Rashida steht in vollkommener Schwrze. Kein Laut ist zu hren.
Dann sieht sie die Traum-Rashida. Sie steht inmitten eines Raumes, den Rashida noch nie gesehen hat.
"Ob ich dort einmal sein werde?", berlegt sich die Kriegerin. Doch bevor sie sich mehr Gedanken machen kann, bewegt sich die Traum-Rashida und die Streiterin verfolgt das Geschehen.

Die Traum-Kriegerin geht in dem Raum umher, anscheinend auf der Suche nach etwas oder jemand. Dann blickt sie erleichtert, als sich ihr eine Gestalt nhert, die in einen dunklen Umhang gehllt ist. Der Reisende, zumindest seine Traum-Version.

Die Traum-Streiterin luft auf ihn zu, anscheinend froh, ihn zu sehen.

Rashida geht nher heran, um alles zu sehen und zu hren.

Die beiden stehen sich gegenber, die Traum-Rashida mit einem Lcheln auf den Lippen, der Reisende verschlossen wie immer.
Und doch bricht er das Schweigen: "Soso, hast Du es also doch bis hierher geschafft! Das grenzt ja fast an ein Wunder..."
Rashida will schon losmeckern, da unterbindet der Fremde jegliche Rede mit einer Handbewegung: "Schweig! Ich brauche Dein Artefakt und Du wirst es mir geben!"

Die heilige Kriegerin wendet sich gegen den Reisenden: "Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich mein Schwert niemals aus meinen Hnden gebe! Niemals!"

Hass baut sich zwischen den Beiden auf. Ein Schweigen, dass nichts Gutes verheisst, fllt den Raum.
Ein leises, zynisches Lcheln umspielt den Mund des Fremden.
"Schade. Wirklich schade, denn Du wrst eigentlich gar nicht so ungeeignet fr...", er beendet den Satz nicht, doch der Blick, mit dem er den Krper seines Gegenbers streift, spricht Bnde. "Ich wrde gutes Geld fr Dich kriegen!"

Rashida schttelt energisch den Kopf: "Glaub ja nicht, dass ich fr irgendeines Deiner dunklen Rituale herhalten werde! Das kannst Du Dir aus dem Kopf schlagen."

Der Reisende legt wortlos seine rechte Hand an ihr Kinn und hebt ihren Kopf, sodass sie ihm in die Augen schauen muss. Als die Traum-Kriegerin durch den Blick seiner kalten, eisblauen Augen gefesselt ist, legt er die Fingerspitzen seiner linken Hand an die Stirn der Streiterin und schickt etwas Magie durch seine Hand in den Krper der Kriegerin.

Der Blick von Rashida erstarrt, die Augen werden leer. Langsam zieht der Reisende seine rechte Hand weg und der Krper der Streiterin fllt leblos zu Boden. Emotionslos nimmt der Fremde das Schwert, verbirgt es in seinem Umhang und verlsst den Raum.

Die echte heilige Kriegerin ist wie vom Donner gerhrt. Sie steht da und blickt auf ihre Leiche. "Das kann doch nicht sein!", denkt sie verzweifelt. "Wird das wirklich passieren?" Sie will mit dem Reisenden sprechen und luft in die Richtung, in der er verschwunden ist.

Auf der anderen Seite des Raumes bleibt sie stehen und beginnt zu schreien: da liegen die leblosen Krper der anderen Gefhrten!

Rashida wird mit einem Schlag wach. Sie macht die Augen auf und will einen Schrei loslassen, als dieser ihr im Hals stecken bleibt.

Sie schaut direkt in die Augen des Reisenden, der seine Hand auf ihrer Stirn hat!

Last edited by Rashida; 02/07/04 04:43 AM.

Quem dei diligunt, adulescens moritur. Titus M. Plautus