Originally Posted by buad

Gerade kürzlich das von der Kirche angestrebte Verbot zum Sonntagsverkauf. Ein modernen Staat sollte keine Probleme haben, einen Einkauf rund um die Uhr zu ermöglichen. Generell der SChutz des Sonntags: Ein nachbar von mir musste mal ein Ordnungsgeld bezahlten, weil er am Sonntag seinen Zaun straßenseitig gestrichen hat und ihn irgendein missgünstiger Mistkerl angezeigt hat. Keine Lärmbelästigung - aber der Sonntag ist heilig und damit ist das Zaunstreichen *verboten*! Ein kirchlich dominiertes Relikt.


Um das mal fortzusetzen: Wenige werden es wissen, aber es ist in Deutschland sogar immer noch so, daß bestimmte Filme als "nicht feiertagsfrei" eingestuft werden - also allen Ernstes an kirchlichen Feiertagen nicht in den Kinos gezeigt werden dürfen! Ebenso gibt es an manchen kirchlichen Feiertagen hochoffizielles "Feier-/Tanzverbot", das heißt, es dürfen beispielsweise keine Discos geöffnet sein (beziehungsweise sie dürfen nur "Stehpartys" veranstalten ...).
Und dabei wird nicht die geringste Rücksicht genommen auf die Abermillionen Muslime, Atheisten, Buddhisten und sonstigen Nicht-Christen!

Dann haben wir die meiner Meinung nach unverschämte Praxis, daß man in vielen Bundesländern dafür zahlen muß, wenn man aus der Kirche austreten will - angesichts der Tatsache, daß man normalerweise bereits bei der Geburt in die entsprechende Kirche "zwangseingetreten" wird, halte ich das für einen absoluten Skandal. Und übrigens, bezahlen muß man für den Austritt nicht etwa die Kirche, sondern den Staat (bzw. die jeweilige Kommune). So viel zum Thema Trennung von Kirche und Staat ...

Ansonsten wurde ja auch schon erwähnt, daß Vertreter der christlichen Kirchen in so ziemlich jedem Gremium, Expertenrat o.ä. (selbst bei den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunkanstalten!) sitzen und somit sehr wohl großen Einfluß auf die gesamte Gesellschaft ausüben, ob diese das nun will oder nicht.