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Ralf #484802 28/03/14 09:51 AM
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Ein etwas anderer Avengers-Film:

CAPTAIN AMERICA 2: THE RETURN OF THE FIRST AVENGER (3D):
Nachdem Steve Rogers (Chris Evans, "Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt") alias Captain America sich in "The Avengers" sehr schnell an das 21. Jahrhundert gewöhnen mußte, ist er nun mehr oder weniger regelmäßig als Nick Furys (Samuel L. Jackson, "Django Unchained") Eingreiftruppe in Krisensituationen unterwegs, häufig zusammen mit Black Widow (Scarlett Johansson, "Vicky Cristina Barcelona"). Die Zweifel an seiner Tätigkeit und an der ganzen, von Fury geleiteten Geheimorganisation S.H.I.E.L.D. wachsen allerdings beständig, denn er muß schnell herausfinden, daß "Gut" und "Böse" nicht mehr so leicht zu trennen sind wie noch bei seinem Kampf gegen Red Skull und dessen Geheimorganisation Hydra im Zweiten Weltkrieg. Seine Skepsis wird rascher als befürchtet bestätigt, als S.H.I.E.L.D. zum Ziel eines Anschlags wird, in dessen Folge Captain America und Black Widow auf Geheiß des amerikanischen Weltsicherheitsrats-Mitglieds (und ehemaligen S.H.I.E.L.D.-Chefs) Alexander Pierce (Robert Redford, "Der Clou") als vermeintliche Verräter gejagt werden. Während die beiden gemeinsam mit dem Ex-Soldat Sam Wilson (Anthony Mackie, "The Hurt Locker") alias Falcon versuchen, der Verschwörung auf den Grund zu gehen, müssen sie sich zusätzlich mit dem mysteriösen Auftragskiller "Winter Soldier" (Sebastian Stan, "Black Swan") herumärgern ...
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Ralf #488835 11/04/14 09:58 AM
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An der Prämisse werden die ganzen Wissenschaftsgenies hier wink sicher einiges bekritteln, trotzdem ist es ein sehr interessanter Film:

SNOWPIERCER:
Endlich haben die Wissenschaftler ein Mittel gegen die Erderwärmung gefunden. Es trägt die Bezeichnung CW-7, wird von Flugzeugen in der Atmosphäre versprüht und soll die globale Temperatur um wenige Grad senken. Doch natürlich kommt alles anders als geplant: Innerhalb kürzester Zeit überzieht eine neue Eiszeit die Erde und vernichtet den Großteil allen Lebens. Die Menschheit stirbt aus. Die letzten Überlebenden befinden sich an Bord eines riesigen, sich selbst mit Energie versorgenden Zuges, den der Visionär Wilford (Ed Harris, "Sweetwater") rechtzeitig baute, weil er das Versagen von CW-7 vorhersah. Das Gleissystem dieses ganz besonderen Zuges führt über die gesamte Erde, deren Umrundung ein Jahr dauert. An Bord herrscht ein extremes Klassensystem: Vorne leben die Reichen in Saus und Braus, dahinter sorgt die Mittelschicht dafür, daß alles rund läuft, und ganz hinten vegetiert die Unterschicht in sklavereiartigen Verhältnissen. Das sorgt immer wieder für Aufstände, die aber von Wilfords schwerbewaffneten Soldaten und seiner Ministerin Mason (Tilda Swinton, "Moonrise Kingdom") regelmäßig niedergeschlagen werden. Doch dieses Mal – 17 Jahre nach Beginn der Eiszeit – haben die Rebellen um ihren widerwilligen Anführer Curtis (Chris Evans, "The Return of the First Avenger"), dessen Protegé Edgar (Jamie Bell, "Jane Eyre") und ihren weisen Mentor Gilliam (John Hurt, "Alien") mithilfe eines geheimen Verbündeten aus dem vorderen Teil des Zuges einen Plan gefaßt, der funktionieren könnte. Entscheidend für das Gelingen ist der Ingenieur Namgoong (Song Kang-ho, "Memories of Murder"), der aufgrund seiner Drogenabhängigkeit im Zug-Gefängnis unmittelbar vor den Abteilen der Unterschicht sitzt und den Rebellen mit seinen technischen Kenntnissen die Tore zu den vorderen Abteilen öffnen soll …
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Außerdem habe ich noch zwei Kritiken von den Fantasy Filmfest Nights nachzutragen:
"Witching & Bitching" (toller Titel, leider viel zu alberner Film)
"Rigor Mortis" (solide Geistergeschichte aus Hongkong)

Flash #488928 11/04/14 05:52 PM
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Ich würde Snowpiercer nicht als "Endzeitfilm" kategorisieren, nur weil das den dünnen Hintergrund der Geschichte abgibt. Ein wirkliches Endzeitszenario wird da ja nicht präsentiert, sondern eher der Mord im Orient-Express in der Hardcore-Fassung. Closed Circle im Ice Age eben.

Der Film ist eine mehr oder weniger gelungene Gesellschaftssatire inklusive einer allzeit beliebten Verschwörungstheorie und mit demselben gewöhnungsbedürftigen Humor, den man auch schon bei The Host serviert bekam. Etwas weniger dick aufgetragen wäre das Ganze imho auch etwas bekömmlicher gewesen.

Unvermeidbar dazu natürlich auch die sehr bildhafte Darstellung am Ende, wie die Menscheit sich selbst in den wortwörtlichen Abgrund steuert.


Durchaus unterhaltsam, aber auch hier reicht einmal sehen vollkommen.


Flash #491399 24/04/14 03:09 AM
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DER MEDICUS

Ich sagte, wenn der Film nur halb so gut würde, wie das Buch, dann wäre ich zufrieden. Das hat er zwar nicht geschafft, zufrieden bin ich dennoch. Natürlich war nicht zu erwarten, dass man in 2,5 Stunden den Inhalt eines Romans von über 600 Seiten unterbringen würde, jedoch wurden zumindest die wichtigsten Stationen für eine schlüssige Handlung recht ansprechend umgesetzt - und das mit einem Budget, mit dem man in Hollywood gerade mal die Statisten bezahlt bekommen hätte. Dabei hat man sich im Großen und Ganzen auch relativ gut an die Romanvorlage gehalten, denn soweit ich erkennen konnte, waren die Abweichungen hauptsächlich der stark gerafften Handlung geschuldet.

Wenn man das Buch nicht kennt, ist es imho ein toller Film und mit den Buchkenntnissen auch immer noch durchaus sehenswert. Mich persönlich hat er jedenfalls besser unterhalten, als der zweite Teil vom Hobbit.


47 RONIN

Puh. Zugegeben – einerseits ist es ein durchaus unterhaltsam gemachtes Fantasy-Filmchen, andererseits aber die äußerst misslungene Verwurstung eines der berühmtesten Ereignisse in der japanischen Historie mit typischem Hollywood-Kitsch. Denn wenn Ralf die Geschichte der 47 Ronin auf seinem Blog als “Legende” bezeichnet, ist das schlicht falsch. Eine Legende ist etwas, wo Realität mit Erfindung vermischt und viel hinzugedichtet wird. Hierbei handelt es sich jedoch um ein gut belegtes historisches Ereignis, deren Hollywood-Umsetzung dem Japanophilen im Grunde nur Bauchschmerzen bereiten kann. Als reiner Fantasy-Streifen funktioniert es gut, mit den tatsächlichen Ereignissen hat es jedoch nur noch rudimentär etwas zu tun. Denn historisch korrekt ist in dem Streifen schlicht gar nichts. Weder die Story, noch die Kostüme, Frisuren, Bauten oder Waffen - und selbst die Landschaft weist nur mäßig Japanisches auf und wurde mit reichlich Fantasy-Hintergründen bestückt. Auch der kulturelle Aspekt entspricht trotz mühsamer Erklärungsversuche im Film eher der westlichen Vorstellung von Japan, als dem tatsächlichen Japan.

Im Grunde wirklich schade, denn die reale Geschichte bietet genug Stoff für einen spektakulären Film, ohne dass man ihn in ein Fantasy-Universum verfrachten muss. Für alle japanisch Unbeleckten ist es unterhaltsames Popcornkino, für den Rest wohl eher eine ziemliche Enttäuschung.


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Originally Posted by Ddraigfyre

und das mit einem Budget, mit dem man in Hollywood gerade mal die Statisten bezahlt bekommen hätte.


Na, die Statisten in Hollywood würden sich aber bestimmt freuen, wenn sie bei einem Film insgesamt 26 Millionen Euro Gage bekämen ... wink

Übrigens wird es vom "Medicus" - wie so oft bei Kinofilmen, die von der ARD co-produziert werden - eine vermutlich rund 30 Minuten längere Schnittfassung fürs Fersehen geben. Könnte für die Kenner des Buches ja durchaus von Vorteil sein.

Last edited by Ralf; 24/04/14 03:17 PM.
Ralf #491517 24/04/14 09:55 PM
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Originally Posted by Ralf

Na, die Statisten in Hollywood würden sich aber bestimmt freuen, wenn sie bei einem Film insgesamt 26 Millionen Euro Gage bekämen ...

Ja, ich weiß. Ein Händedruck von Schorsch Clooney muss reichen...


Originally Posted by Ralf
Übrigens wird es vom "Medicus" - wie so oft bei Kinofilmen, die von der ARD co-produziert werden - eine vermutlich rund 30 Minuten längere Schnittfassung fürs Fersehen geben. Könnte für die Kenner des Buches ja durchaus von Vorteil sein.

Da bin ich sicher. Ich habe die Kinofassung von 13.000 Kilometer gesehen und fand die mit knapp 2,5 Stunden für das Thema auch etwas zu kurz.


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Ich werde mit dem Reboot einfach nicht so richtig warm:

THE AMAZING SPIDER-MAN 2: RISE OF ELECTRO:
Peter Parker (Andrew Garfield, "The Social Network") hat sich inzwischen endgültig an seine geheime Zweit-Identität als Spider-Man gewöhnt und genießt sein Leben als von den Bösen gefürchteter und von den Bürgern New Yorks geliebter Schurkenschreck. Doch Teile der Presse – allen voran das Revolverblatt "The Daily Bugle", dem Peter regelmäßig Fotos von Spider-Man verkauft – ziehen die Rechtschaffenheit der "freundlichen Spinne von nebenan" fortwährend in Zweifel, was auch in der Bevölkerung für zunehmende Skepsis sorgt. Zudem wird Peter von den letzten Worten Captain Stacys (Denis Leary) verfolgt, der ihm vor seinem Tod das Versprechen abrang, seine Tochter Gwen (Emma Stone, "The Help") nicht in die Verbrechensbekämpfung hineinzuziehen. Während Peter und Gwen um ihre Beziehung ringen und Peters alter Freund Harry Osborn (Dane DeHaan, "Chronicle") nach acht Jahren in einem Internat als Konzernerbe zurückkehrt, zieht eine neue Gefahr für New York herauf: Der brillante, aber fast krankhaft schüchterne Elektriker Max Dillon (Jamie Foxx, "Django Unchained"), der darunter leidet, daß ihm niemand Respekt entgegenbringt, kann infolge eines Unfalls an seiner Arbeitsstelle Oscorp gewissermaßermaßen über die Elektrizität gebieten und nennt sich fortan Electro. Seine neue Motivation ist es, endlich und um jeden Preis von all jenen beachtet zu werden, die ihn zeit seines Lebens ignorierten …
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Außerdem:
"The LEGO Movie" (ein spaßiger 3D-Animationsfilm für die ganze Familie, mit vielen popkulturellen Anspielungen, aber erzählerisch ohne den rechten Biß)
"Noah" (optisch ansprechender, inhaltlich enttäuschender Bibel-Katastrophenfilm von Darren Aronofsky)

Flash #492450 30/04/14 06:40 PM
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In den letzten Wochen war ich in einigen Sneek Preview Filmen. In keinen w舐e ich wohl so gegangen. So manche ワberraschung war da, aber auch so manche Entt舫schung.

Snowpiercer:
Hier stimme ich Ralfs Kritik komplett zu. smile

Dom Hemingway:
England: Dom Hemingway kommt nach Jahren aus dem Gef舅gnis frei und hat in dieser Zeit seinen Boss niemals verraten. Er verspricht sich davon viel Geld und m?hte auch seine abgek?lte Beziehung zu seiner Tochter wieder reparieren.
F? mich ein Geht-so-naja Film. Als Kurzkritik habe ich dazu mal gelesen, dass der Film zu gezwungen auf Kultfilm raus ist. Genau dies trifft ziemlich gut.

Sabotage:
Ein Film mit Arnold Schwarzenegger, der von der Handlung doch ?errascht. Es handelt sich n舂lich nicht nur einfach um einen Actionfilm, sondern auch um eine Detektivgeschichte. Leider laufen die beiden Genres eher nebeneinander, sowohl der Actionteil als auch die Detektivgeschichte k?nten als eigener Film fast durchgehen. Und die Aufl?ung ist eher unbefriedigend.
Der Film ist aber auch sehr blutig und gewaltig und das nicht in Richtung Trash sondern eher realistisch. Das h舩te f? mich jetzt nicht sein m?sen.

Die Bestimmung
Ein Film, der von den Erfolgen der "Die Tribute von Panem" profitieren m?hte. Erfreulicherweise ist er eigenst舅dig genug und vor allem die Charakterentwicklung ist erstaunlich lang und ausf?rlich. Daf? geht dem Film am Ende die Zeit ein wenig aus und es wird sehr hektisch. Bis auf die obligatorische Liebesszene hat er mir gut gefallen.

Zulu
Mein bisheriges Highlicht. Der Film spielt in S?afrika der heutigen Zeit. Eine Tochter aus der Oberschicht wird ?el zugerichtet und tot aufgefunden. Der Polizist Ali Sokhela und sein Team werden auf den Fall angesetzt und es geht um weit mehr, als man am Anfang vermutet.
Das Setting S?afrika mit seiner Apartheid-Vergangenheit wird hier gut in der Geschichte eingeflochten ohne aufgesetzt zu wirken.
Einzig, dass Orlando Bloom als erster statt Forest Whitaker im Abspann erw臧nt wird, tr?t ein wenig. Forest Whitaker tr臠t f? mich eindeutig diesen Film. Orlande Blooms Charakter dagegen bleibt genauso unsympathisch wie am Anfang und entwickelt sich nicht wirklich weiter.

The Legend of Hercules
Mit einem Wort: Schrott
Fangen wir mit der Kamera an. W臧rend vor allem im ersten drittel des Films so einige sehr sch?e Naturaufnahmen zu bewundern sind, sind andere Szenen dagegen immer mal wieder komplett unscharf. Vom Stil er erinnert der Film an 300. Und das ist nicht mal das Schlimmste an diesem Film. Bei dem Titel denkt man an Mystik, an griechische G?ter, an episches.
Raus gekommen ist ein m?er Bruderkampf ohne Mystik oder episches, dazu riesengro゚e Logikl?her und viele Spr?ge in der Handlung. Am Ende ging dann wohl auch das Geld aus. W臧rend am Anfang noch zwei gewaltige Armeen gegeneinander treten, sind es am Ende lausige 50 Pers?chen insgesamt.
Die schauspielerische Leistung ist vor allem steif und schlecht und die Dialoge kitschig. Einzig der B?ewicht sticht etwas positiv heraus.

Rei #492567 01/05/14 08:29 AM
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Ich hatte bei "Legend of Hercules" ja lange ueberlegt, ihn mir trotz der miesen Kritiken anzuschauen - aber 3D-Aufpreis will ich DAFUER dann doch nicht zahlen ...

"Dom Hemingway" mag nur mittelpraechtig sein (ich habe ihn nicht gesehen, entspricht aber den Aussagen der meisten Kritiken), aber dafuer hat er das IMHO genialste Filmplakat des Jahres:
"Jude Law is Dom Hemingway - you're not."

Flash #492794 03/05/14 01:30 PM
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Also ich w?de nicht in Legend of Hercules gehen. Andererseits gehst du jetzt vielleicht mit ganz niedrigen Erwartungen rein und wirst dann positiv ?errascht.

Dom Hemingway w?de ich jetzt auch als mittelpr?htig sehen.

Labor Day:
Ein verurteilter M?der (die Hintergr?de werden durch R?kblicke erl?tert) bricht aus und versteckt sich bei einer geschiedenen depressiven Mutter mit ihrem Sohn. Ein wunderbarer "Charakterfilm"(?) mit gro?rtigen Schauspielern. Normalerweise mag ich Kinder in Filmen nicht so, hier ist es einfach nur passend. Manchmal vielleicht etwas zu langatmig, ich kann ihn aber nur empfehlen. smile

Flash #497645 31/05/14 10:04 AM
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Enemy

Ein langweiliger und langatmiger Film. Ein Geschichtsprofessor lebt sein Leben nur noch nach Routine (Vorlesung am Tag - Sex am Abend). In einem Film entdeckt er einen Schauspieler, der ihm zum verwechseln aehnlich sieht. Und das ist anscheinend fuer alle Beteiligten ein traumatisches Erlebnis. Warum weshalb oder wieso, das erklaert der Film nicht. ワberhaupt erklaert der Film gar nichts und es passiert auch fast gar nichts.
Und die Schlu゚szene mit einem billigen Schockeffekt passt ueberhaupt wenig in den Film.

Die guten Bewertungen und die Preise fuer den Film kann ich nicht nachvollziehen.

Flash #498452 06/06/14 08:12 PM
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THE LIFE AQUATIC WITH STEVE ZISSOU

Oder auch "Die Tiefseetaucher", wie man den Titel gewohnt feinsinnig ins Deutsche übertragen und dabei bereits den ersten Gag ins Klo geschmissen hat *. Ich gelange immer mehr zu der Überzeugung, dass ein Maximum von 3 funktionierenden Gehirnzellen ein Einstellungskriterium bei deutschen Filmverlagen darstellt.

Okay, das Ganze sollte also eine gelungene Persiflage auf Jacques Cousteau und seine Haie abschlachtende Tierfilm-Mafia sein, die Kritiken waren voll des Lobes und die Besetzung konnte sich mit Cate Blanchett, Anjelica Huston, Jeff Goldblum, Willem Dafoe und natürlich allen voran Bill Murray wirklich sehen lassen. Bill Murrays bekannt trockener Humor war dann auch das, womit mich die Tiefseetaucher letztlich geködert haben.

Aber vermutlich bin ich leider zu blöd, um die spritzige Genialität dieses Streifens erkennen zu können. Für mich war das von Anfang bis Ende gepflegte Langeweile mit faden Gags und einem eher kramphaften Bemühen um Originalität. Irgendwie habe ich mich bis zum Abspann durchgequält, aber die Zeit hätte ich mit einem Monty-Python-Rewatch amüsanter verbringen können. 2/10.

( * Das Original trug den Titel "The Undersea World of Jacques Cousteau" und wurde in Deutschland als "Geheimnisse des Meeres" gesendet)


Flash #500363 21/06/14 01:29 AM
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NEVERLAKE

Obwohl er einige typische Horrorfilmelemente aufweist, ist es imho doch eher hauptsächlich Psycho mit einem kräftigen Schuss Mystery - und überraschend gut dazu. Zumindest mal wieder ein Film, dessen Ende einen Aha-Effekt bot, weil ich es so nicht erwartet hätte. Atmosphärisch dicht und gut gespielt kam keine Langeweile auf. Interessant dabei ist, dass für die Story eine reale archäologische Fundstätte der etruskischen Kultur in der Toskana gewählt wurde und die Story auf der vermuteten Bedeutung der dort gefundenen Kultgegenstände beruht. Empfehlenswert.

Trailer hab ich nur auf Englisch gefunden:

http://www.youtube.com/watch?v=tuLJrNqhlPc



Flash #502471 29/06/14 08:12 AM
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Maleficent

Nach dem Trailer erwartet man eher einen d?teren Film, es ist aber doch eher ein typischer Disney Film geworden, allerdings ohne Gesang. Vielleicht kein Highlight, aber reingehen kann man trotzdem.
Wie bei Avatar oder Die fantastische Welt von Oz liegt das Hauptaugenmerk des Films auf wundersch?e und atmosph?ische Bilder und Landschaften.

Rei #516279 11/07/14 08:21 AM
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Eigentlich wollte ich hier ja erst wieder Links zu meinem Blog einfuegen, wenn das Forum wieder richtig funktioniert, aber dieses Kleinod darf einfach nicht unerwaehnt bleiben:

"Boyhood"

Flash #517240 12/07/14 09:18 AM
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GRABBERS

Was würde passieren, wenn man "Shawn of the Dead", "Hot Fuzz" und "The World's End" in einen Topf wirft und kräftig umrührt?
Es würde so was wie "Grabbers" dabei rauskommen:

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Auf Erin Island passiert niemals etwas Aufregendes, beruhigt Inselpolizist O'Shea seine neue Kollegin. Doch plötzlich verschwinden Fischer, tote Wale säumen den Strand und der alte Paddy hat in seiner Reuse ein ziemlich bizarres Wesen aus dem Wasser gezogen. Das Unglaubliche ist geschehen: Tentakelreiche Aliens sind auf der Insel eingefallen! Die bösartige Brut liebt Wasser und saugt Blut, was für die Einheimischen eher unbekömmlich ist. Aber warum hat ausgerechnet Paddy die Begegnung mit den hungrigen Außerirdischen überlebt? Er war mal wieder hackedicht und das mögen die fremden Besucher gar nicht. Damit ist die Überlebensstrategie der Inselbewohner klar: saufen, saufen, saufen! Doch selbst Iren können nicht so schnell trinken, wie die fruchtbaren Gäste sich vermehren.

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Hoher Spassfaktor und sehr gute FX!

Trailer: MUSSU MA KLICKN!


Flash #527437 25/07/14 03:21 PM
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Transformers 4:

Faengt sehr gut an, wie ich finde... und flacht dann zusehends ab... und dauert ca. eine Stunde zu lange. Aber wenn man ca. 5 Showdowns in einem Film unterbringen moechte, verliert man die Zeit wohl aus dem Auge. wink

Audiovisuell erwartungsgemaess eine Wucht, aber auch schauspielerisch gar nicht mal so schlecht. Gut finde ich, dass nun nicht mehr ein Teenager/Twen im Mittelpunkt steht, sondern mit Mark Wahlberg ein Familienvater.
Und ganz besonders erfreulich ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass sie die Transformationseffekte im Vergleich zum zweiten und vor allem zum dritten Teil deutlich heruntergeschraubt haben. D.h. der Wechsel von Fahrzeug zu Roboter dauert nicht mehr eine gefuehlte halbe Stunde mit ca. 5466 Einzelschritten, sondern geht relativ schnell vonstatten - manchmal sogar OFFSCREEN! wink
Und selbst die Actionszenen sind zumindest in der ersten Haelfte nicht mehr ganz so gigantomanisch. Vor allem die Szenen auf dem Raumschiff sind gut gelungen, erinnern sie doch ansatzweise an Alien(s).
Aber wie gesagt: Je laenger der Film dauert, desto schlechter wird er leider. Auch wenn das Setting in China eine gewisse (an alte HongKong-Kracher erinnernde) Frische in die Sache bringt, taeuscht das nicht ueber die teilweise abstruse Story bzw. Vorschlaghammer-Inszenierung hinweg.

Alles in allen ein audiovisuell beeindruckender Action-Kracher mit teilweise seichtem Humor, anfaenglich angenehmer, dann aber zusehends oeder werdender Story und neuen Figuren/Schauspielern, die ihre Sache ganz gut machen.

Dennoch aber aufgrund der UEBERlaenge und der allgemein durchschnittlichen Unterhaltung wuerde ich eigentlich die Note 5 geben.
Wenn da nicht Kelsey Grammer mitspielen wuerde, der fuer mich natuerlich dank Frasier ueber jeden Zweifel erhaben ist (auch ueber jeden politischen). Und daher vergebe ich 2 Bonuspunkte der Freude. wink

Von daher: Note 7 (fuer Normalos dann halt nur 5).

Last edited by elgi; 25/07/14 03:21 PM.

Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
Ralf #539912 09/08/14 12:43 AM
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POMPEII

Nachdem ich den Streifen nun gesehen habe, muss ich leider feststellen, dass es mit der historischen Korrektheit doch nicht sonderlich weit her war. Wenn es im Wikipedia-Artikel heißt "Anderson said he received approval from every vulcanologist and historian he has shown the movie to, having received high marks for both scientific and historical accuracy", dann halte ich das jetzt entweder mal schlicht für gelogen, oder seine Experten da hat er auf dem Jahrmarkt aufgelesen.

Dass es die Lavabomben nicht gab, hatten wir ja schon festgestellt. Aber auch ansonsten ist da mehr Hollywood drin als Authentizität. Hätte es wie im Film einen Tsunami gegeben, der die halbe Stadt niederwalzt, hätten die Historiker heutzutage nicht mehr viel zu entdecken gehabt. Und auch die rotglühenden pyroklastischen Ströme hat es so nicht gegeben. Diese Art von Pyroklasten treten nur unter speziellen Bedingungen auf und sind um die 1000 Grad heiß. Die in Pompeii schätzt man anhand der Spuren auf 500-600 Grad und die leuchten nicht rot. Im Film wird die Stadt tatsächlich ziemlich zerstört, was beim echten Pompeii aber nun mal nicht der Fall war.

Auch beim Drumherum war vieles mehr Klischee statt historische Realität. Am sauersten ist mir dabei der Umgang mit den Gladiatoren aufgestoßen, das war völliger Blödsinn. Die Ausbildung von Gladiatoren war lang und teuer, ebenso wie ihr Unterhalt. Gladiatoren wurden daher auch nicht wie im Film behandelt wie Vieh, permanent getreten und geschlagen und mit irgendeinem Papp gefüttert. Sie wurden ausgesprochen gut behandelt, erhielten die beste medizinische Versorgung und eine ausgewogene und gesunde Ernährung. Selbst als Sklaven ging es ihnen besser, als den meisten gemeinen Bürgern.

Und das, was Corvus sich da herausnimmt, hätte sich übrigens auch ein römischer Senator dem Führungsadel einer anderen Stadt gegenüber nicht herausnehmen dürfen. Hier sollte halt unbedingt ein Erzbösewicht präsentiert werden. Na ja, und dann sind da noch 1000 Kleinigkeiten, die ebenso unrealistisch sind.

Nett gemachtes Popcorn-Kino, aber wenn da mit "scientific and historical accuracy" geworben wird, dann ist das PR, sonst nix.

Last edited by Ddraigfyre; 09/08/14 12:45 AM.

Flash #544774 17/08/14 10:28 AM
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THE QUIET ONES

Ein "Horrorfilm" dessen Trailer mal wieder mehr Horror suggeriert, als tatsächlich drin ist. Dennoch ein gut gemachter Gruselfilm, der zwar nichts Neues bietet, jedoch mal aus einer anderen Richtung an das klassische Muster herangeht:

Ein scheinbar besessenes Mädchen namens Jane mit übernatürlichen Kräften, Poltergeist-Phänomene durch ihre imaginäre Begleiterin Evey, und ein Professor mit seinen Studenten, der sich mit ihrem Fall beschäftigt. Nur sind hier keine Para-Forscher oder Geisterjäger am Werk, sondern das Team ist im Gegenteil davon überzeugt, dass es für alles eine psychologische und physikalische Erklärung gibt und Jane lediglich psychisch krank ist und durch entsprechende Therapie geheilt werden kann.

Der Professor versucht dermaßen wahnhaft, alles Übersinnliche zu leugnen und seine Theorie bestätigt zu sehen, dass er bei Janes Therapie die Grenzen menschenwürdiger Behandlung überschreitet und letztlich die Kontrolle über sein "Experiment" verliert. Die Eskalation der Ereignisse ist unvermeidbar und fördert eine schockierende Vergangenheit auf beiden Seiten zu Tage, denn sowohl der Professor als auch Jane sind nicht die, für die man sie gehalten hat...

TRAILER AUF YOUTUBE



Flash #544784 17/08/14 11:06 AM
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Habe ich zwar noch nicht gesehen, aber bei den Hammer Studios darf man ja eigentlich meist zumindest einen soliden Gruselspass erwarten. smile

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