Dolon begutachtet das Haus des Eremiten: Naja, nicht gerade das was man von `nem Eremiten erwartet....
Das Haus ist an einigen Ecken schon schief und nur durch Balken an den Wnden abgesttzt. An der Tr hngt ein Schild mit der Aufschrift: Betteln verboten! Hausierer werden erstochen!
Oha, nicht sehr freundlich, bemerkt Nergal.
In diesem Moment sehen sie wie ein alter Mann auf einem Pferd auf das Haus zureitet. Das Pferd hat ein Bndel Feuerholz auf dem Rcken. Es dauert eine Zeit bis der Mann zu dem Haus kommt denn er hat eine sonderbare Form des Reitens entwickelt, die es von ihm verlangte in Abstnden von einigen Sekunden vom Pferd zu fallen.
Als er beim Haus ist bindet er sein Pferd an und geht, an der Gruppe vorbei, ins Haus wobei er ihnen die Tr vor der Nase zu schlgt.
Wirklich nicht freundlich., knurrt Nergal.
Drake geht zur Haustr und klopft.
Weg da!, ertnt eine Stimme von innen.
Drake klopft noch einmal.
Ihr sollt verschwinden!, ertnt die Stimme wieder, diesmal lauter.
Dolon geht zur Tr und schlgt mit dem stumpfen Ende seiner Axt gegen die Tr.
Niemand da!, erwidert die Stimme.
Wir haben dich doch gerade gesehen., ruft Nergal.
Sie hren einen halberstickten Fluch von innen, dann ein Poltern. Dann ffnet der alte Mann die Tr.
Ihr seid so lstig wie die Furunkel an meinem Hintern! Wenn ihr was verkaufen wollt solltet ihr lieber verschwinden denn ich bin Magier!, brstet sich der Alte.
Gut. Ich hab nmlich einige Erfahrungen mit Magiern. Letztes Jahr habe ich den Erzmagier von Ymitury um seinen Stab, den Grtel mit Juwelen und sein Leben gebracht - etwa in der Reihenfolge glaube ich., erwidert Nergal.
Der Alte chzt: Wenn`s so dringend is, kommt rein. Was will man machen in einem Land, wo ein alter Mann nicht seine Ruhe hat und die Gtter dazu neigen Atheisten zu besuchen und die Fenster ihrer Huser einzuschlagen?
Sie betreten das Haus des Eremiten.

Nettes Haus., bemerkt Dolon, Wenn man Bcher mag.
Der Wohnraum des Eremiten ist voll von alten Karten, Bchern und Pergamenten. Die Wnde sind bedeckt mit Regalen und Wandkarten. Auf dem Boden sind einige bequeme Sitzkissen und ein kleiner Tisch auf dem Federn, Pergament und Tusche liegen. Sie setzen sich und erzhlen dem Eremiten von der Rune.
Hier das ist sie., Tharos zeigt dem Eremiten ein Stck Pergament auf das er die Rune gezeichnet hat.
Der Eremit nimmt das Pergament und betrachtet es eine Weile. Hmm, da muss ich in meiner Liste nachsehen. Was fr eine Liste?, fragt Asturanon. Auf dieser Liste habe ich fast alle Runen die ich kenne, und das sind ziemlich viele, vermerkt., erklrt der Eremit whrend er aufsteht und ein Regal durchsucht.
Ah, hier hab ich sie! Er hebt einen Packen Pergament hoch, auf dem Runen und Erklrungen geschrieben sind. Er sucht ein Blatt heraus und berfliegt es. Rune der Pflanzen...Rune der Schatten...Rune der Erregung, die muss ich mir merken,...Ahh, hier haben wir`s: Rune der Kontrolle oder auch Fluchrune genannt: ,Malt man diese Rune ein Wesen so kann man die Kontrolle ber dieses Wesen bernehmen und es wird alles tun was man befiehlt. Darber hinaus muss man die Originalrune haben damit der Zauber wirkt. Und die zweite Bedeutung: Graviert man mit Schattenmagie den Namen einer Person in die Originalrune so stirbt diese Person einige Zeit spter eines uerst schmerzvollen Todes. Interessant.
Pah, wo bleibt denn da der Spa jemandem den Kopf mit einer Axt zu zerschmettern?, wirft Dolon ein.
Der Eremit sieht Dolon nur kurz mitleidig an und wendet sich wieder den anderen zu.
Das erklrt wieso Exidan die Kontrolle ber Exidon hatte., berlegt Drake laut.
Woher habt ihr denn die Rune?, mischt sich der Eremit ein.
Vom Dmon Exidon. Sie war auf seinem Rcken., antwortet Nergal.
Der Eremit fngt pltzlich das schwitzen an. Oh, ach so. Naja, ich muss mal...h...aufs Klo...h...genau.
Der Eremit geht verdchtig schnell auf eine Tr zu und schliet sie hinter sich.
Asturanons Augen werden zu Schlitzen und er geht auf die Tr zu. Irgentwas ist hier faul.
Kurz darauf hren sie ein Rumpeln und ein dumpfes Lachen hinter der Tr. Macht`s gut ihr Trottel!, ruft der Eremit.
Verdammt der Kerl versucht abzuhauen!, ruft Asturanon und reit die Tr auf.
Der Raum dahinter ist gar kein Klo sondern eine Rumpelkammer. Auf der anderen Seite ist eine Hintertr die offen steht. Dahinter sehen sie den Eremiten der gerade zu seinem Pferd rennt, das er an der Mauer festgebunden hat. Tharos webt einen Zauber und der Eremit wird von einer magischen Macht gepackt und festgehalten. Sie laufen zum Eremiten und tragen ihn ins Haus.

Wieso hast du versucht abzuhauen?, fragt ihn Drake.
Mit Exidan will ich nichts zu tun haben! Womglich verfolgt sein Dmon euch und wird mein Haus zerstren!
Du kauziger Eremit!, meint Drake.
Der Eremit nimmt seinen Stab und schlgt ihn Drake zwischen die Beine.
Ich bin nicht kauzig!, schnauzt er Drake an, der rchelnd auf den Boden geht.
Der Dmon ist tot. Wir haben ihn gettet., sagt Nergal.
Oh. Nagut dann helfe ich euch gerne.
Also, fragt Tharos Was war das noch mal mit den Originalrunen?
Exidan muss die Originalrunen haben um die Zauber zu weben. Also wird er im Runentempel sein. Oder er war dort., erklrt der Eremit.
Dann finden wir dort vielleicht einen Hinweis wo Exidan ist., meint Nergal.
Wo ist der Tempel?, chzt Drake, der mhsam versucht wieder aufzustehen.
Ich kenne jemanden der hat eine Karte auf der, der Tempel markiert ist., antwortet der Eremit.
Wer ist das?
Mein Bruder.
Und wo wohnt dein Bruder?, fragt Nergal etwas ungeduldig.
Es gibt da ein Problem., sagt der Eremit und kratzt sich am Hinterkopf. Mein Bruder ist Meuchelmrder. Aber er hat etwas das eher hinderlich fr seinen Beruf ist: Er zieht das Unglck an.
Er zieht es an?
Lasst es mich so sagen: Wenn vollstndiges, absolutes Chaos in Form von Blitzen kommt, so steht er whrend eines Gewitters auf der Kuppe eines ziemlich hohen Hgels, trgt dabei eine Kupferrstung und ruft: ,Zur Hlle mit allen Gttern!.
Oh.
Ich sag euch trotzdem wo er wohnt. Ach ja, wenn ihr in den Tempel gehen wollt braucht ihr das hier.
Er gab Tharos eine Schriftrolle die Tharos einsteckte. Dann sagte er ihnen den Namen eines Gasthofes in der Stadt.

Ach der Bruder des Eremiten. Ja der wohnt hier., erwidert der Wirt des Gasthofs, als sie ihn nach dem Bruder fragen. Nezack heit der. Aber unter uns gesagt: Das is`n ziemlicher Tollpatsch. Haut sich stndig irgendwo die Knie oder die Ellbogen an. Er wohnt im Gang hinten links. Aber ihr solltet euch beeilen wenn ihr ihn noch lebend sprechen wollt.
Wieso das?, fragt Drake.
Naja, grad vor euch sind zwei Kopfgeldjgern nach hinten gegangen. Sahen nicht besonders freundlich aus.
Die Gruppe rennt nach hinten in den Gang. Dort steht einer der Kopfgeldjger, der ihnen den Weg versperrt.
Whrend die anderen ihn verprgeln rennt Nergal weiter, zum zweiten Kopfgeldjger der vor der Tr von Nezack steht. Als er Nergal sieht zieht er sein Schwert. Nergal nimmt die Haltung eines Zauberers ein und spricht einen Zauberspruch: Asoniti kyrorucha baelfab!
Der Mann wartet darauf das sich Magie manifestiert und blickt nach Rechts und Links. Er begreift dass nichts passieren wird als Nergal auf ihn zu springt und ihm zwischen die Beine tritt.
Als die anderen mit dem ersten Kopfgeldjger fertig sind klopfen sie bei Nezack an die Tr.
Von drinnen hrt man ein Krachen dann einen Fluch. Dann wird die Tr von einem Mann in schwarzer Kutte geffnet, der sich das linke Schienbein hlt.
Du bist Nezack?, fragt ihn Drake.
Ja, wieso?, antwortet dieser.
Wir kommen von deinem Bruder. Er meinet du httest eine Karte vom Runentempel.
Ich musste erst ein paar Kehlen aufschlitzen aber ich habe sie. Ihr knnt sie haben wenn ihr wollt. Sie ist nutzlos fr mich.
Wieso?, fragt Nergal.
Weil ich nicht in den Tempel reinkomme. Ist so ne Art Rtsel am Eingang.
Er gibt ihnen die Karte und sie verabschieden sich von ihm und vom Eremiten bei dem sie vorher noch mal vorbeigeschaut haben. Dann gehen sie der Abendsonne entgegen die das Land in rotes Licht taucht.


"Die Welt wird aufblicken und rufen 'Rette uns!'.
Und ich werde flstern 'Nein!'." - Rorschach