Lu schwirrt der Kopf. Keine unnötigen Schrauben mehr, nimmt er sich fest vor. Das bringt seinen Drachenmagen zu sehr durcheinander.

Sein Gedankengang wird abrupt unterbrochen, als Glance völlig unerwartet abstoppt und geduckt zur Seite springt. "Gefahr! Gefahr!" zuckt es durch den Kopf des kleinen Drachens. Als er es ihm gerade gelungen ist, ebenfalls zum Stehen zu kommen, wirft sich jäh ein dunkler Schatten von hinten über ihn und drückt seinen Kopf zu Boden. Es wird finster um Lu. "Oh nein, erwischt!" durchfährt es den Drachen. Jetzt hilft ihm auch seine Unsichtbarkeit nichts, der Angreifer hat ihn schon fest im Griff.

Aber so leicht will Lu sich nicht ergeben! Er versucht in die Hand zu beißen, die ihn von hinten umklammert. Doch der Angreifer ist zu stark und hält seinen Kopf weiterhin am Boden. Als Lu panisch aufflattern will, kann er seine Flügel kaum heben. "Der Angreifer muss ein Netz über mich geworfen haben", denkt er, "Ich bin verloren ... Wo ist nur Glance?".

Plötzlich hört er das Flüstern des Halbelfens. Es klingt nahe und ganz ruhig. Auch der Druck auf seinem Kopf lässt nach. Lu erkennt schlagartig, wer der »Angreifer« ist.
Empört zischt der kleine Drache: "Glance! Wie kannst du mich nur so erschrecken!" Immer noch rast sein Herz wie verrückt. Vor Erleichterung, dass letzendlich doch nichts passiert ist, treten zwei dicke Drachentränen in seine Augen und rollen langsam auf den Boden.