Rashida sieht die Ritter und den Priester abziehen. Ein kurzer Gedanke zuckt durch ihren Kopf: "Wir sehen uns wieder! Seid vorbereitet!"
Sie schüttelt ihren Kopf, wohl wissend, die Botschaft des Priesters nicht vergessen zu können.
"Holzauge sei wachsam, vielleicht treffen wir uns schneller als erwartet wieder!"
Dann fordert der anstrengende Marsch seinen Tribut, die Kriegerin schläft ein, auf ihren Gott vertrauend, dass ihr kein Leid geschieht.
Nach einem kurzen, aber erholsamen Schlaf, wird die Kriegerin wach. "Hunger! Ich will was essen! Nur wie? Ich habe mein Schwert nicht mehr! Mal sehen, was ich so alles finde. Maus ist zwar nicht das leckerste, aber es stillt auch den Hunger. Und dafür brauche ich kein Schwert. Aber was riecht denn hier so lecker?", schuppert Rashida. Sie nimmt einen tiefen Atemzug und riecht gebratenes Fleisch, erlesene Kräuter und spezielles Feuerholz. "Hmmm, solche Kräuter habe ich bisher nur in der Elfensiedlung bei Undars Tempel gerochen. Na, mal sehen, wer so auf sich aufmerksam macht, nicht, dass ich in eine Falle laufe!"

Langsam folgt Rashida der Duftspur. Bevor sie aus dem Schutz des Waldes tritt, sieht sie Stone, der sich bereits dem hell scheinenden Feuer nähert. Da, eine Bewegung neben dem Feuer. Stone nähert sich ganz unbedarft und bleibt dann abwartend stehen.
Rashida wartet eine Weile und tritt dann aus dem Dickicht heraus.
"Seid gegrüsst Stone!", lächelt sie freundlich in Richtung des Hüters.
Dann wendet sie sich der Person am Feuer zu:" Mae govannen! Anor feanol a sidh nireb!", sie verneigt sich vor dem Elfen, der sie nun interessiert betrachtet. "Ich bin Rashida, die heilige Kriegerin des Undar und Freundin der Elfen. Darf man sich setzen und an Eurer Mahlzeit teilhaben?"


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus