Er ist dem Priester etwas schuldig. Er würde ihn nicht hier unten sterben lassen, wenn er das verhindern konnte. Aber war das klug? Der heilige Mann wusste um sein Geheimnis. Das mochte ihn noch in Schwierigkeiten bringen. Wenn er nun.... Nein.

Der Reisende schüttelt sacht den Kopf, während er einige Schritt hinter dem Priester herläuft, der sich wütend abgewendet hatte. Er vertraut diesem Mann. Undeh Udenudahr ist mit ihm. Und er hatte beinahe sein Leben verloren, bei dem Versuch zu helfen.

Ein erstauntes Keuchen reisst den Reisenden aus seinen Gedanken. Um ihn herum schmilzt die Dunkelheit dahin und weicht dem kalten magischen Licht des Priesters, das sich jedoch seltsam zu verstärken scheint und sich fortwährend ausbreitet.

Nun fällt ihm auf, dass sie den Gang verlassen hatten und in eine riesige Kammer gelangt waren, eine gewaltige Kuppel, einen majestätischen Dom im Herzen des Berges. Das schwache Licht, dass die magische Kugel des heiligen Mannes wirft, wird von kleinen rautenförmigen Kristallen in den Wänden der Kuppel aufgefangen und wieder und wieder zurückgeworfen, wobei es sich auf wundersame Weise so verstärkt, das es den ganzen Dom auszufüllen scheint.

Wie angewurzelt stehen die Ritter mit offenen Mündern da und verbiegen sich die Hälse, als sie nach oben schauen. Die Spitze der Kuppel liegt mindestens 100 Schritt über ihren Köpfen und sie muss fast doppelt so breit im Durchmesser sein. Ehrfürchtig und schweigend schaut die kleine Gruppe auf das Funkeln und Leuchten, das sie umgibt.