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#207288 19/06/04 09:18 PM
Joined: Dec 2003
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Die heilige Kriegerin hrt sich die Erzhlung des Hters aufmerksam an.
"Es spricht fr Deinen Ziehvater, dass er Dich nie Enttuschung oder hnliches hat spren lassen. Wenn Du ehrlich bist, jeder Mensch erhofft es doch, seine besonderen Fhigkeiten an sein Kind weitergeben zu knnen. Fr mich wird es auch schwer, wenn meine Kinder einmal kein Talent fr den Kampf oder den Tempeldienst haben."
Es tritt eine kurze Pause ein, in der nur das leise Knirschen der Lederrstung der heiligen Kriegerin zu hren ist.
"Ein alter Hohepriester, der kaum noch sehen und gehen konnte, hat viel mit mir geredet. Er sagte eines Tages zu mir: 'Rashida, mein Kind, merke Dir eins fr Dein Leben: Vor Undar sind alle Menschen gleich, egal welche Begabungen sie haben. Beurteile niemals einen Menschen nur aufgrund seines usseren oder der Meinung Dritter. Bilde Dir selbst ein Urteil! Und dann handle, wie es von Dir verlangt wird.'"

Rashida hlt kurz inne, wahre Worte mssen manchmal einfach nur gehrt werden.

"Deshalb habe ich auch Bodasen beziehungsweise Dir geholfen. Wenn jemand in Not ist, dann helfe ich, auch wenn ich hinterher erfahre, dass es falsch war. Aber das ist besser, als wenn ich nicht helfe und dadurch jemand zu Schaden kommt."

Sie besinnt sich, dass der Streiter ihr ja mehrere Fragen gestellt hat:
"Unser Dorf ist viel kleiner! Wir haben nur 25 ansssige Familien und das Dienstpersonal. Also ich schtze die Bewohner auf nicht mehr als 200 Leute."

Dann erzhlt sie gleich wieder weiter:
"Das kann ich mir gut vorstellen! Gleich Nachtwachen durchstehen mssen..." sie seufzt leise. "Weisst Du, meine erste Nachtwache war auch eine Katastrophe. Nicht, dass etwas schlimmes passiert wre, aber... ich bin eingeschlafen. Und da ich ein notorischer Langschlfer bin, konnten sich meine gesamten Mitschler in Ruhe um mich versammeln, bevor mir der Lehrpriester einen Eimer Wasser ins Gesicht geschttet hat. Das war mir vielleicht peinlich! Deshalb bin ich froh, dass ich einmal um diese unliebsame Schicht herum komme." feixt die Streiterin.

Sie gehen im Gleichschritt weiter, die Kriegerin kommt trotz der hohen Last noch gut voran.


Whrend sie sich umschaut, fllt ihr eine dunkle Wolkenwand auf, die noch recht weit entfernt ist.

"Sieh mal," macht sie den Hter aufmerksam, "glaubst Du, dass wir uns wegen den dunklen Wolken Sorgen machen sollen? In den Bergen schlgt das Wetter oftmals binnen Minuten um!"


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus
#207290 20/06/04 07:36 AM
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Stone schaut sich die Wetterfront an.
"Verdammt, wir mssen die anderen einholen. Wenn wir in der engen Schlucht keinen Unterschlupf finden dann kann es gefhrlich werden. Habt ihr schon mal beobachtet wie aus einem kleinem Bach ein reissender Strom wird?
Nun, genau das kann uns auch passieren"
Stone schtzt die bewegungen der Wolkenwand ein, "Ich denke in sptestens zwei bis drei Stunden wird das Gewitter hier sein, dann sollten wir einen sichren Platz gefunden haben."


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#207293 20/06/04 12:16 PM
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"Ich kann den Regen spren" schiet es Alrik durch den Kopf.

Er kommt wieder zu sich. Mechanisch hatte er den Weg bewandert, einen Fu vor den anderen gesetzt, die Beine von seinem Unterbewutsein bewegen lassen - wenn man lange Strecken vor sich hat, ist dies die richtige Methode, zu reisen.

Komischerweise wird dabei der Kopf frei : Wenn sich das Bewutsein nicht mehr auf eine Aufgabe konzentrieren braucht, dann sucht es sich ganz natrlich neue Aufgaben.

Zumindest mit Alrik ist es so : Monotone Bewegungen regen zum Nachdenken an.

Warum Alrik dann immer in einen Dmmerzustand der Meditation verfllt, wei er selbst nicht. Aber er hat es oft genug erlebt.

Die Schlucht ist nicht einfach zu passieren, aber ein Wanderer lernt irgendwann, bestimmte Aufgasben an sein Unterbewutsein zu delegieren - monotone Aufgabe, wie das Bewegen der Beine, zum Beispiel, oder das Atmen. Da der Streuner nun schon etwas Training darin hat, geht es ihm ganz leicht "von der Hand".

Und es macht den Kopf frei fr andere Sinneswahrnehmungen. Nicht mehr die Steine oder das Wasser sind wichtig, sondern die Schlucht ringsherum. Wenn man die Wnde spren kann, wei man auch, wie weit man gehen kann.

Er horcht auf die Gerusche, das rauschen des Wassers, das seltene Zwitschern der Vgel hoch ber der Schlucht.

Er sprt den Felsen, die Gesteine, die Brocken, auf denen er seine Fe setzt, das Wasser, wie es an der Truppe vorbeifliet ...

Er nimmt den Lufthauch wahr, den Wind, wie er durch die Schlucht streicht, die Luftvernderung - und stellt pltzlich fest, da es khler wird.

Es wird khler - was bedeutet, da sich eine Wolkenfront oder gar ein Gewitter nhert. Wie so oft. Reine Erfahrung.

"Ich kann den Regen spren ..." geht es ihm wieder durch den Kopf ... und er wei, da er damit richtig liegt. Etwas klingt in seinem Kopf wie das Lachen eines alten Schamanen.

Irritiert schttelt Alrik den Kopf, aber er wei es : Regen nhert sich.

Er geht los, die anderen zu warnen ...


When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
--Dilbert cartoon

"Interplay.some zombiefied unlife thing going on there" - skavenhorde at RPGWatch
#207296 20/06/04 12:55 PM
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Big Claw erschreckt erst ber die Ratte, muss dann aber doch lachen. Lu Sers Verhalten ist manchmal schon recht erheiternd.
"So, das mit dem Lebendigen hat sich nun wohl erledigt. Jetzt sollten wir vielleicht mal nachsehen, was sonst noch in der Kiste ist."
Sie tritt nher an die Kiste und sieht hinein. Von den Vorrten, die dort jemand deponiert hatte war, dank der Ratte, nichts mehr da. Sie nimmt ihr Schwert und stbert damit in der Kiste. Ein Ledercape, das sie mit der Schwertspitze herausholt, findet sich und am Boden liegt ein Buch und ein Amulett. Das Buch gibt sie Glance, das Amulett behlt sie selbst. Es ist an einer goldenen Kette befestigt und stellt einen Drachen dar. Auch er ist aus Gold. Bei nherer Betrachtung kommt es ihr so vor, als htte dieses Amulett eine gewisse hnlichkeit mit Lu Ser.
"Das ist sehr merkwrdig, Lu Ser hat einen Drachen gewittert. Und nun haben wir ein Drachenamulett gefunden. Glance, was hat es mit dem Buch auf sich? Knnt ihr die Schrift entziffern? Und seht euch mal dieses Amulett genauer an."
Die Elfin blickt Glance fragend an. Auch Lu Ser scheint sehr interessiert zu sein.


Genieße Dein Leben ständig, denn Du bist länger tot als lebendig.
#207298 20/06/04 05:55 PM
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Glance betrachtet erstmal den Lederumhang genauer, der die halbe Kiste ausfllte. Er faltet ihn auseinander, hlt ihn mit ausgestreckten Armen vor sich und wendet ihn hin und her - er ist etwas verblasst und abgewetzt sowie verdreckt, aber ansonsten in gutem Zustand. Er hat eine Kapuze, und weite rmel, aber es sind keinerlei Taschen erkennbar. Vorne im Saum sind Lcher, wie um ihn vorne zubinden zu knnen, aber weder Schnur noch Brosche hierfr sind noch vorhanden.

Dann betrachtet er das Buch, es hat einen sehr festen Einband aus - "Drachenleder", sagt Glance verblfft, "deine Nase hat dich nicht getuscht, Lu Ser". Er blttert darin herum. "Es sieht aus wie die alte Sprache - die beherrsche ich kaum. Vielleicht kann der Reisende etwas damit anfangen. "Hier nehmt", er gibt Claw das Buch zurck, "Mein Rucksack ist zum Bersten voll". Dann nimmt er das Amulett aus Claws Hnden und betrachtet es intensiv. Es hngt an einer stabilen Kette, ist etwa handtellergro, lnglich flach, aus goldfarbenem Metall gefertigt und recht schwer. Es hat die Form eines auffliegenden Drachens. Spontan bckt sich Glance zu Lu Ser, und legt ihm die Kette um den Hals. "Hier Lu Ser, Du kannst auch was tragen, und es passt zu dir!"

"Lasst uns weiter gehen", sagt er dann.



In times of crisis it is of the utmost importance not to lose your head (Marie Antoinette)
#207302 21/06/04 12:17 PM
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Die Kriegerin muss dem Hter Recht geben.

"Lieber einmal zuviel gewarnt, als von einem Wolkenbruch erwischt zu werden."

Sie sieht sich nochmals um, keine aufflligen Zeichen sind zu erkennen.

"Lass uns etwas schneller gehen, damit wir die anderen rechtzeitig erreichen!"

Rashida zieht das Schritttempo merklich an, ihr schwerer Rucksack macht sich insofern bemerkbar, dass sie nun keine Zeit zum Reden mehr hat.


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus
#207307 21/06/04 01:15 PM
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Die Elfin verstaut das Buch in ihrem Rucksack und betrachtet Lu Ser mit dem Drachenamulett um den Hals.
"Ja, irgendwie passen das Amulett und Du zusammen", meint sie an Lu Ser gewandt.
Sie geht weiter in den Abzweig der Schlucht hinein. Sie hat das Gefhl, als wrden die steilen Felswnde auf beiden Seiten immer hher werden. Ansonsten scheint sich nichts gendert zu haben. Der Weg ist immer noch steinig und schlecht passierbar. Nach einer Weile wendet sie sich an Glance.
"Ich denke, wir sind jetzt weit genug gelaufen und sollten langsam zurckgehen. Die anderen werden sicher auch bald an der Abzweigung angekommen sein."


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#207308 21/06/04 03:30 PM
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Glance sieht sich um - bedrckend diese Steinwelt - so leer und de, und doch irgendwie erfllt von - er wei nicht, wie er es ausdrcken soll, es ist nicht greifbar, dieses unbewute Gefhl - der Beklemmung.

"Einverstanden", antwortet er.

Diesmal geht er voraus, sorgsam seine Schritte setzend um auf dem steinigen, unebenen Boden nicht zu stolpern. Als sie wieder an der Nische vorbeikommen, in der sie die Kiste fanden, fllt ihm aus diesem anderen Blickwinkel etwas auf, das er vorher bersehen hat. Etwas seitlich oberhalb der Kiste steckt in der Wand ein Stein, der eine andere Frbung hat als der Fels. Er tritt heran und entfernt den losen Stein vorsichtig. Dahinter ist eine kleine Vertiefung in der ein Lederbeutel liegt. Er tastet ihn ab - der Inhalt ist ein kompaktes Bndel; also ffnet er den Beutel und sieht hinein.

"Das wird Stone freuen", meint er, als er den Inhalt sieht. "Das sind Armbrustbolzen". Er hngt den Beutel an seinen Grtel, und dann marschieren sie weiter bergabwrts in Richtung der Gabelung.


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#207309 21/06/04 04:35 PM
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Lu folgt Glance halb hpfend, halb flatternd im Zig-Zag den Berg hinab.
Wie spaig es ist, in das lockere Gerll zu springen und sich mit ihm ein Stckchen bergab rutschen zu lassen, dann wieder ein hoch zu springen, nur um kurz darauf wieder durch das Gerll zu sprengen ...
Hoffentlich stren Glance die kleinen Steinchen nicht, die ihm von hinten zwischen die Fe poltern. Nein, sein Abstand ist ausreichend gro, so dass er sie kaum zu bemerken scheint.

Das Amulett baumelt vor seinem Bauch und hpft mit seinen Sprngen rhythmisch auf und nieder. Lu wundert sich sehr, wie ein verkleinertes Abbild des Alten Weisen, den alle nur als Himmelszunge kannten, in diese Kiste gelangen konnte. Er hatte den Uralten sofort auf dem Amulett erkannt. Er muss unbedingt mit dem Reisenden sprechen! Schlielich kann dieser lesen und beherrscht als einziger die wahre Sprache. Er selbst versteht noch zu wenige Zeichen der komplexen Sprache.

Lu ist das Wedeln im Gerll pltzlich zu langsam. Er ffnet seine Flgel und strzt sich mit einem wilden Jauchzer den Hang hinab auf die Gabelung zu, wo er ungeduldig auf seine Gefhrten wartet, den Blick ehrfrchtig und nachdenklich auf Himmelzunges Abbild gerichet.

#207312 21/06/04 05:45 PM
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Stone und Rashida holen den Streuner ein, der einen irgendwie entrckten eindruck macht.
Fast so als wre im Gebirge zu wandern das grte.
"Hallo Alrik, hinter uns braut sich ein Gewitter zusammen, wir sollten uns beeilen. Ich denke zwar das wir noch etwa eine Stunde Zeit haben, aber vielleicht msssen wir uns einen Unterschlupf suchen."

Nur um Stone zu wiederlegen, so scheint es, grollt genau in diesem moment der erste Donner uber den berraschten Krieger hinweg.
Den Blitz hatte keiner gesehen da alle nach vorne schauten, aber es war kein entferntes Grollen gewesen.

Stone schaute die anderen an, hilflos die Achseln zuckend nahm er mit der einen Hand Rashidas Rucksack.
Jetzt war nicht mehr die Zeit fr kleine Spiele und Stone hatte bemerkt das das Gewicht fr die Kriegerin zu viel zum schnellen laufen war.
"Wir sollten uns wirklich beeilen, ..."
Noch whrend er diese Worte sprach wandte er sich um, um loszulaufen, nicht die gleichen schnellen krfte fordernden Schritte als er mit Rashida um die Wette lief.
Aber auf eine art die er sehr lange wrde durchhalten knnen, den Rucksack warf er sich im laufen ber die Schulter das Gewicht nicht wirklich sprend.


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#207314 21/06/04 06:46 PM
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Der Reisende wre beinahe ber Lu Ser gestolpert, so sehr hatte er sich in Gedanken ber die Ereignisse des vergangenen Tages vertieft. Er nickt dem kleinen Drachen zu:

"Wo sind Glance und -"

In dem Moment rollt ein tiefes Donnergrollen durch die Schlucht und die Aufmerksamkeit des Reisenden richtet sich gen Himmel. In dem schmalen Spalt, der nach Sden hin noch sichtbar war, konnte er es erkennen: Jenseits der Burg hatte sich eine dichte Wolkenfront von violettbrauner Frbung gebildet. Wenn diese Front in ihre Richtung zog, wrde sie sich zu einem heftigen Unwetter auswachsen, gegen das der Sturm vom Abend zuvor ein lauer Landregen gewesen wre.

Schnell berschaut er die Situation. Die schmale westliche Gabelung fhrt vermutlich zum Tempel, darin jedoch fliesst der Bach zu Tal. In der rechten Felswand dieses Abzweigs sind weiter hinten die fast gnzlich verrosteten Reste von schweren Metallringen erkennbar, an denen teilweise noch Stcke eines vermoderten Seiles hngen. Vermutlich sollten sich einstmals Reisende dort festhalten knnen, wenn der Bach mehr Wasser fhrte und sie durch die Strmung waten mussten.

Wenn jedoch dieses Unwetter in den Bergen ringsum niederging, wrde der Bach schnell zu einem reissenden Strom anschwellen, der diese Klamm ausfllen und sie mit sich fortreissen konnte. Aus der nordstlichen Gabelung kamen ihm gerade Glance und Big Claw entgegen. In diesem Abzweig sollten sie besser nach einer Zuflucht suchen, bis das Unwetter sie erreicht htte.

Der Rest der Gefhrten hatte offenbar ebenfalls den heraufziehenden Sturm bemerkt und beeilte sich nun, die Schlucht heraufzukommen.

#207317 22/06/04 11:00 AM
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Glance grt kurz den Reisenden und sieht skeptisch in die zunehmende Dunkelheit des Himmels. "Das sieht nicht gut aus," sagt er, "Wir haben eine Viertelwegstunde in die Schlucht hinein nichts gefunden, das uns allen Unterschlupf gewhren knnte", ergnzt er zum Reisenden, eventuelle Fragen vorwegnehmend.


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#207318 22/06/04 06:26 PM
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"Weiter in die westliche Schlucht vorzudringen wre unter den gegebenen Umstnden" - der Reisende deutet kurz mit dem Kopf zum Himmel - "mehr als leichtsinnig."

Forschend blickt er in den Abzweig, aus dem Glance und Big Claw gerade gekommen sind.

"Dort drben werden wir mglicherweise eine ungemtliche Zeit verbringen mssen, aber wir laufen zumindest nicht Gefahr fortgesplt zu werden, wenn der Bach anschwillt. Wir wissen nicht, wie weit wir noch der westlichen Klamm folgen mssen bis wir den Tempel erreichen. Aber wenn uns die Zeit ausgeht, whrend das Wasser steigt..."

Er schttelt den Kopf.

"Sobald die anderen hier sind, gehen wir den nordstlichen Abzweig hoch und suchen uns eine mglichst geschtzte Stelle - auch wenn wir damit riskieren mssen, das uns spter mgliche Verfolger den Weg abschneiden knnten."

Wie zur Besttigung zuckt ein Blitz ber den dunklen Himmel im Sden und erneut werfen die steinernen Wnde den tiefen Donner zurck, whrend eine krftige kalte Be durch die Schlucht fegt.

#207319 23/06/04 07:01 AM
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Rashida will prostestieren, als Stone ihr den schweren Rucksack abnimmt. Sie schweigt aber, da sie sich eingestehen muss, dass sie sich wirklich berschtzt hat.

"Kommt, Alrik, wir sollten nicht zurckbleiben!"

Der Streuner nickt kurz und die beiden laufen los, um den Hter einzuholen.

Ziemlich ausser Puste erreicht Rashida den Reisenden, der neben Big Claw, Glance und Lu Ser steht. "Ich bin wirklich nicht zum schnell laufen gemacht!" denkt sie sich grummelig.

Sie richtet einen fragenden Blick auf die Elfen: "Habt ihr einen mglichen Unterschlupf fr uns entdeckt? Oder sollen wir uns lieber aufteilen?"


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#207320 23/06/04 08:24 AM
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Als Rashida, Alrik und Stone bei den anderen eintreffen, wechseln sich Blitz und Donner in rascher folge ab, und die erstem schweren Tropfen gehen nieder.
Der Wind kommt aus einer gnstigen Richtung, so das er nur schwach zu den Gefhrten in die Schlucht blst, aber sollte die Windrichtung drehen so mte die Gruppe auch gegen den Wind ankmpfen.


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#207321 23/06/04 09:25 AM
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"Ja, das ist im Moment das Beste was wir tun knnen", stimmt Glance dem Vorschlag des Reisenden zu, "aber es wird trotzdem ungemtlich - und wir mssen schnell laufen, damit wir ber die Strecke hinauskommen, die wir bisher erkundet haben". Auf Rashidas Fragen hin ergzt er, "Unterschlupf haben wir auf der ersten Strecke nichts geeignetes gesehen - und aufteilen? Das sollten wir wirklich versuchen zu vermeiden, oder wollt ihr uns schon wieder mal verlassen?"

Dann nestelt er den Beutel von seinem Grtel ab, und gibt ihn Stone. "Hier, das habe ich in der Schlucht gefunden - das knnt ihr am ehesten gebrauchen, es sind Armbrustbolzen. Ich habe sie nicht nher untersucht, denn ich verstehe nichts von Armbrsten".

"Lasst uns schnell weitergehen", sagt er dann zu allen, und wendet sich wieder der nordstlichen Schlucht zu.


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#207322 23/06/04 09:30 AM
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Stone steckt den Beutel erst mal weg, dann wartet er darauf das die anderen folgen.
Trotz des anfangenden Regens will er zusammen mit Rashida weiter den Abschluss bilden.


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#207324 23/06/04 02:51 PM
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Gerade als Lu ansetzten wollte, dem Reisenden das Amulett zu zeigen, unterbrach ihn ein lauter Donnerschlag.

"Heyda! Der Himmel speit Feuer!", ruft Lu begeistert. "Guckt nur, wie schn es aussieht!"

Am liebsten wre er aufgestiegen und dem Gewitter entgegen geflogen. Allerdings erinnerte er sich gerade noch rechtzeitig an die Worte seines Lehrers Ben Jaminfran'klin, der die Jungdrachen immer wieder gewarnt hatte, sich den Verlockungen des feuerspeienden Himmels hinzugeben. Auerdem war so ein Unwetter zumeist mit Regen verbunden, fr den Lu sich nicht wirklich begeistern konnte.

So hielt er es fr das beste, mglichst rasch einen Unterschlupf zu suchen. Ob er wohl in die Truhe passen wrde, die sie vorhin gefunden hatten? Dort wre es immerhin schn trocken und rche fantastisch nach Ratte. Aber gehorsam stapft er Glance hinterher.

#207326 23/06/04 03:04 PM
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Der Reisende bedenkt Rashida mit einer hochgezogenen Augenbraue.

"Aufteilen ? Wohin wollt Ihr Euch denn aufteilen, wertes Frulein ? Wir haben nur einen mglichen Weg, wenn wir nicht wieder zurckgehen oder wie Kfer in dieser Schlucht ersaufen wollen - da hoch."

Mit diesen Worten deutet er in die nordstliche Schlucht und folgt dem Halbelfen mit schnellen Schritten.

#207328 23/06/04 04:18 PM
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Glance kmpft sich die Schlucht hoch. Der Wind weht pfeifend von hinten durch die Schlucht und drckt den strker werdenden Regen durch seinen Umhang und sein Kettenhemd. In kurzer Zeit ist er bis auf die Haut durchnsst. Die Steine am Boden werden durch die Nsse glatt und erschweren das Laufen erheblich. Das Donnern schallt, reflektiert von den Felswnden, in seinen Ohren, sodass er kaum etwas hren kann. Durch die Blitze wird die Szenerie zwar jeweils kurzeitig erhellt, aber sie blenden auch in der durch die Wolken zunehmenden Dunkelheit. Der Regen verbessert die Sicht auch nicht. Elfische Sinne helfen ihm hier zwischen den Felsen und in dem Tohuwabohu der Winde auch nicht weiter, selbst seine beschrnkten Infravisionsfhigkeiten werden durch die stndigen Blitze empfindlich gestrt.

So kmpft er sich halbblind weiter, ber den Punkt hinaus, den sie vorher erreicht hatten. Die Schlucht zieht sich in leichten Windungen stetig bergauf, ber die allgemeine Richtung hat Glance lngst jeden berblick verloren. Er stiert verzweifelt in den Regen, aber nirgends ein auch nur halbwegs trockenes Pltzchen zu erkennen. Also beisst er die Zhne zusammen und stapft weiter.

Unvermittelt reisst ihn der Wind fast um - ohne dass er es merkte hat er das Ende der Schlucht erreicht und er steht auf dem Bergsattel, wo ihn der Wind mit voller Wucht trifft. Instinktiv kniet er sich hin, um dem Wind eine geringere Angriffsflche zu bieten und versucht sich umzuschauen. Die Elemente toben ber den Kamm, er versucht die Zeit abzuschtzen, aber durch die dichte Wolkendecke dringt kaum Licht, und er hat das Gefhl fr Zeit im Laufe des Anstiegs verloren. Soweit kann er sehen, dass der Kammgrat schmal ist, und es gleich wieder in einer zu Anfang zumindest sanften Steigung abwrts geht.

Er geht weiter, und kommt schon nach wenigen Metern an einen grsseren Felsen, in dessen Windschatten er tritt. Sofort ist der Druck des Windes weg, und er atmet erstmal tief durch.


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