Auf Rashidas freundliche Bitte hin, ihn einmal streicheln zu dürfen, trippelt der kleine Drache zu der Kriegerin. "Ich glaube, dort hinten in meinem Nacken haben sich noch ein paar kleine Scherben von dem Spiegel verklemmt. Könntest du sie bitte entfernen? Und dann auch ruhig noch ein kleines bisschen weiterkraulen? Achte nur darauf, dich nicht an den harten Schuppen auf meinem Rücken zu schneiden.", sagt er in kindlicher Begeisterung.
Genüßlich streckt Lu Ser den Kopf lang über dem Boden aus und genießt die ungewohnt sanfte Berührung. Leider steht viel zu schnell der Aufbruch an, so dass die Flügellosen wieder wichtigere Dinge zu tun haben.

Lu hat ein leichtes Zögern über die Züge des Halbelfens laufen sehen, als er fragte, ob er Glance begleiten dürfe. Daher nimmt er sich vor, sich ganz genau an die Anweisungen seines ungleich erfahreneren Gefährten zu halten ... auch, wenn er ihn »Glasdrache« nennt. Glasdrache! Phhh! Widerwillig muss Lu schmunzeln; denn selten zuvor war er mit so liebenwürdigem Spott mit einem treffenderen Namen belegt worden.

Die restliche Gruppe wendet sich wieder dem Tempel zu, während Lu Glance aufmerksam und eifrig in den Wald folgt. Er ist erstaunt, wie geschickt und geschmeidig sich der Halbelf fortbewegt. Kaum jemals scheint er einen Ast zu zerknicken oder ein Blatt zu streifen. Lu kommt sich unglaublich plump vor.
Ob er es wagen soll, sich rasch ein wenig leichter zu zaubern? Nach einem kurzen Seitenblick auf Glance zupft Lu vorsichtig an dem seiner Meinung nach passenden Kraftfaden. Und wirklich! Seine Schritte werden leichter und leiser. Dass er gleichzeitig seinen Schwanz in allen Regenbogentönen eingefärbt hat, bemerkt er nicht.

Glance und Lu erreichen die inzwischen verlassene Stelle, an der die Ritter ihr Nachtlager eingerichtet hatten. Der kleine Drache beobachtet Glance aufmerksam, um zu erfahren, was dieser als nächstes zu tun gedenkt.