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Ralf #413446 01/06/10 03:59 PM
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Unter den Carry-on-Filmen sind ein paar ziemlich gute dabei (einer hat es ja sogar - nicht unberechtigt - in die britische Top100 geschafft) aber die meisten wird man sich wohl maximal einmal ansehen. Vermutlich die Mehrzahl der 30.

Steffen #413447 01/06/10 04:22 PM
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Mag sein, aber bei der Menge an Filmen, die ich hier herumstehen habe und noch anschauen muß/will, macht das für mich zumindest keinen großen Unterschied - und ca. 2 Euro pro Film ist ja auch ein guter Preis.

Früher, so vor 15-20 Jahren, habe ich z.B. "Nur nicht den Kopf verlieren" fast schon wöchentlich angeschaut und hatte immer wieder Spaß daran - warum auch immer! grin


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #413455 01/06/10 08:00 PM
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...die "Ist ja irre"-Reihe!? eek
- Wahnsinn! [Linked Image]

Und da streiten sich die zwei noch, wer der größte Filmbanause ist... devil

Hiermit ergeht von Larian Academy for Movie Philistines (kurz auch LAMP idea - Pat, Alpha, meine Wenigkeit und das Schwergewicht des Gremiums aus der Sonderdisziplin "Animé", Ddraiggy in der Jury biggrin ) das salomonische Urteil:
Geteilter erster Platz. Es werden zwei Goldmedaillen verliehen an:
- Dr. Ralf Ranicki & Elgi !!!

Herzlichen Glückwunsch! birthdayjump

[und bitte haltet Euch in Euren Dankesreden kurz... sonst werdet Ihr von unserem Academy-Orchester "Tokio Hotel" vozeitig muskalisch hinausbegleitet! smirk )


Ragon, der Filmmagier
[Linked Image]

Ragon_der_Magier #413456 01/06/10 08:09 PM
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Soll ich deinen Worten etwa entnehmen, daß du nicht viel mit "Ist ja irre" anfangen kannst? suspicion


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #413458 01/06/10 08:32 PM
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Ich habe mit der Serie auch nicht allzuviel anfangen können.

Na ja, vielleicht habe ich ja auch zu wenige Folgen davon angeschaut ...

Ich finde alleine schon die Titel (Englisch und Deutsch) der Serie reichlich beknackt ...


When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
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"Interplay.some zombiefied unlife thing going on there" - skavenhorde at RPGWatch
AlrikFassbauer #413468 01/06/10 11:09 PM
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Ragon, es wird Dich womöglich verwundern, eventuell irritieren oder gar verstören - aber ich hab diese "Ist ja Irre"-Filme damals auch ganz gerne gesehen.

Das war gepflegter Schwachsinn auf flachstem Niveau - so dämlich, dass es eben schon wieder lustig war. So einen bekloppten Klamauk hat nicht mal Mel Brooks hinbekommen.

grin


Ddraigfyre #413471 02/06/10 06:33 AM
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Mit "Helden in Strumpfhosen" war er aber nicht wirklich weit davon entfernt.

Von allen 30 Filmen wird vermutlich kaum jemand begeistert sein, aber einzelne Teile ("Cäsar liebt Cleopatra", "Alles unter Kontrolle,.." und vielleicht noch 3-4 andere) kann man sich durchaus mal mit Vergnügen antun - und das teilweise tatsächlich sogar mehrfach. Leider habe sie aber nicht immer darauf verzichtet einen neuen Vater der Klamotte produzieren zu wollen.

Steffen #413480 02/06/10 01:46 PM
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Da es hier ja offensichtlich doch einige gibt, die sich mehr oder weniger mit der "Carry On"-Reihe auskennen, möchte ich doch noch nachfragen, womit man sie eurer Meinung nach am ehesten vergleichen kann:

Mit den bekanntlich ebenfalls (bis auf Terry Gilliam) britischen Monty Pythons?
Mit dem bereits angesprochenen Mel Brooks?
Mit den ZAZ-Filmen á la "Die verrückte Reise ...", "Die nackte Kanone" oder "Hot Shots"?
Oder gar - Gott bewahre - mit den "Spoofs" der letzten Jahre á la "Scary Movie"?
Oder ist es doch ganz eigen?

Ralf #413482 02/06/10 02:04 PM
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Ich würde am ehesten Mel Brooks sagen. Die Filme sind nicht so abgedreht auf der Jagd nach Gags wie ZAZ-Filme und auch nicht so fies und genial wie MP. Einfach nett gemacht, häufig albern, meist mit typischem britischen Humor.
Von den neuen Möchtegernparodien wie "Scary Movie" halte ich nichts, was nichts mit dem Genre an sich zu tun, sondern mit der Tatsache, daß das, was in den 80ern z.B. lustig war, heute nicht mehr unbedingt ebenso lustig sein muß, wenn man dieselbe Schine bedient - oder anders gesagt: Ein Genre sollte sich in meinen Augen durchaus auch weiterentwickeln.

Der Reiz bei Ist ja irre geht für mich neben dem nostalgischen Aspekt auch von den Schauspielern aus, die mit gewissen Fluktuationen gleich bleiben - und für die Filme einfach perfekt sind. Sie wachsen einem quasi ans Herz, wenn man so will. Kenneth Williams z.B. ist ein genialer Komiker, der jede Rolle, die er in der Reihe spielt, perfekt ausfüllt.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #413492 02/06/10 05:32 PM
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Originally Posted by elgi
Kenneth Williams z.B. ist ein genialer Komiker, der jede Rolle, die er in der Reihe spielt, perfekt ausfüllt.

Ein gewichtiger Grund, sich die Filme überhaupt anzusehen. So schöne Fratzen schnitt sonst nur Louis de Funes. grin


Ddraigfyre #415123 01/07/10 02:31 PM
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DEAD SET (UK Import):

Man sollte ja eigentlich meinen, daß inzwischen alle möglichen Variationen von Zombiefilmen existieren würden. Der Autor dieser britischen TV-Miniserie (Gesamtlauflänge etwa 130 Minuten) hat tatsächlich einen neuen Kniff gefunden: Er verbindet den Ausbruch einer Zombie-Epidemie mit den Bewohnern des "Big Brother"-Hauses! Wie der Autor zurecht sagt: An welchem besseren Ort könnte man sich befinden, wenn das Land von Zombies überrannt wird? grin

Doch abgesehen von dieser originellen Prämisse, die auch durchaus für einige gesellschafts- und TV-kritische Gags á la "Shaun of the Dead" verwendet wird, bleibt "Dead Set" doch ein recht konventioneller Horrorfilm. Für eine TV-Produktion erstaunlich splatterig (ich nehme mal an, das Werk lief auf einem Pay-TV-Sender ...) und - laut Regisseur bewußt - sehr dunkel gehalten, aber letztlich eben doch nicht wirklich neu. Die (mir samt und sonders unbekannten) Darsteller machen ihre Sache ordentlich - vor allem die an Robin Tunney aus "The Mentalist" und der ersten Staffel von "Prison Break" erinnernde Hauptdarstellerin Jaime Winstone, Tochter von Ray Winstone ("Indiana Jones 4", "Beowulf") -, die reale britische "Big Brother"-Moderatorin Davina McCall spielt sich selbst, es gibt einige gelungene Gags, überzeugendes Zombie-Makeup und ordentliche Action-/Goreszenen.

Alles in allem eine empfehlenswerte, wenngleich keine "Must-Have-" Investition für Zombie-Fans. smile
7,5 Punkte.

Das Bonusmaterial besteht aus diversen Extras (Making-of-Featurettes, Interviews, Deleted Scenes) zu jeder der fünf Episoden, die alle gemeinsam haben, daß sie ziemlich kurz und nicht allzu tiefgreifend, dafür aber ausnahmslos informativ und unterhaltsam ausgefallen sind. 8 Punkte dafür.

Bei amazon UK habe ich die DVD vor ein paar Wochen für 4,17 Pfund gekauft, momentan kostet sie 4,99 Pfund bzw. 5,10 Pfund (in einer alternativen Verpackung, vermutlich inhaltlich identisch).

P.S.: Achja, wichtige Information für Zombie-Puristen: Die Zombies in "Dead Set" rennen. wink
P.P.S.: Gerade mal wieder "Brick" angeschaut - immer noch ein brillanter Film, den viel zu wenige kennen ...

Last edited by Ralf; 01/07/10 05:37 PM.
Ralf #420468 30/08/10 06:57 PM
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Unfaßbar: Es hat nur 25 Jahre gedauert, bis der Filmklassiker "Terminator" in Deutschland vom Index gestrichen wurde und somit tatsächlich von Erwachsenen frei im Handel gekauft werden darf (weil die ursprüngliche Indizierung ausgelaufen ist und nicht erneuert wurde)!

Nein, die entsprechende DVD gibt´s noch nicht, wird jetzt aber sicher nicht mehr lange dauern ...

Ralf #420479 30/08/10 10:50 PM
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Originally Posted by Ralf
Nein, die entsprechende DVD gibt´s noch nicht, wird jetzt aber sicher nicht mehr lange dauern ...

Naja, den Film gibt's schon auf DVD, auch auf Deutsch und in mehreren Version (z.B. in der ziemlich geilen, mittlerweile wohl als OOP geltenden Terminator-Box, die aufgeklappt ein großes T ergibt - wie gut, daß ich die mir mal vor einiger Zeit gekauft hatte grin )... aber noch nicht mit der evtl. neuen Einstufung, das stimmt schon. Ich vermute sogar, daß der ungeschnittene Film nach der Neuprüfung ab 16 sein wird. Abgesehen davon können Erwachsene den Film auch heute schon relativ frei kaufen - nicht erheblich schwieriger, als wenn er z.B. "nur" ab 18 wäre. Gut, bei Amazon vielleicht nicht, aber es gibt ja auch einiger Shops, in denen man gegen Ausweisvorlage auch indizierte Streifen kaufen kann (BMV oder WoV etwa).

Dennoch eine gute Nachricht. up


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
elgi #420558 31/08/10 04:43 PM
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Tja, zuletzt waren ja schon "Predator" und "Das Ding aus einer anderen Welt" vom Index genommen und IMHO erstaunlicherweise schon ab 16 Jahren freigegeben worden. Insofern sollte das bei "Terminator" eigentlich auch der Fall sein. Und zeigt wieder mal wunderbar, wie sinnvoll solche Indizierungen sind ...

Welcher Klassiker wohl als nächstes plötzlich jugendfrei sein wird?

Ralf #420566 31/08/10 05:28 PM
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Originally Posted by Ralf
Welcher Klassiker wohl als nächstes plötzlich jugendfrei sein wird?


Die Frage kann ich mir gleich selbst beantworten, nachdem ich mir eben die neue Indizierungsliste angeschaut habe: Neben "Terminator" wurde nämlich auch Tsui Harks "Once upon a time in China" mit Jet Li endlich vom Index genommen! up
Weniger Glück hatte David Cronenbergs "Videodrome", der bekam (für mich völlig unverständlich) eine Folgeindizierung ...

Ralf #421442 13/09/10 10:07 AM
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Das hier schon mehrfach angesprochene "40th Anniversary Boxset" der Monty Pythons (in Form eines Trojanischen Hasen!) kostet bei amazon.de nur noch 33,97!

Ralf #422412 11/10/10 03:12 PM
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Originally Posted by Ralf

Für 2010 ist übrigens eine erstmalige deutsche Veröffentlichung der Serie "Hornblower" geplant - bei amazon.de momentan zu einem Preis von 99,99 Euro gelistet. Die britische Collection, die ich Anfang 2009 gekauft habe, scheint mittlerweile ausverkauft zu sein, es gibt aber bereits eine Nachfolge-Edition, die - abgesehen vom Cover - inhaltsgleich zu sein scheint und auch genauso viel kostet wie ich gezahlt habe. Nämlich mickrige 18 Pfund!

P.S.: Laut Aussage eines Verantwortlichen für die deutsche DVD-Box ist offenbar sogar Bonusmaterial geplant.


Heute ist die Box erschienen, der Preis beträgt "nur noch" 86,99 Euro. Dafür scheint aber doch kein Bonusmaterial enthalten zu sein, zumindest finde ich nirgends etwas dazu.

Und angesichts Ragons geäußerter Begeisterung für "Hornblower" einmal mehr Grund zu fragen: Wo zum Teufel ist Ragon abgeblieben?

Ralf #423480 05/11/10 06:11 PM
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TERRY PRATCHETT'S GOING POSTAL:

Auf der Scheibenwelt hat der sinistre Geschäftsmann Reacher Gilt (David Suchet, Titeldarsteller der BBC-Serie "Poirot") mit einer Art Telegraphensystem die traditionelle Post vom Markt gedrängt und damit ein Monopol für die Nachrichtenübermittlung. Da er dies weidlich ausnutzt, indem die Preise steigen, die den Kunden gebotene Leistung aber stetig abnimmt, entscheidet sich der Patrizier von Ankh-Morpork, Lord Vetinari (Charles Dance, "Gosford Park"), das Postamt wiederzueröffnen. Und als neuen Postmaster bestimmt er den geschäftstüchtigen Betrüger Moist von Lipwig (Richard Coyle, Jeff in "Coupling", "Prince of Persia"), indem er ihn vor die Wahl stellt: Tod oder Postmaster! Moist fügt sich naheliegenderweise und zeitigt schnell Erfolge - was Reacher Gilt natürlich überhaupt nicht gefällt ...

"Going Postal" ist die dritte Realverfilmung aus Terry Pratchetts "Scheibenwelt" und stellt so etwas wie einen Neuanfang an. Zwar waren die beiden vorherigen Verfilmungen "The Hogfather" und "The Color of Magic" erfolgreich und erhielten auch wohlwollende Kritiken, dennoch wollte man offenbar einen größeren Stilwechsel (vielleicht auch aufgrund relativ lautstarker Kritik aus den Kreisen der Hardcore-Pratchett-Fans?). Das führte nun dazu, daß Vadim Jean, Regisseur der beiden vorherigen Verfilmungen, diesmal nur als Produzent fungiert, zusätzlich wurde auch nicht mehr auf die bisherigen Darsteller zurückgegriffen. Das heißt: Kein Sir David Jason, der in "Hogfather" Albert gespielt hatte und in "The Color of Magic" Rincewind. Und auch Jeremy Irons hat seine Rolle als Lord Vetinari nicht wiederaufgenommen - was einerseits schade ist, da Irons bekanntlich ein toller Schauspieler ist und sein Kurzauftritt in "The Color of Magic" sehr vielversprechend war. Andererseits ist der Darstellertausch aber absolut verschmerzen, weil Charles Dance (trotz falscher Haarfarbe) mindestens genauso perfekt in die Rolle paßt. Zudem wurde als Ridcully-Darsteller Joss Ackland aus "Hogfather" durch den britischen Theaterstar Timothy West ersetzt - da jedoch beide jeweils nur relativ kurz zu sehen sind, ist auch dieser Darstellerwechsel nicht wirklich schlimm.
Die wohl bedeutendste Änderung gegenüber den beiden Vorgängern ist jedoch im Produktionsstil zu finden. Während "Hogfather" und "The Color of Magic" bei allen Qualitäten, die beide Verfilmungen definitiv haben, doch relativ trashig wirkten, kommt "Going Postal" deutlich seriöser rüber - und das tut der ja gerade in Zeiten der globalen Wirtschaftskrise durchaus aktuellen Geschichte eindeutig gut.

Da ich "Going Postal" noch nicht gelesen habe (oder eines der anderen Lipwig-Bücher von Pratchett), konnte ich erstmals fast komplett neutral an die Verfilmung herangehen. Keine Ahnung, ob das nun Vor- oder Nachteil ist, aber auf jeden Fall bin ich mit "Going Postal" sehr zufrieden. Die Besetzung ist ausgesprochen sorgfältig ausgewählt. Richard Coyle ist ein toller Hauptdarsteller (so gut hätte ich ihn ehrlich gesagt gar nicht erwartet ...), Charles Dance ist wie gesagt ebenfalls über jeden Zweifel erhaben, dazu brilliert die relative Newcomerin Claire Foy (in England kurz vorher durch die Hauptrolle in der Mini-Serie "Little Dorrit" bekannt geworden) in der Rolle der mit einem wunderbar knochentrockenen Humor gesegneten Adora Belle Dearheart (und wird dafür im Bonusmaterial sogar von Terry Pratchett himself lobend hervorgehoben), David Suchet gibt einen wunderbar boshaften Oberschurken, "Fawlty Towers"-Fans freuen sich über ein Wiedersehen mit Andrew "Manuel" Sachs in der Rolle des Junior Postman Groat und auch kleine Nebenrollen sind mit teilweise in Großbritannien sehr populären Darstellern besetzt. Besonders gut gefallen hat mir auch die Norwegerin Ingrid Bolsö Berdal ("Cold Prey") in ihrer leider sehr kleinen Rolle als Sergeant Angua (die Werwölfin in der Stadtwache). up

Das Produktionsdesign ist ebenfalls sehr gelungen, man fühlt sich trotz der typischen TV-Produktionsbeschränkungen sofort wieder heimisch in Ankh-Morpork. Die Computereffekte sind recht ansprechend, wenngleich in manchen Szenen doch ziemlich klar erkennbar. Aber Hollywood-Niveau kann sich eine TV-Produktion nunmal einfach nicht leisten ...

Fazit: Eine ausgesprochen unterhaltsame dreistündige Pratchett-Adaption, die im Gegensatz zu den beiden Vorgänger-Mini-Serien auch für Nicht-Pratchett-Kenner ziemlich eingängig sein sollte - zumal die zentrale Handlung nicht wirklich komplex ist. 8,5 Punkte.

BONUSMATERIAL:
Ich habe mir die vor ein paar Monaten erschienene UK-Version der 2 DVD-Limited Edition zugelegt - mittlerweile ist auch die deutsche DVD erschienen, hier scheint es nur eine Version mit 2 DVDs zu geben, insofern gehe ich mal davon aus, daß das Bonusmaterial wohl identisch ist. Zumindest das Bonusmaterial auf den DVDs, denn in der UK-Version liegt als sehr nettes Gimmick ein Scheibenwelt-Briefmarken-Set samt Zertifikat bei (leider mit nur einem Motiv, trotzdem toll)! grin Keine Ahnung, ob man das auch in Deutschland bekommt.
Auf der ersten DVD gibt es neben dem Film (nur in der englischen Sprachfassung; ebenfalls nur englische Untertitel - das Bonusmaterial ist allerdings komplett untertitelfrei, aber generell gut verständlich) eine fünfminütige Einführung von Terry Pratchett und den Regiekommentar von Jon Jones. Letzteren habe ich nur ausschnittweise angehört (drei Stunden finde ich für einen Ein-Mann-Audiokommentar doch sehr viel), er scheint durchaus informativ zu sein, aber auch ein wenig trocken.
Auf der zweiten DVD gibt es Interviews mit allen möglichen Beteiligten der Produktion, die sich insgesamt wohl auf eine knappe Stunde summieren. Dazu kommen drei Fotogalerien (Storyboards, Props und ein paar Set-Zeichnungen), gut sechs Minuten Deleted Scenes und knapp vier Minuten Outtakes.
Das ist sehr solide und würde für 7 Punkte reichen - dank des Briefmarken-Sets gibt es sogar 8 Punkte. smile

Fazit: Für Pratchett-Fans eigentlich ein Must-Have (außer für die ganz großen Fanatiker, für die jede Änderung ein Sakrileg ist ...), für alle anderen ebenfalls empfehlenswert. Wenn ich mich nicht irre, wurden "Hogfather" und "The Color of Magic" jeweils bereits wenige Monate nach dem DVD-Release im deutschen Free-TV gezeigt (wenn auch beide Male mit mäßigem Zuschauerzuspruch), es kann sich also auch lohnen, zu warten. Mal abgesehen davon, daß man Pratchett natürlich eigentlich immer im Originalton genießen sollte (übrigens hat er auch wieder ein Cameo, da trifft das mit dem Originalton also sogar in doppelter Hinsicht zu). wink

Ralf #423561 05/11/10 10:42 PM
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Ich verstehe nicht, warum bei Sonderveröffentlichungen - wie auf DVD - nicht geschnittene Szenen wieder eingefügt werden ? Das hätte für mich doch *echten* Mehrwert !



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AlrikFassbauer #423599 06/11/10 12:51 AM
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Szenen werden ja nicht nur entfernt, um einen Film auf eine bestimmte Länge zu kürzen, sondern oft genug auch, weil man sie durch andere Szenen ersetzt oder weil man beim Zusammenfügen der abgedrehten Szenen merkt, dass einige überflüssig sind oder eher störend für die Haupthandlung wären. Manchmal werden auch gleich unterschiedliche Versionen bestimmter Szenen gedreht, um im fertigen Film entscheiden zu können, welche besser passt.

Es wäre bei längst nicht allen entfallenen Szenen sinnvoll, sie "wieder" in einen Film einzufügen, schon weil sie oft genug nie in einer fertigen Fassung enthalten waren. Aber da sie schon abgedreht sind, kann man sie den Filmfans ja als Bonusmaterial auf die DVD packen.

Nicht zuletzt geht es auch um das Urheberrecht an einem Kunstwerk, das man eben nicht einfach durch das Einfügen von Szenen hier und dort nach Belieben umgestalten darf. Wenn der Regisseur ein Interesse daran hat, dass sein Werk in einer anders geschnittenen Version auf den Markt kommt, erscheinen ja durchaus Director's Cuts.

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