Quote
bei allem verständnis silberschuppe:

mmn. krankt unser land nicht zuletzt an leuten, die genauso wie du argumentieren - in zugegebenermassen schlechter situation wird alles noch schlechter geredet - wir deutschen jammern auf sehr hohem niveau!


Genau meine Worte! <img src="/ubbthreads/images/graemlins/up.gif" alt="" />

Zu der "Zumutbarkeit" und dem "Mindestlohn" in dem reformierten Arbeitslosenmanagement: Ich finde es mindestens erstaunlich, wenn nicht gar perfide von der Union, wenn sie die Mindestlohn-Geschichte bewußt oder unbewußt so mißversteht, daß sie annimmt, Arbeitslosen dürften nur Jobs angeboten werden, in denen sie mindestens genau so viel verdienen, wie sie in ihren ehemaligen Jobs verdient haben - ich denke, auch Ddraig fände das toll.
Dem ist ja aber nicht so. Es heißt eben, daß jede Arbeit zumutbar ist, solange die Bezahlung den ortsüblichen Tarifen entspricht - d.h. als neu eingestellter Maurer darf man nicht wie Maurer in Bangladesch bezahlt werden sondern bekommt so viel Geld, wie die normalen Maurer in der Gegen auch.
Und ich habe schon vorher gesagt: Ich finde das on Ordnung. In einer Zeit der Massenarbeitslosigkeit kann ich mir einfach nicht erlauben, bei der Wahl des Arbeitsplatzes wählerisch zu sein, wenn ich ihn vom Staat angeboten bekomme. Wenn mir die Arbeit nicht paßt, muß ich halt einen anderen auf eigene Kosten suchen.

Klingt hart, ist bestimmt auch hart, aber Realität. All die Probleme mit den Sozialbeiträgen, Renten, Gesundheitsfragen und dergleichen wären nicht so verschärft wie heutzutage, wenn wir nicht so viele Arbeitslose hätten. Insofern kann der einzige Ausweg aus der aktuellen Misere nur derjenige sein, die Arbeitslosen wieder in die Arbeitswelt hinzuführen - d.h. weg von der Staatsbezahlung, hin zu Lohn und Gehalt. Es gibt keinen Weg daran vorbei.


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"