Der Priester schweigt, doch Zweifel haben seine Entschlossenheit vertrieben. Der plötzliche und unerwartete Verlust seiner Männer war schmerzlich und hatte an seinen Nerven gezerrt - doch vielleicht hatte der Fremde Recht. Eine solche Falle war sicher nicht der Laune irgendeines Verrückten entsprungen, der seinen ihm kostbaren Besitz in Sicherheit wissen wollte. Die Macht, die man brauchte, um eine solche Falle überhaupt zu konstruieren, war gewaltig - in ganz Rechem mochte es niemanden mit der dafür nötigen Kraft geben. Der Fremde behauptete, dass Etheran diesen Altar errichtet hätten. Er hatte den Namen schon einmal erwähnt, doch der Priester hatte noch nie von einem solchen Volk gehört. Doch wenn diese Etheran über genügend Ressourcen verfügten, um eine solche Falle zu bauen, dann musste es ein sehr mächtiges Volk sein - um so erstaunlicher, dass es unbekannt war. Möglicherweise waren es Bewohner des sagenumwobenen Kontinents, der angeblich jenseits des großen Wassers liegen sollte? Doch was sollte sie dann hierher geführt haben - und warum hätten sie so weitab ihrer Heimat einen Schatz verstecken sollen, der offenbar so wertvoll war, dass er mit tödlicher Magie geschützt werden musste?

"Ich weiß nicht, wen Ihr mit Etheran meint. Ich habe noch nie von diesem Volk gehört," sagt der Priester schliesslich leise und mustert nun seinerseits den Fremden, "doch der Begriff des Wahren Lichts wird oft von Gläubigen verwendet, wenn sie sich von ihrem Gott Hilfe oder Beistand erhoffen. An welche Götter glaubten jene Etheran, von denen Ihr spracht?"