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#208102 25/08/04 07:05 AM
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Der Priester hat sich nach seiner anfnglichen berraschung, als die Tore des Portals so unvermutet nach innen aufschwangen, schnell wieder gefasst. Er tritt einen Schritt vor, an den vor ihm aufragenden Fremden heran, in eine leuchtende Aura aus heiligem Zorn gehllt, und fhrt ihn in harschem Ton an:

"Wir sind weder hier, um hfliche Floskeln auszutauschen, noch um uns von Euch drohen zu lassen! Erklrt Euch besser, wer Ihr seid! Falls ihr ein Handlanger des Dmonenbeschwrers seid, dann tretet besser beiseite und stellt euch nicht gegen uns, wenn Euch Euer Leben lieb ist! Ihr habt genug Schaden angerichtet, indem ihr gewaltsam in dieses Heiligtum eingedrungen seid und es entweiht habt! Schutz vor der Finsternis wird es hier nicht mehr geben, denn das Bse erstarkt mit jedem Atemzug, den wir vergeuden - und Euch ist es zu verdanken, dass es soweit gekommen ist! Also geht aus dem Weg, solange es noch nicht zu spt ist und... das... Bse..."

Die letzten Worte des Priesters verebben, seine bisher zusammengekniffenen Augen weiten sich vor berraschung, er taumelt zurck und atmet scharf die Luft ein.
"Bei den Gttern! Das ist unmglich! Eure Aura... Ihr seid..." keucht er. Seine Mnner, vom Verhalten ihres Anfhrers verwirrt, greifen nach ihren Waffen, doch eine Geste des heiligen Mannes, der sich schnell wieder gefasst hat, lsst sie innehalten.

"Lasst die Waffen stecken!" gebietet er, dann wendet er sich erneut dem Fremden vor ihm zu. Die Aura, die ihn bisher wie eine Waberlohe eingehllt hatte, verblasst, und nun sieht er neben dem stattlich gebauten Fremden klein und schmchtig aus.

"Vergebt mir meinen rden Ton," spricht er nun mit einer wesentlich sanfteren, fast ehrfrchtigen Stimme. "doch meine Mnner und ich sind seid Tagen hinter einer Gruppe von Abenteurern hinterher, deren Weg hier zum Tempel fhrte. Ich brauche Euch nicht zu erklren, was es mit diesem Tempel auf sich hat, das wisst Ihr besser als ich."

Der Priester mustert den gelassen vor ihm stehenden Fremden erneut mit zusammengekniffenen Augen. "Ihr werdet einen Grund haben, hier zu sein," fhrt er fort, bevor der Fremde etwas erwidern kann, "und Eure Anwesenheit erfllt mich mit Hoffnung. Vielleicht wisst Ihr nicht, dass es jener Gruppe offenbar gelungen ist, in den Tempel einzudringen - fast frchte ich, dass sie die Tempelwchter vernichtet haben. Sie werden von einem Dmonenbeschwrer angefhrt, dessen Absicht es offenbar ist, das Siegel zu brechen und die Pforte zur Hlle erneut zu ffnen. Die Wchter des Tempels scheinen gefallen, denn die Kraft des Siegels wird bereits schwcher. Die Schatten, die hierher streben, sind keine einfachen Diener der Finsternis, sondern es sind Dmonen aus der Alten Zeit, hier gefangen fr Jahrtausende, als die Siegel einst angebracht wurden. Geschwcht, ohne Mglichkeit in ihre Heimatwelt zurckzukehren, mssen sie sich hier in tiefen Spalten verborgen haben. Nun, da die Kraft des Siegels nachlsst, strmen sie empor, und ihre Macht wchst zusehends. Eine der strkeren Kreaturen konnten wir in der Nacht ausschalten, doch hat uns das an den Rande des Zusammenbruchs gebracht. Ohne Zweifel werden sie versuchen, in den Tempel einzudringen, dem Beschwrer den Rcken zu decken und die Suberung rckgngig zu machen. Wir mssen den Magier aufhalten, bevor er dem Siegel die letzte Kraft genommen hat, und ich bitte, ja ich flehe Euch an: steht uns bei! Mit Euch an unserer Seite knnen wir es schaffen!"

#208103 25/08/04 07:28 AM
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Lu ist ber den Zuspruch Stones gleichermaen glcklich wie ngstlich. Glcklich darber, von ihm als echter Gefhrte angesehen zu werden, jedoch ngstlich, die Erwartungen des Kriegers an ihn nicht erfllen zu knnen. Wie gerne wre er so stark und mutig wie der groe Krieger! Er kann kaum glauben, dass Stone im Keller der Burg Angst gehabt haben will. Nach einigem berlegen legt er diese Behauptung unter der Kategorie "Lgen fr Kinder" ab. Diese spezielle Rubrik in seinem Gedchtnis hat er geschaffen, um alle Erklrungen der Erwachsenen, die sie geben, um Kinder zu beruhigen, belehren oder zum Gehorsam zu animieren einzusortieren.

"Was ich spre, Stone? Hmm, ein bisschen Hunger vielleicht ... aber nach dem Artefakt werden wir suchen mssen. Ich wei nur, dass es hier ist - wenn Glance recht hat", antwortet er dem Krieger auf dessen Frage.

"Schau, hier ist ein Lederbeutel mit den Habseligkeiten des Toten. Aber auer ein paar Stofffetzen, einem hlichen Ring und einem Glas mit Metallring habe ich nichts darin finden knnen. Und von diesen Dingen hat nichts rot geglht."

Lu lsst seinen Blick weiter durch den Raum schweifen. Er ist ebenso eingerichtet wie alle brigen Rume. Lu trippelt durch das Zimmer zu dem einzigen Schrank und ffnet dessen Tren - nichts. Suchend schaut er sich weiter um und auch Stone mustert jede Ecke des Raumes sorgfltig.

Unter dem Bett bemerkt Lu eine schwarze Kiste.

"Stone, schau einmal. Dort unter dem Bett steht eine Kiste. Vielleicht befindet sich darin das Artefakt. Kannst du die Kiste herausschieben?"

#208106 25/08/04 08:03 AM
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"Schn hier nicht?" Bodasen kommt zur Realitt zurck, als er die Stimme wieder hrt. "Aber vielleicht solltes Du aufhren von neuen Mglichkeiten der Magie zu trumen und Dir langsam Gedanken machen, wie Du hier verschwinden kannst? Der Priester ist soeben im Tempel eingetroffen und berredet den Reisenden Dich zu bekmpfen! Noch untersttzen Dich Deine anderen Gefhrten! Aber wie lange knnen sie den Einflsterungen des Priesters wiederstehen?"
Der Magier erschrickt. "Was kann ich tun? Ich muss schnellstens verschwinden! Gibt es einen Hinterausgang aus dem Tempel den ich benutzen kann?"
Wieder ertnt das Lachen in seinem Kopf "Vielleicht sage ich Dir bei Gelegenheit wie du entkommst, es gibt einen Weg! Nur einen! Pass auf Deinen Stab auf, den der Elf hat!" dann isst die Stimme weg.
"Der Priester ist hier! Verdammt! Wir mssen schnellstens das Siegel finden, wenn ich den Gefhrten helfe es zu verschlieen werden sie mir bestimmt gegen den Priester helfen! Ich knnte dafr sogar auf Glance Stab verzichten!"
Bodasen wirft einen grbelnden Blick auf Glance "Und wenn sie mir nicht helfen? Was dann? Was wenn ich das verschlieen des Siegels verhindere? Die Dmonen! Ich knnte versuchen sie zu beherrschen, vielleicht mit dem Stab des Elfen! Meinem Stab, er hat ihn mir weggenommen ohne mich zu fragen! Der Stab scheint ungeahnte Macht zu besitzen! Ich brauchte mehr Zeit ihn zu erforschen! Was soll ich nur tun?"


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#208108 25/08/04 08:25 AM
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Glance hrt Alrik sagen, "Zauber testen? Das habe ich schon mal schiefgehen sehen - kein schner Anblick!"

Glance reagiert nur mit einem Achselzucken, und schaut besorgt auf Bodasen. Dessen anfnglicher rger ist umgeschlagen in Interesse, aber nun scheint sein Geist sich zu verlieren. Er bewegt die Lippen, ohne dass etwas zu hren wre, und schaut sich gehetzt um. Glance packt ihn an der Schulter und schttelt ihn. "Bodasen! Geht es euch gut? Ist es dieser Raum?"

Zu Alrik gewandt sagt er, "Gehen wir vorsichtshalber schnell raus hier!"


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#208110 25/08/04 11:12 AM
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Etwas irritiert schaut Bodasen auf den Elf. "Der Raum? Oh Entschuldigt!" Der Magier greift sich an den Kopf, als htte er Schmerzen und berlegt schnell was er antworten soll.
"Ich glaube ich leide noch an Nachwirkungen vom Aufenthalt im Artefakt, ich vermeinte eine Stimme zu hren, die irgendetwas vom Siegel erzhlt, von Feinden die in den Tempel eindringen und es bedrohen. Habt ihr auch irgendetwas gehrt? Wir sollten wirklich schnell von hier verschwinden"


Alixdragon -==(UDIC)==-
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#208113 25/08/04 12:24 PM
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"Ihr habt Visionen!?" fragt Glance Bodasen, "Das werden Anzeichen der dmonischen Wesen sein von denen der Reisende berichtet hat. Ihr habt Recht - die Zeit verrinnt, und wir mssen das Siegel finden! Lasst uns diese Tr nehmen".

Er geht auf die Tr gegenber der Sitzgruppe zu. Sie ist aus einer Steinplatte, verziert mit Kristallintarsien und eingefasst in eine kristallene Zarge. Aber wie ffnen?

Alrik tritt an die Tr heran - kurz schiesst ihm der Gedanke durch den Kopf, dass man einige dieser Kristalle bestimmt herausbrechen und verwerten knnte. Aber dann sagt er sich, dass die Konsequenzen in diesem uralten, magiedurchsetzten Tempel unabsehbar wren, und beschliesst es vorerst zu lassen.

Er betrachtet die Kristallmuster in der Tr und der Zarge. Auffllig sind in den Seitenzargen je drei runde Obsidiane mit steigendem Durchmesser - auf der einen Seite ist der Grsste oben, auf der Anderen unten. Er drckt oben auf den Grssten - er gibt leicht nach, aber nichts passiert. Er drckt unten auf den Grssten - dasselbe. Er probiert die Mittleren und die Kleineren nacheinander aus - immer dasselbe. Er tritt zurck und berlegt - es sind offensichtlich Auslser irgendeiner Art. Eine Kombination? Warum ist die Grsse unterschiedlich? Soll dies auf etwas hinweisen? - Hinweis! Richtung! Pfeil! Er tritt wieder an die Tr und drckt Gro, Mittel, Klein von unten nach oben - nichts passiert. Er drckt in umgekehrter Reihenfolge - wieder nichts! Dann auf der anderen Seite - Gro, Mittel, Klein, von oben nach unten - die Tr bewegt sich mit einem kratzend, schabenden Gerusch langsam nach unten!

Licht strmt durch die Trffnung - in dem Raum dahinter brennen einige Fackeln. Sie treten durch die Tr und stehen in einem grossen, viereckigen Raum, der von fnf Statuen beherrscht wird - je ein Drachen-, Menschen, Elfen- und Zwergenwesen in der Ecke und einem Etheran in der Mitte.


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#208116 25/08/04 12:49 PM
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"Ihr habt recht, gehen wir" Bodasen folgt den anderen und grbelt "Ist es das? Die Stimme, einfach eine Vision? Aber was oder wer steckt dahinter, bisher hat sie mir immer geholfen. Ich habe jetzt einen neuen Stab! Der Elf scheint zumindest auf meiner Seite zu stehen, ich knnte auf den altes Stab verzichten! Aber warum lt er mich nicht wenigstens das Artefakt genauer untersuchen? Warum erzhlt er nichts darber? Was fr eine Macht steckt im Stab? Wenigstens einmal muss ich ihn noch in meinen Hnden halten und ihn untersuchen! Ich habe ihn gefunden! Oder er mich? Es muss einen Grund dafr geben! Alle anderen haben ihre Artefakte noch, nur Glance hat meins! Meinen Stab!"


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#208119 25/08/04 03:30 PM
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Stone schaut sich die sachen an, "Hmm der Ring ist wohl nicht besonders wertvoll. Aber das Glas hier, schau mal. Das ist eine Lupe, damit kann man sachen grer sehen."
Stone zeigt Lu den gebrauch einer Lupe, "Die sollten wir auf jeden fall einstecken."
Dann bckt Stone sich unter das Bett und zieht die Kiste raus, "die ist ja gar nicht so schwer. Da ist bestimmt nur alte Kleidung drin, aber schauen wir einmal rein."

Nachdem Stone die Kiste endlich rausgezogen hat untersucht er den Schliesmechanismus ganz genau. Kann aber nichts entdecken das auf eine Fallle hindeuten wrde.
"Hier, Du hast Sie gefunden LU. Also kannst Du sie auch aufmachen," mit diesen Worten dreht Stone die Kiste so das Lu sie bequem ffnen kann.



Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#208120 25/08/04 03:32 PM
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Zu Bodasen gewandt sagt Alrik : "Bodasen, wir habe unsere Artefakte abgeben und vereingen mssen, nur so kamen wir hier rein. Es sind nicht mehr "unsere" Artefakte, sondern die der Gruppe !"

Dann schaut Alrik sich erst einmal die Statuen in Ruhe an. Perfekt knstlerisch gearbeitet, aus hellen. Marmorhnlichem Gestein, ohne jeden Ri oder Sprung oder Unebenheit ...

Was ihn besonders fasziniert, ist der Ausdruck der Statuen ... fast, als ob sie leben wrden ...



When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
--Dilbert cartoon

"Interplay.some zombiefied unlife thing going on there" - skavenhorde at RPGWatch
#208122 25/08/04 03:42 PM
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Eine Lupe? Lu ist begeistert von diesem Gegenstand! Je nachdem, wie weit er sie von seinem Auge und dem Tisch entfernt hlt, werden die Stoffetzen kleiner und grer, verschwommener und schrfer. Und das alles, ohne dass er irgendeine Form von Magie spren kann. Faszinierend!

Lu wendet sich der schwarzen Kiste zu. Sie besitzt zwar ein Schloss, jedoch steckt in diesem kein Schlssel. Optimistisch hebt er dennoch den Deckel an, der auch widerspruchslos aufklappt.
In der Kiste befindet sich nichts auer einem einmal in der Mitte zusammengeklappten Holzbrett. Doch nicht dieses zieht Lus Aufmerksamkeit auf sich, sondern die kunstvolle Bemalung auf der Innenseite des Kistendeckels. In immer noch erstaunlich klaren Farben sind dort mehrere Katzenkpfe abgebildet, die den Betrachter ernst und ehrwrdig anzustarren scheinen.

"Wie schn!", entfhrt es Lu halblaut.

#208124 25/08/04 03:53 PM
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"Hier Lu," Stone reicht dem Drachen die Lupe.
"Jetzt kannst Du sehen wozu eine Lupe gut ist."

Whrend Lu die Zeichnungen betrachtet nimmt Stone sich das Brett, neugierig was es damit wohl fr eine bewandnis hat.
Erstaunt sieht Stone das, dass Brett aus zwei Lagen besteht die mit einem Scharnier miteinander Verbunden sind, und das auf jeder Lage ein kleiner rahmen befestigt ist.
"He, das hier ist auch noch einmal eine Schachtel," sagt Stone und klappt den Deckel auf.
Belustigt schttelt Stone den kopf, "Schau einmal, das hier ist ein Reisespiel. Damit kann man sich damit die Zeit an einem Lagerfeuer vertreiben. Das Spiel kenne ich sogar. Mein Vater hat es mir einmal gezeigt. Man nennt es Mhle.
Im selben moment fngt der unscheinbare Ring an zu leuchten, und einige der Steine nehmen wie von Zauberhand eine Position auf dem Spielplan ein.
Der Ring schwebt knapp ber dem Zentrum des Spiels und ein Wort erscheit auf dem altem Papier das ber das brett geklebt wurde.
[Linked Image]
Vorsichtig legt Stone das Spiel auf das Bett, "Was machen wir denn jetzt damit?"


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#208127 25/08/04 04:15 PM
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Lu betrachtet begeistert die Zeichnungen. Klein, gro, klein, gro, je nachdem welches der Augen er zukneift. Fasziniert streicht er mit einer Pfote vorsichtig ber die Malerei, wie um sich zu vergewissern, dass er selbst stets den gleichen Abstand zum Kistendeckel einhlt. Als deine Finger den mittleren Katzenkopf berstreichen, bemerkt er einige rauhe Stellen. Interessiert will er diese Stelle mit der Lupe genauer untersuchen. Ob der Maler dort gekleckert hatte?
In diesem Moment wird er von Stones Erklrungen zu dem Spiel, das er gefunden hat, abgelenkt. Gerade noch rechtzeitig erhebt der kleine Drache seinen Blick, um die faszinierende Verwandlung, die mit dem Spielbrett und den Figuren passiert, zu beobachten. Der Ring, den er im Bndel des Toten gefunden hat, schwebt mitten ber dem Spielfeld und scheint nur darauf zu warten, auf den Plan gesetzt zu werden.

"Oje, Stone, das scheint mir ein wenig mehr als ein Zeitvertreib am Lagerfeuer zu sein! Wie hast du das gemacht? Ich dachte immer, du knntest gar keine Magie weben?"

Stone zuckt jedoch nur hilflos mit den Schultern. Auch er wirkt erstaunt.

"Es muss hier irgendwo eine Anleitung zu diesem Spiel geben!, beschliet Lu. Er erinnert sich an die rauhe Stelle in der Kiste, die er untersuchen wollte.
Mit der Lupe bewaffnet wendet er sich ihr erneut zu.

"Schau einmal, Stone!", ruft er aus. Hier im Kistendeckel befinden sich auch Runen!
Lu reicht dem Krieger die Lupe, damit dieser sich vergewissern kann. Er selbst geht zu einem Stck Boden, das sie beide noch nicht betreten haben, und malt mit einer Pfote eine Vergrerung der Runen in den Staub.


...........Wort.._________Spiel________..Tod
...............|.................../...\..................|
...............|................/.........\...............|
...............|............./...............\............|
...............|........../.....................\.........|
...............|......./...........................\......|
...............|..../.................................\...|
...............|./......................................\.|
Ewigkeit..../--------------------------------\..Schlssel
.................\...................................../...
...................\................................./.....
.....................\............................./.......
.......................\........................./.........
.........................\...................../...........
...........................\................./.............
.............................\............./...............
...............................\........./.................
................................ \...../...................
...................................\./.....................
................................Geist...................

"Diesmal sind es sogar vier Dreiecke! Diese Rune hier bedeutet Spiel. Und drei der Dreiecke enden in der Rune Schlssel. Das macht es etwas einfacher; denn der Schlssel ist ja unser Ziel. In diesem Rtsel verbirgt sich bestimmt die Erklrung fr das Spielbrett und sein eigenartiges Eigenleben. Aber so lange wir nicht wissen, was es damit auf sich hat, sollten wir lieber nichts berhren. Vermutlich hattest du recht, dass der Tote das Artefakt gut geschtzt hat."

In bewhrter Manier setzt sich Lu grbelnd auf den Boden neben seine Zeichnung. Unbewusst ergreift er mit einer Pfote das Amulett und dreht und reibt es zwischen seinen Fingern.


#208129 25/08/04 04:21 PM
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Stone schaut sich die Zeichnung an, "es fing an als ich den namen des Spiels erwhnte. Mhle."
Aber diesmal geschieht nichts, "Aber es ist ungewhnlich das die Spielfiguren Ringe sind. Normalerweise sind das Scheiben, weil die Hndler die das Spiel erfunden haben immer Astscheiben schnitten und eine hlfte dann mit Markierungen versehen haben. Das Spielbrett, wurde dann in den Boden geritzt und man konnte spielen."


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#208131 25/08/04 04:26 PM
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Stirnrunzelnd und seine berraschung verbergend, betrachtet der Reisende den heiligen Mann. War dieser tatschlich in der Lage zu erkennen, wer vor ihm stand ? Oder sprach er blo seine Vermutungen aus ? Vielleicht hielt er ihn flschlicherweise aber auch fr.... Im Grunde war es fr den Moment egal. Wichtig war jetzt nur, das der Mann und seine Begleiter ihm Glauben schenkten. So fixiert sein Blick ruhig und ernst die Augen des Priesters:

"Ihr glaubt zu wissen wer ich bin, Priester Undars. Dann werdet Ihr auch wissen, das ich die Wahrheit spreche: Keiner von jenen, die sich in diesem Tempel befinden, ist hier gewaltsam eingedrungen. Sie wurden eingelassen. Eingelassen von Jener, der dieser Tempel nach seiner Reinigung einst geweiht wurde. Mir ist die Bedeutung des Siegels in diesem Tempel durchaus bekannt. Doch sind wir nicht hier um den dunklen Mchten die Tore zu ffnen, sondern um die wankenden Pforten zu strken - auf das sie nicht fallen."

Nacheinander mustert der Reisende dann die Eskorte des heiligen Mannes:

"Mir ist auch bekannt, welcher Streit zwischen euch und dem Magier Bodasen besteht. Zweifellos ist er der 'Dmonenbeschwrer', von dem ihr sprecht. Ich kann keinesfalls gutheissen, was er in eurer Heimat seinen eigenen Worten nach getan hat. Eurem Gesetz nach ist er schuldig der Dmonenbeschwrung und des Mordes. Darber mag ein Urteil gefllt werden - jedoch nicht hier und nicht heute. Denn ich bin mir sicher: SIE htte ihn nicht eingelassen, wenn er nicht hier sein sollte. Es ist unerheblich, ob mich diese Entscheidung verwundert - ich akzeptiere sie. In diesem Moment ist Bodasen in Begleitung zweier meiner Gefhrten. Sollte er uns tatschlich getuscht haben und versuchen den dunklen Mchten zu dienen, so vertraue ich darauf das sie ihm Einhalt gebieten werden."

Schliesslich verschrnkt er seine Arme in umissverstndlicher Geste vor der Brust und wendet sich wieder direkt an den Priester:

"Ihr wisst, was Euch und eure Mnner bei Einbruch der Dunkelheit vor diesen Toren erwartet. Ich will Euch Einla gewhren, weil ich Euch dieses grausige Ende ersparen mchte. Und weil ich darauf vertraue, das Ihr uns im Kampf gegen die dunklen Mchte untersttzen werdet - nun, da Euch das Schicksal hierher gefhrt hat. Solltet Ihr uns hingegen durch kleinliche Hndel in Gefahr bringen wollen, so werde ich diese Tore wieder schliessen, bevor Ihr auch nur einen Fu in diesen Tempel gesetzt habt."

Der Reisende war sich keinesfalls sicher, ob ihm das tatschlich gelingen wrde. Er sprte nun sehr deutlich die machtvolle Prsenz, die von dem Priester ausging. Dieser Mann hatte es erfolgreich mit den Schatten der vergangenen Nacht aufgenommen und geno offenbar die direkte Protektion seines 'Gottes'. Er mochte ein harter, wenn nicht gar ebenbrtiger Gegner sein.

"Sollte Euer Verdacht ber Bodasen sich besttigen, so wird er kaum lange genug leben um seinen Verrat zu bereuen - darauf habt Ihr mein Wort. Doch gebt mir in Undars Namen Euer Wort darauf, das Ihr Eure Fehde mit dem Magier in diesen Mauern zurckstellen werdet - zumindest solange der Bann des Siegels nicht erfolgreich erneuert wurde und Bodasen keine Anstalten macht uns zu schaden. Danach werden wir gemeinsam entscheiden, was mit ihm zu geschehen hat."

#208133 25/08/04 04:29 PM
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"Du sagst, die Ringe seien ungewhnlich ...", sagt Lu nachdenklich.
"Dann habe ich die eine Rune bestimmt falsch bersetzt. Eigentlich bedeutet dieses Zeichen Ewigkeit, aber im bertragenen Sinn auch Ring. Dies wrde das linke obere Dreieck erklren: Der Ring wird durch das Wort zum Spiel. Als du den Namen des Spieles ausgesprochen hast, das Wort, hat sich das Spiel aufgebaut. Aber was sollen wir damit tun?"

Lu fhrt mit einem Finger in der Luft die Dreiecke nach.

"Der Ring wird durch das Spiel zum Schlssel. Wir mssen also das Spiel spielen, damit der Ring uns einen Hinweis auf das Artefakt gibt.
Der Ring wird durch den Geist zum Schlssel. Scheinbar mssen wir auch noch irgendwie einen Zauber weben. Aber woher erfahren wir, welchen? Und das mit dem Tod macht mir etwas Sorgen ..."

#208135 25/08/04 04:38 PM
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Stone schaut auf das Spiel.
"Hier steht das wir whlen sollen, und schau der Ring schwebt. Ich denke das wir spielen mssen. Das ist eigentlich keine echte Spielsituation. Wir haben nur zwei Steine auf dem Feld, und unser Gegner drei.
Es kann aber nur am anfang eines Spieles eine solche Situation geben. Aber wir haben nicht mehr Ringe. Es ist eine Prfung, und je nachdem wie wir uns entscheiden..."


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#208137 25/08/04 04:47 PM
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Lu nickt Stone nachdenklich zu. Welchen Spielzug sollten sie machen? Das obere rechte Dreieck konnte er sich nicht so richitg erklren. Das Spiel wird durch den Tod zum Schlssel? Musste einer von ihnen sterben? Das konnte es doch nicht sein.

"Stone, gibt es eine Spielsituation, die Tod genannt wird? Oder hat irgendetwas an diesem Spiel mit dem Tod zu tun?", fragt er den ebenfalls grbelnden Krieger.

#208142 25/08/04 05:18 PM
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Stone erinnnert sich an das was er ber das Spiel weis.
"Nein, eigentlich nicht. In diesem Spiel geht es darum dreier Linien zu bilden. Jeder hat neun Steine. Die werden abwechselnd plaziert.
Wenn alle Steine gelegt sind kann man nur noch auf den Linien langziehen, aber nur auf freie Eck und Verbindungspunkte. Man darf immer nur einen Abschnitt weiter ziehen, und nicht ber andere Steine springen. Immer wenn man es geschafft hat eine dreier Linie zu bilden darf man einen beliebigen Stein vom Gegner entfernen. Wir haben jetzt zwei mglichkeiten, wir schliessen unsere eigene Dreierreihe und gewinnen weil wir dem Gegner einen Stein nehmen knnen. Denn mit den verbliebenen Zwei kann er nichts mehr machen und hat verloren.
Oder wir setzen unseren Ring in eine seiner Dreierreihen, oder sonstwo, hin.
Dann haben wir verloren, denn wer nur noch drei Steine hat darf mit seinem Zug immer auf einen beliebigen Spielpunkt springen. Dann kann er auf jeden Fall die andere Reihe komplettieren und nimmt uns einen der Ringe."


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#208144 26/08/04 06:27 AM
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"Tod ...? Ende - wir mssen das Spiel zu Ende bringen, um den Schlssel zu bekommen. Der Tod scheint mir kein erstrebenswertes Ziel zu sein. Vielleicht sollten wir daher auch beim diesem Spiel das unerfreuliche Ende suchen. Tod - Verlieren ... ? Meinst du, das knnte die Lsung sein? Wir drfen unsere Mhle also nicht schlieen", denkt Lu etwas unzusammenhngend laut vor sich hin. Dabei schaut er die ganze Zeit ber konzentriert und leicht fragend zu Stone, um dessen Reaktionen auf seine berlegungen erkennen zu knnen.


#208145 26/08/04 06:37 AM
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Stone grbelt laut vor sich, "Hmm, ja ... eine Prfung. Wie kann man sie bestehen. Wir mssen tun was derjenige der die Prfung erschaffen hat, getan htte. Ein Gelehrter, vielleicht sogar ein Mnch oder Priester."
Stone schaut sich das Brett an, "Lu, ich glaube Du hast recht. Ein Priester, oder Gelehrter wird nicht viel vom Angreifen halten. Von Selbstmord zwar wohl auch nicht, aber vielleicht hatte er kein anderes Spiel gehabt um seine Prfung aufzubauen. Setze den RIng zwichen zwei der Schwarzen, dann zeigen wir das wir nicht angreifen, aber versuchen uns zu verteidigen."


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