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#206522 29/04/04 01:08 PM
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Stone Offline OP
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Da der Krieger mitbekommt das die anderen ihre Karte zusammenlegen, gibt auch er sein Kartenstück, mit dem Tempel, dazu.
Danach beschäftigt er sich weiter damit seine Rolle trocken zu reiben.


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#206526 29/04/04 04:38 PM
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Während sich die Aufmerksamkeit aller auf den Zwerg richtet, der die Kartenteile herumschiebt und betrachtet, erhebt sich der Reisende und geht unbemerkt hinüber zu Stone. Auch der Krieger bemerkt seine Anwesenheit erst, als ein Wassertropfen auf die Schlafrolle fällt, die er gerade so mühsam trockenreibt.

Als Stone fragend zu ihm aufblickt, lässt sich der Reisende neben dem Krieger nieder und beginnt zu erzählen:

"Stone, Ihr fragtet mich nach Eurem Vater..... Ich kannte Euren Vater nicht. Zumindest nicht persönlich. Aber der Name Ferrwars ist in der Welt bekannter, als Euch vielleicht klar ist. Ich habe an den verschiedensten Orten Berichte über den weisen Berater des Prälaten von Groß Furtheim gehört. Die meissten sprachen von ihm mit viel Respekt."

Stirnrunzelnd überlegt der Reisende, ob er dem Krieger seine Vermutungen über Ferrwar mitteilen soll, oder ob dieser zunächst genug an Dingen hatte, die er verarbeiten musste.

"Ich habe mir überlegt..... Vielleicht habt Ihr schon einmal etwas vom 'Zirkel der Wächter' gehört ? Die meissten Gerüchte darüber sind sicherlich Ammenmärchen und Bauerntratsch. Aber wie so oft steckt auch hier ein wahrer Kern dahinter - dessen bin ich mir sicher.

Die Einen sagen, es handele sich um eine geheime Bruderschaft, welche die heimlichen Herrscher dieser Welt seien. Es heisst, hinter jedem Herrscher stehe ein Wächter, der die eigentlichen Fäden ziehen würde. Andere wiederum behaupten, es sei eine dunkle Verschwörung von Magiern und Hexern, welche die Herrschaft erst noch an sich reissen wollen. Aber alle sind sich darüber einig, das diese Bruderschaft geheimes Wissen aus alter Zeit besitzt, was der Welt verlorenging.

Unter all dem Unsinn den ich im Laufe der Zeit hörte, waren jedoch auch ein paar interessante Informationen. Nach allem was ich bislang darüber erfahren habe, halte ich den 'Zirkel der Wächter' einfach für eine geheime Bruderschaft aus weisen und vorrausschauenden Magiern und Klerikern, die auf der Suche nach verlorenem Wissen sind und dies für die Welt mehren und erhalten wollen. Vermutlich arbeiten sie im Verborgenen, um all die geistigen Schätze die sie im Laufe der Jahrhunderte zusammentrugen vor dem Zugriff machthungriger Herrscher und fanatischer Priester zu schützen."

Der Reisende wirft einen flüchtigen fragenden Blick zum Krieger hinüber.

"Ihr ahnt, worauf ich hinauswill ? Wenn Euer Vater Euch zu diesem Tempel schickte und Euch von einem versunkenen Volk und einer drohenden dunklen Gefahr berichtete..... dann vermute ich, das auch er ein Mitglied dieses geheimen Zirkels war oder zumindest mit ihnen in Verbindung stand. Hätte er seinen Tod vorausahnen können, hätte er Euch sicherlich noch weitaus mehr Informationen hinterlassen. So aber berichtete er Euch zu Eurem eigenen Schutz nur das Nötigste. Ich hätte Euren Vater gerne kennengelernt und mich mit ihm darüber unterhalten."


#206528 30/04/04 05:00 AM
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Konzentriert arbeitet Stone daran die wertvolle Schlafrolle zu trocknen, ans Feuer legen darf er sie nicht, das Leder würde dabei nur hart und spröde werden.
Plötzlich fällt ein Tropfen auf die Oberseite der Rolle.
Stone blickt neugierig hoch und sieht den Reisenden über sich, bevor er etwas sagen kann lässt sich der Reisende neben ihm nieder und erzählt über Stones Vater.
Der Zirkel der Wächter, davon hat er noch nie gehört. Stone kann sich aber vorstellen das der stets wissbegierige Mann zu so einer vereinigung gehört hatte.
Die aussage das Ferrwar in der Welt hoch angesehen war erfreut den Krieger, aber ihm wird auch bewußt das er nicht viel von seinem Vater wußte, Ferrwar war schon alt gewesen als er Stone zu sich nahm. Und er war immer recht schweigsam über seine Vergangenheit gewesen.

Als der Reisende den Tod Ferrwars anspricht nickt Stone dankbar für die guten Worte. Sicherlich hatte der Fremde recht, sein Vater hätte ihn eingeweiht. Eine kleine Last zumindest spürt Stone nicht mehr.
Aber jetzt fällt Stone etwas ein.
"Reisender, habt dank für eure freundlichen Worte."
Wieder, wie so oft in letzter Zeit lässt Stone den Kopf hängen, dabei schaut er sich nur seine Brustplatte an, Ferrwar hatte immer voraus gedacht. Stone beschloss wenigstens etwas davon zu lernen.
"Bitte bleibt noch, ich muß euch etwas zeigen"
Langsam nimmt Stone seine Armbrust hervor, und macht sich am Schaft zu schaffen.
Mit einer drehenden Bewegung öffnet Stone den Schaft und zieht ein pergament heraus.
"Das gab mir mein Vater, er sagte das wenn ich den Tempel erreichen würde, würde das den Schleier entfernen und den Schlüssel öffnen. Aber ich kann nicht zaubern, dieses Schriftstück hat für mich keinen nutzen."
Stone verwahrt das Schriftstück und verschließt die Armbrust wieder.
"Der Kampf, meine Verletzung ... eure Verletzung, ich weiß nicht wie ihr das überleben konntet. Aber wir alle können Sterben. Ich will nicht riskieren das dieses Schriftstück verloren geht nur weil ich nichts davon sagte."
Stone schüttelt den Kopf, "Mein Vater muß gewußt haben das ich auf Magiebegabte stoßen würde. Und das ich ihnen Vertrauen kann."
Stone schaut den Reisenden scharf an, "Ich hoffe ich kann euch vertrauen. Ihr wollt uns euren Namen nicht sagen. Nun gut ich werde das Respektieren. Aber was seid ihr? Ihr seid kein Mensch und auch kein Elf."


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
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#206531 30/04/04 07:57 AM
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"Ich bin sicher, das wir beizeiten etwas mit Eurem Dokument anzufangen wissen. Und es war gut, das Ihr auf seine Existenz hingewiesen habt, falls Euch etwas zustossen sollte."

Als der Reisende sich erhebt, um seinen Platz am Feuer wieder einzunehmen, wendet er sich noch einmal zu Stone um.

"Die Zwerge sind ein sehr robustes Volk. Aber sie sind nicht die Einzigen, die eine Menge einstecken können. Mein Volk lebt sehr zurückgezogen und meidet die anderen Völker dieser Welt. Zuviel Unheil ist aus ihrem Handeln erwachsen, als das wir daran teilhaben wollten. Ich habe Euch bereits gesagt, warum ich Euch meinen Namen nicht nenne. Weil ich keinen Namen mehr trage. Die Gründe dafür... sind für Euch nicht wichtig.... noch nicht."

#206532 30/04/04 08:20 AM
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Stone sieht dem Reisendem hinterher, was er gesagt hat hört sich Logisch an.
Aber Stone weiß nur zu gut, das selbst ein Zwerg, diesen Schlag ohne Rüstung nicht überlebt hätte.
Er selbst war wohl nur wegen seinem guten Panzer und der Tatsache das er wohl nur gestreift worden war, mit dem Leben davon gekomen.
Und dieser hinweis auf ein altes Volk, das die anderen Völker meidet?
Stones Gedanken bewegen sich in eine bestimmte richtung, aber er schweigt.
Noch weiß er nicht was der Reisende nun wirklich vorhat.
Kann er ihm Vertrauen? Er möchte es, aber was kann das für Konsequenzen für die Menschen und Elfen haben?


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#206534 30/04/04 09:56 AM
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Rashida hat sich neben den Zwerg hingesetzt.
Sie beobachtet interessiert Xanlosch, der die Kartenteile sorgfältig in eine logische Reihenfolge bringt.
"Kommt Euch eine der verzeichneten Gegenden bekannt vor? Ich denke, wir alle können jede Information über das Terrain brauchen, die wir bekommen." Sie seufzt leise.

Die Kriegerin lehnt sich zurück und schaut nachdenklich zur Decke hinauf. "Wisst Ihr, ich habe bis vor kurzem auch nicht gedacht, dass ich mich auf eine Reise ins Ungewisse machen muss. Natürlich, mein Gott ist für seine spontanen Ideen und Befehle bekannt, aber selbst den ältesten Priester in unserem Refugium war solch eine Reise nicht bekannt."

Ihr Blick schweift über die Decke, findet aber ausser Steinen und alten Holzbalken nichts interessantes.

Sie hebt wieder an: "Ihr als Zwerg müsst uns wahrscheinlich für völlig verrückt erklären. Wir haben uns zufällig innerhalb der letzten zwei Tage getroffen und wissen alle in unserem Innersten, dass wir eine Gruppe sein sollen. Sicherlich könnt Ihr Euch vorstellen, wie schwierig es für uns ist, zumal wir sicher wissen, dass es einige Personen oder Wesen gibt, die uns nichts Gutes wollen."

Nach einem langen Blick ins Feuer sagt die Streiterin noch leise: "Nein, es ist wahrlich kein Vergnügen, unter solchen Umständen unterwegs zu sein."

Rashida schaut wie gebannt in die Flammen. Langsam fordert der anstrengende Tag seinen Tribut und sie schläft völlig erschöpft ein.


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus
#206539 30/04/04 02:21 PM
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Glance lehnt sich zurück und denkt jetzt erstmals über das nach, was Sil'Gwaihira ihm am Morgen übermittelt hatte. Beunruhigende Nachrichten waren das gewesen - sicher, sein Vater ist alt, er lebt schon lange über die übliche menschliche Lebensspanne hinaus. Nur die Kraft seiner Mutter hat dies ermöglicht. Es war Glance immer klar gewesen, dass sein Vater eine endliche Lebenserwartung hat, im Gegensatz zu seiner hochelfischen Mutter, aber doch ist der Gedanke ihn nie wiederzusehen bedrückend.

Noch mehr aber beschäftigt ihn die Nachricht "Gedenke der Worte Slains!" - Slain, ein menschlicher Zauberer und alter Kampfgefährte seines Vaters, war sein Mentor. Er hatte sich sehr mit der Entwicklung von Halbelfen beschäftigt, obwohl es sehr wenig Studienmaterial gab, und auf Lodoss ist Glances Herkunft einzigartig. Glance hatte sich immer für Magie interessiert, durchaus zum Leidwesen seines Vaters, der Magie zwar respektierte, aber eben doch mit Leib und Seele Krieger ist und nicht davor zurückschreckte auch Magie mit dem Schwert anzugehen. Nicht immer zu seinem Besten.

Slain jedenfalls hatte bald bemerkt, dass der kleine Glance, der die elfische Magie sozusagen mit der Muttermilch aufgesogen hatte und völlig mühelos lernte damit umzugehen, auch die Anlagen für menschliche Magie in sich barg. Allerdings konnte Glance zwar alle Zaubersprüche, die Slain ihn lehrte, fehlerfrei sprechen, jedoch gelang es ihm nicht die menschliche Aura der magischen Kraft zu kontrollieren und damit die Zauber auch zu wirken. Slain vermutete, dass dies daran lag, dass der hierfür erforderliche Reifeprozess bei ihm aufgrund seines elfischen Blutes sehr verlangsamt sei, und dass es eine Frage der Zeit ist bis seine Entwicklung der menschlichen Geisteskraft die gleiche Stärke erreicht wie seine elfische Geisteskraft.

Als er sich verabschiedet hatte, hat Slain ihn gewarnt, dass er nun ein Alter erreicht hat in dem dieses passieren könne. Und dass dies durch äussere Einflüsse, die er weder abschätzen noch vorhersagen könne, ausgelöst oder beschleunigt werden könnte. Slain sagte auch, dass das dann eine ausserordentliche Belastung seines Geistes sein würde, und dass er hoffe, dass Glance dann nicht alleine, sondern unter Freunden sei.

Glance starrt ins Feuer und denkt an die Gefährten in dieser Zufallsgemeinschaft, oder doch Schicksalsgemeinschaft? Die Gemeinschaft wird sich noch bewähren müssen. Er sieht sich um, und denkt an Sil'Gwaihiras letzte Nachricht - eine seltsame Runde, und ein seltsamer Ort um seinen 123ten Geburtstag zu begehen.




In times of crisis it is of the utmost importance not to lose your head (Marie Antoinette)
#206542 01/05/04 03:35 PM
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Da nun etwas Ruhe eingekehrt ist und die Gruppe zum Teil schläft, sich leise unterhält oder in Gedanken versunken ist, lässt auch die Elfin ihren Gedanken freien Lauf.

Sie denkt an ihre Kindheit zurück. Was musste es für ihren Vater eine Enttäuschung gewesen sein, als, statt des erhofften Sohnes eine Tochter zur Welt kam. Das hatte es noch nie vorher in der Ahnenreihe des Vater´s gegeben. Es wurden immer Söhne geboren. Und jetzt bekam er eine Tochter. Stolz, wie ihr Vater war, musste ihn das in seiner Ehre tief getroffen haben. Da er die Tatsachen nicht ändern konnte, gab er seiner Tochter wenigstens einen eher männlichen Namen. Ihre Mutter hatte ihr nie gezeigt, ob auch sie enttäuscht war. Sie war immer liebevoll mit ihr umgegangen.
Mit der Zeit hatte auch der Vater seine Tochter akzeptiert. Und da sie das einzige Kind blieb, hatte er wohl auch keine andere Wahl.
Da sich Big Claw aber, von klein auf, für die Dinge interessierte, die eigentlich der männliche Erbe hätte erlernen sollen, war ihr Vater mit seinem Schicksal versöhnt. Er brachte ihr mit Feuereifer bei, wie man mit Bogen und Kurzschwert vollendet umgeht. Als sie größer wurde, begann ihre Ausbildung mit dem Langschwert. Den endgültigen Abschluss der Ausbildung konnte Big Claw nicht vollenden, da das Böse erwacht war und sie sich auf ihre ungewisse Reise begeben musste. Eine Reise, auf die die Eltern sie schon lange vorbereitet hatten. Aber sie wusste, dass ihr Vater sehr stolz auf sie war.
Sie hatte zwar eine exzellente Aubildung, aber keine Kampferfahrung mit echten Gegnern. Da Elfen eigentlich sehr friedliebende Wesen sind und mit ihren Nachbarn nie Streit hatten.
Ihre Mutter, eine sehr gütige, warmherzige und liebevolle Frau betrachtete die Ausbildung ihrer Tochter oft mit Kopfschütteln. Denn ohne Verletzungen kam Big Claw selten nach Hause. Da die Mutter aber die Magie der Heilung, neben den anderen magischen Fähigkeiten die den Elfen angeboren sind, beherrschte, waren die Wunden immer schnell versorgt und verheilt. Die Mutter war es auch, die diese Fähigkeiten bei Big Claw förderte und vertiefte. Auch lehrte sie die Tochter, die Geister der Natur um Beistand zu bitten.
An etwas musste die Elfin aber auch denken, die teilweise Heilung des Reisenden. Sie wusste um ihre Fähigkeiten, aber das ging eigentlich weit darüber hinaus. Welche Kräfte besaß ihre Mutter, von denen sie, Big Claw, nichts wusste, schon gar nichts ahnte? Die sie aber in sich trug und auch anwenden konnte.

Die Elfin seufzt in sich hinein. Es wäre schön, die Eltern an ihrer Seite zu haben. Es gibt zuviele offene Fragen.

Nun sitzt sie hier, mit Wesen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können und trotzdem scheinen alle das gleiche Ziel zu haben. Und sie hofft, dass alle dieses Ziel unversehrt erreichen werden und ihre Bestimmung erfüllen.


Genieße Dein Leben ständig, denn Du bist länger tot als lebendig.
#206546 01/05/04 06:12 PM
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"Wenn ich mich nicht irre, dann ist das alte Gebäude, dass ich schon vorhin erwähnte der Tempel, der auf eurer Karte eingezeichnet ist. Die anderen Gegenden sind mir nicht so bekannt, als dass ich euch etwas sagen kann, was euch weiterhilft", mit diesen Worten wendet sich Xanlosch Rashida zu. Wenn sie nur wüsste, was es alles gibt zwischen den Welten, dann würde sie es mit anderen Augen sehen.

Da jetzt die Karten jetzt so angeordnet sind, wie sie es wahrscheinlich müssten, konzentriert sich Nerosch auch auf die Karten. Sie müssen noch eine ordentliche Strecke zurücklegen, wenn sie nach Ethuillinum wollen und es ihr wahres Ziel ist.

"Es gibt viele verrückte Sachen und die eure gehört noch zu den normaleren der verrückten Sachen", aber viel weiter kommt Xanlosch nicht, da er jetzt erst bemerkt, dass die Kriegerin eingeschlafen ist und mit ihr kein Gespräch mehr anzufangen ist.

Da sich auch die anderen schon fast im Halbschlaf befinden, steht Xanlosch auf und geht zu Nerosch. In der alten Sprache der Zwerge spricht Nerosch leise Xanlosch an.

"Ich hab mir die Karten genau angesehen. Ein paar Orte kenne ich aber der grösste Teil ist mir recht unbekannt und ich weiss auch, dass es dort nicht viele Zwerge gibt von einzelnen Einsiedlern mal abgesehen."

"Ja, ich weiss", antwortet Xanlosch ebenfalls in ihrer alten Sprache, "ich kenne diese Gegend, wohin sie wollen überhaupt nicht. Ich würde mich auch wundern, wenn einer von uns jemals dort war bzw. noch dort lebt. Es würde mich schon brennend interessieren, ob bei diesem Ethuillinum nicht noch Schätze versteckt sind auf die wir eventuell Anspruch haben können."

"Wir haben aber zuerst einmal hier zu tun. Wir haben ja genügend Zeit und auch eine andere Generation von uns kann sich später dort umsehen. Ich hoffe mal, dass du dir die Karte genauso gut gemerkt hast, wie ich, oder Xanlosch ?", fragt Nerosch.

"Ja, nur zu gut. Wenn wir wieder bei uns sind, werden wir eine Karte für uns anfertigen. Aber nicht wie sie auf mehreren Kartenteilen sondern auf einer. Dies ist viel übersichtlicher und sollte einmal einer ausfallen bzw. einen anderen Weg einschlagen, dann kommen wenigstens die übrig gebliebenen zu ihren Ziel."

"Es könnte nur ein Problem geben", fährt Xanlosch fort, "der Drache, der im Amulett gefangen ist, soll auch ein Teil der Karte sein. Ich kann nur hoffen, dass auf diesen Teil keine wichtigen Informationen sind, die uns Probleme bereiten können."

"Gut, ruh dich noch ein wenig aus Xanlosch. Ich werde noch ein paar Stunden die Wache hier übernehmen und dich dann wecken." Mit diesen Worten beendet Nerosch das Gespräch und lässt sich in der Nähe der Aussentür nieder, wo er alles gut im Blick hat.

Xanlosch setzt sich auf seinen Lagerplatz, umfasst seine Axt und schaut noch eine Weile dem Flackern des Feuers zu.

Nach einer Weile verfällt Xanlosch in einen leichten Dämmerzustand.



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#206548 02/05/04 10:30 AM
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Als Stone mit seiner Rolle fertig ist, schaut er sich um.
Die anderen schlafen entweder, oder sind in ihre eigenen Gedanken vertieft.
Stone fühlt sich nicht mehr müde, aber dennoch etwas matt.
An die Wand gelehnt beobachtet er die anderen, allerdings ohne sich gedanken über sie zu machen.
Er wünschte sie wären schon bei dem Tempel angelangt, damit er die Aufgabe erfüllen kann die sein Vater ihm aufgetragen hatte.
Und dann?
Vermutlich würde er mit den anderen mitziehen, doch das lag erst noch vor ihm.
Der Priester fiel ihm wieder ein und sein Meineid, Stone war klar das er nicht ständig davon laufen wollte.
Sollte er umkehren und sich dem Priester stellen, aber würde er dann nicht wieder einen Fehler machen?
Sicherlich mußte er für den gebrochenen Eid büßen, aber durfte er die anderen deswegen alleine lassen?
Lu war immer noch gefangen, aber da konnte er nichts tun.
Und seine kleine Statue, daran wollte Stone gar nicht denken und schob das weit weg.
Langsam wurde der junge Krieger vom Schlaf übermannt.


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#206550 02/05/04 06:57 PM
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Nur wenig hatte der Reisende vom Gespräch der beiden Zwerge mitbekommen können. Zu leise, zu weit weg waren sie und zu sehr war er in seine eigenen Gedanken versunken. So hatte er seine Konzentration erst langsam auf das Gespräch gerichtet als die Begriffe "Ethuillinum", "Schätze" und "Anspruch" gefallen waren.

Nur mühsam kann er sich ein angewidertes Schnauben verkneifen. Zwerge ! Wie immer blind für die wahren Notwendigkeiten und in all ihrem Streben auf Gold und Juwelen fixiert. Sollte auch ihr Weg sie tatsächlich nach Ethuillinum führen, würde ihnen ihre Gier angesichts des beinernen Ebene vermutlich im Halse stecken bleiben.

Finster starrt der Reisende noch lange in die kleiner werdenden Flammen.

#206553 03/05/04 04:45 AM
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Missmutig bricht ein neuer Tag an. Die Wolken des Unwetters in der Nacht hängen noch tief am Himmel und weigern sich, auch nur einen Strahl Sonnenlicht preiszugeben.

Etwas Wind kommt auf, versucht, die Wolken aufzulockern. Nach einem stummen Kampf weht der Wind wieder woanders hin.

Das Leben im Wald erwacht nur zögerlich. Die Vögel sind nicht sicher, ob sie solch einen Morgen mit ihrem üblichen Loblied begrüssen sollen und verstummen zwischendurch wieder.

Andere Tiere stehen auf und machen nur das notwendigste, es will sich kein Lebewesen zu lange im Wald auf offener Wildbahn aufhalten.

Rashida merkt, dass es Zeit zum aufwachen ist, dreht sich aber nur herum und schläft weiter.


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus
#206559 03/05/04 05:25 AM
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Als Stone die Augen aufschlägt, merkt er das er im sitzen eingeschlafen war.
"Oh verfluchter Mist", denkt er sich und steht langsam auf.
Mit zimlich steifen Schritten schlurft er raus, der Himmel ist noch immer Wolkenverhangen.
Nachdem er sich hinter den Ställen erleichtert hat, beginnt er seine Übungen durchzuführen.
Bis auf die Prellung hat er nach einiger Zeit keine Probleme mehr. Die bewegungen werden langsam fließender und geschmeidiger. Nach einiger Zeit schenkt er auch der Prellung keine beachtung mehr.
Sein Körper ist warm und sein Kopf frei, jetzt hat er den Punkt erreicht wo ihn nichts mehr belastet.
Seine Bewegungen werden immer schneller, sein Schwert ist fast ein Schemen.
Dann ein letzter Ausfallschritt und Stone steht mit zum Salut gerecktem Schwert ruhig atmend da.
Erfrischt und entspannt geht Stone zurück zu den anderen, vielleicht ist ja schon jemand wach und hat lust zum Jagen.


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#206560 03/05/04 08:52 AM
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Der Streuner träumt. Er ist nahe dem Feuer eingeschlafen, an dem gleichen Platz, an dem er die Nacht zuvor bewußtlos geworden war.

Er träumt ... von Insekten. Von Flammen. Von Flammeninsekten. Er träumt von den Ignamaer.

Diesmal steht Alrik nicht inmitten des Feuers, diesmal sind es die Ignamaer, die das tun.
Alrik steht außerhalb des Feuerkreises, und schaut diese Wesen an. Er mustert sie, versucht sich ihr Aussehen einzuprägen. Es sind rot-feurige Insekten, ziemlich groß, stellt er fest.

Aus der Gruppe der roten Insekten, die sich in dem Feuerkreis befinden, und die Aussehen, als besünden sie zu einem guten Teil aus dem Feuer selbst, tritt ein Ältester hervor, ein Schamane.
Seine Stimme klingt klar und unverfälscht, anders, als bei dem Treffen neulich, wo diese Wesen mühsam versuchten, Menschenworte mit ihren eigenen Mündern zu formen.

"Wir sind die Hüter. Wir sind die Hüter der Kugel, der Kugel, die uns vor Generationen überreicht worden ist, mit dem Wunsch, sie zu hüten.
Du hast sie nun bekommen, und wir taten wahr daran. Kügelhüter, nun ist sie dein.
Bedenke aber, daß du mit ihr das Mal bekommen hast, das Feuer. Und es ist ein Fluch darin. Der Fluch und das Feuer - unheilvolle Allianz. Feuer gut - Fluch schlecht. Ein Magier - so nennt ihr sie ich weiß - wollte die Kugel, lange ists her. Viele Generationen. Er erschien plötzlich, so sagen die Geschichtenerzähler, und stahl sie. Stahl sie mit seinem Stahl, sagen uns die Erzähler. Er ging weg und wir - unsere Vorfahren - verfolgten ihn. Es war schwierig, in einer Welt, die nicht aus Flammen besteht, eine Welt, wo Wasser gedeiht, weit weg von unserem geliebten Vulkan. Unser geliebter Vulkan.
Ja, es war hier, sagen unsere Erzähler, daß wir auf ihn trafen. Da hatte er sein unheilvolles Werk schon getan.
Was wollte er damit ? Wir wissen es nicht. Nur - wir wissen um den Fluch, weil wir die Kugel ihm abnahmen, abnahmen, um zu hüten.
Auf uns hat der Fluch keine Wirkung - er war für euch Menschen bestimmt. Er selber war ein Mensch. Wir befragten ihn, daher wir wissen.
Wir ließen ihn laufen, er liefweg, eingeschüchtert durch unsere Flammen, unseren gebliebten Vulkan, ja. Wir verfolgten ihn nicht - warum auch ? Wir hatten ja die Kugel wieder. Wir konnten das Hüten wieder fortsetzen.
Wir teilen dies dir mit, um dir der Gefährlichkeit der Kugel im Klaren zu sein. Klar, wie das reinigende Feuer. Klären mußt du die Kugel von ihrem Fluch, sonst kannst du sie nicht benutzen. Bald.
Es ist gut, daß ihr einen Magier in euren Reihen habt. Magier können vielleicht Magierflüche klären - wie mit Feuer. Oder anders.
Wir wünschen dir viel Glück, denn du bist nun der Hüter."

Der Schamane nickt den anderen Ignamaer zu, dann tritt er wieder in den Kreis zurück, welcher sich langsam auflöst.

Das Traumbild des Feuerkreises wird langsam ersetzt durch das Bild eines Einhorns. "Ich habe von deinem Fluch erfahren, ihn gespürt. Du mußt so schnell wie möglich versuchen, ihn loszuwerden ! Besser heute als morgen ! Und jetzt : Wach auf ! Es ist morgen !"

Dann verschwindet das Traumbild, der ganze Traum, und Alrik wacht langsam auf.


When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
--Dilbert cartoon

"Interplay.some zombiefied unlife thing going on there" - skavenhorde at RPGWatch
#206562 03/05/04 11:34 AM
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Nerosch weckte Xanlosch einige Stunden später.

"Es ist Zeit, deine Wache beginnt", hatte Nerosch gesagt.

"Ist schon in Ordnung, ist irgendetwas vorgefallen oder sind irgendwelche Nachrichten gekommen ?", hatte Xanlosch zurückgefragt.

"Nein, nichts. Es ist etwas zu ruhig. Entweder sind diese Biester endgültig besiegt oder sie trauen sich nicht mehr heraus. In den Morgenstunden sollten wir aber dennoch mal unten nach dem rechten Sehen, oder ?"

"Ich würde am liebsten gleich nachsehen, aber SIE alleine zu lassen, wäre ein grösserer Fehler. Ich werde Hargasch oder Garmosch von Beobachtungsturm nach unten schicken. Sie sind erfahrene Kundschafter und wenn es etwas zu berichten gibt, dann werden sie es herausfinden. Nun schlaf aber erstmal noch ein paar Stunden, Nerosch !"

Nach kurzer Zeit war Nerosch auch fest eingeschlafen und soweit es Xanlosch beurteilen konnte, waren die Neuankömmlinge auch in festen Schlaf verfallen. Der Krieger schlief im Sitzen, was im wohl am nächsten Morgen noch schöne Schmerzen bereiten würde. Der Streuner wälzte sich im Schlaf hin und her. Er muss wohl einen sehr intensiven Traum haben, ging es Xanlosch durch den Kopf. Bei den anderen konnte Xanlosch nichts ungewöhnliches ausmachen, so dass er sich beruhigt auf den Weg zu dem Turm machen konnte, wo Hargasch und Garmosch Wache hielten.

Mittlerweile hatte der Regen nachgelassen und die Wolken hingen finster und grimmig am Himmel, als würden sie gleich wieder die Tore öffnen, so dass der Regen wieder hinabregnen konnte. Nachdem er das verabredete Signal gegeben hatte, konnte er sich sicher sein, nicht einen Axtschlag abzubekommen. Xanlosch informierte die beiden über die Fremden und die aktuelle Lage. Sie waren von ihrer neuen Mission nicht sonderlich begeistert, hatten sie es sich doch einigermassen gemütlich in den alten Turm gemacht. Etwas murrig ging Hargasch, gefolgt von Garmosch, hinunter und um zu den Katakomben zu gelangen, da es Hargasch schon so oft gewesen war, der sie vor Gefahren bewahrt hatte. Garmosch ging etwas weiter hinterher, so dass er immer noch zurückrennen konnte, sollte Hargasch etwas passieren und die beiden die Lage nicht selber meistern können.

Sollte sie bis zum Morgengrauen nicht zurückkehren, hatten sie ausgemacht, so sollten Nerosch und Xanlosch ihnen folgen. Ob die Neuankömmlinge mitkamen oder nicht, war ihnen egal.

Es waren noch 2 Stunden bis der Morgen graute und dies waren seiner Erfahrung nach die schlimmsten für Xanlosch gewesen. Auf der einen Seite war die Müdigkeit, die immer wieder versuchte ihn zu übermannen und auf der anderen Seite war es die Sorge um die anderen Zwerge, da er bis jetzt noch keine Nachricht von Garmosch oder Hargasch erhalten hatte. Xanlosch wusste, dass es ein paar Stunden dauern kann, wenn die beiden ihre Aufgabe mehr als ordentlich machten, aber selbst die Zeit, die sie normalerweise für den Weg bis unten und zurück brauchten war fast um.

Aber was sollte er machen ? Nerosch wecken und die anderen schlafen lassen ? Nur zu gut weiss Xanlosch, dass übermüdete Kämpfer in einem Kampf mehr hinderlich sind, als das sie nützen. Er vertraute den Neuankömmlingen noch nicht so sehr, als dass er sie in ihr Geheimnis sagen konnte. Xanlosch war schon froh gewesen, dass sie keine gründlicheren Fragen nach ihren Hiersein gestellt hatten und die Antworten auf ihre Fragen schienen ihnen ausreichend zu sein.

So lies er die restlichen Stunden bis zum Morgengrauen damit verstreichen, dass er auf alle Geräusche hörte, die er hören konnte. Als der Krieger aufwachte und einige Dehnungen durchführte, damit seine Muskeln aufhörten zu schmerzen, weckte Xanlosch Nerosch und sprach leise zu ihm, so dass er die noch schlafenden nicht weckte:

"Ich habe unsere beiden Kundschafter nach unten geschickt, sie sind aber noch nicht wieder hierher zurück gekommen. Es ist besser, wenn wir uns in wenigen Minuten auf den Weg machen und nachschauen, was unten passiert ist. Es muss etwas passiert sein, aber dies muss im leisen geschehen sein, da ich sonst etwas gehört hätte."

"Also scheinen die Trolle nicht die einzigsten Bewohner dieser Höhlen zu sein. Wer weiss, was uns wenige da unten noch erwartet, oder ? Vielleicht ist es besser, wenn wir SIE soweit informieren, dass SIE uns helfen, aber dennoch nicht unsere wahren Absichten erfahren ?", fragte Nerosch zurück.

"Es bleibt uns wohl keine andere Wahl, als ihnen etwas zu erzählen", antwortet Xanlosch darauf und nun in einer lauteren Ton: "AUFWACHEN, es ist Zeit. Der Morgen graut oder wollt ihr den ganzen Tag verschlafen ?"

Nach einer kurzen Pause, fügt Xanlosch noch dies hinzu: "Ich habe euch etwas wichtiges zu fragen, so wäre es besser, wenn alle wach wären !"


Xanlosch's Home - Fortombla hortomosch !
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#206565 03/05/04 11:49 AM
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Durch die ewige Dunkelheit der Stollen bewegt sich der kleine Stoßstupp langsam in Richtung der unteren Gewölbe, immer wieder nach allen Seiten sichernd, und kommt daher eher langsam voran. Gelegentlich huschen kleine Reptilien zu ihren Füßen aufgeschreckt davon, aber sonst ist kaum ein Laut zu vernehmen. Vier der Dunkelelfen sind perfekt an ihre Umgebung angepaßt und schleichen mit den geübten sicheren Bewegungen eines Assassinen durch die Gänge, während der fünfte in Roben gekleidete Mann scheinbar unbekümmert und, wenn auch ebenfalls kaum Geräusche verursachend, eher gedankenverloren hinterherschlurft. Schließlich erreicht die Gruppe einen breiteren Gang, der leicht aufwärts führt, und sich zu einer muffigen Gruft erweitert. Die große Kammer ist kunstvoll aus dem Stein gehauen, üppig mit zwergischen Reliefs verziert und mit vielen Statuen und Sarkophagen gefüllt.

Während all das einen zeitlosen uralten Eindruck hinterläßt, gibt es auch frische Spuren von Zwergenarbeit. Die Dunkelelfen passieren sorgsam angelegte zwergische Verteidigungsanlagen mit Schießscharten und bulligen Fallensystemen mit den Zeichen eines kürzlichen blutigen Kampfes. Auf ein geheimes Zeichen hin schließen sich zwei weitere Dunkelelfen der Gruppe an, welche hier im Versteck gelegen hatten. Während der Hauptmann den Männern einen kurzen, ereignislosen Rapport abnimmt, läßt sich der Warlock von Prinz Alveriel einige Fragen beantworten.
Der Prinz schüttelt gerade den Kopf und zeigt auf einige ausgeklügelte Bollwerkstufen: "Ihr habt recht, ohne eine kleine Armee wären wir da nie durchgekommen. Aber das mußten wir auch gar nicht. Diese Festunganlagen sind wohl erst kürzlich für den Zweck angelegt worden, alles aus der Tiefe kommende fernzuhalten, ihr seht, daß sie im Verhältnis zu den anderen Zwergenbauten eher flüchtig gehauen sind. Das kleine Pack hat aber etliche parallele Tunnel gegraben. Sie haben hier alles systematisch unterhöhlt und ich vermute, daß sie etwas gesucht haben. Vielleicht die Heiligtümer, von denen der eine hargluk sprach. Wer weiß. Wir brauchten uns nur diese Tunnel zunutze zu machen, um sie zu beobachten. Dann habe ich vier Gruppen unserer Velg'larn ausgeschickt, um alle Posten auszuschalten. Drei hatten Erfolg. Diese hier nicht. Wir kamen zwar von hinten, so daß ihre Verteidigungsstellung unnütz wurde, aber einer unserer Leute wurde von einer Falle zerschmettert. So waren die kleinen Biester vorgewarnt und haben sich heftig gewehrt. Es kam zu einem Kampf, bei dem die vier Zwerge hier drei von Vigors Männern töten konnten, bevor sie überwältigt wurden. Ein hoher Preis. Wenigstens waren die anderen Posten längst tot, bevor sie diesen Alarm hätten weitergeben können. Obwohl vermutlich kaum noch jemand da ist, der den Alarm hören würde.
Ich dachte, damit wäre die Situation unter Kontrolle, aber scheinbar gibt es hier immer noch Trolle. Da ich nicht noch mehr unliebsame Überraschungen will, seid ihr jetzt hier."

Der Prinz blickt den Warlock herausfordernd an. Dieser starrt einen Augenblick mit undurchdringlicher Miene zurück und nickt dann bedächtig. Der Prinz fährt fort: "Ich hoffe, daß uns die Ilharess noch mehr Truppen schickt, wenn wir den Platz eingenommen haben. Bis dahin aber müssen wir mit dem auskommen, was wir haben. Gehen wir!"
Die anderen Drow sind längst bereit, als der Prinz nun das Zeichen zum Aufbruch gibt, und sichern den Weg durch die Burgkatakomben.

Sehr viel später erst erreicht die inzwischen auf elf Köpfe angewachsene Gruppe die oberste Verteidigungsstellung der Zwerge in einem der tieferen Kellergewölbe. Grobgehauene, feuchte Steinquader bestimmen das Bild. Die Fackeln der Zwerge an den Wänden brennen hier nach wie vor, nun jedoch zur Tarnung für die drei Dunkelelfen, die in der provisorischen Zwergenstellung auf der Lauer liegen. Wieder läßt sich Hauptmann Vigor einen geflüsterten Bericht geben, während der Rest der Gruppe weiter unten in den Schatten versteckt bleibt. Mit dem Ergebnis unzufrieden, winkt er mit einer schnellen Geste den Prinzen heran, der sich ebenfalls in Hintergrund gehalten hatte. Seine Augen strahlen Unruhe aus, als Vigor die neuen Erkenntnisse weitergibt: "Prinz, es sind nacheinander zwei Posten aufgetaucht, seit meine Leute den Posten übernommen haben. Das ist erst zwei Stunden her. Sie haben sich offenbar trotz der Betäubung erheblich gewehrt, und einer hat zu fliehen versucht. Sie liegen da drüben. Beide sind zwar tot, aber auch Venjariel Do`Bernijon hat es erwischt."
Alveriel flucht lautlos:"Verdammt, noch ein Mann weniger. Zwei Stunden, sagt ihr? Sie werden vermißt werden. Wenn sie jetzt Verstärkung von der Oberfläche holen, sind wir zu wenige. Verflucht, wenn wir nur wüßten, wieviele noch da oben sind? Vorschläge? Magus?"
Der Warlock zuckt mit den Schultern: "Diese Art von Zaubern ist nicht mein Spezialgebiet, ich fürchte, ich muß passen. Ich wurde für den Kampf ausgebildet."
Prinz Alveriel flucht erneut, als sich Vigor räuspert. Der Hauptmann streicht mit dem Finger übers Kinn und denkt laut:"Ich würde zwei Erkundungsteams zu je zwei Mann nach oben schicken, und auf ihren Bericht warten. Wir könnten uns hier solange verschanzen..."
Der Prinz unterbricht Vigor barsch:"Wir sind nicht soweit gekommen, um jetzt klein beizugeben. Wir müssen schnell handeln, die Posten werden sicher bald vermisst. Wir schicken die Späher, aber wir folgen ihnen auf dem Fuß, immer bereit für einen raschen Rückzug. Verschanzen ist nicht nach Art der Drow. Los gehts!"








Wenn sie so überlegen sind, warum sind sie dann so tot?
#206569 03/05/04 12:11 PM
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Stone kommt gerade noch rechtzeitig um Xanlosch sagen zu hören "Ich habe euch etwas wichtiges zu fragen, so wäre es besser, wenn alle wach wären !"
Höflich und guter Dinge antwortet er "Guten Morgen, Xanlosch", langsam geht er auf den Zwerg zu um ihm zuzuhören.



Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#206571 03/05/04 01:24 PM
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Glance wacht auf, als Xanloschs Weckruf erschallt, aber aus Gewohnheit bleibt er unverändert mit geschlossenen Augen liegen und sondiert die Lage per Gehör.

Als aber Xanlosch fortfährt, schlägt er die Augen auf und erhebt sich. Stone kommt gerade zur Tür herein und wüscht einen guten Morgen. Glance nickt ihm kurz zu, nimmt sich einen Becher Wasser, holt etwas Fleisch und Gebäck aus seinem Rucksack, und fängt an zu frühstücken. So wartet er geduldig, aber wortlos, auf das was Xanlosch Ihnen zu sagen hat.


In times of crisis it is of the utmost importance not to lose your head (Marie Antoinette)
#206572 03/05/04 03:22 PM
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Durch den Ruf Xanlosch´s wird Big Claw wach.
*Ich muss beim Nachdenken eingeschlafen sein*, sagt sie zu sich selbst.
Sie füllt ihren Becher mit Wasser und sucht im Rucksack nach den Keksen. Das wird ein karges Frühstück.
Sie ist neugierig auf das, was Xanlosch zu verkünden hat.
*Sollte er doch noch nicht alles erzählt haben?*


Genieße Dein Leben ständig, denn Du bist länger tot als lebendig.
#206574 03/05/04 05:32 PM
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Auf die laute Stimme des Zwerges reagiert Rashida mit dem Öffnen eines Auges. "Was wichtiges sagen? Och nööö, ich schlaf noch." Vorsichtig rollt sie sich weiter zusammen und versucht alle anderen, die langsam wach werden, standhaft zu ignorieren.

Es gelingt ihr auch eine Weile, bis sie die beiden Elfen auf ihren Keksen rumknabbern hört.

"Nein, das ist unfair!" denkt sich die Kriegerin, deren Bauch nun auch nach etwas zu essen verlangt. "Gegessen wird später!" Vergeblich versucht Rashida, krampfhaft weiterzuschlafen.

Ob sie sich irrt oder nicht, sie glaubt, dass alle Blicke auf sie gerichtet sind. "Na gut, ihr habt es nicht anders gewollt!"

Langsam erhebt sie sich und streckt sich erst einmal genüsslich. Dann nimmt sie ihren Rucksack, holt ihre Wasserflasche heraus und trinkt mit gierigen Schlucken, bis die Flasche leer ist.
Nach einem weiteren Wühlen findet sie ihren Packen mit Fleischstreifen. "Sie sehen nicht mehr so lecker aus wie gestern noch!", murmelt sie leise. Doch ein zaghaftes Knabbern daran überzeugt sie von der Haltbarkeit.

Sie schaut Xanlosch erwartungsvoll an. "Dann legt mal los, Meister, wir sind ganz Ohr!", murmelt sie mit vollem Mund in seine Richtung.


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus
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