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#273055 22/10/04 06:18 PM
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Es war der erste Tag in der Woche. Die Sonne schien am Horizont, und wie üblich war Drake unterwegs zur Handelsstadt Elrohn. Nicht wie andere Drachenmenschen flog Drake als Drache umher. Er bevorzugte es als Mensch zu Fuß. So konnte er den Sonnenaufgang und die Welt, die ihn umgab, besser geniessen. Er mochte diese Wanderung durch das Vorgebirge, die vielfältigen Schattierungen der Felsformationen, den sanften Übergang in das saftige Grün der Wiese.

Es war so gegen Mittag, als Drake die Passage zu Elrohn erreichte. Doch irgendwas stimmte mit der sonst so lebendigen Stadt Elrohn nicht, sie war so leer und verlassen...

Plötzlich sah er ihn.

Ein Dämon griff die Stadt an. Drake wollte dem ein Ende setzen und wandelte in Drachenform um ihn mit Feuer anzugreifen. Er landete einen gezielten Feuerball in seinem Rücken. Doch das schien dem Dämon nichts auszumachen, nicht mal ein Kratzer war zu sehen.

Mit einem wütenden Schnauben wandte der Dämon sich ihm zu, und Drake erschrak. Der Dämon schien völlig unverletzt. Seine tiefroten Augen fixierten Drake; von den Spitzen der Hörner troff frisches Blut und sein Maul war gespickt mit scharfen Reisszähnen. Dieser stechende Blick, voll wilden Zorns schien irgendwie - unpassend, nicht zu diesem Wesen gehörend.

Der Dämon murmelte etwas in einer Drake unbekannten, seltsamen Sprache und schleuderte eine Kugel konzentrierter magischer Energie auf Drake, der ihr mit einem schnellen Sprung über den Dämon hinweg geschickt auswich. Bevor er sich jedoch vollständig umwenden konnte, erwischte ihn die zweite Energiekugel, und schleuderte ihn weit nach hinten gegen eines der Häuser am Stadtrand. Die Wucht des Aufpralls liess es über Drake, der sich instinktiv in Menschform wandelte, zusammenstürzen. Er hörte das laute, bösartige Lachen des Dämons. Dann nur noch Stille, Dunkelheit - Nichts.

"Hallo!? Wach auf!" Eine Stimme drang an sein Ohr.
Er öffnete die Augen - blinzelte in das Licht. Verschwommen sah er eine dunkle Gestalt, einen Mann in einem schwarzen Umhang, wie ihn Nekromanten oft trugen. "Ich hätte nie gedacht, dass jemand, ausser mir, einen Kampf mit diesem Dämon überleben könnte", sagte die Stimme, "Wie geht es dir?"

Last edited by Skydragon; 22/10/04 06:45 PM.
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Drake und sein neuer Weggefährte machten sich auf ins Ödland. Sie gingen langsam aus der völlig zerstörten Stadt hinaus. Unterwegs erklärte Zacharia Drake noch etwas:
„Wir müssen durch die verlassen Mine.“
„Warum heißt sie verlassene Mine?“ wollte Drake wissen.
„Die Rohstoffe in der Mine sind alle aufgebraucht und deswegen wurde sie nur noch als Durchgang zum Ödland benutzt. Der letzte, der aber durch diese Mine gegangen ist, wurde nie wieder gesehen. Deswegen betritt niemand diese Mine mehr und daher der Name verlassene Mine.“

Nach 5 Minuten, oder sogar 10, waren sie aus der Stadt raus. Drake konnte die Zeit nicht schätzen, denn er war noch etwas verwirrt von den Dingen, die vor kurzem um ihn herum passiert sind.

Sie brauchten nicht lange, bis sie bei der verlassenen Mine ankamen.

Innerhalb der Mine war es sehr dunkel und überall lagen Schutt und Spitzhacken. Einige Gänge waren schon von den Steinen zugeschüttet.

Als Drake diese Unordnung sah sagte er: „Also ich wundere mich nicht das hier keiner mehr hingeht, mal abgesehen von dem verschwundenen Mensch.“ Als sie langsam weitergingen machte Drake eine abscheuliche Entdeckung: „Zacharia! Sieh dir das mal an! Meinst du das ist der Mensch der hier verschwunden ist?“ Vor ihnen lagen die Überreste von einem Menschen. Sie waren vor lauter Schutt und Dreck fast gar nicht zu sehen. Zacharia inspizierte die Überreste: „Also wenn ich mich nicht irre, dann könnte es der Mensch sein der verschwunden ist. Er ist vor einem Monat hier verschwunden. Und dieses Skelett ist sehr gut erhalten. Es gibt keinen Zweifel, er muss es sein.“
„Aber das heißt ja“, sagte Drake mit ängstlicher Stimme, „das hier ein Monster ist.“
„Warum, hast du Angst?“ fragte Zacharia.
„Nein, vor dem Monster nicht, aber ich kann in der Dunkelheit nicht kämpfen…“ antwortete Drake.
„Warum nicht?“
„Ohne es zu übertreiben, sagen wir mal ich mag die Dunkelheit nicht.“
„Da lässt sich vielleicht was machen…“ sagte Zacharia.
Daraufhin sprach der Nekromant einen Zauberspruch und sein Umhang begann zu leuchten.
„Was ist das???“ fragte Drake.
„Das ist ein Lichtzauber, mit ihm kann man materielle Dinge wie Kleidung zum Leuchten bringen. Hmmm, ich bin heute irgendwie nicht gut drauf, der Umhang leuchtet nicht so wie sonst.“ Daraufhin fiel Drake etwas ein:
„Da wo ich herkomme, auf der Dracheninsel, hab ich mal einen Lichtstein gekauft. Dank magischer Energie leuchtet er.“ Und er zog den Stein aus seiner Tasche, der aber leuchtete nicht sehr hell. „Warum leuchtet der so schwach?“
„Wahrscheinlich wurde hier eine Barriere erschaffen, die Zauber schwächer macht. Auch Magie Kraftfeldexus genannt. Es muss einer sein der Lichtzauber schwächer macht." sagte Zacharia.

Langsam gingen sie in der Höhle weiter. Und je weiter sie gingen, desto mehr Helligkeit verloren der Umhang und der Stein.

Last edited by Skydragon; 23/10/04 07:22 PM.
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Nachdem sie zu Ende gelacht hatten gingen sie weiter. Nach kurzer Zeit waren sie am Ausgang der Mine angelangt. Dann sahen sie das Ödland.

Es war trocken und sah ein wenig wie eine Wüste aus. Außer ein paar Sträuchern war hier nur Sand und Geröll. Keine Bäume oder ähnliches waren zu sehen.

Es war sehr heiß, aber da Drake ja ein halber Drache war, machte ihm das nichts aus. Doch Zacharia machte diese Hitze zu schaffen:
„Puh, ist das heiß hier, als ich das letzte Mal hier war, war es nicht so schlimm. Rubens Haus ist dort hinten, siehst du.“ er zeigte mit dem Finger auf ein Haus hinten im Ödland.
„So weit?!“ sagte Drake erschrocken.
„Ja“, antwortete Zacharia während er sich den Schweiß von der Stirn wischte, „aber wenn man bedenkt, dass es hier die Heiligen Energien der Geschwindigkeit gibt, kommt es einem gar nicht so vor. Den Erzählungen nach soll es hier welche geben, und sie machen dich schneller, natürlich nicht dauerhaft.“
„Die gibt’s also wirklich?“ fragte Drake.
„Ja, aber man kann diese Energien nicht einfach so einfangen, man braucht ein spezielles Gefäß namens Seelenfänger. Und außerdem bekommt man diese Energien nicht einfach so, man bekommt sie nur von starken Monstern.“
„Zu stark für uns?“ fragte Drake.
„Ich weiß es nicht, ich habe noch nie eine heilige Energie gefangen, geschweige denn gesehen.“ antwortete Zacharia.
„Das heißt ja….“
„Ja“, unterbrach ihn Zacharia, „ich habe kein Seelenfängergefäß.“
„Na ganz toll. Hey warte mal, ich kann mich doch in einen Drachen verwandeln! Ich kann dich ja auch fliegen.“
„Das ist gar keine schlechte Idee, Drake. Wir können es ja mal versuchen.“ sagte Zacharia.

Drake nahm seine Drachenform an. Zacharia stieg auf und sie flogen los.

„Hm, erinnert mich irgendwie an die Drachenreiter.“ sagte Zacharia.
„Gibt es hier etwa welche???“ fragte Drake erschrocken.
„Na klar doch.“ antwortete Zacharia.
„Super! Das Beste erfahre ich irgendwie immer zu letzt.“, grummelte Drake, Obwohl, wir sind jetzt sozusagen auch ein Drachenreiter. Oder?“
„Theoretisch schon.“ sagte Zacharia.

Sie flogen weiter.

Nach einer Weile des Fliegens waren sie über dem Haus von Ruben.

Zacharia:
„Wir sind da Drake, du kannst jetzt runtergehen.“ rief der Nekromant.

Langsam flog Drake hinunter.

„Du hast doch gesagt, dass es als du das letzte Mal hier warst, es nicht so heiß war. Ändern hier sich die Temperaturen oder ist das ungewöhnlich?“ fragte Drake.
„Na ja, da ist schon ungewöhnlich, wir können ja Mal später der Sache auf den Grund gehen. Aber zuerst, geh erstmal auf den Grund vom Ödland.“ antwortete Zacharia.

Sie kamen auf dem Boden an. Drake nahm wieder seine Menschenform an und sie standen vor Rubens Haus.
Es war groß, ungefähr 2 Mal so groß wie der Exidon Dämon. Es wahr aus massivem Stein gebaut und die Tür war aus altem Holz das leicht verwittert war.
„Wo hat Ruben den das Holz herbekommen? Und hat er das Haus ganz alleine gebaut? fragte Drake.
„Das weiß ich nicht, aber du kannst ihn ja fragen.“ sagte der Nekromant. Er ging zur Tür und öffnete sie. Mit einem quietschenden Geräusch ging sie auf.

Innen sah es wie ein Haus aus der Stadt aus. Die Einrichtung war sehr gemütlich und modern. Doch Ruben war nirgends zu sehen. Nur ein alter Wanderer saß auf einem Stuhl und schaute sie an.
„Ich nehme mal an ihr sucht Ruben.“ Sprach der alte.
„Ja, “, antwortete Zacharia, „und ich nehme mal an, dass das nicht ihr Haus ist. Was haben sie hier zu suchen? Und wo ist Ruben?“

Last edited by Skydragon; 05/11/04 10:39 AM.
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„Alles begann vor 387 Jahren. Bis zu der Zeit lebten alle Menschen friedlich über Eklideon verteilt.
Das Böse wurde nach einem erbitternden Kampf im Jahre 412, bei dem alle Rassen des Landes sich gegen die bösen Mächte und Dämonen vereinten und es schafften das Böse und Exidan, den mächtigen Dämonenbeschwörer, in die schwarze Dimension für immer zu verbannen. Das zumindest glaubten die Menschen und anderen Völker des Landes, bis zu dem besagten Datum.

Denn auf unerklärlicher Weise entstand ein Ungleichgewicht zwischen der Schwarzen und unserer Dimension sodass die Dämonen und Exidan selbst wieder in unsere Welt eintreten konnten.
Und ich sage euch, es war einfach schrecklich, ihr könnt es euch nicht vorstellen!
Der Himmel verfinsterte sich in ein paar Sekunden und der schlimmste Sturm den ich in meinem Leben gesehen habe zog auf."
"Willst du damit etwa sagen dass du zu der Zeit schon gelebt hast und alles miterlebt hast? Vor 387 Jahren?" fragte Drake unglaubwürdig.
"Ganz genau, ich habe alles mit eigenen Augen gesehen. Und ich habe geglaubt dass wäre das Ende der Welt, obwohl es das irgendwie ja auch war." Anwar erinnerte sich noch ein weiteres Mal an damals. Er fuhr fort: "Zumindest…"
"Kannst du uns mal verraten wie du so alt geworden bist, falls du uns überhaupt die Wahrheit sagst." unterbrach ihn schon wieder Drake.
"Das ist eine sehr lange Geschichte. Wo fang ich da denn am besten an?
Nun gut, genau genommen bin ich 410 Jahre alt! Zu der Zeit war das Böse ja noch in der Schwarzen Dimension gefangen, doch habe ich eines Tages, als ich durch die Länder von Eklideon gezogen bin, ein eigenartiges Buch in der Ruine von der Krowanburg nördlich von Thuron gefunden. Die Krowanburg wurde zu der Zeit und auch noch heute von jedem Lebewesen gemieden, denn an dem Ort fand die letzte Schlacht statt von der ich euch bereits erzählt habe. Dort wurde das Böse besiegt und verbannt und man glaubt, dass der Ort deshalb verflucht sei. Nicht einmal Tiere fand man an dem Ort vor und was noch merkwürdiger ist, auch keine einzige Pflanze wuchs dort. Man könnte meinen, das Böse hätte für alle Zeit jegliches Leben aus der Burg mit sich in die Dimension gerissen.
Ich wusste zwar, dass dort die letzte Schlacht stattgefunden hat, aber an einen Fluch glaubte ich trotzdem nicht weshalb ich auch keine Probleme hatte mich dort niederzulassen da auch ein starkes Gewitter aufzog. Ich habe also die Ruine betreten und im Burghof fand ich nun jenes Buch. Denn in darin waren keine Wörter niedergeschrieben, es bestand nur aus leeren Seiten. Interessiert nahm ich am nächsten Tag mit.

Ich wendete meine bis dahin bekannten Zaubersprüche an, um die Schrift zum Vorschein zu bringen, doch nichts half. Ich habe deswegen einen erfahrenen Magier aufgesucht und ihm um Hilfe gebeten, durfte ihm jedoch nichts von der Fundstelle erzählen, weil mich sonst wahrscheinlich alle für verflucht erklärt hätten. Ich befragte nun den zu der Zeit bewandertsten Magier in ganz Eklideon. Sein Name war Garan.

Ich will es mal kurz machen: Es hat lange gedauert aber schließlich hat er es tatsächlich geschafft die Schrift zum Vorschein zu bringen, doch komischerweise standen nur ein paar Sätze auf der ersten Seite. Wir nahmen an dass der Zauber öfter ausgesprochen werden musste doch war dies keineswegs der Fall. Auch nach mehrmaligem Aussprechen änderte sich nichts.
Nun gut, ich versuchte also die paar Sätze zu entziffern, doch konnte ich kein einziges Wort verstehen weshalb ich Garan fragte ob er die Sprache, in der der Text verfasst wurde, kennen würde und ob er es mir übersetzen könnte.
Er war sich ziemlich sicher, dass die Schrift in der legendären Selaschrift, der Schrift die Exidan selber für die anstehende Zeit der Herrschaft des Bösen sich ausgedacht hat, verfasst wurde.
Eigentlich sollten alle Bücher mit jener Schrift schon längst verbrannt worden sein, aber wahrscheinlich wurde dieses Buch wegen seinem besonderen Aufenthaltsort vergessen. Anders konnte ich es mir auch nicht erklären. Garan konnte die Sprache komischer Weise sogar lesen, doch hat er mir nie erzählt warum er es konnte. Ich habe mir auch keine weiteren Gedanken darüber gemacht. Doch konnten wir mit dem übersetzten Text auch nichts anfangen jedoch werde ich die Einleitung wohl nie vergessen:“

"Es wir wieder soweit sein. Genau in 25 Jahren wir die neue Ära anbrechen. Unaufhaltsam wird sie…“
nun kommt eine kleine Lücke wo man nicht Weiterlesen kann“, belehrte sie Anwar, "verbreiten bis die sonne nie mehr aufgehen wird!"
Garan gab mir also das Buch und eine Übersetzung, mit einem Haltbarkeitszauber versehen, mit und ich zog weiter durchs Land.
Ich las mir die Sätze wahrscheinlich hundert Mal durch, doch verstand ich so gut wie nichts, nur eine Stelle, wo von Vorzeichen die Rede war, habe ich zum Teil verstanden."

Last edited by Skydragon; 03/12/04 02:18 PM.
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Erdbeben werden das Land heimsuchen,
Vulkane brechen aus, so heiß wie noch nie,
Flutwellen werden jeden ertränken.
Tornados werden viel Chaos bringen.
Zuletzt wird sich, der Himmel verdunkeln,
dann werden wir kommen

„Erde, Feuer, Wasser, Wind, das sind die Elemente!“ antwortete Drake.
„Da hast du Recht.“ antwortete Anwar.
„Alter Mann…“ begann Zacharia.
„Ich heiße Anwar!“ schnaubte Anwar.
„Ja, ja, wie auch immer. Du hast uns immer noch nicht erzählt wie du so alt werden konntest.“ fuhr Zacharia fort.
„Genau!“ erinnerte sich Drake, „Dann erzähl mal!“
„Oh, stimmt, hab ich doch glatt vergessen. Also das war so:
Nachdem ich weitergezogen bin und mir die Zeichen ansehen musste, die in allen Ländern Schäden und Tod brachten, fühlte ich mich immer mehr von einem Fluch besessen. Ich ging also daraufhin wieder zu Garan. Er sagte mir, dass es der Fluch von Krowan sei. Ich musste ihn mir eingefangen haben, als ich die Burg betrat. Es war eine magische Falle, die dazu diente, dass jeder, der in die Burg eindringen wollte verflucht wurde. Der Fluch brachte den Tod. Doch Garan vermutete, dass in dem Buch, das ich aus der Burg mitgenommen habe, ein Gegenzauber drinsteht.
So war es auch. Auf der letzten Seite konnte Garan mit großer Mühe den Zauber rausfinden. Aber er hatte eine kleine Nebenwirkung, wenn man so sagen darf, man wird sehr viel älter, als es für das eigene Volk üblich ist. Nun, das ist der Grund, warum ich heute noch lebe…
„Warum hatte Exidan die magische Falle gemacht?“ fragte Drake.
„Er wollte wahrscheinlich seine Feinde so töten, und hat seine eigenen Leute und sich selbst, natürlich mit dem magischen Spruch versehn.“
„Exidan muss ein ziemlich mächtiger Magier sein.“ dachte Drake nach.
„Oh, ja, das ist er! Wie könnte er sonst auch solche Dämonenhorden beschwören?“ antwortete Anwar.
Zacharia lag schon schlafend auf dem Boden als Drake ihn aufweckte.
„Zacharia!“ rief Drake.
„Was ist denn? Oh ja, wie ich sehe bist du fertig mit erzählen, “, er richtete sich wieder auf, „dann gehen wir mal weiter, komm Drake.“
„Wäre es nicht schlauer, erstmal zu überlegen was wir als nächstes tun werden?“ Drake war verdutzt.
„Ääh, genau das hatte ich auch vor! Anwar, was ist denn eigentlich mit Ruben?“ fragte Zacharia.
„Nun, ja, er ist nach draußen gegangen, er sollte bald wieder zurück…“
Plötzlich kam eine Gestalt in das Haus hinein.
Eine tiefe Stimme sprach sie an:
„Wer seid ihr?“

Last edited by Skydragon; 17/12/04 09:16 PM.
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Ruben öffnet die Tür von seinem Haus und geht hinein.
Doch dann erblickt er außer Anwar noch 2 andere Personen.
„Wer seid ihr?“ fragt er.
Doch bevor er eine Antwort bekommt, erkennt er einen von den beiden, Zacharia. Ruben kennt ihn schon eine Zeit lang. Doch den anderen kennt er nicht.
Er sieht wie ein ganz gewöhnlicher Abenteurer aus. Doch irgendwas an ihm ist anders, doch Ruben erkannte nicht, was es ist. Seine Aura ist nicht die eines Menschen, zumindest nicht ganz. Ist er ein Dämon? Kann hier sogar ein Kampf im Gange sein? Nein, sie sehen nicht so aus als ob sie sich feindselig waren.
„Zacharia? Was machst du hier?“ fragt Ruben.
Der Fremde schaut ihn verdutzt an, doch Ruben ist dies gewohnt, zudem er ja auch nicht gerade kleingewachsen ist.
„Ruben! Wir haben dich gesucht!“ sagt Zacharia.


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Drake schaut den Fremden an. Es ist ein Krieger, zumindest sieht er wie einer aus, doch ein langer Zweihänder spricht dafür. Er schaut Drake und Zacharia an.
„Das muss Ruben sein!“ denkt Drake.
„Zacharia? Was machst du hier?“ fragt der Krieger.
„Ruben! Wir haben dich gesucht!“
„Wer ist das neben dir? Ist er ein Freund von dir?“ fragt Ruben.
„Hm, ja so kann man das sehen. Das ist Drake, ich habe ihn unter den Trümmern Elrohns gefunden. Der Exidon Dämon hat eine weitere Stadt vernichtet… sagt Zacharia.
„Also willst du dass…“ beginnt Ruben.
„Dass du uns hilfst den Dämon zu stoppen.“ unterbricht ihn Drake.
„Ja.“, sagt Zacharia, „Also, hilfst du uns?“
„Was ist mit Anwar?“ fragt Ruben.
„Du kennst diesen alt…“ sagt Zacharia überrascht.
„ÄHEM!“ unterbricht ihn Anwar.
„Äh, ich meine natürlich diesen a…, a…, Anwar!“ korrigiert sich Zacharia.
Drake denkt nach was sie als nächstes tun sollten. Dann holt er seinen Rucksack her.

Er hat keinen weiteren Proviant mehr und seine Ausrüstung sollte vielleicht wieder repariert werden.
Mittlerweile hört er, wie Zacharia und Ruben sich über Anwar unterhalten. Dabei bemerkt er das Zacharia von mal zu mal überraschter schaut.
„Ok, ich werde mich wohl nicht rausreden können.“ sagt Ruben, „Ich werde mit euch kommen. Wo wollt ihr eigentlich nach dem Dämon suchen?“
„Vielleicht sollten wir erst in eine Stadt gehen und Proviant einkaufen und uns neu ausrüsten. Wir müssen fit sein wenn wir gegen ihn kämpfen.“ schlägt Drake vor.

„Das ist keine schlechte Idee, mein Schwert sollte vielleicht auch ein bisschen geschliffen werden.“ erklärt sich Ruben einverstanden.
„Ok, ich könnte mir vielleicht auch ein paar Zauberbücher anschauen. Also, worauf warten wir?“
Drake legt seinen Rucksack wieder an und geht zu Ruben.
„Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, ich bin Drake Ankarta.“
„Ich bin Ruben, aber das weißt du ja sicher schon.“ antwortet Ruben.
„Können wir endlich gehen?“ fragt Zacharia.
Drake, Zacharia und Ruben verabschieden sich von Anwar und gehen aus dem Haus.
„Die nächste Stadt ist ein paar tausend Fuß nördlich von hier. Sie heißt Terana.“ erklärt Ruben.
„Dann mal auf nach Terana!“ sagt Drake.

Während sie so durch das Ödland laufen, holt Drake einen verzierten Dolch raus. Es ist ein Erinnerungsstück an die Dracheninsel, er hat ihn bekommen, als er sie verlassen hat. Drake merkt, dass es seine erste Reise ist, die er nicht alleine macht. Was auf sie zukommen mag, weiß er nicht, es ist eine Reise, ins Ungewisse.

Last edited by Skydragon; 15/01/05 01:08 PM.
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„Ha! Eine Reise ins Ungewisse.“ denkt Drake während sie gerade ihr Lager aufschlagen wollen. "Das wäre doch ein toller Name für ein Buch. Ob die Barden sich wohl eines Tages für unsere Geschichten interessieren werden?" Gedanken verloren setzt er seinen Rucksack ab. Doch was ist das? Eine Bewegung in der Ferne!
"Leute, seht ihr das dort hinten!" ruft Drake.
"Was ist das denn?" fragt sich Ruben.
Dann erkennt Drake es.
"ORKS! In Deckung! das sind bestimmt 2 dutzend."
Die drei werfen sich mit ihren Habseligkeiten hinter einen Felsen.
"Warum greifen wir sie nicht an?" will Zacharia wissen, "das sollte doch nicht so schwer werden."
"Ich glaube es ist besser wenn wir sie erstmal beobachten und rausfinden was sie hier verloren haben.“

Als die Orks näher kommen sieht es so aus, als ob sie nicht auf etwas zu, sondern angsterfüllt vor etwas weglaufen.

"Hey!“ flüstert Drake, "Was ist denn mit denen los? Die laufen doch vor etwas weg!"
"Und dabei genau in unsere Richtung. macht euch bereit!" drängt Ruben.

Doch die Orks werden langsamer bis sie gut 3 Schritte von dem Versteck der drei zum Stehen kommen und man ihr Stimmen hören kann.

"Äh, Boss, was warn dass? Das komisch schwarz Mann gar nicht so einfach Beute wie du sagen Boss!" fragt einer ganz erschöpft.
"Hults Maul Dummkopf! Hoffentlich ham wer den abjelenkt!" antwortet der Boss.
"Pah! Der Troll den wer ihm dajelassen wird ihn wohl wechmosch'n!" behauptet ein dritter der eine erstaunlich große wunde im Gesicht trägt.

Die Orks reden noch eine Weile so weiter als plötzlich einer mit einem *kling* zu Boden geht. Tot. Kurz darauf ein zweiter.
"boyz ers widder hier!! Jetz reichtz!!!" schreit der Boss, "WAAAGH!!"

Ein seltsamer Kampf zeigt sich den Augen von Drake, Ruben und Zacharia. Die Orks wutentbrannt reißen ihre Schwerter hervor und schlagen wie besessen um sich während immer mehr von ihnen mit einem *kling* und einem "uää" zu Boden gehen.

"Was ist denn da los?" denkt sich Drake "Noch ein Dämon? ein Geist?"
"W...“ sagt Drake zu Ruben gewannt der ihn mit einem "Scht!" zum schweigen bringt und weist wieder auf den seltsamen Kampf.

Die wild um sich schlagenden Orks scheinen hin und wieder etwas zu treffen das wohl menschliche Größe und Gestalt hat. bei jedem Treffer löst sich ein Funkenregen von der getroffenen Stelle, doch nie ist etwas zu hören von dem Angreifer. Ein Ork setzt sich von der Menge ab und nimmt einen seltsamen Gegenstand aus der Tasche. Er reckt ihn in die Höhe und beginnt seltsame Worte zu rufen "ruschzkra jorschim gestarkt rarezt razul!!" der Gegenstand leuchtet kurz auf und der Angreifer wird sichtbar, was die Situation für die Orks nicht unbedingt besser macht, denn sie sehen einen Mann der sich mit einer solchen Geschwindigkeit bewegt, dass seine Konturen zu verschwimmen beginnen. der Mann zielt gerade mit einer Handarmbrust auf den Ork mit dem seltsamen Gegenstand.
"Das ist ein Amulett der wahren Gestalt! Es zwingt jeden im Wirkungsbereich in seine ursprüngliche Gestalt" sagt Zacharia während der Mann seine Armbrust abfeuert und der Ork tot zu Boden sinkt. Der Mann verschwindet wieder im Schatten.

Der letzte Ork fällt mit einem letzten *kling* zu Boden und der Mann wird wieder sichtbar, was bei der nächtlichen Dunkelheit nicht unbedingt hilfreich ist, aber dennoch kann man jetzt einige Einzelheiten erkennen: er ist komplett in schwarz gekleidet, trägt einen Feldharnisch und Armschienen. An der rechten ist eine Armbrust eingebaut, doch wie hat er gegen die Orks gekämpft? Wo sind die Waffen? Man kann erkennen, dass er wohl knapp 2 Schritt groß zu sein scheint und von schlanker Statur, doch das wirklich besondere ist, wie man jetzt erkennt, da Zacharia inzwischen wieder seinen Leuchtzauber gesprochen hat, sind seine Augen, die als einzige zusammen mit etwas Gesicht um sie herum nicht von Kleidung bedeckt sind. Die Augen sind komplett schwarz und scheinen seltsamerweise schwarz zu leuchten.

Er wendet sich dem Versteck der drei zu und sagt als wäre nichts gewesen auf einem toten Ork stehend.
„Seid gegrüßt, Abenteurer! ich bin Sartan Schattentod und hier um einen recht mächtigen Dämon zu erlegen. Wer seid ihr?"

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Sartan klopft sich seine Rüstung ab. Zwischendurch schaut er auf die Gruppe die sich vor ihm offenbart hat. Sie starren ihn an.
„Was denn?“ fragt Sartan.
Da geht einer von ihnen vor. Es war kein Mensch, das weiß Sartan sofort. Er ist mit einem Dolch ausgerüstet.
„Wer bist du?“ fragt er.
„Das habe ich doch schon gesagt, bist du schwerhörig?!“ antwortet Sartan.
Plötzlich nähert sich ein weiterer von ihnen Sartan. Es ist ein Nekromant, zu mindest war er so gekleidet.
„Du bist ein Corsare, habe ich recht?“ sagt der Nekromant.
„Ja, was ist damit? Und was ist jetzt mit dem Dämon, habt ihr ihn gesehen?“ sagt Sartan.
„Hey mal ganz ruhig, der Dämon gehört uns!“ sagt der Fremde. Er scheint so was wie der Anführer dieser Gruppe zu sein, denkt sich Sartan.
„Ihr wollt einen so mächtigen Dämon bezwingen können? Das bezweifle ich. Also noch mal, habt ihr ihn gesehen?“ fragt Sartan ein wenig gestresst.
„Wir haben ihn gesehen, aber wo er ist wissen wir nicht.“ antwortet der Nekromant.
„Und ihr wisst wirklich nicht wo er ist? Das ist schade, aber da kann man nichts machen. Vielleicht sehen wir uns irgendwann mal wieder“ sagt Sartan und kehrt ihnen den Rücken zu.
„Du kannst uns begleiten.“, sagt eine Stimme.
Sartan dreht sich wieder um.
Es war der dritte von ihrer Gruppe, ein Krieger, wie deutlich zu sehen ist.
„Hm…“, beginnt der Nekromant, „Wir könnten vielleicht ein bisschen Hilfe gebrauchen.“ sagt er.
Sartan denkt einen Moment nach.

Dann antwortet er:
„Nicht das ich Hilfe bräuchte, aber es wäre ein Jammer wenn ihr ihn vor mir finden würdet. Na gut, ich will euch mal begleiten. Wo geht es eigentlich hin?“
„Ääh, nach Teruni!“ sagt der Fremde.
„Das heißt Terana, Drake!“ korrigiert ihn der Nekromant.
„Dein Name ist also Drake.“, sagt Sartan, „Was bist du eigentlich? Ein Mensch bestimmt nicht.“
„Ich bin ein Drachenmensch!“, antwortet Drake, „Woher weißt du, dass ich kein Mensch bin?“
„Ach ich weiß so was eben…“ antwortet Sartan.


*kling* und du bist tod
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„Der hat Nerven…“ denkt sich Drake.
Drake schaut Sartan verwundert an. Wo kommt er her? Ist ihm der Dämon so wichtig, und wenn, warum?
Viele Fragen wirbeln ihm durch den Kopf doch, zurzeit kann er keinen klaren Gedanken fassen.
„Also gehen wir heute noch los? Der Dämon kann schon was weiß ich wo sein! Beeilung, Beeilung!“ sagt Sartan.
Drake hält es jetzt schon nicht mehr mit ihm aus, aber na ja, solange er eine Hilfe im Kampf gegen den Dämon ist, muss er ihn wohl ertragen.
Nach dem sie wieder zusammengepackt haben, gehen sie weiter.
Drake bemerkt etwas.
In der Hand eines toten Ork liegt noch der Stein der wahren Gestalt.
„Der könnte uns noch nützen.“ denkt sich Drake und nimmt den Stein.
Er sieht aus wie ein Kristall und ist auch dementsprechend so hart. Er hat eine schimmernde gelbe Farbe und leuchtet.
„Was hat das zu bedeuten? Die Wirkung des Steins ist doch schon vorbei, oder?“ denkt er sich und steckt den Stein ein.

„Drake!“, ruft Zacharia, „Was machst du da?“
„Ach nichts…“ antwortet Drake.
„Dann beeil dich und komm!“ ruft er.

Nachts ist es sehr kalt im Ödland, und wer weiß welche Monster in den Schatten dieses trostlosen Landes lauern.
„Ruben, wie weit ist es noch bis Terana?“ fragt Drake.
„Vielleicht noch gute 2 Stunden.“ antwortet er.
Drake ist erschöpft und sein Magen knurrt. Er wäre wahrscheinlich nicht mal für eine Verwandlung im Stande. Lange hat er in keinem richtigen Bett mehr geschlafen. Er kann es kaum mehr erwarten bis sie da sind.

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„Sind alle Corsaren so unfreundlich oder hat der nur ein Problem?“ fragt sich Drake nachdem sie schon eine Weile gelaufen sind.
„Na ja, mir soll’s egal sein.“

Nach unendlichen Minuten des Marschs sehen sie am Horizont schon die Mauern der Stadt Terana.
„Seht, am Horizont kann man schon die Mauern von Terana sehen.“ sagt Ruben um es noch mal allen deutlich zu machen.
Nach dem sie ein paar Schritte weiter Richtung Tor gemacht haben, staunt Drake nicht schlecht:

Er hat noch die so eine große Stadt gesehen, überall waren Obststände, Rüstung- und Waffenläden, Gasthäuser und vieles mehr.
Doch da fällt Drake etwas ein.
Er nimmt seinen Rucksack und schaut rein.
„Ähm, eine Frage. Hat einer von euch Geld???“ fragt er.
Zacharia fängt an zu lachen.
„Willst du uns weiß machen dass du kein Geld hast?“ fragt Zacharia.
„Hast du denn welches?“ reagiert Drake darauf.
„Ääh, schau mal ein Dämon!“ sagt Zacharia.
„Ja haha sehr witzig! Ruben was ist mit dir?“

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Ein kühler Wind kommt auf und Liandra zieht ihren dunkelblauen Wollumhang enger um den Körper. Jetzt, wo die Sonne untergegangen ist, wird es ziemlich schnell kalt, und auch langsam Zeit, sich eine Unterkunft für die Nacht zu suchen. Ihr Magen macht sie mit einem lauten Knurren darauf aufmerksam, dass sie wohl auch etwas essen sollte, denn außer einem alten Stück Brot und einigen Früchten, die sie den Obsthändlern stibitzt hatte, als diese gerade durch ehrliche Kundschaft abgelenkt waren, hat sie heute noch nichts gegessen. Aber Terana ist eine ziemlich große Stadt, und irgendwo gibt es bestimmt ein Gasthaus, was zu günstigen Preisen ein Abendessen und Zimmer anbietet.

Liandras Füße schmerzen bereits vom vielen Umherwandern, und sie lehnt sich an eine Häuserwand, um kurz auszuruhen und ihre langen Haare wieder zu einem ordentlichen Zopf zu binden, denn mittlerweile versperren die dunkelroten Strähnen ihr die Sicht. Danach fühlt sie in ihrer Umhangtasche nach dem kleinen Lederbeutel, den ein Besucher des Marktes ziemlich unachtsam auf einem Verkaufstisch abgelegt hatte. Er enthält nicht viele Münzen, aber für ein bis zwei Tage dürfte es wohl ausreichen.
'Wenn jeder so schlecht auf sein Geld aufpassen würde, wäre ich schon längst steinreich', denkt Liandra mit einem leichten Kopfschütteln und lenkt ihre Schritte in Richtung einer Taverne, die von außen einen viel versprechenden Eindruck macht. Doch nach einem Blick in das Innere des Schankraumes und auf die Preistafel seufzt sie auf. Wenn sie hier etwas zu Abend essen und ein Zimmer nehmen würde, bliebe ihr nichts mehr übrig. Vielleicht wäre es besser, jemanden aus der Stadt zu fragen, wo es hier für kleines Geld ein vernünftiges Gasthaus gibt.

Liandra läuft ein Stück die Straße hinunter und entdeckt eine schon ältere Händlerin, die ihren Stand etwas außerhalb vom Markt aufgebaut hat und gerade ihre Waren zusammenpackt.
"Entschuldigt bitte", spricht sie die Frau freundlich an, doch die antwortet ziemlich schroff: "Was willst du?"
"Ich wüsste gern, ob es in dieser Stadt ein günstiges Gasthaus gibt", sagt Liandra, immer noch mit freundlicher Stimme.
Sie erntet einen verächtlichen Blick von der Händlerin, die mit einer abweisenden Handbewegung erwidert: "Weiß ich nicht. Und wenn du nichts kaufen willst, dann verschwinde und stehle nicht meine Zeit."

"Vielen Dank für die Auskunft", kann Liandra sich nicht verkneifen zu sagen, ehe sie sich umdreht und weiter die Straße entlanggeht, auf der Suche nach Passanten, die vielleicht ein wenig netter als das alte Weib von eben sind. Eine belustigende Idee kommt ihr in den Sinn, und sie muss kichern, als sie darüber nachdenkt.
'Ich stehle ihre Zeit, hat sie gesagt. Schade nur, dass ich es nicht wirklich kann. Einige Leute würden bestimmt eine Menge Geld bezahlen, nur um mehr Zeit zu haben.'

Schwere Schritte holen sie wieder in die Realität zurück, und Liandra erblickt eine der Stadtwachen, die wohl ihren abendlichen Rundgang durch Straßen macht.
'Wenn der sich hier nicht auskennt, dann weiß ich auch nicht mehr weiter'

"Entschuldigt bitte, könntet Ihr mir wohl helfen?", fragt sie den Mann höflich, der etwas gelangweilt antwortet: "Was gibt es denn?"
Als er Liandra jedoch genauer ansieht, nimmt sein Gesicht sofort einen viel freundlicheren Ausdruck an. Dem Anschein nach ist er nicht älter als sie selbst, vielleicht sogar etwas jünger und sicherlich noch nicht allzu lange bei der Stadtwache.

"Ich meine, wie kann ich Euch denn behilflich sein, junge Frau?", fügt er mit einem breiten Lächeln hinzu, und Liandra sieht, dass ihm die Vorderzähne fehlen; vielleicht bei einem Kampf ausgeschlagen. Sie muss sich auf die Zunge beißen, um nicht loszulachen, und stellt ihm dieselbe Frage, wie der alten Händlerin.
"Aber es sollte natürlich auch keine Spelunke sein, in der sich nur Gesindel herumtreibt", schließt sie, ebenfalls lächelnd, und streicht sich eine Strähne ihres dunkelroten Haares aus dem Gesicht. Die Geste verfehlt nicht ihre Wirkung, denn der Wachmann nennt ihr ohne lang zu überlegen drei Gasthäuser und beschreibt ihr den genauen Weg dorthin.
"Übrigens, nach Dienstschluss gehe ich meistens in den 'Goldenen Krug'", erklärt er noch und Liandra erwidert mit einem Augenzwinkern: "Gut zu wissen, ich danke Euch jedenfalls sehr für die Hilfe. Aber nun will ich Euch nicht länger belästigen, ich halte Euch schon lange genug von Eurer Arbeit ab."
Der Wachmann antworte mit einer kleinen Verbeugung und Liandra dreht sich schnell um, damit er ihr Grinsen nicht sieht, und geht ein Stück die Straße entlang in Richtung 'Goldener Krug', ehe sie in einer Seitengasse verschwindet und sich auf den Weg in eine der anderen Tavernen macht.

Dort angekommen, atmet sie erleichtert auf. Endlich etwas ordentliches zu Essen und danach ein warmes Bett für die Nacht, mehr will sie im Moment nicht.
Der Schankraum ist nur zur Hälfte gefüllt, so dass Liandra noch einen Platz in der Ecke nahe der Theke bekommt, und kaum hat sie sich hingesetzt, als auch schon gleich eine sehr junge Bedienung an ihren Tisch kommt und freundlich nach ihren Wünschen fragt.
"Ein gutes Abendessen hätte ich gern, gibt es etwas, was Ihr mir besonders empfehlen könntet?"
"Nehmt den Eintopf, er ist der Beste in der ganzen Stadt, die Frau des Wirtes bereitet ihn nach einem besonderen Rezept zu", erklärt das Schankmädchen, und fügt mit leuchtenden Augen hinzu: "Wenn ich könnte, würde ich mich nur noch davon ernähren."
"Gut, dann bringt mir etwas davon", antwortet Liandra mit einem Lächeln und eifrig nickend läuft das Mädchen in die Küche, um kurze Zeit später mit einer ziemlich großen, bis zum Rand gefüllten Schüssel wiederzukommen.
"Ich bin sicher, es wird Euch schmecken", strahlt das Mädchen, als es die Schüssel vor Liandra auf den Tisch stellt und gleich wieder davonläuft, um sich um die nächsten Gäste zu kümmern.
Vorsichtig probiert Liandra von dem so angepriesenen Eintopf und stellt fest, dass das Mädchen nicht übertrieben hat; so etwas Köstliches hat sie schon lange nicht mehr vorgesetzt bekommen.
'Wenn ich das aufgegessen habe, brauche ich bestimmt drei Tage nichts mehr', denkt sie bei sich und freut sich darauf, gleich in ein warmes Bett zu fallen und schlafen zu können.


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„Ob ich Geld habe…“ denkt sich Ruben während er die beiden anschaut.
„Nun, Geld hätte ich schon aber…“ fängt Ruben an.
„Ok alles klar du bezahlst das Gasthaus!“, sagt Drake, „also gut wenn das schon mal geklärt ist, in welches Gasthaus gehen wir?“
„Hm, na gut ich bezahle, aber dann kriegt ihr auch nichts ab…“ macht Ruben einen Scherz.
Doch dann hört er, dass sie ihn wohl nicht als solchen angenommen haben.
„Das ist nicht fair!“ beschwert sich Zacharia.
„Genau außerdem wurde ich beraubt!“ sagt Drake ohne nachzudenken.
„Wann wurdest du denn beraubt?“ fragt Zacharia.
„Äh das tut jetzt nichts zur Sache! Komm schon Ruben!“ sagt Drake bettelnd.
„Das war doch nur ein Scherz also ihr versteht wirklich keinen Spaß…“ sagt Ruben.
„Dann ist ja gut, “, sagt Drake, „also, welches Gasthaus nehmen wir? Hat jemand einen Vorschlag?“

Plötzlich bemerkt Ruben etwas. Sartan ist weg, wo kann er sein?
Vielleicht ist er ja schon in ein Gasthaus gegangen.
„Gehen wir am besten da hin.“ Ruben zeigt auf eine Seitengasse in der Nähe, „Wenn ich mich nicht irre, müsste hier in der Nähe das Gasthaus ‚Zum silbernen Fass’ sein. Also los, gehen wir, außerdem wird es langsam kalt hier und ich will nicht erfrieren.“
Wie es schaut sind alle einverstanden und sie gehen Richtung Gasthaus. Mittlerweile ist es schon sehr spät geworden und in fast allen Häusern sind die Lichter aus. Als sie vor der Tür stehen, öffnet sie Ruben und sie gehen rein.

Es ist ein sehr schönes Gasthaus, hier stehen Tische und überall sind Krüge mit Bier, Wein und noch anderen merkwürdigen Getränken.
Oben hängt noch ein Schild:
„Willkommen im Gasthaus Zum silbernen Fass!“
Und da ist er.
Sartan sitzt gerade bei einem Tisch und isst sich satt. Als er sie bemerkt beginnt ein kleines Gespräch, an dessen Ende Sartan sich auf sein Zimmer zurückzieht.
"Ich werde nicht schlau aus dem Kerl!" sagt Ruben bevor Bann die Treppe zu Sartan erreicht.
Als sie zur Theke kommen bemerkt Ruben in der Ecke eine Frau die einen Eintopf isst. Ruben hat so eine Suppe noch nie gesehen aber sie sieht doch recht lecker aus. Ruben geht zu ihr und fragt:
„Entschuldigung, was essen sie denn da für einen Eintopf?“


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Da kracht die Tür des Wirtshauses auf und ein grosser, furchterregender Barbar tritt hinein. Er scheint riesig, denn er muss sich ein wenig ducken um nicht an den Türrahmen zu stoßen. Sein Auftreten verbreit verdutzen unter den Leuten, eine kurze Zeit bricht stille herein, denn scheinbar traut sich keiner etwas zu sagen, vielleicht aus Angst, dass dieses riesige Muskelpaket auf ihn losgehen würde.
Er tritt langsam und schweren schrittes auf die Theke zu, an den Menschen vorbei, die ihm mit grossen Augen nach blicken. Er setzt sich auf den scheinbar zu kleinen Stuhl und bestellt mit lauter und krachender Stimme ein Bier.

Langsam beginnen die anderen wieder an zu reden.
Doch irgendwie scheint er die Athmosphäre zu stören. Er sitzt stumm da und blickt nur auf einen Fleck an der Wand, er sagt nur etwas, um ein neues Bier zu bestellen...

Last edited by Darkmuver; 15/02/05 07:59 PM.

"Man muss gut überlegen, was man haben will. Es könnte passieren, dass man es bekommt."
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Sartan nimmt gerade genüsslich sein Mal zu sich, als die anderen ihrer Gruppe den Schankraum betreten.

„Wo wart ihr denn so lange?“ fragt Sartan.
„Wir hatten noch Probleme das finanzielle zu klären.“ Antwortet Ruben mit einem etwas genervten Gesichtsausdruck.

Unerwartet tritt jemand in das Gasthaus. Es ist ein Barbar. Er hat sich fast den Kopf am Türrahmen angehaut. Er geht zur Theke und verlangt mit grollender Stimme ein Bier.

„HAAHAHAHAHA!!“, lacht Sartan plötzlich los, „hilfe ich kann nicht mehr! HAHAHA!“
„Was ist denn mit dir los?!“ will Drake wissen.
„Entschuldigt mich. Aber als ich grade den laufenden Fleischberg da gesehen habe fühlte ich mich an eine lustige Begebenheit sie in der Taverne im Hafen von Minares in meiner Heimatwelt vorgefallen ist.“

„Wo hast du eigentlich das Geld her für dein Essen? fragt Zacharia an Sartan gewand.
„Nun, “, antwortet Sartan, „sagen wir mal ich habe es an einem ungewöhnlichem Ort gefunden. So und jetzt will ich mich zurückziehen, Guten Abend meine Herren!“

Sartan wendet sich wieder von der Gruppe ab und geht nach oben zu den Schlafräumen.
„Warum ist er denn jetzt wieder so fröhlich?“ wundert sich Drake.
„Frag mich nicht. Ich werde nicht schlau aus dem Kerl!“ gibt Ruben noch von sich bevor Sartan die Treppe zu den Schlafräumen erreicht.

Last edited by Marian; 27/02/05 12:49 AM.

*kling* und du bist tod
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Überrascht schaut Liandra zu dem Mann hoch, der sie da gerade angesprochen hat. Er sieht aus wie ein Krieger, denn er ist mit einer Lederrüstung bekleidet und trägt ein Schwert bei sich, einen langen Zweihänder, und sein Körperbau zeigt, dass er wohl täglich trainiert.

"Der Eintopf? Nun, wenn ich ehrlich bin, weiß ich selber nicht genau, was so alles darin ist, aber er wurde mir sehr empfohlen, und ich muss sagen, er schmeckt wirklich überaus gut", antwortet Liandra wahrheitsgemäß und bemüht sich dabei um eine freundliche Miene, während sie etwas genervt denkt:'Hoffentlich gibt er sich damit zufrieden, ich bin im Augenblick nicht in der Stimmung, noch ein Schwätzchen zu halten'.

Aus den Augenwinkeln bemerkt sie dann ein Aufblitzen und lässt ihren Blick kurz zu den beiden anderen Männern huschen, die mit dem Krieger zusammen das Gasthaus betreten hatten.
Der eine ist in einen seltsamen schwarzen Umhang gehüllt, während der andere eher ganz normal bekleidet ist, aber an seinem Gürtel trägt er noch einen hübsch verzierten Dolch, der ziemlich wertvoll aussieht.
'Na, da wüsste ich doch gleich einen Händler, der mir dieses schöne Stück mit Freuden abkaufen würde', kommt es ihr beim Anblick des Dolches gleich in den Sinn; und sie schaut mit fragendem Gesicht wieder den Krieger an, der immer noch interessiert auf ihre Schüssel starrt.
"Am besten fragt Ihr das Schankmädchen nach dem Eintopf von der Frau des Wirtes, ich bin sicher, sie wird wissen, was Ihr meint", erklärt Liandra noch, bevor sie sich wieder ganz ihrem Abendessen widmet und dabei den Mann mit dem Dolch heimlich beobachtet.


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Die Frau informiert sie über den Eintopf.
„Am besten sollten wir nicht mehr lange aufbleiben und nach dem Essen gleich schlafen gehen.“ überlegt Drake.
Inzwischen ist die Frau fertig mit Reden und isst ihren Eintopf weiter.
„Ruben, wir sollten uns dann wohl auch so einen Eintopf bestellen.“ sagt Drake.
Ruben nickt und fasst in einen Beutel der an seiner Hose befestigt ist und holt etwas raus.
Es sind Münzen, was sollte es auch sonst sein.
Damit dreht sich Ruben Richtung Theke und ruft eine Bedienung.

Nach einer Weile kommt jemand und sagt:
„Willkommen im Gasthaus 'Zum silbernen Fass', was darf ich ihnen bringen?“
„Wir hätten gerne drei Mal den Hauseintopf.“, sagt Ruben und legt das Geld auf den Tresen.
Nach wenigen Augenblicken kommt die Bedienung mit 3 Tellern voll mit dem Eintopf zurück.
„Danke für ihre Bestellung!“ sagt die Bedienung und widmet sich dem nächsten Gast zu.

Drake nimmt seinen Eintopf.
„Sieht einer von euch hier irgendwo einen freien Platz? Der Barbar der vorhin rein gekommen ist hat den letzten Tisch besetzt.“ sagt Drake.
Zacharia schaut sich kurz um und sagt schließlich:
„Wir sollten lieber gleich ein Zimmer nehmen und dort essen. Hier ist es sowieso zu laut und zu voll!“
„Gute Idee.“ stimmt Ruben zu.
Ruben wendet sich wieder Richtung Tresen und mietet ein Zimmer. Drake hört nicht viel von derm Reservierungsgespräch, bloß die Zimmernummer, es ist die 7.

Mit ihren Eintöpfen gehen sie hoch in das Zimmer Nummer 7.
Als sie vor der Tür stehen öffnen sie die Tür.
Mit einem leisen Knarren öffnet sie sich.
Da fällt Drake etwas ein:
„Ist in dem eigentlich Platz für 3 Leute?“ fragt er sich, doch als sie in das Zimmer reingehen, sieht er, dass 2 Doppelbetten im Zimmer stehen.
„Haben wir nicht irgendetwas vergessen?“ sagt Ruben nachdenkend.
„Hm…“, denkt Zacharia nach, „Achso! Wir wollten doch noch Proviant einkaufen.“
„Dafür ist jetzt aber sowieso keine Zeit, es ist schon spät und der Markt hat längst geschlossen!“ sagt Drake.
„Drake hat Recht.“, sagt Ruben, „Wir sollten jetzt schnell unsere Eintöpfe essen und ins Bett gehen, falls Exidon angreift müssen wir fitt sein!“
„Stimmt.“ sagt Zacharia.

Sie machen die Tür zu und setzen sich an den Tisch, der in de Mitte des Zimmers steht. Während sie so am Tisch essen denkt Drake nach.
Was werden sie tun wenn der Dämon besiegt ist?
Exidan könnte jederzeit einen neuen Dämon beschwören.
Und überhaupt, warum will Exidan die Städte zerstören?
Drake hofft, dass sich die Antworten offenbaren werden, ihr jetziges Ziel ist erstmal, den Dämon zu besiegen.
Damit isst Drake seinen letzten Löffel Eintopf und geht ins Bett.

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Plötzlich weckt Drake etwas aus dem Schlaf.
Es hört sich wie Lärm an, der von draußen kommt.
Schnell springt er aus dem Bett und geht zum Fenster.
Draußen sieht er nicht viel, nur große Staubwolken.
Es muss etwas passiert sein. Drake geht zu Zacharia und rüttelt an ihm um ihn aufzuwecken, doch er bekommt nur lautes Geschnarche als Reaktion.
„Das gibt’s doch nicht!“ denkt Drake.
Er klettert das Doppelbett ganz hoch und schuppst Zacharia runter.
„AUA!!!!“ schreit er.
Zacharia schaut nach oben zu Drake.
„Sag mal spinnst du?!“ schreit er.
„Was schreist du denn so rum?“ sagt Ruben aus dem Schlaf gerissen.
„Draußen ist etwas passiert! Wir müssen nachsehen vielleicht ist es Exidon.
Zacharias Blick wird ernst und er geht gleich zu seinen Sachen und nimmt seinen Zauberstab. Genau das Gleiche macht auch Ruben.
Drake springt vom Bett runter und nimmt seinen Rucksack und den Dolch.
Sie gehen aus dem Raum.
Als sie die Treppe des Gasthauses runtergehen, fällt Drake etwas auf.
Der Raum ist leer, aber die Tische sind noch gedeckt mit Krügen, an der Theke stehen auch noch Eintöpfe und Teller, bloß fehlen die Menschen.
Drake geht aus dem Gasthaus raus, gefolgt von Zacharia und Ruben.
Da sehen sie ihn.
Exidon.

Sie verstehen sich ganz ohne Worte und greifen ihn an. Drake rennt auf den Dämon zu, ohne jeglichen Plan.
Doch der Dämon reagiert und schlägt zu.
Drake wird nach hinten durch die Luft geschleudert.
Er fällt gen Boden.
Dann wird im schwarz vor Augen.

Als er seine Augen wieder öffnet liegt er auf dem Boden. Doch der Boden ist aus Holz. Er ist im Gasthaus!
Drake merkt, dass er aus dem Bett gefallen ist und dass alles nur ein Alptraum war. Es ist spät in der Nacht und er versucht noch ein wenig zu schlafen, was ihm jedoch sehr schwer fällt. Wenn so was wirklich passiert wäre…
Drake schafft es irgendwie wieder einzuschlafen.

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Fandalor, Ritter des Herzogs von Gardreth, war in einer Mission unterwegs, die ihn in große Gefahren brachte. Sein Erinnerungsverögen schwand, als er sich dem Tode gegenüber sah. Glücklicherweise wurde er bei seinem letzen Gefecht von seinem Gegner für Tod gehalten. Oder waren es gar mehr Gegner? Fandalor wusste es nicht mehr.
Auch wusste er nicht, wie er in dieses abgelegene Dorf kam. Er hatte noch bruchstückhaft in Erinnerung, dass er von reisenden Nomaden aufgelesen wurde, als er durch das Ödland irrte.
Sie brachten ihn hierher, doch half ihm das nur wenig. Wer war er? Was für eine Aufgabe hatte er? Fandalor wusste, dass er ein Ritter war. Daran erinnerte er sich. Auch an seinen Herzog erinnerte er sich. Doch wie lautete sein Auftrag? Er wusste es nicht mehr.
Und selbst wenn er gewusst hätte, wo genau er war und welchen Weg er einschlagen müsste, um zurück in seine Heimat zu kommen, was hätte er seinem Herzog berichten können?
Er musste wieder zu Kräften kommen. Er musste sich erinnern. Vielleicht würde es seinen Erinnerungen helfen, wenn er etwas tat, was dem allgemeinen Ritterkodex entsprach. Schwachen helfen. Böses bekämpfen. Recht sprechen. Ehrenvoll handeln.
Er hatte noch etwas Gold übrig und eine Unterkunft und etwas zu essen und zu trinken bitter nötig. Fandalor beschloss, diese Nacht in der Taverne zu verbringen und wieder zu Kräften zu kommen.


Science Fiction und Fantasy:

Fantastische Welten Berlin
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Gähnend erwacht Drake aus seinem Schlaf.
Die anderen schlafen noch, wahrscheinlich ist es noch sehr früh.
Drake nimmt seine Ausrüstung und wollte gerade zur Tür raus gehen um dort zu trainieren als er etwas bemerkt. Es ist still, viel zu still...

Drake hat ein mulmiges Gefühl bei der Sache.
Er dreht sich um und geht auf die Betten zu. Da bemerkt er erst das Ruben verschwunden ist. Er versucht Zacharia auf zu wecken. Erst jetzt bemerkt er sein lautes Schnarchen. Er hält ihm die Nase zu und nach ein paar Sekunden wacht er mit einem Schreck auf.
"Was machst du da?" sagt er.
"Irgendetwas stimmt hier nicht..." entgegnet Drake "und wo ist eigentlich Ruben?"
"Er musste weg, er hat es mir mitten in der Nacht gesagt. Ich weiß nicht warum aber es muss wichtig gewesen sein, normalerweise kann man sich immer auf ihn verlassen..." entgegnet Zacharia.
"Hm nagut, aber das ist jetzt nicht sehr wichtig, hörst du wie still es hier ist? Das ist nicht normal für ein Gasthaus finde ich."

Zacharia zieht seinen Umhang an und nimmt seinen Stab mit. Als sie zur Tür hinausgehen wollten hören sie etwas. Jemand klopft an der Tür.
Ein dumpfes Geräusch ertönt bei jedem der Klopfschläge.
Drake zieht seinen Dolch.
Mit leisen Schritten geht er auf die Tür zu.
Er bewegt seine Hand auf die Türklinke und
dann geschieht alles blitzschnell.
Er öffnet die Tür und mit einem Ruck hält er ihr den Dolch an den Hals.

Er ist mittelgroß und trägt eine Rüstung aus dickem gutem Edelstahl. Die Rückseite eines Schildes schauht hinter seine Rücken vor und ein Schwert ist an seinem Gürtel befestigt.
Er wirkt wie ein Krieger.
Doch dann bemerkt er das Gesicht des Menschen. Er schauht furchtlos auf Drake. Es muss ein Paladin sein, nur sie schauhen einem Feind furchtlos ins Gesicht, den ihr Glaube ist ihr Schild.
Drake steckt den Dolch wieder ein.
"Wer bist du?" fragt der Drachenmensch.

Last edited by Skydragon; 02/07/05 03:42 PM.
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