Originally Posted by Trasza
Oh wir hatten da in der Vergangenheit ein paar nette Sachen mit Marokkanern. Und dann haben wir die eine komische die mit Selbstmord droht wenn sie Abgeschoben wird.
Wobei mein Absoluten Highlight ist das Verbot es durchnehmen der Türkenbelagerung in Wien um Unterricht. Und was hatten wir noch... ahja... da hat sich mal wer beschwert weil im Kindergarten "Wer fürchtet sich vorm schwarzen Mann" gespielt wurde. Das diese Spiel nur was mit der Pest zu tun hat und nichts mit der Hautfarbe scheint da wohl verloren gegangen zu sein.

17 jährige von Marokkanern missbraucht
Das Urteil steht im dem Artikel nicht drinn, aber das waren lächerliche Strafen von nicht mal 3 Jahren.


Jedenfalls kommen hier immer wieder solche netten Sachen durch.


Hmm, das waren jetzt "genug Beispiele, die genau beweisen, dass es in Österreich keine Gleichberechtigung von In- und Ausländern gibt"? Da Österreicher vermutlich nicht aus Österreich abgeschoben werden können, verstehe ich nicht, was das Beispiel der Abschiebung mit Gleichberechtigung von In- und Ausländern zu tun haben soll (es sei denn, du plädierst dafür, die Abschiebung von Österreichern aus Österreich einzuführen). Ebenso wenig sehe ich einen Bezug zur Gleichberechtigung, wenn in Wien verboten wird, dass die Türkenbelagerung von Wien im Unterricht durchgenommen wird - das an sich halte ich auch für unsinnig, da es nun mal ein historischer Vorfall und für Österreich (und ganz Europa) sicher bedeutend ist, aber wo hätten Ausländer da mehr Rechte als Inländer?

Ebenso das Spiel mit dem Schwarzen Mann - das mag eine übertriebene Form von "Political Correctness" sein, aber was hat das mit Gleichberechtigung zu tun? Es ist ja nicht so, dass dunkelhäutige Kinder "Wer hat Angst vorm Weißen Mann?" spielen dürften, aber hellhäutige nicht "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?".

Und was das Gerichtsurteil anbelangt: Möchtest du damit sagen, dass die Täter härter bestraft worden wären, wenn sie Österreicher gewesen wären? Oder gar, dass österreichische Gerichte Österreicher allgemein härter bestrafen als Ausländer?

Originally Posted by Trasza
Angenommen es würden beide Seiten die Sicht der anderen tolerieren und noch wichtiger, verstehen und einsehen, gäb es das ganze Problem nicht. Die Christen würden nicht sagen wir wollen keine Minarett und die Islamisten würden keine bauen.
Problem gelöst, keine Probleme mit Toleranz.


Islamisten sind nicht dasselbe wie Muslime. Und so, wie du es hier formuliert hast, klingt es, als würde es keine Probleme geben, wenn die Muslime einfach freiwillig darauf verzichten würden, Minarette zu bauen. Das wäre aber einseitige Toleranz, weil nur die Muslime um des lieben Friedens willen Einschränkungen hinnehmen würden. Die europäischen Staaten haben sehr weitreichende Gleichheitsgrundsätze in ihren Verfassungen verankert, daher können alteingesessene Gruppen auch nicht erwarten, dass neue Gruppen darauf verzichten, die gleichen Rechte einzufordern.

Zu der Volksabstimmung: Auch ich halte es für unvereinbar mit dem Gleichheitsgrundsatz, wenn nur einer bestimmten Glaubensgruppe etwas verboten wird. Man kann allgemein vorschreiben, dass bestimmte Ruhezeiten einzuhalten oder Lärmgrenzwerte zu beachten sind, aber die müssen dann für den Muezzin und das Glockenläuten gelten. Man kann auch allgemeine Vorschriften erlassen, was Bauhöhen oder Bauformen betrifft, aber die müssen dann für Kirchtürme wie Minarette gleichermaßen gelten.

Den rechtspopulistischen Parteien, die diese Volksabstimmung initiiert haben, ging es allerdings anscheinend nicht darum, eine für alle gleiche Bauvorschrift einzuführen (sonst hätten sie das entsprechend formuliert), sondern darum, ein Zeichen gegen den Islam zu setzen. Ehrlich gesagt kann ich auch gut darauf verzichten, in der Nähe meines Wohnorts ein Minarett zu haben, von dem fünfmal am Tag über Lautsprecher zum Gebet gerufen wird, aber genauso gern würde ich auf das Glockenläuten der Kirche in der Nähe verzichten. Und diese Initiative hätte ich wegen ihrer einseitigen Formulierung abgelehnt.

In Deutschland werden durchaus noch neue Kirchen und Gemeindezentren gebaut, und bestehende Kirchen oder Gemeindezentren ohne Glocken erhalten nachträglich ein Glockengeläut. Ich kenne zumindest drei Fälle davon. Und auch einen, in dem gegen das Glockenläuten geklagt wurde - geendet hat es in einem Vergleich, in dem die Kirche sich verpflichtete, Schallschutzmatten im Glockenturm anzubringen. Was meinem Empfinden nach an der Lautstärke des Glockenläutens leider gar nichts änderte.