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#208014 15/08/04 04:31 PM
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Bodasen stimmt zu, "Ja und wir sollten den Tunnel auch so hell erleuchtet lassen. Hier lebt ohnehin keiner mehr. Aber wer weiss wo wir noch hinein stolpern."


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#208016 16/08/04 07:52 AM
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Lu ist Stone bis unter die Kuppel der Bibliothek gefolgt. Er erzählt ihm von dem "Drachenbuch", verschweigt jedoch die magische Reparatur des Buches.

Wahllos nimmt er ein Buch am oberen Ende der Spirale aus dem Regal. Diesen Schatz hier fast vollständig ungelesen zu lassen widerstrebt ihm zutiefst. Wie viel Wissen hier lagert! Er musste dringend die menschliche und elfische Schrift erlernen ... Und dann noch einmal zurückkehren, wenn er seine Aufgabe erfüllt hat.

Lu betrachtet das eher schmale Buch, das in dunkles Leder geschlagen ist. Auf dem Einband sind zahlreiche Pflanzen und Kräuter abgebildet. Das Buch scheint deutlich jüngeren Datums zu sein, als die zuvor betrachteten, jedoch knistern die Seiten beim Öffnen dennoch drohend, als wollten sie jeden Moment in tausend kleine Fizzelchen zerfallen. Das Buch ist in einer bekannten Form der wahren Sprache geschrieben, stellt Lu freudig fest, auch wenn er einige Begriffe oder Kräuternamen nicht kennt.
Langsam und extrem vorsichtig wendet er Blatt für Blatt und bewundert filigrane Malereien und eine elegante Schrift. Das Buch enthält Rezepte verschiedenster Art, von einer schmackhaften Wacholderbeersoße zu Wildschweinbraten über einen Schlaftrunk auf Pilzsudbasis oder Waldbeerenkekse bis zu Kräutermischungen, die sich als Pfeifentabak eignen.
Auf die Rückseite des hinteren Einband hat ein anderer Schreiber noch ein Rezept hinzugefügt. Allerdings scheint er sehr hektisch geschrieben zu haben, bei einigen Buchstaben ist die Tinte verwischt worden. Mühsam entziffert Lu: »EILTRANK«.

"Hey, Stone, schau einmal! Ich habe ein Rezeptbuch gefunden. Es gibt zum Beispiel einen Schlaftrunk, Waldbeerenkekse und einen Eiltrank. Meinst du, Big Claw könnte damit etwas anfangen? Vielleicht können wir mit dem Eiltrank schneller laufen. Und die Kekse sollten wir auch unbedingt einmal ausprobieren!"

Mit einem langen Blick nach oben bewundert Lu dann die Kuppelkonstruktion. Es juckt ihn in den Flügelspitzen ...

"Bin gleich wieder da!", ruft er Stone zu und legt das Buch auf den Boden. Dann hebt er mit lautem Rauschen ab.

"Juchuuu!", schallt es durch den vormals totenstillen Raum, als Lu in atemberaubendem Slalom durch die Holstreben der Kuppel rast. Fast scheint es so, als müsse er jeden Augenblick einen Holzpfosten rammen, aber irgendwie gelingt es ihm immer noch im letzten Augenblick auszuweichen.

Schwer atmend landet Lu nach kurzer Zeit wieder.

"Hier werde ich später einmal wohnen!", beschließt er innerlich. "Oder zumindest in einem genau so schönen Turm".

Lu nimmt das Rezeptbuch wieder an sich. "Das nehme ich für die Elfin mit", sagt er und macht sich an den Abstieg.

#208019 16/08/04 04:20 PM
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Langsam kommt dem Reisenden wieder zu Bewußtsein, das der Tempel einstmals als Heiligtum für die dunklen Mächte erbaut wurde. Zwar wurde dieser Ort gereinigt - und vermutlich hatte man die Zeugnisse seiner finsteren Vergangenheit weitgehend beseitigt - doch nicht vollständig, wie es scheint.

Vor ihm auf dem Boden der Halle erkennt er jetzt die Zusammenhänge der feinen Linien: Sie bilden ein Sigil in Form eines großen Heptagrams, dessen Durchmesser etwa sieben Schritt beträgt. Im Zentrum sind Linien und Kreise eingelassen, die ihm zunächst unverständlich erscheinen. In jeder der sieben Spitzen hingegen sind vertaute Symbole eingraviert. Symbole in der wahren Sprache.

Er spürt Zorn in sich aufwallen über diesen offensichtlichen Spott. Langsam sinkt er auf ein Knie und pustet Staub und Schmutz aus den feinen Linien des Symbols, das ihm am nächsten liegt.

Nein, er hatte sich getäuscht. Flache Meißelspuren zeigen, das die Oberfläche mit den ursprünglichen Zeichen geglättet wurde und man die Symbole der wahren Sprache nachträglich eingraviert hatte. Dieses Sigil wurde also von den dunklen Erbauern wie von den späteren Hütern des gereinigten Tempels gleichermaßen genutzt. Das war interessant...

#208021 16/08/04 08:53 PM
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Neugierig, aber vorsichtig, geht Alrik weiter den Gang entlang. Die Funktion des Ganges ist ihm immer noch nicht klar. Keine Ablagerungen sind auf dem Boden zu sehen - noch nicht mal übermässig viel Staub. Nur ein leichter, gleichmässiger Luftzug in den Gang hinein ist zu spüren.

Nach etwa dreissig Schritten bleibt er stehen, weil der Gang sich teilt. Im Licht seiner beiden Gefährten kann er erkennen, dass sich der Gang in beide Richtungen krümmt - der rechte Gang links herum, und der Linke rechts herum. Dadurch reicht das Licht von Glance und Bodasen nicht sehr weit.

"Was nun?" fragt Alrik, "links oder rechts?"

Glance, der ebenfalls in die beiden Gänge blickt, zuckt mit den Achseln. "Scheint egal zu sein, aber auf jeden Fall sollten wir zusammenbleiben!"

Alrik sieht sich unschlüssig um - auch sein Instinkt gibt ihm keinerlei Eingebung. Gedankenverloren sagt er, "Ist euch eigentlich aufgefallen, dass es hier anscheinend gar keine Ratten gibt? Ansonsten gibt es kaum einen Keller in der Welt in dem es nicht zumindest Spuren von Ratten gibt - aber hier ist nichts davon".

"In einem Tempel voller Katzenwesen?" antwortet Glance, "Also so überraschend ist das auch nicht!" Plötzlich wird im bewußt, dass die Luftströmung nach oben zieht. Er richtet seinen Blick an die Decke - er muss sein Licht etwas senken, damit es ihn nicht mehr blendet - und sieht an der Decke beider Gänge in regelmässigen Abständen kleine Löcher. Sie sind viel zu klein um einen Durchschlupf zu bieten, aber die Luft strömt eindeutig dort hinauf - also ist dahinter bestimmt ein Hohlraum. Aber zu erkennen ist nichts, also ist darin zumindest keine Lichtquelle. Er macht die Anderen darauf aufmerksam.

"Ich glaube ich weiß wo wir sind!" ruft Alrik plötzlich. "Das ist ein Lüftungskanal - die Luft wird von hinten angesaugt, und strömt nach oben - dort würden wir bestimmt eine Art Kamin finden, aus dem die verbrauchte Luft wieder entweicht".

Glance überlegt. In der Tat, jetzt, wo Alrik darauf hinweist, fällt ihm auch auf, dass die Luft in dem Gang ziemlich frisch ist und gar nicht muffig und abgestanden riecht, wie man es sonst erwarten könnte in einem unterirdischen Gang. "Ihr könntet Recht haben", stimmt er zu. "Dann schauen wir mal, ob es hier einen Ausgang gibt. Alrik, Ihr geht am besten voraus und achtet auf den Weg, ich konzentriere mich auf die Decke, und Ihr Bodasen, habt ein Augenmerk auf die Wände".

Alrik nickt, und wendet sich dem linken Gang zu.



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#208023 16/08/04 08:59 PM
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Bodasen nickt zuerst nur, als er dann einsieht das er Glance doch eine Antwort schuldet sagt er, "Ja sicher, wir sollten nicht ausversehen an einem dieser Hebel hängen bleiben."
Bodasen nimmt sich noch kurz die Zeit sein Licht in den rechten kanal zu lenken, nach kurzer Zeit bemerkt er das dieser Kanal sich rasch verengt.
"Wahrscheinlich ist das nur ein Seitenkanal, auf jeden Fall kommen wir da nicht weiter."


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#208025 17/08/04 06:02 AM
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Stone schaut den kleinen Drachen erst grimmig an, irgendwie hat er schon die ganze Konstruktion zusammenstürzen sehen.
Aber die Flugkünste des Drachen waren hervorragend.
Stone muß unwillkürlich grinsen, "Na, hat es Spass gemacht?"
Stone dreht sich um und geht wieder nach unten, "ich denke es wird Zeit zum umkehren. Wir sollten den anderen Berichten und hören was Sie so entdeckt haben."
Stone dreht sich noch einmal um, "oder willst Du eine zweite Chance haben hier alles zum Einsturz zu bringen?"
Lachend geht der junge Krieger nach unten.


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#208027 17/08/04 06:23 AM
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"Alles zum Einsturz bringen!?", denkt Lu empört. Er ist sich zuerst nicht sicher, ob der Krieger mit oder über ihn lacht, stimmt dann aber mit ein.

"Hast du nicht dieses tolle Geflecht gesehen, Stone? Wenn ich diesen Flug bei den Ausscheidungswettkämpfen zeigen könnte, dann dürfte ich auch zu den großen Festspielen nach Athenicon. Lu muss kräftig niesen, weil sich eine Staubflocke, die er aufgewirbelt hat, direkt auf seine Nase senkt.
"Und nach so viel Grübelei brauchte ich einfach etwas Ablenkung!"

Lu folgt dem Gang weiter nach unten. Besonders viel hatten sie vom Tempel noch nicht gesehen. Irgendwo mussten doch auch die Tempeldiener gelebt, gekocht, gelagert und gearbeitet haben.

"Wir sollten die Wände am Boden noch einmal absuchen, ob es nicht weitere Zugänge zur Bibliothek gibt, oder? Wir sind ja nur eine Eilänge vom Esssaal entfernt und ich denke nicht, dass es schon Mittag ist. Vielleicht finden wir ja einen Lagerraum oder die Küche und somit eine Kleinigkeit zu essen", wendet Lu sich fragend an Stone. Dabei bemerkt er, dass er die beiden - nun ja, die eineinhalb - Kaninchen vor der Tür zur Bibliothek vergessen hat.

#208029 17/08/04 06:32 AM
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Stone winkt ab, "Ja ich habe das tolle, alte, wurmzerfressene, morsche Gebälk gesehen. Und ich habe gesehen wie wir beide von den herabfallenden Trümmern erschlagen worden sind."
Stone lacht nicht mehr, "wenn Du mir versprichst in Zukunft etwas rücksichtsvoller mit meinen Nerven umzugehen, dann schauen wir ob wir etwas zu Essen für dich finden können. Was ist eigentlich aus den Kaninchen geworden? Hast Du die schon verspeist?"
Unwillkürlich muss Stone wieder breit Grinsen, da er sich nicht umgedreht hat kann Lu das allerdings nicht sehen.


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#208030 17/08/04 06:47 AM
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"Oh ja, die Kaninchen! An die hatte ich auch gerade gedacht", antwortet Lu mit einem verhaltenen Seufzer in seiner Stimme und bemüht sich, wieder neben den Krieger zu trippeln.

"Glaubst du, es wäre deinen Nerven gegenüber rücksichtvoll genug, wenn ich die Abkürzung nach unten nähme und schnell nach einmal nach ihnen sehen würde?", fragt er ernsthaft.
"Und bist du dir sicher, dass du immer noch kein Stückchen probieren möchtest? Ich könnte es auch für dich vertrocknen, wenn du es so lieber magst."

Mit langem Hals wirft Lu einen sehnsüchtigen Blick über das Geländer gen Boden, wo er irgendwo die Kaninchen vermutet. Hmm, langsam brauchte er auch so einen Tierhautbeutel auf dem Rücken wie seine Gefährten: Buch, Amulett, Kaninchen. Dann könnte er auch noch viel mehr Bücher mitnehmen ...
Gleich darauf verwirft er jedoch den Gedanken wieder. Das wäre schrecklich unbequem und wohin sollte er dann seine Flügel stecken? Nein, nein ...

#208033 17/08/04 07:26 AM
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Als er alle Ecken des Heptagrams etwas von Staub und Schmutz befreit hatte, stellte er sich in die Mitte des Sigils und betrachtete die Symbole:

Zuflucht. Gefangenschaft. Mitte. Not. Herz. Fund. Feind.

Stirnrunzelnd umkreist der Reisende langsam das große Heptagram. Vermutlich mussten die Begriffe in eine sinnvolle Reihe gebracht werden. Aber wie könnte die lauten? Und was war dann zu tun? Waren sie als Formel für einen magischen Spruch zu verwenden? Und welche Magie musste dann gewirkt werden?

So zieht er langsam Kreis um Kreis und grübelt über der Lösung des Rätsels.

#208035 17/08/04 11:23 AM
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Jetzt muß Stone doch wieder lachen, "dann flieg schon los, aber Du wartest unten auf mich, und ich würde es gerne sehen wenn ich mich auch einmal darauf verlassen kann das Du tust was man dir sagt."
Stone geht weiter nach unten, aber jetzt etwas schneller.


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#208036 17/08/04 11:58 AM
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Alrik geht weiter in den Gang hinein, der sich gleichmässig nach rechts krümmt. Der Querschnitt des Ganges wird immer enger. Glance lässt die Kugel nun vor Alrik herschweben, was allerdings seine Beobachtung der Decke praktisch unmöglich macht, da von vorne Alriks Schatten und von hinten sein eigener, durch Bodasens Licht geworfener, den mittleren Abschnitt verdunkeln.

Der Gang ist inzwischen gerade so groß, dass sie hintereinander aufrecht gehen können. Aber nach kurzer Zeit weitet sich der Gang wieder allmählich. Dann gelangen sie wieder an eine Abzweigung.

Wieder schaut Alrik in beide Richtungen. "Mist!" entfährt es ihm, als er leichte Schleifspuren auf dem Boden bemerkt. "Wir sind im Kreis gelaufen - seht, hier die Spuren und die Abdrücke eurer Stäbe! Und was nun?"





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#208038 18/08/04 06:30 AM
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"Ok, Chef!", ruft Lu, verbeugt sich artig und lässt sich durch das Geländer in das Atrium fallen. Das Buch fest umklammert sinkt er sich in einer immer enger und rasanter werdenden Spirale zu Boden. Er landet etwa in der Mitte des Freiraums nahe des Tisches.

"So ein schönes Buch sollte nicht mit Kaninchenhaaren verunstaltet werden", denkt er und stemmt es etwas mühsam auf den für ihn viel zu hohen Tisch. Dann sieht er sich um. Wieso eigentlich Türen suchen? Neben der Tür, durch die sie die Bibliothek betreten haben, gibt es gleichmäßig verteilt drei weitere, noch geschlossene Türen in den Wänden.

Sich der mahnenden Worte des Kriegers erinnernd sieht Lu jedoch davon ab, sie eigenmächtig zu erforschen. Stattdessen schlendert er zu den Kaninchen, frisst das schon angefangene ratzfatz auf und bringt das zweite zu dem Tisch. Etwas unbeholfen flattert er in den hohen, schweren Ledersessel. Es dauert einige Augenblicke, bis er seine Flügel halbwegs gut sortiert hat. Dann lehnt er sich zurück und beobachtet Stone.
Der Krieger befindet sich immer noch erstaunlich hoch über ihm. Was für eine riesige Halle!

#208040 18/08/04 06:38 AM
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Stone sieht, dass Lu es sich bequem gemacht hat.
Um den Drachen aber nicht in Versuchung zu führen, beeilt er sich noch mehr.
Endlich kommt er bei dem Drachen an, der sich inzwischen an den Kaninchen gütlich getan hat.
"Schön, wir können jetzt entweder noch durch die anderen Türen, oder wir gehen zurück. Ich denke wir schauen einmal in die erste Tür rein und sehen dann weiter."


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#208041 18/08/04 07:03 AM
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Schnell wie der Blitz springt Lu von dem Sessel. Auf diese Worte hatte er nur gewartet!
Er zögert einen winzigen Moment und lässt seinen Blick von Tür zu Tür springen. Dann entscheidet er sich für die rechts neben ihrem Zugang gelegene und trippelt auf sie zu.
Ebenso wie die schon geöffnete Tür wirkt sie sehr schwer und massiv. Sie ist aus Holz gefertigt, trägt jedoch an der Innenseite keine Beschläge. Da weder Öffnungsmechanismus noch Runen zu erkennen sind, lehnt Lu sich schwungvoll gegen die Tür, um sie aufzuschieben. Ohne nennenswerten Widerstand zu leisten, schwingt die Tür lautlos auf, so dass Lu einen Sturz nur knapp vermeidend wenig elegant in den dahinter liegenden Raum stolpert.

Im schwachen Licht, das aus der Bibliothek hinein fällt, lässt sich ein großer Tisch erkennen, auf dem sich Federn unterschiedlicher Größe, durchsichtige Gefäße mit bunt gefärbten Flüssigkeiten und zahlreiche lose Blätter befinden. Die Wände sind mit Regalen verstellt. Es riecht intensiv nach Leder, Papier und Staub.

"Schau, Stone! Ich glaube, hier werden die Bücher geboren!", ruft Lu begeistert.

#208043 18/08/04 07:58 AM
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Derweil schleppen sich der Priester und seine kleine Schar am Rande des körperlichen Zusammenbruchs die Serpentinen zum Tempeltor hinauf. Der Priester hatte in dem nächtlichen Gefecht tief in ein inneres Reservoir der Macht greifen müssen, von dessen Existenz er nichts gewusst hatte, und ein Teil seines Selbst gegeben - doch das war nicht ohne Folgen geblieben. Er ist aschfahl, sein Gesicht eingefallen und die Augen sind tief in die Höhlen gesunken. Graue Strähnen ziehen sich durch das angesengte, vormals dunkle Haar. Die priesterliche Lederkluft weisst an mehreren Stellen Brandspuren auf. Es ist deutlich zu erkennen, das der Mann überhaupt nur von seinem eisernen Willen aufrecht gehalten wird. An seiner Seite setzt der Kundschafter mühsam einen Schritt vor den anderen. Ein leichtes Humpeln deutet auf eine Verletzung am Bein hin.

Hinter dem Priester und dem Kundschafter schleppen sich zwei der anderen Ritter, die einen Dritten von links und rechts stützen. Der Mann in der Mitte ist in einem miserablen Zustand, sein Gesicht totenblass und schweissnass. Immer wieder wird er von einem Zittern übermannt. Seine Lederrüstung ist auf der linken Seite völlig zerrissen. Am augenfälligsten ist jedoch sein linker Arm. Hand und ein Teil des Unterarms sind grau marmoriert und machen den Anschein, als wären sie aus Stein. Zum Ellenbogen hin wird der Grauton immer heller, so dass sich deutlich die dunklen Adern abzeichnen.
Hinter den Rittern, die den Schwerverwundeten stützen, trottet der letzte der Männer her. Sein Kopf ist von einem notdürftigen Verband umwickelt, auf dem sich ein dunkler Blutfleck abzeichnet.

Alle Männer sind blutverschmiert und tragen auch sonst Spuren von Feuer und einem heftigen Kampf an sich. Mühsam und mit zusammengebissenen Zähnen setzen sie schweigend einen Schritt vor den anderen. Nach dem Kampf waren sie die halbe Nacht durch die Dunkelheit marschiert, obwohl sie alle dringend einer Pause bedurften. Doch der Priester hatte die Ansicht vertreten, dass eine Rast für sie den Tod bedeuten würde, und so waren sie erschöpft und ohne weiteren Widerspruch Richtung Tempel aufgebrochen, kaum dass die Wunden notdüftig versorgt gewesen waren.

Der Priester mustert die Tempeltür mit den zerstörten Ornamenten. Seine ohnehin bereits aschfahle Gesichtsfarbe wird noch etwas fahler.

"Oh nein!" stöhnt er, und seine Stimme klingt so entsetzt, dass seinen Rittern ein Schauer über den Rücken läuft. "Es ist der Tempel!"

Der Kundschafter an seiner Seite mustert das gewaltige Tempeltor verwirrt und schluckt dann. "Was wollt Ihr damit sagen?" fragt er.

Niedergeschlagen blickt der Priester zu Boden. "Es gibt zwei solcher Tempel. Einer von ihnen ist in sicherer Obhut bei den Elfen. Der andere galt als verschollen, doch waren sich alle Eingeweihten darüber einig, dass er sicher sei. Beide Tempel waren einst ein Ort des Bösen, doch in blutigen und aufopferungsvollen Kämpfen konnte das Böse zurückgedrängt werden. Die Tempel wurden gereinigt und der Riss im Gewebe durch Siegel verschlossen. Das Böse war verbannt, und die Siegel waren stark und wurden sorgsam gehütet. Wer immer diesen verschollenen Tempel hier bisher bewacht hat - er scheint fort oder vernichtet zu sein. Das Siegel ist schwach, und das Böse erstarkt wieder." Er schweigt kurz und scheint nachzudenken, während seine Männer eschüttert die Worte ihres Anführers in sich aufnehmen.
"Jene finsteren Kreaturen, gegen die wir in der Nacht kämpften, sind möglicherweise ein Überrest aus den längst vergangenen Tagen. Wesen der Hölle, denen damals die Tür vor der Nase zugeschlagen wurde, und die nicht mehr in ihre Welt zurückkehren konnten. Schwach und machtlos verkrochen sie sich in dunklen Spalten, an Orten, die von keinem Lichtstrahl erhellt werden. Zeit spielt für solche Wesen keine Rolle, sie können warten, Jahrtausende, Äonen lang! Jetzt spüren sie, dass das Siegel schwächer wird, und sie kommen erneut hervor. Sie streben hierher, um den Damm niederzureißen, der die Flut der Hölle zurückhält..."

Die Männer schweigen einen Moment. "Davon habe ich noch nie etwas gehört..." sagt schliesslich einer von ihnen zögernd.
Der Priester seufzt.
"Es gibt nur noch wenige, denen die damaligen Geschehnisse bekannt sind, und selbst jene wissen nicht über alle Zusammenhänge Bescheid. Vieles ging verloren oder wurde vergessen, und die Eingeweihten wirken meist im Verborgenen und gehören einem kleinen Kreis aus Auserwählten an."

Die Ritter nicken verstehend. Ein geheimer Zirkel also, und der Priester gehört offenbar dazu. Sie zweifeln keinen Moment daran, dass nur die Fähigsten dem Zirkel angehören, und jetzt verstehen sie auch, wie der Priester den Angriff vergangene Nacht zurückschlagen konnte - mit einer Zurschaustellung von solch geballter Macht, wie sie sie nie in dem heiligen Mann vermutet hatten.
"Die Kreaturen, gegen die wir heute Nacht gekämpft haben, kamen mir nicht gerade... schwach vor." wirft schliesslich einer der Ritter ein.

"Das stimmt." gibt der heilige Mann zu. "Sie waren unerwartet stark. Vermutlich erstarken sie in gleichem Maße, wie das Siegel an Kraft verliert. Bald schon werden sie die Stärke haben, das Siegel von dieser Seite aufzubrechen und das Portal zu öffnen. Möglicherweise jedoch werden aber auch andere Kreaturen vom Ruf des Bösen, von der Verlockung der dunklen Macht angelockt. Kreaturen, die erst nach den Dämonenschlachten in dieser Welt auftauchten."

Unvermittelt strafft sich die Gestalt des Priesters, und ein Anflug seines alten Feuers leuchtet aus seinen Augen.

"Dieser Magier, der Dämonenbeschwörer!" sagt er, und Wut und Zorn flackern in einer Stimme, die wie Donnergrollen klingt. Unwillkürlich weichen die Ritter zurück.

"Jetzt wird mir alles klar! Er ist es! Das hat er also im Schilde geführt! Er suchte diesen Ort, um das Siegel zu brechen und die Dämonen zurück in unsere Welt zu holen! Er hat die Siegelwächter mit seinen Handlangern überwältigt und ist in den Tempel eingedrungen um die Pforte zu öffnen! Dieser Narr! Er glaubt doch nicht etwa, dass er die Finsternis kontrollieren kann? Er wird zu den Ersten gehören, die unter ihrer Macht vergehen! Und mit welchen Lügen mag er eine Streiterin Undars und seine anderen Begleiter betört haben, dass sie Handlanger bei einem solch unheiligen Werk wurden?"
Zorn und Macht flackert aus den Augen des heiligen Mannes und fast scheint es, als sei er in eine Aura aus Licht gehüllt.

"Aber..." wirft einer der Ritter ein, "...woher sollte er das Wissen über diesen Ort haben? Ihr selbst sagtet doch, das es nur wenige Auserwählte geben würde..."

"Es gibt viele Gründe, warum das Beschwören von Dämonen so scharf geahndet wird! Die Dämonen verfügen ohne Zweifel über Wissen der damaligen Ereignisse, und sie sind Meister darin, ein sterbliches Opfer zu verführen und zu ihrem Zwecke zu missbrauchen! Es mögen Mächte der Finsternis gewesen sein, die den Beschwörer mit den benötigten Informationen versorgten, die ihn ohne sein Wissen zu ihrem Handlanger machten, damit er das Siegel zerbrechen würde! Was war ich für ein Narr, dass ich zögerte, als ich ihn hätte töten können! Ich wollte warten, glaubte, die Götter hätten eine große Aufgabe für die Abenteurer! Doch nun sehe ich, dass es mitnichten Götter, sondern Dämonen waren, die sich den Magier auserwählt haben!"

Erneut schweigt der Priester und betrachtet seine betretenen Ritter. Keiner von ihnen ist unverletzt, sie stehen am Rande der Erschöpfung, und sie alle haben in den letzten Tagen weit mehr geleistet, als ein Mensch zu leisten in der Lage sein sollte. Ein Gefühl der Wärme, der Verbundenheit breitet sich im Inneren des Priesters aus. Treu standen sie an seiner Seite, haben allen Gefahren und Widrigkeiten getrotzt. Doch er kann ihnen noch keine Ruhe gönnen. Noch nicht. In ihrem jämmerlichen Zustand würden sie eine Konfrontation mit dem Beschwörer und seinen Helfern kaum überleben. Doch sie mussten es versuchen, sie mussten versuchen, den Beschwörer davon abzuhalten, das Siegel zu zerbrechen - und wenn es sie den Tod kostete. Denn wenn es ihm gelingen würde, die Pforte zu öffnen, würde sich die Finsternis erneut über der Welt ausbreiten.

"Wir müssen noch diesen letzten Gang tätigen." sagt er leise, fast flüsternd zu den ahnungsvollen Rittern, und jetzt ist seine Stimme sanft. "Wir müssen ihn aufhalten und der Sache ein Ende bereiten. Der Beschwörer muss getötet werden!"

Er sieht den Zweifel in den Augen der Ritter, ihre Unsicherheit. Sie sind erfahrene Kämpfer, nicht frei von Furcht, doch in der Lage, diese zu überwinden - und sie wissen, wie es um ihre Kräfte steht.
"Wir haben gute Chancen, dass der Beschwörer und seine Begleiter im Kampf gegen die Siegelwächter geschwächt wurden." sagt daher der Priester aufmunternd. "Sie werden trotzdem noch stark sein. Doch vielleicht haben wir auch Verbündete unter ihnen. Eine Auserwählte Undars zumindest wird die Wahrheit erkennen, wenn man sie ihr sagt, und sich gegen das Böse wenden - selbst, wenn sie vorher durch Lügen verblendet wurde, die sie selbst für die Wahrheit hielt!"

"Er wird sie getötet haben, als er sie nicht mehr brauchte..." murmelt einer der Ritter tonlos. "Seine Begleiter haben ihm den Weg hierher geebnet. Jetzt, wo sie für ihn nicht mehr von Nutzen sind, werden ihre Glieder vermutlich schon in den Gängen verfaulen..."

"Ich weiß, dass es viel ist, was ich von euch verlange! Und ihr wisst, dass vermutlich niemand von uns diesen Ort lebendig verlassen wird. Doch außer uns ist niemand da, der das Unheil aufhalten kann - selbst, wenn unsere Chancen schlecht stehen. Also lasst uns das Licht der Götter an diesen Ort bringen! Mit ihrem Beistand werden wir den Durchbruch der Finsternis verhindern!"

Der Priester hebt die Hand, und er und seine Ritter werden in ein mildes, silbernes Licht getaucht, als er den Segen spricht. Dann taumelt er kurz zurück, und spricht mit gepresster Stimme: "Lasst uns das Tor öffnen!"

Die Männer stemmen sich gegen das riesige Portal, doch es bewegt sich nur millimeterweit.

"Es ist zu schwer!" keucht der Kundschafter, "Wir können es nicht öffnen!"

#208048 18/08/04 08:49 AM
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"Eine Chance gibt es noch", sagt Glance zu Alrik; "In dem engen Teil konnte ich von der Decke nichts sehen, wegen der Schattenwirkung. Und da oben", er zeigt auf die Löcher in der Decke, "ist offensichtlich etwas Grösseres! Es gibt bestimmt irgendeine Verbindung".

Glance geht, gefolgt von den Anderen, mit schnellem Schritt voran und erst an der Stelle an der er vorher die Position der Leuchtkugel geändert hatte, verlangsamt er.

Er konzentriert sich auf die Decke, die in dem Maße wie der Querschnitt des Ganges enger wird, immer niedriger wird. Schon kann er sie, ohne sich zu strecken, mit den Händen berühren. Und in der Tat, im niedrigsten Teil des Ganges, zeichnet sich jetzt im direkten Licht, ein durch eine feine Fuge gebildetes Viereck ab.

Die Drei sammeln sich unter dem Viereck direkt über ihren Köpfen. In Relation zu dem Gangverlauf bildet es eine gleichseitige Raute. "Sieht aus wie eine Luke, die mit einer Platte abgedeckt wurde", meint Alrik. "Hoffen wir's", antwortet Glance, und drückt kräftig gegen eine der Spitzen - aber nichts rührt sich; die Platte scheint fest verbunden mit dem Fels zu sein. Er schüttelt den Kopf. Alrik tritt herzu, und stemmt sich mit Glance gemeinsam gegen die Decke, während Bodasen leuchtet. Die Platte bewegt sich kein Haarbreit.

Alrik und Glance schnaufen nach der Kraftanstrengung durch und schauen sich an. "Keine Chance", sagt Glance mit einem Schulterzucken. Einem Impuls folgend drückt Alrik mit einer Hand auf die gegenüberliegende Längsseite - und die Platte hebt sich!

Sie dreht sich um eine Achse, die genau durch die Seite verläuft, an der Glance und Alrik vorher gedrückt hatten. Alrik grinst breit! Mit beiden Händen gibt er der Platte einen kräftigen Schwung, sodass sie mit einem lauten Krach hintüber fällt, und die Öffnung freigibt.


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#208050 18/08/04 03:23 PM
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Staub weht auf. Hustend und spuckend ahnen sie noch nicht, daß sie dabei unglaubliches Glück gehabt haben : Es hätte genausogut eine Falle sein können ...

Aber Alrik wußte, daß ihm seine Intuition das Richtige sagen würde ... so war kein Zweifel möglich ...



When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
--Dilbert cartoon

"Interplay.some zombiefied unlife thing going on there" - skavenhorde at RPGWatch
#208053 18/08/04 03:43 PM
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Fassungslos schaut Stone dem Drachen hinterher.
Ohne sich auch nur im geringsten darum zu kümmern ob an dieser Tür nicht vielleicht doch noch eine Falle ist, poltert Lu einfach hindurch.
Wenn auf der anderen Seite ein Loch gewesen wäre hätte der Drache noch nicht einmal bremsen können.
Achselzuckend geht Stone auf den Drachen zu.
"Hör mal Lu, als ich meinte das wir auch noch eine Tür untersuchen könnten, meinte ich nicht das wir die nächste Tür einfach einrennen ohne darüber nachzudenken was uns dahinter erwarten könnte. Und schon gar nicht das Du einfach losstürmst ohne auf mich zu warten.
Lu, das hier ist kein Spiel, und nur weil bis jetzt alles gutgegangen ist heißt das nicht das es so bleiben muss. Denkst Du ich habe lust mitanzusehen wie Du in deinen Tod rennst. Ich bitte dich zum letzten mal..., nein ich verlange von dir das Du dich in Zukunft etwas bremst. Ich gehe ja auch nicht ohne dich in ein unerkundetes Gebiet."
Stone redet sich langsam in rage, bleibt aber ruhig nur sein Gesicht spricht Bände.
"Du mußt einsehen das Du dich und mich, oder die anderen, in Gefahr bringen kannst. Wir müssen zusammen arbeiten, wie an dem Runuenrätsel. Da habe ich mich auf dich verlassen, und hatte recht damit. Oder vorhin als Du auf mich gewartet hast. ABer jetzt ... es hätte nur ein tiefes Loch hinter der Tür sein müssen, zu eng als das Du fliegen könntest, und dann ... dann heist es Aufnimmerwiedersehen Lu."


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#208055 18/08/04 04:04 PM
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Die Kriegerin steht vor der ersten Tür und wartet auf die Elfin. Als diese kommt öffnet Rashida die Tür. Beide treten in das Zimmer. Auch hier brennen Öllampen.

Dies ist eindeutig ein Zimmer von Menschen. Es ist schlicht eingerichtet. Ein Bett mit Nachttisch, einen Schrank und eine Sitzgruppe, das ist alles was darin steht. Der Boden ist mit Steinfliesen ausgelegt, auf dem ein schlichter Teppich liegt. Auf dem Nachttsich liegen ein paar Bücher.

"Big Claw, hier finden wir auch nichts, was nach einem Siegel aussieht. Lasst uns weitergehen." Rashida tritt wieder auf den Gang.

Die Elfin geht in das gegenüberliegende Zimmer. Schwere Möbel stehen darin und sie sind kleiner als die im vorigen Raum. Ein Alchimistentisch mit allem was dazugehört steht vor dem Bett. Eine schwere Axt hängt an der Wand.

"Rashida, hier wurde anscheinend eine Wohnstätte für die Zwerge geschaffen. Aber auch hier gibt es nichts aussergewöhnliches."

Das dritte Zimmer ist ganz anders. Die Möbel zeugen von dem sehr guten Geschmack des Einrichters. Zierlich und leicht. Der Schrank ist mit Intarsien versehen, die Naturmotive darstellen. Es gibt ein breites Bett mit passendem Nachttisch. Auch hier steht eine Sitzgruppe. Der Boden ist aus erdfarbigem Marmor. Die Decke ist in den Farben des Himmels gestrichen. Und an die Wänden sind Tiere und Pflanzen gemalt.

Die Elfin lächelt still vor sich hin. Sie hätte sich das Elfenzimmer nicht anders vorstellen können. Leider gibt es auch hier keine Hinweise.

So bleibt nur noch das Zimmer gegenüber auf der linken Seite.

Rashida betrachtet lange dessen Tür.

"Big Claw, nach allem was wir bis jetzt gesehen haben, müsste dies das Drachenzimmer sein."


Genieße Dein Leben ständig, denn Du bist länger tot als lebendig.
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