berrascht zieht der Reisende eine Augenbraue hoch.

"Welchen Sinn dies haben soll? Nun, vermutlich denselben Sinn, wie diesen Ort mit einem Rtsel zu schtzen. Denkt nach. Ein Rtsel dient dazu, gelst zu werden. Was hier verborgen liegt, soll gefunden werden. Aber nur zur richtigen Zeit und zum richtigen Zweck. Andernfalls sorgt ein schneller Tod fr die Wahrung des Geheimnisses. Und Ihr habt die Frage bereits zur Antwort gemacht: Es befindet sich in dieser Sphre, weil es fr Sterbliche bestimmt ist. Zumindest... mehr oder weniger."

Mit einer ausladenden Geste dreht sich der blasse Fremde langsam herum.

"Dies zu erschaffen kostete die Etheran vermutlich nur die Anstrengung eines Gedankens. Es so todbringend bewachen zu lassen, muss sie hingegen viel Zeit der berwindung gekostet haben. Es sei denn..."

Mde lsst er den Arm sinken und schttelt den Kopf. Doch diese Geste ist so unmerklich, dass sie mehr fr ihn selbst bestimmt zu sein scheint, als fr seine Zuhrer. Schliesslich tritt er mit wenigen Schritten vor den Priester und packt ihn fest an den Schultern.

"Dies hier ist... eine... ein... nennt es einen Schrein. Ein sicherer Platz der Aufbewahrung fr etwas sehr wichtiges, das bewahrt werden sollte, fr den richtigen, den entscheidenden Augenblick. Und da uns nicht mehr sehr viel Zeit bleibt, ist dieser Augenblick jetzt gekommen. Das Rtsel des Pultes ist fr jemanden bestimmt, der Schrift und Sprache der Etheran beherrscht. Der die Warnung begreift und sich mit Bedacht nhert. Jemand, der ihr Wesen kennt und vertrauen kann. Dieser Jemand muss sich furchtlos dem prfenden Blick des Schattens der Vergangenheit unterziehen. Furchtlosigkeit erwchst aus Vertrauen. Hlt er der Prfung stand, so wird sich ihm das wahre Licht enthllen."

So stehen sie eine Weile da und in den Augen des Reisenden spiegelt sich die stumme Sorge des heiligen Mannes ber die letzten Worte des Rtsels, fr das auch er keine Antwort weiss.