Rashida nimmt gerade den nchsten Angreifer ins Visier, als ihr Schwert aus ihrer Hand fllt. berrascht schliesst sie ihr inneres Auge und blinzelt in das helle Tageslicht.

Nein, das ist heller als normales Sonnenlicht, vor allem war es ja bereits dunkel! Sie erkennt die mchtige Magie und entscheidet, sich mit dem Priester lieber nicht direkt anzulegen.

Ihre Hnde werden an ihre Seite gepresst und ihre Aura verschwindet wieder.

Sie will losmeckern und ihren Unmut lauthals loswerden, doch der Zauber wirkt auch auf ihren Mund. Lediglich ihre Augen und Ohren sind noch offen.
Rashida lauscht gebannt der Erluterung des Priesters, der einige Sachen in das rechte Licht rckt. Zumindest in "sein" rechtes Licht.

"Ich darf mich nicht zu etwas hinreissen lassen.", denkt sie leise und versucht, sich der charismatischen Ausstrahlung des Priesters zu entziehen.
Das gelingt ihr zwar, aber der Magie kann sie nicht entrinnen.

Die Gruppe setzt sich wieder in Bewegung, nachdem die gefallenen Ritter wiederbelebt wurden. Die zwei Ritter, die Rashida erledigt hat, schauen sie hhnisch an, einer zischt etwas wie: "Alle Anstrengung umsonst!", als er an ihr vorbeigeht.

"Tja, das kann passieren. Hey, was ist nun los?", die Gedanken purzeln nur so durch ihren Kopf. "Wir werden durch den Zauber an die Gruppe gebunden und mssen jetzt hinterher laufen. Na klasse, und was ist mit meinen Sachen?"

Es scheint, als knnte der Priester Gedanken lesen, denn die Gruppe bleibt kurz stehen und das Gepck fliegt auf magischen Wege zu seinem Besitzer.

"Danke, das ist schon besser!" denkt Rashida, als sie das Gewicht ihres Rucksacks auf ihren Schultern sprt.

Langsam kommt der Tross voran. Zwei Ritter reiten vorne weg, je drei decken die Seiten ab und zwei bilden die Nachhut. Der Priester selbst reitet mal vor den Gefangenen, mal neben ihnen und mal hinter ihnen.

Rashida ist davon berzeugt, dass der Priester ihre Gedanken lesen kann.
Als er wieder neben ihr ist, sieht sie ihm direkt in die Augen und denkt so laut sie kann: "Wre es wohl mglich, dass wir wieder reden knnen? Das wre sehr zuvorkommend von Euch!"
Der Priester grinst breit und hebt seine Hand. Nach ein paar gemurmelten Worten knnen die Gefangenen ihre Mnder wieder bewegen.
Rashida nickt dem Priester zu und bedankt sich per Gedanken: "Vielen Dank. Httet ihr nachher wohl Zeit, mit mir zu reden? Ich wrde sehr gerne mit Euch etwas plaudern, womglich finden wir ja Gemeinsamkeiten?"
Der Priester sieht Rashida nachdenklich an und nickt dann kurz. Dann reitet er wieder an die Spitze des Zuges, der Vorhut Anweisungen gebend.


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus