Während Glance Rashida weckt und die Gruppe erste Überlegungen anstellt, welcher Weg weiter zu verfolgen sei, betrachtet Lu weiterhin intensiv das Amulett. Ein Drachenfreund hat es einst getragen? Wer mag das nur gewesen sein? Und was war mit ihm geschehen? Warum hatte jemand das Zeichen seiner Verbundenheit mit den Drachen ablegen müssen? Wer hatte ihn verfolgt? Sonderlich sorgfältig war die Kiste nicht versteckt. Aber vielleicht war sie auch im Laufe von Jahren durch Wasser und Wind wieder freigelegt worden. Lu ärgert sich nun, dass er die Kiste nicht genauer untersucht hat.
Ein Drachenfreund ... Lu fühlt sich plötzlich sehr geehrt, dieses historische Zeichen der Freundschaft zwischen so unterschiedlichen Wesen wie Drachen und Ungeflügelten tragen zu dürfen. Er, der selbst nur ein "halber Drache" ist, wie seine Kameraden oft spotteten.

Seine Gedanken gleiten zurück zu den Worten des Reisenden. Das Amulett soll die positiven Eigenschaften seines Trägers verstärken? Hmm, was sind seine "positiven Eigenschaften"? Er kann drei Schüsseln Kekse in wenigen Minuten verputzen, worüber sich nette Bäckerin DocdorOet Kerlix immer sehr amüsiert hatte ... Lu ist sich aber irgendwie sicher, dass das nicht zählt.

Positive Eigenschaften ... Lu grübelt weiter. Er ist ... nunja ... sehr schreckhaft ... manchmal geradezu ängstlich. Ungeschickt. Neugierig. Slalomflieger. Ein schlechter Kraftfädenweber. So intensiv der kleine Drache auch nachdenkt, eine rundum positive Eigenschaft will ihm zu sich selbst einfach nicht einfallen. Seufzend streichelt er das Amulett und fährt mit einer Kralle die Linien nach. Ob es nicht doch effektiver bei einem anderen Gefährten wäre?

Das eigenartige Buch hat er unter der Fülle neuer Informationen schon wieder fast vergessen.