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#209882 05/01/05 08:20 PM
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Der Magier schaut auf, als die beiden die Hütte betreten. "Glance ist aufgefallen, dass der Kamin ziemlich neu ist und noch nie benutzt wurde! Ich habe daraufhin mit einem Holzstück an die Kaminwand geklopft! Nun, ich bin nicht Alrik, aber ich denke es klingt hohl" Bodasen klopft noch einmal gegen die Wand.


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#209883 05/01/05 08:57 PM
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Keuchend und schweißgebadet lassen sich Threepwood, William und Francis auf den sandigen, von dunklen Felsen durchsetzten Boden fallen. Obwohl die Prise diesmal nur aus insgesamt vier Bootsladungen bestanden hat, sind sie völlig am Ende ihrer Kräfte. Der erbarmungslose Schwarzbart hatte sie immer wieder angezischt und mit seiner eisenkugelbehangenen Peitsche bedroht, so dass sie weder beim Rudern noch beim Hochtragen der Lasten ins Versteck auch nur einen Atemzug lang hatten Pause machen können.

Zudem hatte die Bootsmannschaft der »Schnellen Schwalbe« von bösen Vorzeichen und Omen erzählt. Zwei Piraten waren während der Überfahrt bei ruhiger See und völlig ohne Grund verschwunden - vermutlich über Bord gegangen. Zwei Fässer mit eingelegten Bohnen waren vor der Zeit faulig geworden und im Speck wohnten fingerdicke Maden.

Ein alter Mann tuschelte jedem, der es hören wollte oder nicht schnell genug ausweichen konnte, zu, dass er in der letzten Nacht die blutroten Segel des Flatternden Flachländers am Horizont gesehen hätte. Ein anderer wollte bemerkt haben, wie in der Abenddämmerung der Klabautermann unter protestierendem Klopfen und Kratzen das Schiff verlassen hatte. Die alten Erzählungen und Gerüchte machten, obwohl von den Offizieren verboten, heimlich tuschelnd die Runde und mehr als sonst sah man die harten und sturmerprobten Seeleute heimlich ihre Talismane reiben und drücken.

"Puh! Endlich alles in der Höhle. Die Luft ist so rattenschmierig heute. Ich dachte schon, wir würden überhaupt nicht mehr fertig werden. Und der Kapitän hat ja eine Laune wie ein gerade von der Bettkante geschupster Freier!", stöhnt Threepwood und reibt sich seine zerschundenen Hände. Ein Gegengewicht hatte sich beim Hochziehen einer Kiste eigentümlicherweise gelöst, so dass ihm das rauhe Seil durch die Hände geflutscht war wie ein Aal - nun ja, mehr wie ein Stachelfisch.

"Verdammter Hund, falssssse SSsslange", faucht ihn William an. "Ersssst vergreifsssst du dich an den SSssnapsssssvorräten, sssso dasssssss der Käptn ssssauer issst und dann jammersssst du auch noch rum!"

"Sag lieber böse, dann zischt es nicht so", kontert Threepwood. "Und außerdem war ich wirklich nicht an den Rumvorräten."

"Klar, dass war der Klabautermann", antwortet Francis amüsiert und pustet sich die nassen roten Ponyfransen, die sich in seinem stoppeligen Bart verfangen haben, aus dem Gesicht. "Wir waren beim Skat und nur du warst alleine im Ausguck. Die Katze geht nicht an den Rum ... nicht mehr, seit Edward ihr dort ein Bein mit dem Wurfdolch zertrümmert hat." - "Ob ich mit dem heutigen Lohn wohl Blumen für Elisabeth kaufen soll", philosophiert er dann leise vor sich hin.

William ist jedoch nicht so leicht zu besänftigen. Wütend aber ohne übermäßigen Erfolg tritt der dem neben ihm liegenden Threepwood vor die Beine.

"Feigessssss Lügenpack, dasssss kannsssst nur du gewessssen sssein!", mault er und weist mit seinen schlaksigen Armen, die irgendwie immer ein Gelenk mehr als üblich aufzuweisen scheinen auf seinen blutigen Rücken.
"Da hat die alte Besssstie mich mit der Peitsssse erwischt, weil du ihn ssssso aufgeregt hassssst! Dassss zsssahl ich dir heim!"

"Jetz macht ma voran da, ihr faules Dreckspack! Ihr kricht euer Gold nicht für's Rumliegen und schnaken!", unterbricht in diesem Augenblick eine donnernde Stimme das Geplänkel. Edward ist der einzige den drei bekannte Mensch, der donnernd flüstern kann.

"Hoch mit dem Arsch bevor ich ihn euch aufreiß! Eine Kiste »Kräuter« muss noch heute Nacht zum Leutnant!" Beim Gedanken an die Bezahlung - und das, was er sich davon leisten wird - tritt ein gieriges Glimmen in die dunklen Augen des Kapitäns. Er mochte den Leutnant und es ließen sich hervorragende Geschäfte mit ihm machen.

"William, Francis, ihr bringt sie durchs Tor. Der Wächter weiß Bescheid, die übliche Parole. Und lasst euch nicht wieder Pferdekacke als Bezahlung andrehen, ey! Hörta!"

Francis freut sich sehr, dass auch er in die Stadt gehen kann. Vielleicht erhaschte er einen Blick auf Elisabeth, wenn er wieder auf die Buche vor ihrem Schlafzimmerfenster kletterte. Er beißt sich beim Blick in Edwards Gesicht jedoch auf die Zunge und unterdrückt sein freudiges Grinsen.

Die beiden Piraten kehren durch den strandnahen Ausgang, der verwinkelt hinter einem Felsen liegt und zudem von wild wucherndem Dornengestrüpp verdeckt wird zurück in ihr Versteck und steigen erneut die lange, steile Treppe zu den Wohnhöhlen hinauf. William und Francis hingegen machen sich auf den Weg zum »Dritten Tor«, um ihre Ware abzuliefern.

"Wenn die anderen Skat gespielt haben und ich den Rum nicht genommen habe, wer war dann in der Höhle? Ein Geist? Gar der Klabautermann?", dieser Gedanke lässt Threepwood nicht mehr los. "Ob es doch stimmte, was die alten Männer erzählten? Und ob die Prise diesmal wirklich verflucht ist? Warum ist heute Abend das Gegengewicht abgerissen? Ein böses Omen liegt in der Luft und eigenartig genug sehen einige Beutestücke aus."

Plötzlich wäre auch er gerne mit in die Stadt gegangen.

#209886 06/01/05 07:23 AM
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Noch während der Körper des entseelten Ritters zu Boden sinkt, gellt die Stimme des Priesters durch die funkelnde Helligkeit der Höhle.
"Zurück!" schreit er, "Haltet euch fern davon!"

Die Ritter weichen langsam von dem eigentümlichen Altar zurück, doch in ihren Gesichtern spiegelt sich der Zorn über den unerwarteten Verlust ihres Kameraden wieder.
"Könnt Ihr ihn zurückholen?" fragt einer von ihnen den Priester.
Der Angesprochene schüttelt den Kopf, ohne den Altar aus den Augen zu lassen.
"Seine Seele hat seinen Leib verlassen. Niemand kann ihn mehr zurückholen! Ich fürchte, seine Seele ist nun im Inneren des Altars gefangen..."
Der Ritter, der die Frage gestellt hatte, wendet sich wieder dem Altar zu.
"Unheiliges Werk des Bösen!" flüstert er, und der heilige Zorn, von dem er nun erfüllt wird, läst seine Augen eigentümlich glänzen. "Du wirst nicht ungestraft davonkommen..."
Der Mann hebt sein Schwert in die Höhe, über das nun helle Lichtreflexe huschen.

"Nein!" ruft der Priester und versucht erfolglos, den vorstürmenden Mann am Arm festzuhalten. "Es hat keine Aura das Bösen..."
Doch er ist zu spät. Mit einem Schlag, der einen Troll in zwei Teile hätte spalten können, schmettert der Ritter seine geweihte Klinge auf den Altar. Er verschwindet mitsamt dem Altar in einer Explosion aus purem Licht, so hell, dass die anderen für Sekunden geblendet sind und unmöglich erkennen können, ob es dem Ritter gelungen ist, den Altar zu zerstören. Als sie schliesslich wieder sehen können, bietet sich ihnen ein grauenhaftes und entmutigendes Bild.
Unbeschädigt steht der Altar, umgeben von zahllosen metallenen Tröpfchen - dem Einzigen, was von der geweihten Waffe des Ritters übriggeblieben ist. Der Ritter selbst liegt tot neben seinem entseelten Gefährten, bis zur Unkenntlichkeit entstellt von einer Hitze, die ihn von innen heraus zerfressen zu haben scheint.

#209888 06/01/05 12:12 PM
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Glance, der inzwischen auch an den Kamin getreten war, begrüsst die Beiden ebenfalls mit einem Kopfnicken. Er braucht nicht zu fragen, ein Blick in Stones kummervolles Gesicht genügt um zu wissen, dass sie Lu nicht gefunden haben.

Er horcht auf Bodasens Klopfen - gut das klingt nicht massiv, aber das beweist nichts - schliesslich ist die Hütte vor den Fels gebaut, nicht darin.

"Tretet beiseite", bittet er Bodasen. Er betrachtet die Feuerstelle nun genauer. Sie ist aus grob behauenen Steinen fest gemauert, eine Armspanne breit, etwa brusthoch und fast drei Ellen tief. Oben schliesst sich ein grosser Dunstabzug, ebenfalls fest gemauert, an, der durch das Dach führt.

Glance untersucht das Innere. Den Boden bildet eine glatte Platte, auch die Seiten sind glatt behauen. Als Glance mit der Hand über die Bodenplatte fährt, bleibt tatsächlich etwas Asche an seiner Hand - aber keine Russablagerungen sind an den Wänden und im Kamin zu sehen.

"Schade, dass Alrik nicht da ist", murmelt Glance, mehr zu sich selbst. Er klettert in die Feuerstelle und sieht nach oben durch den Kamin. Viel ist so nicht zu sehen in seinem Inneren, aber schwach zeichnet sich ein Lichtschimmer ab - der Kamin ist also offen. Aber Glance fällt auf, dass er sich nicht nach oben verengt, wie er das erwartet hatte und wie es für einen Dunstabzug völlig ausreichend wäre, sondern eher gross ist wie ein Schacht. Er kann ohne weiteres darin stehen.

Glance lässt eine Lichtkugel entstehen und den Schacht emporsteigen. Er muss blinzeln, denn er muss ja direkt in das Licht sehen, so kann er nicht allzuviel erkennen. Doch an der Felsseite des Schachtes ist ein schwarzer, etwa mannshoher Schatten.

Er beugt sich wieder hinunter und steigt aus der Feuerstelle. "Ich glaube, ich hab's", meint er zu den Anderen. "Lasst mich mal was versuchen - es wird etwas zugig werden".

Er hebt beschwörend die Hände und murmelt, "Sylph, Geist des Windes, zeige mir den Weg durch diesen Schacht!"

Ein kräftiger Luftstrom entsteht, der durch den Kamin abzieht. Die anderen treten unwillkürlich etwas zurück um der Sogwirkung auszuweichen.

"Was...", hebt Bodasen gerade an zu fragen, als ein ein schauriges, pfeifendes Heulen aus dem Kamin ertönt.


In times of crisis it is of the utmost importance not to lose your head (Marie Antoinette)
#209891 07/01/05 07:49 AM
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Threepwood geht mit William durch die verzweigten, finsteren Gänge zurück in den Wohnbereich ihres Verstecks. Das flackernde Licht der Laterne malt unheimliche Zeichen und Muster auf die schwarze Höhlenwand. Auch wenn es ihm vor dem Alleinsein ein wenig graust, so hat er doch keine Lust, sich weiterhin den Launen des Schwarzbartes auszusetzen. Er würde sich im Schlafsaal ordentlich besaufen - wie immer, wenn ihm sein Leben hoffnungslos vorkommt.

Irgendwie erscheint dem Piraten das kleine Höhlensystem, in dem sie hausen, heute etwas düsterer als sonst. Die unheimlichen Geschichten der alten Seeleute spuken in seinem Kopf herum, vermischen sich mit eigenen Ängsten und projizieren so beklemmende Bilder und Geräusche.

"Was issn los?", poltert Käptn Edward ihn an. "Du guckst ja wie'n Waschweib, wenn es donnert ..." -
"Aus'm Schlafzimmer wo der Alte liegt!", schließt er grölend an und schlägt Threepwood vor Begeisterung über seinen gelungenen Witz so heftig auf den Rücken, dass dieser stöhnend zwei Schritte vorwärts stolpert.

"Nee, nichts ist", antwortet Threepwood nachdem er sich wieder gefangen hat abweisend. Aber dann gelingt es ihm doch nicht, seine Sorgen für sich zu behalten. Außerdem stehen sie bereits direkt an der Holztür vor Edwars privater Schlafkammer. Die Wohnhöhle der Mannschaft liegt in Sichtweite, so dass er gleich rasch verschwinden kann.

"Es geschehen nur einige seltsame Dinge ... die Geister sind uns nicht wohlgesonnen derzeit. Noch warnen sie uns nur. Aber auf der Schwalbe haben sie schon zugeschlagen ..."

"Geister!? Was'ne dämliche, gequirlte ...", beginnt Edward, als ein schauriges Pfeifen einsetzt. Markerschütternd schallt es durch die Gänge, begleitet von einem gespenstischen Knarzen und Quietschen. Die Laterne, die Threepwood, bleich wie ein Höhlenengerling, fallen gelassen hat, leuchtet auf dem Boden noch einmal hell auf und erlischt dann mit einem Seufzer. Ein eiskalter Hauch umschließt die Füße der Piraten und windet sich dann fesselnd um ihren gesamten Körper.

Ein helles Wimmern, gefolgt von flatternden Geräuschen - die blutroten Segel! - mischt sich in das angsteinflößende Szenario. Eine leise Stimme winselt unverständliche, für die menschliche Zunge nicht vorgesehene Worte.

Mit einem panischen Aufschrei rennt Threepwood dicht gefolgt vom fluchenden, säbelschwingenden Kapitän den Gang zurück in Richtung Strand. Die warme Flüssigkeit, die seine Beine entlang rinnt, lässt ihn an das Blut seiner Opfer - nein schlimmer: sein eigenes Blut denken. Die ihm bekannten Schutzsprüche murmelnd nestelt er ziellos an seinen zahlreichen Talismanen und hastet durch den Gang - bis ihn eine riesige schwarze Keule zu Boden streckt.


Last edited by LuSer; 07/01/05 08:04 AM.
#209894 07/01/05 04:50 PM
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"WER WAR DAS!!!! ZEIG DICH, DU ...DU!"

Alrik wird recht unsanft aus seiner Meditation gerissen.

Was für eine Stimme !

Wie zehn Seebären zusammen ! ... Moment mal ! Das war ja eine echte Stimme ! Und sie kam aus der Nähe ! denkt der einsame Wanderer.

Nur langsam kann sich Alrik aus seiner Position herausstrecken ... er will dem Geräusch nachgehen.

Er nähert sich dem Übergang von Felsplatte auf Wald ... und nun kann er auch einzelne Stimmen wahrnehmen.

Leise sind die aber nicht ! denkt Alrik, und wundert sich, daß diese Schreihälse bisher unbemerkt geblieben sind. Nun ja, bis zum Tor war es ja noch ein Stückchen ...

Die Stimmen kommen aus der Richtung der Beerensträucher ... von unter dem Strauch, der eben schon leer war ...

Komisch, denkt Alrik und krault sich das Kinn, ein leerer Strauch und Stimmen darunter ... gibt es da einen Zusammenhang ?

Er untersucht im schwachen rötlichen Mondlicht den Busch, und bemerkt, daß er nur an einer Seite Wurzeln hat ... so, als ob er über etwas drüberwachsen würde. Oder als ob ihm die Wurzeln an einer Seite weggeschnitten worden wären. Aber das kann doch nicht sein ?!

Der einsame Wanderer untersucht nun den Boden ... und stellt fest, daß er unter dem Busch fehlt. Ein Loch ?

Da ist ein aprupter Übergang ... Boden, Leere, dahinter wieder Boden ... Alrik zieht diesen Übergang mit seinem Finger nach ... gerade, wie eine Linie ... und ein rechter Winkel ... und noch einer ... und noch einer ... es ist rechteckig. Und darüber wächst der Busch, von einer Seite her kommend.

Hier sollte also etwas getarnt werden ! Der Gedanke "Falltüre" springt Alrik in den Geist. Nur, daß es keine Falltüre gibt, sondern nur ein bloßes Loch, das von einem Beerenstrauch überwachsen ist.

Vorsichtig biegt er den Strauch zur Seite und horcht. Die Stimmen entfernen sich ...

Er geht zu seinem Platz zurück und holt sich sein Seil aus seinem Rucksack ... daran kann er sich vorsichtig abseilen.

---

Als er wieder zurückkommt, bindet er das Seil erst einmal fest. Nicht an dem Strauch, das erscheint ihm zu unsicher, nein an einem flach wachsendem Baum, der sich den Winden, die von der See kommen, angepaßt hat. Er prüft noch einmal, ob das Seil auch wirklich hält, dann läßt er sich langsam daran herunter.

Kiesel knirschen, der Fels scheint rissig. Als Alrik sich vorsichtig herunterläßt, bemerkt er, daß auf dem Boden - noch knapp vom Mondlicht erhellt - einige Erdkrumen und Steinchen liegen - sowie einige farbige Flecken, plattgedrückte Beeren ?. Irgendwer mußte bereits vor ihm da herunter gewandert sein.

Er hält inne. Und horcht. Nichts zu hören, bis auf ein paar leise Schritte, die sich entfernen.

Als Alrik den Boden untersucht, merkt er plötzlich, daß der Mond verschwunden ist. Er scheint nicht mehr den Schacht hinunter. Also muß er sich selber Licht anmachen.

Nachdem er sein Licht hat, leuchtet er kurz umher, um die Leuchtkraft seines Kienspans so gut es geht auszunutzen.
Ihm fallen mehrere Dinge auf :

- die Leiter, die an einer Wand angelehnt ist
- die erloschene Fackel, die dort in der Wandhalterung steckt
- Rumgeruch
- glitzernde Glasscherben.

Weitere leere Wandhalterungen für Fackeln sind sichtbar, sowie Rußstreifen um sie herum. Er fühlt kurz ... der Stein um die Halterung ist noch warm. Hier hatten also eben noch Fackeln gesteckt.

Dann späht er vorsichtig umher ... bis er von einem schauerlichen Geheule unterbruchen wird. Er zuckt zusammen.


When you find a big kettle of crazy, it's best not to stir it.
--Dilbert cartoon

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#209898 07/01/05 07:36 PM
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"Glance, was um der Götter Willen macht ihr da? Das ist ja nicht zum Aushalten. Könnt ihr bitte, sofort, damit aufhören?"

Big Claw schreit durch dieses Getöse Glance an und hebt dabei mit einer Hand ihre Haare fest, die den unnatürlichen Drang verspüren in dem Kamin zu verschwinden und benutzt die andere Hand sich wenigstens ein Ohr zuzuhalten. Für ihre empfindlichen Elfenohren sind die Geräusche aus dem Kamin fast unerträglich.


Genieße Dein Leben ständig, denn Du bist länger tot als lebendig.
#209900 07/01/05 08:01 PM
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Auch Bodasen, versucht krampfhaft seinen Mantel und sich von dem Drang abzuhalten in den Kaminschacht hinaufzufliegen. "Schickt Euren Windgeist wieder weg oder ich werde weggeweht" ruft er etwas verzweifelt Glance zu.


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#209902 07/01/05 09:25 PM
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Glance lauscht konzentriert dem Pfeifen, aber als Claw und Bodasen lauthals protestieren beendet er den Zauber mit einer Handbewegung.

Schlagartig kehrt Ruhe ein - wunderbare Stille.

"Das war mehr als ich erwartet hatte", meint Glance, halbwegs entschuldigend. "Anscheinend ist in dem Kamin der Zugang zu einem ausgedehnteren Höhlensystem, sonst hätte der Windgeist sich nicht zu einer solchen Stärke entwickelt um den Weg zu erkunden. Ich hätte wohl besser eine etwas andere Fragestellung..."

Er unterbricht sich und wendet sich an Stone. "Seht doch bitte mal nach, ob in der Umgebung jemand auf das Geräusch reagiert. Es wäre nicht gut peinliche Fragen beantworten zu müssen - obwohl, nachdem was Earendur erzählt hat, sollte es eher dazu führen, dass nun erst Recht alle diese Hütte meiden. Aber falls alles ruhig ist, könntet ihr noch auf das Dach klettern und die Kaminöffnung abdecken?"

Er fährt fort, "Wir können nicht riskieren hier überrascht zu werden, falls in den Höhlen womöglich das steckt was für die mysteriösen Todesfälle hier verantwortlich ist. Bodasen, etwas mehr von dem feuchten Holz wäre gut - wisst ihr noch wo welches rumliegt?"


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#209904 07/01/05 09:33 PM
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"Ah, das tut sehr gut. Wurde aber auch Zeit, wenn ich mein elfisches Gehör behalten soll."

Die Elfe zupft ihre Garderobe zurecht und versucht, ohne Kamm, ihre Haare zu ordnen.

"Glance, was habt ihr vor?"


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#209906 07/01/05 11:22 PM
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"Ausräuchern", antwortet Glance lakonisch, "oder zumindest einnebeln - mal sehen, ob dann was passiert".


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#209907 08/01/05 01:53 PM
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Stone schaut den Elf verwundert an.
"Und wenn zufällig Menschen in dieser Höhle sind? Wir wissen doch nichts darüber, vielleicht wird das Höhlensystem ja genutzt, diesen Kamin hat auf jeden Fall kein Monster hergestellt. Da steckt mehr dahinter. Aber deshalb können wir doch nicht einfach das Risiko eingehen das da irgendwelche Menschen sterben müssen."


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)
#209913 08/01/05 03:36 PM
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"Stimmt! Es könnten Schmuggler in der Höhle sein. Aber Holz kann ich noch holen, vielleicht können wir ja den Seitenweg abdecken und den Kamin als Kamin benutzen!" Bodasen ordnet seine Sachen und geht wieder nach draußen um noch mehr Holz zu suchen.



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#209916 08/01/05 05:29 PM
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Glance stutzt. "Eure edle Gesinnung in Ehren, Stone", sagt er, "aber wer immer einen solchen versteckten Zugang baut, hat sicher keine rechtschaffenen Motive, es sei denn vielleicht, es wäre ein reiner Fluchttunnel - aber was sollte sowas in einer einfachen Fischerhütte? Ausserdem wird der Rauch niemand gleich töten. Eigentlich wissen wir ja gar nicht, ob überhaupt jemand oder etwas in den Höhlen steckt - genau das will ich ja herausfinden".

Dann wendet er sich an Bodasen. "Schmuggler? Gibt es hier in Rechem Dinge, die des Schmuggelns wert sind? Habt ihr davon gehört in der Zeit als ihr hier lebtet?"


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#209918 08/01/05 07:52 PM
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Bodasen, der die Hütte gerade verassen wollte wendet sich um: "Nun ja! Wir Magier brauchen immer mal Dinge, die man offiziell nicht bekommen kann. Dann gibt es noch die Rauschkrautnutzer. Das Kraut ist verboten, aber es gibt einige, die davon nicht lassen können. Dann noch so andere Tränke, eben Dinge die nicht erwünscht sind, aber nur den Anwendern schaden und die haben aber manchmal viel Geld. Die Obrigkeit weiß davon, aber man hält sich raus, um die Leute nicht zu verärgern und weil man daran verdient. Der Weg den wir durch das Tor genommen haben, ist sicher ein gut bezahlter Schmugglerweg. Vielleicht ist dieser Kamin ein Extrazugang, für Dinge die nicht mal die Obrigkeit wissen darf, oder für den Fall, das sich die Obrigkeit mal besinnt und sich gegen die Schmuggler stellt?"
Nachdenklich fügt er hinzu: "Ich weiß nicht wie viele Schmuggler es gibt, aber wir sollten uns nicht mit ihnen anlegen! Sie haben vielleicht einflußreiche Freunde. Meine Magie braucht keine Schmuggelzutaten, viel weiß ich nicht."



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#209919 08/01/05 08:13 PM
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"Ich denke auch, wir sollten das herausfinden. Bevor jemand uns findet. Wir brauchen einfach Gewissheit. Wer weiß, wer diesen 'Kamin' gebaut hat und zu welchem Zweck."

Big Claw dreht sich zu Bodasen um.

"Also gibt es Schmuggler? Vielleicht führt der Kamin geradewegs zu ihnen? Wenn ja, dann sollten wir auf Alles gefaßt sein."


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#209922 08/01/05 11:16 PM
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Erwartungsvoll sieht Glance Stone an, "Nun, Stone?"


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#209924 09/01/05 08:46 AM
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Bodasen antwortet der Elfin: "In welcher Stadt gibt es keine Schmuggler? Allerdings wollen sie keine Ärger mit der Obrigkeit, also denke ich, wir können notfalls mit ihnen verhandeln, falls sie uns überraschen. Ich habe nie etwas über Morde oder verschwundene Personen gehört. Sie wollen nur Geld verdienen und in Ruhe gelassen werden."



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#209925 09/01/05 09:43 AM
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Stumm blickt das verbliebene Quartett auf die Toten vor dem Altar. Der immer noch humpelnde Ritter stützt sich auf seinen letzten Kameraden und wendet sich mit unendlich müder, fast flehender Stimme an den Priester:

"In Undars Namen, lasst uns einen weiten Bogen um diese Teufelei machen und aus diesem Berg entfliehen. Der Tempel war das Tor zur Hölle und je weiter wir gehen, desto näher kommen wir der Verdammnis. Lasst uns umkehren und sehen, ob wir nicht doch einen Weg durch die Trümmer finden können. Wenn wir Schutt und Steine beiseite räumen, können wir vielleicht..."

Seine Stimme versiegt, als ihm die Unsinnigkeit seines Vorschlags bewusst wird. Kopfschüttelnd setzt er sich langsam hin und reibt sein schmerzendes Knie.

"Das ist der Pfad der Verlorenen. Vermutlich sind wir schon alle gestorben, als wir bei dem Brunnen schliefen und nun wandern unsere Geister dem Seelenfeuer entgegen, wo wir bis in alle Ewigkeit -"

"SEID STILL!" herrscht der Priester den Mann an, doch auch seine Stimme zittert leicht und sein Blick kehrt zu den Toten zurück.

Der Reisende war währenddessen in brütendes Schweigen versunken und fixiert stirnrunzelnd das seltsame Pult. Langsam nähert er sich der massiven Tafel, hält jedoch sofort inne, als erneut die schwach glühenden Schriftzeichen durch den Kristall huschen. Vorsichtig wagt er einen weiteren Schritt und einen Zweiten. Das Glühen wird stärker und der Wechsel der Zeichen verlangsamt sich.

"Es ist die Schrift der Etheran. Doch die Zeichen sind noch zu undeutlich, um sie lesen zu können."

#209928 09/01/05 12:09 PM
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Stone denkt darüber nach.
"Wenn wir nicht Riskieren wollen das jemand zu schaden kommt sollten wir den Gang erforschen und nachsehen. Allerdings müssen wir zuerst nach Lu suchen. Das hat für mich vorrang."
Stone schaut sich den Kamin an, "wir können allerdings ein normales Feuer mit trockenem Holz anzünden. Dann kann auch niemand hier eindringen. Andererseits wenn die Hütte hier nur deswegen leer steht weil das hier ein Schmugglertreffpunkt ist sollten wir uns am besten nach einer anderen Bleibe umsehen. Sicherlich haben da auch einige der Stadtherren ihre Finger drin. Im zweifel würden wir als Fremde keine unterstützung erfahren. Ich weis also nicht ob es klug ist sich mit einem Schmugglerring anzulegen. Wir haben dringlichere aufgaben."
Stone schaut Bodasen an, "wenn es sich hier allerdings wirklich um Rauschkrautschmuggler handelt sollten wir ihnen das Handwerk legen. Diese Menschen verdienen keine Gnade, die meisten sind skrupellose Verbrecher die sich am Leid anderer berreichern."
Stone schaut sich ratlos um, "Ich weiss es nicht. Ich glaube aber das die suche nach Lu im moment am wichtigsten ist. Danach können wir immer noch diesen Gang erkunden."


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