Zu Lus tiefer Verzweiflung, beginnt Big Claw eifrig zu nicken. Lu meint sogar, Erleichterung auf ihrem Gesicht zu erkennen. Sie lächelt!
"Das kann doch nicht wahr sein", zaudert er. "Was habe ich nur getan, dass sie mich so unverblümt loswerden wollen?".

Die Fee wischt über Lus Gesicht und pustet die Tränen fort.
"Jetzt lach doch wieder und spiel endlich mit mir", fordert sie Lu auf. Aber Lu ist nicht nach Spielen zumute. Er hockt sich auf die Wiese, schlägt seine Flügel wie einen Schutzwall um sich und weint. "Warum nur?" flackert es immer wieder durch seinen Kopf.

"Du bist langweilig! Sag mir Bescheid, wenn du dich wieder beruhigt hast!", schimpft die Fee. Sie dreht sich einmal blitzschnell um sich selbst und in einem Wirbel aus Blütenblättern ist sie verschwunden. Die Blütenblätter rieseln langsam zu Boden.

Nach einigen langen Minuten besinnt sich Lu. Er kann ja immer noch versuchen, sich zu seinen Freunden zu zaubern. Konzentriert und vorsichtig will er nach den Kraftfäden greifen, als er entgeistert feststellen muss, dass hier keine Fäden existieren. Nur eine Art grauer Nebel, in dem er nicht weiß, wo er seine Energien ansetzen kann. Nach einigen ergebnislosen Versuchen hält er inne. Hier kann er rein gar keinen Zauber weben.

Missmutig wirft sich Lu auf die Blumenwiese. Seine ehemaligen Gefährten wollen ihn nicht mehr dabei haben, werden ihn folglich also auch nicht hier heraus holen. Seine Familie hat keine Ahnung, wo sie nach ihm suchen soll. Er selbst kann sich nicht befreien. Die Verzweiflung liegt so schwer auf ihm, dass er noch lange weint, bis er endlich in einen unruhigen Schlaf fällt, das Amulett fest an sich gedrückt.