Die Aboriginals haben keine Schrift in unserem Sinne - aber sie haben die typischen rituellen kombinierten Muster (Wellenlinien, Kreise, Punkte, etc.) und Felszeichnungen in Verbindung mit der Musik. Diese sind seit Jahrtausenden gleich geblieben. Der interessante Aspekt daran ist, dass gerade durch die Verbindung mit der Musik sich die Überlieferungen nicht gewandelt haben, sondern unverfälscht immer weiter überliefert wurden.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass nur die Kombination aus sehen UND hören beim Menschen dafür sorgt, sich Erzählungen und Geschichten exakt einprägen zu können. In unserem Kulturkreis können wir nur raten, was ein Künstler uns mit einem Bild oder einem Symbol sagen wollte, dass er in der Antike geschaffen hat. Die Aboriginals wissen das nach all der Zeit immer noch genau, da die festgelegte rituelle Kombination aus Mustern, Zeichnungen und Musik für eine exakte mündliche Überlieferung gesorgt hat.

Bei den Aboriginals dient Musik nicht wie bei uns zur Unterhaltung oder als künstlerische Zerstreuung - sondern einzig dem Zweck, Geschichten zu erzählen. Wer beim Klang eines Didgeridoos mal genau hinhört, erkennt sogar oft als Aussenstehender anhand der Dramatik, was da erzählt werden soll. Im übrigen ist es ziemlich schwer ein Didgie zu spielen - ich habe einige Zeit gebraucht, bis ich Rythmen erzeugen konnte, die NICHT nach Elefantenfurz klingen....

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