Als der Zug der Ritter sich nähert, erhebt sich Glance von seinem Felsen und bleibt gut sichtbar stehen. Dies ist die erste Gelegenheit den Tross aus der Nähe zu betrachten. Ein Ritter reitet vorne, gefolgt von dem Priester. Sodann folgen zwei, die den Magier in ihrer Mitte bewachen, von denen einer ein Packpferd mit einem Haufen Waffen und Ausrüstung hinter sich her führt. Darauf folgen zwei Frauen, eine menschliche Kriegerin und eine reinblütige Elfin, ihnen widerum folgt ein Ritter, der ein überzähliges Reitpferd führt. Dahinter stapft ein menschlicher Krieger trotzig hinterher. Die restlichen 4 Ritter reiten als Flankensicherung, je zwei rechts und links.

In dem Moment als sich die vorderen Ritter und der Priester auf ihn konzentrieren bricht ein gewaltiges Tohuwabohu aus - eine Horde Schweine, gejagt von drei hungrigen Wargen, hetzt mitten in den Tross. Alle wenden sich der neuen Gefahr zu, und ein fürchterliches Durcheinander aus Schweinen, Wargen, und scheuenden Pferden entsteht. Glance sieht die Elfin als erste im Wald untertauchen, auch die Kriegerin verschwindet zwischen den Bäumen, dicht gefolgt von dem Magier, der sich seinen Bewachern entzogen hat, kaum daß deren Aufmerksamkeit abgelenkt war. Der Krieger am Ende des Zuges entschwindet in den Felsen. Das Packpferd mit der Ausrüstung wird von einem Warg in den Wald gehetzt - aus dem Augenwinkel bemerkt Glance ein stabförmiges Leuchten auf dem Packen.

Nach der ersten Verwirrung haben die kampferprobten Ritter schnell mit den Schweinen und den zwei verbliebenen Wargen aufgeräumt und wollen spontan den Entflohenen nachsetzen, aber der Priester gebietet ihnen Einhalt. "Ihr werdet sie im dichten Wald niemals aufspüren", sagt er dem Anführer der Ritter. "Aber sie sind unbewaffnet!" antwortet dieser. "Schon, aber wir haben ihre Waffen auch nicht mehr, und zumindest einige von ihnen sind magiebegabt". Nach diesen Worten wendet sich der Priester Glance zu, der immer noch am selben Platz steht, seine Pfeife in der linken Hand - ein Bild der Unschuld und der Harmlosigkeit.

"Bist du für all dies verantwortlich, das unseren Gefangenen die Flucht ermöglichte?, fragt er. "Aber nein", antwortet Glance und blickt ihm offen ins Gesicht, "Ich bin genauso überrascht wie ihr! Ich habe niemand aus eurer Gesellschaft je getroffen oder gesprochen, soweit ich sehen konnte." " Wer bist du, junger Mann, und was führt dich in diese Gegend?", fragt der Priester weiter. Bei den Worten "junger Mann" umspielt ein kurzes Lächeln Glance's Mundwinkel. "Ich bin Glance A'Lot, Sohn von Parn, des heiligen Ritters von Lodoss und der Hochelfe Deedo Deedlit", entgegnet Glance mit Stolz, "und ich bin hier auf der Suche nach den Wurzeln des alten Volkes. Wer aber seid ihr?" "Wir sind Gesandte des Herzogs von Lorchem, die einen Verbrecher jagen. Mehr braucht ihr nicht zu wissen", sagt der Priester nun etwas höflicher.
Er blickt sich um und zuckt resignierend mit den Schultern "Wir müssen den Hohepriester schnellstens von der neuen Lage informieren!", sagt er zu den Rittern. Ohne ein weiteres Wort an Glance formiert sich der Tross neu, und, nun unbehindert von den laufenden Gefangenen, ziehen sie in schnellem Trab ab.

Kurz bevor sie ausser Sicht sind wendet sich der Priester um und sieht wie Glance sich aus einem der Schweinekadaver ein paar ordentliche Stücke Fleisch schneidet.









In times of crisis it is of the utmost importance not to lose your head (Marie Antoinette)