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Ralf #410613 08/04/10 05:47 PM
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Originally Posted by Ralf
Und wer als Jugendlicher schlicht keinen Bock hat zu lernen, dem bringe ich keinerlei Verständnis entgegen.

Ja, als Jugendlicher. Aber solch eine Einstellung entwickelt sich ja nicht von heute auf morgen, sondern ist oft (meiner Meinung nach in den allermeisten Fällen) auf Versäumnisse und Fehler in deutlich früheren Jahren zurückzuführen. Zumal ich der Meinung bin, daß auch Jugendlich noch nicht wirklich 100% reif sind, um die volle Verantwortung für ihr Handeln zu erkennen und zu übernehmen. Idealerweise sollten die Eltern solange führend, leitend und eben erziehend da sein, bis die Kinder "erwachsen" im beten Wortsinne sind. Leider ist dies vielfach nicht der Fall.

Wie überhaupt die Erziehung im Grunde genommen die Wurzel überaus vielen Übels ist. Selbst in den einfachsten Sci-Fi-Werken und Utopien ist einer der wichtigsten Entwicklungsschritte der Menschheit, daß sie sich - nachdem sie finanziellen Wohlstand und politisch ruhige Fahrwasser erreicht haben - auf die Erziehung und Erfüllung der Menschen konzentriert. Und das geschieht bei uns (und natürlich nicht nur bei uns hier in Deutschland) nicht. Dazu wäre eine grundlegende Reform des Schul- und Univesitätswesens vonnöten, was viel zu viel Geld erfordert, welches für andere wichtige Dinge aufgebracht werden muß (achtung, Ironie). Aber nicht nur eine neue Erziehung der Kinder wäre nötig, auch auf die jetzige Elterngeneration müßte man eingehen, sie in die Lage versetzen, ihre Kinder so zu erziehen und zu formen, daß sie in 20 Jahren selbst keine schlechten Eltern werden und ihrerseits ihre Kinder gewissenhaft und positiv ans Leben heranführen. Aber das wiederum kann man vergessen, wenn sich die Eltern 10 Stunden am Tag bei der Arbeit verausgaben und am Ende verständlicherweise gar keine Lust und meist auch gar keine Kraft haben, sich richtig um ihre Kinder zu kümmern. Aber ich schweife ab...


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #410626 08/04/10 06:51 PM
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D´accord, elgi! up
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Und dann liest man sowas:

Bundesverfassungsgericht zu Hartz IV: Kindergeld wird voll auf Einkommen angerechnet[/b]

Oder z.B. so etwas als Gastkommentar in einer renommierten deutschen Tageszeitung:

[b]Sozialhilfe auf fünf Jahre begrenzen[/b]

Auf [b]Telepolis wurde der Beitrag folgendermaßen schön zusammengefaßt:

Quote
Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zu wenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #410660 09/04/10 05:50 AM
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Autsch.. Sozial Wertvoll und Karrierefrau in einem Satz...
Hey... versteht mich nicht falsch, ich finds super das Frauen (meistens) dieselben Chancen haben wir Männer. Aber im Grunde fängt doch das Problem an: Beide Elternteile müssen Arbeiten um ein vernünftiges Leben mit Kind führen zu können. Nicht jeder kann sein Kind an die Großeltern abgeben zum aufpassen.
Das Kind ist oft alleine und macht im Grunde was es will. Da die Eltern nach einem Arbeitstag auch noch fix und foxi sind, bekommt der kleine Racker eben alles damit er Ruhig ist. Herauskommen dann im Endeffekt oft eben solche Erwachsene, die nicht arbeiten wollen.

Naja... mal sehen wie sichs weiter entwickelt.


Rollenspiel hört nicht beim technisch möglichen auf, es hört auf wo deine Fantasie endet.

Lasst uns den hilflosen Drachen vor der bösen Prinzessin retten!
... Das klingt irgendwie falsch...
Ralf #410667 09/04/10 09:39 AM
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Der Artikelschreiberling hat aber auch so seine Ausbildungsprobleme wink
Quote
Bäcker bei der Ausbildung: Vielen Schuldabgänger fehlt inzwischen die Qualifikation für die Lehre

Anthea #410669 09/04/10 09:51 AM
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Ich kenn einige "Karrierefrauen" mit ihrem einen Kind (zu mehr reicht ja die Zeit nicht). Und wenn diese Kinder unsere Zukunft sichern sollen... na danke. Natürlich sind nicht alle so, das will ich nun wirklich nicht behaupten. Aber viele können sich nicht mehr gedanklich aufs "Kindniveau" einstellen, und damit sind die Eltern sofort mit ihren Kindern "überfordert". Natürlich könnten sie später einmal ihren Kindern besser helfen und ihnen mehr Sachen erklären, wenn sie auch noch genug Zeit dafür haben, und die Kinder ihnen dann noch zuhören. Aber dafür gibt es ja die Supernanny....

elgi #410672 09/04/10 10:03 AM
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Originally Posted by elgi


Auf Telepolis wurde der Beitrag folgendermaßen schön zusammengefaßt:

Quote
Die Kinder von Hartz IV-Empfängern sind minderwertig, sie sind dümmer und fauler als die Kinder von anderen deutschen Müttern und ihre Ausbildungsfähigkeit steht in Frage. Sie werden in Zukunft den hohen Qualifikationsanforderungen der Gesellschaft nicht mehr genügen. Diese Kinder entstammen einer Unterschicht, die sich durch Sozialhilfe immer mehr vergrößert und hemmungslos vermehrt und den Leistungsträgern auf der Tasche liegt. Das ist eine Gefahr für Deutschland. Während sich die Unterschicht so vermehrt, bekommen die deutschen Frauen der Leistungsträger zu wenig Kinder. Der Staat muss also das weitere Kinderkriegen der Unterschicht verhindern, indem man deren Angehörigen die Lebensgrundlage entzieht. Deutschland braucht diese minderwertigen Kinder nicht, sondern es braucht die sozial wertvollen Kinder der Karrierefrauen.


Wie krank muss man sein um sowas zu schreiben?
Kann ein Kind nachg der Geburt fragen:"Mama gehören wir zur Unterschicht, und wenn ja wo ist die nächste Babyklape wo du mich dan bitte davor hinlegst um mich erfrieren zu lassen"?
Das Problem in unserer "modernen Geseltschaft" ist soziale verarmung. Ich denke das so mancher Hartz IV-Empfänger für Deutschland wertvoller ist als jemand der soetwas schreibt. Wenn ein mensch so über einen anderen richtet sollte er für ein hlabes Jahr hartz IV-empfänger werden. Mein Vater hatte bis vor 7 Jahren die selbe Einstellung wie der nette Autor des oben genanten Textes, dann wurde er durch einen Unfall schwerbehindert. Beide seiner Arme waren gebrochen, einer relativ normal nur das halt ein paar nervenbahnen zerquetscht wurden, der andere war ein schwerer Trümmerbruch. Er trug danach ca. 16 Monate einen fixateure externe. Ich will jezt hier nich jammern aber so etwas verändert den Menschen stark, auuch die Menschen in der nähe. So wurde unsere gesamte Nachberschaft auf einmal verhältnismäsig freundlich was sozial schächere angeht. Ich denke soetwas solte auf einer Ebene passieren, sei es durch einen Unfall eines Star´s (wie wäahre es mit Tom Cruise ;-) dan währe das scientolgie problem auch gelöst) oder durch die Politik. Irgendwas muss passieren und iregenwer muss den anfang machen.
Eine Idee die leider nicht durchführbar ist da kein politiker der Welt soetwas machen würde währe soziales engarmon mit steuererleichterungen zu unterstützen. Oder die Leute die Hartz-IV feindlich sind zu zwingen ein bessere Idee sich auszudenken und diese zu Papier zu bringen.
So bleibt aus meiner Sicht nur ein großes Problem:
Die Leute die bewust auf Staatkosten leben und das auch gut finden (geschätzer Anteil o,5%)

Danke für´s lesen (wenn nicht zu viele Inhaltliche/Rechtschreibfehler drin waren)

Wilhelm wink

elgi #410679 09/04/10 11:00 AM
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Originally Posted by elgi
Aber das wiederum kann man vergessen, wenn sich die Eltern 10 Stunden am Tag bei der Arbeit verausgaben und am Ende verständlicherweise gar keine Lust und meist auch gar keine Kraft haben, sich richtig um ihre Kinder zu kümmern. Aber ich schweife ab...


Ich stimme dir ja in vielem zu, Elgi, aber hierzu möchte ich schon anmerken, daß die Arbeitszeit in Deutschland heute im Vergleich zu der Arbeitszeit in den vorangegangenen Jahrzehnten sicher keine Erklärung dafür ist, daß offenbar immer mehr Eltern bei der Erziehung zu versagen scheinen. Dafür gibt es ganz andere Ursachen, die du ja teilweise auch angesprochen hast (wobei die fehlende Bereitschaft des Staates, in die Ausbildung der Kinder zu investieren, meiner Meinung nach vor allem daran liegt, daß man im Bemühen, Wahlen zu gewinnen, seit JAHRZEHNTEN viel mehr Geld ausgegeben hat als zur Verfügung stand) und die sind natürlich zu vielfältig, als daß sie einfach zu beheben wären, leider.

Und natürlich stimme ich dir auch zu, daß man selbst als Jugendlicher (meistens) nicht reif genug ist, um ohne positive Vorbilder selbst genau zu erkennen, was für einen Mist man macht. Aber ich bleibe auch dabei: Die Grundverantwortung für sein Leben trägt jeder selbst. Und dafür, daß man als "normaler", gesunder junger Mensch nicht einmal bereit ist, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen (wenigstens simples Addieren und Subtrahieren!) oder auch einfach nur pünktlich zu erscheinen, lasse ich keine Ausrede gelten. Und sowas ist auch, wie der DGB-Sprecher im von mir verlinkten Artikel frecherweise impliziert hat, kein Anzeichen einer "fertigen Fachkraft", sondern schlicht und ergreifend absolute Grundvoraussetzung für den Eintritt ins Berufsleben. Ach was, sogar ganz allgemein für den Eintritt ins "Erwachsenenleben"!

Ralf #410680 09/04/10 11:08 AM
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Volkommen richtig!
Leider werden wir jungen Leute von zuvielen Dingen beinflust;
Ich bin beispielsweise der einzigste meiner Klassenstufe der keinen Fernsehen hat. Und es tut mir sehr gut (Ich höre dafür den ganzen tag SWR-contra ;-)
Jeder sollte Wissen das er für sein leben Selbst verantwortlich ist, aber wenn er hilfe braucht sollte er sich schon melden.

MFG

Wilhelm hehe

Ralf #410681 09/04/10 11:46 AM
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Originally Posted by Ralf
Ich stimme dir ja in vielem zu, Elgi, aber hierzu möchte ich schon anmerken, daß die Arbeitszeit in Deutschland heute im Vergleich zu der Arbeitszeit in den vorangegangenen Jahrzehnten sicher keine Erklärung dafür ist, daß offenbar immer mehr Eltern bei der Erziehung zu versagen scheinen.

Die Arbeitszeit wollte ich im Allgemeinen kritisiert wissen. Abgesehen davon mag ich solche Statistiken nicht, denn es geht nicht darum, ob man in Deutschland jetzt durchschnittlich 35 Stunden arbeitet, in Spanien mehr, vor 40 Jahren überall mehr, in 10 Jahren überall weniger usw. Auf 5 Stunden mehr oder weniger kommt es nicht an, es geht um prinzipielle Dinge. So z.B. über die psychische Belastung, die immer mehr anwächst. Früher hatte man einen Job und hat da gearbeitet, bis man in Rente ging (vereinfacht dargestellt). Heute kann man froh sein, wenn man einen Job hat und muß sich dann immer wieder fürchten, diesen nicht mehr zu haben. Insbesondere in Berufen mit niedrigem Einkommen ist dies ein Problem, denn ein Fabrikarbeiter, der entlassen wird, steht vor anderen (und meiner Meinung nach größeren) Schwierigkeiten, als ein sog. "Besserverdiener".
Es mag sich utopisch und durchaus nach Esoterik anhören (sieht Programm der Violetten), aber je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr gewinne ich die Überzeugung, daß wir in der Tat mal das bedingungslose Grundeinkommen ausprobieren müssen - am besten nicht nur in Deutschland, sondern zumindest mal in Europa.
Keine Ahnung, wie das zu finanzieren ist, daher kann ich dazu nichts sagen. Aber wenn man sich keine Sorgen um seine Existenz machen muß, lebt es sich ganz entscheidend anders. Der Wandel wird sicher nicht sofort stattfinden und es wird durchaus viele geben, die das Grundeinkommen als Ausrede benutzen, um überhaupt nichts mehr zu machen. Aber das liegt schlichtweg daran, daß das Wort "Arbeit" viel zu negativ besetzt ist. Es soll ja nicht darum gehen, für sein Überleben zu arbeiten, sondern produktiv für die Gesellschaft und vor allem für sich selbst tätig zu werden.
Wie gesagt, mag utopisch klingen...


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #410697 09/04/10 04:37 PM
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Originally Posted by elgi

Die Arbeitszeit wollte ich im Allgemeinen kritisiert wissen. Abgesehen davon mag ich solche Statistiken nicht, denn es geht nicht darum, ob man in Deutschland jetzt durchschnittlich 35 Stunden arbeitet, in Spanien mehr, vor 40 Jahren überall mehr, in 10 Jahren überall weniger usw. Auf 5 Stunden mehr oder weniger kommt es nicht an, es geht um prinzipielle Dinge. So z.B. über die psychische Belastung, die immer mehr anwächst. Früher hatte man einen Job und hat da gearbeitet, bis man in Rente ging (vereinfacht dargestellt). Heute kann man froh sein, wenn man einen Job hat und muß sich dann immer wieder fürchten, diesen nicht mehr zu haben. Insbesondere in Berufen mit niedrigem Einkommen ist dies ein Problem, denn ein Fabrikarbeiter, der entlassen wird, steht vor anderen (und meiner Meinung nach größeren) Schwierigkeiten, als ein sog. "Besserverdiener".


Dann schau´ dir mal eine der tollen Talkshows im Fernsehen an, wenn es um das Thema "Renten" geht. Da bekommst du dann ständig zu hören, daß die heutigen Rentner völlig zurecht viel mehr Rente bekommen (und natürlich immer noch viel zu wenig) als es die heutigen Arbeitnehmer je tun werden, da sie es schließlich in ihrer Arbeitszeit viel schlechter hatten und nicht bloß solche Wohlstandsprobleme zu bewältigen hatten wie der heutige Otto-Normal-Verbraucher ...

Das Ganze wird immer subjektiv bleiben. Haben es heutige Arbeitnehmer unterm Strich schwerer als vor ein paar Jahrzehnten? Und werden es zukünftige Arbeitnehmer noch schwerer haben? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Ich weiß es wirklich nicht, ich will mir auch gar nicht anmaßen, das zu beurteilen. Aber ich bin mir sicher, daß die meisten Menschen immer davon überzeugt sein werden, daß gerade sie es besonders schwer haben. Das gehört einfach zum Wesen des Menschen (meiner Meinung nach).

Und was das Grundeinkommen betrifft, kann ich auch hier nur sagen: Ich weiß wirklich nicht, ob das funktionieren kann. Ich glaube es nicht. Würde mich aber natürlich gerne eines Besseren belehren lassen ...

Ralf #410733 10/04/10 10:56 AM
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Nunja... Beim Grundeinkommen würde sich ja nicht soo viel ändern. Gemeinhin arbeiten in einem Staat nur 1/3 der Bevölkerung. Die anderen sind zu Jung/ zu alt / invalid / weiß er Kuckuck was noch. Wobei das drittel der Arbeitenden immer kleiner wird, sodass es inzwischen schon fast nur noch 1/4 ist.
Das Grundeinkommen hat einige Vorteile: Man ist nicht zwingend auf seine Arbeite angewiesen. Also kann man sich nen Job suchen der einem gefällt und wo auch das Klima passt. Das ist für mich eigentlich einer der größten Vorteile. Die Firmen müssen sich wieder mehr um ihre Arbeiter kümmern und können sie nicht mehr wie Sklaven behandeln.
Das Grundeinkommen sollte auch nicht zu viel sein. Ich würde sagen rund 1000€ wären ausreichend um unter normalen Umständen sein Leben zu bestreiten. Gibt dann immer noch nen Ansporn sich ne Arbeit zu suchen.
Die Finanzierung sollte ja eigentlich auch kein Problem sein, oder wie wurden die Rettungspackete für die Banken finanziert?

Ich seh allerdings das Problem dieses Systems vor allem darin, wie der Otto Normal Arbeiter seine Arbeit und auch sein Umfeld betrachtet. Der Egoistische einschlag unsere Gesellschaft wird so einem System sicher nicht gut tun. Aber wenn man überall nur sieht, dass nur die weiter kommen, die sich mit den Ellenbogen ohne Rücksicht auf Verluste vorankommen, dann denkt man sich eben seinen Teil.
Natürlich kann und will man in der Politik ja keine sozialem Kontakte im Volk. Stellt euch vor, die könnten sich beraten, zusammenschließen und dann die Politiker absetzen. Plötzlich würden die der Werbung nicht mehr glauben.
Defacto ist auch die Führungsspitze noch nicht so weit für ein Grundeinkommen genau sowenig wie das Volk. Allerdings bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das System scheitern würden. Im gegenteil bin ich der Meinung, dass der Mensch sein Bereitsein erst erreicht, wenn das System eingeführt wird und sich damit die wichtigen Dinge im Leben einmal mehr verschieben.


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... Das klingt irgendwie falsch...
Trasza #410817 11/04/10 07:34 PM
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In der heutigen Ausgabe der "Welt am Sonntag" fand ich (kann's leider online nicht finden) eine ganz neue Statistik-Studie, derzufolge je älter un umso kinderloser Deutsche werden, sie umso weniger dafür sind, daß Familien und jjüngere Generationen Unterstützungsgelder bekommen. Und umso mehr für Gelder für die eigenen Renten.

Das wirft - laut Artikel - die bisher gängige Auffassung, es gäbe da eine Art "Generationenvertrag" über den Haufen ... Und derjenige, von dem die Studie stammt hat schon "Umverteilungskämpfe" befürchtet - was ich persönlich für nicht unwahrscheinlich halte, daran gemessen, wie stark unsere Gesellschaft überaltert ...


Ein ganz anderer Aufreger ist das hier : http://www.welt.de/politik/deutschl...arnt-vor-Chaos-in-Migrantenvierteln.html


When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
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Originally Posted by AlrikFassbauer
derzufolge je älter un umso kinderloser Deutsche werden, sie umso weniger dafür sind, daß Familien und jüngere Generationen Unterstützungsgelder bekommen. Und umso mehr für Gelder für die eigenen Renten.


Ist doch logisch - wenn´s drauf ankommt, denkt (fast) jeder zunächst an sich. Noch so eine Sache, die (IMO) im Wesen des Menschen begründet liegt ...

Ralf #410862 12/04/10 12:20 PM
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Interessanter Artikel, bringt einige gute Gedanken hervor : http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,687760,00.html


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Wilhelm #410866 12/04/10 01:56 PM
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Ohja.. das Drei Klassen Prinzip... hat auch schon im alten Rom geklappt.

Zwei Klassen Systeme haben im Endeffekt immer zu blutigen Revolten geführt... naja... mal sehen wies weitergeht..


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Trasza #410921 13/04/10 08:39 AM
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Kein Wunder, dass die Briten so "tolle" Gesetze bezüglich Internet haben, bei dem Fachwissen ihres "Minister for Digital Britain"....
http://www.boingboing.net/2010/04/08/minister-for-digital.html

Quote
They can then seek to download a copy of that material and in so doing capture information about the source including the Intellectual Property (IP) address

Anthea #410941 13/04/10 04:50 PM
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Vielleicht sollte er sich mal auf eine Internet Quest (IQ) begeben, um sein Fachwissen etwas aufzubessern.

grin



Ddraigfyre #411081 15/04/10 03:41 PM
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Ich hatte ja stets starke Vorbehalte gegen die Nutzung von "Steam". Nach sehr langem Zögern habe ich nun dennoch erstmals ein Spiel gekauft, das ohne Steam nicht "aktiviert" werden kann: "Silent Hill Homecoming".

Und ratet mal: Bereits nach fünf Minuten wurden alle meine Vorurteile bestätigt! Denn nach Eingabe des Produktcodes von der Rückseite des Handbuchs erhalte ich die Fehlermeldung: "Der eingegebene Produktcode wurde bereits für einen bestehenden Steam-Account und ist deshalb ungültig. Die Aktivierung von Silent Hill Homecoming (LV) Retail konnte nicht abgeschlossen werden."

Natürlich erweist sich auch der Hinweis auf die "Steam-Support-Website" auch als unnütz und vertippt habe ich mich definitiv nicht (schon überprüft).

Dummerweise befürchte ich, daß ich die Einkaufsquittung für das Spiel nicht mehr habe, sonst würde ich es sofort zurückbringen (wenigstens hat´s nur noch 15 Euro gekostet). So stellt sich die Frage an eventuelle Steam-Nutzer hier (Pat?): Macht es wirklich Sinn, sich direkt an den Support zu wenden oder ist die Kombination aus Aufwand dafür und Herumärgern damit größer als der Nutzen?

P.S.: Wie ich sehe, kann ich mich wohl auch nicht an den Support wenden, weil ich dafür einen Scan meiner Einkaufsquittung beifügen müßte - die ich wie gesagt wohl nicht mehr habe.
Was lerne ich daraus?
1. Sorgfältiger auf Einkaufsquittungen achten.
2. NIE WIEDER STEAM! down
Ist zwar schade, daß mich diese Erkenntnis 15 Euro kostet, aber ich schätze, es hätte deutlich teurer kommen können ...

Last edited by Ralf; 15/04/10 03:49 PM.
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