Bloodwin schliesst Pavel die Augen.
Pavel war der letzte der Grupppe die mit ihm in das Gebirge gezogen ist, und Blooodwin hat keine Ahnung was aus den anderen unter Rosso geworden ist.
Er weiss nur das rings um ihn herum seltsame Kreaturen sind, schnell und zäh.
Wer von ihnen Verwundet wird spürt tief ihm Geist einen schrecklichen Schmerz, der umso schlimmer ist als dass er hoffnungslosigkeit und verzweiflung mitbringt.
So war es mit Pavel geschehen, sie waren schon nur noch zu zweit, die andauernden kämpfe hatten ihren Tribut gefordert, in dem letzen Kampf.
Einer dieser Bestien war es gelungen seine Klaue in Pavels Arm zu schlagen, und sich darin zu verkrallen.
Bloodwin war zu spät mit seinem Gegner fertig geworden: Als er Pavel von seinem Peiniger befreien konnte, dessen Kopf weit den Berg hinunter geflogen war, hatte sich in seinem Geist schon soviel angst und verzweiflung angesammelt das er einfach aufgab.
Wie ein gefangener Spatz in der Hand, so hörte Pavel einfach auf zu atmen.
Dabei war die verletzung gar nicht so schlimm gewesen.
Auch Bloodwin ist verwundet, und auch er hat diesen geistigen Schmerz gespürt.
Aber Stur und auf das Überleben trainiert konnte Bloodwin den Schmerz bis jetzt jedesmal überwinden. Der Gedanke an seine Untergebenen half ihm dabei, sie mußten sich auf ihn verlassen können.
Aber jetzt ist da keiner mehr, Bloodwin wird von einer anderen, tiefer sitzenden Hoffnungslosigkeit gepackt.
"Dann kommt doch ..." schreit er heraus, obwohl er bis jetzt darauf bedacht war sich verborgen zu halten.

Aber es passiert nichts, Bloodwin sieht darin eine bestätigung dessen was ihm früher aufgefallen ist.
Die Bestien kamen immer von hinten, egal welchen Weg er mit seinen Männern auch einschlug um den Spuren zu folgen.
Und sie liessen sich auch nie lange auf einen Kampf ein, eilten immer weiter wenn sie ein Opfer hatten.
Bloodwin fragt sich ob er mit seinen Männern von einer Welle überrollt worden war.
Einer mörderischen, lebenden Welle.
Ein Gedanke kommt ihm, der Verräter.
Was ist an diesem jungen Mann nur so wichtig das eine ganze Kampfgruppe ihn verfolgen soll.
Ob dieser Stone der Grund für das auftauchen dieser Wesen ist.
Bloodwin kann es sich nicht vorstellen, nach allem was er von dessem Vater, Ferrwar, weiss, kann dieser Stone doch nicht so abgrundtief böse sein.
Oder doch?
Bloodwin beschließt das er diesen Stone finden wird, egal was auch passiert.
Und dann wird er antworten von ihm verlangen.
Warum seine Männer sterben mußten.
Und dann, Bloodwin weiss es nicht, er weiss nur dass diesen Stone nicht töten wird.
Er wird auch nicht mehr nach Groß Furtheim gehen, sollen sie ihn doch für tod halten.
Er will den jungen Hüter finden, und antworten bekommen, der rest kommt später.
Entschlossen antworten zu finden macht sich Bloodwin wieder auf den Weg.


Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile(Aristoteles)
Aber wenn man das einzelne nicht mehr beachtet, hat das ganze keinen Sinn mehr (Stone)