Bei all der Interpretation und Miinterpretation ist mir folgender schwerer Fehler unterlaufen:

Bei Niedriglohn- bzw. Nebenjobs mu man das Arbeitsverhltnis in der Tat anmelden - bei der sogenannten Bundesknappschaft, die seit dem 1.4.2003 fr die Abwicklung dieser Geschichten zustndig zu sein scheint. Dabei fallen fr den Auftraggeber als Kosten maximal 13% der tatschlichen Bezahlung an. Das sind bei 400 Euro ganze 52 Euro.
Ich nahm an, da man das auch auf der Ebene der Selbstndigkeit regeln kann. Aber andererseits wrde man auch in dem Fall 16% Steuern zahlen, die dann nicht fr den Dienstleistenden, sondern fr den Staat gutgeschrieben wrden.

Aber so oder so kommt man als Auftraggeber einer Putzkraft nicht unbedingt unter die Rder.

Nur sollten zwei Dinge erwhnt werden:

1. Dir unangemeldete Arbeit gilt auch jetzt schon als Schwarzarbeit, ist damit illegal, aber nur eine Ordnungswidrigkeit. Im Normalfall wird sich darum auch niemand kmmern.

2. Der "neue" Gesetzesentwurft liegt noch gar nicht vor, sondern soll erst im Februar prsentiert werden. Aber eines scheint sicher zu sein: Private Schwarzarbeit wird auch in Zukunft keine strafrechtliche Angelegenheit sein. Es wird sich in dem Bereich nichts ndern.

==> Es wird sich fr den Privathaushalt im Grunden genommen nichts ndern. Wenn Du weiterhin schwarz bei Dir putzen lassen willst, dann kannst Du das machen, ohne da die Kripo bei Dir vor der Tr steht. Insofern verstehe ich die Kritik an der neuen Initiative noch weniger als vorher... <img src="/ubbthreads/images/graemlins/suspicion.gif" alt="" />


Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"