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Originally Posted by Alix
Oder beim gut-bse Dungeon... die beste Ausbeute hat man bei richtig bse!


Und ber so etwas freue ich mich eigentlich immer, wenn es in einem Rollenspiel passiert: Man wird vor die Entscheidung gestellt: Moral oder Beute? Oder anders gesagt: Verhlt man sich wie ein echter Rollenspieler und handelt nach eigenem Empfinden "richtig", auch wenn das (in der Regel sowieso minimale) Nachteile mit sich bringt? Oder verhalte ich mich so, da ich auf jeden Fall das Beste bekomme? Wre es so leicht, sich immer "gut" zu verhalten, weil es keinerlei Nachteile mit sich bringt, dann wre es ja schlielich keine moralische, rollenspielerische Entscheidung mehr ...

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Ich freue mich nicht! Es ist so schn ein richtig guter Held zu sein, der armen Leuten hilft uns bse bestraft! Aber die Macher von DD2 sind so was von gemein! wink
Man muss doch schon im realen Leben so oft Kompromisse eingehen oder ist zu faul fr gute Taten.

Es gibt sehr viele Quests wo man sich so oder so entscheiden kann. Nicht mal die Hauptquest ist davon verschont. Lasse ich den bsen Geist frei, als Dank dass er mich befreit und mir geholfen hat? Oder vertraue ich pltzlich dem reimenden Zauberer, der mich von Beginn an immer wieder nervt?
Man merkt dass Larian Studios etwas von Ultima beeinflut sind. die Wahrsagerin dort hatte auch so gemeine Fragen.

Gebe ich das Amulett der Sufer damit er sich neuen Schnaps kaufen kann oder den Nekromanten fr seine miesen Beschwrungen?

Aber andererseits war es auch reizvoll fr mich, mal zu sehen, ob die Gute Seite in mir die Gier nach Gewinn berstimmen kann! - Ich habs 2 mal durchgespielt smile Das zweite mal etwas bser.

Zumindest gibt es noch einige gute Grnde es noch mal zu spielen!

Last edited by Alix; 16/04/13 12:33 PM.

Alixdragon -==(UDIC)==-
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Originally Posted by Ralf
Verhlt man sich wie ein echter Rollenspieler und handelt nach eigenem Empfinden "richtig", auch wenn das (in der Regel sowieso minimale) Nachteile mit sich bringt? Oder verhalte ich mich so, da ich auf jeden Fall das Beste bekomme? Wre es so leicht, sich immer "gut" zu verhalten, weil es keinerlei Nachteile mit sich bringt, dann wre es ja schlielich keine moralische, rollenspielerische Entscheidung mehr ...

"Echte Rollenspieler" verhalten sich eigentlich nicht nach dem eigenen Empfinden "richtig", sondern nach dem Empfinden des Characters, den sie bernommen haben. Schlielich kann ein Priester z.B. Dinge anders beurteilen als ein ruchloser Mrder - und beides sollte man in einem "echten" Rollenspiel spielen knnen.

Was die Moral angeht, bin ich sowieso mittlerweile vllig desillusioniert in Computer-RPGs. Denn worauf basieren diese Entscheidungen im Normalfall in CRPGs? Doch meistens auf der Frage, die du, Ralf, auch ansprichst: Welche Reaktionen, welche Belohnung, welche Konsequenzen, welche Beute, welche Informationen etc. erhlt der Spieler nach der entsprechenden Entscheidung. Das hat nichts mit der Frage zu tun, ob etwas moralisch ist oder nicht. Das sind Einzelentscheidung auf Basis von (egoistisch-)utilitaristischen Gedanken, also quase im Rahmen von Einzelethik.

Moral hingegen ist nicht das, was ein Mensch einfach so als gut oder schlecht bezeichnet, sondern entsteht in der Regel aus der Gesellschaft - aus der groen Schnittmenge der jeweiligen Einzelethiken. Die Mhlen der Gesellschaft und der Traditionen erzeugen schluendlich Stze wie "Das macht MAN nicht!" oder "Das sollte MAN machen!"

Wenn sich die Entscheidungen der Spieler darauf beziehen wrden - also auf den sozialen Background der gespielten Charaktere - und nicht auf die schnden Einzelbeziehungen zwischen ein paar Charakteren im Spiel, wrde ich von moralischen Entscheidungen sprechen.

In unseren P&P-Runden wurde dementsprechend nicht jenes Verhalten "belohnt", welches wir persnlich gutheien, sondern solches, das am ehesten dem jeweiligen Charakter entspricht. So wrde mein ko-Terrorist in Shadowrun nicht zwei Mal darber nachdenken, einem Typen, der seinen Giftmll im Wald abldt, einen Pfeil zwischen die Augen zu verpassen... dafr wrde er persnlich belohnt werden durch den Spielleiter (vllt. nicht gleich direkt, aber er wrde es sich merken). Im Spiel selbst knnte es natrlich wiederum schwerwiegende Konsequenzen geben, weil gerade jemand ermordet wurde... aber der Charakter htte nach seinen berzeugungen und nach seiner moralischen Sozialisation gehandelt.

Ein gewiefter Geschftsmann wrde Bilder von der Abfall-Aktion machen und den Umweltsnder erpressen. Ein gutglubiger Narr wrde hingehen und ihn bitten, seinen Mll doch bitte woanders zu entsorgen. Usw. usf.

In normalen CRPGs gibt es grob gesagt vllt. 3 Varianten: Gegen den Umweltsnder kmpfen, den Umweltsnder berzeugen, dsa Ganze ignorieren. Alle drei Varianten werden fr alle Spielcharaktere gleichermaen bei der Berechnung der Konsequenzen herangezogen (sofern sie aufgrund ihrer Fertigkeiten berhaupt alle Mglichkeiten haben). Fertig.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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Originally Posted by elgi

"Echte Rollenspieler" verhalten sich eigentlich nicht nach dem eigenen Empfinden "richtig", sondern nach dem Empfinden des Characters, den sie bernommen haben.


Ich mute heute Mittag zum Zug, deshalb hatte ich meine Ausfhrungen etwas verkrzt. wink

Davon abgesehen versuche ich wirklich, mich in Rollenspielen mglichst charaktergerecht zu verhalten - zumindest beim ersten Durchspielen (bei meinem momentan PS:T-Spieldurchlauf versuche ich, mglichst alles mitzubekommen, was ich beim ersten Mal unbewut verpat habe - und das ist brigens erfreulicherweise deutlich mehr, als ich es erwartet hatte, obwohl ich eigentlich immer sehr grndlich und methodisch vorgehe ...). Man kann natrlich immer ber die Belohnungssysteme in Computerspielen diskutieren und auch und gerade ber die Einordnung dessen, was man als Spieler macht (meistens wertet ein RPG, sofern es berhaupt ein Moralsystem hat, ja leider nur in "schwarz" und "wei") - aber mich persnlich erfllt es auf jeden Fall gerade dann mit groer Befriedigung, wenn ich in einem RPG das fr meine Spielfigur (rollenspieltechnisch) Richtige tue, obwohl es mir Nachteile bringt. Denn gerade dann tue ich es ja nur nach reiflicher berlegung und wenn ich mir meiner Sache wirklich sicher bin. smile

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Ich spiele eigentlich immer mich selbst, also ich whle schon beim CRPG wenn mglich einen Charakter der meinen eigenen Vorstellungen entspricht (meist so was wie Paladin)
Es wrde mir sehr schwer fallen, eine Rolle zu spielen die nicht wenigstens in Anstzen mit meinen Idealen bereinstimmt.

Also im knnte auch als koterrorist keinen erschieen, nur weil er eine Umweltsnde begangen hat, ich wrde dann eher versuchen den Umweltschaden zu begrenzen indem ich den Schaden des Snders behebe und vlt. versuchen den Umweltsnder mir Worten zu bekehren.

Ich spiele ja z.Z. Oblivion. Habe gerade die Diebesgildenmitgliedschaft errungen. Ein paar reiche Leute bestehlen und es den Armen geben, passt zu mir. Mehr Problem habe ich mit der Mrdergilde. Ich wei nicht ob ich da Mitglied werden will, es wrde mir zu sehr widersprechen. Ich denke ich werde dann doch lieber auf ein paar Quest verzichten.



Alixdragon -==(UDIC)==-
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Ich spiele eigentlich bei Rollenspielen grundstzlich mich selbst. Patarival. Das bedeutet, dass ich (je nach System) blicherweise jemand mit hohen Charisma, Personality, Speechcraft werten bin, der keine Magie verwendet, dafr Bgen und einhndige Schwerter - und Schlsser knacken kann (Ich hasse geschlossene Tren). Ausserdem trage ich nie mehr als Lederrstung und niemals eine Kopfbedeckung.

Dabei entscheide ich mich bei Moralfragen NIE nach der Belohnung sondern immer nach dem, was ich als richtig (oder zumindest das kleinere bel) erachte.
Das bedeutet allerdings, dass ich mich meist bei jedem Durchspielen genau gleich entscheide, da ja bereits die erste Entscheidung die war, die ich selbst als die "richtige" empfand.

Kleines Beispiel (und Dragon Age 1 Spoiler): Man muss sich bei den Zwergen entscheiden, welchem Knigsanwrter man auf den Thron helfen mchte. Der eine ist ein guter, weiser Zwerg, der jedoch auf alte Traditionen festgefahren ist und wohl keine Vernderungen beim recht rckstndigen Kastensystem bringen wird - whrend der andere arrogant und hinterlistig ist, aber das festgefahrene Kastensystem der Zwerge abschaffen oder zumindest lockern will.
Ich bringe es trotzdem nicht fertig, das Arschloch auf den Thron zu setzen - obwohl ich eigentlich gegen das starre Kastensystem der Zwerge bin.

Dragon Age 1 hat viele solche kleinen und grosse Entscheidungen, die man fllen muss und verzichtet doch auf ein Punktesystem fr die Moral (war brigens in der Fachpresse meist ein Kritikpunkt).
Der Vorteil ist aber, man kann sich frei entscheiden und muss nicht auf die Punkte achten. Moral ist hier nicht einfach ein Zahlenwert, sondern wird vom Spieler selbst verlangt.

Ganz hnlich - aber im kleineren Rahmen - macht das ja zum Beispiel auch Gothic.
Und auch da bringe ich es nicht fertig, mich jemals einer anderen Fraktion anzuschliessen als beim neuen Lager in Teil 1 und bei den Sldnern in Teil 2 (interessanterweise jeweils die "Blauen").

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@ Char: Ich spiele sowohl im P&P als auch in einem CRPG meist elfische Kmpfer mit einer hohen Neigung nach schicken Klamotten und diebischen Fhigkeiten. Das luft dann darauf hinaus, dass mein Char meist einen Jger-Schlapphut trgt, berall einbricht und die Moral eines Kriminellen an den Tag legt, was den Respekt vor dem Eigentum anderer angeht. Bei der Spielgeschichte entscheide ich mich meist dann doch fr die gute Seite, obwohl ich auch mal ganz gern einen fiesen Charakterzug spiele.

@ Moral: Bei den Vor- und Nachteilen der Moral stimme ich Ralf zu. Ich verzichte auch mal eher auf eine Belohnung, Beute oder einen sonstigen Bonus, wenn ich dafr konsequent meine Charakterrolle spielen kann.
Wenn ein Spiel(-system) diese konsequente Entscheidung fr eine Rolle zulsst, dann ist es fr mich in diesem Aspekt unterhaltsam.

Positive Beispiele sind hierfr aus meiner Sicht die Quest bei Witcher 2 mit der Elfin Malena oder die schon von Patarival angesprochene Thronnachfolge bei den Zwergen von Dragon Age. (wobei ich echt kein Problem mit dem reformerischen Fiesling hatte smile

@ Spielboni: Wirklich negativ finde ich allerdings die Tendenz, dass moralisch vermeintlich schlechte Entscheidungen in CRPGs mit einer hheren Ausbeute an Belohnung oder Boni verbunden werden. Manchmal ist es geradezu offensichtlich (Oblivion, Skyrim) bei welcher der Gilden bzw. Fraktionen man welche Ausrstung oder Spielweise "aufgedrckt" bekommt, so dass die unerwartete Wendung einer Geschichte, das berraschende Moment oder einfach nur die eigene spielerische Entscheidung reduziert werden.

Ich brauche bspw. bei einem CRPG auch keine Massen an Charakterausrstung in sich vielfarbig wiederholender Poserei, wie es tendenziell bei offeneren Welten vorkommt.
Aber eine sinnvolle Auswahl fr unterschiedliche Klassen sollte ein gute Spiel liefern. Schn fand ich die Lsung bei Ultima, wo der Spielcharakter mit dem entsprechenden Talent Scheiderei (oder sowas hnliches) auch die Kleidung teilweise selbst Frben konnte. Wenn die Spielwelt solche eigenen Charakteranpassungen zulsst, dann trgt dies ausreichend zur Atmosphre bei. Dann ist die Entscheidung eines Spielers bei der Moralfrage auch nicht unbedingt mehr pro oder contra Belohnung, sondern wirklich pro oder contra Moral des Charakters.

Eine weitere gute Lsung fand ich durch Arcanum umgesetzt. Die Talententwicklung verschob die Magie- oder Techaffinitt, bestimmte also die Spieltaktik in Gesprchen oder Kmpfen. Das Verhalten bei der Erfllung von Questen oder die Art der Antworten wirkte sich zudem positiv oder negativ auf die Gesinnung des Charakters aus. Davon abhngig war dann auch im Spielverlauf, welche NPCs hilfreich waren oder sogar als Begleiter untersttzten.

@ vielfltige Lsungen: Zunehmend beobachte ich schon den Versuch, auch bei CRPGs offenere Wege zur Lsung von Problemen und Questen einzubauen. Nur leider sind diese Lsungswege meist (noch) durchsichtig und auf blo stumpfe "ich bin der gute Paladin" oder "ich bin der bse Powergamer" - Klicks beschrnkt.
Interessanter finde ich da ansatzweise das System von Fallout 3, wo man je nach Talent (bspw. Medizin, Wissenschaft, Rhetorik, etc.) unterschiedliche Antwortmglichkeiten nutzen konnte, um ein Gesprch erfolgreicher zu gestalten. Dies gestattete auch eine gewisse Affinitt zu der gespielten Rolle. Aber leider hat Fallout 3 und meiner Ansicht nach New Vegas noch strker dann dieses System sptestens ab dem Midgame obsolet gemacht, da der Charakter zu schnell zu gute Werte in mindestens zwei Skills erreichte und die Art der Spezialisierung auch keine wirklich andere Lsung der Quest mit einem anderen in der Welt erlebbaren Ergebnis nach sich zog. Mehr als Abarbeiten von Auftrgen war es irgendwann nicht mehr.

@ Fraktionen und Entscheidungen: Ich finde auch die Wahl der Fraktion als eine quasi moralische Untersttzungskomponente im Spiel interessant. Bei Gothic und Teil 2 hat mir das einerseits gut gefallen, da es irgendwie ein Zugehrigkeitsgefhl des Charakters erzeugt hat. Andererseits war eine sptere Wendung des Spiels (Intrigen, Verrat, Diplomatie) fr oder mit einer anderen Fraktion nicht mehr wirklich mglich, so dass eine frhe Entscheidung auch einem Spiel sehr viel Handlungsmglichkeiten entziehen kann. Whrend das bei Gothic wegen der Gefngnisatmosphre hinter der Barriere wirklich klasse war fr das Spielgefhl, habe ich schon bei Gothic 2 eher einen schalen Vorgeschmack auf die bereits erprobte Fraktionsentwicklung gehabt.

@ Cheats: Es gibt ja inzwischen genug Mglichkeiten ein CRPG selbst zu manipulieren. Insofern strt es mich wenig, wenn Spieler wie Alix sich auch mal outgame helfen, um weiter zu kommen. Wenn aber das Verkaufsargument zuschlgt, und - "fies ausgedrckt" - die PC-Spiele leichtere Schwierigkeitsanforderungen stellen, damit die Konsolenspieler bei plattformbergreifenden Entwicklungen aufgrund der Eingabesysteme nicht berfordert werden, dann bringt mich das leicht an den Rand der Gereiztheit. Auch wenn ich die beengten Level und tunnelartigen Akte eines Witcher 2 von der Spielwelt her zu klein fand, habe ich die unterschiedlichen Bosskmpfe als reizvolle Herausforderung empfunden, weil der Charakter zumindest auf der Schwierigkeitsstufe Dunkel immer mal eine andere Magie einsetzen oder es mit Fallen probieren musste oder was anderes.

@ Previews: Bspw. freue ich mich auf Divinity - Original Sin, weil ich in Videos gesehen habe, dass hnlich wie bei Fallout eine rundenbasierte Kampfanzeige der Aktionspunkte am unteren Bildschirmrand auch eine tatschliche, rundengesteuerte Taktik erfordert. Auch gefllt mir die Idee der logischen Abfolge von Aktionen, mit Wasser- bzw. Eiszaubern versus Feuermagie. Da frage ich mich dann nur, warum eine so geniale Spielidee einerseits in ein Spiel implementiert wird und dem Spieler eine Richtung von Skillorientierung vorgibt, aber andererseits keine Erschaffung eigener Charaktere existiert. Ich habe mich zwar noch nicht ausreichend informiert, hoffe aber in Bezug auf die Individualisierbarkeit des Charakters, dass wenigstens ein leichtes Handwerkssystem existiert, wo man eigene Gegenstnde fertigen kann.


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Warum gibt es wieder Konsolenbashing, diesmal Schwierigkeitsgrad? Mit Demon's Souls und dem Nachfolger Dark Souls gibt es zwei prominente bockschwere (RPG) Spiele fr die Konsole.

Und Eingabesysteme und Interfacesysteme, die fr Konsole (Gamepad) oder PC (Maus & Tastatur) optimiert sind, sind fr die jeweilige andere Plattform nur bedingt bis gar nicht nutzbar.

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Ich habe im Grunde nichts gegen Multiplattformspiele. Fr mich kann ein Spiel auch gar nicht zu leicht sein. Im Gegenteil: ich sehe es wie Alix.

Ich besitze eine Xbox360, eine PS3 (neben meinen ganzen Retro-Systemen) und - natrlich - einen PC. Ich spiele aber am liebsten am PC - allerdings oft per Gamepad. Im Gegensatz zu anderen PC-Spielern, finde ich durchaus, dass MANCHE Spiele einfach besser mit Gamepad zu spielen sind.
Und wieso auch nicht? Schliesslich ist der PC das flexibelste System.

Mich stren deshalb auch die "konsoligen" Interfaces absolut nicht. Schlauchlevel noch weniger. Und wenn ich was anderes will, spiele ich eben ein Retrospiel oder eines der unzhligen Open-World-Spiele.

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Originally Posted by Ralf
Originally Posted by Alix
Oder beim gut-bse Dungeon... die beste Ausbeute hat man bei richtig bse!


Und ber so etwas freue ich mich eigentlich immer, wenn es in einem Rollenspiel passiert: Man wird vor die Entscheidung gestellt: Moral oder Beute?


Warum eigentlich nicht beides ? Moral UND Beute ?

Was mich persnlich daran strt, ist, da es in unserer materialistisch geprgten Gesellschaft eigentlich gar keine Auswahlmglichkeit mehr darstellt - zumindest fr solche, die den Macker raushngen lassen wollen.

Der groe Macker, der am Ende als Gott oder zumindest als Halbgott am Ende des Spieles plus gleichzeitig als Multimillionr dastehen will, findet natrlich, da es das Spielen eines "Gutmenschen" in einem RPG ihn nicht weiterbringen wird. Bse und Beute, das ist die Wahl ?

Denn mal ehrlich : Was habe ich berhaupt davon, wenn ich eine "moralische Entscheidung", die dann gleicvhzeitig auh oft eine Entscheidung gegen die Beute ist ? In der Regel doch gar nichts Bis auf ein paar lcherliche Sozialkontakte [NPCs] oder billigere Marktpreise vielleicht ...

In einem inzwischen so sehr auf Beute ausgerichteten Computerspiel-Genre hat das Spielen *nicht* um Beute kaum noch einen Stellenwert. Es sei denn, die Menge an Beute ist schon so sehr durch Inflation 2verbilligt" worden, da das Sammeln von Beute auch wieder "billig" ist, da man anderswo das Geld schnell wieder reinholen kann.

Beute-basierende Rollenspiele sprechen ja im Grunde die Gier und den Sammeltrieb der Spieler/Spielerinnn direkt an. Und im Grunde wird damit das "Beute-Verhalten" nur verstrkt.

Ich hoffe doch sehr, sehe das aber nirgends, da das Spielen, das "gute moralische Entscheidungen" beinhaltet, besser belohnt wird. Und zwar so sehr, da dabei auch etwas herumkommt, das denjenigen, der am Ende der "groe Macker" sein will, auch mal in Neid ausbrechen lassen kann, sozusagen.


Edit : In unserer "Drachenchronik"-Runde spiele ich brigens einen Halb-Elfen, der an der Nahtstelle zwischen menschlicher und elfischer Kultur ist (in Kvirasim oder Gerasim aufgewachsen).
Mir pat das ganz gut, denn ich knn nur Rolln spielen, von denen ich zumindest etwas in mir selbst wiederfinde.

Last edited by AlrikFassbauer; 22/04/13 11:55 AM.

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Originally Posted by AlrikFassbauer

Ich hoffe doch sehr, sehe das aber nirgends, da das Spielen, das "gute moralische Entscheidungen" beinhaltet, besser belohnt wird. Und zwar so sehr, da dabei auch etwas herumkommt, das denjenigen, der am Ende der "groe Macker" sein will, auch mal in Neid ausbrechen lassen kann, sozusagen.

Wobei die DD Serie durchaus noch lobenswerte Zge hat. Man muss lesen! Man muss abwgen! Und "gute" Entscheidungen werden durchaus ab und zu belohnt.

Was ich mir manchmal von Rollenspielen/auch Filmen z.T. wnschen wrde, wren schn aussehende Monster/Oberbse und schlecht aussehende "Gute"

Das bse kommt im RL leider nicht immer in Monsterform daher und das niedliche ist nicht immer gut. (Der Killerkuschelhase ist da mal eine interessante Ausnahme)

Ich mchte nun nicht unbedingt Rehe, die mich im Wald umbringen, aber vlt mal zwickende Gnse oder stoende Geislein? smile
Damien und seine Liebste sehen ja durchaus "schn" aus und sind trotzdem bse. Damien tut mir sogar irgendwie leid! Vlt wre er gar nicht so bse geworden, wenn man ihm die Frau nicht genommen htte?

DD gefllt mir um Lngen besser als z.B. Oblivion, was ich gerade gespielt habe. Oblivion ist grer. Hat viel mehr quests, aber es ist so lieblos gestaltet. Mir fehlen die Gags, die Abwechslung. Die Hhlen sind einfach nur gro und langweilig.

DD2 hab ich gleich 2 mal gespielt, ich hate das Gefhl nur die Hlfte entdeckt zu haben. Bei Oblivion musste ich mich durch die Mainquest qulen und hab einige Nebenquests gar nicht erst gelst. Was hab ich von einem Tag/Nacht/wetterwechsel, wenn ich dann stundenlang warten muss bis ein Typ den ich suche gerade mal da ist. Dann lieber immer Sonne und dafr ein angelndes Gerippe!

Zu viel Realitt strt mich dann eben auch wieder! Es ist ja ein Spiel, es muss nicht realistissch sein und es muss immer wieder berraschen, Z.b. bei DD2 dass man einen Einbrecher oder Gefangenen nutzen muss um eine Platte zu beschweren, damit ein Tr aufgeht. Oder sich vor einer Theaterauffhrung eine Geschlechtsumwandlung gnnen muss. um in die Rolle zu passen! das ist einfach nur genial gelst, wenn auch wenig realistisch!

In gewisser Weise ist es schon gut, wie DD2 manches angeht. Wenn man eben gut sein will, muss man auf manche Annehmlichkeit verzichten und sogar einen Lebenspunkt opfern. Aber man hat ein gutes Gefhl!!


Last edited by Alix; 30/04/13 06:25 PM.

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Originally Posted by Alix
Was ich mir manchmal von Rollenspielen/auch Filmen z.T. wnschen wrde, wren schn aussehende Monster/Oberbse und schlecht aussehende "Gute"


Dazu gibt es (leider in Englisch) zur Zeit eine Diskussion auf RPGWAtch : "Fantasy tropes that need to go away" - also, Fantasy-Klischees, die verschwinden sollten : http://www.rpgwatch.com/forums/showthread.php?t=20350
Ich finde diese Diskussion als sehr bereichernd.



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Nette Diskussion dort! Man sollte vlt wirklich mal ber ganz neue Rassen nachdenken, die es noch nie gab.

So was wie
menschliche Rehe... also eine Rasse die menschennlich ist aber immer gut, also selbst wenn sie angeriffen wird immer verzeiht und sich nie wehrt.

Gute Spinnenartige. Sehr flexibel sie knnen mit 4 Beinen laufen und mit 4 Armen kmpfen--- wenn sie sich dabei nicht verknoten... perfekte Kmpfer, gut deshalb, weil man die als Bse einschtzen wrde.

Drei-ugige Creaturen-- gibst selten oder? Dabei ist im Mrchen von "Einuglein, Zweiuglein und Dreiuglein" die Dreiugige die Schlauste.
Knnten als Magier oder Seher eine perfekte Rolle spielen.

Man knnte natrlich Nekromanten, statt Skeletten und Untoten auch Tische und Sthle beleben lassen.
Das gibt wenigstens nur Spne und keine hlichen Blutflecken.

Dieb geht in ein Zimmer um Goldvase zu klauen und wird von der Kommode gebissen!


Wobei es auch schon reichen wrde, wenn die Nekromanten mal beim Schnheits-chirurg in die Schule gehen. Warum sind untote immer so hlich. Auch Orks knnten etwas Kosmetk vertragen.

Man knnte die Standart Rassen durchaus ergnzen... so eine laufende fleischfressende Pflanze htte auch was

Oder so was wie den "Glckner von Notre Dame" als Hauptheld?




Last edited by Alix; 15/05/13 12:34 PM.

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Ich habe auch schnell in den Thread hineingeschaut. Zunchst einmal scheint die Liste im Erffnungspost ziemlich D&D-zentriert zu sein.

Man kann sich ja ber solche Sachen beschweren aber die Tatsache ist, dass viele Klischees aus gutem Grund Klischees wurden. Schlussendlich macht man ja ein Produkt stets fr eine mglichst grosse Zielgruppe.

Und, mal ganz ehrlich, auch wenn man die Option hat, bei der Charaktererstellung einen untersetzten hsslichen Buckligen zu machen, wird das wohl kaum jemand tun.


Was schne Bse angeht: Zuerst einmal ist das etwas, was hufig vorkommt. Aber schlussendlich gehrt es auch ein bisschen zur Poesie von Fantasy dazu, dass das Bse auch hsslich ist.

Und neue Rassen zu erfinden ist ja auch immer ganz nett, geht aber selten ber Kosmetik hinweg. Was ntzt es mir, wenn das friedliche Bauerndorf von den bsen "Arglnaks" angegriffen wird, wenn es trotzdem eigentlich nur kosmetisch leicht vernderte Orks sind.

Klar kann ich von den "Isni" erzhlen aber wenn ich fr meine Geschichte ein geheimnisvolles, schnes Volk ausserhalb der menschlichen Zivilisation brauche, wieso sollte ich dann nicht von "Elben" erzhlen und diese halt einfach ein wenig an meine Bedrfnisse anpassen?

Schlussendlich sind die Fantasyrassen ja nicht einfach nur dafr da, um einfach alles ein bisschen farbiger zu machen, sondern um metaphorisch Aspekte und/oder Wnsche von uns Menschen zu reprsentieren.

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