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So, ich denke - abseits stetig wechselnder Aufregerthemen - sollte man dieses evtl. mal grundlegender diskutieren.

Dafür bietet mMn. dieses, am Rande der momentan hochwallenden, von der SPD initiierten sog. "Kapitalismus-Kritik"-Welle geführte Interview mit Professor Klaus-Peter Kisker in der SZ einen vortrefflichen Ansatzpunkt.

Ich kann jetzt bei weitem Kisker nicht im Kontext zu den jeweiligen Partei-Standpunkten oder den vielfältigen Theorien und Diskussionen des vergangenen Jahrhunderts um Kapitalismus vs. Kommunismus einordnen oder seine aktuelle Relevanz.

Nur soviel aus der Vita laut Artikel:
Klaus Peter Kisker ist emeritierter Professor der Freien Universität Berlin,
wo er das Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsgeschichte leitete.
Er ist weiterhin in der Lehre der Freien Universität tätig. Seine
Forschungsschwerpunkte: Ökologische Ökonomie, Regionen im
Standortwettbewerb und eine kritische Rekonstruktion der Marxschen
Theorie. Aus Unzufriedenheit über die Wirtschaftspolitik der SPD trat das
frühere Parteimitglied bereits Anfang der 90-er Jahre aus der SPD aus.
Kisker ist außerdem Mitherausgeber der Zeitschrift Sozialismus.



Davon abgesehen, verdichten sich aus meiner Perspektive schon geraume Zeit die Hinweise, daß der Kapitalismus - oder auch seine gemäßigten Ausprägungen, wie die in Soziale Marktwirtschaft deutscher Provenienz, die ironischer und amüsanterweise von den Störmungen der anderen Richtung bereits als "sozialistisch" bezeichnet wird <img src="/ubbthreads/images/graemlins/silly.gif" alt="" /> <img src="/ubbthreads/images/graemlins/badsmile2.gif" alt="" /> - lediglich der andere `Zwilling´ des verblichenen Kommunismus/Sozialismus ist und wegen einiger grundlegender Wesensgleichheiten unweigerlich verdammt ist, diesem in nicht allzuferner Zukunft nachzufolgen.
Tatsächlich hat es mMn. bereits begonnen.

Diese Ähnlichkeiten wurden nur durch die Positionierung als Antagonisten und die darauf fußenden, gravierenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen, ideologischen Grabenkämpfe des vergangenen Jahrhunderts, insbesondere im 50-jährigen `Kalten Krieg´ überdeckt.

Viel entscheidender ist mMn. jedoch die fundamentale Gemeinsamkeit, daß es sich bei beiden um divergente, zu einfach zum Nutzen weniger und Schaden vieler aus der Balance zu bringende, manipulierbare, auf ökonomische und Macht-Aspekte reduktive Systeme handelt, die in dem Moment, in dem sie sich zum dominanten Ordnungssystem menschlicher Gemeinschaft aufzuwerfen, zum Scheitern verurteilt sind.

Entweder sie sprengen die darunterliegenden Gesellschaften mit ihrem ungeeigneten Korsett oder werden aufgrunddessen vorher von ihnen abgeworfen.

Und darüber kann im Beispielfall auch der vordergründige Unterschied nicht hinwegtäuschen, daß es sich beim Kommunismus/Sozialismus schon im Entwurf um eine sozio-ökonomisches Organisationsform handelt (Wirtschafts- und Staatsform zugleich), während sich der Kapitalismus erst mit seinem `kongenialen Partner´ Demokratie dazu ergänzte, mit dem er bis dato im Verein aufzutreten pflegte.

Bezeichnender- und ironischerweise schienen sich diese beiden dominanten Prinzipien über den Großteil des letzten Jahrhunderts in einem zumindest stabilen Gleichgewicht zu halten.

Aber mit dem Untergang des einen und der damit einhergehenden, rasanten Beschleunigung der Globalisierung begann der Kapitalismus sich sukzessive aus den bisherigen Halterungen der nationalstaatlichen Rahmen zu lösen und in der neu gewonnen Eigendynamik scheinen seine gravierenden Defizite als zukünftig vorherrschendes Ordnungsprinzip für menschliche Gemeinschaften immer evidenter zu werden.
Entsprechende, gesellschaftstragende Qualitäten müßte der Kapitalismus aber haben, angesichts der Dominanz mit der er seinen Einfluß auf alle weiteren Lebensbereiche ausweitet.

Und äquivalente `Begrenzer´ sind auf der nun einzig relevanten, supranationalen Ebene weit und breit nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil, werden dort eher `Fortschritte´ in die andere Richtung vorangetrieben.


[ aus o.v. Interview: ]
"... sueddeutsche.de: Die SPD benutzt also klassenkämpferische Parolen,
doch in ihrem Handeln schert sie sich darum wenig?

Kisker: Die Kapitalismuskritik, wie sie jetzt vorgetragen worden ist,
zeigt für mich ein erschreckendes Theoriedefizit der SPD. Müntefering
kritisiert das unethische Verhalten einzelner Unternehmer, wie zum
Beispiel das von Herrn Ackermann, und lenkt damit von dem eigentlichen
Problem ab. Anhaltende Massenarbeitslosigkeit, zunehmende Armut die
sich immer weiter öffnende Schere zwischen Arm und Reich, die
Umweltbelastung, et cetera, sind nicht Folgen des Fehlverhaltens
einzelner Unternehmer, sondern entspringen einfach der Logik dieses
Regulierungssystems. Marx hat sein berühmtes Buch nicht umsonst
nicht etwa „Die Unternehmer“ sondern „Das Kapital“ genannt. Es geht
hier nicht um ethisches Verhalten einzelner Unternehmen.

sueddeutsche.de: Sie stellen also die Prinzipien des Kapitalismus
insgesamt in Frage?

Kisker: Ich antworte mit einem Vergleich: Wenn ich meiner Katze
hundert Mal sage, sie soll keine Vögel fangen, dann guckt sie mich an,
geht in den Garten und fängt Vögel. Das entspricht ihrer Natur, da kann
ich reden, so viel ich will. Ich kann die Katze nicht durch schöne Worte
vom Jagen abhalten. Ich kann nur Rahmenbedingungen setzen. Ich
kann verhindern, dass sie im Frühjahr in den Garten läuft. Wie es dem
Wesen der Katze entspringt, zu rauben, so entspringt es dem Wesen
des Kapitals, den Gewinn zu maximieren.

sueddeutsche.de: Hohe Gewinne der Unternehmen müssen ja nicht per
se schlecht sein.

Kisker: Gut oder schlecht für wen? Das ist die Frage. Die
betriebswirtschaftliche Logik, die die Gewinnmaximierung erzwingt, ist
nicht gleich der gesellschaftlichen Logik. Oder betriebswirtschaftliche
Effizienz ist nicht gesellschaftliche Effizienz. Die Schere zwischen diesen
beiden Effizienzen klafft immer weiter auseinander und wir müssten
versuchen durch Grenzsetzungen, diese Schere ein Stückchen zu
schließen.

sueddeutsche.de: Es besteht Ihrer Auffassung nach also ein Zielkonflikt
zwischen unternehmerischem Handeln und gesellschaftlichem Handeln?

Kisker: Eindeutig ja. Der Job des Unternehmers ist es, den Gewinn zu
maximieren. Es ist nicht seine Aufgabe, gute Produkte herzustellen, das
ist für ihn nur Mittel zum Zweck. Es ist nicht sein Job, Arbeitsplätze zu
schaffen, es ist auch nicht sein Job, für die Umwelt zu sorgen. Seine
Aufgabe als Funktionär des Kapitals besteht darin, den Gewinn zu
maximieren. Ansonsten wird er gefeuert oder sein Unternehmen von der
Konkurrenz geschluckt. Etwas daran ändern kann man nur, indem man
Grenzen setzt. Solche Grenzen sind im 19. und 20. Jahrhundert mühsam
erkämpft worden. Jetzt wird versucht, sie nieder zu reißen.

sueddeutsche.de: Aber niemand wird bestreiten wollen, dass das
wichtigste Problem in der Arbeitslosigkeit besteht. Kommen wir bei der
Bekämpfung dieses gesellschaftlichen Problems Nummer eins wirklich
voran, wenn wir statt mehr nun weniger Kapitalismus in unserem Land
zur Geltung verhelfen?

Kisker: Kapitalismus ist eine in sich sehr logische Veranstaltung. Und
unter den gegenwärtigen Bedingungen, die durch stagnierende Märkte
und Überkapazitäten geprägt sind, ist es betriebswirtschaftlich logisch,
dass Arbeitskräfte entlassen werden Also: Je mehr reine kapitalistische
Logik, umso mehr Arbeitslosigkeit, umso mehr Armut, Umweltschäden,
et cetera.

sueddeutsche.de: Angenommen es wäre tatsächlich so. Könnten wir
uns in der vernetzten Weltwirtschaft den Zwängen der Marktwirtschaft
überhaupt entziehen?

Kisker: Ja, ich denke, dass wir vor dem Gespenst der Globalisierung
nicht wie das Kaninchen vor der Schlange erstarren dürfen. Wirksame
Maßnahmen sind allerdings im Wesentlichen nur noch EU-weit zu
ergreifen. Statt moralischer Apelle müsste die Bundesregierung in der
EU eine Inititiative ergreifen, die der kapitalistischen Logik Schranken
setzt.

sueddeutsche.de: Aber ist das denn politisch durchsetzbar?

Kisker: Wenn man das wirklich will, schon. In die Gegenrichtung ging
es ja auch: Was im letzten Jahrzehnt an neoliberaler Politik durchgesetzt
worden ist, das hätten wir uns in den 70-er oder 80-er Jahren nicht
träumen lassen.
..."


Als Quintessenz - und das ist jetzt eher wieder meine Folgerung, denn unbedingt die des Interviews - müßte eigentlich ein komplett neues oder zumindest sinnvoll evolviertes, gegen die divergenten Strömungen der Vorgängersysteme und Manipulationen durch einzelne oder einzelne Gruppen resistenteres Konstruktion her.
Leider jedoch sind alle entsprechenden Kräfte, die sich dessen Entwicklung widmen könnten noch in dem Erbe und den Denkmustern des vergangenen Antagonisten-Pärchens verhaftet.



Nun denn, ich bin schon gespannt auf Eure Meinungen, Standpunkte, (Gegen-)Argumente und erhellenden Kommentare ! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />
Ragon

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Und genau DAS passiert JEDES MAL , wenn das Feuilleton der Süddeutschen Zeitung Ragons Leserbrief wegen unübersichtlicher und überlanger Verbalakrobatik nicht abdrucken will:

Er landet genau HIER ......

<img src="/ubbthreads/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />

Mal ehrlich, Ragon: Möchtest Du ernsthaft darüber diskutieren, oder lediglich Deine sukzessiv-äquivalent-provenient-divergent-reduktiv-antagonistisch-kongeniale Quintessenz selber nochmal nachlesen, um sie zu verstehen ?


#306767 19/05/05 07:51 PM
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Ok, nochmal in kürzester Form:


Ich halte Kapitalismus und den nun schon einige Zeit gescheiterten Kommunismus für zwei gleiche Seiten derselben Medaille - beide (erwiesen) ungeeignet als vorherrschendes Ordnungsprinzip für zivile Gesellschaften.

Gerade im Zuge der Globalisierung scheint sich zu zeigen, wie wenig Kapitalismus und grundlegende Prinzipien der Demokratie sich vertragen.
Der mäßigende Einfluß des letzteren beginnt mit dem Bedeutungsverlust von Nationalstaaten immer mehr zu schwinden.


- Wo liegen die Fehler?

- Was müßte ein neues System haben, das `fehlerresistenter´ ist, als die beiden anderen, welche leicht mißbrauchbar sind und potenziell auf ein fatales Ungleichgewicht hindriften?

- Wie fügt sich die Demokratie als erprobt beste Staatsform da ein?

[ Und extra für Draiggy: - Oder rede ich einfach nur luftigen Blödsinn und sollte einfach auf das übliche "Alles wird gut, et läuuft, et läuuft" vertrauen?
`Der Markt´ wird´s schon richten!? <img src="/ubbthreads/images/graemlins/tongue.gif" alt="" /> ]

Hintergrundüberlegungen und Anregungen dazu hier:
"Er hat nicht kapiert, worum es geht" - [b]Interview mit Professor Klaus-Peter Kister[/b]

Franz Müntefering scheint mit seinem klassenkämpferischen Jargon
einen wunden Punkt der deutschen Befindlichkeit getroffen zu haben.
Der Kapitalismuskritiker Klaus-Peter Kisker bezweifelt allerdings, ob
der erste Sozialdemokrat des Landes die Thesen von Marx richtig
verstanden hat.


Ragon

#306768 19/05/05 08:31 PM
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Quote
Ich halte Kapitalismus und den nun schon einige Zeit gescheiterten Kommunismus für zwei gleiche Seiten derselben Medaille - beide (erwiesen) ungeeignet als vorherrschendes Ordnungsprinzip für zivile Gesellschaften.


Das bleibt unwidersprochen.


Quote
Gerade im Zuge der Globalisierung scheint sich zu zeigen, wie wenig Kapitalismus und grundlegende Prinzipien der Demokratie sich vertragen.
Der mäßigende Einfluß des letzteren beginnt mit dem Bedeutungsverlust von Nationalstaaten immer mehr zu schwinden.


Das ebenso.

Die Frage nach den Fehlern und dem "Idealen" System diskutieren 1000 Gelehrte schon seit 1000 Jahren. Im Grunde aber ganz einfach zu beantworten: Das ideale System berücksichtigt die Belange jedes Einzelnen und befriedigt die Rahmenbedürfnisse jedes Bürgers in perfekter Balance wirtschaftlicher und sozialer Kompromisse.

Im Grunde wäre dies die geistige Basis einer ursprünglich als theoretisches Konstrukt erdachten Demokratie, deren Umsetzung natürlich nie auch nur ansatzweise erreicht worden ist. Demokratie also nicht nur als Gesellschafts-, sondern auch als Wirtschaftsform.

Deshalb sträubt sich mir schon bei der Formulierung der "Demokratie als erprobt beste Staatsform" das Nackenfell. Demokratie ist fikitiv und wird es angesichts des natürlichen Egoismus jedes menschlichen Individuums auch bleiben. Bezeichnen wir also diese gesellschaftliche Gratwanderung zwischen Nihilismus und Humanismus lieber als "Parteiendiktatur".

Ich bin der Auffassung das die Lösung des Problems keine absolute sein kann. Sie kann nur von jedem Einzelnen im Radius seiner ganz individuellen Möglichkeiten innerhalb des jeweils existierenden Systems erreicht werden und lässt sich nicht auf ein ganzes System übertragen, ja nichtmal auf eine kleine gesellschaftliche Substruktur. Denn dem entgegen steht das natürliche Prinzip des "Fressens und gefressen werdens". Welcher Art das "existierende System" jeweils gerade ist, ist dabei zweitrangig.


Quote
Und extra für Draiggy: - Oder rede ich einfach nur luftigen Blödsinn ... ?


Natürlich, aber das weisst Du ja selbst.... <img src="/ubbthreads/images/graemlins/biggrin.gif" alt="" />


#306769 20/05/05 09:25 AM
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MMn gibt es kein perfektes System. Es wird immer Menschen geben, die alles für ihren eigenen Vorteil tun werden, ohne Rücksicht auf die Folgen für die anderen. Ausserdem verhalten sich die Menschen oftmals nicht voraussehbar, geschweige denn vernünftig oder logisch...

Oder kurz: Ohne die Menschheit wäre die Erde ein viel friedlicher Planet...

<img src="/ubbthreads/images/graemlins/badsmile2.gif" alt="" />

#306770 20/05/05 11:40 AM
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Ääähm..... ja. Genau das wollte ich damit sagen.... <img src="/ubbthreads/images/graemlins/badsmile2.gif" alt="" />

Ragon geht davon aus, das sich das real existierende System evolutionieren lässt. Das halte ich für nutzlos. Denn das würde einen gesunden Kern voraussetzen, bei dem man die negativen Einflüsse ausfiltern oder minimieren und die positiven Einflüsse verstärken kann.

Dieses System ist aber schon in der Basis völlig verhunzt und bietet keine Grundlage für eine ökonomisch-sozial ausgewogene Gesellschaft.

Mit anderen Worten:

Wenn Du in einen Eimer weisse Farbe eine handvoll Dreck hineinwirfst, kannst Du anschliessend darin herumrühren, soviel Du willst - Du wirst sie einfach nicht mehr weiss bekommen.


#306771 20/05/05 02:04 PM
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Ich hab´ mir das ganze nicht durchgelesen, weil mir dazu die Zeit fehlt (Abgabe Diplomarbeit in 10 Tagen ...).

Nur soviel: Die wirtschaftlichen Probleme gerade in Deutschland haben IMO nicht primär mit dem Kapitalismus zu tun. Das Problem ist vielmehr, daß die Wirtschaftspolitik in Deutschland seit langem von Leuten gemacht wird, die keine Ahnung davon haben, wie die Wirtschaft funktioniert.
Alle Probleme in Deutschland sind hausgemacht. Die Globalisierung hat lediglich aufgezeigt, WIEVIEL die deutschen Regierungen jeglicher Couleur seit mindestens 40 Jahren falsch gemacht haben. Vom Rentensystem bis zur Steuergesetzgebung.

#306772 21/05/05 12:45 PM
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etwas <img src="/ubbthreads/images/graemlins/offtopic.gif" alt="" />

Vielleicht sollten wir darauf warten von den Borg assimiliert zu werden... <img src="/ubbthreads/images/graemlins/silly.gif" alt="" />


Sterben geht immer - mal schauen was vorher geht
#306773 22/05/05 10:20 AM
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Die Borg sind aber auch nicht gerade als grosse Wirtschaftsfachleute bekannt... <img src="/ubbthreads/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />

#306774 30/05/05 01:02 PM
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@ Ragon: Was ist eigentlich mit deinem Avatar passiert? <img src="/ubbthreads/images/graemlins/ouch.gif" alt="" />


"Man muss gut überlegen, was man haben will. Es könnte passieren, dass man es bekommt."
#306775 30/05/05 05:55 PM
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Ich bin ja auch der meinung das der Kapitalismus, genauso wie der Kommunismus, zum Scheitern verurteilt ist.
Habe ich ja auch erst kürzlich im Aufregertopic geschrieben <img src="/ubbthreads/images/graemlins/badsmile2.gif" alt="" />
Und das beschriebene "Abschütteln" durch die Gesellschaft wird wohl leider genau das beinhalten was ich befürchte. Nämlich das die armen sich gewaltsam gegen die reichen erheben werden.
Und danach? Danach geht alles wieder von vorne los.
Der Mensch an sich ist nicht geschaffen aus Fehlern anderer zu lernen, aus eigenen bestimmt.
Aber da sich die wirtschaftlichen Fehlentscheidungen ja über Generationen hinweg angehäuft haben sind das halt Fehler anderer.



Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#306776 31/05/05 02:15 AM
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Jaja, Stone - isch abe verstanden ! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/suspicion.gif" alt="" /> <img src="/ubbthreads/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />

Darkmuver: Ich versteh´ nicht, was Du meinst!?
Mein Avatar sieht eigentlich aus, äh... wie immer !?! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/confused.gif" alt="" />

#306777 31/05/05 04:13 AM
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Jaja, Stone - isch abe verstanden ! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/suspicion.gif" alt="" /> <img src="/ubbthreads/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />

Darkmuver: Ich versteh´ nicht, was Du meinst!?
Mein Avatar sieht eigentlich aus, äh... wie immer !?! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/confused.gif" alt="" />


<img src="/ubbthreads/images/graemlins/think.gif" alt="" /> isch abe jetzt aber gar nix verstanden <img src="/ubbthreads/images/graemlins/question.gif" alt="" />

Dein Avatar ist sehr nett, nur warum hast Du die gekreuzten wasauchimmer gegen die zwei klitzekleinen gekreuzten roten Balken auf weissem Grund getauscht?



Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#306778 31/05/05 12:52 PM
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Darkmuver: Ich versteh´ nicht, was Du meinst!?
Mein Avatar sieht eigentlich aus, äh... wie immer !?! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/confused.gif" alt="" />

Versuch mal einen Reload der Seite... vielleicht entschwindet Dein Avatar dann auch bei Dir. <img src="/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" />

Zum Thema:
Ich halte nicht viel von allgemeiner Kommunismus-/Kapitalismus-Kritik. Ganz einfach, weil wie schon von anderen erwähnt das regulierende Element stets der Mensch ist. Ich bin mir sicher, daß purer Kapitalismus bzw. purer Kommunismus durchaus funktionieren würden, wenn die Menschen sich dementsprechend verhielten. Dies ist allerdings nicht der Fall, weswegen ich es für müßig halte, sowohl besagte Systeme, die in ihre puren theoretischen Form eh nicht existieren, zu kritisieren, als auch auf die Suche nach einem System zu gehen, daß man statt ihrer benutzen könnte, um glücklich zu werden.

Ich persönlich sehe die Globalisierung und das Zusammenwachsen einiger Nationen zu größeren Bündnissen als eine sehr positive Entwicklung des ausgehenden 20. und der kommenden Jahrhunderte. Daß dies nicht mit einem Imperialismus geschieht, sonder auf Basis freier Entscheidungen, finde ich in dem Zusammenhang besonders erfreulich. Die Chancen, unsere Zukunft so zu gestalten, daß sie für uns alle möglichst positiv ausfällt, liegen eben in jener Globalisierung, die manche immer noch als den Tod der Gesellschaft brandmarken. Nur muß man sich persönlich und auch die lokalen Gesellschaften auf die globale Gesellschaft einstellen... ohne diese Vorleistung kann kein nennenswertes Zusammenleben längerfristig funktionieren.

Viele reden z.B. immer von den so großen Problemen der EU-Osterweiterung... weil das ja Deutschland und ganz Europa so unglaublich schade, aus finanzieller und wirtschaftlicher Sicht. Aber zugleich werden die Rufe nach einer radikalen Umstellung in Deutschland laut, die kurzfristig für viele schmerzahft sein mag, aber mittel- und langfristig wohl Gutes zu versprechen scheint.

Daran sieht man jedoch die Blindheit vor der Globalisierung. Denn während man auf europäischer bzw. globaler Ebene keine Nachteile haben und keine Schmerzen verspüren will, plädiert man auf nationaler Ebene für einen Umschwung, der kurz und schmerzvoll daherkommen soll. Daß die EU-Osterweiterung ebenfalls als einen (für multinationale Verhältnisse) kurzen und schmerzvollen Umschwungsprozess darstellt, fällt diesen Leuten dabei nicht auf.

Es mag für Deutschland schwierig sein, bis Polen z.B. ein ähnliches wirtschaftliches und soziales Niveau erreicht hat... aber wenn das mal soweit ist, sind Deutschland UND Polen zusammen auf einem hohen Niveau. Dies kann allerdings nur geschehen, wenn einzelne Länder ihre nationale Arroganz vergessen und für das Wohl aller Länder Opfer zu bringen im Stande sind. So gesehen, kann man also das, was innerhalb Deutschlands gefordert wird - nämlich daß man für eine gewisse Zeit Opfer bringen muß, um es dann langfristig gut zu haben - auch auf der internationalen Bühne fordern kann und muß. Denn nur wenn die globalen extremen Unterschiede behoben sind, können wir in dieser Zeit der kulturellen und politischen Stagnation weiterdenken... solange aber die berühmte Schwere zwischen Arm und Reich auf der Welt so weit auseinanderklafft... solange es derart große kulturelle Unterschiede gibt... solange es dermaßen viel Intoleranz und Dummheit gibt... solange wird sich die Situation weltweit und damit sicherlich auch in Deutschland nicht substantiell verbessern. Vielmehr werden die vorhandenen Wege fortgesetzt und damit die konfliktbehaftete Situation immer weiter auf die Spitze getrieben.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
#306779 31/05/05 07:55 PM
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Jö nü,

da hat wohl einer die `Kompatibilitätskuh´ geschlachtet, auf die ich mich seit dem Forumswechsel damals als Speicherort der althergebrachten Avatare verlassen hatte.

"Ein Daasch, da war der Avatar krank - jetzt funzt er wieder, Gott sei Dank!"
(Oder besser: mit freundlicher Untzerstützung von Helli - vielen Merci dafür ! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/wave.gif" alt="" /> <img src="/ubbthreads/images/graemlins/smile.gif" alt="" /> )


Ragon

#306780 31/05/05 08:21 PM
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"Ein Daasch, da war der Avatar krank - jetzt funzt er wieder, Gott sei Dank!"

Ich kenn den Spruch etwas anders:

"Ein Tag war elgi krank - jetzt trinkt er wieder, Gott sei Dank!" <img src="/ubbthreads/images/graemlins/winkwink.gif" alt="" />


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
#306781 01/06/05 01:06 PM
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Elgi, Dein Beitrag hat mir in erschütternder Weise klargemacht, dass die Basis der SPD inzwischen offenbar ebenso marode ist wie die Führung. Oder ist was dran an den Gerüchten, dass die Union die SPD auf diese Weise unterwandern will ?

<img src="/ubbthreads/images/graemlins/think.gif" alt="" />


#306782 01/06/05 01:12 PM
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Elgi, Dein Beitrag hat mir in erschütternder Weise klargemacht, dass die Basis der SPD inzwischen offenbar ebenso marode ist wie die Führung. Oder ist was dran an den Gerüchten, dass die Union die SPD auf diese Weise unterwandern will ?

Ich rede nur für mich und nicht für die SPD(-Basis). Und ich hatte auch nicht erwartet, daß Du mir zustimmst... allerdings würde es mich interessieren, was Du genau woran auszusetzen hast.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
#306783 01/06/05 09:16 PM
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Alles an Allem, Elgi - das weisst Du doch.

Auch wenn Du die Globalisierung schönreden möchtest, indem Du die wenigen und noch dazu fragwürdigen Vorzüge hervorhebst - die Nachteile überwiegen und sind in ihrer Konsequenz langfristig nicht überschaubar.


#306784 01/06/05 10:03 PM
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In Sachen Globalisierung ist ein "Wohlstandsniveau" zwischen Deutschland und Polen nur der erste, relativ kurzfristige Schritt. Viel spannender wird zu verfolgen sein, auf welchem Niveau sich Europa mit Indien und China trifft. <img src="/ubbthreads/images/graemlins/rolleyes.gif" alt="" />

(Nee, immer diese Abwandlungen von Wilhelm Busch Versen... <img src="/ubbthreads/images/graemlins/biggrin.gif" alt="" />)


Sterben geht immer - mal schauen was vorher geht
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