: Lichter in der Dunkelheit! Die Lichter bewegen sich auf die Stadt zu.

Tharos spricht leise zu den Soldaten:
"Holt eure Bögen! Wir wissen es nicht ob es ein erneuter Angriff der Banditen ist!"

Der Magier holt eine Wurfaxt, die er zuvor von Dolon geschenkt bekam,hervor. Sein Herz und der Puls rasen...plötzlich hört er eine düstere Stimme, als wäre sie in seinem Kopf
"Vernichte sie! VERNICHTE SIE! Gib den Soldaten den Befehl sie zu töten!

Aufeinmal vernimmt er eine andere Stimme, die Stimme des Dunkelelfen Nergals der ebenfalls schwache magische Kräfte besitzt.

"Verdränge diese Stimme! Das ist der Dämon er will dich gegen uns aufhetzen! Wir sind es, Asturanon, Dolon und ich....eröffne nicht das Feuer!

Krämpfe durchzucken Tharos und er kann gerade noch herausbringen das die Soldaten die Bögen wegstecken sollen bevor er zusammensackt. Er wird aber sofort von zwei Soldaten in seiner nähe hochgestützt und es geht ihm auch sofort wieder besser, da er sich vor solchen magischen Attacken mit Schutzauren selbst schützen kann.Nach dem betreten der Stadt von Nergal, Asturanon und Dolon, wird die Stadt sofort geschlossen und verriegelt.

Kaum in der Stadt werden die drei Neuankömmlinge darauf angesprochen das Drake schwer verletzt im Krankenzimmer liegt und Tharos ebenfalls dorthin gebracht wird um Drake zu heilen.

Einige Minuten später im Sanitätszimmer

"Schafft du es? Schaffst du es, ihn zu retten? fragt Asturanon "Ja genau, du hast doch schon so viele geheilt! Also wirst da das hier auch schaffen." ermutigt Nergal den Magier.

"Ich hoffe es...und jetzt Ruhe! Ich muss mich konzentrieren!"
Tharos gibt all seine vorhandene Kraft in den Heilzauber, dennoch klappt es nicht sofort, er braucht über fünf Minuten bis sich die Wunde schließt. Tharos, völlig erschöpft, legt sich auf ein freies Bett.

Erst jetzt bemerken Asturanon und Nergal das sich Dolon ebenfalls im Sanotätszimmer befindet, allerdings schlafend auf einem Bett...sie fragen den leitenden Arzt was passiert ist:

"Was ist denn mit ihm passiert? Er war doch gerade noch putzmunter hinter uns als wir in die Stadt kamen" fragen Nergal und Asturanon fast synchron, beide können sich ein Schmunzeln nicht verkneifen. Auch Tharos hat es erwischt, er verfällt regelrecht in einen Lachanfall.

"Er ist nach dem betreten der Stadt plötzlich zusammengebrochen, Tharos vermutet das es ein Angriff auf seinen Geist durch diesen Dämon war, er wurde dann von zwei Soldaten hierher gebracht aber es geht ihm gut. Ach übrigens, bevor ich es vergesse: Der Bürgermeister will euch die Stadt zeigen lassen, anschließend sollt ihr euch zu einem Gespräch zu ihm ins Rathaus begben. Aber da ist ja noch bis morgen Zeit, ihr solltet euch erstmal Schlafen legen, kommt mit!"

So schlürfen die drei Kameraden völlig erschöpft, besonders Tharos ist erledigt durch seinen Heilzauber, dem Sanitäter hinterher und können sich bald danach aufatmend in ein Bett legen.







Posted By: Dolon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 17/07/07 02:10 PM

Dolon macht die Tür des Lazarettes auf, sieht Nergal, Asturanon und Tharos neben einem Bett stehen, an dem Drake gerade seinen Waffengurt anlegt.
„Schön, dass es dir wieder besser geht, Drake. Übrigens, der Stadtführer wartet schon vor dem Eingang.“, sagt Dolon und zusammen gehen sie vor das Zelt, wo ein kleiner, dunkelhäutiger Mann steht, der sie freundlich begrüßt und in einem komischen Dialekt anspricht:
“Ich euch heute werden führen durch die Stadt. Wollt ihr vielleicht kaufen Sachen im Boro?“, dabei setzt er ein freundliches Grinsen auf und führt sie, nach einem Nicken von Nergal, zum Boro, der sich als Handelsareal entpuppt. Als sie ankommen quetschen sich jedoch Menschen, die es eilig haben, durch enge, überfüllte Gassen und stoßen dabei ab und zu kleine Kinder und Gegenstände um. Der Einheimische führt die Gruppe durch kleine Gassen und am Schluss kommen sie direkt neben einem Waffenhändler und einem Händler für Heiltränke heraus, doch der Eingang von beiden Geschäften liegt an der geschäftigen „Hauptstraße“ des Boro. Dolon sieht gerade noch den Führer in der Masse von Menschen mit kleinen, runden Stoffhauben auf den Köpfen, verschwinden und Tharos und die anderen folgen. Deswegen schickt sich Dolon, der Gruppe in den Waffenladen zu folgen. Im Waffenladen selbst ist es muffig, warm und so voller Rauch, dass Dolon kaum zwei Meter sehen kann.
Dolon selbst richtet sich sofort auf die Fernwaffen Abteilung und kauft sich zwei Beutel Armbrustbolzen.
Nergal ist inzwischen in den Heiltrankladen gegangen und legt sich Vorräte an.
Asturanon besorgt sich einige sehr teure Schleifsteine, während Tharos nur daneben steht und unbeteiligt zuschaut.
Drake dagegen sucht etwas länger. Nach wenigen Minuten findet er einen Dolch der ihm gefällt.
„Oh, guter Geschmack!“ sagt der dickliche Ladenbesitzer.
„Wie viel…kostet er?“
„Ich verkaufe ihn dir für 5 Masen, aber da ihr diese Währung nicht habt müssen wir wohl tauschen?“
Plötzlich mischt sich Nergal ein.
„Ihr wisst schon, dass wir, und vor allem der da“, er zeigt auf Drake, „eure kleine gottverdammte Stadt gerettet haben?“
Der Ladenbesitzer erbleicht und schenkt der Gruppe ihre Waren.
„Es tut mir Leid, das wusste ich nicht…“ sagt er.

Nachem sie fertig sind gehen sie wieder nach draußen, auf der Straße bemerkte Dolon, dass sie wie leergefegt ist, nur einzeln sieht man eine Ratte vorbeihuschen. Plötzlich rennt ein Bote der Palastwache in purpurner Uniform und bronzenen Helm zur Gruppe und teilt ihnen mit, dass der Thain der Stadt, Lord Rem Lum sie in seinem Palast erwartet. Also verabschieden sie sich von ihrem Stadtführer und folgen dem jungen Boten zum Palast des Thaines.

Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 06/08/07 12:24 PM
„Bestimmt auch so ein Wichtigtuer.“ Denkt Drake laut während sie auf dem Weg zum Palast sind.
Nach einigen fragenden Blicken der anderen wendet sich Drake diesen zu.
„Ich meine den Thain…“, sofort kommt von allen ein erleichtertes ‚Achso’ oder auch ein ‚Das hab ich so auch verstanden!’.
Drake seufzt und wendet seinen Blick in die Ferne.
Der imposante Palast ist schon von dem Marktplatz aus zu sehen.
Es ist ein weiß – goldenes Gebäude, mit Türmen an den Ecken, vier an der Zahl.
Die Spitzen der Türme sind vergoldet und sehen aus wie eine Zwiebel. Als Drake das Gebäude weiter bestaunt, muss er einem Stadtbewohner ausweichen, der aus einem Fenster geworfen wurde.
„Das kannst du doch nicht machen?!“ hört Drake ihn rufen und läuft weiter.

Als sie vor dem Palast stehen, sieht Drake bei den anderen nur offen stehende Münder.
Das Tor, selbst so groß wie zwei normale Häuser, ist mit verschiedenen Symbolen verziert und komplett aus massivem Gold. Acht Wächter stehen davor, vier vor jeder Tür, komplett in schwere Rüstung gekleidet, muskulös und mit starrem Blick.
Der Bote wechselt schnell einige hektische Wörter mit ihnen, darauf folgt ein Nicken, und die acht Wächter packen die Zugringe an den Toren und ziehen. Nach wenigen Augenblicken ist der Palast offen und die Gruppe läuft hinein.
Drinnen ist das Gebäude hell erleuchtet von Fackeln an den Wänden, Säulen, und eigentlich überall, und selbst die Decke leuchtet auf seltsame Weise. Drake schließt daraus dass es magischer Herkunft sein muss.
Der Boden ist ein edler, langer Teppich, der direkt zum Thronsaal führt.
Dort angekommen stehen an beiden Wänden jeweils zehn Wachen, und beim Thron und dem Thain selbst noch einmal fünf.
Der Thain, sehr geschmückt mit großen Ringen an den Fingern, einem goldenfarbenem Mantel und einer Kopfbedeckung, die Drake nicht zuordnen kann, erhebt sich.
Das Gespräch beginnt.

Der Bote teilt der Gruppe mit, dass sie sich hinknien sollen, doch Drake verweigert.
Alle schauen ihn fragend an, doch Drake sagt dass er sich von der Verletzung noch nicht ganz erholt hat und sich nicht überanstrengen sollte.
„Warum kniet er nicht?“ fragt der Thain mit einem hörbaren Akzent.
Der Bote versucht verzweifelt dem Thain die Lage zu erklären, doch dieser bleibt stur.
„Er soll knien!“ schreit der Thain schon fast.
Drake erfasst den Augenblick und erwidert.
„Wisst ihr was, meinem Rücken geht es gut, doch ich frage mich, vor was ich knien soll? Ihr habt nichts getan um diese Stadt retten, ihr habt wahrscheinlich hier auf eurem Thron gesessen und euch euren Bauch vollgefressen, während da draußen Leute gestorben sind. In meiner Rasse kämpfen die Oberhäupter mit, egal wie wichtig sie sind, und wenn das hier nicht der Fall ist sehe ich keinen Grund zu knien.“
Der Thain lässt sich Drakes Rede erklären und bekommt daraufhin ein vor Wut rotes Gesicht.
„Er soll dies zurücknehmen!“ ruft der Thain.
„Drake, tu einfach was er sagt…“, sagt Nergal, „In meine Volk teilen wir die selbe Ansicht, nur hat es keinen Sinn sich dieser Sturheit zu widersetzen.“
„Nein.“ Erwidert Drake gelassen.
„Werft ihn hier raus.“ Flüstert der Thain schon fast, doch Drake hat es nicht überhört.
Sechs Wachen nähern sich Drake.

Drake packt den Griff des Schwertes, welches daraufhin auflodert, und hält es den Wachen vor deren Gesichter.
„Sechs…“, Drake grübelt kurz, „Vier nehme ich auf jeden Fall mit mir, was meint ihr?“
Die Wachen ziehen ihre Waffen.
„Das hast du wieder sehr toll gemacht, Drake…“ flüster Asturanon, steht auf und bewaffnet sich mit Krummschwert und Dolch.
„Ich hasse ihn dafür aber er gehört zur Gruppe.“ Sagt er.
Dolon steht ohne ein Wort auf und entbindet seine Streitaxt, die er daraufhin drohend zu Boden schlägt.
„Ihr habt sonst auch nichts zu tun oder?“ sagt Tharos, steht auf und erzeugt einen Feuerball in seiner Hand.
„Hehe, Zeit für Spaß?“ kichert Nergal, steht auf und holt seine Sense vom Rücken.
„Ich nehme meine Worte zurück, aber nur die, dass ich vier mitnehme. So wie es aussieht, werden wir euch töten, bevor ihr Verstärkung rufen könnt.“ Sagt Drake.
Das Gesicht des Thains wird blass.

„Eigentlich wollte ich euch danken für die Hilfe die ihr unserer Stadt geleistet habt, aber jetzt…“
Drake nutzt den Moment, bindet sein Schwert wieder an den Gurt, konzentriert sich, und entfaltet Schwingen, die aus seinem Rücken kommen, um in einem Augenzwinkern beim Thain zu sein um seinen Hals zu packen. Er hebt ihn vom Boden.
„Was sagtet ihr? Oh, ist euch etwa das Wort im Halse stecken geblieben?“
Ein schallendes Lachen ertönt aus der Gruppe. Es war Dolon.
Nergal verpasst ihm einen Ellenbogenhieb in die Seite, wofür er sich bücken musste um auf die Höhe zu kommen.
„Das ist nicht der Moment zum lachen…“ sagt er wütend.
„Hals…stecken….“ Kichert Dolon.
Drake räuspert sich.
„Nun, was wollt ihr machen? Bevor eure Wachen mich erreichen habe ich euer Genick gebrochen. Noch dazu schaffe ich es wegzufliegen und nehme meine Freunde mit. Wir wollten nur eines Wissen, Tharos?“
Tharos wirft Drake den Fetzen Pergament rüber, den Drake mit seiner freien Hand fängt.
„Was könnt ihr uns über diese Rune sagen?“ Drake hält ihm das entfaltete Pergament vor die Nase.
„Nichts…“ gurgelt der Thain.
Drakes Griff wird fester, die Wachen schauen nur zu, unfähig irgendwas zu tun.“
„Wartet, es gibt da jemanden der sich mit so was auskennt… Er wohnt außerhalb in einer Hütte im Norden. Er kann euch sicher helfen. Lasst mich bitte los…“ fleht der Thain.
„Um sein Leben betteln machen wir bei uns übrigens auch nicht, aber ich werde dieses Mal noch darüber hinwegsehn.“ Drake lässt ihn los und läuft zu der Gruppe zurück, die Schwingen verschwinden im Rücken.
„Solltet ihr uns Folgen, machen wir eure Stadt dem Erdboden gleich…“
Somit verschwindet die Gruppe aus dem Palast, wortlos, ohne unnötige Bewegungen.
Ja, so hatte Drake es sich vorgestellt. Sein Plan ist aufgegangen.
„Also dann, auf nach Norden!“ ruft Drake.

Nach einer knappen Diskussion, dass Drakes Aktion sehr riskant war, verlassen die Fünf die Stadt durch das Nord Tor und folgen dem Pfad.
„Einfach nach Norden, ja?“ sagt Dolon, „Wir Zwerge sind gut im orientieren!“
„Dolon, das ist Osten wo du hinwillst…“ erwidert Nergal.
„Das Habe ich gewusst!“ der Zwerg räuspert sich und läuft wieder zur Gruppe zurück.

Nach einer halben Stunde, erreichen sie ein Wegschild.
„Wenn ihr dem Weg folgt, gelangt ihr NICHT zu meinem Haus! Gezeichnet: Der Eremit.“ Liest Drake vor, „Wie schlecht geht es denn bitte noch?“
Nachdem Dolon, der als einziger gelacht hat, wieder laufen konnte, erreicht die Gruppe auch schon nach wenigen Minuten jenes Haus.
Es ist ein kleines, aus Holz gebautes Haus, mit einer Vorder- und Hintertür.
Als sie vor dem Haus stehen, klopfen sie an.
Posted By: Nergal Re: Eine Reise ins Ungewisse - 08/08/07 03:58 PM
Dolon begutachtet das Haus des Eremiten: „Naja, nicht gerade das was man von `nem Eremiten erwartet...“.
Das Haus ist an einigen Ecken schon schief und nur durch Balken an den Wänden abgestützt. An der Tür hängt ein Schild mit der Aufschrift: Betteln verboten! Hausierer werden erstochen!
„Oha, nicht sehr freundlich“, bemerkt Nergal.
In diesem Moment sehen sie wie ein alter Mann auf einem Pferd auf das Haus zureitet. Das Pferd hat ein Bündel Feuerholz auf dem Rücken. Es dauert eine Zeit bis der Mann zu dem Haus kommt denn er hat eine sonderbare Form des Reitens entwickelt, die es von ihm verlangte in Abständen von einigen Sekunden vom Pferd zu fallen.
Als er beim Haus ist bindet er sein Pferd an und geht, an der Gruppe vorbei, ins Haus wobei er ihnen die Tür vor der Nase zu schlägt.
„Wirklich nicht freundlich.“, knurrt Nergal.
Drake geht zur Haustür und klopft.
„Weg da!“, ertönt eine Stimme von innen.
Drake klopft noch einmal.
„Ihr sollt verschwinden!“, ertönt die Stimme wieder, diesmal lauter.
Dolon geht zur Tür und schlägt mit dem stumpfen Ende seiner Axt gegen die Tür.
„Niemand da!“, erwidert die Stimme.
„Wir haben dich doch gerade gesehen.“, ruft Nergal.
Sie hören einen halberstickten Fluch von innen, dann ein Poltern. Dann öffnet der alte Mann die Tür.
„Ihr seid so lästig wie die Furunkel an meinem Hintern! Wenn ihr was verkaufen wollt solltet ihr lieber verschwinden denn ich bin Magier!“, brüstet sich der Alte.
„Gut. Ich hab nämlich einige Erfahrungen mit Magiern. Letztes Jahr habe ich den Erzmagier von Ymitury um seinen Stab, den Gürtel mit Juwelen und sein Leben gebracht - etwa in der Reihenfolge glaube ich.“, erwidert Nergal.
Der Alte ächzt: „Wenn`s so dringend is, kommt rein. Was will man machen in einem Land, wo ein alter Mann nicht seine Ruhe hat und die Götter dazu neigen Atheisten zu besuchen und die Fenster ihrer Häuser einzuschlagen?“
Sie betreten das Haus des Eremiten.

„Nettes Haus.“, bemerkt Dolon, „Wenn man Bücher mag.“
Der Wohnraum des Eremiten ist voll von alten Karten, Büchern und Pergamenten. Die Wände sind bedeckt mit Regalen und Wandkarten. Auf dem Boden sind einige bequeme Sitzkissen und ein kleiner Tisch auf dem Federn, Pergament und Tusche liegen. Sie setzen sich und erzählen dem Eremiten von der Rune.
„Hier das ist sie.“, Tharos zeigt dem Eremiten ein Stück Pergament auf das er die Rune gezeichnet hat.
Der Eremit nimmt das Pergament und betrachtet es eine Weile. „Hmm, da muss ich in meiner Liste nachsehen.“ „Was für eine Liste?“, fragt Asturanon. „Auf dieser Liste habe ich fast alle Runen die ich kenne, und das sind ziemlich viele, vermerkt.“, erklärt der Eremit während er aufsteht und ein Regal durchsucht.
„Ah, hier hab ich sie!“ Er hebt einen Packen Pergament hoch, auf dem Runen und Erklärungen geschrieben sind. Er sucht ein Blatt heraus und überfliegt es. „Rune der Pflanzen...Rune der Schatten...Rune der Erregung, die muss ich mir merken,...Ahh, hier haben wir`s: Rune der Kontrolle oder auch Fluchrune genannt: ,Malt man diese Rune ein Wesen so kann man die Kontrolle über dieses Wesen übernehmen und es wird alles tun was man befiehlt. Darüber hinaus muss man die Originalrune haben damit der Zauber wirkt. Und die zweite Bedeutung: Graviert man mit Schattenmagie den Namen einer Person in die Originalrune so stirbt diese Person einige Zeit später eines äußerst schmerzvollen Todes´. Interessant.“
„Pah, wo bleibt denn da der Spaß jemandem den Kopf mit einer Axt zu zerschmettern?“, wirft Dolon ein.
Der Eremit sieht Dolon nur kurz mitleidig an und wendet sich wieder den anderen zu.
„Das erklärt wieso Exidan die Kontrolle über Exidon hatte.“, überlegt Drake laut.
„Woher habt ihr denn die Rune?“, mischt sich der Eremit ein.
„Vom Dämon Exidon. Sie war auf seinem Rücken.“, antwortet Nergal.
Der Eremit fängt plötzlich das schwitzen an. „Oh, ach so. Naja, ich muss mal...äh...aufs Klo...äh...genau.“
Der Eremit geht verdächtig schnell auf eine Tür zu und schließt sie hinter sich.
Asturanons Augen werden zu Schlitzen und er geht auf die Tür zu. „Irgentwas ist hier faul.“
Kurz darauf hören sie ein Rumpeln und ein dumpfes Lachen hinter der Tür. „Macht`s gut ihr Trottel!“, ruft der Eremit.
„Verdammt der Kerl versucht abzuhauen!“, ruft Asturanon und reißt die Tür auf.
Der Raum dahinter ist gar kein Klo sondern eine Rumpelkammer. Auf der anderen Seite ist eine Hintertür die offen steht. Dahinter sehen sie den Eremiten der gerade zu seinem Pferd rennt, das er an der Mauer festgebunden hat. Tharos webt einen Zauber und der Eremit wird von einer magischen Macht gepackt und festgehalten. Sie laufen zum Eremiten und tragen ihn ins Haus.

„Wieso hast du versucht abzuhauen?“, fragt ihn Drake.
„Mit Exidan will ich nichts zu tun haben! Womöglich verfolgt sein Dämon euch und wird mein Haus zerstören!“
„Du kauziger Eremit!“, meint Drake.
Der Eremit nimmt seinen Stab und schlägt ihn Drake zwischen die Beine.
„Ich bin nicht kauzig!“, schnauzt er Drake an, der röchelnd auf den Boden geht.
„Der Dämon ist tot. Wir haben ihn getötet.“, sagt Nergal.
„Oh. Nagut dann helfe ich euch gerne.“
„Also“, fragt Tharos „Was war das noch mal mit den Originalrunen?“
„Exidan muss die Originalrunen haben um die Zauber zu weben. Also wird er im Runentempel sein. Oder er war dort.“, erklärt der Eremit.
„Dann finden wir dort vielleicht einen Hinweis wo Exidan ist.“, meint Nergal.
„Wo ist der Tempel?“, ächzt Drake, der mühsam versucht wieder aufzustehen.
„Ich kenne jemanden der hat eine Karte auf der, der Tempel markiert ist.“, antwortet der Eremit.
„Wer ist das?“
„Mein Bruder.“
„Und wo wohnt dein Bruder?“, fragt Nergal etwas ungeduldig.
„Es gibt da ein Problem.“, sagt der Eremit und kratzt sich am Hinterkopf. „Mein Bruder ist Meuchelmörder. Aber er hat etwas das eher hinderlich für seinen Beruf ist: Er zieht das Unglück an.“
„Er zieht es an?“
„Lasst es mich so sagen: Wenn vollständiges, absolutes Chaos in Form von Blitzen kommt, so steht er während eines Gewitters auf der Kuppe eines ziemlich hohen Hügels, trägt dabei eine Kupferrüstung und ruft: ,Zur Hölle mit allen Göttern!´.“
„Oh.“
„Ich sag euch trotzdem wo er wohnt. Ach ja, wenn ihr in den Tempel gehen wollt braucht ihr das hier.“
Er gab Tharos eine Schriftrolle die Tharos einsteckte. Dann sagte er ihnen den Namen eines Gasthofes in der Stadt.

„Ach der Bruder des Eremiten. Ja der wohnt hier.“, erwidert der Wirt des Gasthofs, als sie ihn nach dem Bruder fragen. „Nezack heißt der. Aber unter uns gesagt: Das is`n ziemlicher Tollpatsch. Haut sich ständig irgendwo die Knie oder die Ellbogen an. Er wohnt im Gang hinten links. Aber ihr solltet euch beeilen wenn ihr ihn noch lebend sprechen wollt.“
„Wieso das?“, fragt Drake.
„Naja, grad vor euch sind zwei Kopfgeldjägern nach hinten gegangen. Sahen nicht besonders freundlich aus.“
Die Gruppe rennt nach hinten in den Gang. Dort steht einer der Kopfgeldjäger, der ihnen den Weg versperrt.
Während die anderen ihn verprügeln rennt Nergal weiter, zum zweiten Kopfgeldjäger der vor der Tür von Nezack steht. Als er Nergal sieht zieht er sein Schwert. Nergal nimmt die Haltung eines Zauberers ein und spricht einen Zauberspruch: „Asoniti kyrorucha baelfab!“
Der Mann wartet darauf das sich Magie manifestiert und blickt nach Rechts und Links. Er begreift dass nichts passieren wird als Nergal auf ihn zu springt und ihm zwischen die Beine tritt.
Als die anderen mit dem ersten Kopfgeldjäger fertig sind klopfen sie bei Nezack an die Tür.
Von drinnen hört man ein Krachen dann einen Fluch. Dann wird die Tür von einem Mann in schwarzer Kutte geöffnet, der sich das linke Schienbein hält.
„Du bist Nezack?“, fragt ihn Drake.
„Ja, wieso?“, antwortet dieser.
„Wir kommen von deinem Bruder. Er meinet du hättest eine Karte vom Runentempel.“
„Ich musste erst ein paar Kehlen aufschlitzen aber ich habe sie. Ihr könnt sie haben wenn ihr wollt. Sie ist nutzlos für mich.“
„Wieso?“, fragt Nergal.
„Weil ich nicht in den Tempel reinkomme. Ist so ne Art Rätsel am Eingang.“
Er gibt ihnen die Karte und sie verabschieden sich von ihm und vom Eremiten bei dem sie vorher noch mal vorbeigeschaut haben. Dann gehen sie der Abendsonne entgegen die das Land in rotes Licht taucht.
Posted By: Exhuminator Re: Eine Reise ins Ungewisse - 10/08/07 02:21 PM
Schlagartig änderte sich die Umgebung. Wo einst blühende Bäume waren war jetzt nur noch vegetationslose Wüste. Wenn ein Baum am Rand des Pfades war, denn der Eremit den Gefährten gezeigt hat, so war er vertrocknet und spendete gerade genug Schatten für Dolon. Obwohl der Himmel wolkenfrei war, und absolut kein Wind wehte, fröstelten die fünf bei jedem Schritt und tief in ihrem Herzen wollten sie umkehren, sich an ihre Kamine setzen und Pfeife rauchen.
Am Abend des dritten Tages ging der Gefolgschaft das Essen aus –worunter besonders Dolon litt- und einen weiteren Tag später war auch das Wasser verbraucht. Obwohl Drake immer öfter in die Luft aufstieg um nach Quelle zu suchen, blieben seine Mühen fruchtlos und langsam schnürte Trockenheit die Kehlen der fünf zu. Nur Nergal murmelte ab und zu ein paar Flüche, die meistens mit „Wenn wir das überleben…“ begannen und mit „so wahr ich hier stehe!“ endeten.
Die Situation änderte sich schlagartig, als Drake am zweiten Tag ohne Wasser, ungewöhnlich lang in der Luft blieb.
„Hat sich abgesetzt, der Bursche“ Asturanon hatte die ganze Reise nicht viel gesprochen, sein Gesichtsausdruck war nun noch verbitterter als man es von ihm gewohnt war.
„Kann ja fliegen. Im Grunde hätte ich das auch getan, an seiner Stelle. Warum mit Freunden sterben, wenn man noch eine winzige Chance auf Rettung hat“
„Natürlich“, Tharos Mine verfinsterte sich. „Wieso weiter mit dem Tod geweihten durch die Wüste ziehen, wenn er noch bis zum Rand der Wüste fliegen kann, wo die Chance von Kameltreiber gefunden und –wenn er Glück hat- versorgt zu werden. Selbst die andere Möglichkeit, dass die Kameltreiber ihn abstechen ist sicher schöner als darauf zu spekulieren ob einen die Hitze wahnsinnig macht und man sich ins sein Schwert stürzt oder man zuerst verdurstet und sich die Aasgeier an deinen Gedärmen gütlich tun“
Die Nacht darauf schliefen alle sehr unruhig. Nur Asturanon schlief tief und fest. Nicht wenige unter den Gefährten waren sich einig, dass das heute ihre letzte Nacht werden würde.
Manch einer hoffte schon, gnädig im Schlaf zu sterben, oder wie Nergal es ausdrückte:
„Tod unter Sternen, wie romantisch“ bei den letzten Worten war sein Hohn unüberhörbar.
Tharos wälzte sich am längsten auf seinem Mantel, der provisorisch als Liege dienen musste, bis er einschlief und er war es auch, der das gleichmäßige Schlagen von den schuppigen Schwingen wiedererkannte, das bereits einige Zeit in der Ferne erklang. Er hätte den anderen davon berichtet, konnte sich aber nicht bewegen, da seine Muskeln rebellierten. Obwohl er sich der nahenden Rettung durchaus bewusst war, drehte er sich um und fiel wieder in seine unschönen Räume, die sich um Wasser drehten.
Die Überraschung am nächsten Morgen war riesig. Das erste, was Asturanon zu sehen bekam, war ein großer Schlauch Wasser. Er dachte schon er leide an Halluzinationen, als er Drakes euphorisches Gesicht dahinter sah. Doch das war weder Traum noch Fantasie.
„Na, habt ihr mich vermisst? Komm steh auf. Die anderen sind schon wach“
„Wo…“
„Ich hab es gesehen“ Drakes Mine veränderte sich rasant und Asturanon sah Drake zum ersten Mal Angst, nein Furcht in den Augen stehen.
„Kommt. Es ist ein Zweitagesmarsch bis zu dem Tempel. Dort könnt ihr die Vorräte wieder auffüllen. Ich hab nur soviel mitgenommen, wie ich tragen konnte“

Auf dem weiteren Weg erzählte Drake, wenn auch mit einer Gewissen Distanz, von dem Tempel.
„Er sticht aus dem unfruchtbaren Boden wie ein Dorn. Unheimlich und doch … erregend … Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben zuvor gesehen. Um den Tempel herum liegen grüne saftige Wiesen und ein Bach entspringt unweit des Monuments. Bäume bieten Schatten und einige Wildtiere verstecken sich in den Feldern aus Blumen…“
„Ist das wirklich DER Tempel, den wir suchen?“ Nergal schien bei diesen Beschreibungen, die Lust auf Blut und Ehre vergangen und er fühlte sich ein wenig lächerlich.

Die Gesellschaft ging noch etwa eine Tag, größtenteils schweigend dem Pfad nach, bis Asturanon, der wenn Drake nicht flog, die Vorhut übernahm, die 50 Fuß zu seinen Kameraden zurück rannte. Abgöttische Furcht zeichnete sein Gesicht.
„Wir sind da!“ Dann fiel er in eine leichte Ohnmacht, aus der er bald erwachen sollte.

Langsam erlangte er sein Augenlicht wieder. Er lag, in Decken gehüllt, unter einem verdörrten Baum, der jedoch keineswegs tot aussah, eigentlich viel zu lebendig für einen Baum. Unsanft wurde er aus seinem langsamen Aufwachen gerissen, da Dolon bemerkt hatte, dass Asturanon wieder bei Sinnen war.
„Wo..?“
„Der Tempel“, Drake wurde rot. Der Tempel spuckte auf Drakes Beschreibungen. Die grünen Wiesen waren Morast und Sumpf, die Bäume mehr tot als schattenspendend. Und da war dann noch so eine Aura.
- Der Tempel -
Asturanon sah ihn nicht, aber er wusste sofort, dass er sehr Nahe war.
„Es ist Zeit die Prophezeiung zu lesen, die der Eremit uns gab…“
Dolon kramte in seinem Beutel herum, zog daraufhin ein zerfleddertes Stück Pergament hervor.
„Ich lese vor: Ihr, die ihr…“
„Gib her…“ Unsanft riss Tharos Dolon das Schriftstück aus der Hand „Ihr, die ihr gekommen…“
„Du bist unwürdig dies zu lesen!“
„Es liegt doch an nun wirklich MIR dies zu lesen…!
„Lasst uns nicht streiten…“ Drakes Worte gingen in den Stimmen von Nergal und Asturanon unter, die beide nun auch Ansprüche auf das Pergament stellten…
Nach einiger Zeit waren nur noch Nergal und Tharos an dem Streit beteiligt, da Dolon das Interesse verloren hatte und Asturanon nicht genug Kraft aufbringen konnte, nach seiner Ohnmacht.
„Du elender, mieser kleiner…“
„…Du wolltest schon von Anfang an die Sache in deine Hand nehmen…“
„…Ich kannte deine Mutter, sie…“
„Wenn ich ein Schwert zur Hand hätte“ Dieser Gedanke war Nergal jedoch zuerst gekommen. Seine Hand fuhr unter seine Kutte und er rammte einen Dolch in Richtung Tharos. Dieser Hieb verfehlte nur knapp und da Drake sich mittlererweile das Dokument selbst unter den Nagel gerissen hatte kam die Zankerei zu einem abrupten Stillstand.
„Ihr, “ er erhob die Stimme feierlich „die ihr gekommen seit um mich herauszufordern…“
Asturanon reibt sich erwartungsvoll die Hände.
„…werdet sterben. Es sei denn, dass ihr den Weg über das Meer, den Himmel und die Hölle vorzieht dem Weg der Sterblichen… äh… Mehr steht hier gar nicht“
Alle machten einen betretenen Gesichtsausdruck. Was soll das heißen?

Die Nacht war bereits herein gebrochen und so bauten sie aus Schlamm und Holz von den Bäumen ein Nachtlager. Schlafen konnte in dieser Nacht keiner von ihnen, zu groß war die Aufregung oder die Furcht vor dem Morgen.

Gleich am nächsten Morgen machten sie sich auf um an dem Tempel nach Spuren zu suchen.
Der Tempel. Aus einem einzigen schwarzen Fels gehauen und ohne jegliche Spur von Leben in ihm. Nur kalt und tot. Aber es gab eine Stelle, die eindeutig als Tor zu betiteln wäre.
Nur leider war dieses Tor geschlossen. Aber auch dieses Problem war nicht so schwer zu lösen wie es Anfangs schien. Tharos entdecke bald drei sechseckige Vertiefungen in der Mauer, die das Tor bildete.
„Meer, Himmel, Hölle? Grün, Blau, Rot? Das ganze ist ein Rätsel?“ in Dolons Hirn fügten sich langsam alle Teile zusammen.
„Das kommt mir doch zu einfach vor“ murmelte Nergal vor sich hin.
„Keineswegs“ Tharos deutete auf einen kleinen Rest roter Farbe auf einem der Vertiefungen.
Rasch ließ er sich ein Messer geben und kratzte ROT auf den Fels. Auf einer anderen Vertiefung fand er blaue Farbe und kratzte BLAU hinein.
„Dann ist der letzte grün“ GRÜN kratzte er in den Fels.

„Dann lasst uns das schnell hinter uns bringen“ beherzt tritt Drake hervor und macht einen Schritt in Richtung Tempel.
In Erwartung dessen, dass der Schalter sich sehr leicht bewegen ließe drückte er als erstes nur leicht mit dem Daumen gegen mit GRÜN markierten Schalter. Als dieser keinen fingerbreit nachgab stemmte er seine ganze Hand dagegen und drückte noch ein Mal.
„Lass mich mal“ Dolon stieß Drake einfach beiseite und trat selbst an den Schalter, der ihm, im Vergleich zu Drake, bis an die Stirn reichte.
Die eine Hand bildete eine Faust, die andere umklammerte sein Handgelenk. Er atmete ein Mal fest ein und dann begann er zu drücken. während er drückte, traten die Adern an seinen Armen violett hervor und große Schweißperlen traten auf sein Gesicht. Er wollte schon aufgeben, aber dann fing der Stein doch an nachzugeben und rutsche immer schneller nach innen. Als Dolon etwa bis zum Ellenbogen in der Wand verschwunden zog er den Arm wieder heraus.
„Weiter geht’s nicht… Ohne ein Bier“
„Wir haben nicht mal genug Wasser für alle und du willst Bier“ Nergal war mit einem Mal wieder sauer und fing an wild zu gestikulieren“
„Halt, wir haben wirklich nicht genug Zeit uns hier über Nichtigkeiten und missverstandene Scherze zu Streiten. Dieser Ort ist gefährlich. Er schürt unsere Aggression. Mach weiter, Zwerg“ Drakes Stimme strahlte wieder ihre ursprüngliche Ruhe aus.
Die letzten Zentimeter waren sehr anstrengend für Dolon. Alle paar Minuten musste er sich ausruhen und wieder neu anfangen. Als er beinahe bis zur Schulter im Fels verschwunden war packte Asturanon ihn plötzlich an der Schulter und riss ihn sehr unsanft nach hinten. Dolon wollte schon schreien, was Asturanon einfiele, er habe sich den gesamten Arm aufgeschrammt doch dann sah er den Stahl, der blitzend von dem Dach des Tempels fiel.
„Was zur tausendjährigen Halle meiner Väter war das?“
„Da, an deiner Hand sind BLAUE Farbreste. Wolltest du nicht GRÜN betätigen?“
Dolons blicke huschten schnell zur Wand, an der BLAU und ROT noch eingekratzt war und dann auf seine Hand. Da war tatsächlich blaue Farbrückstände.
„Entweder hat uns jemand eine Falle gestellt und die Farben verändert oder die gelbe Farbe in Grün ist schneller ausgebleicht als die blaue“, erklärte Tharos.
Keiner sprach es aus, aber jeder hielt die zweite Möglichkeit für falsch.

Gegen Abend, als sich alle langsam zu ihren Zelten schlichen blieb Asturanon noch etwas auf. Er wartete bis alle schliefen und dann baute er sich eine Fackel. Er ging noch ein Mal zu der Stelle an der er Dolon vor der herabstürzenden Klinge gerettet hatte. Das in dem Licht der Fackel gespenstisch funkelnde Stück Stahl, das noch immer im trockenen Boden steckte, übte eine riesige Faszination auf Asturanon aus, da es makellos wie aus einem Teil geschmiedet zu sein schien. Langsam näherte sich Asturanons Hand und einer seiner Finger berührte den Stahl nur einen Augenblick. Auf ein Mal fing die Klinge an zu vibrieren und sie gab ein unheimliches Rauschen von sich, wie das Wehklagen von tausenden Personen. Aus Angst die anderen zu Wecken streckte Asturanon noch ein Mal die Hand aus und wollte die Klinge wieder beruhigen. Doch diesmal schoss ein unbändiger Schmerz durch seinen Arm, den Körper hindurch. Er musste krampfhaft die Augen schließen und als er sie wieder auftat, war der Tempel verschwunden. An seiner Statt war jetzt ein großer Berg blutigen Fleisches, das sich wand und pulsierte, wie das Herz der Erde. Wie erstarrt blickte Asturanon auf den Bereich, der ein Mal das Tor gewesen sein musste und sah, wie sich kleine Blasen auf dem bloßen Fleisch auftaten. Die Blasen wuchsen und wuchsen bis sie klare Formen eines Körper, Finger, Knie, Nase, zeigten und sich eine Gestalt aus dem Fleisch heraus schälte. Es war ein Mann, nackt und blutig. Seine Augen in wilder Raserei verdreht, den Mund zu einem stummen Schrei aufgerissen ging er zielstrebig auf Asturanon zu und streckte die Arm nach ihm aus. In seiner Angst griff Asturanon noch ein Mal nach der Klinge, wollte sie aus dem Boden ziehen, diesmal brach sie jedoch knapp über dem Boden ab und war damit nutzlos für den Kampf. In Hoffnung dem Mann zu entkommen ließ er die zerbrochene Klinge fallen und rannte zurück zu den Zelten.
„Hilfe! Eine Ausgeburt des Tempels ist hinter mir her“
Nergal, der sowieso noch nicht geschlafen hatte war sofort nach draußen gestürmt, die Sense in der Hand. Der Mann war schnell beseitigt und als Asturanon wieder in Richtung zum Tempel sah, war der Tempel auch wieder normal. Nur die Klinge war weg. An ihrer Stelle lag jetzt ein Amulett. Ein Amulett in Form der Rune, die sie auf dem Dämon gefunden hatten.

Wenig später saßen alle bei einander am Lagerfeuer.
„Was immer das war, es hat schon mal gelebt. Und ist auch schon mal gestorben“ fing Asturanon an zu erklären.
„Es hat wieder gelebt. Zumindest der Körper“ Tharos runzelte die Stirn
„Na und? Hauptsache es ist wieder tot, oder?“

Als sie gegen Mittag des nächsten Tages ihre Zelte wieder abgebaut und verstaut hatten, Stand die Sonne hoch am Himmel und schien direkt auf den Tempel. Erst jetzt sahen sie, dass tausende feiner Linien über den Tempel gezogen waren. Tharos sagte, das wäre eine uralte Schrift, die nur noch wenige zu lesen vermögen.
Vor dem Tor herrschten unmenschliche Temperaturen und der glänzende Stein des Tempels reflektierte die Strahlen der Sonne, so dass die Gefährten geblendet wurden.
„Komm schon“ Nergal stieß Dolon seinen Arm zwischen die Rippen
„Lass es uns ein für alle Mal hinter uns bringen“
Die drei Schalter waren über Nacht wieder in ihre ursprüngliche Position zurückgerutscht.
Dolon fing an, diesmal den anderen Blauen zuerst einzudrücken. Nachdem es nicht mehr weiter ging versuchte Asturanon es noch einmal, aber der Schalter schien eingerastet zu sein.
Also machte Dolon mit dem zweiten Blauen weiter. Dann folgte der rote Schalter.
Als Dolon wieder bis zur Schulter im schwarzen Stein verschwunden war begann sich etwas im Tempel zu regen. Die Schrift auf der Tempelwand begann zu leuchten. Ein Beben in der Erde, dann wurde die Wand langsam durchsichtig, bis sie nach einiger Zeit ganz verschwand.
Nergals Hand klammerte sich stärker um die Sense.
„Na denn Los!“ Drake ging als erster in den Tempel.

Der Tempel war, obwohl das Loch des Tores riesig war, stockfinster und selbst die Fackeln konnten nur sehr wenig Licht spenden. Sie standen im Nichts, und links und rechts von ihnen war nur bläulicher Dunst.
Asturanon entdeckte als erster den Schatten, etwa drei Körperlängen über ihnen. Er bewegte sich genau wie Drake. Wenn Drake stehen blieb, so blieb der Schatten auch stehen. Wenn Drake weiter ging, so tat der Schatten es ihm nach.
„Meine Seele“ Drake blieb stehen.
„Das dort an der Decke ist meine Seele. Zumindest ein Teil von ihr. Das ist das Tor zur Welt der Toten. Die Zwielichtwelt. Die Zweite Dimension. Nennt es wie ihr wollt. Ich war schon einmal da. Als ich den Dämon bekämpfte. Wer ein Mal dort war lässt für immer einen Teil seiner Seele dort. Wer nicht durch Magie hinein kommt, der kann hier in die Zwielichtwelt eindringen. Aber das müssen wir noch nicht. NOCH nicht!“
Er lief weiter, aber nach etwa 100 Metern versperrten ihnen zwei riesige Statuen von Krieger den Weg. Sie waren so hoch, dass ihre Köpfe im blauen Dunst verschwanden.
„Ein weiteres Rätsel“ murmelte Asturanon.
Posted By: Tharos Re: Eine Reise ins Ungewisse - 04/09/07 06:11 PM
Die fünf Gefährten stehen vor zwei riesigen Steinstatuen, die Krieger, so sehen die Statuen zumindest für Tharos aus, wirken bedrohlich im Fackellicht und im bläulichen Dunst der den gesamten Tempel in eine düstere Atmosphäre taucht.
Asturanon murmelt irgendetwas was der Magier nicht versteht, allerdings ist klar das er etwas von Rätsel erzählt haben muss.
Drake sieht sich die Statuen einige Augenblicke stumm an, seine Augen glänzen vor Ehrfurcht, der Tempel ist ein beeindruckendes und dennoch mysthisches Gebäude.

"Und habt ihr schon eine Ahnung mit was wir es hier zu tun haben könnten?" fragt Drake schließlich seine Kameraden die ebenso verwundert aussehen wie er. Die anderen verneinen alle oder zucken einfach mit den Schultern...nur Tharos geht näher an die Statuen heran.
"Da sind Inschriften! Ich glaube, ich kann sie übersetzen."
Du glaubst?" wirft Nergal ein und setzte ein spöttisches Grinsen auf.
Tharos bemerkt davon allerdings nicht allzu viel, da er viel zu sehr mit den Inschriften beschäftigt ist was Nergal gleich wieder ernüchtern lässt.

Während sich alle anderen um die Steinstatuen kümmern setzt sich Dolon in ein Eck und fängt an seine Nahrungsmittel auszupacken:
"Wisst ihr was? Irgendwie hab ich Hunger! Und wenn ich Hunger hab kann ich nicht richtig denken, lasst uns doch mal eine Pause machen!"
"Hast du dann immer Hunger oder warum kannst du nie richtig denken?" Erwiedert Asturanon und wendet sich zum Zwerg um ihm sein lächen zu zeigen, auch Nergal muss herzhaft Lachen und spricht dann ebenfalls Dolon an:
"Auserdem sind wir erst seit fünf Minuten hier und du denkst schon wieder ans Essen! Wenn du alle fünf Minuten was isst gehen unsere schon ziemlich knappen Rationen noch schneller zur Neige."
Das hat offensichtlich Wirkung gezeigt, Dolon funkelt Asturanon und Nergal böse an um anschließend sein Essen wegzupacken und sich wieder zum Rest der Gruppe zu gesellen.

Drake, der bis dahin nur erstaunt alles betrachtet hat, läuft zu Tharos um sich zu Informieren:
"Und hast du schon etwas herrausgefunden?"
"Ich bin mir nicht sicher...hier steht etwas, aber es ergibt nicht wirklich Sinn! Ich kann es auch nicht erklären, auf der einen Statue steht in etwa folgendes"
Tharos zückt einen Stapel Pergamentblätter auf denen er sich einige Notizen gemacht hatte und fängt an zu lesen:
"Ihr, die hier an der Pforte stehet, sollt eurer Würdigkeit geprüft werden um Zutritt zu erlangen. Solltet ihr auch nur einmal irren, so werdet ihr bestraft."
"Klingt doch verlockend oder nicht?" kichert Dolon.
"Das ist jetzt mal überhaupt nicht witzig, Dolon!" erwidert Nergal und tritt dem Zwerg auf den Fuß.
Der Zwerg taumelt rückwärts gegen die Wand und betätigt, unbemerkt, einen Schalter. Ein tiefes grollen ertönt wovon die beiden Streithähne allerdings nichts bemerken,
"AUA! Das hat wehgetan! Soll ich dir mal auf den Fuß treten?"
"Versuchs nur...!"
"Du bist fies!"

Während sich die beiden weiterstreiten bemerken Tharos, Asturanon und Drake das tiefe Grollen das langsam aber sicher immer lauter wird. Die Erde fängt an zu erzittern und es fallen kleine Gesteinsbrocken von der Decke des Tempels herunter, erst jetzt fällt es auch Dolon und Nergal auf die sich bis jetzt gestritten haben.
"Was zum...?" sprechen Dolon und Nergal wie aus einem Mund.
"Was habt ihr jetzt wieder gemacht?" dabei lässt Dolon seinen Blick über die anderen drei Kameraden schweifen die unschuldig blicken.
"Ich glaube das wart ihr, der Tempel ist auch wütend darüber das ihr nichts besseres zu tun habt als euch gegenseitig die Köpfe einzuschlagen!" bemerkte Asturanon spöttisch..
"Ach so ein..."

Aufeinmal dröhnt eine mysthische und tiefe Stimme durch die Halle, die fünf Gefährten blicken sich verdutzt an.
"Also das ist jetzt echt nicht mehr witzig Dolon!" sagt Tharos und geht hinüber zu dem Zwerg um ihn zum Schweigen zu bringen.
"Das war ich nicht! WIRKLICH!"
"Natürlich, Herr Zwerg..."

Die Stimme ertönt wieder, diesmal kann man deutliche Wort heraushören. Allerdings in einer fremden Sprache:
"Kannst du damit was anfangen, Tharos?" fragt Drake und blickt ihn hoffnungsvoll an.
"Ja! Ja, diese Sprache beherrsche ich sogar ganz akzeptabel...lasst mir einen Augenblick Zeit um mitschreiben zu können."

Als die Stimme endet, ist auch der Magier mit seinen Aufzeichnungen fertig und wird sofort befragt.
"Und was will dieses merkwürdige Etwasvon uns? Uns umbringen?"
"Das ist nicht lustig, Dolon!"
"Also ich find es gut..."
"Du bist auch ein Zwerg, es ist bekannt das Zwerge keinen guten Humor haben."
"Ach so ein..."
"JETZT SEID VERDAMMT NOCHMAL STILL!". Drake hat einen knallroten Kopf und blickt wütend auf die sich streitenden Personen. "So, könnt ihr jetzt mal Tharos erzählen lassen..."

"Danke Drake, so dann will ich mal erzählen was die Statue gesprochen hat. Der Wortlaut, wie es die Stimme erzählt hat, lautet ungefähr so:
Daraufhin erklärt Tharos den anderen was die Statuen von ihnen verlangen, allerdings interesiert Dolon das nicht sehr und er wirft ein

"Warum rammen wir diese Wand nicht einfach ein? Sieht doch nicht wirklich stabil aus!" wie um seine Worte zu bestätigen geht er nach vorne und schlägt einige male mit seinen Stiefeln gegen die Wand worauf einiges an Steinbelag herunterbröckelt."
Die gewaltige Halle beginnt zu erzittern und erneut erklingt eine geheimnisvolle Stimme...diesmal allerdings in einer anderen Stimmlage. Steinsbrocken brechen von der Decke herab, die Erde beginnt zu beben.
"Was zum...?"
"Ich hab nichts gemacht!"

Aufeinmal beginnen sich die Statuen zu bewegen, sie halten genau auf die Gruppe der Eindringlinge zu, mit langsamen und dafür gewaltigen Schritten nähern sie sich.
"Das sieht nicht gut aus..."


Posted By: Skydragon Re: Eine Reise ins Ungewisse - 08/10/07 07:48 PM
Die Statuen bewegen sich auf die Gruppe zu.
Drake zieht sein Schwert und bereitet sich auf den Kampf vor, doch plötzlich bleiben die Statuen stehen.
„Wartet, vielleicht wollen sie uns etwas sagen…“ wirft Tharos ein.
„Kehrt um, oder…“ bevor die Statue zu Ende sprechen konnte, wurde sie durch einen schwarzen Blitz aus Nergals Hand in tausend Stücke zersprengt.
„Mhm, sonderlich viel halten die ja auch nicht aus…“ und wie um Nergals Worte zu untermauern, wurde die andere Statue von Dolons Axt gespaltet.
„Ich darf wohl bemerken, dass wir eine recht aggresive Vorgehensweise haben, aber so lange sie funktioniert.“
Plötzlich ertönt ein monströses Lachen, alle schauen sich um, links, rechts, hinten ist auch nichts, dann schaut die Gruppe nach vorne und sieht es.
Dolon schaut auf seine Axt und lacht.
„Der sieht ja dumm aus!“
Dass er sein Spiegelbild auslachte, wusste er leider nicht, was für die anderen kein Problem darstellte.

Durch das Fallen der Statuen, öffnete sich ein Nebengang, den die Gruppe sofort bemerkt hat.
„Sollen wir da durch?“ fragt Dolon.
„Nein wir nehmen den anderen Gang…“ erwidert Drake.
„Na gut…“
„ES GIBT KEINEN ANDEREN!!!“
„Ach so…“

Als die Gruppe am Ende des Gangs ist, findet sie ein steinernes Tor, so groß wie 2 Männer.
„Dolon… tu was sinnvolles und ramm die Wand ein.“
„Welche?“
Stille.
„Wie kann man nur so…“ wollte Nergal schon einwerfen, doch da stürze die Wand auch schon durch Tharos’ Zauber ein.
„Klappe jetzt und weiter…“

Drake und die anderen findet sich in einem gigantischen Raum wieder, wenn Drake nicht wüsste, dass sie in einem geschlossenen Gebäude sind, würde er sagen der Raum hat keine Decke.
In der Mitte des Raumes steht eine große Statue.
Nach näherem Hingehen erkennt Drake die Figur.
Es ist ein vierarmiger Dämon, mit nur einem Auge, auf dem eine kleine Rune leuchtet.
„Ist das unser Objekt?“
Nachdem Tharos einen Fernsichtzauber gesprochen hatte, inspiziert er die Rune aus der Ferne.
„Es ist nicht so hell hier und die Rune leuchtet nur sehr schwach, aber ich glaube unsere sah ziemlich anders aus…“
„Dann hol ich sie eben runter.“ Sagt Asturanon gelassen und bewegt sich auf die Statue zu.

Erst nachdem Asturanon angefangen hat zu klettern wurde ihnen das Ausmaß der Größe des Zyklypon bewusst.
Er ist etwa halb so groß wie Exidon, die Statur ist sehr schlank, die zwei Arme an jeder Seite wachsen jeweils aus einem einzigen Gelenk. Die Arme selbst sind sehr muskulös und mit Klauen versehen, wie es für einen Dämon üblich ist.
Nachdem Asturanon den Hals erreicht hat, stellt er sich auf eine Schulter und streckt die Hand zu der Rune aus.
Gepackt.

Asturanon wird von einem lebendig gewordenem Arm gepackt und auf den Boden geworfen, wo er von Tharos dank eines improvisierten Luftzaubers aufgefangen wurde.
Die Rune schiebt sich in das Auge des Zyklopen, worauf dieser beginnt zu leuchten und nacheinander die vier Arme bewegt.
Nach einem Augenblick des Staunens erwacht das Geschöpf komplett und schaut die Gruppe an.
„Fleischliche Wesen…“ spricht es.
„Was hat er gesagt?“ fragt Nergal.
„Das dürfte die Sprache der Dämonen sein, ich beherrsche sie nur schlecht.“ Antwortet Tharos.
Was geht hier vor? Warum versteht Drake die Worte des Monsters?
Es ist keine Zeit zum Überlegen.

„Dieser stinkende Abklatsch eines Riesen will sich mit uns anlegen?“ sagt Nergal kühn und packt seine Sense.
Drake zieht ebenfalls sein Schwert.
„Dann mal los.“ Und wie um seine Worte zu unterstreichen läuft die Gruppe auf den Zyklopen zu, während Dolon noch überlegt mit welcher Seite seiner Axt - die beide gleich aussehen - er wohl angreifen soll.
Die Formation war schlicht. Drake steht an der Spitze, hinter ihm Tharos der einen Schutzzauber wirkte, links und rechts von ihm Nergal und Asturanon, so langsam kommt auch Dolon der sich für eine Axtseite entschieden hat.
Drake eröffnet.
Er täuscht einen Frontalangriff vor, weicht zur linken Seite aus und fokussiert den rechten unteren Arm des Zyklopen. Ein Schwertstreich beweißt, dass sie es mit einem harten Gegner zu tun haben.
Der Zyklop duckt sich und packt Drakes Schwertarm mit seiner riesigen Hand und wirft ihn herum.
Drake total überrascht, bekommt wenig von den anderen mit.
Als er auf dem Boden zum Stillstand gekommen ist, stellt er sich auf und blickt zum Zyklopen.
Immerhin etwas.

Ein Teil des rechten oberen Arms des Zyklopen ist schwarz und Fleisch verfault vor seinen Augen, das Werk Nergals Magie. Der rechte untere Arm hatte ein paar Wurdmesser inne stecken, und wie man es von Asturanon denken konnte an exakten Punkten, sodass der Zyklop diesen Arm auch nicht mehr bewegen kann.
Während sich der Fluch Nergals am rechten oberen Arm weiter ausbreitet, bleiben also nur noch zwei.
Tharos steht jetzt in sicherem Abstand zum Zyklopen, als Dolon auch schon auf diesen zurennt.
Dem ersten, vertikalen Axthieb konnte der Zyklop entgehen, der zweite jedoch trifft ihn und schneidet ihm tief in den Arm mit den Wurfdolchen.
Doch trotzdem, eins macht Drake stutzig.
Dieser Dämon spürt anscheinend keinen Schmerz, und Blut fließt auch nicht aus dem Arm mit den Dolchen. Es ist als wäre er… nicht real.
Doch darüber kann sich Drake jetzt keine Gedanken machen und verwandelt sich in einen Drachen um auf den Dämon zuzufliegen.
Als dieser gerade mit Tharos beschäftigt ist, schlägt Drake zu.
Er verwandelt sich zurück und lässt sein Schwert auf den Gegner herab, in den linken oberen Arm.
Es ist wie in Zeitlupe.

Als die brennende Klinge auf den Arm trifft, spritzt Drake schwarze Masse in das Gesicht, eine dampfende, klebrige Substanz.
Beim Durchdringen des Arms kommt immer mehr dieses Stoffes zum Vorschein, es ist der gesammte Inhalt des Dämons.
Das Schwert durchschneidet den Arm und Drake landet neben dem abgetrennten Arm auf dem Boden und begibt sich mit einer Seitwärtsrolle in Sicherheit.
Nichts.
Kein Schmerz. Kein Gesichtsmuskel spannt sich in der Fratze des Dämons. Nur das eine Auge beobachtet alle.
Drake starrt wie besessen auf den Stumpf. Schwarze Masse quillt aus ihm heraus und erweckt den Anschein von Dampf.
Plötzlich spürt Drake sich etwas auf seinem Gesicht bewegen und erinnert sich an die Substanz und streicht sie aus seinem Gesicht. Der kleine Klumpen fängt, sobald er auf dem Boden gelandet ist, sich zu bewegen, Richtung des Zyklopen.
Der abgetrennte Arm hat sich inzwischen komplett aufgelöst und ist nur noch ein schwarzer Brei auf dem Boden.
Drake befürchtet das Schlimmste.
Die Masse sammelt sich und klettert am monströsen Körper des Dämons empor, zum Armstumpf und bildet sich neu, zu eben jenem Arm den Drake ihm gerade abgeschlagen hat.

Die Gruppe steht mit offenen Mündern da und schaut auf dieses groteske Schauspiel.
„Was für ein krankes Spiel ist das…“ denkt Drake laut. Der Rest kann nur den Kopf schütteln.
„Sammeln!“, ruft Asturanon, „Hierher zu mir!“, die Gruppe folgt.
In wenigen Augenblicken ist die Gruppe wieder komplett und tüftelt einen Plan aus.
„Dieses… Ding… es spürt keinen Schmerz, noch ist es auf Dauer verwundbar, was sollen wir tun?“ brabbelt Tharos verwirrt.
Asturanon ist in Gedanken versunken, und schnippt plötzlich mit der Hand.
„Das Auge! Das ist es. Wir müssen ihm sein Auge ausstechen!“
„Und wie sollen wir da hoch kommen?“ frägt Dolon.
„Es ist nicht jeder so klein wie du, du Zwerg!“ spottet Nergal.
„Du dreckiger…“
„Klappe. Alle beide. Wir haben wichtigeres zu tun.“ Drake blickt zum Zyklopen der völlig still da steht.
„Das kommt mir alles nicht geheuer, aber versuchen wir es nach deinem Plan Asturanon. Wir können ihn für dich ablenken und mit dem Rücken zur Wand drängen, damit du von dieser aus auf seinen Rücken springen kannst.“
„Gute Idee, ich denke uns bleibt nichts anderes übrig. Dann lasst uns beginnen.“

Drake, Nergal, Tharos und Dolon stürmen wieder auf den Zyklopen zu.
Diesmal muss jener zurückweichen, denn die drei Nahkämpfer bedrängen ihn mit ihren Waffen stark, und ab und zu verliert der Zyklop einen Finger, der wie Matsch auf den Boden fällt. Nach wenigen Minuten haben sie ihn an die Wand gedrängt, an der Asturanon schon angestrengt hochklettert.
Asturanon springt.
Drake vollführt einen Stich nach vorne um den Zyklopen abzulenken, sein Schwert landet im Oberschenkel des Dämons, der nicht mal versucht hatte ihn abzuwehren.
Ein Blick nach oben klärt die Situation.
Mit allen vier Armen wurde Asturanon gepackt und wird jetzt in der Luft gehalten.
Ein Schrei von Asturanon macht deutlich, dass der Zyklop anscheinend vor hat ihn auseinander zu reißen.
Drake verwandelt sich schlagartig und lässt ein Drachenodem auf den Kopf des Zyklopen frei, worauf dieser es mit allen vier Armen schützt und Asturanon zur Seite wirft, der von Tharos Zauber gefangen wird. Drake weicht zurück und verwandelt sich wieder.
Keuchend ruft er die Gruppe zusammen und rennt zu Asturanon.
„Alles in Ordnung?“ fragt Tharos.
„Ja, mir ist nur etwas schwindlig…“ erwidert Asturanon.
„So wie es aussieht setzt er alles daran, Attacken auf seinen Kopf abzuwehren, wir sollten diese Strategie beibehalten.“
„Wir sollten aber auch darauf achten dass so etwas nicht noch ein Mal passiert, der Dämon hat vier Arme da sind Schläge auf seinen Kopf ziemlich sinnlos…“ wirft Nergal ein.
„Wartet,“, flüstert Asturanon, „Ich glaube ich hab eine Idee…“.
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