Was es auch war, was dort so bestialisch brüllte, Alrik ist entschlossen es herauszufinden. Er versucht das alte Handrad zu drehen, aber in dem dämmrigen Licht stellt er fest, dass es schon sehr verrostet ist und sich noch nicht so recht bewegen will. Erneut macht sich Angst in ihm breit, dies war der einzige Ausgang, wenn das Handrad ganz durchgerostet war, würde es bei Gewaltanwendung womöglich abbrechen und die Luke für immer verschlossen sein? "Ich habe keine andere Wahl", denkt der Streuner, und versucht einen zweiten Anlauf im Halbdunkel, bei dem er vorsichtig die Kraft erhöht. Quietschend und knarrend dreht sich das Rad und quälend langsam schiebt sich erst der Riegel zurück und endlich gibt es auch die Luke frei. "Glück gehabt", murmelt Alrik, blinzelt und erkennt dann, dass er schon wieder in dem Raum mit den Statuen ist. Er klettert endgültig aus dem steinernen Gefängnis und blickt auf der Suche nach der Ursache des Schreis von eben um. Dort in dem Gang bewegt sich jemand! Der Streuner sieht genauer hin und zuckt zusammen: Es ist Glance, der dort im Gang kniet. In diesem Moment richtet er sich wieder auf, aber offenbar hat er dabei große Mühe. Erschrocken eilt Alrik zu ihm, doch als er bei dem vermeindlichen Glance ankommt weicht er zurück. "Glance?" fragt er vorsichtig. Auf eine schwarzen Stab gestützt, mit Bartstoppeln und einer hässlichen Narbe an der Schläfe ist der Halbelf kaum wiederzuerkennen, außerdem ist sein Kettenhemd blutverschmiert. Es scheint ihm schwer zu fallen sich auf den Beinen zu halten. "Liebe Güte, Glance, was ist mit dir geschehen?"


Audaces fortuna iuvat!