Unwillkrlich greift die Kriegerin zu ihrem Schwert und hlt den Knauf fest umschlossen.

"Mir bleibt nichts anderes brig, als Euren Worten Glauben zu schenken. Und seid unbesorgt! Ich werde Euch begleiten, da ich wichtige Dinge prinzipiell nicht aus der Hand gebe. So ist es auch mit meinem Schwert. Das muss man mir aus den kalten, toten Hnden reissen, freiwillig bekommt das niemand!" Ihre Stimme ist etwas lauter geworden bei diesen Worten.

Sie schaut sich um und sagt dann in einem munteren Tonfall: "Also ich habe nichts gehrt. Und ich hre jetzt auch nichts mehr. Aber wartet, ich werde mal nachschauen gehen!"

Langsam geht sie in den Turm hinein. Sie weiss nicht wieso, aber es beruhigt sie zu wissen, dass der Reisende hinter ihr ist.

Sie sucht sich vorsichtig einen Weg bis zu der Treppe. Da sie immer noch nichts hren kann, geht sie die ersten Stufen der Treppe hinunter.

Die Kriegerin richtet sich auf und will gerade "Alles in Ordnung?" laut nach unten rufen, als sie ihr Gleichgewicht verliert und ziemlich geruschvoll die Treppe nach unten purzelt.

Ihr Schwert klirrt laut an den Wnden, die es trifft, die Streiterin selber betont jeden Aufprall auf einer Stufe mit einem lauten "Au!"

Nach einigen Au's kommt Rashida unten an und bleibt mit dem Gesicht nach unten liegen.

Sie richtet sich auf, schaut die Treppe hinauf. Dann geht sie einen Schritt rckwrts und rempelt Nerosch an.

Sich schnell umdrehend sprudelt sie los: "Oh, verzeiht, Nerosch, ich wusste ja nicht, dass ihr hier steht! Ich wollte Euch wirklich nicht schon wieder anrempeln. Warum schaut Ihr denn so sparsam?"

Allmhlich dmmert der Streiterin, dass sie sich mal umsehen sollte.

Sie hebt ihren Kopf und streift als erstes die Augen des anderen Zwergs.
"Uh, Xanlosch, ihr seht aber gar nicht gut aus! Und wieso habt ihr solche Augenringe? Ich sollte Euch mal ein Rezept meiner Urgrossmutter geben, das zaubert diese hssliche Wlste unter Euren Augen wieder weg..."

Ihre Stimme erstirbt langsam, sie begreift, dass die Situation nicht so ist, wie sie aussieht.

Dann wendet sie sich an Glance und Stone, die in eine dunkle Ecke schauen. Ihr Blick folgt dem der anderen und sie sieht ein Wesen an der Hhlenwand stehen, dessen Augen purpurn leuchten. Natrlich ist es bewaffnet und schaut nicht unbedingt freundlich.

"Knnte mir einer mal bitte erklren, was passiert ist?", fragt sie mit recht schwacher Stimme.


Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus